Sicherheitsverbesserungen in Raspberry Pi OS, Neues von SigFox, RISC-V und ARM

Eben Upton’s Mannen passen Raspberry Pi OS an, um höhere Sicherheit zu erreichen. Paralell dazu gibt es Neuerungen von SigFox und ARM – hier eine kurze Liste von Ereignissen, die Weltpolitik und Elektronik kombinieren.

Raspberry Pi OS: mehr Sicherheit

Dass das Default-Login einer Raspbian-Installation pi/raspberry lautet, ist bekannt und problematisch – schon aus Gründen der Bequemlichkeit ändern nur die wenigsten User diese Voreinstellungen.
In Raspberry Pi OS Bullseye treffen Benutzer im Rahmen der Initialisierung auf die in der Abbildung gezeigte Eingabefläche, die zur Vergabe eines neuen Usernamen auffordert.

(Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/raspberry-pi-bullseye-update-april-2022/)

Neu ist im Rahmen der Einrichtung auch, dass der Raspberry Pi – Bluetoothmodul vorausgesetzt – automatisch auf die Suche nach Bluetooth-Peripheriegeräten geht: die für die Einrichtung bisher erforderliche USB-Maus und USB-Tastatur können beim Vorhandensein eines Bluetooth-HID-Geräts entfallen.

MangoPi MQ Pro – RISC-V-basierte Alternative zum Zero W

AllWinners RISC-V-basiertes SoC ist – anders als die GD32VF-Serie von GigaDevice – ja zur Ausführung von linuxbasierten Payloads befähigt. Mit dem MangoPi MQ Pro steht nun ein an den Raspberry Pi Zero W angelehntes Board zur Verfügung: ein RTL8723DS kümmert sich um WLAN und Bluetooth. Leider ist die GPU nicht für 3D-Beschleunigung befähigt.

(Bildquelle: https://mangopi.cc/mangopi_mqpro)

Preislich liegt das Board mit  128 CNY bei etwa 19EUR, was etwas teurer ist als der Zero W. Zudem erfolgt der Verkauf derzeit nur über TaoBao – weitere Informationen, auch zu einer Variante mit 1GB RAM, finden sich unter https://mangopi.cc/mangopi_mqpro.

SigFox: Gemengelage um den Verkauf

Der Zusammenbruch im Hause SigFox geht weiter – die US-amerikanische Abteilung des Unternehmens unterliegt ab Sofort einem Chapter 7-Insolvenzverfahren. Das bedeutet, dass die Besitztümer des Unternehmens zur Befriedigung der Gläubiger verkauft werden – ein Weiterbetrieb dürfte laut enterpriseiotinsights nicht vorgesehen sein.
La Tribune Tolouse (siehe https://toulouse.latribune.fr/entreprises/2022-04-06/reprise-de-sigfox-unabiz-favori-ludovic-le-moan-jette-l-eponge-912992.html) berichtet derweil, dass sich das Feld der Bieter für die französische SigFox-Organisation weiter reduziert. Im Rennen bleiben einerseits UnaBiz, andererseits OTEIS – da zweitere Firma französisch ist, werden ihrem an sich schlechteren Angebot allerdings ebenfalls Chancen eingeräumt.
In Argentinien zeigt man sich derweil von den Vorgängen wenig beeindruckt – laut bnamericas (https://www.bnamericas.com/en/news/neuquen-province-installs-sigfox-smart-water-meters) plant die Provinz Neuquén die Auslieferung mehrerer tausend intelligenter Wasseruhren auf Basis der SigFox-Technologie:

1Argentinas Neuquén province installed 300 smart water meters on the Sigfox network.
2. . .
3
4The province wants to install 115,000 devices by 2023, 50,000 to 80,000 in Neuquén city alone.

LoraWAN bei Orange France bis 2027 im Betrieb

Bouygues Telecom kündigte vor einiger Zeit an, das hauseigene LoraWAN-Netzwerk in 2024 herunterzufahren. Unter https://enterpriseiotinsights.com/20220405/internet-of-things/lorawan-que-je-taime-orange-reaffirms-lora-affair-keeps-the-wan-in-lorawan findet sich nun – nach Nachfrage bei Orange – die folgende Passage, die Nutzern von LoraWAN in Frankreich Investitionssicherheit verspricht:

1Orange will continue to operate its public LoRaWAN network in France until at least 2027.

ARM: Auslagerung der Anteile von ARM China

Auch wenn die Übernahme von ARM durch Nvidia vom Tisch ist, lässt die Weltpolitik ARM nicht in Ruhe – in der Vergangenheit erwies sich das zusammen mit chinesischen Investoren gehaltene Joint Venture ARM China als Problem. ARM hat seine  47.33% an Anteilen nun ausgelagert, was den für 2023 geplanten Börsengang erleichtert.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Codebeispiele und detaillierte Interfacebeschreibung zu ARM Virtual Hardware

Im Rahmen eines Webinars verrät ARM mehr über die im Rahmen des DevSummit vorgestellte Virtual Hardware-Technologie, die Entwicklern von Embeddedsystemen die Nutzung moderner Programmiertechniken ermöglichen soll. Nun gibt es Codebeispiele und eine detaillierte Besprechung der Interfaces.

Worum geht es hier?

Der Arm DevSummit 2021 (siehe https://www.mikrocontroller.net/topic/526251 und https://www.mikrocontroller.net/topic/526505) stand im Zeichen moderner Entwicklungstechniken, die im Embeddedbereich Einzug halten sollten. Durch Hardwarevirtualisierung sollen Unit Tests leichter werden – dies ist eine Grundvoraussetzung für Prozesse wie Continuous Integration.
Nach Ansicht des Autors ist ARM’s extreme Forcierung dieser “neuartigen Entwicklungsmethoden” übrigens eine Reaktion auf immer stärkere bzw. bessere RISC-V-Controller.
Wer auf Workstation, Web 2.0 oder Smartphone aufgewachsen ist, codiert ungern ohne CI und Unit Tests – stehen derartige Komfortfunktionen nur im ARM-Ökosystem zur Verfügung, so sind Entwickler bei Nutzung von ARM-Technologien weniger quengelig.

Drei Interfaces verbinden VM und simulierte Hardware

Zwischen dem virtuellen ARM-Kern und der vom Entwickler bereitzustellenden Hardware stellt ARM Virtual Hardware drei Interfaces zur Verfügung. Kandidat Nummero eins ist VIO – es kümmert sich um die Simulation “boole’scher Werte” wie einer LED. Über VSI dürfen bis zu acht Datenströme angeliefert werden (Stichwort Training von ML), während das VSocket-Interface für die Internetverbindung sorgt.

(Bildquelle: ARM)

Virtualisierung von LEDs mit TKInter

ARM demonstrierte die Möglichkeiten der virtuellen Hardware durch ein Programmbeispiel, das ein auf der Python-GUI-Bibliothek TKInter basierendes Benutzerinterface zur Steuerung von drei Leuchtdioden einsetzte.

(Bildquelle: ARM)

Auf Seiten des C-Programms kommt dabei ein Interfaceobjekt zum Einsatz, das – wie in der Abbildung gezeigt – für die Kommunikation mit dem Python-Teil sorgt.

(Bildquelle: ARM)

Im Fall der LED-Ansteuerung finden sich im Code Behind zwei Methoden, die für die Bereitstellung der Daten sorgen. ARM spendiert laut der unter https://arm-software.github.io/VHT/main/simulation/html/group__arm__vio__py.html bereitstehenden Dokumentation dabei zwei Methodengruppen: neben dem Austausch von Signalen ist es auch möglich, beliebige Integerwerte zwischen virtueller Hardware und dem Python-Testharrnisch auszutauschen.

(Bildquelle: ARM)

Simulation von AI-Prozessen

Die Paradeanwendung von ARM Virtual Hardware ist das Füttern von AI-Algorithmen mit wiederholbaren Testdaten. Ein gutes Beispiel dafür wäre ein Spracherkennungsverfahren, das – wie in der Abbildung gezeigt – immer die selben Informationen angeliefert bekommt.

(Bildquelle: ARM)

Geht es offline?

ARM bewirbt die hauseigene Virtual Hardware ausschliesslich im Zusammenspiel mit AWS, und offeriert sogar kostenlose Rechenleistung. Mehrfache Nachfragen des Autors wurden ausweichend beantwortet – am Ende wurde davon gesprochen, dass “ein Teil des Systems Teil von MDK ist”. Eine klare Aussage pro Offline-Nutzung war allerdings nicht zu erhalten.

Mehr erfahren

Zu guter Letzt spendierte ARM die in der Abbildung gezeigte Folie, wo sich unter Anderem eine E-Mail-Adresse zur Einholung weiterer Informationen zum Thema findet. Auch das hier in Screenshots gezeigte LED-Beispiel auf Basis von TKInter muss – zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels – dort beantragt werden.

(Bildquelle: ARM)

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Codebeispiele und detaillierte Interfacebeschreibung zu ARM Virtual Hardware

Im Rahmen eines Webinars verrät ARM mehr über die im Rahmen des DevSummit vorgestellte Virtual Hardware-Technologie, die Entwicklern von Embeddedsystemen die Nutzung moderner Programmiertechniken ermöglichen soll. Nun gibt es Codebeispiele und eine detaillierte Besprechung der Interfaces.

Worum geht es hier?

Der Arm DevSummit 2021 (siehe https://www.mikrocontroller.net/topic/526251 und https://www.mikrocontroller.net/topic/526505) stand im Zeichen moderner Entwicklungstechniken, die im Embeddedbereich Einzug halten sollten. Durch Hardwarevirtualisierung sollen Unit Tests leichter werden – dies ist eine Grundvoraussetzung für Prozesse wie Continuous Integration.
Nach Ansicht des Autors ist ARM’s extreme Forcierung dieser “neuartigen Entwicklungsmethoden” übrigens eine Reaktion auf immer stärkere bzw. bessere RISC-V-Controller.
Wer auf Workstation, Web 2.0 oder Smartphone aufgewachsen ist, codiert ungern ohne CI und Unit Tests – stehen derartige Komfortfunktionen nur im ARM-Ökosystem zur Verfügung, so sind Entwickler bei Nutzung von ARM-Technologien weniger quengelig.

Drei Interfaces verbinden VM und simulierte Hardware

Zwischen dem virtuellen ARM-Kern und der vom Entwickler bereitzustellenden Hardware stellt ARM Virtual Hardware drei Interfaces zur Verfügung. Kandidat Nummero eins ist VIO – es kümmert sich um die Simulation “boole’scher Werte” wie einer LED. Über VSI dürfen bis zu acht Datenströme angeliefert werden (Stichwort Training von ML), während das VSocket-Interface für die Internetverbindung sorgt.

(Bildquelle: ARM)

Virtualisierung von LEDs mit TKInter

ARM demonstrierte die Möglichkeiten der virtuellen Hardware durch ein Programmbeispiel, das ein auf der Python-GUI-Bibliothek TKInter basierendes Benutzerinterface zur Steuerung von drei Leuchtdioden einsetzte.

(Bildquelle: ARM)

Auf Seiten des C-Programms kommt dabei ein Interfaceobjekt zum Einsatz, das – wie in der Abbildung gezeigt – für die Kommunikation mit dem Python-Teil sorgt.

(Bildquelle: ARM)

Im Fall der LED-Ansteuerung finden sich im Code Behind zwei Methoden, die für die Bereitstellung der Daten sorgen. ARM spendiert laut der unter https://arm-software.github.io/VHT/main/simulation/html/group__arm__vio__py.html bereitstehenden Dokumentation dabei zwei Methodengruppen: neben dem Austausch von Signalen ist es auch möglich, beliebige Integerwerte zwischen virtueller Hardware und dem Python-Testharrnisch auszutauschen.

(Bildquelle: ARM)

Simulation von AI-Prozessen

Die Paradeanwendung von ARM Virtual Hardware ist das Füttern von AI-Algorithmen mit wiederholbaren Testdaten. Ein gutes Beispiel dafür wäre ein Spracherkennungsverfahren, das – wie in der Abbildung gezeigt – immer die selben Informationen angeliefert bekommt.

(Bildquelle: ARM)

Geht es offline?

ARM bewirbt die hauseigene Virtual Hardware ausschliesslich im Zusammenspiel mit AWS, und offeriert sogar kostenlose Rechenleistung. Mehrfache Nachfragen des Autors wurden ausweichend beantwortet – am Ende wurde davon gesprochen, dass “ein Teil des Systems Teil von MDK ist”. Eine klare Aussage pro Offline-Nutzung war allerdings nicht zu erhalten.

Mehr erfahren

Zu guter Letzt spendierte ARM die in der Abbildung gezeigte Folie, wo sich unter Anderem eine E-Mail-Adresse zur Einholung weiterer Informationen zum Thema findet. Auch das hier in Screenshots gezeigte LED-Beispiel auf Basis von TKInter muss – zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels – dort beantragt werden.

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Raspberry Pi Compute Module 4S im DIMM-Formfaktor

Ein Leak über den Raspberry Pi-Integrator Revolution Pi informiert darüber, dass Eben Upton’s das bei der Einführung des Compute Module 4 aufgegebene DIMM-Format mit einem als Compute Module 4S bezeichneten Produkt weiterführen.

Worum geht es hier

Bei der kommerziellen Nutzung von Einplatinencomputern erweisen sich die 40 Pin-Stecker immer wieder als Ärgernis – Mechanik ist und bleibt der häufigste Killer von Elektronik, insbesondere dann, wenn der Kunde bei einem (sehr teuren) Tracker an den Steckern zu sparen sucht.
Die Raspberry Pi Foundation begegnet diesem Problem durch das Anbieten der Compute Module-Serie: verschiedene Abarten des Raspberry Pi, die bisher ein an ein DIMM-Speichermodul erinnerndes Interface mitbrachten. Beim Compute Module 4 wurde dies allerdings aufgegeben.

(Bildquelle: Raspberry Pi)

Es geht weiter

Für Anbieter von auf dem Raspberry Pi basierender Systeme war dies logischerweise wenig erfreulich: wer die Vorteile des neuen BCM2711 im Raspberry Pi IV nutzen wollte, musste seine Platine umdesignen. Die auf der Webseite von RevolutionPi erschienene Webseite informiert nun darüber, dass das Compute Module 4S den DIMM-Formfaktor fortsetzt.

(Bildquelle: https://revolutionpi.com/new-s-series-and-se-series/)

Aus technischer Sicht ist auch dieses Compute Module im Prinzip ein Raspberry Pi in einem seltsamen Formfaktor. Interessant ist in diesem Zusammenhang allerdings der im Vergleich zum Einplatinencomputer stark beschnittene Arbeitsspeicherausbau von nur 1GB – den Raspberry Pi IV gibt es als Standalonevariante in der Theorie mit 8GB RAM.
Für die Realität dieses Produkts spricht ausserdem, dass die dem Konzept der Free Speech im Allgemeinen nicht allzu offen gegenüberstehende Raspberry Pi Foundation den unter https://forums.raspberrypi.com/viewtopic.php?t=332471 befindlichen Forumsthread zum Thema noch nicht gelöscht hat.

Zaghafte Professionalisierung?

Die Raspberry Pi ist in Anbetracht diverser launiger Meldungen (Blitzlichtempfindlichkeit, “DAC am RP2040”, GamerGate, ODROID-W) nie um Lustigkeit verlegen. Im Bereich der professionellen Anwendung sah dies anders aus – nach dem Erscheinen des Raspberry Pi 1 verweigerte man “non-educational-Anwendern” sogar die Garantie.

(Bildquelle: https://twitter.com/wren6991/status/1352204469266743297)

Unter https://www.raspberrypi.com/news/production-and-supply-chain-update/ findet sich nun allerdings eine Meldung, die ein klares Committment pro kommerziellen Kunden darstellt:

1We have to balance volume demand from commercial and industrial customers with the demand we see from individuals. Right now we feel the right thing to do is to prioritise commercial and industrial customers the people who need Raspberry Pis to run their businesses were acutely aware that peoples livelihoods are at stake. There is currently enough supply to meet the needs of those customers.

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Raspberry Pi Compute Module 4S im DIMM-Formfaktor

Ein Leak über den Raspberry Pi-Integrator Revolution Pi informiert darüber, dass Eben Upton’s das bei der Einführung des Compute Module 4 aufgegebene DIMM-Format mit einem als Compute Module 4S bezeichneten Produkt weiterführen.

Worum geht es hier

Bei der kommerziellen Nutzung von Einplatinencomputern erweisen sich die 40 Pin-Stecker immer wieder als Ärgernis – Mechanik ist und bleibt der häufigste Killer von Elektronik, insbesondere dann, wenn der Kunde bei einem (sehr teuren) Tracker an den Steckern zu sparen sucht.
Die Raspberry Pi Foundation begegnet diesem Problem durch das Anbieten der Compute Module-Serie: verschiedene Abarten des Raspberry Pi, die bisher ein an ein DIMM-Speichermodul erinnerndes Interface mitbrachten. Beim Compute Module 4 wurde dies allerdings aufgegeben.

(Bildquelle: Raspberry Pi)

Es geht weiter

Für Anbieter von auf dem Raspberry Pi basierender Systeme war dies logischerweise wenig erfreulich: wer die Vorteile des neuen BCM2711 im Raspberry Pi IV nutzen wollte, musste seine Platine umdesignen. Die auf der Webseite von RevolutionPi erschienene Webseite informiert nun darüber, dass das Compute Module 4S den DIMM-Formfaktor fortsetzt.

(Bildquelle: https://revolutionpi.com/new-s-series-and-se-series/)

Aus technischer Sicht ist auch dieses Compute Module im Prinzip ein Raspberry Pi in einem seltsamen Formfaktor. Interessant ist in diesem Zusammenhang allerdings der im Vergleich zum Einplatinencomputer stark beschnittene Arbeitsspeicherausbau von nur 1GB – den Raspberry Pi IV gibt es als Standalonevariante in der Theorie mit 8GB RAM.
Für die Realität dieses Produkts spricht ausserdem, dass die dem Konzept der Free Speech im Allgemeinen nicht allzu offen gegenüberstehende Raspberry Pi Foundation den unter https://forums.raspberrypi.com/viewtopic.php?t=332471 befindlichen Forumsthread zum Thema noch nicht gelöscht hat.

Zaghafte Professionalisierung?

Die Raspberry Pi ist in Anbetracht diverser launiger Meldungen (Blitzlichtempfindlichkeit, “DAC am RP2040”, GamerGate, ODROID-W) nie um Lustigkeit verlegen. Im Bereich der professionellen Anwendung sah dies anders aus – nach dem Erscheinen des Raspberry Pi 1 verweigerte man “non-educational-Anwendern” sogar die Garantie.

(Bildquelle: https://twitter.com/wren6991/status/1352204469266743297)

Unter https://www.raspberrypi.com/news/production-and-supply-chain-update/ findet sich nun allerdings eine Meldung, die ein klares Committment pro kommerziellen Kunden darstellt:

1We have to balance volume demand from commercial and industrial customers with the demand we see from individuals. Right now we feel the right thing to do is to prioritise commercial and industrial customers the people who need Raspberry Pis to run their businesses were acutely aware that peoples livelihoods are at stake. There is currently enough supply to meet the needs of those customers.

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Espressif: HTML-Renderer, neue S3-Box für Sprachassistenten, offizielles Rust-Training

Im Hause Espressif gibt es Neuzugänge: neben einem neuen Entwicklungssystem für Sprachassistenten präsentiert das hinter dem ESP32 stehende Unternehmen auch neue Softwarebibliotheken und ein Training für Nutzer der Programmiersprache Rust.

Worum geht es hier?

Espressif ist der hinter den ESP8266– und ESP32-Linien stehende Chiphersteller: die Module sind nicht nur ob ihrer Verfügbarkeit interessant, sondern auch deshalb, weil sie ein Funkmodul mit einem frei programmierbaren Mikrocontroller kombinieren.
Rust ist derweil eine von Mozilla popularisierte Low Level-Programmiersprache, die zwar an C erinnernde Performance bietet, durch einen fortgeschrittenen Compiler aber viele Programmierfehler zu verhindern sucht.

Preiswertere Version der ESP32-S3-Box, neue Funktionen in Skainet

Espressif richtet die hauseigene Produktpalette seit längerer Zeit auch in Richtung der Bedürfnisse von an Amazon Alexa und Co angelehnten virtuellen Sprachassistenten aus. Die dabei zum Einsatz kommende Software hört auf den Namen Skainet, und bekommt nu die folgenden neuen Funktionen:

1Support for waking up the device at any time while it is speaking or playing music.
2Support for talking to the device continuously once it is woken up.

Zwecks schnellerem Start der Arbeiten steht Entwicklern mit der ESP32-S3-Box seit einiger Zeit ein Geräteprototyp zur Verfügung, der unter Anderem mit einem Touchscreen ausgestattet ist. Wer an einem touchscreenlosen System arbeitet, kann ab Sofort auch auf die ESP32-S3-Box-Lite setzen – sie hat wie in der Abbildung gezeigt keinen Touchscreen, und bringt stattdessen mehr Buttons mit.

(Bildquelle: https://www.espressif.com/sites/default/files/MicrosoftTeams-image%20%281%29_0.png)

HTML-Rendering mit CSS-Unterstützung

Als die ersten Palm-PDAs die Möglichkeit zum Rendering von HTML und CSS erhielten, hatten sie 33 oder 66 MHz Prozessortakt. Aus diesem Blickwinkel ist es nicht verwunderlich, dass erste Entwickler nun auch Experimente im Bereich ESP32 wagen.

(Bildquelle: https://libwebsockets.org/git/libwebsockets/tree/READMEs/README.html-parser.md)

Die hier gezeigte Abbildung entstand unter Nutzung der LibWebSockets. Ihr Entwickler verspricht zum Zeitpunkt der Drucklegung – unter Anderem – den folgenden Funktionsumfang:

1Parses common HTML and CSS, somewhat beyond html5 and CSS2.1 (supports
2some CSS3)
3 Uses Secure Streams to bring in HTML, and references to JPEG and PNG <img>,
4toplevel async renderer api takes an lws VFS file:// or https:// URL
5retrieved via SS. Theres easy, customizable lws VFS support at SS for
6transparently referencing dynamicallygenerated or .text, or SD cardstored
7HTML, or other assets
8 No framebuffer rendered strictly linewise. RGB framebuffer for 600x448
9image above would be 800KB, lws can render it efficiently on an ESP32 with
10only the default 200KB memory available.
11[c]
12
13Wichtig ist, dass die Bibliothek neben dem Fehlen von JavaScriptUnterstützung auch sehr strenge Anforderungen an das zu verarbeitende MarkUp stellt:
14[c]
15Only quite basic HTML + CSS implemented atm, old style= element attributes
16not supported.
17Requires correct HTML, not yet tolerant of missing end tags etc

Falls Sie sich nun nach dem Sinn fragen: das Produkt wird zwar keinen Webbrowser ersetzen, kann aber z.B zur Darstellung von Hilfetexten sehr nützlich sein.

Rust: offizielles Tutorial und dediziertes Entwicklerkit

Espressif arbeitet seit einiger Zeit an einer Verbesserung der Dokumentation. In Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Ferrous Systems planen die Chinesen nun, zwei Tutorials zum Thema Rust anzubieten. Die “Anfängerversion” demonstriert dabei die Interaktion mit HTTP und MQTT (siehe https://github.com/ferrous-systems/espressif-trainings), während die noch nicht veröffentlichte fortgeschrittene Variante I2C-Sensoren ansprechen wird.
Neben dem (noch nicht komplett veröffentlichten) Tutorial bietet Espressif auch ein als Rust Board bezeichnetes Evaluationsboard auf Basis eines ESP32-C3 an. Seine Quelldaten stehen schon jetzt unter https://github.com/esp-rs/esp-rust-board zum Download bereit, der Vertrieb soll in naher Zukunft beginnen.

(Bildquelle: https://github.com/esp-rs/esp-rust-board/blob/master/assets/esp-rust-board_top.jpg)

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Espressif: HTML-Renderer, neue S3-Box für Sprachassistenten, offizielles Rust-Training

Im Hause Espressif gibt es Neuzugänge: neben einem neuen Entwicklungssystem für Sprachassistenten präsentiert das hinter dem ESP32 stehende Unternehmen auch neue Softwarebibliotheken und ein Training für Nutzer der Programmiersprache Rust.

Worum geht es hier?

Espressif ist der hinter den ESP8266– und ESP32-Linien stehende Chiphersteller: die Module sind nicht nur ob ihrer Verfügbarkeit interessant, sondern auch deshalb, weil sie ein Funkmodul mit einem frei programmierbaren Mikrocontroller kombinieren.
Rust ist derweil eine von Mozilla popularisierte Low Level-Programmiersprache, die zwar an C erinnernde Performance bietet, durch einen fortgeschrittenen Compiler aber viele Programmierfehler zu verhindern sucht.

Preiswertere Version der ESP32-S3-Box, neue Funktionen in Skainet

Espressif richtet die hauseigene Produktpalette seit längerer Zeit auch in Richtung der Bedürfnisse von an Amazon Alexa und Co angelehnten virtuellen Sprachassistenten aus. Die dabei zum Einsatz kommende Software hört auf den Namen Skainet, und bekommt nu die folgenden neuen Funktionen:

1Support for waking up the device at any time while it is speaking or playing music.
2Support for talking to the device continuously once it is woken up.

Zwecks schnellerem Start der Arbeiten steht Entwicklern mit der ESP32-S3-Box seit einiger Zeit ein Geräteprototyp zur Verfügung, der unter Anderem mit einem Touchscreen ausgestattet ist. Wer an einem touchscreenlosen System arbeitet, kann ab Sofort auch auf die ESP32-S3-Box-Lite setzen – sie hat wie in der Abbildung gezeigt keinen Touchscreen, und bringt stattdessen mehr Buttons mit.

(Bildquelle: https://www.espressif.com/sites/default/files/MicrosoftTeams-image%20%281%29_0.png)

HTML-Rendering mit CSS-Unterstützung

Als die ersten Palm-PDAs die Möglichkeit zum Rendering von HTML und CSS erhielten, hatten sie 33 oder 66 MHz Prozessortakt. Aus diesem Blickwinkel ist es nicht verwunderlich, dass erste Entwickler nun auch Experimente im Bereich ESP32 wagen.

(Bildquelle: https://libwebsockets.org/git/libwebsockets/tree/READMEs/README.html-parser.md)

Die hier gezeigte Abbildung entstand unter Nutzung der LibWebSockets. Ihr Entwickler verspricht zum Zeitpunkt der Drucklegung – unter Anderem – den folgenden Funktionsumfang:

1Parses common HTML and CSS, somewhat beyond html5 and CSS2.1 (supports
2some CSS3)
3 Uses Secure Streams to bring in HTML, and references to JPEG and PNG <img>,
4toplevel async renderer api takes an lws VFS file:// or https:// URL
5retrieved via SS. Theres easy, customizable lws VFS support at SS for
6transparently referencing dynamicallygenerated or .text, or SD cardstored
7HTML, or other assets
8 No framebuffer rendered strictly linewise. RGB framebuffer for 600x448
9image above would be 800KB, lws can render it efficiently on an ESP32 with
10only the default 200KB memory available.
11[c]
12
13Wichtig ist, dass die Bibliothek neben dem Fehlen von JavaScriptUnterstützung auch sehr strenge Anforderungen an das zu verarbeitende MarkUp stellt:
14[c]
15Only quite basic HTML + CSS implemented atm, old style= element attributes
16not supported.
17Requires correct HTML, not yet tolerant of missing end tags etc

Falls Sie sich nun nach dem Sinn fragen: das Produkt wird zwar keinen Webbrowser ersetzen, kann aber z.B zur Darstellung von Hilfetexten sehr nützlich sein.

Rust: offizielles Tutorial und dediziertes Entwicklerkit

Espressif arbeitet seit einiger Zeit an einer Verbesserung der Dokumentation. In Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Ferrous Systems planen die Chinesen nun, zwei Tutorials zum Thema Rust anzubieten. Die “Anfängerversion” demonstriert dabei die Interaktion mit HTTP und MQTT (siehe https://github.com/ferrous-systems/espressif-trainings), während die noch nicht veröffentlichte fortgeschrittene Variante I2C-Sensoren ansprechen wird.
Neben dem (noch nicht komplett veröffentlichten) Tutorial bietet Espressif auch ein als Rust Board bezeichnetes Evaluationsboard auf Basis eines ESP32-C3 an. Seine Quelldaten stehen schon jetzt unter https://github.com/esp-rs/esp-rust-board zum Download bereit, der Vertrieb soll in naher Zukunft beginnen.

(Bildquelle: https://github.com/esp-rs/esp-rust-board/blob/master/assets/esp-rust-board_top.jpg)

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Neuigkeiten: mmWave-Module, D1-Evaluationsboard mit besserer Verfügbarkeit, Klappferrite und mehr

Das Design von Millimeterwellenradarplatinen ist alles andere als einfach: von Seed gibt es nun preiswerte Module. Für den RISC-V-basierten Allwinner D1 gibt es ein besser verfügbares Evaluationsboard, während Nidec Schrittmotoren mit CAN-Interface ins Rennen schickt.

Worum geht es hier

Kurzmeldungen stellen neu verfügbar gewordene Bauteile und Evaluationsboards kompakt vor. Die einst als Birulki-Liste bezeichnete Auflistung erscheint, wann immer sich genug Interessantes angesammelt hat.

Für Europäer bestellbares RISC-V64-Evaluationsboard

In geopolitisch stressreichen Zeiten ist die RISC-V-Architektur interessant: Sanktionen sind der chinesischen Regierung unbekannt. Mit dem Allwinner D1 steht seit einiger Zeit ein linuxfähiges SOC zur Verfügung – leider waren die Evaluationsboards ob der fehlenden CE-Zertifizierung in Europa bisher nur schwer erhältlich,
AnalogLamb bietet mit dem DEV-LNX0004 (siehe https://www.analoglamb.com/product/dev-lnx0004-allwinner-d1-risc-v64-development-board-dongshan-neza-stu/) nun eine Variante an, die der in Ungarn lebende Autor soeben um 35 Euro käuflich erwerben konnte.

(BILDQUELLE: Analog Lamb)

Nett ist – neben der Verfügbarkeit – auch der in der Abbildung gezeigte Träger, der das Board direkt ansprechbar macht. So die Lieferung wirklich in Budapest eintrifft, folgt – irgendwann – ein Kurzbericht.

ESP32: I2S-Peripheriegerät generiert PAL und NTSC

Kreativer Missbrauch von Peripheriegeräten zur Erzeugung neuartiger Signalformen ist nicht wirklich neu – mit der esp32_composite_video_lib steht nun allerdings eine Bibliothek zur Verfügung, die Entwicklern Mehrwert bietet.
Sofern eine ESP32-Schaltung ein freies GPIO25-Pin aufweist, erlaubt die Bibliothek die Generierung verschiedener monochromatischer Signale, die von Fernsehgeräten verarbeitet werden können. Im Bereich der Auflösungen soll die Bibliothek dabei flexibel sein – die Tabelle zeigt einige direkt unterstützte Kandidaten.

(Bildquelle: https://github.com/aquaticus/esp32_composite_video_lib, Screenshot)

Nidec: Schrittmotoren mit CAN-Interface

Das Ansteuern verschiedener Motoren per Feldbus dürfte eine der häufigsten Aufgaben im Leben des Elektronikers sein: sofern der Motor das passende Interface bereits mitbringt, ist die Arbeit einfacher.
Beim Schrittmorotenhersteller Nidec arbeitet man nun an einem Schrittmotor, der ein CAN-Interface mitbringt. Interessant ist daran auch, dass man als Zielmarkt explizit Verkaufsmaschinen für Waren vorsieht:

Nidec Servo Corporation (the “Company” or “Nidec Servo”) announced today that it has launched the world’s first* brushless DC motors equipped with Can-Bus, a communication function for vending machines’ product pay-out mechanisms. – via https://www.mynewsdesk.com/us/nidec/pressreleases/nidec-servo-launches-motors-with-can-bus-a-communication-function-for-vending-machines-for-the-first-time-in-the-world-star-3172159

Moore Threads MTT-Familie: erste rein chinesische GPU

Das chinesische Start-Up Moore Threads (siehe https://www.mthreads.com/, Webseite derzeit nur Chinesisch) ist seit einiger Zeit aktiv: nun kündigten die Chinesen mit zwei als MTT S60 undf MTT S200 bezeichneten Grafikkarten verfügbares Silizium an.
Für Desktops und Workstations ist dabei die Moore Threads MTT S60 vorgesehen, zu der es noch keine Preisinformationen gibt. Der im Allgemeinen gut informierte angelsächsische Newsdienst TomsHardware spricht unter https://www.tomshardware.com/news/first-wholly-domestic-chinese-GPU-graphics-card allerdings von einer mit der Xbox One X vergleichbaren Leistung – die Demo erfolgte unter League of Legends, das nicht gerade für seine extremen Ansprüche bekannt ist.

SeeedStudio: schlüsselfertige mmWave-Module

Millimeterwellenradar – die Technologie wird unter Anderem von TI vorangetrieben – erobert sich immer mehr Einsatzfelder. Leider ist das Design der Platinen alles andere als einfach; die von TI angebotenen Evaluationsboards sind ausserdem teuer.
Seeed bietet nun zwei Module an, die – interessanterweise – direkt für bestimmte Aufgaben vorgesehen sind.
Produkt Nummer eins ist der MR24BSD1 (siehe https://www.seeedstudio.com/24GHz-mmWave-Radar-Sensor-Sleep-Breathing-Monitoring-Module-p-5304.html), der im 24GHz-Band arbeitet und auf die Überwachung von Schlaf bzw Atmung Schlafender spezialisiert ist.

(Bildquelle: Seeed)

Produkt Nummero zwei ist der MR60BHA1 (siehe https://www.seeedstudio.com/60GHz-mmWave-Radar-Sensor-Breathing-and-Heartbeat-Module-p-5305.html) – er arbeitet im 60 GHz-Band, und ist vor Allem für die Überwachung von Atem- und Herzschlagzyklen vorgesehen.

(Bildquelle: Seeed)

Wuerth WE-CAR-TEC: neue Klappferrite

Klappferrite helfen in vielerlei Hinsicht: nicht nur im Labor zur Elimination von EMI-Einstreuungen in Oszilloskopen. Wuerth bietet mit der WE-CAR-TEC-Serie nun neue Klappferrite an, die sich dank des hauseigenen Verschlussmechanismus explizit auch für den Einsatz im Labor eignen.

(Bildquelle: Wuerth)

Die eigentlichen Produkte bietet Wuerth dabei übrigens – wie in der Tabelle gezeigt – in mehreren Klassen an, die sich vor Allem im Bereich der unterstützten Leitungsbreite unterscheiden.

(Bildquelle: Wuerth)

ROHM QuiCur: schneller reagierende Schaltregler-IS kommen mit weniger Ausgangskapazität aus

Auch wenn Qorvo’s Abkündigung des ActiveSemi-Portfolios die Anzahl der preiswerten Schaltregler-IS reduziert hat: Schaltregler ersetzen ihre linearen Kollegen in immer mehr Anwendungsfällen. ROHM schickt mit QuiCur nun eine neuartige Technologie ins Rennen, die die Kosten durch Verkleinerung der Ausgangskapazitäten weiter zu senken sucht.

(Bildquelle: ROHM)

Meine Wenigkeit ist explizit kein Leistungselektroniker, sondern Prozessrechnerjockey – aus diesem Grund erfolgt das Posten der folgenden Abbildung explizit mit der Bitte um Diskussion.

(Bildquelle: ROHM)

Weitere Informationen hierzu finden sich unter https://www.presseagentur.com/rohm/detail.php?pr_id=6266&lang=de.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Read More

Neuigkeiten: mmWave-Module, D1-Evaluationsboard mit besserer Verfügbarkeit, Klappferrite und mehr

Das Design von Millimeterwellenradarplatinen ist alles andere als einfach: von Seed gibt es nun preiswerte Module. Für den RISC-V-basierten Allwinner D1 gibt es ein besser verfügbares Evaluationsboard, während Nidec Schrittmotoren mit CAN-Interface ins Rennen schickt.

Worum geht es hier

Kurzmeldungen stellen neu verfügbar gewordene Bauteile und Evaluationsboards kompakt vor. Die einst als Birulki-Liste bezeichnete Auflistung erscheint, wann immer sich genug Interessantes angesammelt hat.

Für Europäer bestellbares RISC-V64-Evaluationsboard

In geopolitisch stressreichen Zeiten ist die RISC-V-Architektur interessant: Sanktionen sind der chinesischen Regierung unbekannt. Mit dem Allwinner D1 steht seit einiger Zeit ein linuxfähiges SOC zur Verfügung – leider waren die Evaluationsboards ob der fehlenden CE-Zertifizierung in Europa bisher nur schwer erhältlich,
AnalogLamb bietet mit dem DEV-LNX0004 (siehe https://www.analoglamb.com/product/dev-lnx0004-allwinner-d1-risc-v64-development-board-dongshan-neza-stu/) nun eine Variante an, die der in Ungarn lebende Autor soeben um 35 Euro käuflich erwerben konnte.

(BILDQUELLE: Analog Lamb)

Nett ist – neben der Verfügbarkeit – auch der in der Abbildung gezeigte Träger, der das Board direkt ansprechbar macht. So die Lieferung wirklich in Budapest eintrifft, folgt – irgendwann – ein Kurzbericht.

ESP32: I2S-Peripheriegerät generiert PAL und NTSC

Kreativer Missbrauch von Peripheriegeräten zur Erzeugung neuartiger Signalformen ist nicht wirklich neu – mit der esp32_composite_video_lib steht nun allerdings eine Bibliothek zur Verfügung, die Entwicklern Mehrwert bietet.
Sofern eine ESP32-Schaltung ein freies GPIO25-Pin aufweist, erlaubt die Bibliothek die Generierung verschiedener monochromatischer Signale, die von Fernsehgeräten verarbeitet werden können. Im Bereich der Auflösungen soll die Bibliothek dabei flexibel sein – die Tabelle zeigt einige direkt unterstützte Kandidaten.

(Bildquelle: https://github.com/aquaticus/esp32_composite_video_lib, Screenshot)

Nidec: Schrittmotoren mit CAN-Interface

Das Ansteuern verschiedener Motoren per Feldbus dürfte eine der häufigsten Aufgaben im Leben des Elektronikers sein: sofern der Motor das passende Interface bereits mitbringt, ist die Arbeit einfacher.
Beim Schrittmorotenhersteller Nidec arbeitet man nun an einem Schrittmotor, der ein CAN-Interface mitbringt. Interessant ist daran auch, dass man als Zielmarkt explizit Verkaufsmaschinen für Waren vorsieht:

Nidec Servo Corporation (the “Company” or “Nidec Servo”) announced today that it has launched the world’s first* brushless DC motors equipped with Can-Bus, a communication function for vending machines’ product pay-out mechanisms. – via https://www.mynewsdesk.com/us/nidec/pressreleases/nidec-servo-launches-motors-with-can-bus-a-communication-function-for-vending-machines-for-the-first-time-in-the-world-star-3172159

Moore Threads MTT-Familie: erste rein chinesische GPU

Das chinesische Start-Up Moore Threads (siehe https://www.mthreads.com/, Webseite derzeit nur Chinesisch) ist seit einiger Zeit aktiv: nun kündigten die Chinesen mit zwei als MTT S60 undf MTT S200 bezeichneten Grafikkarten verfügbares Silizium an.
Für Desktops und Workstations ist dabei die Moore Threads MTT S60 vorgesehen, zu der es noch keine Preisinformationen gibt. Der im Allgemeinen gut informierte angelsächsische Newsdienst TomsHardware spricht unter https://www.tomshardware.com/news/first-wholly-domestic-chinese-GPU-graphics-card allerdings von einer mit der Xbox One X vergleichbaren Leistung – die Demo erfolgte unter League of Legends, das nicht gerade für seine extremen Ansprüche bekannt ist.

SeeedStudio: schlüsselfertige mmWave-Module

Millimeterwellenradar – die Technologie wird unter Anderem von TI vorangetrieben – erobert sich immer mehr Einsatzfelder. Leider ist das Design der Platinen alles andere als einfach; die von TI angebotenen Evaluationsboards sind ausserdem teuer.
Seeed bietet nun zwei Module an, die – interessanterweise – direkt für bestimmte Aufgaben vorgesehen sind.
Produkt Nummer eins ist der MR24BSD1 (siehe https://www.seeedstudio.com/24GHz-mmWave-Radar-Sensor-Sleep-Breathing-Monitoring-Module-p-5304.html), der im 24GHz-Band arbeitet und auf die Überwachung von Schlaf bzw Atmung Schlafender spezialisiert ist.

(Bildquelle: Seeed)

Produkt Nummero zwei ist der MR60BHA1 (siehe https://www.seeedstudio.com/60GHz-mmWave-Radar-Sensor-Breathing-and-Heartbeat-Module-p-5305.html) – er arbeitet im 60 GHz-Band, und ist vor Allem für die Überwachung von Atem- und Herzschlagzyklen vorgesehen.

(Bildquelle: Seeed)

Wuerth WE-CAR-TEC: neue Klappferrite

Klappferrite helfen in vielerlei Hinsicht: nicht nur im Labor zur Elimination von EMI-Einstreuungen in Oszilloskopen. Wuerth bietet mit der WE-CAR-TEC-Serie nun neue Klappferrite an, die sich dank des hauseigenen Verschlussmechanismus explizit auch für den Einsatz im Labor eignen.

(Bildquelle: Wuerth)

Die eigentlichen Produkte bietet Wuerth dabei übrigens – wie in der Tabelle gezeigt – in mehreren Klassen an, die sich vor Allem im Bereich der unterstützten Leitungsbreite unterscheiden.

(Bildquelle: Wuerth)

ROHM QuiCur: schneller reagierende Schaltregler-IS kommen mit weniger Ausgangskapazität aus

Auch wenn Qorvo’s Abkündigung des ActiveSemi-Portfolios die Anzahl der preiswerten Schaltregler-IS reduziert hat: Schaltregler ersetzen ihre linearen Kollegen in immer mehr Anwendungsfällen. ROHM schickt mit QuiCur nun eine neuartige Technologie ins Rennen, die die Kosten durch Verkleinerung der Ausgangskapazitäten weiter zu senken sucht.

(Bildquelle: ROHM)

Meine Wenigkeit ist explizit kein Leistungselektroniker, sondern Prozessrechnerjockey – aus diesem Grund erfolgt das Posten der folgenden Abbildung explizit mit der Bitte um Diskussion.

(Bildquelle: ROHM)

Weitere Informationen hierzu finden sich unter https://www.presseagentur.com/rohm/detail.php?pr_id=6266&lang=de.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Read More

Arduino: Rückkehr von kombinatorischem Linux-Board und Roboterarm für Lehranwendungen

Mit dem Portenta X8 schickt Arduino endlich wieder ein linuxfähiges Board ins Rennen, während der Braccio++ eine Weiterentwicklung des einst in Montebianco am Arduino Summit gezeigten Braccios darstellt.

Worum geht es hier – oder – ein kleiner Rückblick

Die Geschichte wiederholt sich – im Rahmen des Arduino-Bürgerkriegs besann sich die von Frederico Musto angeführte Fraktion, die einst für den Arduino Yun verantwortlich war, auf ihre Stärken. Im Zusammenspiel mit Microchip, ST und Co präsentierte man eine ganze Gruppe kombinatorischer Boards und sogar einen Roboterarm.

(Bildquelle: Tamoggemon Holding k.s., Archiv des Autors)

Da Arduino.cc den Bürgerkrieg gewann, gab es dann einige Jahre nur noch “kleinere” Boards im MKR-Formfaktor. Nun kehren einige der “golden Oldies” zurück, wenn auch zu einem wesentlich höheren Preis.

Portenta X8 – spiritueller Nachfolger des Arduno Yun

Im April kommt der um 199 EUR erhältliche Arduino Portenta X8 auf den Markt – schon am hohen Preis erkennt man, dass das Produkt in der Arduino Pro-Produktlinie untergebracht ist. Als Hauptprozessor kommt nun ein NXP® i.MX 8M Mini zum Einsatz – er hat vier Kerne vom Typ Cortex®-A53 mit bis zu 1.8GHz und einen Cortex®-M4 mit bis zu 400MHz. Als Linux dient eine Yocto-Variante, die mit 2GB RAM und 16GB eMMC ausgestattet ist.
Für Echtzeitaufgaben steht ausserdem ein STM32H747XI zur Verfügung. Interessant ist daran, dass die GPIO-Verteilung nicht ausschließlich auf den STM bezogen ist – die Abbildung zeigt, dass beide Kerne mit Interfaces verbunden sind, die das Anschliessen von Hardware erlauben.

(Bildquelle: https://docs.arduino.cc/static/555f106260d4b4763b6fe121e04e0f7a/ABX00049-datasheet.pdf)

Interessant ist die Frage, wie die Kommunikation zwischen den beiden Kernen erfolgt. Am Arduino Yun kam ja – siehe Abbildung – eine serielle Verbindung zum Einsatz, über die Informationen zwischen den beiden Kernen ausgetauscht werden konnten.

(Bildquelle: Arduino)

Ein sorgfältiger Blick auf die Abbildung zeigt, dass die beiden Prozessoren per SPI verbunden sind. Unter https://docs.arduino.cc/hardware/portenta-x8 finden sich zwar grundlegende technische Informationen, darunter die in der Abbildung gezeigte Zielauswahloption. Unklar bleibt allerdings, wie die Kommunikation am Ende wirklich erfolgt – positiv ist allerdings, dass die Arduino-API anscheinend auf beiden Prozessoren zur Verfügung steht.

(Bildquelle: https://docs.arduino.cc/tutorials/portenta-x8/out-of-the-box)

Da das Rekompilieren von Yocto-Images in Arbeit ausartet, bietet der X8 Containertechnologie an. Weitere Informationen hierzu finden sich unter https://docs.arduino.cc/tutorials/portenta-x8/x8-fundamentals.

Erweiterungshardware

Der X8 steht nicht allein im Markt – Arduino plant, für das Board einiges an Erweiterungshardware anzubieten. Neben einer Kamera (Vision Shield) wird es auch ein Funkmodul für das Produkt geben. Zudem sind einige Breakout Boards geplant, die den Zugriff auf die verschiedenen Interfaces erleichtern.

Braccio – Roboter”hand” für den Ausbildungseinsatz

Als die Arduino-Truppe um Frederico Musto den Braccio Mark 1 zeigten, waren sie sich über die Anwendungsfälle nicht so sicher – lustig war eine Folie, die die Nutzung als “Solarzellen-Folger” vorschlug. Mit dem Braccio ++ – er ist um 499 EUR erhältlich – verwendet Arduino einen Arduino Nano RP2040 Connect, der eine Gruppe von per RS485 verbundenen Schrittmotoren steuert.

(Bildquelle: Arduino)

Im Bereich der Zielgruppe sieht man nun übrigens klarer:

The next evolution of the Tinkerkit Braccio robot, Arduino Braccio ++ is a robotic arm designed solely for higher education, including engineering schools and university institutes of technology – or even advanced high school and college students studying the sciences, industrial science or technology.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Read More