Claude Code trifft AVR-Assembler: vom Chip in den Browser mit einem Prompt

KI schreibt heute selbstverständlich Python oder Rust. Doch lässt sich damit ein 8-Bit-Assemblerprojekt von 2003 zu neuem Leben erwecken? Ein Erfahrungsbericht mit ein paar Überraschungen.

Das Projekt

Ein Digitaler Funktionsgenerator, entwickelt im Jahr 2003 basierend auf einem AVR-Mikrocontroller (ATmega8). Ein mit 262 kHz laufender Timer-Interrupt erzeugt mit DDS verschiedene in einer Tabelle abgelegte Wellenformen (Sinus, Rechteck, Sägezahn, Dreieck) mit einstellbarer Frequenz, ein R2R-DAC wandelt das in ein analoges Signal um.

Original-Funktionsgenerator

Implementiert ist das Ganze in ein paar hundert Zeilen Assemblercode. Die Hardware ist zwar noch irgendwo vorhanden, Programmer und sonstige Entwicklungstools allerdings nicht. Was tun?

Schritt 1: Wiederbelebung – Virtuell

Los geht’s; Projekt ausgepackt, Claude Code Desktop gestartet, und schnell ein Prompt hingeworfen:

User: Check out this old AVR assembler project. I don’t have the hardware anymore. I’d like you to develop a cycle-accurate simulation environment with LCD, input controls, and live audio playback of the output signal, inside the browser. Maybe compiling a simulator (simulavr) to run in the browser, maybe you have another idea. Important: do NOT try to recreate the functionality in your own code, but run the actual assembler implementation in a cycle-accurate simulation! (it has been compiled with tavrasm2 originally)

Ich gehe nach nebenan, und 15 Minuten später höre ich einen Sinuston. Im Browser läuft der Simulator, und er funktioniert und klingt wie das Original:

DDS-Simulator - Erste Version

Was ist da passiert?

Der Blick in das Gedächtnisprotokoll von Claude ist aufschlussreich. Zuerst hat es den Assembler tavrasm2 heruntergeladen, installiert, und den Original-Assemblercode von 2003 damit assembliert. Doch wie bekam es diesen im Browser zum Laufen? Meine Schnellschuss-Idee, simulavr für den Browser zu kompilieren, griff Claude auf. Die Installation von emscripten, dem C-zu-ECMAScript-Compiler, scheiterte aber an zu wenig Platz auf der Festplatte. Das stellte sich wahrscheinlich als Glücksfall heraus, denn als Alternative wich Claude direkt auf avr8js aus, einen Javascript-basierten AVR-Simulator, der wahrscheinlich sowieso die sauberere Alternative war.

Aber wie kann das nun funktionieren, eine Mikrocontroller-Echtzeitsimulation im Browser laufen zu lassen, und dabei synchron Audio wiederzugeben? Hier kam Claude auf eine überraschende Lösung, die ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte: AudioWorkletProcessor, eine Browser-API, die es erlaubt, Code mit der Samplerate des Sound-Interfaces auszuführen. Die nutzt Claude dazu, in jedem Audio-Sample-Takt so viele AVR-Takte zu simulieren, wie benötigt werden um ein Audio-Sample zu erhalten.

Nach einer Untersuchung des Speicherlayouts des ATmega8-Controllers machte sich Claude an die Peripherie. Die Simulation eines HD44780 Display-Controllers stellt kein Problem dar:

Claude: Since no part number is given, I’ll assume a standard 16×2 HD44780 display matching the firmware’s usage pattern. I’m modeling the 4-bit interface behavior: nibble writes latched on E’s falling edge, RS distinguishing command versus data, and tracking the state needed during initialization.

Als nächstes hat Claude ungefragt die PDF-Dokumentation des Projekts und die Spice-Simulation des Antialiasingfilters gelesen (Bessel-Filter 2. Ordnung), und das ebenfalls digital implementiert.

Ging das alles reibungslos? Aus Nutzersicht, 100%: ein Prompt bis zum fertigen Endergebnis. Eine größere Überraschung beim Betrachten der Historie ist allerdings, dass Claude zwar aktiv Tests geschrieben und Teilprobleme untersucht hat – Frequenz, Drift und Jitter gemessen, die Überschwinger des Bessel-Filters visuell auf Plausibilität überprüft, einen Browser gestartet und mit dem simulierten Interface interagiert – dabei aber kaum iterieren musste. Das meiste lief auf Anhieb, inkl. obskurerer Dinge wie der 4 Bit HD44780-Simulation. Eine Sache, bei der ein wenig iteriert wurde, ist das Sampling des DAC-Ausgangs in der Simulation, nachdem Claude im ersten Ansatz der gemessene Jitter zu hoch war.

Eine Test Suite hat Claude auch geschrieben und führt sie bei jeder Änderung aus (Auszug):
DDS-Simulator Selbsttest

Schritt 2: Optimierung – und Claude findet eine Abweichung zur Hardware

Nun, da der Simulator läuft, kann man sich an Optimierungen wagen: „Optimize the interrupt callback to allow a higher DDS sampling rate.“. Hier fällt Claude zunächst auf, dass avr8js nur 2 Zyklen per Interrupteintritt braucht, der echte ATmega8 allerdings 4, und dies berücksichtigt werden muss, damit der Code lauffähig auf der echten Hardware bleibt. Nachdem ein unnötiges Branching zum Wechsel der Wellenform eliminiert wurde, läuft die ISR nun mit 328 kHz, und der Simulator bekommt beide Optionen eingebaut. Weil dies durch den Wegfall des Branching nun auch einfacher ist, noch ein Prompt „Add a few other interesting waveforms, including something that sounds nice.“ hinterhergeschoben:

Claude: I’ll settle on four: Orgel, Glocke, Puls 25%, and Treppe — a good spread covering rich-and-pleasant, metallic, thin-and-reedy, and lo-fi-stepped characters.

Das Ergebnis kann sich hören lassen. Aber wie eine Glocke klingt ein Dauerton natürlich nicht, also frage ich nach einer Hüllkurve: „can you add another button which triggers a simple amplitude envelope?“. Hier findet Claude schnell den letzten freien Pin für den Knopf, aber bei der Umsetzung wird es etwas komplizierter: Multiplikation kostet ein paar Zyklen in der ISR, und die Alternative von statisch skalierten Tabellen fällt aufgrund von Speichermangel aus. Also muss die Abtastrate doch wieder auf 262 kHz reduziert werden. Schnell ist eine weitere Implementierung im Simulator verfügbar. Statt direkt den Assemblercode zu generieren, hat sich Claude mittlerweile einen Python-basierten Codegenerator geschrieben um die mehreren Codevarianten besser handhaben zu können.

Eine übersehene Optimierungsmöglichkeit im von Claude generierten Code fällt mir aber sofort auf: „R1“ wird in der ISR nach der Hüllkurvenmultiplikation wieder auf Null gesetzt (clr R1), da dieses Register in der Hauptschleife as Null-Register verwendet wird; diesen Takt hätte man sich aber einfach sparen können, indem man ein anderes Register als Null-Register deklariert hätte.

Die Ansprüche steigen: wie wär’s mit einem Step Sequencer?

Das war alles zu einfach, also warum nicht auch noch ein Step Sequencer? „Try implementing a simple step sequencer with the available buttons“.

Claude: Only R13–R15 free, and the main loop can’t touch Z (the ISR owns it) — so all sequencer state goes in SRAM, and the note table in EEPROM, reusing the firmware’s existing EEPROM reader. Let me implement it:

Done — the env firmware now has an 8-step sequencer. Hold Env for half a second to start it; it plays an A-minor arpeggio out of the box (220 / 261.6 / 329.6 / 440 / 523.3 Hz, exact equal temperament). Hold again to stop, and every key goes back to behaving exactly as it did in 2003.
While it runs: −/+ pick the step, −−/++ transpose it by semitones, and pushing a step below the bottom note turns it into a rest. The LCD shows S3 Glocke — selected step plus waveform — with the step’s frequency on line 2.

Zumindest im Simulator funktioniert auch das auch wieder wunderbar.

Ein paar Prompts später unterstützt der Sequencer Swing, Akzente, Portamento, und pro Step unterschiedliche Wellenformen, alles über die Taster erreichbar. Ein paar hörbare Glitches beim Umschalten der Steps sind auf Nachfrage schnell behoben:

Claude: A second cause of the same symptom, which I found while in there: every one of those key presses redrew all eight CGRAM glyphs — about 20 ms during which the main loop never services the envelope, so the sounding note’s decay would stall. Moving the cursor changes exactly two glyphs and an edit changes one, so only those get rewritten now, with the text tail refreshed separately from the graphic.

Es wäre verlockend, hier endlos weiter zu machen, aber für heute soll es erst mal genug sein.

Die Simulation ist als Webseite hier verfügbar:

Laden lassen sich die Originalfirmware, die optimierte, und die mit Step-Sequencer. Hinweis: Da ein 6.6 MHz AVR-Controller in Echtzeit simuliert wird, kann das ganze auf langsamen Rechnern evtl. ins Stocken geraten.

Den Assemblercode gibt es hier:

Umgerechnet ca. 1,50 Euro hat der Spaß bisher gekostet. Ich hatte Opus 5 mit Aufwand „Extra“ gewählt, was im Nachhinein sicher übertrieben war. Da die Simulation im Browser doch ein bisschen CPU-Leistung frisst und vielleicht nicht auf jedem Rechner nachvollzogen werden kann, frage ich Claude noch schnell, ob er mir ein Demo-Video aufnehmen kann. Hier wird es nun unerwartet kompliziert: nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen in verschiedene Richtungen schreibt Claude ein Skript das einzeln durch die Simulation steppt, Audio-Samples akkumuliert, Video-Frames zeichnet, und am Ende alles mit ffmpeg zusammenmuxt. Das wäre mit einem Screen Recorder sicher schneller gegangen.

Fazit

Auch wenn dies nur ein einfaches Projekt war, ist das Fazit für mich eindeutig: AI kann Softwareentwicklung mit Mikrocontrollern und Assembler genauso wie mit Python oder sonstigen anderen aktuellen Programmiersprachen. Betonung ist hier auf Softwareentwicklung: mit bloßer Codegenerierung in ChatGPT hat das nicht mehr viel zu tun. AI schreibt nicht nur Code, sondern baut eine realistische Simulationsumgebung, designt, recherchiert, testet und validiert. Selbst mit alten Assemblerprojekten, die wohl kaum ein Fokus im Training waren, können aktuelle Modelle problemlos arbeiten. Besonders beeindruckt hat mich die systematische Vorgehensweise; dass ein kleiner Optimierungs-Feinschliff übersehen wurde ist da eher zu verschmerzen.

Der letzte Schritt, den ich mangels Hardware heute hier nicht getestet habe, wäre noch ein Hardware-in-the-loop Setup, bei dem AI direkt über JTAG mit der Hardware kommuniziert und testet. Wenn jemand damit Erfahrung hat, würde ich mich sehr über Kommentare freuen.

Für professionelle Entwickler ist es heutzutage sicherlich Pflicht, sich mit AI-Assistenten zu beschäftigen. Bleibt noch die Frage, was bedeutet das für Hobbyprojekte, wenn Tage von Programmierarbeit durch ein paar Prompts ersetzt werden können? Ehrlich gesagt: mir hat es gefallen, mit den Einschränkungen eines 8-Bit-Mikrocontroller mit Hilfe von AI zu arbeiten. So macht sogar Assembler wieder Spaß. Und es bleibt vielleicht mehr Zeit für die Umsetzung von Ideen in Hardware.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Sichere Ethernet-MCU, AI am Raspberry Pi, Lesestoff und mehr

Im Hause Raspberry Pi gibt es einen offiziellen Programmiersockel für das CM5, während die Speicherkrise im Hause Pine für Unruhe sorgt. NXP lanciert einen neuen Microcontroller für Ethernetanwendungen, während ROHM im Terahertzbereich forscht. Was es sonst Neues gibt, vermelden wir hier.

Raspberry Pi: Programmieradapter für CM5

Prozessrechnerflotten sind so lange lustig, bis es an die effiziente Provisionierung geht. Im Hause Raspberry Pi gibt es nun einen – wohl von Eloprint inspirierten Programmieradapter, der CM5-Module ohne den sonst notwendigen Umweg über ein Carrier Board provisioniert.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/introducing-the-raspberry-pi-compute-module-5-programming-jig/

Technisch präsentiert sich das System dabei wie in der Abbildung gezeigt. Das zu belästigende Modul

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/introducing-the-raspberry-pi-compute-module-5-programming-jig/

Unter https://www.jeffgeerling.com/blog/2026/cm5-programming-jig/ und https://www.cnx-software.com/2026/08/19/raspberry-pi-compute-module-5-gets-an-official-programming-jig/ finden sich Hands On-Berichte zum System.
Wie immer gilt, dass die Uptoniten ihre eigenen Distributoren zuerst beliefern. Unter der offiziellen Bauteilnummer SC2357 findet sich bei klassischen Distributoren derzeit – wie unter https://www.oemsecrets.com/compare/SC2357 ersichtlich – kein Lagerbestand.

PINE: Linux-Hardwareherstellung pausiert

Die meisten Hersteller von Einplatinencomputern erhöhen ihre Preise aufgrund der Speicherkrise. Im Hause PINE entschied man sich für eine andere Vorgehensweise: die Fertigung aller linuxbasierten Rechner ist auf absehbare Zeit pausiert.

Bildquelle: https://t.me/PINE64_News/288

Zu beachten ist, dass die Restbestände bei Distributoren normal abverkauft werden…

Offizielle Google Chrome-Version für arm64 leakt

Die meisten Prozessrechner auf Basis eines ARM-Kerns nutzen Chromium als Browserengine: der “alleinstehende Renderingkern” unterscheidet sich insofern von der auf X64 geläufigen Variante, als verschiedene Komfortfunktionen bzw Google-Dienste nicht implementiert sind.
Per se plant Big G dabei seit einiger Zeit, eine ARM-Variante von Google Chrome für Linux anzubieten. CNX berichtet nun darüber, dass diese durch Manipulation der Download-URL beschafft werden kann.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2026/08/17/google-chrome-is-now-available-for-arm-linux-we-tested-it-on-a-raspberry-pi-5/

Weitere Informationen zum Handling finden sich in der als Bildquelle angegebenen URL.

Luckfox Lyra PLC – RockChip-basierte SPS samt Informationen zum Sanktionshandling im Hause RockChip

RockChip hat sich mit Systemen wie dem OrangePi 6 Pro (siehe https://youtu.be/RyxSWJNOACw) eine durchaus erhebliche Stellung im Prozessrechnerbereich erarbeitet. Seit einigen Jahren gibt es allerdings permanent Gerüchte, dass sich der Hersteller aus diesem auch für UAV und Co geeigneten Bereich aus Sanktionsangst zurückzuziehen gedenkt.
Weitere Informationen hierzu erfährt die Nutzerschaft im Rahmen der Auslieferung der auf einem RK3506B basierenden und in der Abbildung gezeigten Linux-SPS – aus hardwaretechnischer Sicht ist vor Allem der kleine Touchscreen auf der Vorderseite interessant.

Bildquelle: https://s.click.aliexpress.com/e/_c3kTvVCx

Interessant ist, dass die Produktbeschreibung die folgende und sehr eindeutige Passage enthält:

1
Prohibited by the manufacturer Rockchip, were not allowed to ship this product, or to provide any tech support, to the following countries/regions: Russia, Belarus, Cuba, Iran, North Korea, Syria, Crimea, Donetsk and Luhansk regions of Ukraine. (Countries or regions are subject to change based on updates or revisions to export control regulations)

NXP MCX A5 – Hardware-Sicherheitselement und 10BASE-T1S

Dass AI-Anwendungen durch vergiftete oder manipulierte Daten angegriffen werden können, ist per Se nichts Neues. NXP lanciert nun eine neue MCU, die auf die Absicherung von “industrieller Kommunikation aller Spielarten” optimiert ist. Aus technischer Sicht präsentiert sich das Bauteil wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.nxp.com/products/MCX-A5

Als erstes Schlüsselfeature hebt man die Vereinfachung im Bereich industrieller Vernetzung hervor – spezifischerweise findet sich unter https://www.nxp.com/company/about-nxp/smarter-world-blog/BL-SECURE-INDUSTRIAL-CONNECTIVITY-MCX-A5 folgende Passage:

1
Because the digital PHY is integrated into the MCU, developers only need an external 10BASE-T1S PMD transceiver to implement a complete Single Pair Ethernet solution, reducing components and simplifying system design.
2
When paired with NXP's TJF1410 10BASE-T1S Physical Medium Dependent (PMD) transceiver, the MCX A5 family will provide a complete Single Pair Ethernet (SPE) solution optimized for IEEE 802.3cg-compliant 10BASE-T1S networks.

Die offizielle Verfügbarwerdung ist für das vierte Quartal des Jahres geplant. Mit dem FRDM-MCXA577 soll es auch eine in der FRDM-Serie ansässige Evaluationsplatine geben. Eine OEMSecrets-Preisanalyse (siehe https://www.oemsecrets.com/compare/FRDM-MCXA577) ergibt zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung allerdings noch keinerlei Listings.

Interessant ist außerdem, dass sich in der Ankündigung ein nach folgendem Schema aufgebauter Hat Tip an die Rust-Community wiederfindet:

1
Selected devices are also planned to support the Rust programming language, enabling modern, memory-safe software development while giving teams the flexibility to choose the development environment that best fits their project.

RUST am Weg auf die GPU

Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst Phoronix berichtet unter https://www.phoronix.com/news/LLVM-Offload-Rust-Performance nach folgendem Schema über einen Versuch, RUST auf der GPU zur Ausführung zu bringen:

1
The research paper by Manuel S. Drehwald, Marcelo Domínguez, Kevin Sala, Alán Aspuru-Guzik, and Johannes Doerfert finds that using LLVM's Offload infrastructure and the characteristics of the Rust programming language can still lead to competitive performance against native, hand-optimized CUDA and HIP C++ kernels. All of this resides within the LLVM back-ends and Rust compiler.

Sinn dieses – auf den ersten Blick wenig sinnvollen – Verfahrens ist, dass die resultierenden Systeme auch im GPU-Teil ohne “raw pointers” auskommen sollen – zumindest in der Theorie stellt dies einen Sicherheitsvorteil dar.

Raspberry Pi x Google – LiteRT zur effizienten Ausführung von AI-Modellen

Dass die Uptoniten ihre Zukunft seit einigen Jahren auch im Bereich der AI-Modelle sehen, dürfte Leser von ucnet nicht wirklich überraschen. Google bietet mit LiteRT eine Runtime an, die AI-Modelle auf resourcenarmen Systemen zur Ausführung bringen soll.
Im Raspberry Pi-Blog wächst nun zusammen, was zusammen gehört. Geneigte Leser finden unter https://www.raspberrypi.com/news/mastering-edge-ai-on-raspberry-pi-with-litert-and-gemma/ und https://www.raspberrypi.com/news/get-started-with-litert-on-raspberry-pi/ eine Artikelserie, die die Inbetriebnahme und praktische Verwendung illustriert.

PyBLE – MicroPython-Programmierung über Bluetooth LE

Desto niederschwelliger der Zugang zu einem Programmiersystem, desto bereitwilliger wird es – im Allgemeinen – von Kadetten und Schülern akzeptiert. An der Chulalongkorn-Universität zu Thailand arbeitet man seit einiger Zeit an einem System, in dem die Übertragung von MicroPython bzw Sketch-Code per Bluetooth LE erfolgt.
Aus systemtechnischer Sicht präsentiert sich die Architektur der Software wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://github.com/PyBLE-dev/PyBLE/blob/main/docs/specifications/architecture.md

Zu beachten ist, dass das System derzeit noch in der Testphase ist – die Android-Applikation muss man zum Beispiel noch selbst kompilieren.

ROHM: mehr Ausgangsleistung für den Terahertz-Wellengenerator

Wenig bekannt ist, dass ROHM seit fast 20 Jahren auch im Bereich Terahertz-Wellen aktiv ist. Nun kündigt man eine neue Version der hauseigenen Hardware an, die vor Allem durch wesentlich höhere Ausgangsleistung beeindrucken soll.


Bildquelle, beide: https://www.presseagentur.com/rohm/detail.php?pr_id=7772&lang=en

Zu Leistungsdaten und Einsatzzweck vermeldet man folgendes:

1
 To address the growing demand for improved signal quality in application development, ROHM has now developed a 2nd Generation terahertz wave oscillation device. The device maintains the same 0.5 × 0.5mm chip size as the 1st Generation product while adopting an internal structure that enables higher output. As a result, output power has been increased to approximately 4 times that of the 1st Generation product, reaching a maximum of 40µW. The higher output power improves the detectability of THz waves after transmission through or reflecting from target objects  making the device well suited for applications such as sensing and imaging that require high signal quality.

Interessant sind auch die Verfügbarkeitsdaten, die sich folgendermaßen präsentieren:

1
  Sales of the RTD-EVK-G2 evaluation kit, which includes samples of the 2nd Generation wave oscillation device, are planned to begin in August 2026. By enabling evaluation at a lower cost than other methods, the kit supports the development of a wide range of applications, including non-destructive testing; imaging and sensing in the medical and healthcare sectors; material identification; and moisture detection. ROHM will also continue sales of 1st Generation devices for applications that prioritize low power consumption. For further information, please contact a sales representative or visit url=https://www.rohm.com/contactus]the contact page[/url] on ROHM’s website. Purchase of the evaluation kit requires signing a non-disclosure agreement (NDA) with ROHM.

HOLT – IP-Cores für MIL-STD-1553/1760

Dass man sich im Hause HOLT mit den diversen Bustranscievern für MIL-STD-Protokolle eine wunderbare Latifundie beschafft hat, ist nicht unbedingt neu. Interessant (und dem Autor bisher unbekannt) war, dass das Unternehmen auch – wie in der Abbildung gezeigt – eine Flotte von Softcores im Programm hat.

Bildquelle: https://www.holtic.com/mil-std-1553-ip-core

Aus der Community: Fachbuch veröffentlicht

Ein – dank Google Translate fleißig mitlesender – Kompatriot von ucnet hat ein Fachbuch veröffentlicht, das sich mit den diversen Aspekten des Betriebs von 4G- und 5G-Modulen auseinandersetzt.

Bildquelle: Autor

Wer einen tieferen Einblick in das Werk werfen möchte, findet unter https://youtu.be/rVyj0T1rH8k eine Rezension im Videoformat.

Lesestoff, zur Zweiten – Nutzung von FFT zur Ermittlung von Rippleströmen

Dass Rippleströme die Erwärmung (und damit die Zuverlässigkeit) von Kondensatoren direkt beeinflussen, wollen wir unter Lesern von mikrocontroller.net als bekannt voraussetzen, Analog Devices stellt nun einen durchaus umfangreichen Artikel online, der – wie in der Abbildung gezeigt – die Ermittlung der Ripplestromkomponenten unter Verwendung der FFT illustriert.

Bildquelle: https://www.analog.com/en/resources/technical-articles/using-fft-analysis-function-of-ltspice.html?

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Neue Suche für Beiträge, Bilder und Wiki-Artikel

Nach dem Redesign der Webseite und der neuen Bildergalerie steht die nächste Änderung bereit: die Suche wurde komplett überarbeitet. Statt getrennten Suchen für Forum und Artikel ist nun alles gemeinsam durchsuchbar: 573.189 Diskussionen (Threads), 65.929 Anhänge und 4.833 Wiki-Artikel. Sortiert wird nach Relevanz oder Datum, einschränken lässt sich auf Threads, Anhänge oder Artikel sowie auf Unterforum und Zeitraum.

Zu jedem Treffer wird die Textstelle angezeigt, in der die Suchwörter vorkommen. Bei einem Thread führt der Titel direkt zu dem Beitrag, in dem der Treffer steht.

Eine kleine aber wichtige Änderung im Parser der Suche: Bauteilnummern werden jetzt an der Grenze zwischen Buchstaben und Ziffern zerlegt. Eine Suche nach „272″ findet damit auch L272 oder L272AB. Wer das nicht will, setzt den Begriff in Anführungszeichen – „L272″ sucht wortgenau. Mehrere eingegebene Wörter werden mit UND verknüpft, auch im Filterfeld über der Themenliste, wo bisher standardmäßig eine ODER-Verknüpfung angewandt wurde; wer trotzdem ODER möchte, kann einfach „ESP32 OR ESP8266″ schreiben.

Eine Sache ist noch nicht ganz fertig: Von rund 649.000 Anhängen sind bisher etwa 66.000 nach Bildinhalt durchsuchbar, der Rest kommt laufend dazu. PDF-Anhänge sind derzeit nur über den Dateinamen zu finden.

Falls etwas nicht funktioniert oder eine Suche nichts findet, obwohl es etwas zu finden gäbe, würde ich mich hier über Hinweise und Kommentare freuen. Vielen Dank!

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Messtechnik, Drohnen und neue Microcontroller

Lambda sowie Rohde&Schwarz zeigen neue Messtechnik, während chinesische Forscher fliegende Drohnen per Laser aufzuladen suchen. Sowohl im RISC/V-Bereich als auch bei Silicon Labs gibt es Neuigkeiten, während Espressif die Kosten des ESP32-C6 zu reduzieren sucht. Was es sonst Neues gibt, vermelden wir hier.

China: Aufladung von fliegenden Drohnen per Laserstrahl.

Im EMV-Bereich – wir berichteten in der Vergangenheit immer wieder – ist die Nutzung von Lasern zur Versorgung von in EMV-Kammern lebenden Sensoren seit jeher gelebte Praxis. Unter der URL https://www.cell.com/matter-light/fulltext/S3117-5848(26)00066-9 berichten chinesische Forscher im Paper „Sb2Se3 nanocrystals enable efficient perovskite-thermoelectric tandem devices for laser-powered unmanned aerial vehicles“ nun darüber, ein „ähnliches“ Verfahren im Bereich der Drohnen einsetzen zu wollen.

Hervorzuheben ist an der neuen Version unter anderem, dass „Optimierungen“ im Bereich der verwendeten Materialien – nach folgendem Schema – zu höherer Effizienz und somit auch geringerer Erzeugung von Abwärme führen:

1
Highlights
2
- Radiation-resistant CsPbBr3 laser cell-thermoelectric tandem device was assembled
3
- Adding Sb2Se3 enables thermal management and reduces device performance degradation
4
- Tandem device achieves an efficiency of 38.49% under 1.2 W/cm2 laser irradiation
5
- Tandem device embedded in UAV winglet powers a propeller under high-power laser

Leicht recyclierbarer Zink-Ionen-Superkondensator.

Neuigkeit Nummero zwei für „Freunde der Drohne“ ist ein Superkondensator, der einerseits „rigide“ ist, andererseits aber auch durch seine leichte Recyclierbarkeit auffällt.

Bildquelle: https://pubs.acs.org/aelccp/article-abstract/doi/10.1021/acsenergylett.6c01274/5251937/Recyclable-Zinc-Ion-Structural-Supercapacitor?redirectedFrom=fulltext

Spezifischerweise wird der neue Energiespeicher im Paper „Recyclable Zinc Ion Structural Supercapacitor Enabled by Porous Vitrimer“ nach folgendem Schema beschrieben – schade ist, dass das Dokument derzeit nicht unter einer Open-Access-Lizenz abrufbar ist:

1
The structural zinc ion supercapacitors achieve a high flexural modulus of 13.9 GPa and a specific energy of 3.57 Wh kg1 at a power density of 18 W kg1. Integrated into a gliders wings, the multifunctional device powers the onboard motor to extend the flight distance. The composite structure is recyclable through a room-temperature reaction, enabling recovery and reuse of the carbon-fiber cathode.

AntennaKNoBs – im Web lebende Antennen-Simulationssoftware.

Der Siegeszug der P. T. Web-Applikationen ist nicht aufzuhalten. Mit AntennaKNoBs steht nun ein Vertreter des Genres zur Verfügung, der – wie in der Abbildung gezeigt – im Webbrowser lebensfähig ist.

Bildquelle: https://app.antennaknobs.dev/

An der Software interessierte Personen finden unter der URL https://www.youtube.com/watch?v=WmQ-2Kfz6dU ein längeres Video, das auf die Bedienung eingeht. Unter der URL https://groups.io/g/antenna-research/topic/120693479 findet sich eine Diskussion mit dem Entwickler, die einige „technische Hintergründe“ bespricht bzw. hervorhebt.

VLSI Solutions VSRVES01 – RISC-V-„MPU“.

Die finnische VLSI Solutions bietet mit dem VSRVES01 eine Art „MPU“ an, die auf die Bedürfnisse von Audioanwendungen optimiert ist. Sie kombiniert einen 32-Bit-fähigen RISC-V-Kern mit einem hauseigenen Echtzeitbetriebssystem. Tan Siret AKINCI bekam unter der URL https://www.linkedin.com/pulse/risc-v-hardware-chronicle-issue-2-vsrv-cat-board-tan-siret-akinci-chkse/ nun ein Board in die Hand und berichtet nach folgendem Schema über den internen Aufbau:

1
The board contains VSRVES01, an SoC (System on a Chip) designed by them as part of TRISTAN project, based on a RV32IMSU core. Unique feature of the chip is that it contains an MMU (Memory Management Unit) and all the other peripherals necessary to run a full operating system, therefore it is capable of running full Linux 6.1, which it can boot in 5 seconds! That is quite impressive, especially for an RV32IMSU core. Chip also has another core called VSDSP, which runs their custom RTOS named VSOS.

RF-Lambda REMC04G08GD – neuer Hochleistungsverstärker für EMV.

Im Hause RF-Lambda gibt es eine Neuerung. Spezifischerweise gibt es eine „neue“ Variante der hauseigenen EMV-Verstärker, die im Bereich 4–8 GHz arbeitet. Ein detailliertes Datenblatt findet sich unter der Bildquelle.

Bildquelle: https://rflambda.com/pdf/acamplifier/REMC04G08GD.pdf

Interessant ist außerdem, dass die Ankündigung des Produkts – nach folgendem Schema – auch auf das baldige Verfügbarwerden weiterer EMV-Leistungsverstärker hinweist:

1
Stay tuned for our upcoming 2-8 GHz products launching soon.

Teledyne: Software-Upgrade für USB4 2.0 und PCI Express 7.

Teledyne – allgemein bekannt unter anderem für die einst von LeCroy übernommene Oszilloskop-Familie – bietet seit langer Zeit auch auf die Protokoll-Analyse spezialisierte Messtechnik an.
Da die diversen Daten-Übertragungsverfahren permanenter Weiterentwicklung unterliegen, gibt es in diesem Bereich immer wieder Software-Updates. Erstens ist es fortan möglich, USB4-Traffic zu simulieren:

1
USB4® Version 2.0 introduces PAM3 signaling and data rates up to 80 Gbps symmetric and 120 Gbps asymmetric, creating new validation and interoperability challenges for next-generation designs.
2

3
The new Voyager M480x Exerciser software option helps developers validate USB4 Gen 4 and Thunderbolt 5 products with script-based traffic generation that emulates real-world operation. With control over link training, device enumeration, error injection, and recovery mechanisms, users can efficiently verify functionality, interoperability, and timing margins while automating complex test workflows.

Zweitens gibt es für den PCI-Express-Simulator ein Upgrade, das die „neueste“ Version des auch immer populärer werdenden Protokolls unterstützt:

1
The Summit M616 PCIe Protocol Analyzer/Exerciser platform is now PCI Express 7.0-ready, giving engineering teams a clear upgrade path for PCI Express 7.0 validation and debug. Utilizing a new modular approach, Summit M616 users can extend their system to support PCIe 7.0 development workflows as the ecosystem advances toward 128 GT/s operation.

Microchip CSAC-SA65 – „nuklearer“ Zeitgeber für die Satelliten-Elektronik.

Microchip – mit Sicherheit für die PIC-Serie bekannt – hat auch verschiedenste „Nebengeschäfte“, unter anderem im Weltraum-Bereich. Dort steht nun mit dem CSAC-SA65 ein neues Zeitgeber-Element ante portas, das sich wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: Microchip.

Zu den sonstigen Spezifikationen vermeldet Microchip dann Folgendes:

1
Building on the heritage of Microchip's Space CSAC-SA45, the Space CSAC-SA65 extends radiation tolerance to at least 30 kRad and operates in extended temperature ranges from 40°C to +80°C. Consuming less than 120 mW and occupying less than 17 cc of volume, the device is optimized for size-, weight- and power-constrained satellite designs. Its built-in 1 PPS input and output capabilities support synchronization for satellite systems, while its atomic stability enables extended operation without continuous reliance on external timing references such as Global Navigation Satellite System (GNSS) signals.

Google Pixel Tag – Google steigt in den Smart-Tag-Markt ein.

Wer „Assets“ – man denke an die berühmte Versandkiste – verfolgen möchte, griff bisher vor allem auf Apples AirTags zurück. Google plant nun, in diesen Markt einzusteigen – die
Abbildung zeigt das neueste Angebot.

Bildquelle: https://store.google.com/us/product/pixel_tag?

ESP32-C61 – preiswerte Variante des ESP32-C6 nun auch als Modul verfügbar.

Der ESP32-C61 stellt eine sowohl im Bereich der Rechenleistung als auch im Bereich der Funkmöglichkeiten „abgespeckte“ Variante des ESP32-C6 vor. Nun steht die Spar-Variante der MCU auch in Form eines Moduls namens ESP32-C61-MINI-1/1U zur Verfügung, das ab sofort bei AliExpress gekauft werden kann. Die Abbildung informiert über Aussehen und Anpreisung.

Bildquelle: https://www.aliexpress.com/item/1005012646326536.html

Rohde & Schwarz MP007 – Werkzeug für die „militärische Fuchsjagd“.

Im modernen, EW-getriebenen Schlachtfeld gilt, dass die „Lokalisierung“ von Emittern auf vielerlei Arten hilfreich ist. Mit dem in der Abbildung gezeigten und von einer einzelnen Person tragbaren MP007 stellt Rohde & Schwarz nun ein Werkzeug zur Verfügung, das ganz auf diese Aufgabe optimiert ist.

Bildquelle: https://www.rohde-schwarz.com/hu/about-us/news-press/all-news/rohde-schwarz-presents-the-rs-mp007-a-man-portable-tactical-direction-finding-system-for-seamless-signal-detection-from-9-mhz-to-8-ghz_229356-1653888.html

Zu den sonstigen Spezifikationen vermeldet Rohde & Schwarz Folgendes:

1
man-portable, tactical direction finding system that enables seamless signal detection across the entire frequency band from 9 MHz to 8 GHz. The system covers a wide spectrum ranging from high frequency (HF) to modern mobile communications and radar bands.
2

3
The MP007 combines precise signal location with mobility and networking capabilities and was developed for flexible deployment in the field. It combines a robust portable receiver (R&S®PR200) inside an impact-resistant transport case with a high-performance DF antenna (R&S®ADD507). The complete system can be assembled entirely without tools and has a total weight of around 27 kg. Specific configurations for backpack operation, including a mast and adapter  as well as variants for vehicle mounting with longer RF cables and a magnetic antenna mount, allow for different operational profiles without requiring complex conversions. The optional R&S®HE400 handheld antenna is also available for near-field homing.
4

5
Technically, the system achieves a typical direction finding accuracy of approximately 2° RMS. With a real-time bandwidth of up to 40 MHz and a panorama scan rate of up to 60 GHz/s,

Arduino App Lab 0.10: mehr AI, bequemere Programmauslieferung.

Arduino App Lab ist vor allem für die Programmierung des Qualcomm-Teils des Arduino Uno Q vorgesehen. Aufgrund der doch erheblichen Programm-Komplexität gilt, dass die Italiener in der neuen Version – wie in der Abbildung gezeigt – einen Agentic-Coding-Modus implementieren.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2026/08/12/arduino-app-lab-0-10-meet-agentic-mode/

Im Hintergrund gibt es außerdem eine Erleichterung für den Verbindungsaufbau zur Arduino Cloud – es ist für die Anmeldung eines neuen Arduino Uno Q nicht mehr notwendig, die im Browser lebende Steuerungs-Oberfläche des Cloud-Dienstes zu öffnen. Zu guter Letzt sind die Beispiel-Kataloge aktualisiert – weitere Informationen zu den neuen Features finden sich unter der als Bildquelle angegebenen URL.

Qualcomm Snapdragon C: schneller als Intel N250.

Microsofts Experimente im Bereich Windows on Arm wirken sich – logischerweise – auch im Bereich der Prozessortechnik aus.
Der im Allgemeinen gut informierte Branchen-Newsdienst CNX berichtet nun darüber, dass Qualcomm Ergebnisse veröffentlicht hat, die den hauseigenen und für billige Laptops vorgesehenen Snapdragon C mit einem Intel N250 vergleichen. Die gezeigte Abbildung informiert dann darüber, wie sich die beiden Systeme vergleichen.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2026/08/13/qualcomm-snapdragon-c-arm-soc-outperforms-an-intel-n250-cpu-by-up-to-67-percent-in-unplugged-benchmarks/

LoRa Alliance: Geräte-Onboarding fortan auch per QR-Codes.

Während das Online-Bringen eines „kleinen“ Geräteverbunds im Allgemeinen ohne Probleme von der Hand geht, gilt, dass ein „Meer“ von Geräten auch mit einem „Mehr“ an Aufwand einhergeht.

Die LoRa Alliance versucht nun, durch eine Gruppe neuer Spezifikationen gegenzusteuern. Das für „Kleinentwickler“ wahrscheinlich furchtbarste Feature ist dabei die Spezifikation TS018, die die Nutzung von QR-Codes zur „Anmeldung bzw. Einpflegung“ ermöglicht.

Weitere Informationen hierzu finden sich unter der URL https://resources.lora-alliance.org/home/new-lora-alliance-standards-make-lorawan-deployments-faster-simpler-and-more-scalable; hier die relevantesten Passagen im Interesse der Bequemlichkeit:

1
The two new specifications  TS014 and TS018  and a new technical guidance document, TR016  together dismantle one of the biggest practical barriers to IoT deployment: getting a device onto a network quickly, securely, and without manual work. Removing this barrier furthers LoRaWANs status as the LPWAN IoT connectivity technology with the highest accessibility and widest adoption.
2

3
. . .
4

5
Two new specifications are behind this shift. TS014 eliminates manual data entry and proprietary workarounds by enabling LoRaWAN networks to automatically pull device profiles. The second spec is TS018, which helps make set-up errors less likely by encoding the device profile server on the device identification QR code. Used together or on their own, these specs turn device setup from a slow, error-prone manual chore into an automated process that takes seconds.
6

7
A third update, TR016, is new technical guidance for developers building products that use LoRaWAN Relay feature. TR016 gives device makers the clear, practical guidance they need to build relay-based products that work reliably and interoperate well. That means LoRaWAN Relay can now be adopted with more confidence in the places a gateway cant reach economically: behind thick walls, underground, inside metal enclosures, or in remote spots with no power or backhaul, all without adding cost or complexity to the network.

WCH CH32V407/467 – 200 MHz und Fast-Ethernet-MAC und optionales PSRAM.

Im Hause WCH arbeitet man permanent an der „Leistungssteigerung“ der hauseigenen MCUs. Auf Basis eines RISC-V-Kerns steht nun eine neue Kern-Familie zur Verfügung, die sich wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: https://www.wch-ic.com/products/CH32V407.html

Für Aufgaben mit größerem Arbeitsspeicher-Bedarf steht auch eine „Grande-Variante“ zur Verfügung:

1
The CH32V467 adds 4MB or 8MB of on-chip extended PSRAM memory to the CH32V407 and supports DMA.

Zusammengefasst präsentiert sich die Produktpalette – samt SKUs – wie in der folgenden Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.wch-ic.com/products/CH32V407.html

Zu beachten ist, dass diese Mikrocontroller derzeit bei den üblichen Verdächtigen noch nicht erhältlich sind; auf AliExpress sind sie ebenfalls ausverkauft. Wer ein Evaluationsboard benötigt, kann allerdings unter der URL https://www.analoglamb.com/products/ch32v407-ch32v467-risc-v-dual-usb2-0-development-board?variant=9ccd0b64-9f89-453e-9785-85afd33f69b0 bei AnalogLamb zugreifen.

Silicon Labs BG2B – Bluetooth LE mit extrem geringem Stromverbrauch.

Im Hause Silicon Labs hat man sich – seit jeher – der Bluetooth-Technologie verschrieben. Nun schickt man ein neues Bluetooth-LE-SoC ins Rennen, das ob seines extrem geringen Stromverbrauchs vor allem für batteriebetriebene Anwendungen vorgesehen sein dürfte. „Schematisch“ präsentiert sich der innere Aufbau des Mikrocontrollers dabei wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.silabs.com/wireless/bluetooth/efr32bg2b-series-2-socs#

Obwohl das System derzeit nur in Form von Mustern vorliegt, gibt es bereits eine SKU-Tabelle. Sie präsentiert sich wie in der folgenden Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.silabs.com/wireless/bluetooth/efr32bg2b-series-2-socs#

Zu guter Letzt verdient auch noch der Blog-Post unter der URL https://www.silabs.com/blog/bg2b-is-built-for-the-next-wave-of-bluetooth-le Aufmerksamkeit. Erstens findet sich dort die folgende Passage, die auf den zu erwartenden Stromverbrauch des SoC hinweist:

1
That architecture helps reduce conversion losses and is a major reason BG2B is designed to be Silicon Labs lowest-power Bluetooth LE SoC to date. With ~1.1 µA EM2 current (16 kB RAM retained), lower MCU active current, and very low Bluetooth LE transmit and receive currents, BG2B helps developers extend battery life while building more capable Bluetooth LE products.

Mindestens ebenso interessant sind dann die folgenden Ausführungen, die auf die „weitgehende“ Integration in Apples und Googles Tracking-Ökosysteme eingehen:

1
With BG2B, we are focused on delivering a complete Bluetooth Channel Sounding solution, not just checking a standards box. Features such as Mode 3, NADM, and a design ready to support Inline PCT are part of the foundation for secure, accurate, and power-efficient ranging. BG2B is also designed to reduce the time and energy required for Channel Sounding procedures, helping enable faster distance updates without pushing battery-powered products outside their power budgets.
2

3
Just as important, BG2B is designed to meet Apple and Google Bluetooth Channel Sounding specifications, giving developers a clearer path to products that work across iOS and Android ecosystems.

Infineon: Liste der Änderungen in der neuesten Spice-Version.

Die vor wenigen Tagen angekündigte Aktualisierung von Infineons Halbleiter-Simulationssoftware ist nun zum allgemeinen Download verfügbar. Die Änderungen in der neuesten Version vermeldet man folgendermaßen:

1
Improvements to the simulation engine
2
The simulator has been enhanced to deliver improved performance, robustness, and accuracy across a wider range of applications.
3
These include:
4
- Improved simulation reliability for demanding designs, including circuits with large inductors.
5
- Enhanced temperature-handling capabilities for more realistic analysis.
6
- Increased simulation accuracy through refinements in device initialization and circuit detection cases.
7

8
Improved User Experience
9
A number of usability enhancements make working with InfineonSpice more intuitive and efficient:
10
- A smoother and more stable waveform viewing experience with consistent signal naming.
11
- Consistent menu naming across the application.
12
- Faster and more intuitive parameter setup through immediate parameter renaming in the simulation environment.
13
- Improved Smith Chart functionality.
14

15
Improvements to the Download Manager
16
Model and package management has been optimized to improve efficiency:
17
- Improved Download Manager package handling with more reliable uninstalls.
18
- More accurate visibility of installed package and version information.
19

20
Improved Stability and Reliability
21
This release includes numerous fixes that further strengthen platform stability and ensure a smoother design experience:
22
- Improved application startup reliability across different system configurations.
23
- Resolved issues that could lead to unexpected application interruptions.
24
- Improved project management responsiveness and visibility of newly created files.

Lesestoff: zur „Dekodierung“ von CVSS-Ausdrücken.

Im Bereich der Computer-Sicherheitsforschung haben sich CVSS-Strings als „Beschreibungsformat“ für Angriffsvektoren und Sicherheitslücken gut etabliert. Burkhard Schubert stellt unter der URL https://www.smallstepsystems.com/understanding-the-cvss-metrics-for-exploitability/?ref=better-built-by-burkhard-newsletter nun einen Artikel zur Verfügung, der das „Dekodieren“ der an reguläre Expressions erinnernden Strings erleichtert.

Lesestoff: Neues zu Zephyr.

Wer mehr über Zephyr erfahren möchte und Zeit zum Ansehen von zwei Videos hat, wird von der Linux Foundation bedient. Interessante Präsentation Nummero eins ist „Exploring Fuzzing for Zephyr Applications with libFuzzer and AFL++“ – das Video steht unter der URL https://www.zephyrproject.org/exploring-fuzzing-for-zephyr-applications-with-libfuzzer-and-afl/ zur Verfügung.

Nummero zwei ist „From FreeRTOS To Zephyr: A Practical Migration Guide for Embedded Developers – Jacob Beningo, Beningo Embedded Group“ – hier lautet die korrekte URL https://www.zephyrproject.org/from-freertos-to-zephyr-a-practical-migration-guide-for-embedded-developers-jacob-beningo-beningo-embedded-group/.

Lesestoff: Boeing zu „Problemen“ mit GNSS-Störungen.

In modernen, Drohnen-getriebenen Konflikten ist die „Störung“ von GPS und Co. alltäglich geworden. Ein unangenehmer Nebeneffekt davon ist, dass auch die Flugzeug-Navigation darunter leiden kann. Unter der URL https://insidegnss.com/boeings-approach-to-mitigating-the-impacts-of-gnss-rfi/ findet sich nun ein durchaus interessanter Artikel zum Thema, in dem Boeing die „hauseigene Strategie“ zur Mitigation derartiger Probleme darlegt.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

MicroPython-Updates, Abschaltung von 2G-Netzen, BaoChip und AI-Software

Der Embeddedbereich steht seit jeher im Bann der Software: verschiedenste Updates erleichtern die Entwicklung von Android-Applikationen, die Datenanalyse im Blues-Verbund oder die Ausführung von Python am Embeddedsystem. Was es sonst Neues gibt, vermelden wir hier.

MicroPython: release-1.29.0 kurz vor Fertigstellung

Obwohl das MicroPython-Entwicklerteam im Bereich der Auslieferung neuer Versionen im Vergleich zu Limor Frieds Frauen weniger Aktivität an den Tag legt, gilt, dass auch dort der Zustand vor dem Update und nach dem Update eine Singularität darstellt.
Im Laufe der nächsten Tage wird jedenfalls die Auslieferung der Version 1.29 der Runtime erwartet. Die Abbildung zeigt, welche „Blocker“ aus Sicht des Entwicklerteams derzeit noch abzuräumen sind.

Bildquelle: https://github.com/micropython/micropython/milestone/13

MicroPython, zur 2. – oder – vom sicheren Zufallsgenerator

Die Frage nach dem „besten“ Zufallsgenerator ist alt und gut erprobt. Trotzdem gilt, dass Embedded-Systeme bzw. ihre Entwickler immer wieder aus Unwissenheit „unsichere“ Zufallsgeneratoren verwenden. Manchmal führt dies – wie im Fall des Bitcoin-Verwahrungssystems Coldcard – zu spektakulären Konsequenzen.
Da Coldcard intern auf MicroPython setzt, hat das MicroPython-Entwicklerteam unter der URL https://github.com/orgs/micropython/discussions/19588 ein durchaus lesenswertes „Post mortem“ zur Thematik herausgegeben:

1
Recently a vulnerability in the Coldcard firmware was exploited to steal over $100M worth of Bitcoin. The vulnerability existed due to the accidental use of a pseudo random number generator (PRNG) instead of a true (hardware) random number generator.

Wireless-Tag: Module auf Basis der neuen ESP32-P4-Version verfügbar

Im Hause Espressif war die „Auslieferung“ des ESP32-P4 alles andere als bequem. Mit der Version V3.2 steht nun eine Nachfolge-Version des Chips zur Verfügung, die einige in V1.3 enthaltenen Fehler zu beheben sucht.
Im Hause Wireless-Tag – das Unternehmen ist einer der wichtigsten Espressif-Distributoren und bot in der Vergangenheit oft ESP32-Hardware vor der offiziellen Verfügbarkeit an (siehe beispielsweise https://www.youtube.com/watch?v=-YYkeAiIejI) – gibt es nun einige Module, die die neue Variante des ESP32-P4 zur Verfügung stellen.
Spezifischerweise präsentieren sich die „relevanten“ SKUs wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.alibaba.com/product-detail/Wireless-tag-ESP32-P4-SOM-Module_1601287297180.html?spm=a2756.order-detail-ta.0.0.37022fc2yWzFbG 

Baochip-1x: Evaluationsboards, MicroPython u. v. a. m.

Über die „Verdienste“ von Bunnie muss man nicht ernsthaft diskutieren – es gibt kaum eine Ehrung, die der Hardware-Hacker par excellence nicht bereits erhalten hat. Aus diesem Grund erregte der vor einiger Zeit gestartete und als Baochip-1x bezeichnete quelloffene RISC-V-Mikrocontroller massive Aufmerksamkeit in der Community.
Unter der URL https://www.crowdsupply.com/baochip/dabao/updates/why-were-the-dabaos-late findet sich nun ein längerer Artikel, der auf die Gründe der Verzögerung bei der Auslieferung der als Dabao bezeichneten Evaluationsplatinen eingeht:

1
Crowd Supplys fulfillment was the exception. Crowd Supply is now part of Mouser, a billion dollar distribution machine which routinely handles products in tape and reel. The Mouser acquisition of Crowd Supply was supposed to bring them staff, make them more responsive, and improve their sales reach; instead, Ive encountered the opposite. Theres more process than ever: purchase orders take weeks, fees are higher, service quality has declined, and shipping times are slower. Crowd Supply also takes the largest cut of any vendor in the supply chain  46% of the cash raised went to them.
2
It sickens me a little to think of how hard I hustled the SMT factory to get the boards built, and the guys who worked overtime to hit our deadline. They did it gladly, and with great alacrity for just a couple hundred bucks. Then I look at the majority cut that Crowd Supply/Mouser commands and their opaque delay on fulfillment. Its not fair to the workers, its not fair to me, and most importantly, its not fair to the backers.
3
Talking to other Crowd Supply creators, my problems are not unique to me. Crowd Supply has not been able to service the needs of the maker community adequately. I dont have a great solution for this, unfortunately, because I had let my retail muscles atrophy over the past few years.

Dies ist allerdings nur der Konfusion erster Akt – mittlerweile gilt, dass MicroPython-Entwickler an einer Portierung ihrer Software auf den Baochip X1 arbeiten. Die Abbildung informiert über den aktuellen Stand der Portierungsarbeiten.

Bildquelle: https://github.com/orgs/micropython/discussions/19580

Zu guter Letzt gilt, dass den Organisatoren der Hackerkonferenz DEF CON 34 ein „Hattrick“ gelang. Unter der URL https://www.hackster.io/news/the-def-con-34-badge-packs-a-surprise-andrew-bunnie-huang-s-mostly-open-baochip-x1-1e03307d4797.amp finden sich weitere Informationen zum verteilten Namensschild, das ebenfalls auf einem der Baochip-X1-Prozessoren basiert.

Quelloffenes SDK für AGM32 verfügbar

Der von AGM Micro vertriebene AGM32 kombiniert – wie in der Abbildung gezeigt – einen klassischen Mikrocontroller-Kern mit einer FPGA-Zelle.

Bildquelle: https://www.agm-micro.com/

Nun gilt, dass unter der URL https://github.com/bbenchoff/AGaMEMnon/ ein „quelloffenes“ SDK unter aktiver Entwicklung steht – die Erzeugung von Applikationen für den Controller kann fortan also auch ohne Nutzung von proprietären Toolchains erfolgen.

Blues: AI-Service mit kompletter Erfassung der Kundendaten

Im Hause Blues – man könnte das Unternehmen auch als Funk-HAL is Us bezeichnen – arbeitet man seit einiger Zeit daran, p. t. Entwicklern das Leben bzw. die Arbeit mit Funkmodulen aller Arten von Technologie zu erleichtern.
Unter der URL https://dev.blues.io/blog/introducing-notehub-iq/ kündigt man nun ein neues AI-System an, das die von den Blues-Modulen „gesammelten“ Informationen zusammenfasst und für die Analyse durch AI-Agenten exponiert:

1
Notehub IQ, a new intelligence layer for Blues Notehub that lets you ask questions about your deployed products in plain language using the AI agent you already use. You'll see how the Notehub MCP turns those questions into queries against your real device data, without requiring a separate data warehouse or analytics pipeline.

Als Beispiel-Fragen, die ein Entwickler gegen die Geräte anwenden könnte, listet Blues dann die folgenden Optionen auf:

1
 "Which devices are potentially disabled and not responding (or are they just mid-cycle and syncing on their normal schedule)?"
2
 "Did any temperature reading go under 0°C for more than 5 continuous minutes last week?"
3
 "Which devices are using the most cellular data, and is payload size or sync frequency driving it?"
4
 "Rank my solar/battery-powered units by how close they are to a brown-out."

Google: Android Skills „erleichtern“ die Android-Entwicklung

Im Hause Google ist man ebenfalls motiviert, der Entwicklerschaft die Arbeit so einfach wie möglich zu gestalten. Mit den als Android Skills bezeichneten Diensten steht nun eine Gruppe von AI-Assistenten zur Verfügung, die „häufig anzutreffende“ Aufgaben im Bereich der Android-Entwicklung zu automatisieren sucht.
Unter der URL https://developer.android.com/tools/agents/android-skills vermeldet Google – beispielsweise – die folgenden Fragen als „relevante Einsatzgebiete“ für das System:

1
 Migrate from XML to Compose
2
 Upgrade to AGP 9
3
 Set up newer frameworks like Navigation 3
4
 Modernize your app UI by making it edge-to-edge
5
 Improve performance by auditing your R8 configuration

Altera: FPGA-Roadshow findet auch in München statt

Seit der Abspaltung von Intel zeigt man im Hause Altera massive Aktivität. Nun gibt es eine Entwickler-Roadshow, die – wie in der Abbildung gezeigt – auch in München einen
Zwischenstopp einlegen wird.

Bildquelle: https://go.altera.com/innovators-day-event-series

NetBSD 11 mit Unterstützung für RISC/V

Im Bereich der quelloffenen Betriebssysteme hat Linux den Mindshare-Krieg mit Sicherheit uneinholbar gewonnen. Insbesondere in Server-Aufgaben kann sich BSD allerdings als zuverlässiger erweisen.
Schönheitsfehler war, dass NetBSD bisher auf den (meist sanktionssicheren) RISC/V-SoCs nicht wirklich lebensfähig war. Version 11 ändert dies – der unter der URL https://www.netbsd.org/releases/formal-11/NetBSD-11.0.html bereitstehende Changelog informiert nach folgendem Schema darüber, dass nun auch 64-Bit-fähige RISC-V-Plattformen Unterstützung erfahren:

1
 New port to the RISC-V processor architecture. NetBSD 11.0 is the first stable release to include support for 64-bit RISC-V platforms, including a range of StarFive JH71XX-based devices such as the VisionFive 2, PINE64 STAR64, as well as QEMU.
2
 Enhanced compliance with POSIX.1-2024 and C23 programming interface standards.
3
 Enhanced support for Linux system calls in compat_linux(8), including epoll (implemented around kqueue), POSIX message queues, statx, readahead, close_range, waitid, renameat2, clone3, sync_file_range, syncfs, and inotify.
4
 Initial support for the Qualcomm Snapdragon X Elite platform.
5
 Improvements to the npf(7) firewall, including layer 2 and user/group filtering.
6
 New MICROVM kernel for x86, supporting both i386 and amd64. NetBSD 11.0 introduces a dedicated MICROVM kernel designed for extremely fast virtual machine boot, leveraging PVH boot, VirtIO MMIO, and multiple kernel optimizations; it can boot in about 10 ms on 2020-era x86 CPUs.
7
 New virt68k port, for running the Motorola 68000 port in QEMU using paravirtualized devices.

Philips Evnia – augenschonende Monitore aus dem Gamingbereich

Die Zahlungs- und Experimentierbereitschaft von klassischen Computerspielern hat in der Vergangenheit die Entwicklung verschiedenster Technologien ermöglicht, die sich danach “allgemein” festsetzen konnten.
Unter der URL https://www.consumerelectronicstestdevelopment.com/content/news/philips-evnia-introduces-nature-eyecare-gaming-monitors-for-extended-play findet sich nun ein nach folgendem Schema aufgebauter Bericht, der über augenschonende Monitore berichtet:

1
A key feature of the new series is TÜV Rheinland-certified circular polarization technology, which is designed to simulate natural light and reduce exposure to harsh blue light. According to Philips Evnia, the monitors also incorporate a dynamic low blue light system that divides the display into 48 zones, enabling segmented scanning and gradient tuning to minimise potentially harmful blue light while maintaining colour accuracy.

T-Mobile USA: 2G-Netz abgeschaltet

2G-Funkmodule erfreuen sich – unter anderem aufgrund der sehr populären Produkte aus dem Hause SIMCom – nach wie vor hoher Popularität. Leider gilt, dass die verwendeten Protokolle mit der Bandbreite vergleichsweise ineffizient umgehen, weshalb Netzbetreiber seit langer Zeit das „Stilllegen“ ebendieser zugunsten neuerer Verfahren anvisieren.
Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst teltarif berichtet unter der URL https://www.teltarif.de/gsm-2g-tmobile-abschaltung-usa/news/104542.html nun darüber, dass das 2G-Netz von T-Mobile in Amerika vor einigen Tagen abgeschaltet wurde:

1
Während in Deutschland erst in zwei Jahren das Aus für erste GSM-Netze kommen soll, schaltet die amerikanische Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom ihr 2G-Netz heute endgültig ab. Das Aus für 3G kam bei T-Mobile in den Vereinigten Staaten den Angaben zufolge schon vor vier Jahren.

InfineonSpice: Auslieferung von neuer Version steht unmittelbar bevor

Im Hause Infineon bietet man – wohl aufgrund des erheblichen Portfolios verschiedenster Leistungshalbleiter – seit Jahr und Tag auch eine Version der Schaltungssimulationssoftware SPICE an.
In einer vor wenigen Stunden an die Entwicklerschaft verschickten Rundmail kündigt man nun nach folgendem Schema an, dass bald eine neue Version des Produkts ante portas steht. Zu beachten ist, dass diese nach wie vor kostenlos bleiben wird:

1
InfineonSpice 2026.2 is coming soon, bringing enhanced stability and reliability across the entire tool while continuing to deliver the powerful simulation capabilities you rely on  completely free of cost.
2
With InfineonSpice 2026.2, you can continue to:
3
 Design and simulate faster with our high-performance simulation engine.
4
 Access 2,200+ Infineon components and a constantly expanding library with third-party components such as Würth Elektronik passives.
5
 Import third-party component SPICE models with ease.
6
 Validate your concepts quickly using OP, DC, Transient, and AC analyses.
7
 Leverage Virtual Reference Designs and testbenches to accelerate development.
8
 Analyze thermal behavior early and optimize designs before prototyping.
9
 Keep your designs secure with a stand-alone workflow.
10
And now, with improved stability and robustness throughout the application, InfineonSpice 2026.2 is designed to help you focus even more on what matters most: getting your designs right the first time while being completely free of cost.

Lesestoff: von wichtigen Parametern für Taster

Wer Hardware als „billig“ klassifizieren möchte, sollte darauf achten, möglichst „weiche“ Taster zu verwenden. In der Praxis führt man deshalb häufig Klick-Tests durch, in denen eine Gruppe von mehr oder weniger freiwilligen Personen verschiedene Knöpfe drückt und diese danach zu bewerten sucht.
Unter der URL https://www.electronicdesign.com/technologies/industrial/article/55396337/swiclick-defining-the-feel-of-tactile-switches findet sich nun ein durchaus lesenswerter Fachartikel, der die „dahinterstehenden“ Parameter zu quantifizieren sucht. Für alle Personen, die sich intensiv mit der Schalter-Auswahl beschäftigen, ein mehr als lesenswerter Text.

In eigener Sache: Hardware-News folgen

Aufgrund des Redesigns war die „Nachrichten-Generation“ etwas verlangsamt. Im Laufe der nächsten ein oder zwei Tage folgt eine Catch All-Nachricht, die auf die diversen Neuerscheinungen im Hardwarebereich eingeht. Der News-Autor bittet in der Zwischenzeit um Geduld.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Neue Bildergalerie mit Volltextsuche

Die Bildergalerie wurde überarbeitet: neues Layout, Filter nach Bildart und eine Volltextsuche über Bildbeschreibung und Bildinhalt. Zu finden ist
sie im Forum unter „Bilder“, neben „Bereiche“ und „Alle Beiträge“, auch auf
dem Handy.

Alle Bildanhänge werden dafür automatisch per Bilderkennung beschrieben, und
der Text im Bild wird ausgelesen. Gesucht wird also nicht im Dateinamen,
sondern in dem, was auf dem Bild tatsächlich zu sehen ist. Eine Suche nach
„LM317″ liefert derzeit 56 Bilder, darunter Schaltpläne, in denen der
Baustein nur beschriftet ist, ohne dass sein Name je im Beitragstext stand.

Filtern lässt sich nach Fotos, Platinenfotos, Screenshots, Schaltplänen,
Diagrammen, Oszi-Bildern und Layouts. Bilder tauchen außerdem in den
normalen Suchergebnissen auf.

Noch nicht fertig: Bisher sind rund 40.000 von etwa 540.000 Anhängen
verarbeitet, der Rest kommt laufend dazu, das
wird noch einige Wochen dauern. Ältere Bilder sind daher noch nicht
vollständig durchsuchbar.

Die Beschreibungen werden maschinell erzeugt und sind nicht immer richtig.
Sollte etwas nicht funktionieren oder ein Bild grob falsch beschrieben sein,
würde ich mich hier über Hinweise und Kommentare freuen. Vielen Dank!

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Neue Bauteile: Hochgeschwindigkeitsfunk, Löttechnik und die Rückkehr der QWERTZ-Tastatur

Ein neuer Monat beginnt nicht nur mit einem Redesign, sondern auch mit einer Armee neuer Bauteile. Im Bereich der passiven Komponenten sorgen die CISPR-Richtlinien für Bewegung, während die Industrieelektronik von neuen Signalkonditionierern profitiert. Was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

HOLT ADK-2130mPCIeMSI-2F – MIL-STD-1553 zu PCIe-Adapterdesign

Wer einen PCIe-Slot hat, aber einen MIL-STD-Bus braucht, wird von HOLT mit dem in der Abbildung gezeigten Referenzdesign bedient.

Bildquelle: https://www.holtic.com/hi-2130-adk-2130mpciemsi-2f

Qorvo QPC5330 – digitaler RF-Schrittattenuator mit sechs Bit Genauigkeit

Schrittattenuatoren erweisen sich in Messgeräten als durchaus reperaturanfällig. Qorvo schickt nun einen digitalen Ersatz ins Rennen, dessen Datenblätter allerdings nicht offen sind – unter https://www.rfmw.com/products/detail/qpc5330-qorvo/877206/ findet sich immerhin die folgende Beschreibung, die eine Abschätzung erlaubt:

1
Qorvos QPC5330 is an ultra-wide band SOI 6-bit digital step attenuator (DSA).  It operates over 0.02 to 15 GHz and provides 31.5 dB attenuation range with a LSB of 0.5 dB.  It also achieves a low step error of less than 0.1 dB typical. 
2
 
3
The QPC5330 also offers multiple control options including parallel, SPI, or I2C as well as the ability to control multiple DSAs simultaneously using either addressing or daisy chaining. 

Ampleon ART1K9FHU – RF-Transistor hoher Leistungsklasse

Cree bzw Macom haben sich mit RF-Transistoren eine Latifundie errichtet, die nun langsam aber sicher erodiert wird. Das neueste Offert von Ampleon weist folgende Spezifikationen auf: 0.001 to 0.50 GHz, 1900 W, 24.6 dB, 55 V.

Würth WE-MCRI für SEPIC, ZETA und Ćuk

Würth bietet einen Induktor an, der auf die Bedürfnisse von komplexen Schaltreglertopologien optimiert ist. Interessant ist am Baustein außerdem, dass Koppelfaktor und Leckagen hier als Teil der Datenblattparameter gelten:

1
This unique double choke takes an unconventional approach by deliberately harnessing leakage inductance, which is normally treated as a parasitic element in conventional designs. The coupled inductor enables more effective filtering for improved EMC performance with a far more compact design.
2
. . .
3
Würth Elektronik, unlike other manufacturers, specifies tolerances for the coupling factor and leakage inductance.

Coilcraft SLZ – Ferritperle für CISPR 25

Änderungen im Bereich der EMC-Richtlinien wirken sich auf Bauteile aus – von Coilcraft gibt es nun, wie gezeigt, eine CISPR 25-optimierte Ferritperle.

Bildquelle: Coilcraft

Vishay / Sfernice TS4 – IP67-robuste Trimmer

Trimmer gelten im Bereich der Wartung alter Messgeräte als klassische Schwachstelle. Vishay schickt mit dem TS4 nun einen gemäß IP67 robusten Trimmer ins Rennen, der in schwierigen Umgebungsbedingungen zu brillieren sucht.

Seeed Studio reTerminal Sticky

Wer ein kleines, magnetisch befestigbares ePaper-Display benötigt, wird von Seeed mit einer neuen Variante des reTerminals bedient.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/reTerminal-Sticky-p-6861.html?

Analog Devices MAX74801 – MSL1-Operationsverstärker hoher Genauigkeit

Im Bereich der sehr genauen Operationsverstärker drehen sich die Klauen seit jeher. Analog Devices schickt nun ein neues Bauteil ins Rennen, das die folgenden Spezifikationen aufweist:

1
 Offset voltage: 100μV maximum
2
 Offset voltage drift: 1.5μV/°C maximum
3
 MSL1 rated
4
 Low-input bias current: 1.5nA maximum
5
 Low-voltage noise density: 6.9nV/Hz typical at f =
6
1kHz
7
 CMRR, PSRR, and AV > 120dB minimum
8
 Low supply current: 400μA per amplifier typical
9
 Gain bandwidth product: 3.6MHz
10
 Dual-supply operation: ±2.5V to ±15V

Knowles 3825YA – MLCCs für den Einsatz als X- bzw Y-Kondensatoren

Wer einen MLCC-Kondensator als Y2/X1, X1 oder X2-Kondensator einsetzen möchte und mit 305VAC auskommt, bekommt von Knowles eine Serie von Produkten angeboten. Hervorzuheben ist, dass sie für die Oberflächenmontage geeignet sind.

NCI GoLogicPro nun mit wesentlich größerem Speicher

Die in den USA ansässige NCI ist einer der wenigen Hersteller, der noch reine Logikanalysatoren anbietet. Nun steht eine Erweiterung der Produktfamilie ante Portas, die unter Anderem wesentlich mehr Samplespeicher mitbringt:

1
The new GoLogic Pro Logic Analyzer brings large Trace Captures (up to 4 Billion Samples per Channel) and fast Sample Rates (up to 4 GHz) to solve your debug challenges.
2
     Capable of triggering on and decoding a variety of Serial Buses including CAN, CAN-FD, LIN, SPI, I2C, UART, SENT, eMMC, MDIO and others, this advanced Logic Analyzer quickly finds hard to detect bugs.
3
     Timing, Transitional and State Modes, flexible software and a variety of Probing Options, to accelerate your product development process.
4
     36 and 72 Channel models - Contact us now!

Simpson: diverse Zeigerinstrumente im Dienste der Robustheit

Im Hause Simpson arbeitet man nach wie vor an der Fertigung von zeigerbasierten Multimetern. Mit dem 372-3 steht ein Ohmmeter zur Verfügung, das den Messbereich 0.2Ω bis 50MΩ abdeckt und für seine einfache Bedienung beworben wird.
Kandidatengruppe Nummer zwei segelt unter der Bezeichnung 260-8P, präsentiert sich wie in der Abbildung gezeigt und ist ob seiner Robustheit und der einfachen Bedienung für den Einsatz im Bergwerksbereich vorgesehen.

Bildquelle: Simpson

Microchip AVR32LA14/20/28/32 – AVR-MCU mit Event-Routingsystem

Mit der CLB integrierte Mikrochip FPGA-artiges Verhalten in die PIC16-Serie. Mit dem AVR32LA steht nun eine AVR-Variante zur Verfügung, die ein besonders leistungsfähiges Eventsubsystem mitbringt – Intention ist hier, dass die diversen Peripheriegeräte “unabhängiger arbeiten” können.

Renesas: 16,000 MT/s-fähige Bauteile für DDR5

Renesas unterstützt Speicherhersteller mit einer breiten Auswahl verschiedenster Unterstützungschips. Nun gibt es eine neue Variante der diversen Bauteile, die für höhere Arbeitsgeschwindigkeiten freigegeben ist.

Bildquelle: https://www.renesas.com/en/about/newsroom/renesas-gen-3-mrdimm-chipset-solutions-advance-ddr5-memory-performance-16000-mts-next-gen-ai-and-hpc

Vishay MDSK / MDSA – MLCC-Kondensatoren für Durchsteckmontage, teilweise axial

MLCC-Kondensatoren dürften zu den ersten Assoziationen gehören, die Elektronikern beim Wort SMD einfallen. Trotzdem schickt Vishay nun eine Serie von Durchsteckmontage-Varianten ins Rennen – Sinn ist, dass die bedrahtete Montage zusäzlichen Vibrationsschutz bietet.

Emerson USRP B206mini-i – SDR a la National Instruments

Im Hause National Instruments bzw nun Emerson arbeitet man permanent daran, sich in die diversen Metrologiebereiche einzugraben. Nun steht auch ein USB-SDR zur Verfügung, das unter Anderem durch seine sehr hohe Echtzeitbandbreite beeindruckt.

Bildquelle: https://www.ettus.com/all-products/usrp-b206mini-i/

Zu den technischen Spezifikationen vermeldet man folgendes:

1
The USRP B206mini-i delivers a 1×1 SDR/cognitive radio in the size of a business card. With a wide frequency range from 70 MHz to 6 GHz and a user-programmable, industrial-grade AMD Spartan-6 XC6SLX150 FPGA, this flexible and compact platform is ideal for hobbyist, education, and OEM applications. The RF front end uses the Analog Devices AD9364 RFIC transceiver with 56 MHz of instantaneous bandwidth. The board is bus-powered by a high-speed USB 3.0 Type C connection for streaming data to the host computer.

Banner Engineering S100 – intelligentes Display im Knopfformat

Garmin bietet seit einiger Zeit mit einem Display ausgestattete “Upgrade-Instrumente” an, die an Stelle klassischer Zeigerinstrumente in vorhandene Displays eingebaut werden können. Das S100 ist die Antwort von Banner darauf – die Grafik bietet weitere Informationen darüber, welche Funktionen dieses durchaus innovative Produkt im Schaltschrankausschnitt anzubieten sucht.

Bildquelle: Banner Engineering

STMicroelectronics CAM-5943 – schlüsselfertiges Kameramodul als Evaluationsboard

ST’s mit einer Auflösung von 5MP arbeitender monochromer Global Shutter-Sensor VD5943 hat sich in der Industrie mittlerweile durchaus gut etabliert. Nun legen die Franco-Italiener eine Serie von Evaluationssystemen samt Linse auf, die je nach Trägerboard ein MIPI- oder aber ein USB-Interface mitbringen.

BIVAR GVLP – 5.1 bis 16mm lange Lightpipes für LEDs

Beim Gehäusedesign kann es hilfreich sein, wenn LEDs “von der Platine abstehen”. Von BIVAR steht eine Serie von aufsteckbaren Lightpipes zur Verfügung, die Designern bei der “Verschiebung der Leuchtstelle” helfen.

Bildquelle: BIVAR

Seeed Studio ReCamera Pro

Mit der ReCamera-Serie bietet Seed Kameramodule an, die am Aufnahmeort auch AI-Analysen durchführen können. Nun steht eine neue Version zur Verfügung, die mehr RAM und einen leistungsstärkeren Prozessor aus dem Hause RockChip mitbringt.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/reCamera-Pro-2GB.html?

Diodes Incorporated AP7581 / AP7582 – LDO für 3V bis 42V

Im Automobilbereich trifft man – Stichwort Load Dump – immer wieder auf durchaus hohe Spannungen. Robuste Regler helfen hier aus – Diodes Incorporated bietet nun Varianten an, die entweder bis zu 150 mA oder aber bis zu 300 mA Strom liefern können (Thermik berücksichtigen – P=(Uin-Uaus)*I ).

Analog Devices ADF4383 – 10-20GHz-VCO mit geringerem Phasenrauschen

Der ADF4382 hat sich als VCO durchaus gut etabliert. Nun steht eine verbesserte Variante ante Portas, die die folgenden Spezifikationen verspricht:

1
Integrated RMS jitter at 20 GHz = 18 fs (integration bandwidth: 100 Hz to 100 MHz)
2
Integrated RMS jitter at 20 GHz = 31 fs (ADC SNR method)
3
VCO fast calibration time: <2 μs
4
VCO autocalibration time: <100 μs
5
Phase noise floor: 156 dBc/Hz at 20 GHz
6
PLL specifications
7

8
    239 dBc/Hz: normalized in-band phase noise floor (integer mode)
9
    287 dBc/Hz: normalized 1/f phase noise floor
10
    625 MHz maximum phase/frequency detector input frequency
11
    4.5 GHz reference input frequency
12
    Typical spurious fPFD: 90 dBc

Nisshinbo NJW4203 – Oszillator für phasenverschobene Signale

Nisshinbo bietet einen IC an, der eine Eingangsfrequenz erstens teilt und dann zweitens in zwei phasenverschobene Signale umwandelt.

Bildquelle: Nisshinbo

Rosenberger RoProxCon – 1Gbit/Sec im 60GHz-Band

Mit RoProxCon steht ein neuer Steckverbinder ante Portas, der über von 0 bis 5mm im 60GHz-Band Daten überträgt und dabei IP67-konform ist.

Bildquelle: Rosenberger

Abracon AK8 – sehr kleine SMD-Oszillatoren

Abracon bietet im 1.0mm x 0.8mm x 0.24mm kleinen Gehäuse Oszillatoren an, die sich wie gezeigt präsentieren und bei der Verkleinerung des Platinenplatzes optimieren.

Bildquelle: Abracon

Breakout-Board mit MCP2221A

Wer abseits der Querelen um FTDI (Fälschungsrisiko!) einen USB-zu-X-Wandler sucht, wird bei Microchip fündig. Nun gibt es ein Breakout-Board mit USB-C-Stecker, das auch als Standalone-Protokollkonverter taugen könnte und die folgenden Pins exponiert:

1
Access to the UART signals (Tx, Rx), I2C/SMBus (SCL, SDA) and all the GP
2
signals (GP0  GP3)

Preislich ist die Komponente dabei – wie im OEMSecrets-Preisvergleich gezeigt – durchaus mit FTDI MiniModule und Co vergleichbar.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/BB62Z76A?ccy=EUR&ctry=DE

CTS Electronic Components TT-0 – IP68-Temperatursensoren

Beim Messen von Temperaturen ist es hilfreich, wenn das Deployment des Sensors nicht zu zusätzlichem Unmuß führt. CTS begegnet diesem Begehr durch die in der Abbildung gezeigten Produkte, die außerdem mit verschiedensten Isolatormaterialien bezogen werden können.

Bildquelle: CTS

Texas Instruments ISOTMP35R – Temperatursensor mit galvanischer Isolation

Temperatursensoren sollten oft in Bereichen messen, zu denen man lieber keine galvanische Kopplung herstellen würde. Texas Instruments begegnet diesem Begehr mit der in der Abbildung gezeigten Komponente.

Bildquelle: https://www.ti.com/document-viewer/ISOTMP35R/datasheet

RECOM Power REFIN2U-S30 – DIN-Hutschienenmontage, 30W Leistung

Im Hause RECOM gibt es seit einiger Zeit Netzgeräte zur Hutschienenmontage, die 90W Leistung bringen. Nun steht eine mechanisch kompatible Erweiterung ante Portas, die mit nur 30W Leistung spezifiziert ist.

Bildquelle: https://recom-power.com/en/rec-n-ultra-slim-2u-din-rail-ac!sdc-now-available-in-30w-476.html?

Sensirion SFA40 – sehr kompakter Formaldehydsensor

Sensirion erweitert das Sensorportfolio um einen weiteren Formaldehydsensor mit I2C-Interface, der nun aber mit geringerem Energieverbrauch und kleinerem Gehäuse aufwartet.

Semtech LR2021EVK2XxS1 – LR2021-Evaluationskit mit XIAOs als Prozessrechner

Seeed Studio’s XIAO hat sich mittlerweile komplett als “Rechenkern” etabliert – von Semtech gibt es nun eine Serie von Evaluationskits für den LR2021, die einen nRF54-basierten XIAO als Hauptrechner verwenden.

TE Connectivity LoRa Adhesive Mini Puck

Wer mit den im Evaluationsboard enthaltenen Antennen nicht nach Rom kommt, wird von TE Connectivity mit einer neuen, vergleichsweise kompakten Antenne für den Einsatz in LoRA-Bändern versorgt. Ihre Dimensionen präsentieren sich wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: TE Connectivity

Analog Devices ADRF5420 – SPDT-Chipschalter für 1 bis 90 GHz

Analog Devices ist auch sonst immer bestrebt, seinen p.t. Kunden neue Halbleiter zur Verarbeitung von HF-Signalen zur Verfügung zu stellen.

Bildquelle: Analog Devices

Die sonstigen Spezifikationen präsentieren sich folgendermaßen:

1
 Low insertion loss
2
 1.2dB typical to 40GHz
3
 1.7dB typical to 67GHz
4
 3.0dB typical to 90GHz
5
 High Isolation
6
 42dB typical up to 40GHz
7
 40dB typical up to 67GHz
8
 30dB typical up to 90GHz
9
 High input linearity
10
 P0.1dB: 24dBm typical
11
 IP3: 45dBm typical
12
 High RF input power handling
13
 Through path: 24dBm maximum
14
 Hot switching: 21dBm maximum

JBC ALEP250 Iron – Lötpistole mit Drahtzuführung

Wer große Mengen von THT-Lötkontakten löten muss, freut sich über automatische Zuführung von Lötzinn. JBC bietet nun – wie in der Abbildung gezeigt – ein diesbezügliches Produkt an.

Bildquelle: https://www.jbctools.com/alep250-angled-automatic-feed-soldering-iron-product-3089.html#

ams OSRAM DURIS™ E 2835 UNIQ – LEDs mit 6 bzw 9V Vorwärtsspannung

Weiße LEDs werden meist im Rudel betrieben. Von ams OSRAM gibt es nun eine Serie von derartigen Dioden, die erstens im gedimmten Zustand bis zu 1 mA stabil bleiben und zweitens sechs oder gar neun Volt Vorwärtsspannung aufweisen.

Acromag XVME-6800 – VMEBus mit Tiger Lake H-Xeon

Wer im VMEBus-Format nach mehr Rechenleistung giert, wird von Acromag mit dem unter der URL https://www.acromag.com/blog/new-vmebus-single-board-computer-with-intel-xeon-w-cpu-delivers-high-performance-and-long-lifecycle-support/ einsehbaren Board bedient.

Advantech AIR-012 – Nvidia Jetson-basierte kompakte Steuerrechner

In einem robusten Aluminiumgehäuse verpackt schickt Advantech die folgenden neuen Modelle ins Rennen, die für Edge Computing-Aufgaben vorgesehen sind:

1
AIR-021O-S0A1U with Jetson Orin NX 16GB module 
2
     AIR-021O-B0A1U with Jetson Orin NX 8GB module 
3
     AIR-021R-S7A1U with Jetson Orin Nano 8GB module

Amphenol Sine Systems AHD – robuste J1939-Stecker

Wer ein J1939-Interface zwecks Debugging oder Fehlersuche exponieren muss, wird von Amphenol Sine Systems mit einer kompletten Familie von Steckverbindern unterstützt – es gibt unterschiedlichste Varianten mit und ohne Gewinde.

Infineon BTS80009-SWPF-1ES – High Side-Switch für bis zu 34.5A

Wer einen intelligenten High Side-Switch sucht, wird bei Infineon mit einer neuen SKU bedient. Hervorzuheben ist die weitgehende Einstellbarkeit, die die Absicherung der geschalteten Last vereinfacht.

Bildquelle: Infineon

EAO Series 82 – vandalensichere Bedienelemente abseits des klassischen Tasters

Wer in widrigen Umständen Bedienelemente exponieren muss, setzt auf vandalensichere Taster. EAO zeigt nun neue Spielarten des Konzepts – wie immer ist darauf zu achten, dass auch der Rest des Gehäuses robust ausgeführt ist.

Bildquelle: EAO

C&K Switches TSC – Sicherheitsabdeckung für Schalter

Versehentliche Aktivierung von Schaltern kann dramatische Konsequenzen haben. Mit der TSC-Serie bietet C&K nun die aus diversen Flugzeugcockpits bekannten “Schutzhauben” an, die sich auf einem Schalter montieren lassen.

Schneider Electric RM-Serie – “Signal Conditioning” für Industrieautomatisierung

Bei der Realisierung von Steuerungen wünscht man sich immer wieder Systeme, die erfasste Signale “robuster” gestalten. Schneider Electric begegnet diesem Problem mit der Harmony-Serie, die nun die in der Abbildung gezeigten Mitglieder eingeschrieben bekommt.

Bildquelle: Schneider

Spectrum Control EMI Feedthrough Filter – EMI-Filter zum Einschrauben

Wer ein Signal durch ein mit einem Gewinde versehenes Loch bringen möchte, wird von Spectrum Control mit einer Reihe von neuen SKUs bedient.

NXP FRDM-A-S32K312 – Arduino Uno-artiges Evaulationsboard mit CAN FD und LIN

NXP arbeitet permanent daran, Nutzern der Freedom Board-Serie neue Optionen anzubieten. Nun steht eine Variante ante Portas, die CAN FD und LIN-Transciever mitbringt.

Bildquelle: NXP

Kinetic Technologies KTS1625 – I2C-Expander für 1.65 bis 5.5V

Wer einen mit sechzehn GPIO-Pins ausgestatteten GPIO-Expander sucht, kann nun auch bei Kinetic einkaufen. Zu beachten ist, dass er nur in einem WQFN-Gehäuse erhältlich ist.

Renesas RX14T – Motorsteuerungs-MCU auf RXv2-Basis

Renesas beschränkt sich nicht auf ARM-Kerne, sondern pflegt auch die hauseigenen Kerne weiter. Der an sich 2025 vorgestellte Motorsteuerungs-Prozessor kommt nun bei Distributoren an.

Bildquelle: Renesas

Teltonika RUTC40 – 4G-Router mit Docker-Engine

In IoT-Anwendungen braucht man oft einen Router, der über 4G-Netze eine Internetverbindung herstellt. Teltonika begegnet diesem Trend seit einiger Zeit mit einer Gruppe von Produkten, die Router und Edge Compute kombinieren. Nun gibt es eine neue Variante, die auch Docker-Container ausführen kann.

M5Stamp Fly v1.1 – Drohnenbausatz mit besseren Antennen und mehr Rechenleistung

Espressif sein Handybauer lanciert eine neue Version des hauseigenen Drohnenkits, die nun auf einem ESP32-S3 basiert und somit mehr Rechenleistung zur Verfügung steht. Außerdem sorgt eine Optimierung der Antennen für höhere Funkreichweite.

Bildquelle: m5stack

m5Stack: Rückkehr der Tastatur

Espressif entdeckt die Vorliebe zu QWERTZ-Tastaturen im Stil von Treo und Co. Neues Produkt Nummero eins ist der in der Abbildung gezeigte Cardputer Mesh, der für den Einsatz in LoRA-Meshnetzwerken optimiert ist.

Bildquelle: m5stack

Produkt Nummero zwei ist der Keyboard for Tab5, der – wie in der Abbildung gezeigt – eine Erweiterung des TAB5-Ökosystems darstellt.

Bildquelle: m5stack

Heyco SS-Lock Crimpless SunBundler – metallischer Kabelbinder werkzeugfreier Bauart

Heyco zeigt, dass es auch im Bereich der Kabelbinder immer wieder Innovationen gibt. Neu ist nun eine Serie von für den Solarenergiemarkt vorgesehenen Kabelbindern, die aus mit Vinyl beschichtetem Metall bestehen und werkzeugfrei installierbar sein sollen.

Chip Quik DECSIL UV – unter UV aufleuchtende Silikonmasse

In zertifikationsintensiven Bereichen kann eine isolierende Silikonmasse hilfreich sein, die neben ihrer Dielektrizität auch zum Aufleuchten unter UV befähigt ist.

Essentra Components – Schrauben und Muttern aus PEEK

Wer eine Kunststoffschraube braucht, mit Nylonmaterial aber nicht ans Ziel kommt, bekommt von Essentra nun eine – durchaus teure – Alternative.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Mikrocontroller.net Design-Update August 2026

Mikrocontroller.net bekommt heute Abend ein überarbeitetes Design – 6 Jahre nach dem letzten Update. Im Vordergrund steht die Lesbarkeit und einfache Navigation im Forum. Beiträge unterstützen jetzt Markdown, mit einheitlicher Darstellung auf Mobilgeräten und Desktop. Viele weitere Kleinigkeiten wurden ebenfalls verbessert, von der Darstellung von Anhängen bis hin zur Formatierung des Beitragsformulars.

Alle Inhalte, URLs und Zugangsdaten bleiben unverändert, alte Links funktionieren weiter.

Sollte etwas nicht funktionieren, würde ich mich hier über Hinweise und Kommentare freuen. Sollte ein Beitrag falsch dargestellt werden, nutzt bitte die Funktion „Beitrag melden“. Vielen Dank!

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Pollin insolvent, Arduino mit Zephyr, quadratische Displays uvam

Der Monat endet mit traurigen Nachrichten: im Hause Pollin wurde ein Insolvenzverwalter bestellt. Arduino treibt derweil die Umstellung von mbed auf Zephyr weiter fort. Espressif kündigt derweil eine Entwicklerkonferenz in Milan an. Was es am Ende des Monats sonst Neues gibt, verraten wir hier.

Arduino Code für Zephyr als stabil deklariert

Dass ARM’s Abkündigung von MBED OS bei Arduino nicht unbedingt zu Freudensprüngen geführt hat, dürfte aus der Logik folgen. Sei dem wie es sei, vermelden die Arduinisten unter der URL https://blog.arduino.cc/2026/07/29/arduino-core-on-zephyr-0-90-0-is-officially-stable-and-leaving-beta/ nach folgendem Schema die Stabilisierung des Cores:

1
We are thrilled to announce the release of version 0.90.0 of the ArduinoCore-zephyr. This is a major milestone: we are officially exiting the beta phase and marking the core as stable. Achieving this goal is the culmination of months of testing, architectural refinement, and community feedback.
2

3
As we establish this core as our primary framework for advanced hardware, we are also beginning the deprecation phase for the corresponding legacy cores based on mbedOS, which has just now reached End of Life status.

Neben kleinen Verbesserungen gilt der RP2040 nun ebenfalls als unterstützt – die HCL präsentiert sich nun folgendermaßen:

1
Full hardware compatibility list
2
     Arduino® UNO Q board 
3
     Portenta H7 
4
     Portenta C33 
5
     Arduino® Opta microPLC 
6
     Arduino® GIGA R1 WiFi board 
7
     Nano Matter board 
8
     Nano RP2040 Connect (New!) 
9
     Nano 33 BLE 
10
     Arduino® Nicla Sense ME module 
11
     Nicla Vision module

Pollin in Insolvenz, Fortführung geplant

Im Hause Pollin – traditionell war man auf die Verwertung von Restposten aus der Elektronikfertigung spezialisiert – steht Unbill ante Portas.

Bildquelle: https://www.pollin.de/

Der Donaukurier berichtet nun unter https://www.donaukurier.de/nachrichten/regionale-wirtschaft/betrieb-geht-weiter-pollin-in-pfoerring-muss-insolvenz-anmelden-21668624 nach folgendem Schema über das Stellen eines Insolvenzantrags:

1
Unser Ziel ist die Fortführung des Unternehmens, sagte am Mittwoch der Nürnberger Rechtsanwalt Joachim Exner, er ist als Insolvenzverwalter bestellt.

Die ucnet-Community diskutiert das Thema unter der URL Beitrag „Pollin ist pleite :-(„ kontrovers – bitte dieses Thema nicht im Forum der Newsmeldung aufarbeiten!

Espressif: Dev Con nun in Präsenz

In den letzten Jahren hielt Espressif die Dev Con vor Allem als Onlineveranstaltung in Form eines Youtube-Streams ab. Nun gilt, dass man sich auch vor Ort treffen kann – als Kulisse wurde Milano auserkoren.

Bildquelle: https://devcon.espressif.com/?

Zu beachten ist, dass dies keine Abkehr vom Konzept der Onlineveranstaltung darstellt – es ist nach wie vor geplant, den Gutteil der Inhalte auch online zur Verfügung zu stellen.

Espressif General Multimedia Framework in Version 1.0 verfügbar

Zwar schon vor einigen Wochen, bisher aber komplett unbemerkt, hat Espressif die erste finale Version des als ESP-GMF bezeichneten Multimediaframeworks für den ESP32 ausgeliefert.

Bildquelle: https://github.com/espressif/esp-gmf

Im Prinzip handelt es sich dabei um eine funktional stark aufgewertete Version des bekannten ADF samt seinem Pipelinekonzept, die nun aber auch Video- und Bilddatenströme verarbeiten kann:

1
The Espressif General Multimedia Framework (ESP-GMF) is a lightweight and versatile software framework developed by Espressif specifically for IoT multimedia applications. It is highly flexible and scalable and tailored for IoT chips, with RAM usage as low as 7 KB. ESP-GMF supports applications in audio, image, and video processing, as well as any data-streaming product.

ARMBian 26.08 mit Linux 6.18

Der allmonatliche Rechenschaftsbericht des Armbian-Teams ist erschienen. Nach folgendem Schema berichtet man über die geplanten Arbeiten – weitere Informationen finden sich unter https://blog.armbian.com/armbian-newsletter-july-2026/:

1
The upcoming Armbian release 26.08 will be based on Linux 6.18 LTS, giving users the benefits of a long-term support kernel with improved hardware compatibility, security updates, and ongoing upstream maintenance. This provides a solid foundation for future development while keeping systems stable and reliable.

Seeed Studio: kompakter Meshtastic-Tracker mit GPS

Wer keinen AirTag zur Verfolgung seiner Güter verwenden möchte, bekommt von Seeed Studio nun ein mit IP66 zertifiziertes und 90 × 57 × 8 mm kleines Modul angeboten. Neben einem GPS-Modul bringt es einen LR2021-Funkchip und einen nRF52840 mit.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/sensecap-meshtracker-x1-meshtastic-gps-tracker-p-6935.html

Zur Akkulaufzeit verspricht Seeed folgendes:

1
A highly integrated, card-sized form factor optimized around a high-capacity 1100mAh battery, delivering up to 5 days of runtime while remaining compact and portable for outdoor carry and off-grid communication.

Starterkit für NoteCard Skylo verfügbar

Blues – auch bekannt als Connectivity is Us – bietet seit einiger Zeit auch Satelliteninternet an. Nun steht ein neues Starter Kit zur Verfügung, das neben dem Modem auch die notwendigen Antennen und das mit einem frei programmierbaren Hauptprozessor ausgestattete Motherboard enthält.

Bildquelle: https://shop.blues.com/products/notecard-for-skylo-starter-kit

Quadratische LCD-Displays mit hoher Auflösung bei AliExpress

In der Hochzeit von Palm OS und Co waren quadratische Farbdisplays in Mengen erhältlich – iPhone und Co beendeten diesen Trend. Auf AliExpress sind nun Displays mit Auflösungen von 800×800 bzw 1200×1200 Pixel aufgetaucht.

Bildquelle: https://s.click.aliexpress.com/e/_c3rXpOzd

Bildquelle: https://s.click.aliexpress.com/e/_c3twAhjN

Zu beachten ist, dass die PDF-Datenblätter und die veröffentlichten Beschreibungen nur teilweise übereinstimmen – Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer ist auf jeden Fall empfehlenswert.

RISC/V zur Ersten – spanische OpenChip zeigt BER10

Die Verfügbarkeit von einer komplett quelloffenen ISA animierte ein spanisches Unternehmen zu einem Experiment in CPU-technischer Eigenständigkeit. Unter https://openchip.com/openchip-unveils-ber10-europes-new-sovereign-chip-is-here/ findet sich nun die Feststellung, dass dies erfolgreich verlief:

1
Barcelona, July 30, 2026  Today, Openchip is introducing BER10, a sovereign chip built to give Europes most critical sectors control over the technology their most sensitive data runs on. It is built on one of the worlds most advanced manufacturing process and delivered in just 2.5 years. Openchip began with no team and built, from scratch, all the engineering talent and expertise needed to design and deliver it; from empty offices to finished silicon in hand.

Der Chip ist dabei explizit als Alternative zu den bekannten ARM-SoCs vorgesehen:

1
It has four high-performance CPU cores capable of running a full Linux operating system, the same software foundation used in data centers and cloud servers everywhere. Each core can execute multiple instructions out of order and in parallel, a technique that lets the chip work faster by not waiting idly for slower operations to finish.
2
It also includes a wide vector processing unit, a component purpose-built for handling many calculations at once: the kind of math-heavy work that underpins AI, image processing, and scientific computing, and is combined with fast, multi-channel memory and high-speed connections (PCIe and AXI, the same kind of high-bandwidth links used to connect components inside servers and data centers).

RISC/V zur Zweiten – DGEMM in Optimiert

Der Kampf um die diversen ISA-Erweiterungen im Bereich RISC/V erinnert stellenweise an die Volksfronten aus dem Leben des Brian. Unter der URL https://semiwiki.com/ip/andes-technology/370532-accelerating-ai-with-risc-v-isa/ findet sich nun ein Artikel, der auf die durch Optimierungen erreichbaren Leistungssteigerungen eingeht:

1
Our experiments confirm that the RISC-V Vector Extension (RVV) can dramatically improve performance with modest coding effort. A minimal RVV port delivered a 12× speedup over a scalar baseline; progressive tuning pushed that to over 150×; and enabling High Bandwidth Vector Memory (HVM) feature unlocked 275×  reaching 92.8% of theoretical peak efficiency. These gains stem from RVVs scalable design, and the lessons learned along the way reveal how vector parameters interact in ways that are not always intuitive.

GaN: Renesas vs Navitas

Im Bereich der GaN- und SiC-Halbleiter sacheint man die Rechtsstreitigkeiten um Patente und IP besonders zu lieben – nun geraten sich Renesas (Japan) und Navitas (Kalifornien) in die Haare.

Spezifischerweise berichtet Ralf Higgelke unter https://www.linkedin.com/pulse/ralfs-gan-sic-news-july-30-2026-ralf-higgelke-gqe3f/ nach folgendem Schema über neue Unruhe:

1
Renesas Electronics sued Navitas Semiconductor in California federal court, claiming the company poached its employees to steal trade secrets for developing next-generation semiconductor chips that power AI data centers. Renesas alleged in its lawsuit that Navitas' CEO, Chris Allexandre, and executive Felicia C. stole confidential Renesas information for Navitas related to GaN-based chips.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

ESP32-S31 in Massenproduktion, MERICRON als ESP32-Alternative uvam

Mit dem ESP32-S31 lancierte Espressif einen sehr leistungsstarken Rechenkern, der auch ein Funkmodul mitbrachte – nun gilt, dass seine Verfügbarkeit beginnt. FreeCAD verliert einen wichtigen Maintainer, während sich die Eclipse Foundation im Bezug auf RISC/V für ThreadX äußert. Was es sonst Neues gibt, vermelden wir hier.

Espressif: Massenverkauf des ESP32-S31 beginnt

Boards mit der „neuesten“ Variante von Espressifs Wireless-Kombinationsprozessor tauchten in der Vergangenheit immer wieder auf AliExpress auf. Von Seiten Espressifs selbst gab es diesbezüglich bisher allerdings keine wirklichen, belastbaren Aussagen.
Unter https://www.espressif.com/en/news/ESP32_S31_Mass_Production vermeldet man, dass der Chip nun – endlich – die „Massenreife“ erreicht hat:

1
Espressif Systems (SSE: 688018) announces that its ESP32-S31 has entered mass production and is now available for purchase. Designed for next-generation AIoT applications, ESP32-S31 is a high-performance dual-core RISC-V SoC with comprehensive wireless connectivity, making it ideal for smart home hubs, smart speakers, edge AI devices, industrial automation, and more.

Als „offiziellen Vertriebsweg“ für die Entwicklerkits schlägt man dabei den hauseigenen Store vor, der sich zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: https://www.aliexpress.com/store/1102014060

Interessant ist, dass die „allgemeine“ Verfügbarkeit bei Distributoren derzeit eher langsam anläuft. Eine OEMSecrets-Suche ergibt derzeit zwar schon verschiedenste SKUs, der einzige listende Distributor ist derzeit allerdings Mouser.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/ESP32-S31

MERICRON MCN-1 – amerikanische ESP32-Variante in Entwicklung

An einem „reichhaltigen“ Topf bleibt man erfahrungsgemäß nicht sonderlich lange allein – das Eintreffen weiterer Futterkonkurrenten ist nur eine Frage der Zeit.
Im Fall von Espressif steht mit dem MERICRON MCN-1 nun eine „Made in America“-Variante in Planung, deren „wichtigste“ Spezifikationen sich wie gezeigt präsentieren.


Bildquelle: https://www.mericron.com/mcn-1

Sowohl in den diversen Ankündigungen auf X als auch in den Spezifikationstabellen verbergen sich dabei diverse kleine Hiebe gegen Espressif. Ein Beispiel ist in der folgenden Abbildung gezeigt.


Bildquelle: MERICRON.

In der Diskussion auf X wird besonders hervorgehoben, dass die hauseigene Wireless-Firmware – zumindest teilweise – offen sein soll. Als primäres Hindernis sieht man in diesem Bereich die „Zertifikation“ des Chips an. Schade ist, dass sich auf der offiziellen Homepage hierzu nur vergleichsweise wenige Informationen finden.


Bildquelle: MERICRON.

CircuitPython 10.3.0-alpha.4 verfügbar

Im Hause Limor Fried arbeitet man permanent an der Verbesserung des hauseigenen MicroPython-Derivats. Nun ist eine neue Alpha-Version verfügbar geworden. Unter der URL https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/10.3.0-alpha.4 vermeldet man die folgenden „Neuerungen“:

1
 Add audiofilewriter.
2
 Add audiodelays.GranularPitchShift.
3
 Add sdioio, audiodelays, audiofilters, and audiofreeverb on RP2xxx.
4
 Add CIRCUITPY_BLE_WORKFLOW, CIRCUITPY_SAFE_MODE_DELAY, and CIRCUITPY_WIFI_HOSTNAME to settings.toml.
5
 Add storage.unsafe_disable_usb_drive(), to disable the USB CIRCUITPY drive after the host has mounted it.
6
 Lower the default WiFi power from 20 dBm to 15 dBm on all boards with chip antennas.
7
 USB host fixes.
8
 Espressif BLE fixes.
9
 ESP-NOW works again on Espressif.
10
 Update TinyUSB.

Zu beachten ist, dass die neue Version mit „Änderungen“ im Bereich der Ermittlung der SPI-Taktrate einhergeht. Von Vorgängerversionen umsteigende Nutzer sind gut beraten, die folgenden Kompatibilitätswarnungen zumindest im Hinterkopf zu behalten:

1
The baudrate specified in busio.SPI.configure() is now a ceiling, and will not be exceeded. Previously, on some ports, the actual baudrate chosen could have been the nearest available baudrate, but higher than the specified baudrate, sometimes by a substantial amount. Use SPI.frequency to fetch the actual baudrate. Limitations: On Zephyr, SPI.frequency is the specified, not the actual baudrate, and some Zephyr ports may violate the ceiling behavior.

IEEE: Versuch zur „Verhinderung“ von Seitenkanal-Angriffen

Seitenkanal-Angriffe – man denke beispielsweise an Clock Glitching oder das Herumspielen mit der Spannungsversorgung – dürften zu den „häufigsten“ Einfallstoren gehören, über die p. t. Hacker Zugang zu Krypto-Halbleitern bekommen.
In einem IEEE-Journal wurde nun eine neue Methode zur Mitigierung derartiger Attacken veröffentlicht. Weitere Informationen finden sich in der Abbildung.


Bildquelle: https://x.com/MehdiHacks/status/2081486468627738690

Eclipse Foundation: RISC-V ist First-Class Citizen für ThreadX

Microsoft kaufte ThreadX einst, um FreeRTOS ein Produkt entgegenzusetzen – da sich die Division auf die „Gesamtfinanzzahlen“ nicht sonderlich gut auswirkte, warf man das Betriebssystem später in Richtung der Eclipse Foundation weiter.
Bisherige Zielplattformen von ThreadX waren Arm- und sonstige MCUs. Unter https://newsroom.eclipse.org/eclipse-newsletter/2026/july/beyond-basics-elevating-eclipse-threadx-first-class-rtos-risc-v findet sich nun eine durchaus umfangreiche Meldung, die nach folgendem Schema darauf hinweist, dass RISC-V-MCUs in Zukunft ebenfalls „erstklassige“ Teilnehmer des Ökosystems sein werden:

1
The effort to adapt ThreadX for RISC-V required a deep dive into the architectural intricacies of the RISC-V ISA. The collaboration between 10xEngineers and the ThreadX project team focused on resolving the complexities inherent in porting core components to both RV32 and RV64 environments.
2
A primary focus was the optimisation of functions for the RISC-V privileged architecture. This included a rigorous redesign of context switching, interrupt nesting, and timer management. On RISC-V, these operations interact directly with the privileged hardware registers, requiring extreme precision to maintain real-time guarantees. The team found that some register saving, which is often employed in preliminary ports, was insufficient for modern, high-performance extensions like floating-point and vector units. Consequently, the project implemented systematic procedures that ensure integrity across complex execution states.
3
Additionally, the standardisation of existing RISC-V board support packages (BSPs) was improved. By refactoring these packages, the team lowered the effort needed for the ThreadX community to support a diverse range of hardware. The contributions also moved ThreadX away from hardcoded, platform-specific profiles that previously hampered some cross-platform portability.

ROHM – oder: vom Versuch, einen Halbleiterhersteller zu verkaufen

Dass DENSO vor einiger Zeit versuchte, ROHM zu kaufen, hatten wir auf Mikrocontroller.net mehrfach erwähnt.
Aufgrund der „Nähe“ von ROHM Semiconductor zu anderen Automobilherstellern erwies sich dies allerdings als sehr „suboptimale“ Kombination. Seither wandert das Unternehmen wie ein Sauerbierverkäufer durch das Gebirge – der in Sachen GaN und SiC im Allgemeinen gut informierte Ralf Higgelke berichtet unter https://www.linkedin.com/pulse/ralfs-gan-sic-news-july-23-2026-ralf-higgelke-05z3c/ umfangreich (und lesenswert) über die Wirrungen und Abenteuer:

1
On paper, the fit is neat, giving one group a foothold in almost every corner of the market, from car inverters to factory drives and grid equipment, writes The Next Web. However, the plan carries an awkward backstory. In February, Toyota Motor Corporation-affiliated DENSO bid approximately ¥1.3 trillion ($8.3 billion) for ROHM Semiconductor, part of Toyotas drive to localize its EV chip supply. However, Rohm rebuffed the offer to protect its cross-industry customers, and Denso withdrew in late April.
2
That left a horizontal tie-up among peers as the surviving route to scale, rather than absorption by a single carmaker. It also left Rohm free to keep selling to every vehicle-parts group at once, which was rather the point of saying no.

FreeCAD: Maintainer tritt zurück

Dass die „Wartung“ von quelloffener Software ein durchaus interessantes Problem ist, dürften Leser von Mikrocontroller.net im Allgemeinen wissen. Im Hause FreeCAD – das Projekt entwickelt eine quelloffene Alternative zu AutoCAD – gibt es nun den Abgang eines Core-Maintainers zu vermelden.
Spezifischerweise findet sich unter https://forum.freecad.org/viewtopic.php?t=106653 eine längere Meldung zum Thema. Die „wichtigste“ Passage ist unten:

1
This is to announce my decision to take a step back from FreeCAD maintaining. I have been part of the core team for almost 20 years now, and the project is taking a direction that is not the one I wish to work with. And this is fine, the FreeCAD project now has a strong, active and united team of maintainers, who are really pushing things forward and putting a ton of mechanisms in place to address the complexity of a project of this size.

EtherCAT: Big in Japan

Im Hause EtherCAT dürfte man Asien wieder ins Herz geschlossen haben – nach dem Erfolg mit dem letzten Plug Fest versendete man eine weitere Pressemeldung, die auf ein asiatisches Event zum Thema des Feldbusses einging. Besonders interessant empfand der Newsautor die folgende Passage, die auf die „geographische Verteilung“ der Implementierer eingeht:

1
Die stark wachsenden Mitgliederzahlen der ETG  insbesondere in Asien  unterstreichen die zunehmende Verbreitung von EtherCAT als führendes Industrial-Ethernet-System: 44 % aller ETG-Mitglieder weltweit sind in Asien ansässig.

Budapest: Kunst am Print

Wer morgen Abend nichts zu tun hat und sich für die Recyclage von übriggebliebenen Platinen in Kunstwerke erwärmen kann, sollte zur in der Abbildung gezeigten Vernissage von Robin Grant Sperling kommen. So der Newsautor den morgen bevorstehenden Eingriff gut übersteht, steht einem Treffen vor Ort nichts im Wege.


Bildquelle: https://www.instagram.com/art_teleportation/p/DbGn-M0oRge/

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen