PSpice for TI: Kostenlose Pspice-Version für Designs mit Bauteilen Texas Instruments

Cadence und Texas Instruments haben in Zusammenarbeit eine Version des Simulationstools PSpice erstellt, welche nach Registrierung kostenlos bezogen werden kann. Wem die mitgelieferten Bibliotheken ausreichen, erfährt kaum Einschränkungen im Vergleich zu der regulären Version.

Zur Verfügung stehen neben Bauteilen von Texas Instruments selbst auch Standardbauelemente, um eigene Schaltungen erstellen zu können. Ein großer Vorteil dürfte jedoch in der Nutzung bestehender Referenzdesigns von Texas Instruments liegen, wenn keine eigene PSpice-Lizenz vorhanden ist.

Darüber hinaus lassen sich auch weitere Modelle importieren, hier wird die Nutzbarkeit des Simulators jedoch eingeschränkt. So können in diesem Fall nur noch maximal 3 Signale gleichzeitig betrachtet werden. Die Software steht zum Download bei Texas Instruments bereit. Hierzu ist eine Registrierung notwendig, wobei eine Firma oder Universität genannt werden muss.

Bild: Texas Instruments

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OpenEEW: Erdbebenfrühwarnsystem als Open-Source-Projekt

Systeme zur Erdbebenfrüherkennung sind nicht nur aufwendig zu realisieren, sondern üblicherweise auch sehr teuer, weswegen weltweit nur wenige Regionen über derartige Systeme verfügen. Durch das Projekt OpenEEW lassen sich Informationen zu Sensoren, aufgezeichnete Daten und Algorithmen teilen, um so die Realisierung derartiger Systeme zu erleichtern.

Der aktuelle Informationsstand geht dabei im Wesentlichen auf die Erfahrungen des Start-ups Grillo zurück, welches bereits in Chile und Mexiko entsprechende Systeme realisiert hat. Dabei kommen anders als bei klassischen Systemen kostengünstige Beschleunigungssensoren zum Einsatz, die über das Internet vernetzt werden. Im Vergleich zu dem System SASMEX konnte nach Informationen von Grillo eine höhere Detektionssicherheit erzielt werden, wobei nur 1 % der Kosten anfielen.

Der Hauptvorteil liegt in der hohen Anzahl an Sensorknoten, die eine bessere Abdeckung eines Gebiets ermöglichen, wobei die Auswertung in der Cloud vorgenommen wird, sodass lokal keine hohe Rechenleistung benötigt wird. Durch diesen Ansatz und den geringen Knotenkosten eignet sich das Projekt gut für den gemeinschaftlichen Betrieb. Dabei versprechen sich die Projektgründer auch Expertise durch die Open-Source-Zusammenarbeit.

Das Projekt wurde von Grillo, IBM und der Linux Foundation als Teil der Code and Response Initiative veröffentlicht. Sowohl Software als auch Hardware sind quelloffen und können in den entsprechenden Repositories abgerufen werden. Zudem ist geplant die Sensoren ebenfalls fertig aufgebaut zu verkaufen.

Bild: OpenEEW

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NanoPi NEO3: Informationen zu neuem Miniatur-SBC verfügbar

Die Reihe der besonders kleinen Einplatinencomputer NanoPi von FriendlyElec wird schon bald um den NEO3 ergänzt, jedenfalls sind entsprechende Spezifikationen im FriendlyARM Wiki aufgetaucht.

Ungewöhnlicherweise folgt der NEO3 nach dem NEO2 und NEO4. Der NEO3 setzt auf den RockChip RK3328, wobei beim NEO4 ein deutlich schnellerer RK3399 zum Einsatz kommt. Damit dürfte sich der Neuzugang als günstige Erweiterung der Serie eingliedern, so war der NEO2 ursprünglich für 15 USD zu haben, beim NEO4 waren es dann 50 USD.

Verstecken muss sich der NEO3 dennoch nicht. Auf Abmaßen von gerade einmal 48 mm x 48 mm werden die folgenden Spezifikationen geboten:

  • RockChip RK3328, Vierkern ARM Cortex A53
  • Wahlweise 1GB oder 2GB DDR4 Speicher
  • Gigabit Ethernet
  • USB 3.0 und 2x USB 2.0 über Pinheader
  • MicroSD Slot
  • GPIOs: 26 Pins einschließlich I2C, UART, SPI und I2S
  • Spannungsversorgung: 5V

Sowohl über die Verfügbarkeit als auch den endgültigen Preis sind noch keine Informationen bekannt.

Bild: FriendlyARM Wiki

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X-Mwblocks: Breadboardalternative für Hochfrequenztechniker

Steckbretter bieten eine gute Möglichkeit, Schaltungen unkompliziert aufzubauen und ermöglichen so die schnelle Erprobung neuer Ideen. Für höhere Datenraten oder gar Hochfrequenzschaltungen sind diese jedoch aufgrund von parasitären Effekten und undefinierten Leitungsimpedanzen nicht geeignet – hier stellen X-Mwblocks eine interessante Alternative dar.

Spätestens im zweistelligen GHz-Bereich wird der Prototypenaufbau zunehmend aufwendig, man kommt in der Regel nicht um ein eigenes Layout und diverse Anpassnetzwerke herum. Mit steigender Frequenz kommen auch zusätzliche Hürden in Form spezieller benötigter Substrate und komplexer Aufbautechnik hinzu.

Der Trick bei dem System von X-Microwave besteht darin, dass auf Platinenabschnitten angebrachte Bauteile und Funktionsblöcke modulweise ohne große Impedanzsprünge durch spezielle Brücken miteinander verbunden werden können. Auf einer Metallplatte lassen sich so auch komplexere Schaltungen anordnen und vermessen. Für einen späteren Produktiveinsatz stehen zudem passende Gehäuse bereit.

X-Mwblocks gibt es bereits seit einigen Jahren, wobei durch stetiges Hinzufügen neuer Bauteile und Kooperationen mit Bauteilherstellern wie Mini Circuits, Analog Devices oder MACOM mittlerweile eine breite Produktpalette am Markt erhältlicher Komponenten über 60 GHz hinaus abgedeckt wird.

Diejenigen, die bereits Erfahrung in diesen Frequenzbereichen sammeln konnten, sollten die Preise für Module oder Startersets nicht sonderlich überraschen. Wer jedoch nicht über die nötigen Mittel für ein Set oder das benötigte Messequipment verfügt, dürfte sich darüber freuen, dass in Zusammenarbeit mit Keysight Technologies ein Simulator entstanden ist, welcher das Prinzip nachbildet. So lassen sich Schaltungen virtuell im Browser aufbauen und evaluieren, wobei eine kostenlose Registrierung notwendig ist.

Bild: Rossi, M.; Liberati, R.M.; Frasca, M.; Richardson, J. Experimental Implementation of a Low-Cost, Fully-Analog Self-Jamming Canceller for UHF RFID Devices. Electronics 2020, 9, 786.

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Alpha-Spektrometer für Soundkarte/Mikrophoneingang (DIY Particle Detector)

Hallo,

günstig zu bauende Halbleiterdetektoren zum Messen von Radioaktivität sind hier ja immer mal wieder diskutiert worden.
Hier findet ihr mein Projekt, wo es insbesondere darum geht das Ausgangssignal kompatibel mit Standard Audio/Mikrophoneingängen (16bit, 48 kHz) zu halten. Das ganze funktioniert gut genug um damit ohne teures Oszilloskop oder Vakuumpumpe charakteristische Alpha-Energiespektren aufzunehmen (siehe Bild).

Kurzes Einführungsvideo zum Projekt, die Tage vom CERN gepostet:
https://twitter.com/CERN/status/1260600298206302210

Hardware & Software auf Github: https://github.com/ozel/DIY_particle_detector
Wer mag, kann sich die Teile und das Board einfacher über Kitspace besorgen:
https://kitspace.org/boards/github.com/ozel/diy_particle_detector/alpha-spectrometer/.

Die Physik hinter diesen PIN Dioden in Bezug auf ionisierende Strahlung ist generell ja nicht besonders dokumentiert.
In einem paper habe ich deswegen mehrere PIN Dioden verglichen (ja, auch die beliebte BPW34) und beschreibe welche Teilchen man warum eigentlich messen kann (eher keine Gammastrahlung ;-):
https://www.mdpi.com/1424-8220/19/19/4264/htm

Grüsse aus Genf,
Oliver (ein alter Fan dieses Forums…)

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Das Innenleben von Transistoren und Operationsverstärkern

Wie sieht es im Inneren von Transistoren und Operationsverstärkern aus? Wer wie bei den meisten Digital-ICs nur einen rechteckigen Chip und ein paar Bonddrähte erwartet, der wird überrascht sein was sich gerade in älteren Halbleiterbauteilen finden lässt.

Richard Kaußler hat auf seiner Webseite hochauflösende Bilder von Leistungs-Transistoren und -Operationsverstärkern veröffentlicht, die einen interessanten Einblick in das Innenleben dieser Halbleiter geben. Darunter auch schon einige Aufnahmen, die von anderen Forumsteilnehmern zugesandte „Wunschbauteile“ zeigen. Auch sehenswert sind Bilder in denen Transistoren zum Leuchten gebracht werden, und Vergleiche von echten und gefälschten Transistoren.

Foto: Richard Kaußler

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Index PnP: Pick and Place mit Feedern unter 500€

Bei Index PnP handelt es sich um ein Open-Source-Projekt welches den günstigen Aufbau eines Bestückungsautomaten auf Basis von OpenPnP ermöglicht, wobei der Entwicklungsprozess in einem Youtube-Kanal nachverfolgt werden kann.

Als Besonderheit gegenüber den meisten Systemen in dem Preisbereich kommen bei Index PnP motorisierte Feeder zum Einsatz, die Rollen mit Durchmessern zwischen 8 mm und 24 mm aufnehmen können und so für die meisten Bauteile geeignet sind. Der im Januar vorgestellte SimplePnP verzichtet etwa komplett auf eine Rollenaufnahme, andere Ansätze nutzen den Bestückungskopf zur mechanischen Weitergabe der Bauteile.

Derzeit befindet sich das Projekt zwar in einem nutzbaren aber noch sehr frühen Entwicklungsstadium. Neben kleinen Verbesserungen und dem Einsatz von Kameramodulen zur Positionskontrolle sind weitere ambitionierte Features für die Zukunft geplant. So soll das Projekt noch um einen automatisierten Lötpastendispenser, Reflow und sogar AOI erweitert werden. Weitere Informationen zu Nachbau oder Partizipation finden sich auf Github, wobei auch auf Youtube regelmäßig über den Fortschritt des Projektes berichtet wird.

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LabView Community Edition kostenlos erhältlich

Seit ein paar Tagen ist LabView Community Edition für nichtkommerzielle Zwecke kostenlos erhältlich. Laut Hersteller National Instruments enthält diese Version alle in der Professional Edition von LabVIEW enthaltenen Funktionen, sowie das LINX-Toolkit zur Verwendung mit Raspberry Pi, BeagleBoard und Arduino, und
außerdem Zugriff auf das Web Module von LabVIEW NXG zur Erstellung webbasierter Anwendungen.

LabView ist eine seit 1986 verfügbare grafische Entwicklungsumgebung, die überwiegend für die Automatisierung und Auswertung von Messungen, aber auch für komplexere Regel- und Automatisierungsaufgaben genutzt wird.

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Raspberry Pi High Quality Camera verfügbar

Mit der heute vorgestellten Pi High Quality Camera wird nicht nur die Auflösung gegenüber den früheren Modellen verbessert, an den deutlich größeren Sensor können nun auch professionelle Objektive direkt adaptiert werden.

Die erste Version des Kameramoduls mit OmniVision OV5647-Sensor und einer Auflösung von 5 Megapixeln erschien bereits 2013, die überarbeitete Version mit einem 8-Megapixel Sony IMX219-Sensor folgte 2016. Hier kommt jeweils ein Modul mit fest verbautem Objektiv so wie auch bei Smartphones üblich zum Einsatz, wobei eine zusätzliche Option ohne IR-Filter als „Pi NoIR Camera“ erhältlich ist.

Die „High Quality“ Version kommt nun erstmals ohne integriertes Objektiv, wobei C- und CS-Mount Objektive direkt verwendet werden können. Adapter zu diversen Objektivreihen anderer Hersteller sind kostengünstig erhältlich, wodurch sich beispielsweise bereits vorhandene Objektive verwenden lassen. Auf möglicherweise elektronisch gesteuerte Funktionen muss natürlich verzichtet werden, ebenso sollte der unterschiedliche Bildwinkel durch die Adaptierung beachtet werden.

Der verwendete Sony-Sensor IMX477 mit rückwärtiger Belichtung verfügt über eine Auflösung von 12,3 Megapixeln und weist eine Diagonale von 7,9 mm auf. Damit wird die neue Version der Kamera auch für anspruchsvolle Aufgaben deutlich interessanter. Erhältlich ist die Kamera derzeit ab 54,50€ bei berrybase.de, welectron.de oder buyzero.de, wobei gegebenenfalls Kosten für das benötigte Zubehör hinzukommen.

Bild: Raspberry Pi Foundation

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PlatformIO: Zuwachs bei unterstützten Entwicklungsboards und RTOS

Die Open-Source-Entwicklungsumgebung PlatformIO erlaubt den schnellen Einstieg in die Entwicklung eingebetteter Systeme, wobei auf wichtige Features wie Debugging oder Versionsverwaltung nicht verzichtet werden muss. Im Vergleich zu der deutlich bekannteren Arduino-IDE wird eine Vielzahl an Controllern und Entwicklungsboards diverser Hersteller unterstützt.

PlatformIO nennt als größten Vorteil des Projekts die Möglichkeit eine breite Unterstützung für mehrere Plattformen zu realisieren, ohne dass sich Nutzer um die Installation, Einrichtung und Verwaltung mehrerer Entwicklungsumgebungen kümmern müssen. Auch die Zusammenarbeit mehrerer Entwickler unabhängig von den verwendeten Betriebssystemen wird ermöglicht.

Hierzu werden für jedes Projekt wichtige Informationen über die verwendete Hardware in einer Konfigurationsdatei hinterlegt, PlatformIO übernimmt dann die plattformspezifische Einrichtung im Hintergrund. So kann stets in bekannter Umgebung entwickelt werden. Heute wurde neben der Unterstützung diverser NXP i.MX-Boards auch die Nutzungsmöglichkeit von Zephyr und mbed bekannt gegeben. Damit werden mittlerweile 35 Plattformen und 806 Boards unterstützt, wobei zahlreiche Beispiele und Bibliotheken hinzukommen.

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