Neue Bauteile: THT-SMD-Adapter für Kondensatoren, Ethernet-Switches und vieles andere mehr

Die Bauteilindustrie zeigte sich im März aktiv: sowohl im Bereich der passiven als auch im Bereich der aktiven Komponenten gibt es Neuigkeiten. Wer einen LED-Treiber mit integriertem Boostkonverter nützlich findet oder mit USB-zu-Seriell-Wandlern experimentiert, darf sich auf Spielzeug freuen. Was es sonst Neues gibt, verrät wie immer unser Round-Up.

Texas Instruments LM3645 – LED-Treiber mit integriertem Boost-Konverter.

Die in Smartphones verbauten Blitz-LEDs benötigen nicht unerhebliche Energiemengen – außerdem sind die geforderten Spannungsniveaus oft über dem, was eine müde Batterie zu leisten vermag.
Mit dem mit dem Host über ein I2C-Interface kommunizierenden LM3645 schickt Texas Instruments nun ein Bauteil ins Rennen, das den für die Spannungsgenerierung notwendigen Boostkonverter und den eigentlichen LED-Konstantstromtreiber in einem Schaltkreis kombiniert.

Bildquelle: Texas Instruments.

Murata GGM – wasserabweisende MLCC-Kondensatoren.

MLCC-Kondensatoren aus dem Hause Murata sind unter anderem als „Quelle“ für die MLCC-Krise bekannt, die die Elektronikerschaft vor einigen Jahren fest im Griff hatte.
Mit der im 1206-Gehäuse vorliegenden GGM-Serie schickt Murata nun einige Kondensatoren ins Rennen, die dank Oberflächenbeschichtung das Absetzen von Kondenswassertropfen auf dem Körper des Kondensators zu verhindern wissen – eine insbesondere im Automotivebereich wünschenswerte Vorgehensweise:

1
This specification is applied to Water Repellent Chip Multilayer Ceramic Capacitors used for Automotive Electronic equipment.
2
Please be sure to check the water repellency effect in the actual usage environment and actual machine, as the water repellency will decrease in a high temperature
3
environment for a long time.
4
This product is applied for Only Reflow Soldering.

Zu beachten ist, dass die Familie zum Zeitpunkt der Drucklegung nur aus zwei Mitgliedern besteht – beide haben eine Arbeitsspannung von 6,3 VDC, die Kapazität beträgt entweder 22 oder 47 µF.

NXP NTM88 – Mikrocontroller-Sensor-Kombination für Reifendrucksensoren.

Fahrzeuge mit Reifendrucksensor sind heute keine wirkliche technische Neuerung. Mit der NTM88-Familie bietet NXP eine Gruppe von Bauteilen an, die einen Achtbit-Mikrocontroller, einen Drucksensor, ein Akzelerometer und ein Funkmodul in ein Gehäuse bannen.

Bildquelle: NXP.

Zu beachten ist, dass NXP das Produkt in mehreren Varianten anbietet – die „Variantenvielfalt“ ermöglicht dem Designer die Auswahl des Sensors, der zum vorliegenden Zielreifendruck am Besten passt.

Toshiba TMPM4K4-Mikrocontroller mit umfangreichen Selbsttestfähigkeiten

Wer an Mikrocontroller-Hersteller denkt, denkt normalerweise nicht sofort an Toshiba. Mit dem TMPM4K4 möchten die Japaner dies ändern – es handelt sich dabei um eine MCU, die für verschiedene sicherheitskritische Aufgaben, beispielsweise die Motorsteuerung vorgesehen ist.
Als Rechenkern kommt dabei ein ARM Cortex M4-Chip samt FPU zum Einsatz, der Flashspeicher ist entweder 128 oder 256 kB groß.
Im Bereich der funktionalen Sicherheit ist unter anderem der RAM-Paritätschecker interessant, der im Datenblatt wie in der Abbildung gezeigt beschrieben wird.

Bildquelle: Toshiba.

Preislich ist der Controller dabei – wie in der Preisanalyse gezeigt – durchaus attraktiv.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/TMPM4K4FYBUG

BrainBoxes PE-515 – Gigabitethernetrouter als Bausatz

Gigabit-Ethernetrouter braucht man immer wieder als Turnkey-Komponente, die in einem höherwertigen Embeddedsystem verbaut wird. Im Hause BrainBoxes hat man sich ganz dieser Aufgabe verschrieben – das neueste Produkt realisiert, wie in der Abbildung gezeigt, einen rund kreditkartengroßen Gigabit-Ethernet-Switch mit fünf Ports.

Bildquelle: BrainBoxes.

Zwecks einfacherem Evaluation steht mit dem Brainboxes PE-415 auch ein Evaluationsboard zur Verfügung, dass nach Einstecken eines der Switch-Karten einen vollwertigen Ethernetswitch realisiert.

Silicon Labs CP2102C – neuer USB-Serial-Wandler.

Die 21xx-Serie aus dem Hause Silicon Labs schaffte es in der Vergangenheit, FTDI Marktanteile abzunehmen.
Mit dem CP2102C steht eine neue Variante des Systems zur Verfügung, die sich – im Allgemeinen – so verhält, wie es der Designer von den Vorgängervarianten erwartet.
Die Kontinuität betont Silicon Labs auch anderswo. Unter der URL https://www.silabs.com/documents/public/application-notes/an1505-cp2101-2-3-4-9-2n-to-cp2102c-porting-guide.pdf findet sich beispielsweise eine Application Note, die von Vorgänger-Modellen umsteigenden Designern bei den (eher minimalen) Anpassungen im Bereich der Schaltung assistiert.
Unter der SKU CP2102C-MINIEK bietet Silicon Labs dann außerdem ein Evaluationsboard an, das in einem Arduino Nano-ähnlichen Formfaktor die Inbetriebnahme und Evaluation des USB-Seriell-Wandlers erleichtert.

Analog Devices ADL8122-EVAL1Z – schlüsselfertiger LNA für den Frequenzbereich von 10 kHz bis 10 GHz.

Analog Devices bietet mit dem ADL8122 einen durchaus flexiblen LNA-Chip an. Wer für eine kleine Serie nur einige wenige fertige LNAs benötigt, kann auch auf das eigentlich als Evaluationsboard vorgesehene ADL8122-EVAL1Z setzen.
An der Platine ist unter anderem hervorzuheben, dass sie SMA-Steckverbinder bietet und für den Temperaturbereich -55 °C bis +125 °C zertifiziert ist.
Andererseits lässt sich Analog Devices das aus Rogers-Platinenmaterial aufgebaute Board durchaus gut bezahlen. Da es zum rohen Chip überhaupt keine öffentlichen Preisinformationen gibt, ist ein Vergleich des “Aufpreises” vergleichsweise schwierig.

Wiznet: vorprogrammierbare Varianten der Mikrocontroller zwecks einfacherer Nutzbarkeit.

Auf der EmbeddedWorld – wir berichteten unter Beitrag „EmbeddedWorld 2025, Tag 1 – im Namen des Mikrocontrollers“ – stellte Wiznet verschiedene Kombinationsmikrocontroller vor, die neben der bekannten und sehr leistungsfähigen hauseigenen TCP-Offload-Engine auch eine „Generic Compute“ -Engine mitbrachten.
Bei der Entwicklerschaft scheint dies nicht unbedingt beliebt zu sein, nutzen doch viele Entwickler die Wiznet-Chips als UART-Ethernet-Brücke. Mit dem W55RP20-S2E steht nun eine vorprogrammierte Variante des RP2040-Kombinationscontrollers zur Verfügung, deren mitgelieferte Firmware diesen Standard-Anwendungsfall abzudecken sucht. Bei der Nutzung dieses Chips erspart man sich – logischerweise – die sonst notwendige Programmierung jedes einzelnen Boards mit der UART-Firmware.
Unter der SKU W232N bietet man außerdem eine für die Hutschienenmontage vorgesehene Variante der hauseigenen Chips vor, die für den industriellen Einsatz vorgesehen ist. Weitere Spezifikationen zum in Hunderter-Stückzahlen rund € 53 kostenden Produkt finden sich in der Abbildung.

Bildquelle: Wiznet.

Rosenberger RoProxCon – 60 GHz-Funkmodul mit bis zu 3.125Gbit/s Übertragungsgeschwindigkeit.

Wer Daten über sehr kurze Strecken berührungslos und mit sehr hoher Geschwindigkeit übertragen muss, sollte sich die von Rosenberger entwickelte RoProxCon-Technologie näher ansehen.

Bildquelle: Rosenberger.

Hervorzuheben ist die sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeit, die sich wie in der folgenden Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: Rosenberger.

Für das in Hunderter-Stückzahlen rund € 90 kostende Funkmodul gibt es außerdem ein Evaluationsboard, das die „Inbetriebnahme“ erleichtert.

STMicroelectronics STEVAL-ROBKIT1-Evaluationssystem für Zweiradroboter.

Nachdem STMicroelectronics bereits seit einiger Zeit ein „Starter Kit“ für die Drohnenentwicklung anbietet, folgt nun eine Variante für „Tracked Vehicles“.
Das auf einem STM32H basierende Board präsentiert sich dabei wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: STMicroelectronics.

Intention des Produkts ist – wie immer – die Befähigung von Roboterdesignern, noch während der Hardwareentwicklung mit dem Design der Software zu bedienen.

NXP FRDM i.MX 91-Evaluationsboard für Applikationsprozessor.

Im Hause NXP steht ein neues Evaluationsboard ante Portas, dass die Evaluation des i.MX 91-Prozessors ermöglichen soll.

Bildquelle: NXP.

Das in der von NXP forcierten Freedom Board-Familie angesiedelte Produkt bringt dabei ein GB RAM und acht GB Remanentspeicher mit-weitere Informationen finden sich bei den verschiedensten Distributoren.

STMicroelectronics STEVAL-BMS1T – Evaluationsboard für ISOSPI.

STMicroelectronics bietet mit ISOSPI seit längerer Zeit eine ISO SPI-Variante an, die mit nur zwei Pins auskommt. Unter der gezeigten SKU ist nun ein Evaluationsboard verfügbar, das – wie in der Abbildung gezeigt – die ersten Schritte mit der Technologie erleichtert.

Bildquelle: STMicroelectronics.

Sensirion SHT4x-AD1P-R2 – Feuchtigkeitssensoren mit Schutzfolie

Wer Feuchtigkeitssensor-enthaltende Platinen in die praktische Fertigung überführt, lernt über kurz oder lang mehrsprachiges Fluchen.
Ursache dafür ist, dass Auftragsfertiger die diversen zum Schutz der exponierten Sensor-Elemente notwendigen Vorschriften oft nicht sonderlich streng umsetzen.
Sensirion begegnet diesem Problem nun mit der in der Abbildung gezeigten „Sondervariante“ einiger Sensoren.

Bildquelle: Sensirion.

Geheimnis des Systems ist dabei ein mit einer Zange abziehbarer Schutzfilm, der nach dem Durchlaufen von Löt- und Montageprozess vom Sensor entfernt wird, um diesen gefechtsbereit zu machen.

Abracon AB-RTC-Tx-32.768kHz-2 – I2C-RTC-Module

Über die Lustigkeiten des Kampfes mit 32kHz-Oszillatoren muss man sich auf Mikrocontroller.net nicht im Detail auslassen. Abracon bietet nun eine Serie von RTC-Modulen an, die – wie in der Abbildung gezeigt – zwecks geringeren Gesamtkosten ohne Backup-Energieversorgung auskommen.

Bildquelle: Abracon.

Hervorzuheben ist, dass der Halbleiterhersteller mehrere Varianten der Produkte anbietet. Diese unterscheiden sich unter anderem darin, welche Optionen im Bereich der in der Abbildung gezeigten Taktausgabefunktion zur Verfügung gestellt werden.

Texas Instruments SN74AVCH8T245 – Bustransciever mit Fähigkeit zur Spannungsumsetzung

Im Hause Texas Instruments bietet man seit längerer Zeit verschiedenste Bausteine an, die neben der eigentlichen Funktion auch als Spannungsumsetzer fungieren.
Mit dem steht nun ein acht Bit breiter Transciever zur Verfügung, dessen Spannungsumsetzer-Verhalten im Datenblatt folgendermaßen beschrieben wird:

1
The SN74AVCH8T245 is an 8-bit noninverting bus
2
transceiver that uses two separate configurable
3
power-supply rails. The A port is designed to track
4
V CCA , which accepts any supply voltage from 1.2V
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to 3.6V. The B port is designed to track V CCB , which
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also accepts any supply voltage from 1.2V to 3.6V.
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This allows for universal low-voltage bidirectional
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translation between any of the 1.2-V, 1.5-V, 1.8-V, 2.5-
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V, and 3.3-V voltage nodes.

Analog Devices AD8412A – Strommeßverstärker mit PWM-Ablehnung.

Im Bereich der „Strommesser“ gibt es immer wieder Neuigkeiten – Analog Devices schickt nun das in der Abbildung schematisch gezeigte Produkt ins Rennen.

Bildquelle: Analog Devices

Im Rahmen der Ankündigung des Produkts wird dabei vor allem die hohe Güte der bearbeiteten und zurückgelieferten analogen Signale betont.

BIVAR ZLB-DESIGNKIT-001 – Starter-Kit für Lightpipes

Die von Biwar angebotenen Lightpipes haben sich auf das Weiterleiten des von Leuchtdioden erzeugten Licht spezialisiert. Per se hatten wir diese Produkte schon öfters auf ucnet – unter der gezeigten SKU steht nun allerdings ein Evaluationskit zur Verfügung, das – siehe Abbildung – verschiedenste Lightpipes zusammenfasst.

Bildquelle: Bivar.

KYOCERA AVX SMT Capacitor Holders – IDC-basierte Halter für Elektrolytkondensatoren.

Im Hause Kyocera AVX steht ein höchst seltsames Produkt am Start – es ermöglicht, wie in der Abbildung gezeigt, die Installation von Elektrolytkondensatoren, ohne diese an der Platine anlöten zu müssen. Dies wird durch Nutzung eines IDC-Verbinders erreicht.

Bildquelle: Kyocera AVX.

Zu beachten ist, dass es zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser News-Meldung verschiedene Varianten des Produkts gibt. Die folgende Tabelle informiert darüber, ob der gewünschte Kondensator bereits von den Montagelösungen abgedeckt wird.

Bildquelle: Kyocera AVX.

AirBorn TriMate – flexibler Stecker für anspruchsvolle Anwendungen

Quick-Insert-Systeme haben sich im Bereich der industriellen Vernetzung seit längerer Zeit gut etabliert. Die zu Molex gehörende Firma AirBorn bietet nun ein ähnliches System an, dass für Situationen mit hohen Zuverlässigkeitsansprüchen optimiert ist.

Bildquelle: Molex AirBorn

Interessant ist an diesem Design außerdem, dass die drei Arten von Steckverbinder mit einem gemeinsamen Rezeptakel Kontakt aufnehmen.

MPLAB PicKit Basic – Distributorverfügbarkeit beginnt.

Den per se bereits vor einiger Zeit besprochenen und extrem kostengünstigen Programmierer für alle Arten von Microchip-MCUs gibt es bald unter der SKU PG164110 bei den verschiedensten Distributoren. Die Abbildung zeigt die Preisstruktur.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/PG164110

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Miss Honeywell und Herr Klatu

Heute ist der 1. April, der Tag der Aprilscherze. Das gibt uns die Gelegenheit, die Pseudo-Roboter zu würdigen. Filme, Fotos und ein Patent dokumentieren Miss Honeywell aus den USA; sie trat 1968 auf einer Technikmesse in London auf. Ein wenig Elektronik besaß 1975 ihr Landsmann Klatu; sein sprachliches Talent ging aber auf einen Menschen zurück….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, "Die Tat", "Interface Age", Albert Creuziger, Aprilscherz, Frederic Friedel, Gort, Haushaltsroboter, Honeywell DDP-416, Klaatu, Klatu, Künstliche Intelligenz, Mark Wilson, Miss Honeywell, Nani Darnell, New York Times, Optimus Bot, Pseudo-Roboter, Quasar Industries, Roboter, Rupert, Schachtürke, Speak & Spell, SPIEGEL, Tesla, Tony Reichelt

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

Softwareupdates, Alternativ-Arduino mit PIC32 und RockChip-basiertes Compute Module von Radxa

Der Kongressmonat endet mit einer Gruppe von Neuvorstellungen: sowohl Linux 6.14 als auch CircuitPython 9.2.6 sind verfügbar. Im Hause EtherCat vermeldet man einen neuen Benutzerrekord, während ein inoffizielles Arduino Nano-Board auf Basis eines PIC32MP-Prozessors die Monotonie aufbricht.

CircuitPython 9.2.6 verfügbar

Im Hause Adafruit gibt es ein Wartungsrelease von CircuitPython. Die Version 9.2.6 behebt – wie im folgenden gelistet – kleinere Fehler und / oder Regressionen in der Ausführungsumgebung:

1
Fix storage.remount("/", readonly=False) regression. 
2
Fix RP2xxx WiFi mDNS limitations. 
3
--via https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/9.2.6

EtherCat: 88 Millionen Knoten.

Der vor allem von Beckhoff vorangetriebene Feldbus EtherCat erfreut sich durchaus beeindruckender Wachstumsraten. Vor wenigen Tagen wurde die Gesamtzahl von 88 Millionen Knoten erreicht, im Jahre 2024 kamen dabei 11 Millionen dazu.

Bildquelle: EtherCat.

Interessant ist an dieser Meldung, dass sich in ihr Informationen über die Art der Zählung verbergen. Besonders relevant ist, dass im Fall von EtherCat die “Lizenzierung“ der Feldbus-Technologie ausschließlich durch den Hersteller der Chips erfolgt; für Nutzer gibt es also keinen zusätzlichen Aufwand:

1
Die EtherCAT-Knotenzahlen sind sehr verlässlich, da sie auf den tatsächlichen Chipverkäufen basieren, welche von den Chipherstellern an das Unternehmen Beckhoff Automation, Erfinder der Technologie, gemeldet werden. Und diese haben keinerlei Interesse daran, diese Zahlen zu übertreiben, schließlich wäre das für sie mit zusätzlichen Kosten verbunden, erklärt Martin Rostan, Executive Director der EtherCAT Technology Group. Bei EtherCAT ist die Technologie-Lizenz direkt im Chip enthalten, sodass für Gerätehersteller und Anwender keine zusätzlichen Lizenzgebühren anfallen. Mit den Lizenzeinnahmen finanziert Beckhoff die Aktivitäten der EtherCAT Technology Group und damit das Ökosystem rund um die Technologie.

Renesas DA14533 – Bluetoothmodul für den Automobilbereich.

Mit dem DA14533 erweitert Renesas die hauseigene SmartBond Tiny-Familie. Dabei handelt es sich um Bluetoothmodule, die laut Herstellerangaben nur sechs externe Komponenten benötigen.
Das neue Modell ist für den Automotive-Bereich vorgesehen, was sich unter anderem im vergleichsweise breiten Temperaturbereich ausdrückt.

Bildquelle: https://www.renesas.com/en/about/newsroom/renesas-introduces-low-power-bluetooth-low-energy-soc-automotive-applications

Zu den sonstigen Spezifikationen vermeldet Renesas folgendes:

1
A single external crystal oscillator (XTAL) is used for both active and sleep modes, eliminating the need for a separate oscillator for sleep mode. Its ultra-compact design  available in a WFFCQFN 22-pin 3.5 x 3.5 mm package  makes the device the smallest automotive Bluetooth LE SoC on the market. With its compact design and low eBOM, the device integrates seamlessly into space-constrained systems, reducing overall system costs and accelerating time-to-market for customers.
2
Key Features of the DA14533
3
     Arm® Cortex®-M0+ microcontroller  Standalone application processor or data pump in hosted systems
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     64KB RAM and 12KB One-Time Programmable (OTP) memory
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     2.4 GHz radio transceiver
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     Integrated low IQ buck DC-DC converter
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     External SPI flash
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     Single XTAL operation (single crystal oscillator)
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     Software stack qualified against Bluetooth Core 5.3
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     AEC-Q100 Grade 2-qualified with wide operating temperature range support (-40 to +105°C)
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     WFFCQFN 22-pin 3.5 x 3.5 mm package

SATURN NITRO – Arduino Nano mit PIC32MK

Der immense Erfolg von Arduino Nano und Co. machte Atmel und die hauseigenen Controller zum König des Hügels. Nach Intels (absichtlichen) Fehlschlägen im Embeddedbereich dauerte es einige Zeit, bis die von der im Arduino-Bürgerkrieg unterlegenen Seite bevorzugte STMicroelectronics zum Zug kam.
In der Praxis kann es immer wieder wünschenswert sein, im Arduino-Formfaktor vorliegende Boards auf Basis „anderer“ Mikrocontroller Familien zu haben. Damit ist der Lebenssinn des SATURN NITRO auch schon beschrieben.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2025/03/29/saturn-nitro-a-microchip-pic32mk-development-board-with-arduino-nano-form-factor/

Zu beachten ist, dass die Platine – wie in der Abbildung gezeigt – preislich mit einem „normalen“ Arduino Nano nicht wirklich konkurrenzfähig ist. Auf der Habenseite steht allerdings, dass der Hersteller die Eignung seines Evaluationsboards für den Einsatz unter widrigen Umgebungsbedingungen besonders betont.

Bildquelle: https://cukedk-zz.myshopify.com/products/saturn-nitro

Radxa CM3J – Alternative zum Raspberry Pi Compute Module 4

Egal wie sehr man mit der mechanischen Umgebung des eines Raspberry Pi herumspielt – ab einem gewissen Grad der widrigen Umgebung ist die Verwendung eines Compute Modules schon aus Gründen der höheren mechanischen Rigidität zu bevorzugen. Im Hause Radxa arbeitet man nun an einer RockChip-basierten Alternative zum großen Vorbild aus dem Hause Upton.

Bildquelle:
https://www.aliexpress.com/item/1005008626884786.html

Zusätzliche Informationen zum Kompatibilitätgrad bietet Radxa in einer FAQ an. Spezifischerweise findet sich da folgende Passage, die auf die „allgemeine“ Kompatibilität hinweist:

1
For compatibility of Radxa CM3 with Raspberry Pi CM4, most high speed buses just works such as USB, MIPI, PCIe etc. For the GPIO, since the pin mux is not identical, we can only be compatible with the primary alt function of Raspberry Pi CM4.
2
--- via https://wiki.radxa.com/Rock3/FAQs

In der Praxis gilt, dass das Umstellen des Compute Modules bzw. des Prozessrechners eine gut durchdachte Frage sein sollte – neben elektronischen Problemen muss man damit rechnen, dass die unterschiedlichen Linux-Distributionen das eine oder andere Haar in die Suppe werfen.

Lesestoff: Compiler-Optimierungsstufe O3 führt nicht immer zu besseren Ergebnissen.

Im Hause Canonical experimentierte man vor einiger Zeit damit, die gesamte hauseigene Distribution fortan mit aktivierter maximaler Optimierung zu kompilieren. Nun veröffentlichte die Truppe ein Resümee, in dem sie auf den Fehlschlag dieser Initiative zur Performancesteigerung eingehen:

1
Results of -O3 experiment tl;dr
2
Performance is slightly worse and packages are slightly bigger with -O3 by default and we will revert the change early in the next development cycle.

Unterm Strich ergab sich eine Anführungszeichen in manchen Bereichen minimale, in manchen Bereichen wesentliche Verschlechterung der Performance, der unter anderem auf die wesentlich höhere Größe der Kompilate (Stichwort Cache-Miss) zurückzuführen war. Weitere Informationen finden sich unter der URL https://discourse.ubuntu.com/t/benchmarking-a-distribution-and-some-o3-results/58027, wo sich eine durchaus lesenswerte Analyse der Gesamtsituation befindet.

Lesestoff: News von Linux 6.14 und Linux 6.15

In der Welt der Weiterentwicklung des quelloffenen Betriebssystems gilt, dass die Zustände “vor dem Update“ und „nach dem Update“ bis zu einem gewissen Grad eine Singularität darstellen.
Sei dem wie es sei, steht Linux 6.14 seit einiger Zeit zum Download bereit. Unter der URL https://www.cnx-software.com/2025/03/25/linux-6-14-release-main-changes-arm-risc-v-and-mips-architecture/ findet sich eine auf die Bedürfnisse von Embedded-Entwicklern zugeschnittene Auflistung der diversen Änderungen.
Unter den URLs https://www.phoronix.com/news/Linux-6.15-SPI-Offloading bzw. https://www.phoronix.com/news/Linux-6.15-PCI finden sich derweil Informationen darüber, welche Änderungen für die Nachfolgeversion ante Portas stehen. Von besonderer Relevanz könnte hierbei die SPI Offloading-Funktion sein – dabei handelt es sich um eine Möglichkeit, um die Verarbeitung von SPI-Daten analog zu einem Smart NIC abseits des Hauptprozessors totzuschlagen.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Mit BBC-Mikros ins Computernetz

Seit 2015 besitzt das Deutsche Technikmuseum in Berlin eine Abteilung „Das Netz“, die Fernmelde- und Computernetzwerke zum Thema hat. Schon 1984 installierte das Haus – damals hieß es Museum für Verkehr und Technik – sechs miteinander verbundene BBC-Kleinrechner in seinem Science Center, dem sogenannten Versuchsfeld. Sie bildeten wahrscheinlich das erste Computernetz in einer musealen Umgebung….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, "The Computer Programme", Acorn, Auto- und Technikmuseum, BBC Micro, Commodore C64C, ComputerLand, Computernetz, Deutsche Physikalische Gesellschaft, Deutsches Museum, Deutsches Technikmuseum, Econet, Exploratorium, Foucault-Pendel, Museum für Verkehr und Technik, Otto Lührs, Rotografie, Science Center, Science on Stage, Spectrum, Urania, Versuchsfeld, Walter Ulmann

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

EMV 2025 – vom Bauteil und vom Roboter

Ein wichtiger Teil der Ausstellerschaft auf der EMV rekrutiert sich aus der “EMV-Immobilienbranche” – die Einrichtung und Ausstaffierung von EMV-Testzellen ist eine durchaus gewinnbringende Tätigkeit. Außerdem gibt es verschiedenste Absorbermaterialien und sogar die eine oder andere Neuigkeit in Sachen Bauteil. Hier eine Liste von Gütern, die das Interesse des Autors geweckt haben.

Schurter – Superkondensatoren ante Portas

Am Stand von Schurter – man darf das Unternehmen nicht mit dem von den Solartron-Multimetern bekannten Hersteller Schaffner verwechseln – gab es neben verschiedenen Netzfiltern erstmals auch Superkondensatoren zu sehen.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

Feuerhardt – Kontaktfedern aus Kupfer-Titan

Kupfer-Kontaktfedern bestehen aus Legierungen, weil reines Kupfer ein unzureichendes Federverhalten zeigt. Bisher kam in diesem Bereich vor allem Beryllium zum Einsatz, was bei Nachbearbeitung (Stichwort Schleifen) zu giftigen Stäuben führte. Feuerhardt schickt nun Kontaktfedern aus Kupfer-Titan ins Rennen, die bei der Nachbearbeitung menschenfreundlicher sind.

MRC Components – “Ferritkerne” aus Nanokristallmaterial

Am Stand von MRC Components gibt man sich dem smaller, cheaper, lighter der Komponentenindustrie hin.

Aus Nanokristallmaterial gefertigte Kerne für Spulen haben ihren ferritbasierten Kollegen gegenüber die folgenden Vorteile, die unterm Strich zu geringerem Gewicht und (bei großen Kernen) geringeren Kosten führen:

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x) dreifach höhere Sättigbarkeit
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x) Faktor 10 bessere Permeabilität
3
x) bis zu 600°C hitzefest
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x) geringere Verluste

3M – NanoVNA als Demo für Absorbermaterialien

Am Stand von 3M lag der Fokus auf Absorbermaterialien. Besonders nett waren die beiden Demos, die die verschiedenen Stoffe unter Nutzung von zwei NanoVNAs vorstellten – die Standbesucher konnten die Attribute der Materialien so “am lebenden Objekt” betrachten.


Siepel – neuartige Absorbermaterialien

Am Stand von Siepel – das Unternehmen fertigt traditionell Absorberziegel – fanden sich ebenfalls neuartige Materialien. Neben einer Silikonmatte gab es auch ein an Handtaschenstoff erinnerndes Absorbermaterial, das sich beispielsweise als Handytasche für Paranoide eignen könnte.


Rohde und Schwarz – neue Antenne für Hallenverifikation

Am letzten Messetag gab es von Rohde und Schwarz noch eine Neuigkeit – eine Mikrowellenantenne, die dank ihrer kompakten Ausmasse und der hohen Direktivität zur Verifikation des Verhaltens von Messhallen in EMC-Laboren prädestiniert sein soll.


waveLAB Ruhr – Drohne als EMV-Mappingsystem

Das von Pendulum kreierte Scansystem auf Basis eines zweckentfremdeten 3D-Druckers ist nicht die einzige “Umwidmung” im EMC-Bereich. Das Testlabor waveLAB Ruhr zeigte eine Drohne, die für sehr große Tests außerhalb einer Testkammer verwendet wird.

Zu beachten ist, dass diese Drohne nicht zum Verkauf steht – sie dient derzeit lediglich dem Eigenbedarf.

AVT EMC – innovatives Zubehör für EMV-Kammern

Das Innenleben der EMC-Kammer ist insbesondere bei höheren Feldstärken nicht unbedingt ein Raum, in dem sich allgemeine Elektronik wohl fühlt. AVT EMC ist auf verschiedene Produkte spezialisiert, die in diesem Bereich eine gute Figur machen – neben einer bis zu 100 V/m aushaltenden RGB-Kamera zeigte man auch Leuchten, die durch sehr geringe Störemissionen auffallen.

Brandneu ist das gezeigte System, das eine Fernsprechanlage realisiert. Nett ist das 3D-gedruckte Gehäuse, das danach mit einem EMV-festen Lack beschichtet wurde.


Langer EMV – verschiedene Systeme zur EMV-Verifikation von integrierten Schaltungen

So die individuellen Bauteile gute Störfestigkeit aufweisen, lässt sich das System als Ganzes leichter absichern. Im Hause Langer EMV ist man seit jeher auf derartige Messungen spezialisiert – Mittel der Wahl sind spezielle Sonden, die das direkte Ansprechen einzelner Pins einer integrierten Schaltung erlauben.


Neben der klassischen EMV-Testung dienen die Systeme neuerdings auch zur Verifikation der Sicherheit der Chips – Verfahren wie Fault Injection lassen sich durch einige der Sonden des Unternehmens einfacher abbilden.

InncoSystems – Positionierungssysteme und EMV-unsichtbares Material

Verschiedenste Unternehmen bieten Systeme zur automatischen Positionierung von Messsonden und DuTs in Kammern an. Ein Beispiel hierfür ist die InncoSystems, die vergleichsweise große Varianten des Konzepts zeigte.


Interessant ist auch das unter https://composites.evonik.com/en/products-services/foams/rohacell im Detail beschriebene RohaCell – ein EMV-transparenter Rohstoff, der für die CNC-Verarbeitung optimiert ist.

Verstärker auf Röhrenbasis gibt es immer noch

In EMC-Kammern sind mitunter erhebliche Feldstärken erforderlich. Zu ihrer Erzeugung werden auch heute noch gerne Röhrenverstärker verwenden – die Abbildung zeigt nur ein Beispielunternehmen von mehreren.

Emzer EmScope – nicht nach Hause telefonierende Messtechnik

Der Trend im Bereich der Messtechnik geht zu Systemen mit Cloudanbindung und Abonnements Im Hause Emzer geht man – siehe Werbeflyer – demonstrativ den umgekehrten Weg.


amber precision instruments – Störimpuls-Verteilungsroboter

amber precision instruments zeigt einen Roboterarm, der zur Aufnahme einer Störimpuls-Kanone befähigt ist. Das System fährt danach einen vordefinierten Pfad ab, um das DuT an bestimmten Stellen zu zappen. Sinn davon ist eine Reduktion der Kosten und eine Steigerung der Wiederholbarkeit.


Morita – Roboter zur Scannung von Kabelsträngen

Kabel können – logischerweise – ebenfalls als Quell von EMI dienen. Der Roboter aus dem Hause Morita begegnet diesem Problem.

LumiLoop – Feldsonden mit optischer Versorgung

Zu guter Letzt verdient LumiLoop eine detaillierte Erwähnung. Das Unternehmen bietet – wie in der Abbildung gezeigt – eine Serie von e-Feld-Sonden an.

Besonderheit ist, dass sowohl die Energieversorgung als auch die Aberntung der Ergebnisse ausschließlich optisch erfolgen: Energie kommt durch einen Laserstrahl in die Sonde, während Lichtsignale über die Intensität des gemessenen Felds informieren.
Sinn dieses Designs ist das Vermeiden von metallischen Kabeln, die sich auf die Messgenauigkeit auswirken können.

Nächstes Jahr – Köln!

Ein Schild vor dem Messegelände informiert über den Termin der nächsten Messe.

Außerdem fand sich bereits die Abschlusspressemeldung, die nach folgendem Schema über die Teilnehmerzahl informiert:

1
In diesem Jahr zog die Veranstaltung mit einer Vielzahl an Ausstellern aus 22 Ländern
2
eine breite Fachwelt und rund 2500 Fachbesucher*innen an, die sich intensiv mit den
3
aktuellen Entwicklungen im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit
4
auseinandersetzten. Besonders hervorzuheben ist der Anstieg der Ausstellungsfläche
5
sowie die wachsende Zahl der internationalen Teilnehmer*innen.

Interessant ist, dass die Mesago hausintern von höheren Teilnehmerzahlen ausgegangen war: die Stuttgart-EMV gilt traditionell als “Automotive-EMV”, während die Kölner Variante eher den Fachkongress im Fokus hat. Im Automotivebereich scheint es derzeit indes Reisesperren zu geben…

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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EMV 2025 – im Strom der Messtechnik

Mesago veranstaltete die diesjährige EMV in Stuttgart. Rohde nutzte die Gelegenheit zur Vorstellung eines neuen EMV-Messempfängers, der mit einigen überraschenden Hardware- und Softwarefeatures aufwartet. Auch sonst gibt es einige TMI-Hersteller, die man auf anderen Messen nicht oder nur schwer zu Gesicht bekommt.

Rohde & Schwarz EPL1001 / Rohde & Schwarz EPL1007

Rohde & Schwarz deckte mit dem EPL1000 den Bereich von 5KHz bis 30MHz ab. Die beiden neuen Versionen des Geräts, die sich optisch analog präsentieren, erweitern den Frequenzbereich nun auf 1 bzw 7.125 GHz.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

In Sachen HMI zeigt Rohde Mitdenken: die Festplatte sowie die Hauptplatine lassen sich “modular” aus dem Gerät nehmen und seperat nachkaufen, was das Teilen der Karkasse des Geräts zwischen zwei Standorten oder zwei Projekten mit unterschiedlichen Klassifikationsstufen erlaubt,

Zwecks einfacherer Portabilität finden sich auf der Rückseite zwei Batteriepacks. Die Cutouts dienen als Sichtfenster für eine LED-Balkenanzeige, die analog zum in alten HP EliteBooks informierten Ladestandsanzeiger über die verbleibende Energiemenge informiert.

Interessant ist ausserdem, dass Rohde alle Geräte im Werk auf 7.125GHz testet: wer ohne Kalibrationsdokument auskommt, kann das Bandbreitenupgrade im Labor durch Eingabe eines Lizenzschlüssels durchführen. Die einzige Erweiterung, die ein Einsenden erfordert, ist der Präselektor.

Rohde & Schwarz allgemein – nein, wir wollen keine Fremdsoftware am Messgerät

Bei Analyse entpuppte sich auch das neue Gerät als auf Windows 10 LTSC basierend – der neue VNA basiert derweil bereits auf Windows 11. Auf die Frage, ob es für das Messgerät ein SDK geben wird, kam eine durchaus interessante Antwort (die sich von der von HP beim HP 548xx gewählten Strategie unterscheidet).
Aus Sicht von Rohde soll ein Kunde, der ein Messgerät kauft, dieses als Messgerät nutzen. Die Auswertung mit fortgeschrittenen Programmen – egal ob MatLab oder Excel – soll über eine seperate Workstation erfolgen, die mit dem Messgerät über SCPI oder GPIB kommuniziert. Die Ausführung von Programmen AUF dem Messgerät ist derweil explizites Nichtziel.
Zu guter Letzt bietet Rohde eigene Software an, die diese Art der Bedienung abbildet.

GAUSS Instruments – 1GHz-RSA, externe Steuerungsapplikation

Die in München ansässige GAUSS zeigte einen für den EMV-Bereich optimierten Spektralanalysator, der eine Echtzeitbandbreite von 1 GHz erreicht. Sinn davon ist, dass “eine Umdrehung” eines Drehtischs ausreicht, um alle relevanten Daten über das DUT zu sammeln.

Auch hier setzt man auf die weiter oben besprochene Vorgehensweise – die Demo erfolgte sogar unter Nutzung eines Ultrawide-Monitors, der die Steuerungssoftware und das Schirmbild nebeneinander anzeigte.

ZES Zimmer – neues Eingangskanalsystem für die Solarbranche

ZES Zimmer liest mikrocontroller.net, und bietet modular aufgebaute Energieverbrauchsmessgeräte an. Interessant ist, dass nicht nur die Eingangskanäle, sondern auch die verschiedenen Interfaceoptionen (Stichwort CAN und GPIB) über modulare Erweiterungskarten realisiert werden.


Wichtigste Messeneuerung war der S-Kanal – eine neue Kanalvariante, die auf die Bedürfnisse der Solarbranche optimiert ist. Der Einstiegspreis für einen Analysator mit vier dieser Kanalkarten liegt dann im Bereich 20k.

Pendulum x Shieldex – Erweiterungen des EMV-3D-Druckers

Pendulum (besser bekannt als letzter Verfechter der Modulationsdomänenanalyse) erweiterte den an sich bekannten EMI-Scanner um eine RGB-Kamera. Sinn davon ist, dass die Heatmap mit den EMI-Aussendungen so “direkt” mit den für die Aussendung verantwortlichen Elementen korreliert ist.

Die Präsentation auf der EMV erfolgte in einem Gemeinschaftsstand mit Shieldex. Das Unternehmen entwickelt verschiedene Textilien mit EMV-Abschirmeigenschaften – unter Anderem gibt es “Zelte” für den in der weiter oben befindlichen Abbildung gezeigten Scanner.

SAF – portable Spektralanalysatoren

Keysight bietet mit der Fieldfox-Serie portable RF-Messgeräte an. Im Hause SAF bietet man, wie in der Abbildung gezeigt, Ähnliches.

AMETEK – neue EMV-Störimpulsgeneratoren

Die EMV ist als Messe unter Anderem deshalb interessant, weil die Mesago – expliziter Dank an das Speaker- und Presseteam für die Mithilfe bei der Informationsbeschaffung – verschiedenste Aussteller anlocken kann, die man auf anderen Messen so nicht oder nur teilweise findet.
Ein Vertreter dieser Gattung ist die AMETEK, die den in der Abbildung gezeigten Störimpulsgenerator neu ins Rennen schickt. Das hier gezeigte Produkt ist noch ein Prototyp, die Auslieferung des surge NX8 ist für April geplant.

Der in der Abbildung gezeigte Turm ist derweil auf die Bedürfnisse der Elektromobilindustrie optimiert – ob der immensen Energiemengen ist ein besonderes Design erforderlich.

Spitzenberger Spies – Netzgerät zur Simulation automobiler Bordnetze

Auch im Hause Spitzenberger Spies arbeitet man an Netzgeräten, die die Simulation der diversen in einem Fahrzeug vorfindbaren Signale zum Ziel haben. Das gezeigte System ist modular – wer nur bestimmte Pulse braucht, kann einen Teil der Geräte weglassen und Kosten reduzieren.

3CTest – EMV-Impulsgeneratoren aller Arten

Auch im Hause 3CTest gibt es EMV-Impulsgeneratoren, die sich – wie in der Abbildung gezeigt – per Touchscreen bequem bedienen lassen.

Schlöter / Haefely – noch mehr EMV-Impulsgeneratoren

Am Stand von Schlöter zeigt sich die Wirksamkeit der Kooperation. Neben eigenen Impulsgeneratoren zeigte man auch Generatoren von Haefely – zweitere sind komplexer, während erstere in Deutschland hergestellt werden.

In eigener Sache, ad a: wo ist das Klo, äh, das Tor?

Die Messe Stuttgart veranstaltete parallel zur EMV auch ein größeres Event in Sachen Schrauben und Befestigungstechnik. Der Eingang zur EMV präsentiert sich wie in der Abbildung gezeigt und ist links vom Haupteingang.

In eigener Sache, ad b: zeigt euch!

Der Autor war höchst erfreut, unter den Teilnehmern den einen oder anderen Leser von ucnet zu finden. Danke, danke, danke an alle, die mich angesprochen haben!

In eigener Sache, ad c: es geht weiter

Mikrocontroller.net berichtet auch morgen über die EMV – einige der Vortragenden haben sogar das Teilen von Slides ihrer Präsentationen erlaubt. Bleiben Sie also bei uns, denn es bleibt spannend.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Microwriter – der kleinste Textcomputer der Welt

1975 kam der amerikanische, in London lebende Filmregisseur Cyril Endfield auf das Konzept eines tragbaren Textspeichers mit sechs Tasten. Der „Microwriter“ besaß einen Acht-Bit-Prozessor und zeigte eine Zeile an, eingegebene Texte konnte man am Bildschirm bearbeiten und ausdrucken. Das Gerät kam 1979 in den Handel, die Produktion endete 1985. Es wurden vermutlich 13.000 Microwriter gefertigt….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, "Die geheimnisvolle Insel", "Zulu", AgendA, Akkordtastatur, BBC, Bellaire Electronics, Chonky Pocket, Chris Howland, ComputerNacht, CyKey, Cyril Endfield, Douglas Engelbart, Hambro, Microwriter, Monogram, PDA, Raspberry Pi, RCA, Schwarze Liste, Silvio Werner, Stop-Motion-Animation, WDR Computerclub

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

Arduino Days, Raspberry Pi-Neuankündigungen, CircuitPython-Update und vieles andere mehr

Zum zwanzigsten Geburtstag der Arduino-Plattform kündigten die Italiener ein wenig Hardware und Anpassungen in der Cloud an. Die Raspberry Pi Trading konterte mit einem Image-Builder und einem neuen Power over Ethernet-Produkt, während sowohl Freunde der Metrologie als auch allgemeine Elektroniker das eine oder andere Neuprodukt begrüßen können.

Arduino im Zeichen der Industrieelektronik

Der Arduno Day dient der Arduino-Gruppe traditionell zum Rückblick auf die im letzten Jahr erbrachten Leistungen – dass ob des zwanzigjährigen Jubileum etwas mehr am Tisch liegt, folgt aus der Logik.
Tenor des netterweise unter https://days.arduino.cc/about?utm_source=Segment&utm_medium=email&utm_campaign=aday25-promo einsehbaren Streams war, dass der Arduino in Sachen Prototyping von Industrieelektronik eine immer größere Rolle spielt – Hersteller wie Bosch und Analog Devices waren aus diesem Grund anwesend. Große Produkt-Neuvorstellungen gab es indes nicht; die Verbesserungen sind im Allgemeinen ein “Mehr Desselben”.
Erste Neuerung betrifft ein Streamlining im Bereich der Arduino Cloud, wo nun weniger Offertoptionen zur Verfügung stehen. Ziel der Optimierungen im für Unternehmen vorgesehenen Teil des Portfolios ist, den Einstieg zu erleichtern.

Bildquelle: Tamoggemon

Analog Devices verkündete selbst, in Zukunft nicht mehr nur Halbleiter, sondern auch Halbzeuge für Roboter liefern zu wollen. Zusammen mit Bosch kündigte man ein Evaluationssystem für die zonale Architektur im Automobilbereich an.

Bildquelle: Tamoggemon

Die Zusammenarbeit mit Espressif wird durch einen neuen, auf dem ESP32-C6 basierenden Arduino namens Arduino Nesso R1 vertieft. Interessant ist, dass es sich dabei um ein M5Stack-Produkt handelt.

Bildquelle: Tamoggemon

Allgemein geht der Trend im Hause Arduino in Richtung “development enablement” – als Beispiel hierfür wurde auch die in München ansässige (und vom Newsautor zutiefst respektierte) Beratungsgesellschaft Kamitronix vorgeladen, die über die Rolle des Arduino beim Prototyping referierte.

Raspberry Pi PoE+ Injector um 25 US-Dollar

Power over Ethernet ermöglicht seit Jahr und Tag die Energieversorgung über das Ethernetkabel – Problem ist nur, dass sich der p.t. Netzwerkadministrator damit ein Henne-Ei-Problem einhandelt. PoE-Injektoren lösen dieses Problem; die Raspberry Pi Trading bietet nun in Zusammenarbeit mit Microchip ein diesbezügliches Produkt an.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/raspberry-pi-poe-injector-on-sale-now-at-25/

Im Rahmen der Vorstellung findet sich auch ein Hinweis auf eine PoE-Erweiterung für den Raspberry Pi 5:

1
There is, you may have noticed, something missing. While Raspberry Pi 5 provides a 4-pin PoE power connector, our first-party PD accessory, the snappily-named Raspberry Pi PoE+ HAT+ for Raspberry Pi 5, is missing in action. This promises to be our smallest, most efficient PD accessory, and is in the final stages of development, having absorbed a lot of Dominics attention and brainpower over the last couple of years. Watch this space!

rpi-image-gen – Imagegenerator für hauseigene Builds von Raspberry Pi OS

Das von Yocto bekanntgemachte Konzept des konfigurierbaren Betriebssystemimages ist in vielerlei Weise hilfreich: erstens reduziert sich der Speicherbedarf und zweitens durch Weglassen unbenötigter Dienste die Angriffsfläche.
Mit rpi-image-gen stellt die Raspberry Pi Trading nun ein ähnliches System vor, das sich auf die Optimierung von Raspberry Pi OS-Builds spezialisiert.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/introducing-rpi-image-gen-build-highly-customised-raspberry-pi-software-images/

Unter https://github.com/raspberrypi/rpi-image-gen/tree/master/examples finden sich einige Beispielkonfigurationsdateien, die das Handling des Systems illustrieren.

RP2350-Mikrocontroller ab Sofort im Einzelverkauf

RP2350-Evaluationsboards gibt es per Se seit einiger Zeit zu kaufen – alleinstehende Mikrocontroller waren derzeit nur Freunden des Hauses vorbehalten. Im Rahmen einer vor wenigen Tagen erfolgten Ankündigung vermeldeten die Uptoniten nun, die Einzelchips bald wie in der Abbildung gezeigt zu bepreisen und zu verkaufen.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/rp2350-now-available-to-buy-a-high-performance-secure-microcontroller-for-your-next-project/

Interessant ist, dass diese Ankündigung nur die flashspeicherfreien Varianten betrifft. Die Varianten mit Flashspeicher kommen erst später:

1
For smaller-footprint applications, our RP2354A and RP2354B variants  featuring 2MB of stacked flash memory  are in the final stages of development and testing with early-access partners. Well soon be ramping to mass production, and plan to make these variants available through our Approved Reseller partners later this year.

Microchip AVR SD – sehr preiswerte MCU für Situationen mit Redundanz zur Vermeidung von Rechenfehlern

Für Hochsicherheitsanwendungen vorgesehene MCUs sind im Allgemeinen teuer – mit dem AVR SD lanciert Microchip ein neues Produkt, das in Fünftausenderstückzahlen nur rund einen US-Dollar kosten soll.

Bildquelle: Microchip

Die Besonderheiten der Familie beschreibt Microchip dann folgendermaßen:

1
Zusammen mit einem speziell ausgerichteten Sicherheits-Software-Framework ist dies die erste Einstiegs-MCU ihrer Art  in dieser Preisklasse  die die Anforderungen nach ASIL C (Automotive Safety Integrity Level) und SIL 2 (Safety Integrity Level) erfüllt, welche redundante Sicherheitsprüfungen vorschreiben. Die AVR-SD Produktfamilie wurde basierend auf einem vom TÜV Rheinland zerifizierten Functional Safety Management System entwickelt.
2
Zu den interessanten Hardware-Sicherheitsmerkmalen gehören eine Dual-Core-Lockstep-CPU, zwei A/D-Wandler (ADCs), Fehlerkorrekturcode (ECC) für alle Speicher und Busse, ein dediziertes Fehler-Controller-Modul, Mechanismen zur Fehlerstimulation sowie Systemspannungs- und Taktüberwachung.

Preislich kommt dies hin – die folgende Abbildung zeigt eine OEMSecrets-Preisanalyse. Weitere Informationen, Datenblätter und Co finden sich derweil unter der URL https://www.microchip.com/en-us/products/microcontrollers-and-microprocessors/8-bit-mcus/avr-mcus/avr-sd .

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/avr32sd20

Nuvoton M2A23 – 125 Grad-fähiger Mikrocontroller für den Automobilbereich

Nach der EmbeddedWorld ist vor der EmbeddedWorld – anders ist Nuvoton’s Launch eines neuen für die Automobilbranche vorgesehenen Chips nicht erklärbar. Spezifischerweise wird der neue Chip folgendermaßen beschrieben:

1
. . .
2
It can withstand environmental temperatures of up to 125°C and operates within a wide voltage range of 2.5V to 5.5V, featuring three CAN FD interfaces and a LLSI interface. This makes it highly suitable for various in-vehicle CAN signal modules and interior/ exterior lighting control applications.
3
The M2A23 series is equipped with an Arm Cortex-M23 core, with a maximum operating frequency of 72 MHz
4
. . .

Auf der Ressourcenwebseite findet sich derzeit nur folgendes Diagramm, das die verschiedenen Familienmitglieder auflistet.

Bildquelle: https://www.nuvoton.com/products/microcontrollers/arm-cortex-m23-mcus/m2a23-series/

ADCMT – neue 8.5d-Multimeter mit entfernbarer Spannungsreferenz

Die ehemalige Advantest-Präzisionsmetrologiesparte rennt seit einiger Zeit unter dem Namen ADC Corporation. Nun steht das erste komplett neue Produkt ante Portas, das leider vor Allem auf Japanisch beschrieben wird.

Bildquelle: https://www.adcmt.com/products/dmm/7981

Hervorzuheben ist vor Allem die Möglichkeit, die Referenzspannungsquelle aus dem Multimeter zu entnehmen und danach unabhängig weiterzutransportieren. Weitere Informationen und die in Yen gehaltenen Preise finden sich unter der Bildquelle.

Yokogawa AQ6361 – optischer Spektralanalysator mit Need for Speed

Rohde und Schwarz bewarb den hauseigenen VNA unter Anderem mit der höheren Arbeitsgeschwindigkeit. Im Hause Yokogawa fühlte man sich davon wohl insofern inspiriert, als der in der Abbildung gezeigte und für den Headless-Betrieb vorgesehene optische Spektralanalysator lanciert wurde.

Bildquelle: Yokogawa

Im Rahmen der Vorstellung betonte man erstens die höhere Arbeitsgeschwindigkeit und zweitens das platzsparende Format, das übrigens auch die Begründung für das Design der klassischen Oszilloskope des Herstellers ist:

1
1. Up to 20 times the measurement speed of conventional models
2
The AQ6361 OSA offers up to 20 times the measurement speed of the best-selling AQ6370E. This dramatically reduces the production test time for customers' optical devices and allows them to significantly improve production efficiency.
3

4
2. Compact design
5
The new model is approximately half the size of the AQ6370E. This space-saving design is in direct response to customer requests for a measuring instrument that takes up minimal bench space. The model is also suitable for integration into laser diode chip testers and other test systems.

CircuitPython 9.2.5 verfügbar

Limor Frieds Frauen haben eine neue Version von CircuitPython lanciert. Laut dem Change Log handelt es sich dabei um ein Wartungsrelease, das unter Anderem folgende Fehlerkorrekturen mitbringt:

1
Update frozen modules. 
2
     Enable function attributes and reverse arithmetic operators on most boards. 
3
     displayio: 
4
         Add tilepalettemapper. 
5
         add VT100 escape code support for scrolling and colors. 
6
     synthio and audiodelays additions 
7
     Add audioio on Espressif. 
8
     Add spitarget on SAMx (enabled on most SAMx5x boards). 
9
     Initial work on a Zephyr port. 
10
     Bug fixes. 
11
--- via https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/9.2.5

Neben der Intention, CircuitPython bald auch unter Zephyr laufen zu lassen, steht eine wichtige Änderung bevor. Teile des Displaystacks sind bald deprecated:

1
Uses of deprecated displayio bindings are now called out with warnings. For instance, displayio.Display is deprecated in favor of busdisplay.BusDisplay. In CircuitPython 10.0.0 the deprecated bindings will be removed.

Würth: ICLED-Farbrechner

Würth spielt seit einiger Zeit im Smart LED-Markt mit. Wenig bekannt ist, dass die Firma für ihre Lots “Farbinformationen” sammelt und speichert. Nun gibt es ein offizielles Werkzeug, das – wie in der Abbildung gezeigt – PWM-Werte unter Berücksichtigung dieser Korrekturwerte berechnet.

Bildquelle: https://redexpert.we-online.com/we-redexpert/en/#/ic-led-color-mixer-embedded

In eigener Sache: EMV Stuttgart Ante Portas

Der Newsautor wird diesmal die EMV zu Stuttgart unsicher machen – wer ebenfalls dort ist und tratschen (oder eine Zigarre rauchen) will, soll unter tamhan aeht tamoggemon rundesding com Laut geben.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Vor 90 Jahren: das Fernsehen startet in Berlin

Am Abend des 22. März 1935 begann in Berlin das erste reguläre Fernsehprogramm in Deutschland und wahrscheinlich in der Welt. Die Bilder umfassten 180 Zeilen; sie wurden entweder von einem Film abgetastet oder in einem kleinen Studio mit einer Nipkow-Scheibe aufgenommen. Die Empfänger wiesen bereits Braunsche Röhren auf; sie standen in der Regel in Fernsehstuben….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, "high definition", August Karolus, BBC, Braunsche Röhre, Claus Hubmann, Dénes von Mihály, Eugen Hadamovsky, Fernsehsender Paul Nipkiw, Fernsehstube, Filmgeber, Fritz Banneitz, Funkturm, Haus des Rundfunks, John Logie Baird, Kurt Hinzmann, Kurt Hoffmann, Kurt Wagenführ, Linsenkranz, Nipkow-Scheibe, Reichs-Rundfunk-Gesellschaft, Reichspost, Rognitzstraße, RRG, Telefunken FE III, Ursula Patzschke, Walter Bruch, ZDF

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

Amper 2025 – Skill Level 26000

Der Veranstalter der liebsten Messe der Community hat den erreichten Skilllevel verkündet: 26000 Levels, äh Sorry, Jedi there are. Was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

TerInvests (zögerliche) Versuche, die Messe in Richtung Halbleiterbranche zu öffnen, verliefen nach Ansicht des Autors im Sande. Stattdessen stellte sich ein bunter Branchenmix ein, der von verschiedenen Elektroinstallationsunternehmen bis zu CNC-Lohnfertigern und Anbietern von Geräten für ebendiese reichte.

LPKF-Jagd, auf Chinesisch….

Das Konzept von Laser plus Platine hat LPKF zu geradezu beeindruckenden Vermögen verholfen. Mittlerweile gilt, dass andere Hersteller ebenfalls ein Stück von diesem (technisch nicht unbedingt komplizierten) Kuchen abhaben wollen.
Spezifischerweise gab es auf der Amper das gezeigte Gerät zu sehen – optische Ähnlichkeiten sind natürlich rein zufällig.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

…und auf tschechisch

Auch im Lande des Hochskillens hat man die Radarbeleuchtung auf LPKF fokussiert. Als Angriffswerkzeug dient das in der Abbildung gezeigte und etwas kleinere Gerät, das sich schon vom Platzbedarf eher an den Kleinbetrieb richtet.

Interessant ist, dass das Unternehmen von seiner Technologie durchaus überzeugt ist. Am Stand bot man an, Personen, die ihre Gerberdatei einsenden, kostenlos eine Version der Platine zu schießen und nach Hause zu schicken (siehe https://www.p2jtechnology.cz/en/).

CERVOZ: Robuste Arbeitsspeicher- und SSD-Module für Industrial Computing.

Das Aufkommen von SMD-Komponenten erhöhte die Vibrationsresistenz von allerlei Arten von Elektronik – Ursache dafür war die wesentlich geringere Masse der Komponenten.
In der Praxis gilt allerdings nach wie vor, dass sehr „vibrationsanfällige“ Bereiche mitunter haarig sind. CERVOZ begegnet diesem Problem mit verschiedenen „Modifikationen“ wie der Nutzung von speziellen Decklacken, um SSD und Arbeitsspeicher zu höherer Vibrationsfestigkeit zu verhelfen.

DataIO – Zwitterwesen im Bereich der Programmiergeräte.

Für „Kleinserien“ bietet sich die Nutzung von menschliche Energie zur Programmierung an – ein Pulk gebrauchter Workstations und eine angelernte Hilfskraft reichen aus, um kleinere Mengen von Systemen zu parametrieren.
Ab einer gewissen Losgröße oder einer gewissen Größe der Imagedatei bieten sich allerdings „komplexere“ Vorgehensweisen an. Der Programmiergerätespezialist DataIO zeigte auf der Amper die gezeigte Maschine.

Das vorliegende Gerät ist einerseits für Kleinmengen geeignet, nutzt aus Sicht von Software und Workflow allerdings dieselben Prozesse, die die Produktions-Programmiergeräte implementieren. Sinn davon ist, dass der Entwickler so schon früh mit der finalen Auslieferungs-Vorgehensweise experimentieren kann.

Wheel me – wartungsfreundlicher Roboter.

Liefer- und Transport-Roboter finden sich mittlerweile sogar in österreichischen und deutschen Restaurants. Am Stand von BEEWATEC gab es nun ein einzigartiges Produkt zu sehen, als es ob seiner Konstruktion leicht an verschiedene Frachtgrößen anpassbar ist.

Hervorgehoben wurde die extreme Wartungsfreundlichkeit des hauseigenen Roboters. So eine der in der folgenden Abbildungen gezeigten Rollen beschädigt ist, lässt sich diese auf zwei Arten austauschen. Einerseits steht ein „Kunststoff-Hebel“ (siehe https://www.instagram.com/tam.hanna/reel/DHa12RiNjnv/) zur Verfügung, der das Rad als Ganzes heraushebt. Alternativ können bei Vorhandensein eines Schraubenziehers die individuellen roten Rollelemente vor Ort ausgetauscht werden, um die Betriebsfähigkeit des Roboters sofort wieder herzustellen.

Fluke: Geräuschkamera zur Leckerkennung.

Wer unter Gewefze leidet, empfindet das in der Abbildung gezeigte Produkt von Fluke mit Sicherheit als lustig.

Es handelt sich dabei um eine an Flir und Co. erinnernde Kamera, die statt Farb-, Tiefen-oder Temperaturdaten Informationen darüber ausgeliefert, wie viel „Lärm“ an der jeweiligen Stelle entsteht.
Als primären Anwendungszweck avisiert Fluke dabei übrigens nicht die Beziehungspflege. Raison d’Etre ist viel mehr das Finden von Lecks in Rohrleitungen – wer in seinem Druckluft- oder Vakuumsystem Löcher eliminiert, kann die Betriebskosten der Erprobungsstätte erheblich reduzieren. Außerdem ist das System auch in der Lage, Arcing zu erkennen.

Gratulation zur Hundertsten!

Die in der tschechischen Republik erscheinende Elektronikzeitung feierte auf der Ampere ihr 100-jähriges Bestehen – in einem Giveaway gab es unter anderem Abonnements zu gewinnen. Die Redaktion von Mikrocontroller.net gratuliert herzlich zum Erfolg.

Technisches Museum Brno: Computerspielplatz.

Das Technische Museum zu Brünn war auf der Amper auch dieses Jahr mit einem vollen Stand vertreten. „Thema“ der diversen Exponate waren diesmal klassische Computerspiele – auch in Westdeutschland indizierte Klassiker wie Wolf3D gab es zu zocken.

Lustiges – keine schokoladenartigen Objekte mehr.

Der Ferritkern-Spezialist Almeto erfreute in der Vergangenheit immer wieder mit passiv-aggressiven Schildern, die auf die Nichtessbarkeit der als Bhaltis verteilten Ferritkernen hinwiesen.
Dieses Jahr hatte man die Faxen dicke, weshalb man stattdessen andere, offensichtlich nicht nach Bonbon aussehende Bhaltis verteilte.

MERICA – Pogo Pin-Sonde für den Solareinsatz

Die von Ingun im letzten Jahr gezeigten Pins zur Kontaktierung (siehe Beitrag „Amper 2024 – Honey, I shrunk the fair“) gab es diesmal im praktischen Einsatz zu sehen. Aufgrund des extrem unkooperativen Distributors haben wir leider nur ein Foto.

Amper, papierlos.

Teilnehmer bekamen dieses Jahr nicht einmal mehr einen Badge umgehängt – nach der per QR-Code erfolgenden Anmeldung war man im Großen und Ganzen auf sich selbst gestellt. Immerhin bekam jeder beim Eintritt die in der Abbildung gezeigte Karte, die unter anderem das Herunterladen verschiedener Messe-Informationssysteme ermöglichte.

Soziales und Automotives.

Den leeren Platz in einer der Hallen füllte die TerInvest mit verschiedensten Ausstellern im Bereich der Elektromobilität.

Die Verpflegung erfolgte – wie immer – durch eine Gruppe von Foodtrucks, die nun aber mehr zwischen den Hallen positioniert waren.

Flohmarkt bei BEN

Der tschechische Technik-Fachverlag BEN (siehe http://www.ben.cz/en/) nimmt seit einiger Zeit an verschiedensten Events mit Flohmarkt-artigen Ständen teil. Auch auf der Ampere gab es das eine oder andere Schnäppchen zu machen – zu beachten ist allerdings, dass wie immer lediglich Cash-Zahlung zugelassen ist. Die Bankomaten am Messegelände fressen außerdem – wie immer – eine
durchaus erhebliche Kommission.



Skillerzählung

Zu guter Letzt sei eine Pressemitteilung der Aufskillungsgesellschaft TerInvest abgedruckt, die über die Skills der Messe berichtet:

1
Actually we know the number of visitors: 26 000, the last year was 24 000. 
2

3
We will prepare the final report from the fair by the end of the month.

Fazit und Ausblick.

Im Jahr eins nach der Herunterskillung zeigt sich die Amper durchaus lebendig – über „Mangel an meist zahlenden Besuchern“ muss der Veranstalter mit Sicherheit nicht klagen.
Fraglich ist allerdings, „wie“ es weiter geht. Den Verlust von großen Ausstellern – im Immobilienbereich (Stichwort Dead Malls) spricht man von Anchor Tenants – kompensierte TerInvest nach Maßgabe der Möglichkeiten durch kleinere Unternehmen, beispielsweise im Fertigungsbereich. Dies führt zwar einerseits zu einer bunten Mischung, andererseits aber auch dazu, dass die wegen eines Lieferanten oder Kundenbesuchs anreisenden Personen nicht mehr so häufig auftauchen. Unterm Strich bleibt es also spannend.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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