OrangePi 4 Pro / OrangePi 6 Plus – Einplatinencomputer im Zeichen der Leistung

Die Welt der Einplatinencomputer-CPUs ist aufgrund unerwünschter Design Wins in militärischen Systemen – im Umbruch. Der bisherige Platzhirsch RockChip zieht sich zurück, während Allwinner verlorenes Terrain gut macht. Shenzhen Xunlong schickt zwei neue Prozessrechner ins Rennen, die dank neuartiger SoCs bahnbrechende Rechenleistung anbieten.

Das hinter der Orange Pi-Familie stehende Unternehmen Shenzhen Xunlong hat sich im Laufe der Jahre als solidester Konkurrent der Uptoniten erwiesen: Anders als Sektiererunternehmen liefern die Chinesen ihre Prozessrechner nach Maßgabe der Möglichkeit auch Jahre nach der Ankündigung zu akzeptablen Preisen.

Bildquelle, alle wo nicht anders angegeben: Tamoggemon Holding k.s. bzw. Fauchus Pfauchus kft.

Zum Zeitpunkt der Auslieferung neuer Produkte gilt außerdem, dass sie oft Funktionen anbieten, die man im Hause Upton mitunter erst Jahre später kopiert – fast alles, was im Raspberry Pi 5 „neu“ war, gab es bei Shenzhen Xunlong und Co. bereits Jahre vorher zu sehen (siehe https://www.youtube.com/watch?v=MSuifrb3U8Y).

Orange Pi 4 Pro – Raspberry Pi 5 mit mehr Leistung

Uptons Nahebeziehung zur Broadcom sorgt dafür, dass der Raspberry Pi immer mit einem Broadcom-SoC ausgeliefert wird. Auch mit dem gut erprobten Kreditkarten-Formfaktor experimentiert man nur höchst ungern. Shenzhen Xunlong hat im Laufe der letzten Jahre vor allem größere Platinen ins Rennen geschickt – aus dem „Mehr“ an Platinenplatz folgte logischerweise ein Mehr an Platz für Komponenten und unterm Strich mehr Arbeitsspeicher bzw. mehr Rechenleistung. Mit dem Orange Pi 4 Pro steht nun ein Achtkerner ante Portas, der – wie in der Abbildung gezeigt – vom Formfaktor her dem Raspberry Pi 5 fast identisch ist.

Im Bereich der IO-Fähigkeiten spielt man im Hause Shenzen Xunlong traditioneller – wie in der Abbildung gezeigt gibt es einen Full Size-HDMI-Port und eine Kopfhörerbuchse. Hervorzuheben ist außerdem, dass die Antenne über einen u.FL-Connector angebunden ist – dies hilft bei der Integration in komplexere Gehäusedesigns.

Auf der Unterseite finden sich Slots für M2- bzw. die eMMC-Speichermedien. Insbesondere wer seinen Prozessrechner in vibrationsempfindlichen Gefilden einzusetzen pflegt, profitiert von diesen Möglichkeiten der Speicherbereitstellung. Schade ist lediglich, dass der microSD-Slot beim Orange Pi 4A auf dem Reibschlussverfahren basiert.

Die Rückkehr des Allwinner-SOCs.

Als System on Chip kommt hier ein Allwinner A733 zum Einsatz. Die konsequente Umsetzung der Big Little-Architektur zeigt sich in der folgenden Abbildung.

Bildquelle: https://olimex.wordpress.com/2024/12/05/allwinner-released-new-nine-core-12-nm-a733-soc-with-dual-core-cortex-a76-hexa-core-arm-cortex-a55-and-risc-v-e902-and-3tops-npu/

Zur Überprüfung der Rechenleistung bietet sich SysBench an. Die folgenden Ergebnisse zeigen, wie sich die Leistung über die verschiedenen Kernarten verteilt:

1
orangepi@orangepi4pro:~$ sysbench cpu run --threads=1
2
sysbench 1.0.20 (using system LuaJIT 2.1.0-beta3)
3

4
Running the test with following options:
5
Number of threads: 1
6
. . .
7

8
CPU speed:
9
    events per second:  2251.32
10

11
orangepi@orangepi4pro:~$ sysbench cpu run --threads=2
12
sysbench 1.0.20 (using system LuaJIT 2.1.0-beta3)
13

14
Running the test with following options:
15
Number of threads: 2
16
.
17

18
CPU speed:
19
    events per second:  4512.20
20

21

22
orangepi@orangepi4pro:~$ sysbench cpu run --threads=8
23
sysbench 1.0.20 (using system LuaJIT 2.1.0-beta3)
24

25
Running the test with following options:
26
Number of threads: 8
27
. . .
28

29
CPU speed:
30
    events per second:  9818.74

Hervorzuheben ist, dass der Orange Pi 4 Pro auch ohne jegliche Kühlung absolut nicht zur Überhitzung neigt. Unter https://youtu.be/MPT0AErieK0 findet sich ein Video, in dem der Autor unter einer Nutzung einer Thermokamera die „Erwärmung“ während einem fünf Minuten dauernden Lauf des SOCs dokumentiert.

Orange Pi 4 Pro-GPIO-Unterstützung am Start.

Die persönlichen Quereleien zwischen dem Wiring PI-Maintainer und dem Rest der Glaubensgemeinschaft haben sich im Hause Orange Pi nicht ausgewirkt – Wiring Pi wird im Allgemeinen sofort nach dem Erscheinen eines neuen Prozessrechners für diesen angeboten. Im Fall des hier verwendeten Debian-Images galt, dass das System ab Stapel und ohne vorhergenede Kompilation zur Verfügung stand.
Zur Ausgabe einer Testwellenform bietet sich dann ein nach folgendem Schema aufgebautes Programm an:

1
#include <stdio.h>
2
#include <wiringPi.h>
3

4
int main (void) {
5
  int i = 0;
6
  unsigned char gpio_num = 0;
7

8
  wiringPiSetup();
9

10
  gpio_num = i =0;
11
    pinMode (i, OUTPUT) ;
12

13
  for ( ;; ) {
14
      digitalWrite (i, HIGH);  // On
15
      digitalWrite (i, LOW);  // Off
16
  }
17

18
  return 0;
19
}

Lohn der Mühen ist das in der Abbildung gezeigte Schirmbild.

Zu beachten ist, dass das hier verwendete Debian-Image seine Aktualisierungen aus der Huawei-Cloud bezieht. In Tests des Autors funktionierte dies mit hervorragender Übertragungsgeschwindigkeit – es könnte allerdings aus „regulatorischen“ Gründen relevant sein.

Orange Pi 4 Pro – Bepreisung.

Shenzhen Xunlong sieht den Orange Pi 4 Pro als direkten Angriff auf den Raspberry Pi 5. Dies wirkt sich unter anderem in der Bepeisung aus, die sich direkt an den OEMSecrets-Bestpreisen für den Raspberry Pi 5 orientiert. Bei Lieferungen nach Deutschland fallen leider höhere Preise an, weil Shenzhen Xunlong dieses Territorium seinen Resellern (z.B. https://s.click.aliexpress.com/e/_c39P4E6l) überlässt. Alternativ bietet sich eine Bestellung unter Nutzung eines Weiterleitungsservices wie TipTrans an, der von Shenzhen Xunlong erfahrungsgemäß problemlos beliefert wird.

Orange Pi 6 Plus – ein wahrer Gigant.

Mit dem Orange Pi 6 Plus zeigt Shenzhen Xunlong der Prozessrechnerindustrie, wie die Wefze die Ruhe lernt. Die gigantischen Dimensionen des Prozessrechners und das enorme Gewicht sind sowohl auf der Waage als auch im Größenvergleich klar erkennbar.

Die enorme Leistung zeigt sich im Kühlsystem, das – normalerweise – integraler Teil des Prozessrechners ist und von Shenzhen Xunlong im Rahmen der Auslieferung montiert wird.
Auf der Rückseite finden sich außerdem zwei 5Gb-Ethernet-Transciever.

Interessant sind die auf der anderen Seite befindlichen GPIO-Header. Neben dem üblichen 40 Pin-Port gibt es auch einen neuen Pin-Adapter, der USB2-Signale zur Verfügung stellt. Dies kann nützlich sein, wenn ein USB-Modul (man denke beispielsweise an hauseigene 4G-Hardware) Vibrationssicher und permanent mit dem Prozessrechner verbunden bleiben muss.
Zu beachten ist, dass WiringOPi derzeit nicht zur Verfügung steht. Der Code lässt sich zwar kompilieren, die Ausführung des readall-Testbefehls scheitert allerdings aufgrund des Fehlens von Unterstützung für den vorliegenden Rechner:

1
orangepi@orangepi6plus:~/WiringOP$ gpio readall 
2
Oops - unable to determine board type... model: -1 
3
 | GPIO | wPi |   Name   |  Mode  | V | Physical | V |  Mode  | Name     | wPi | GPIO | 
4
 +------+-----+----------+--------+---+----++----+---+--------+----------+-----+------+ 
5
Oops - unable to determine board type... model: -1 
6
 +------+-----+----------+--------+---+----++----+---+--------+----------+-----+------+ 
7
 | GPIO | wPi |   Name   |  Mode  | V | Physical | V |  Mode  | Name     | wPi | GPIO | 
8
Oops - unable to determine board type... model: -1 
9
orangepi@orangepi6plus:~/WiringOP$

Zu beachten ist, dass der Prozessrechner normalerweise nicht automatisch startet, wenn er über USB-C mit Energie versorgt wird. Stattdessen leuchtet „nur“ die blaue LED auf – das Hochfahren des Betriebssystems setzt das Drücken eines Tasters voraus. Zur Umgehung bietet sich die Umkonfiguration des BIOS und das Anschließen einer RTC-Batterie an – weitere Informationen hierzu im unter https://youtu.be/RyxSWJNOACw bereitstehenden Video.

Orange Pi 6 Plus – mit zwölf Kernen am Start.

Für die Inbetriebnahme kommt auch hier Debian zum Einsatz. Als SoC setzt Shenzhen Xunlong hier auf den CIX P1 – ein SoC, das – wie im Struktogramm gezeigt – drei unterschiedliche Kernklassen mitbringt.

Bildquelle: https://radxa.com/products/orion/o6n/

Die unterschiedliche Leistung der Kerne lässt sich dann durch abgestuftes Ausführen von sysbench mit verschiedenen Thread-Zahlen demonstrieren. Schon im Achtkern-Betrieb gilt dabei, dass der Prozessrechner immense Rechenleistung bietet:

1
orangepi@orangepi6plus:~$ sysbench cpu run --threads=1 
2
sysbench 1.0.20 (using system LuaJIT 2.1.0-beta3) 
3

4
Running the test with following options: 
5
Number of threads: 1 
6
Initializing random number generator from current time 
7

8

9
Prime numbers limit: 10000 
10

11
Initializing worker threads... 
12

13
Threads started! 
14

15
CPU speed: 
16
    events per second:  3019.91 
17

18
orangepi@orangepi6plus:~$ sysbench cpu run --threads=4 
19
sysbench 1.0.20 (using system LuaJIT 2.1.0-beta3) 
20

21
Running the test with following options: 
22
Number of threads: 4 
23
Initializing random number generator from current time 
24

25

26
Prime numbers limit: 10000 
27

28
Initializing worker threads... 
29

30
Threads started! 
31

32
CPU speed: 
33
    events per second: 11859.07 
34

35
orangepi@orangepi6plus:~$ sysbench cpu run --threads=8 
36
sysbench 1.0.20 (using system LuaJIT 2.1.0-beta3) 
37

38
Running the test with following options: 
39
Number of threads: 8 
40
Initializing random number generator from current time 
41

42

43
Prime numbers limit: 10000 
44

45
Initializing worker threads... 
46

47
Threads started! 
48

49
CPU speed: 
50
    events per second: 22290.61 
51

52

53
orangepi@orangepi6plus:~$ sysbench cpu run --threads=12 
54
sysbench 1.0.20 (using system LuaJIT 2.1.0-beta3) 
55

56
Running the test with following options: 
57
Number of threads: 12 
58
Initializing random number generator from current time 
59

60

61
Prime numbers limit: 10000 
62

63
Initializing worker threads... 
64

65
Threads started! 
66

67
CPU speed: 
68
    events per second: 26579.99

Beschaffung

Von Haus aus bietet Shenzen Xunlong den OrangePi 6 Plus vor allem mit vorinstallierten Kühlsystem an; die Belieferung Deutschlands erfolgt auch hier über Reseller wie https://s.click.aliexpress.com/e/_c3YFOxlJ. An größeren Mengen interessierte Personen sollten Shenzhen Xunlong direkt kontaktieren – in diesem Fall kann man die Platine auch „nackt“, oder aber mit bestimmtem Speicherausbau (Stichwort 64GB) beziehen.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Jean Paul und die Technik

Geboren wurde er als Johann Paul Friedrich Richter, als Jean Paul stieg er zu einem Star der Romanliteratur auf. Er starb am 14. November 1825 in Bayreuth. In jungen Jahren schrieb er Satiren, die 1789 unter dem Titel „Auswahl aus des Teufels Papieren“ im Druck erschienen. Darin nahm er auch die damaligen Automaten aufs Korn….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Literatur, "Auswahl aus des Teufels Papieren", "Mikromegas", Denkmaschine, Dr. Katzenberger, Fabian Brackhane, Friedrich von Knauss, Jean Paul, Jean-Paul-Museum, Johann Paul Friedrich Richter, Maschinenmann, Schachtürke, Sprechmaschine, verrückter Wissnschaftler, Voltaire, Wolfgang von Kempelen

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

Arduino Nesso N1, IDE-Updates, Quartalszahlen und Politik

m5stack und Arduino lancieren gemeinsam ein auf dem ESP32-C6 basierendes Gerät, das Arduino und schlüsselfertige Hardware zu kombinieren sucht. Sowohl in Sachen Nexperia als auch bei den Quartalszahlen gibt es Neuigkeiten, Siglent kündigt ein neues Oszilloskop an.

Arduino Nesso N1 – schlüsselfertiges IoT-”Steuerungsmodul”

Arduino-Platinen waren bisher vor Allem als Basis für Experimente vorgesehen. Mit dem Nesso N1 steht nun eine neue Variante ante Portas, die ein Display und verschiedene Antennenoptionen mitbringt und als “Standalone-Steuerungssystem” vorgesehen ist.

Bildquelle, beide: https://blog.arduino.cc/2025/11/11/meet-arduino-nesso-n1-the-future-of-iot-in-the-palm-of-your-hand/ und https://store-usa.arduino.cc/products/nesso-n1

Über die Spezifikationen vermeldet man ebenda folgendes:

1
     Powered by the ESP32-C6, featuring an integrated low-power RISC-V single-core (up to 20 MHz) for efficient, reliable performance 
2
     Equipped with 16 MB Nor Flash and 512 kB SRAM, providing ample memory for IoT applications 
3
     A 1.14 touchscreen and programmable buttons for easy interaction 
4
     Built-in IMU, IR transmitter, RGB LED, and buzzer 
5
     Powered via rechargeable battery 
6
     Multiple connectivity options, including Bluetooth® 5.3, Zigbee 3.0, Matter, LoRa® (850-960MHz) 
7
     Support for Arduino Cloud for remote control and data visualization 
8
     USB-C, Grove, and Qwiic connectors for easy expansion with Arduino Modulino nodes or third-party modules

Im Arduino-Store steht die Platine unter der SKU TPX00227 um 50 US-Dollar bereit – Verfügbarkeit bei Distributoren ist derzeit noch nicht gegeben.

Siglent SDS8000A – 16GHz-Oszilloskop im Zulauf

Siglent unterscheidet sich von anderen asiatischen Herstellern insofern, als die Produkte auch außerhalb des Heimatmarkts vertrieben werden. Das in China seit einem Monat angekündigte neue High-End-Gerät – es hat vier Kanäle und bis zu 16GHz Bandbreite – macht sich zumindest informationstechnisch auch am Weg in den Westen.

Bildquelle: https://www.eevblog.com/forum/testgear/siglent-sds8000a-(16ghz-4-ch-40gsas-2-gptsch-12-bit)/

Preisinformationen gibt es derzeit noch nicht. Die Auguren auf EEVBlog – im Forum treiben sich mehrere Siglent-Distributoren herum – heben die folgenden Spezifikationen hervor:

1
Analog Bandwidth: 8 GHz, 13 GHz, 16 GHz
2
Vertical Resolution: 12-bit
3
Maximum Storage Depth: Up to 2 Gpts per channel
4
Real-Time Sampling Rate: Up to 40 GSa/s per channel
5
Waveform Capture Rate: Up to 500,000 frames per second
6
Screen: 15.6-inch capacitive touch HD display (1920x1080 resolution)
7
. . .
8
Ultra-Low Background Noise
9
Noise floor: 176 μVrms (typical) on all channels

Nexperia – China beginnt Gewährung von Ausfuhrgenehmigungen

Rücksichtsloses Vorgehen lohnt sich in Ehestreitigkeiten – in Wirtschaft und Krieg gilt oft, dass eine Kompromisslösung unter’m Strich besser ist. Wohl zwecks Vermeidung weiterer Design Outs ist man im Hause WingTech seit einiger Zeit bemüht, die Wogen gesichtswahrend zu glätten.
Die EU-nahe BBC berichtet unter https://www.bbc.com/news/articles/c0rp2514g4qo nach folgendem Schema darüber, dass man in China die Belieferung ziviler Nutzer fortzusetzen gedenkt:

1
But on Saturday, EU trade commissioner Maros Sefcovic announced in a post on X that China had agreed to "the further simplification of export procedures for Nexperia chips" and it would "grant exemption from licensing requirements to any exporter" provided the goods were for "civilian use".

Fraglich ist indes, inwiefern sich die chinesische Seite hier – den Gesichtsgewinn und das Erscheinen als vernünftiger Partner sei ausgenommen – einen Gefallen tut. Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass sich europäische Hersteller schnellstens eine Reserve anlegen und von Seiten der EU danach eine Aufforderung zum Rematch ergeht.

AMD Versal RF – neue FPGAs mit Fokus auf RF-Fähigkeiten

Wer sich ernsthaft mit SDR und Co auseinandersetzt, sieht sich mit einer wahren Flut von Daten konfrontiert. Aus der Logik folgt, dass FPGAs zur Bekämpfung ebendieser herangezogen werden.

Bildquelle: https://www.amd.com/en/blogs/2025/now-shipping-versal-rf-series.html

AMD lanciert mit dem Versal RF nun eine neue FPGA-Familie, die verschiedene für den RF-Einsatz optimierte Peripheriegeräte mitbringt:

1
Unlock Wideband Spectrum Observability
2
Versal RF devices deliver high signal precision with input bandwidth up to and beyond 18 GHz. With up to eight 32 GSPS or sixteen 8 GSPS RF-ADCs, these devices capture massive swaths of spectrum at 14-bit precision,1 enabling high dynamic range for phased-array systems and dense RF front-ends.
3
On the transmit side, up to sixteen 16 GSPS RF-DACs support output bandwidth up to and beyond 18 GHz, achieving fully symmetric TX/RX operation for multi-channel and multi-mission flexibility. The result: engineers gain a complete, high-resolution view of the spectrumand the compute muscle to process it on the same chip.
4
Compute Without Compromise
5
Processing todays wideband analog signals demands enormous compute density. The Versal RF Series meets this need with hard IP blocks for DSPincluding FFT/iFFT cores, channelizers, resamplers, LDPC decoders, and FIR filtersthat together deliver higher throughput at dramatically lower power than soft logic implementations.
6

7
Beyond these fixed blocks, AI Engines and DSP58 Engines provide additional programmable resources for adaptive signal chains and unforeseen workloads. Together, they are designed to offer the industrys most balanced RF compute fabric, capable of balancing high throughput, lower power compute with the flexibility engineers demand.

Für die Basisversion VR1602 gilt, dass AMD schon jetzt erste Samples verteilt – weitere Informationen finden sich unter der Bildquelle.

GCC: Unterstützung für Loongson32 ante Portas.

Chinesische Prozessorarchitekturen erfreuen sich im Heimatmarkt immer größerer Beliebtheit. Nach den großartigen Erfolgen der 64 Bit-Variante folgt nun die 32 Bit-Variante, die nun ebenfalls in die von GCC unterstützten Plattformen eingefügt werden soll. Spezifischerweise findet sich unter der URL https://gcc.gnu.org/pipermail/gcc-patches/2025-November/700062.html die folgende Meldung, die über ante Portas stehende Patches informiert:

1
These series patches introduce LoongArch32(LA32) ilp32d abi and LoongArch32
2
Reduced(LA32R) ilp32s abi.
3
The ilp32 abi is similar to lp64 abi[1], with some differences in details.
4

5
Most gcc testcasese has passed when using qemu-user.
6

7
A LA32 linux system based on qemu is here[2]. 
8
The binutils and glibc sources is here[3] [4].
9
A LA32 instruction set manual is here [5] or in any LA64 manual.
10
A Chinese LA32R instruction set manual is here[6].

CircuitPython 10.1.0-beta.1 mit Unterstützung für MIPI DSI-Display

MIPI DSI-Displays sind für die Übertragung „größerer“ Informationsmengen ideal. Mit dem ESP32-P4 steht bald eine Implementierung ante Portas, die im Maker-Bereich weit verbreitet sein sollte.
Unter der URL https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/10.1.0-beta.1 finden sich nun Informationen über eine bevorstehende neue Version von CircuitPython, die – nach folgendem Schema – Unterstützung für dieses neuartige Display-Anbindungsformat mitbringt:

1
Highlights of this release
2
     Add mipidsi module to support MIPI DSI displays. Currently enabled for ESP32-P4. 
3
     Fix problems with presenting user-mounted SD cards over USB.

Analog Devices CodeFusion Studio 2.0 – Fokus auf AI

Im Hause Analog Devices pflegt man seit langer Zeit eine eigene IDE, die nun neue Fähigkeiten im Bereich AI eingeschrieben bekommt.

Bildquelle: https://developer.analog.com/newsroom/analog-devices-unveils-codefusion-studio-20-to-simplify-and-accelerate-embedded-ai-development

Als wichtigstes neues Feature hebt man folgendes hervor:

1
CodeFusion Studio 2.0 now supports complete AI workflows, enabling developers to bring their own models and deploy them efficiently across ADIs processors and microcontrollers, from low-power edge devices to high-performance DSPs (digital signal processors). The latest platform, based on Microsofts Visual Studio Code, features a built-in model compatibility checker, performance profiling tools and optimization capabilities that are designed to ensure robust deployment and an accelerated time-to-market.
2
A new Zephyr-based modular framework enables runtime performance profiling for AI/ML workloads, offering layer-by-layer analysis and seamless integration with ADIs heterogeneous platforms. This encapsulation of toolchains simplifies machine learning deployment and enhances system-level performance insights.

CircuitPythonSync – jetzt mit Unterstützung für Serial Port-Boards

Die Visual Studio Code-Erweiterung für CircuitPython funktionierte bisher immer dann am besten, wenn das als Ziel auserkorene Board das „charakteristische“ USB-Laufwerk exponierte. Die etwas primitivere, aber einfacher zu implementieren serielle Verbindung zwischen integrierter Entwicklungsumgebung und Ziel wurde bisher eher nachrangig unterstützt.
Mit der Version p2.0.0 – 2025-10-28 – derzeit handelt es sich dabei noch um eine technische Preview – versucht der Entwickler nun, Waffengleichheit zu schaffen. Spezifischerweise findet sich im unter der URL https://marketplace.visualstudio.com/items?itemName=padgettholdings.circuitpythonsync bereitstehenden Changelog die folgende Ankündigung neuer Features:

1
* Major upgrade to add support for serial interface for boards that do not have native USB to map a CIRCUITPY drive.  Also adds a lightweight serial terminal designed to be compatible with serial port boards.  A few other feature additions in file transfer mapping and in the board explorer.  See help command for more details. **This is a preview release**.

TSMC – Wachstum verlangsamt sich

Die Quartalszahlen von TSMC sind unter Anderem deshalb relevant, weil sie als “Pulsanzeiger” für den Zustand der AI-Industrie dienen. Bloomberg berichtet nun nach folgendem Schema über eine Verlangsamung:

1
     Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. posted its slowest monthly revenue growth in more than a year, with a 16.9% rise in sales for October.
2
--- https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-10/tsmc-monthly-sales-growth-slows-as-ai-demand-moderates

Umfrage zur Nutzung von Open Hardware.

Open Hardware hat sich im Laufe der letzten Jahre „erfolgreich“ im Markt etabliert. Ein Forscherteam der Universität Trento bietet nun unter https://tinyurl.com/48cuvszx um Informationen darüber, wie Open Source-Hardware im täglichen Leben von Elektronikern eingesetzt wird.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Auf der Insel der Krebse

1958 erschien in der UdSSR die Kurzgeschichte „Insel der Krebse“ des Physikers Anatolij Dnjeprow. Sie beschrieb sich selbst kopierende Automaten, eine Idee des Mathematikers John von Neumann. Am 11. November 1975 lief im ZDF eine Verfilmung. Den Erfinder der Automaten spielte damals Gerd Baltus, ihm zur Seite stand die Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Margot Werner….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Literatur, "Artificial Living Plants", "Die Insel der Krebse", "Krabi", "Smog", Anatolij Dnjeprow, Arthur Burks, Edward Moore, Gerd Baltus, Hans Schulze, Jochen Wedegärtner, John Kemeny, John von Neumann, Karl-Heinz Vosgerau, Konrad Zuse, Margot Werner, Montagestraße, Nora Eibisch, Norbert Scherer, Oliver Storz, Rainer Erler, Raumpatrouille, Science Fiction, Scientific American, selbstreproduzierender Automat, Welt am Draht, Wolfgang Preiss, zellularer Automat

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

Nexperia-Bewegung, neue Bluetooth-Version, steigende Speicherpreise uvam

Im Kampf um Nexperia scheint man in den Niederlanden die Niederlage einzugestehen. Die Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Prozessrechnerspezialisten SECO und der Raspberry Pi PLC zeigt erste Früchte, während verschiedene neue Komponenten Aufmerksamkeit erregen. Hier eine Liste von allem, was neu ist…

Nexperia: Niederlande dürfte Niederlage anerkennen

Die niederländische Regierung hat – wohl dank der kalten Dusche durch Trump, der für amerikanische Unternehmen Sonderregelung herausverhandelte – verstanden, dass die gebende Hand über der Nehmenden ist.
Bloomberg berichtet unter https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-07/dutch-ready-to-drop-control-of-nexperia-if-chip-supply-resumes?srnd=phx-technology nun nach folgendem Schema über das – wahrscheinliche – Eingestehen der niederländischen Niederlage:

1
The Dutch government is ready to shelve the ministerial order that gave it the power to block or change key corporate decisions at Nexperia, if China allows exports of its critical chips again, according to people familiar with the matter.

Die wichtige Frage ist, wie man im Hause Wingtech auf die Situation reagiert. Neben einem Großreinemachen in der europäischen Zentrale wäre durchaus mit einem Abbau von Stellen und Fertigungskapazitäten in den Niederlanden zu rechnen.
Hierfür zwei Gründe: erstens dürften die Aktionäre von Wingtech in Anbetracht der Kursverluste der Aktie des Mutterunternehmens Schutz für ihre Investments verlangen. Zweitens sind Nutzer der Chips nun paranoid – eine “komplett niederländerfreie” Produktionskette dürfte Vertrauen herstellen, scheut das gebrannte Kind doch das Feuer.

SECO Pi Vision 10.1″ CM5 – IP66-zertifiziertes Tablet auf Basis eines Raspberry Pi CM5

Nach mehreren glücklosen Eigenentwicklungen – man denke an die UDOO-Reihe – beschloss man im Hause SECO fortan, im Bereich der Hardware mit der Raspberry Pi Trading zusammenzuarbeiten. Neben “Langlebigkeit” der Hardware bekommt man so Anschluss zu einer wachsenden Community. Nun kündigen die Italiener ein neues HMI-Tablet an, das sich wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: https://www.seco.com/products-services/human-machine-interface/pi-vision#c31276

DRAM-Preise steigen

Hackster berichtet unter https://www.hackster.io/news/a-near-tripling-of-dram-contract-pricing-foreshadows-price-hikes-to-come-for-single-board-computers-88119b01c94e von einer Marktstudie, die die von den diversen Trendlinern angezeigten Trends im Speichermarkt beschreibt:

1
with dynamic RAM (DRAM) component pricing on-track to triple in the next few months, an increase single-board computer (SBC) manufacturers will be unable to swallow.

Aus der Logik folgt, dass diese durch den AI-Boom verursachte Situation negative Auswirkungen auf die Preise von Raspberry Pi und Co haben dürfte.

Debian: Unterstützung für Raspberry 1 endet innert von rund fünf Jahren

Raspberry Pi OS-Updates gab es bisher – dies ist beeindruckend – durch die Bank auch für die ältesten der uptonitischen Prozessrechner. Dies liegt auch daran, dass Debian diese Systeme nach wie vor unterstützt – eine Situation, die sich nun dem Ende zuneigt.
Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst CNX berichtet unter https://www.phoronix.com/news/Debian-Drops-MIPS64EL-ARMEL nun darüber, dass die Unterstützung für die im Raspberry Pi 1 verwendete CPU ausläuft:

1
The ARMEL and MIPS64EL architectures have been dropped from Debian unstable and experimental. This is the end of the road for these aging ARM and MIPS targets in the Debian world.

Da es sich hierbei nur um den experimentalen Teil der Distribution handelt, gilt, dass vorhandene Versionen nach wie vor voll unterstützt werden – die Abkündigung liegt also in der Zukunft und betrifft nur noch nicht stabilisierte Varianten von Debian. Amerikanische Quellen gehen davon aus, dass die Softwareupdates in vier bis fünf Jahren praktisch eingestellt werden.

Bluetooth 6.2 im Zeichen der Geschwindigkeit und der Sicherheit

Die Bluetooth SIG hält ihre Pläne durch, fortan häufiger Updates der hauseigenen Spezifikationen zu lancieren. Nun steht die Version 6.2 des Protokolls ante Portas, die unter der URL https://www.bluetooth.com/bluetooth-core-6-2-feature-overview/ folgendermaßen beschrieben wird:

1
2.1 Bluetooth® Shorter Connection Intervals
2
Shorter Connection Intervals (SCI) reduce the minimum connection interval from 7.5 ms to 375 µs, enabling faster device responsiveness for high-performance HID devices, real-time HMI systems, and sensors.
3
2.2 Bluetooth® Channel Sounding Amplitude-based Attack Resilience
4
Channel Sounding Amplitude-based Attack Resilience strengthens secure ranging by detecting and mitigating sophisticated RF amplitude attacks, adding protection against relay and spoofing threats in automotive, smart home, and industrial environments.
5
2.3 Bluetooth® HCI USB LE Isochronous Support
6
HCI USB LE Isochronous Support standardizes isochronous communication over USB by introducing Bulk Serialization Mode, which unifies Host Controller Interface (HCI) packet transmission and facilitates seamless Bluetooth® LE Audio integration.
7
2.4 Bluetooth® LE Test Mode Enhancements
8
LE Test Mode Enhancements enable flexible, secure RF testing with over-the-air (OTA) support by introducing a Unified Test Protocol (UTP) for wireless PHY tests, standardized messaging, and improved test control.

Hervorzuheben sind außerdem die unter https://www.bluetooth.com/specifications/specs/core-specification-6-2/ größtenteils kostenlos einsehbaren Basisdokumente – wie immer gilt, dass vor dem Anmelden eines Bluetooth SIG-Accounts Vorsicht walten sollte, weil die SIG diese Gelegenheit zur Umgehung der Erschöpfung nutzen könnte (siehe https://www.youtube.com/watch?v=Mh4mDn2cFDo für Details).

WCH BLE Analyzer Pro – sehr preiswerter Protokollanalysator für Bluetooth LE

Protokollanalysatoren für Bluetooth (LE) sind für Teledyne Lecroy eine wahre Latifundie, liessen sich die Geräte bisher doch für gutes Geld verkaufen. WCH lanciert nun eine preiswertere Variante auf Basis dreier hauseigener CH582F-Mikrocontroller – die drei MCUs “hören” permanent, was in ihrer Umgebung an Informationen ausgetauscht werden. Eine Windows-Software präsentiert die Pakete dann grafisch.
Hervorzuheben ist der extrem geringe Preis: der Hersteller ging selbst mit 20USD ins Rennen (kein Tippfehler).

Bildquelle: https://www.aliexpress.com/item/1005004894101176.html?

Im offiziellen Store ist das Produkt derzeit ausverkauft; für den Standort Ungarn findet sich unter der URL https://s.click.aliexpress.com/e/_c3Jz9CYn allerdings ein (teurerer) Reseller, der auch andere europäische Länder abdecken dürfte.

STMicroelectronics: wir lieben auch Zephyr

Im Hause STMicroelectronics setzte man einst auf FreeRTOS, um danach voll auf Microsoft Azure RTOS umzuschwenken – eine Entscheidung, die sich als nur leidlich glücklich erwies. Andere Hersteller (Stichwort NXP) setzten von Anfang an auf Zephyr.
ST versucht nun, auch in diesem Bereich nachzuziehen. Ein vor wenigen Tagen an die Entwicklerschaft versendetes E-Mail informiert darüber, dass man Zephyr benevolent gegenübersteht und für die diversen Peripheriegeräte Treiber anbietet.

Bildquelle: https://www.st.com/content/st_com/en/ecosystems/stm32-mcus-in-the-open-source-software-ecosystem/zephyr.html

Stackpole: Null Ohm-Widerstände mit höherem Maximalstrom

Null Ohm-Widerstände werden gerne zur Konfiguration benutzt: wer sie zum Vereinfachen von Routing als Pick and Place-fähige Drahtbrücke verwendet, musste bisher mit den vergleichsweise geringen Maximalströmen leben.
Stackpole begegnet diesem Problem nun durch eine neue Familie von Null Ohm-Widerständen, die komplett aus Metall bestehen und selbst in sehr kleinen SMD-Gehäusen große Ströme verkraften:

1
Stackpole MCJ Series takes this concept further with an all-metal construction that delivers exceptional current handling well beyond the limits of traditional thick-film jumpers exceeding 10 amps with ease. Engineered for high reliability and surge current handling, the MCJ Series enables designers to use smaller, space-saving components without sacrificing performance. Fully AEC compliant in sizes 0402, 0603, and 0805, the MCJ Series provides proven reliability and consistency, making it the ideal choice for demanding, high-performance designs.
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. . .
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        Pricing for the MCJ0402, 0603, and 0805 ranges from $0.08 - $0.095 each in full reel quantities.  Contact Stackpole or one of our franchised distribution partners for volume pricing.

ONSemi kündigt vertikale GaN-Technologie an

ONSemi liefert erste Samples von Leistungstransistoren an auserwählte Testkunden aus, die dank vertikalem Aufbau geringere Übergangswiderstände und höhere Strommengen verkraften sollen.

Bildquelle, beide: https://www.onsemi.com/download/tutorial/pdf/tnd6495-d.pdf

Weitere Informationen und eine realistische Markteinschätzung (kurz gefasst: limited impact) findet sich beim SiC- und GaN-Spezialisten Ralf Higgelke unter https://www.linkedin.com/pulse/ralfs-gan-sic-news-november-6-2025-ralf-higgelke-muh8f/.

Prusa OpenPrintTag – offenes Format für Filamentspulen-Tags

Mit NFC-Tags ausgestattete Filamentspulen ermöglichen 3D-Druckern die Erkennung von Verbrauchsmaterialien und das Erriechen der zu ihnen gehörenden Produktparametern. Problematisch war bisher, dass Hersteller diese an sich nützliche Funktion auch zur Verdongelung ihrer Drucker verwendeten.
Prusa lanciert mit dem OpenPrintTag nun einen offenen Standard, der neben einem offenen Datenformat auch auf wiederbeschreibbare Tags setzt.


Bildquelle, beide: https://openprinttag.org/

Rohde und Schwarz kauft KI-Spezialisten zu

Im Hause RuS ist man dem Wachstum durch Zukauf nicht abgeneigt. Nach dem Erwerb des Leistungsmesstechnikspezialisten ZES Zimmer kauft man nun ein Unternehmen im Bereich KI-Datenanalyse:

1
Zum 31. Oktober 2025 hat Rohde & Schwarz den in München ansässigen Softwarespezialisten Munich Innovation Labs übernommen. Das 2015 gegründete Unternehmen entwickelt und vertreibt KI-gestützte Softwarelösungen für die Innere und Äußere Sicherheit. Mit der Übernahme stärkt Rohde & Schwarz seine Position am Markt für Data-Analytics-Lösungen, insbesondere im Bereich der Open Source Intelligence.

Kostenersparnis durch On-Premise-Hosting von Mac OS-Instanzen

Apple – böse Zungen sprechen von einer Anwaltskanzlei mit angeschlossenem Hardwareentwickler – haben in den Lizenzbedingungen ihres Betriebssystems eine Sonderklausel, die das Vermieten von Cloud-Macs stark verteuert (siehe https://docs.aws.amazon.com/AWSEC2/latest/UserGuide/ec2-mac-instances.html).
Daraus folgt, was folgen muss: ein asiatisches Ridesharing-Unternehmen berichtet unter https://www.theregister.com/2025/11/07/grab_macos_cloud_repatriation_savings/ darüber, dass das On Premise-Hosten von Macs eine wesentliche Kostenersparnis brachte.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Für die Demokratie: 75 Jahre Verfassungsschutz

Am 7. November 1950 erfolgte die Gründung des Bundesamts für Verfassungsschutz, kurz BfV. Es war der erste westdeutsche Geheimdienst und sitzt in Köln; erster Präsident wurde der Jurist Otto John. Nach dem Bundesamt entstanden bis heute sechzehn Landesämter zum Schutze der Verfassung. In den frühen 1970er-Jahren installierte das BfV das Nachrichtendienstliche Informationssystem NADIS mit IBM-Computern….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, "Der Illegale", Big-Brother-Award, Bundesamt für Verfassungsschutz, Celler Loch, Cyberabwehr, dpa, Günter Guillaume, Hansjoachim Tiedge, IBM 360/40, IBM 370/155, Klaus Kuron, Ministerium für Staatssicherheit, NADIS, Otto John, Polizeibrief, Sinan Selen, SPIEGEL

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

Skyworks kauft Qorvo, Neues von Nexperia und andere Lustigkeiten

Die große Politik ruht nicht: mit der Übernahme von Qorvo steht eine weitere Fusion im Bereich der Halbleiterhersteller an. Espressif liefert neue Software, während Debian seine Maintainer mit dem Zwang zur Verfügbarkeit eines Rust-Compilers verärgert. Außerdem lässt sich der Raspberry Pi Pico als SCPI-Gerät verwenden.

Nexperia: Chinesische Regierung erlaubt Ausnahmeregelungen für Chipauslieferung

Kompromisslosigkeit führt in den meisten Fällen zu suboptimalen Ergebnissen. Nachdem man in China der niederländischen Regierung gezeigt hat, dass die von ihr besessenen Assets sehr schnell sehr wertlos werden, versucht man sein Glück an Schadensbegrenzung für die Kunden.
Unter https://german.cri.cn/2025/11/04/ARTI1762240604907239 findet sich die folgende Stellungnahme des chinesischen Handelsministeriums:

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China habe aus Verantwortung für die Stabilität und Sicherheit der weltweiten Halbleiterproduktion und -lieferketten am 1. November angekündigt, für Exporte, die den entsprechenden Bedingungen entsprächen, Ausnahmeregelungen umzusetzen und sich nach Kräften für die Wiederaufnahme der Lieferungen von Nexperia (China) einzusetzen.
4
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CNN zitiert John Bozzella, den CEO der Alliance for Automotive Applications folgendermaßen:

1
Credit to President Trump and his team for insisting Nexperia was on the agenda during talks this week with China and for treating the global semiconductor supply chain as the economic and national security issue it so clearly is,
2
 via https://edition.cnn.com/2025/11/03/business/china-nexperia-chip-exports

Skyworks kauft Qorvo

Qorvo hat in der Vergangenheit verschiedenste Unternehmen aufgekauft, was meist mit vielen Abkündigungen (Stichwort ActiveSemi) einherging. Frei nach dem “what goes around comes around” ist Qorvo nun selbst Übernahmekandidat.
Die unter der URL https://investors.skyworksinc.com/news-releases/news-release-details/skyworks-and-qorvo-combine-create-22-billion-us-based-leader bereitstehende Pressemeldung verkündet nun folgendes:

1
(Nasdaq: SWKS), a global leader in high-performance analog and mixed-signal semiconductors, and (Nasdaq: QRVO), a leading global provider of connectivity and power solutions, today announced that they have entered into a definitive agreement to combine the two companies in a cash-and-stock transaction that values the combined enterprise at approximately 2 to create a -based, global leader in high-performance radio frequency (RF), analog and mixed-signal semiconductors.

Wer selbst Aktien an einer der beiden Firmen hält (Qorvo derzeit bei 94USD, Skyworks bei 76USD), muss folgendes beachten:

1
Under the terms of the agreement, shareholders will receive 32.50 USD in cash and 0.960 of a common share for each share held at the close of the transaction, which implies a combined enterprise value of approximately 4.
2
Upon closing, shareholders will own approximately 63 percent of the combined company, while shareholders will own approximately 37 percent, on a fully-diluted basis
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The Boards of Directors of both companies have unanimously approved the transaction, which is expected to close in early calendar year 2027, subject to the receipt of required regulatory approvals, approval of shareholders and shareholders and the satisfaction of other customary closing conditions. , an approximately 8 percent6 shareholder of , has signed a voting agreement in support of the transaction.

SpecFive: Android 12-Smartphone mit LoRA-Transciever

Android mag viele Funktechnologien unterstützen; bisher gab es indes keine Geräte mit eingebautem LoRA-Transciever. Mit dem in der Abbildung gezeigten Gerät soll sich dies ändern.

Bildquelle: https://www.prweb.com/releases/specfive-launches-spectre-pro-an-android-off-grid-mesh-phone-302601454.html

Über die sonstigen Spezifikationen vermeldet man Folgendes:

1
3.88 inch display for easier maps, messaging, and app navigation 
2
     Quad core hardware with 4 GB RAM and 64 GB storage running Android 12 
3
     Worldwide 4G support where available for on grid use 
4
     Optional prepaid 2 GB data SIM for hybrid operation with no contracts 
5
     Power efficient LoRa mesh radio for long range communication off grid 
6
     Carbon fiber reinforced enclosure for impact and heat resistance 
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     ATAK compatible for mission grade situational awareness 
8
     Ships with Meshtastic, Mesh Tic Tac Toe, CheckTastic, and Mesh Chess for quick testing

Obwohl das Gerät bereits bei Amazon gekauft werden kann, gibt es sonst wenig Informationen – besonders interessant wäre die Frage, wie die Kommunikation zwischen Android-Applikation und Meshtastic erfolgt.

Nuvoton MA35D16AJ87C – MPU mit 512MB integriertem DRAM

Das Layout der DRAM-Interfaces bei MPUs ist eine durchaus arbeitsintensive Aufgabe. Nuvoton versucht, durch Anbieten von MPUs mit integtriertem DRAM gegenzusteuern – die Produktlinie ist so erfolgreich, dass nun eine neue Version mit 512MB DRAM angeboten wird.

Bildquelle: Nuvoton

Über die sonstigen technischen Attribute vermeldet man folgendes:

1
Key Highlights
2
     Dual 64-bit Arm® Cortex®-A35 cores plus a Cortex®-M4 real-time core
3
     Integrated, independent TSI (Trusted Secure Island) security hardware
4
     512 MB DDR SDRAM stacked inside a 15 x 15 mm BGA312 package
5
     Supports Linux and RTOS, along with Qt, emWin, and LVGL graphics libraries
6
     Industrial temperature range: -40°C to +105°C
7
     Ideal for factory automation, industrial IoT, new energy, smart buildings, and smart cities

dfRobot HUSKYLENS 2 – AI-Kamera auf Basis von Kendryte K230

Mit dem unter Anderem im MaixDuino verwendeten Kendryte K210 gelang Canaan die Lancierung einer neuen Chipart: des Mikrocontrollers mit AI-Beschleuniger. Wohl aufgrund des gewinnbringerenden Bitcoin-Geschäfts tat Canaan mit dieser Technologie dann nicht mehr viel, der Nachfolger K230 erhielt bisher keine nennenswerten Design Wins.
dfRobot – das Unternehmen offerierte eine Kamera mit dem K210 – lanciert nun das in der Abbildung gezeigte Nachfolgemodell.

Bildquelle: https://www.dfrobot.com/product-2995.html?

Espressif: Rust-Bibliothek in Version 1.0 final

Im Hause Espressif setzt man auch auf Rust. Die Version 1.0 der als Crate bezeichneten Ansteuerungsbibliothek liegt seit einiger Zeit als Beta vor, und wurde vor drei Tagen in den Final-Zustand überführt. Die Abbildung informiert über die stabilisierten Interfaces.

Bildquelle: https://developer.espressif.com/blog/2025/10/esp-hal-1/

Debian: Rust-Compiler ab Mai verpflichtend

Die Einführung von Rust ist in der Linuxcommunity nicht unumstritten. Im Hause Debian plant man, Rust bald für alle Portierungen verpflichtend vorzuschreiben – Architekturen, die derzeit ohne Rust-Compler auskommen müssen, werden verwaist.
Spezifischerweise findet sich unter https://lists.debian.org/deity/2025/10/msg00071.html die folgende Meldung:

1
I plan to introduce hard Rust dependencies and Rust code into
2
APT, no earlier than May 2026. This extends at first to the
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Rust compiler and standard library, and the Sequoia ecosystem.
4

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In particular, our code to parse .deb, .ar, .tar, and the
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HTTP signature verification code would strongly benefit
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from memory safe languages and a stronger approach to
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unit testing.
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If you maintain a port without a working Rust toolchain,
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please ensure it has one within the next 6 months, or
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sunset the port.
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It's important for the project as whole to be able to
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move forward and rely on modern tools and technologies
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and not be held back by trying to shoehorn modern software
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on retro computing devices.

Raspberry Pi – Sicherheits-Challenge für RP2350 verlängert

Im Hause Raspberry Pi zeigt man sich von der Sicherheit der hauseigenen Mikrocontrollerplattform so überzeugt, dass man vor einiger Zeit eine Sicherheitschallenge auslobte – bestimmte Angriffe wurden mit einer Geldprämie ausgezeichnet.
Unter der URL https://www.raspberrypi.com/news/rp2350-hacking-challenge-2-into-extra-time/ verkündet man nun, die Einreichungsdeadline verlängert zu haben:

1
Weve had some good chats with a number of teams and individuals working on this challenge, and it looks like our new AES library is thus far unvanquished, but we hear that progress is being made and a bit of extra time might provide ample opportunity to ruin our day (yay). Youll no doubt be glad to hear that were therefore extending the submission deadline for this challenge to midnight (UK time) on 31 December 2025

Raspberry Pi Pico als SCPI-Peripheriegerät

Der einst vor Allem in GPIB-Systemen verwendete SCPI-Standard hat sich mittlerweile selbständig gemacht. Mit dem unter https://github.com/K4zuki/pipico-micropython-scpi bereitstehenden pipico-micropython-scpi steht nun eine Software zur Verfügung, die einen Raspberry Pi Pico in ein SCPI-System verwandelt. Im Prinzip ist die Idee dabei, dass der RPi über sein serielles Interface vom PC aus mit Steuerungsbefehlen versorgt wird.

Bildquelle: https://github.com/K4zuki/pipico-micropython-scpi/releases/tag/c103

Microchip: CAN FD-Transciever fürs Weltall mit Preisdaten in der Ankündigung

Microchip investiert nach wie vor im Bereich New Space. Neuestes Offert ist der in der Abbildung gezeigte CAN FD-Transciever, der nun auch in einer strahlengehärteten Version zur Verfügung steht.

Bildquelle: Microchip

Die relevanten Passagen der Pressemeldung sind hier:

1
The ATA6571RT transceiver offers significant advantages over traditional CAN solutions, which are typically limited to a 1 Mbps communication bandwidth. With the ability to handle bit rates up to 5 Mbps and support for larger payloads of up to 64 bytes per frame, the ATA6571RT enhances efficiency and reduces bus load. Backward compatible with classic CAN, the ATA6571RT offers a smooth transition for existing systems.
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Additionally, its Cyclic Redundancy Check (CRC) mechanism provides enhanced error detection, increasing reliability for safety-critical applications. The ATA6571RT is designed for space applications including platform data handling, propulsion system control, sensor bus control, robotics, on-board computers for nanosatellites and more. For easy integration at the PCB level, this RT device remains pin-distribution compatible with the original Commercial-Off-The-Shelf (COTS) plastic or ceramic versions.
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. . .
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The ATA6571RT transceiver is designed to withstand harsh space conditions with its resistance to Single-Event Effects (SEE) and Total Ionizing Dose (TID). It also features low power management with local and remote wake-up support, as well as short-circuit and overtemperature protection. 
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. . .
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Pricing and Availability
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The ATA6571RT CAN FD Transceiver is available for $210. each in 10-unit quantities.

EU-Förderung für Marken- und Designanmeldungen

Einer der Gründe, warum das US-Patentamt eingehende Anträge so extrem prüft, ist – zumindest dem Hörensagen nach – eine vor einigen Jahren von der chinesischen Regierung durchgeführte Aktion, wo chinesische Unternehmen mit erfolgreichen Patent- und Gebrauchsmusteranmeldung Geld verdienen (!!!) konnten. In der EU gibt es ein ähnliches Programm, das rund 70% der Kosten übernimmt und dem regelmäßig das Geld ausgeht.

Die im Allgemeinen gut informierte Rechtsanwaltskanzlei WBS.Legal berichtet nun nach folgendem Schema darüber, dass abermals Fördermittel aufgetaucht sind:

1
Die Fördermittel 2025 waren jedoch eigentlich im August 2025 schon aufgebraucht. Doch nun kam die Überraschung: Die SME-Fund Förderung wurde am 20. Oktober ohne Vorankündigung noch einmal unter anderem für Marken- und Designanmeldungen wiedereröffnet! Das ist eine sehr positive Nachricht. Wer jetzt noch seine Marke oder ein Design anmelden will, sollte sich beeilen: Wahrscheinlich gibt es nur ein Förderungsfenster von wenigen Wochen bis auch die letzten Mittel aufgebraucht sind. Die Förderung ist enorm beliebt.
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3
Die EU fördert 75 % sämtlicher Gebühren einer nationalen oder EU-weiten Marken- oder Designeintragung bis zu einem Gesamtbetrag von 700,00 Euro. Wie genau der Bewerbungsprozess genau funktioniert, haben wir in unserem Beitrag zum SME-Fund ausführlich erläutert.

In eigener Sache: Newsautor und OpenSCAD in Bozen

Wer am 7. November nichts zu tun hat und sich für OpenSCAD interessiert, kann in Bozen an einem Vortrag zum Thema teilnehmen. Weitere Informationen finden sich unter https://www.sfscon.it/workshops/openscad-3d-modeling-for-the-creatively-challenged/.

Honesty Disclaimer: potentieller Interessenskonflikt

Meine Wenigkeit kaufte vor einigen Jahren eine minimale Menge von Canaan-Aktien, um eine Aufnahme in den Presseverteiler zu erzwingen und Nachrichten über neue Chips zu erhalten (vergeblich). Der Wert der seit Jahren nicht aktiv gehandelten Position stellt weit weniger als 1 Promill des Gesamtvermögens dar, und beeinflusste die Erwähnung von Canaan in keiner Weise.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Heinz Nixdorf und die Politiker

Das Verhältnis von Heinz Nixdorf zu Politikern war komplex. Im Herbst 1982 stürzte er sich jedoch in den Politikbetrieb. Seine Firma erwarb den Anteil des zukünftigen Postministers Christian Schwarz-Schilling an der Projektgesellschaft für Kabel-Kommunikation PKK. Sie wirkte damit an den Plänen des Ministers und des neuen Bundeskanzlers Helmut Kohl zur Schaffung des deutschen Privatfernsehens mit….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, Accumulatorenfabrik Sonnenschein GmbH, Bildschirmtext, Bundespost, CDU, Christian Schwarz-Schilling, Computerwoche, DER SPIEGEL, Digitalisierung, Dr. Theodor Sonnenschein KG, Fuba, Heinz Nixdorf, Helmut Schmidt, Horst Nasko, Kabelfernsehen, Kabelpilotprojekt, Kurt Bendlin, Kurt Gscheidle, NCAG, Nixdorf Computer AG, PKK, Projektgesellschaft für Kabel-Kommunikation, Rainer Barzel, Volker Hauff, Wende

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

Hochleistungsoperationsverstärker, flexible Steckverbinder, Labormäntel und mehr

Der Chipmarkt brachte im Oktober unter Anderem verschiedene Chipantennen, die die Realisierung von LPWAN-Systemen erleichtern. Der Arduino Uno Q kommt bei Distributoren an, während verschiedene Komponenten die Umsetzung von I3C erleichtern. Was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

Hammond Manufacturing: Erweiterungen des IP68-Portfolios.

Wer eine hochqualitative Verpackung für Prototypen oder Kleinserien benötigt, wird im Hause Hammond seit jeher exzellent bedient.
Nun gibt es Erweiterungen im Bereich der IP68-zertifizierten Plastikgehäuse: Sowohl in der für den Audiobereich vorgesehenen 1557-Serie als auch bei den Evergreens vom Typ 4X, 6P gibt es verschiedenste neue Größenoptionen, die die Flexibilität des Diensthabenden erhöhen.

TE Connectivity-Chipantennen für LoRA (und für SigFox).

LPWAN-Technologie ist in der Industrie gut etabliert. Unter dem Schlagwort “ISM, LPWAN & LORA 868 & 915 MHz CERAMIC CHIP ANTENNAS” lanciert TE Connectivity nun eine Familie von Chipantennen, die für derartige Aufgaben optimiert sind. Spezifischerweise stehen die in der Abbildung gezeigten SKUs zur Verfügung, die durch ein Evaluationsboard flankiert werden.

Bildquelle: TE Connectivity.

Interessant ist, dass TE Connectivity in der offiziellen Dokumentation nur von LoRA und LPWAN spricht – das mit den Antennen ebenfalls kompatible SigFox wird nicht erwähnt.

Arduino Uno Q – Distributor-Verfügbarkeit beginnt.

Über den im Rahmen des from Blink to Think-Events angekündigten Kooperationsarduino von Qualcomm und STMicroelectronics haben wir in der Vergangenheit, (siehe Beitrag „Arduino Q, Qualcomm kauft Arduino, neue IDE ante Portas“ und https://youtu.be/ewsM2-_yQbA) berichtet. Unter der SKU ABX00162 beginnt nun die Distributorverfügbarkeit. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Nachrichtenmeldung gilt, dass die ersten Distributoren bereits Lagerbestände haben – andere erwarten die Auslieferung, wie in der Abbildung gezeigt, im Laufe des kommenden Monats.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/ABX00162%20

STMicroelectronics STEVAL-HARVEST1 – Energy Harvesting-Evaluationsboard.

STMicroelectronics betont in Vorführungen immer wieder die Fähigkeit des WL55-Wirelessmikrocontrollers, sich per Energy Harvesting mit Energie zu versorgen. Zur Vorführung dieser Fähigkeiten schicken die Francoitaliener nun eine Erweiterung ins Rennen, die – wie in der Abbildung gezeigt – sowohl Solarzellen als auch Energie-Speicher mitbringt.

Bildquelle: STMicroelectronics.

Hervorzuheben ist, dass die Platine erstens direkt auf den Nucleos andockt und zweitens zusätzliche Sensoren mitbringt.

Pure Embedded PG-508 – Embedded Ethernet-Switch mit acht Ports.

Der britische Embedded Ethernet-Spezialist Pure Embedded war auf mikrocontroller.net in der Vergangenheit immer wieder Thema. Bisher galt, dass die Switches der Ports nur fünf mitbrachten. Mit dem PE-508 ändert sich dies wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: Pure Embedded.

Zu beachten ist, dass diese Platine nur 100 Mbit Übertragungsrate anbietet. Eine Gigabit-Variante ist derzeit noch nicht verfügbar.

Harting Ha-VIS eCon 4080BT-BT – robuster Fast-Ethernet-Router mit M12-Steckverbindern.

Wer es in Sachen Ethernet robuster begehrt, wird bei Harting mit dem in der Abbildung gezeigten und gemäß IP40 zertifizierten Produkt bedient. Zu beachten ist allerdings, dass die hohe Robustheit Geld kostet – zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung kostet das Teil rund 600 Euro in Einzelstückzahl.

Bildquelle: Harting

Espressif ESP32-H2 – Verfügbarkeit alleinstehender Chips beginnt

Espressif bietet mit dem ESP32-H2 seit einiger Zeit eine Variante der hauseigenen Chips an, die für Bluetooth und LPWAN optimiert ist und keinen klassischen WLAN-Transciever mitbringt.
Ab sofort gilt, dass die alleinstehenden Chips bei Distributoren verfügbar sind. Die SKU ESP32-H2FH2S bringt dabei 2 MB Flash mit, während SKU ESP32-H2FH4S 4 MB Flash hat.

NXP MCX E31 – 5V-Mikrocontroller mit hoher Sicherheit und schlagfähigem Peripheriekomplement

Im Bereich der 5 V-Mikrocontroller galt bisher, dass die Komponenten im allgemeinen für fußgeherische Regelaufgaben vorgesehen waren. Mit dem MCX E31 schickt NXP nun eine brisante Variante ins Rennen, die neben bis zu 160 MHz Geschwindigkeit diverse fortgeschrittene Peripheriegeräte mitbringt.

Bildquelle: https://www.nxp.com/company/about-nxp/smarter-world-blog/BL-BUILDING-SAFER-SMARTER-SYSTEMS-MCXE?

NXP hebt im Rahmen der Ankündigung – der Chip enthält verschiedenste Selbsttestfunktionen – unter anderem die hohe Zertifikation und die Fähigkeit des Chips aus, bis zu 135 Grad Celsius zu ertragen:

1
Built-in functional safety with on-going TÜV-certification* for SIL 2 hardware integrity and systematic SIL 3 capability, with safety development packages 
2
     Extended reliability with qualification up to 135 °C and a 10-year mission profile at 105 °C

Analog Devices ADHV4710 – Operationsverstärker mit 1 A Ausgangsstrom und +/- 55 V-Fähigkeit.

Dass Operationsverstärker nützlich sind, steht außer Frage. Unschön ist, dass die meisten Komponenten mit geringen Spannungen arbeiten. Analog Devices schickt nun ein Produkt ins Rennen, dessen Ausgangsfähigkeit folgendermaßen beschrieben wird:

1
The ADHV4710 is a high voltage, high power, high
2
speed operational amplifier optimized for driving up
3
to ±1A at ±1300V/μs into capacitive and resistive
4
loads.

Neben dem vergleichsweise großen Gehäuse ist zu beachten, dass das Bauteil nicht billig ist. Zweitens ist die minimal mögliche Betriebsspannung +/- 12 V.

Chip Quik – ESD-sichere Labormäntel.

Bei Mousers Hauslieferant Chip Quik gibt es unter der SKU CQ-ESD-LABCOAT-* verschiedene Labormäntel, die erstens ESD-sicher sind und zweitens durch ihre hellblaue Farbe aus der Masse hervorstechen. Aufgrund des Einzelpreises von rund 50 Euro taugen sie auch als Geschenk für die Person, die schon alles hat.

Panasonic EMA0600003B0 – transparenter ESD-Abschirmungsfilm

ESD-Schutz setzt normalerweise Metall voraus. Mit dem EMA0600003B0 lanciert Panasonic einen transparenten Film, der ein Drahtnetz mitbringt. Über die
erreichten Werte in Bezug auf Transparenz und Abschirmung informiert die folgende Grafik.

Bildquelle: Panasonic.

Qorvo QM33120WDK2 – Starterkit für UWB-Technologie.

Beim erstmaligen Bring-up neuer Drahtlos-Technologien im Labor steht man oft vor einem Henne und Ei-Problem; hat man doch weder einen Router noch ein passendes Endgerät zur Hand. Mit dem QM33120WDK2 bietet Qorvo nun eine One Stop Shop-Lösung an, die neben der Basisstation sechs Evaluationsgeräte mitbringt.
Zu den Fähigkeiten der inkludierten Produkte vermeldet man dann folgendes:

1
Qorvo QM33120W UWB supporting channel 5
2
and 9 together with Qorvo Low Noise Amplifier
3
QM14068 (LNA) and Power Amplifier QM14070
4
(PA) to provide exceptional UWB range (up to 150
5
m point to point with Europe limit settings).
6
 5 devices with integrated non-AoA UWB
7
antenna (white enclosure) and 1 device with
8
AoA UWB antenna (grey enclosure). Bluetooth
9
chip antenna is integrated on all devices
10

11
Based on the Murata 2AB SIP (QM33120W UWB IC, nRF52840 MCU with Bluetooth, LIS2DW accelerometer, crystals, and internal power regulators)

Murata – selbstkalibrierende CO2-Sensoren.

Im Hause Murata bietet man CO2-Sensoren feil, die dank einem neuartigen internen Aufbau weitestgehend kalibrationsfrei ausfallen.

Bildquelle: https://www.murata.com/en-eu/products/sensor/co2/overview/advantages

Nexperia – für Parallelschaltung optimierte MOSFETs

Wer mehrere Transistoren parallel schaltet, erhält – in der Theorie – höhere Spitzenstromfähigkeit. In der Praxis sorgen Unterschiede in den individuellen Impendanzen dafür, dass das praktische Schaltungsdesign das eine oder andere Haar in die Suppe speit.
Nexperia schickt Transistorfamilien ins Rennen, die von Haus aus für diese Aufgabe abgestimmt sind. An Leistungselektronik interessierte Personen finden unter der als Bildquelle angegebenen URL weitere Informationen zur Thematik.

Bildquelle: https://www.nexperia.com/products/mosfets/application-specific-mosfets/asfets-for-motor-control/enhanced-dynamic-current-sharing-in-parallel-for-high-power-bldc

Microchip MCP41U83 / MCP42U83 – digitale Potentiometer mit Persistenz

Digitale Potentiometer sind ein effizienter Weg, um Signalverarbeitungsketten zu kalibrieren. Microchip schickt mit MCP41U83 und MCP42U83 zwei 10 Bit-Chips ins Rennen, die sowohl per I2C als auch per SPI kommunizieren können.

Bildquelle: Microchip.

Hervorzuheben ist, dass die Komponenten den eingestellten Wert auf Wunsch in einem Flashspeicher speichern, der laut Datenblatt bis zu 1000 Schreibzyklen aushält.

NXP P3H244x / P3H284x – I3C-fähige Mux

I3C sollte mit Adresskollisionen aufräumen. Insbesondere beim Design von Motherboards für PCs, Workstations und FPGAs wünscht man sich trotzdem immer wieder eine I3C-Mux. NXP schickt nun ein diesbezügliches Bauteil ins Rennen – die Client-Ports können dabei I2C, I3C oder gewöhnliche GPIO-Peripherie ansprechen.

Bildquelle: NXP.

Hervorzuheben ist, dass es mehrere Varianten gibt – sie unterscheiden sich insofern, als es entweder vier, oder aber acht Client-Ports gibt.

Heyco Crimp-tite – Cable Glands mit ESD -Robustheit

Dass Öffnungen im Gehäuse zu ESD-Problemen führen, ist beispielsweise in Würths Klassiker zur Thematik beschrieben. Die Verwendung metallischer Cable Glands kann bis zu einem gewissen Grad Abhilfe schaffen. Heyco schickt nun ein diesbezügliches Produkt ins Rennen, das außerdem IP X7-zertifiziert ist.

Bildquelle: Heyco.

TE Connectivity – Steckverbinder mit Flexibilität

Unter der Bezeichnung 0.8MM FREE HEIGHT FLOATING CONNECTORS führt TE Connectivity eine Familie von Steckverbindern ein, die federnd aufgebaut sind.

Bildquelle: TE Connectivity.

Essenz der Konferenz ist, dass die Bauteile aufgrund ihrer flexiblen Konstruktion Vibrationen und Ungenauigkeiten beim Zusammenbau absorbieren. Spezifischerweise verspricht das Datenblatt der Steckverbinderserie, die mit 30-120 Kontakten verfügbar ist, folgendes:

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Floating range of ±0.6mm in X, Y direction and ±0.5mm in Z direction

STMicroelectronics IIS3DWBG1 – Vibrationssensor mit Temperaturbereich von -40 bis +125 °C.

Die Erfassung von Vibrationen spielt im Bereich der Predictive Maintenance eine immens wichtige Rolle. Mit dem IIS3DWBG1 schickt STMicroelectronics einen Vibrationssensor ins Rennen, der in harten Umgebungsbedingungen lebensfähig bleibt. Über seine sonstigen Spezifikationen vermeldet das Datenblatt folgendes:

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The IIS3DWBG1 has a selectable full-scale acceleration range of ±2/±4/±8/±16 g and
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is capable of measuring accelerations with a bandwidth up to 6 kHz with an output
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data rate of 26.7 kHz.

Vishay VT17x – schlüsselfertige Miniaturlichtschranke.

Wer Bewegung oder das Geschlossensein eines Objekts detektieren möchte, setzt seit jeher auf die dienstalte Kombination aus Fototransistor und Diode. Vishay bietet nun einige schlüsselfertige Bausteine an – die hier gezeigte Variante hat einen Meßabstand von 3 mm.

Bildquelle: Vishay.

Analog Devices ADL8124- LNA für 1 bis 20 GHz.

Wer einen und 3,3 oder 5 V betreibbaren LNA sucht und mit 15dB an Gewinn auskommt, wird von Analog Devices mit einer neuen SKU bedient. Interessant ist, dass sich auf dem Chip – wie in der Abbildung gezeigt – ein Temperatursensor versteckt.

Bildquelle: Analog Devices.

Analog Devices ADPA1112 – 15 Watt im Bereich von 1-22 GHz.

Wer mehr Leistung benötigt, wird von Analog Devices ebenfalls bedient. Waffe der Wahl ist hier der ADPA1112, der in einem GaN-Prozess entsteht und bei 28 V Versorgungsspannung mit 15 W Ausgangsleistung wirbt.

Advantech AOM-2721 – Einplatinencomputer auf Basis von Qualcomm QCS6490

Wer eine preiswerte Evaluationsplatine für die QCS6490-Plattform benötigt, wird vom weiter oben erwähnten Arduino Uno bedient. Benötigt man mehr Interfaces (z.B.PCIe oder USB3.2), so bietet sich die Nutzung der von Advantech angebotenen Platine an. Aus der Logik folgt, dass sie wesentlich teurer als der Arduino; außerdem fehlt der dedizierte STM32-Echtzeitkern.

Nexperia NMUX27518 – Mux mit 500 MHz Grenzfrequenz.

Digitale MUXe sind für vielerlei Aufgaben nützlich – zumindest solange, wie die Arbeitsfrequenzen nicht zu hoch werden. Mit der NMUX27518 – es gibt auch eine gemäß Q100 zertifizierte Version für den Automotivebereich – lanciert Nexperia nun eine neue MUX, die mit dem folgenden Kanalparametern beworben wird:

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Low-capacitance switches, 21.5 pF (typical)
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 Bandwidth up to 500 MHz for high-speed rail-to-rail
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signal handling
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 Crosstalk and isolation OFF-state: 62 dB

Intendierte Nutzung ist hier übrigens das Makeln zwischen verschiedenen QSPI-Speichern.

Texas Instruments LP5814 – simpler LCD-Treiber mit Animationsengine

Die zur Durchführung von Animationen benötigten Berechnungen mögen nicht kompliziert sein, sind aber zeitkritisch und sorgen deshalb für Interrupt-Last. Texas Instruments schickt mit dem LP5814 nun einen Chip ins Rennen, der sich diesem Problem wie in der Abbildung gezeigt zuwendet.

Bildquelle: Texas Instruments.

Microchip – sehr schnelle Optical Ethernet-Transciever

Wer Kupferkabel durch Glasfaser ersetzt, eliminiert viele potentielle Probleme. Wohl aus diesem Grund erfreut sich optisches Ethernet großer Beliebtheit. Microchip schickt nun einige neue Chips ins Rennen, die höhere Geschwindigkeiten ermöglichen.

Bildquelle: Microchip

Spezifischerweise kündigt man die folgenden SKUs an:

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LAN826x supporting up to 10 Gbps 
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     Dual-port 
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         LAN8262-V/3HW: 10 Gbps, Dual-port, MACsec
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         LAN8263-V/3HW: 10 Gbps, Dual-port, PTP
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         LAN8264-V/3HW: 10 Gbps, Dual-port, PTP, MACsec
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     Quad-port
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         LAN8267-V/3HW: 10 Gbps, Quad-port, PTP
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         LAN8268-V/3HW: 10 Gbps, Quad-port, PTP, MACsec
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LAN802x and LAN804x supporting up to 25 Gbps 
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     Dual-port
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         LAN8022-V/3HW: 25 Gbps, Dual-port, MACsec
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         LAN8023-V/3HW: 25 Gbps, Dual-port, PTP
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         LAN8024-V/3HW: 25 Gbps, Dual-port, PTP, MACsec
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     Quad-port
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         LAN8042-V/3HW: 25 Gbps, Quad-port, MACsec
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         LAN8043-V/3HW: 25 Gbps, Quad-port, PTP
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         LAN8044-V/3HW: 25 Gbps, Quad-port, PTP, MACsec

Vishay VEMD4210FX02 – Fotosensor mit ans Auge angepasster Reaktionskurve

Zu guter letzt verdient der VEMD4210FX02 eine kurze Erwähnung – ein Bauteil, dessen Empfindlichkeitskurve an das Verhalten des menschlichen Auges angepasst ist.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Cisco – Strassenbauer des Internets

Gegründet wurde Cisco Ende 1984 in Menlo Park im Silicon Valley. Das Unternehmen begann als Wohnzimmerfirma, im Jahr 2000 war es an der Börse 500 Milliarden US-Dollar wert. Heute ist seine Zentrale in der Stadt San José. Es erstellt vor allem Geräte und Software für Netzwerke; der SPIEGEL nannte Cisco einmal den Baumeister der Internet-Infrastruktur….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, Advanced Gateway Server, Andreas von Bechtolsheim, Blue Box, Chuck Robbins, Cisco Systems, Deutsches Technikmuseum, Don Valentine, Granite, GRiD, IBM, Internet-Blase, John Chambers, John Morgridge, Leonard Bosack, Modem, Netzprotokoll, Netzwerk, Router, Sandy Lerner, Smart Home, SPIEGEL, Universität Stanford, Wang Laboratories, William Yeager

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen