HOLT stellt einen neuen IC vor, der verschiedene Avionikbusse zu vereinen sucht. Bamboo Labs teasert derweil für den Lebensmittelkontakt freigegebene PLA-Filamente, während ein Angriff auf die Spannungsversorgung von nRF-SoCs das Auslesen von AES-Schlüsseln erlaubt.
Igors Lab: Von Meßaufbauten zur Bewertung der Qualität von Audio
Wer HPs Messgeräte-Portfolio studiert, findet immer verschiedenste auf Audio-Qualität spezialisierte Produktlinien. Heute wird dieses Feld von Audio Precision vorangetrieben – das Unternehmen war auf Mikrocontroller.net in der Vergangenheit immer wieder Thema.
Igors Lab – die Webseite ist eigentlich als Newsdienst für die PC-Branche bekannt – beschloss, einen „preiswerteren“ Meßprozess zusammenzustellen. Unter der URL https://www.igorslab.de/audio-messungen-von-mainboards-soundkarten-und-externen-dacs-grundlagen-fuer-neue-testreihen-im-labor/ findet sich eine – nach Ansicht des Autors durchaus lesenswerte – Zusammenfassung der verbauten Komponenten.
USA: FCC-Labore im Ausland nur noch in Staaten mit Gegenseitigkeitsvertrag
Wer eine ältere Ausgabe von Akenhurst’s Klassiker zu internationalem Recht erwirbt, stolpert – schnell – über eine Grundlagen-Erklärung des Konzepts des Tit for Tat.
Unter der URL https://www.consumerelectronicstestdevelopment.com/content/news/fcc-moves-to-restrict-foreign-test-labs findet sich nun eine Ankündigung, dass die – immer auf Krawall gebürstete Trump-Administration nun plant, Tit for Tat-Maßnahmen auch im Bereich der Testlabor-Akkreditierungen umzusetzen:
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Under a newly adopted Notice of Proposed Rulemaking, the FCC is considering prohibiting recognition of electronic device test labs and certification bodies in countries that do not have reciprocity agreements with the United States. The proposal would require that foreign labs operate in countries with Mutual Recognition Agreements or comparable trade arrangements ensuring equal treatment of US-based labs. If adopted, affected labs would be phased out over a two-year period. |
Altera FPGA AI Suite – Release 2026.1.1 ausgeliefert
Die Beschleunigung von allen Herren AI-Aufgaben ist ein Task, den man im Bereich der Arbeit mit FPGAs immer wieder antrifft. Mit Altera FPGA AI Suite bietet Altera seit einiger Zeit eine Software-Suite an, die auf die „FPGA-Konversion“ von generischen ML-Modellen spezialisiert ist.

Bildquelle: https://www.altera.com/products/development-tools/fpga-ai-suite
Spezifisch gilt nun, dass eine neue Version des Produkts ausgeliefert wurde. Als „Highlights“ betrachtet Altera folgende Funktionen:
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Key Highlights in FPGA AI Suite 2026.1.1 |
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Optimized Spatial Architecture: |
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Maximize parallelism and throughput for edge AI inference using spatial computing techniques, achieving deterministic, low-latency performance. |
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Streamlined AI Development Flow: |
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Simplify integration and accelerate model deployment, from framework import to FPGA implementation. |
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Improved Performance Efficiency: |
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Achieve optimal performance per watt with hardware-aware AI compilation for power-constrained environments. |
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Streamlined Toolchain Experience: |
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Work seamlessly across Quartus® Prime and development tools for a unified workflow from model optimization to deployment. |
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Expanded Model Compatibility: |
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Bring more models to FPGA with broader support for industry-standard AI frameworks. |
Raspberry Pi Imager: Erweiterungen ante Portas
Die vor wenigen Tagen durchgeführte Erweiterung des Fernwartungsdienst Raspberry Pi Connect lenkte von der unter der URL https://github.com/raspberrypi/rpi-imager/releases/tag/v2.0.9 angekündigten Betaversion des Raspberry Pi Imagers ab.
Fokus der – diversen – von den Uptoniten durchgeführten Erweiterungen und Verbesserungen ist neben der Secure boot-Funktion die Möglichkeit, neu hochgebrachte Raspberry Pi-Instanzen “direkt“ in Raspberry Pi Connect einzubinden:
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Pi Connect for Organisations: |
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• New wizard flow for registering devices into a Pi Connect organisation |
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• On-device key signing via ConnectDeviceRegistrar (HTTPS) |
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• Track org enrolment tokens through ImageWriter |
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• Register device identity with Connect after a Fastboot flash |
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CM5 / Secure Boot re-provisioning: |
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• Rewrite SecureBootProvisioner for in-place re-provisioning |
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• New CM5 re-provisioning pipeline in FirmwareManager |
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• Add BootloaderImage TLV editor for pieeprom.bin |
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• Bootfiles repacking (replaceEntry + writeToFile) |
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• Add config-sig, RSA pubkey extraction, bootcode2712 signing |
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• Debug toggles for force-secure-boot and signed Fastboot gadget |
Holt HI-6141 – 1 Mbps und 10 Mbps 1553-Busse in einem IC
Datenbusse der 1553-Familie sind sowohl in zivilen als auch in militärischen Avionik-Aufgaben populär. Mittlerweile gilt, dass es verschiedene Versionen mit verschiedenen Geschwindigkeiten gibt.
Nun gilt, dass im Hause Holt ein „Kombinations-Chip“ ante Portas steht. Im Prinzip kombiniert er die schon bekannten HI-6130 und HI-6140 .

Bildquelle: https://www.holtic.com/documents/818-hi-6141_v-rev-newpdf.do
Bamboo Labs: PLA-Filament mit Lebensmittelkontaktzulassung verfügbar.
In Sachen 3D-Druck gibt es eine interessante Neuerung. Der im Allgemeinen gut informierte Branchen-Newsdienst 3DDruck.com berichtet unter der URL https://3druck.com/3d-druckmaterialien/bambu-lab-pla-pure-filament-mit-lebensmittelkontakt-zulassung-vorgestellt-28157224/ von einem neuen, für den Lebensmittelkontakt zertifizierten Filament:
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. . .erste konsumentenorientierte 3D-Druck-Filament, das seine vollständige Zutatenliste offenlegt und mit einer derart reduzierten Formulierung eine Zertifizierung für Lebensmittelkontakt erreicht. Bambu Lab nennt drei Zertifikate: UL GREENGUARD für Emissionen in Innenräumen, die EU-Verordnung Nr. 10/2011 für Materialien mit Lebensmittelkontakt sowie EN 71-3 für die Sicherheit von Spielzeug. |
Zu beachten ist, dass es derzeit nur diese Ankündigung gibt – Preislisten und Co. suchte der News-Autor zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Meldung vergeblich.
RISC-V Ratified Specifications Library – zentrales Repositorium aller RISC/V-Spezifikationen.
Dass ein RISC/V-Prozessor bzw. die in ihm implementierte Assemblersprache durch eine Gruppe von Spezifikationen beschrieben ist, wollen wir als bei den Lesern bekannt voraussetzen.
Problematisch war bisher vor allem, dass diese Spezifikationen über Dutzende von Quellen verteilt waren. Das Standardisierungsgremium wendet sich diesem Problem nun mit dem in der Abbildung gezeigten Dienst zu, der eine „Sammlung“ aller Spezifikationen anzubieten sucht.

Bildquelle: https://docs.riscv.org/reference/home/index.html
Side-Channel-Attacke auf NRF-SoCs.
Seitenkanal-Angriffe haben sich im Laufe der letzten Jahre als durchaus etablierte Angriffsmethode auf alle Herren Systeme etabliert. Im Paper “Screaming Channels: When Electromagnetic Side Channels Meet Radio Transceivers” findet sich eine neue Spielart, die – wie in der Abbildung gezeigt – die „gemeinsame Versorgungsspannung“ zum Ziel hat.

Bildquelle: https://www.s3.eurecom.fr/docs/ccs18_camurati.pdf
Über die zur „praktischen Ausnutzung“ erforderliche Infrastruktur vermeldet das unter einer Open Access-Lizenz stehende Paper folgendes:
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The physical setup consists of two main components: the target chip and an SDR to collect the traces, placed in an anechoic test chamber at a distance of 10 m from each other, as shown in Figure 5. The chip runs periodic AES encryptions with a fixed key and random plaintexts, using the tinyAES implementation included in the Nordic Semiconductor SDK4 . Moreover, the chip is configured to modulate and transmit random data according to the Bluetooth standard on a fixed channel without Adaptive Frequency Hopping (AFH) |
Zu beachten ist, dass derartige Methoden – in ähnlicher Weise – schon 2018 in ODINI : Escaping Sensitive Data from Faraday-Caged, Air-Gapped Computers via Magnetic Fields vorgeschlagen wurden. Das Paper arbeitete damals auf Ebene von Workstations mit Air-Gaps – weitere Informationen finden an Sicherheit interessierte Personen unter der URL https://arxiv.org/abs/1802.02700.
PCIe 8.0 erreicht 1 TB/sec Bandbreite
Dass sich PCIe im Bereich verschiedener Prozessrechner gut etabliert, wollen wir als bekannt annehmen. Die achte Version des Standards soll nun – wie in der Abbildung gezeigt – für mehr Performance sorgen.

DF Robot: Flexibles AMOLED-Display mit HDMI
Flexible Displays sind in „Smartphones“ aller Herren Hersteller gut etabliert. Dort erfolgt die „Kommunikation“ mit dem Host im Allgemeinen allerdings per MiPi, während gewöhnliche Prozessrechner HDMI bevorzugen.
Im Hause DF Robot – das Unternehmen bietet allerlei Arten Prozessrechner-Zubehör an – möchte man nun ein rund 7 Zoll großes Display anbieten, das neben einer Auflösung von 2400×1080 einen HDMI-Konverter mitbringt.

Bildquelle: https://www.dfrobot.com/product-3113.html
Ploopy Bean – quelloffener TrackPoint
Im Hause Ploopy bietet man quelloffene Eingabeperipherie an. Neu ist nun ein an den in ThinkPads verbauten TrackPoint erinnerndes Gerät, das sich wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: https://ploopy.co/shop/bean-pointing-stick/
Hervorzuheben ist, dass auch die Mechanik – der Autor denkt hier beispielsweise an die diversen Federn, die den TrackPoint in Position halten – ebenfalls quelloffen sind. Ein Besuch lohnt sich also auch für all jene, die „nur“ mehr über den Aufbau von Joysticks und ähnlichen Peripheriegeräten zu lernen begehren.
SpacemiT K3 X100 – RVA23-fähige CPU nun als Entwicklerboard zu haben
Canonicals Entscheidung, in neuen Versionen von RISC/V-Ubuntu auf RVA 23 als Mindestprofil zu setzen, hat für verschiedenste Produkte (wie den OrangePi mit RISC/V-Prozessor) Probleme verursacht.
Eine der Gewinner war das Unternehmen SpacemiT, dessen Achtkernprozessor K3 X100 die benötigten ISAs nativ unterstützt. Nun gibt es von vier unterschiedlichen Anbietern Evaluationsboards, die die direkte Inbetriebnahme ermöglichen und die durch die Bank rund € 350 vor Steuern kosten.

Bildquelle: https://s.click.aliexpress.com/e/_c2u3Qh3Z

Bildquelle: https://s.click.aliexpress.com/e/_c3GNnecR

Bildquelle: https://sipeed.com/k3

Bildquelle: https://arace.tech/products/milk-v-jupiter-2?variant=44135408894132
CartoType für Energietechniker und Infrastrukturplaner
Im Hause Cartotype – das Unternehmen bietet eine Big Tech-unabhängige Alternative zu Google Maps und Co. – hat man Energietechniker als neue Zielgruppe avisiert. Spezifischerweise ist es ab sofort möglich, die in OpenStreetMap enthaltenen Informationen im Bezug auf Stromleitungen auszuwerten und in die Renderings einzubeziehen:
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The map shows major and minor power lines and their supporting poles and towers in light brown. The makemap tool now imports power lines and substations by default when you use the standard import rules, and the standard style sheet displays them as a new layer named “power”. |
Grafisch präsentiert sich dies dann wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: Cartotype.
AMS Osram: CMOS-Bildsensoren gehen ebenfalls in den Verkauf
Die „Zerfleischung“ des österreichischen Halbleiter-Herstellers geht unbegrenzt weiter.
Unter der URL https://investors.indie.inc/news/news-details/2026/indie-to-Acquire-CMOS-Image-Sensor-Product-Line-from-ams-OSRAM/default.aspx findet sich nun die folgende Meldung, die auf den Verkauf der CMOS-Sensorsparte hinweist:
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ALISO VIEJO, Calif.--(BUSINESS WIRE)-- indie Semiconductor (Nasdaq: INDI), an automotive solutions innovator, has announced the signing of a definitive agreement to acquire the fabless CMOS image sensor group from ams OSRAM AG for a total consideration of 40 million euros. |
Linux 7.2 – Unterstützung für AMD K5 und Cyrix-Prozessoren fällt.
Nach der „Ausrottung“ der 486 geht es in Linux 7.2 bestimmten Spielarten von Pentium-Prozessoren bzw. ihren Alternativen an den Kragen. Der im Allgemeinen gut informierte Branchen-Newsdienst Phoronix berichtet unter https://www.phoronix.com/news/AMD-K5-CPUs schlechte Nachrichten für die CPU-Oldies:
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Following the i486 farewell, TSC-less i586/i686 processors are being removed. Supporting those vintage GPUs without the Time Stamp Counter "TSC" instruction are becoming a burden on Linux kernel developers and thus the support is being removed. TSC-capable Intel Pentium processors and the likes will still be supported with this just being for TSC-less i586/i686 CPUs. |
Rochester: Unterstützung für Intel-Prozessoren und CAN-Interfaces.
Die Abkündigungen im Linux-Kernelteam haben nicht dazu geführt, dass Legacy-Systeme aus der Welt verschwinden. Unter der URL https://www.rocelec.com/news/the-authorized-source-for-intels-x86 kündigt Rochester an, verschiedenste Intel-Prozessoren und Intel-Mikrocontroller anbieten zu können. Explizit betont man, dass dies auch die im PLCC-Gehäuse vorliegenden SKUs umfasst:
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8051, 8086/8088, 80C186XL, 80C188XL, 80C196KC, and others. Over the past 15 years, Rochester’s product replication engineering team has ported the 80C186XL twice in response to fab process obsolescence and ongoing customer demand. As the original PLCC packaging used on many of these Intel products became obsolete, Rochester established this assembly capability at its Newburyport headquarters, making these replication and assembly investments independently to ensure continuity for long term system partners. |
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This Intel partnership also extends to a wide range of 32-bit and 64-bit x86 processors, with Rochester maintaining inventory of more than 2 million units across 280 part numbers. Our extensive Intel offering includes well-known families such as Xeon, Pentium, Core Duo, Celeron, and Atom processors, as well as 80286/386/486 devices. |
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch noch die URL https://www.rocelec.com/news/can-bus-support. Rochester berichtet dort über die Fähigkeit, verschiedene CAN-Interface-Produkte als Second Source offerieren zu können.
Lesestoff: vom Design von Schraublöchern für 3D-Drucke
Dass die Kombination aus Schraube bzw. Sechskantmutter und 3-D-gedruckten Objekt zu lustigen Effekten führen kann, hat der Autor beispielsweise unter der URL https://youtu.be/85jNyOHnDA4 dokumentiert. Unter https://makerworld.com/en/community/post/1182854 findet sich nun ein – langer, aber lesenswerter – Text, der sich mit den Problemen und Herausforderungen derartiger kombinatorischer Bauteile auseinandersetzt.

Bildquelle: https://makerworld.com/en/community/post/1182854
Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News
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