U-blox an Private Equity-Firma, Masa Son steigt bei Intel ein

Die große Politik sorgt für Aktivität: sowohl u-blox als auch Intel machen mit finanziellen Transaktionen auf sich aufmerksam. Eine lustige Aktion staatlicher Hacker sorgt in den Niederlanden für Freude, während ein neues Display die Nutzung des Raspberry Pi in Embeddedsystemen erleichtert.

Hearts and Minds – oder – staatliche Hacker nehmen niederländische Verkehrsüberwachungskameras offline.

Carlton Meyer (siehe https://g2mil.com/war.htm) ist unter anderem für den Kalauer bekannt, dass Zivilisten im Allgemeinen nur wenig Verständnis dafür haben, dass ihre Befreiung die Zerstörung ihres Hauses, die Tötung ihrer Katze und die Vergewaltigung ihrer Lebensgefährtin voraussetzt.
Wohl von diesem humanistischen Ideal inspiriert, griffen russische und/oder chinesische Hacker nun die niederländische Regierung an. Unter https://www.techspot.com/news/109089-russian-cyberattack-netherlands-leaves-speed-cameras-offline.html wird dann nach folgendem Schema darüber berichtet, dass die Hacker die Geschwindigkeitsüberwachungskameras offline nahmen:

1
On July 17, a cyberattack against the Public Prosecution Service of the Netherlands took place, believed to be the work of hackers with links to Russia and China.
2
According to local reports, dozens of speed cameras were purposely temporarily taken offline after attackers breached the system

Aus militärtheoretischer Sicht ist dies geradezu genial. Erstens entgeht der Regierung auf diese Art und Weise eine Einnahmequelle, was zu einer Verschlechterung der Staatsfinanzen führt. Zweitens freuen sich die Niederländer mit Sicherheit – man denke an das legendäre Techno-Video unter der URL https://www.youtube.com/watch?v=pitIgIbX5j8 – darüber, einige Tage, oder vielleicht sogar Wochen freie Fahrt für freie Bürger zu genießen.

Bildquelle: Flitsmeister von Jebroer and Outsiders – unter https://www.youtube.com/watch?v=pitIgIbX5j8 kostenlos anhörbar

Softbank investiert in Intel.

Masa Son scheint eine „Vorliebe“ für das Verbrennen von Geld zu haben. Nach seinen Abenteuern bei WeWork steht nun ein Einstieg bei Intel ante Portas. Spezifischerweise wird unter der URL https://www.intc.com/news-events/press-releases/detail/1746/softbank-group-and-intel-corporation-sign-2b-investment darüber berichtet, dass die Japaner gute $ 2 Milliarden in Small I zu stecken gedenken:

1
SoftBank Group Corp. (TOKYO: 9984, SoftBank) and Intel Corporation (Nasdaq: INTC) today announced their signing of a definitive securities purchase agreement, under which SoftBank will make a $2 billion investment in Intel common stock. 
2
The investment comes as both Intel and SoftBank deepen their commitment to investing in advanced technology and semiconductor innovation in the United States.

Der ausgehandelte Aktien-Preis enthält dabei einen leichten Abschlag gegenüber den Marktpreisen, die während der Vermeldung der Presseaussendung galten:

1
Under the terms of the agreement, SoftBank will pay $23 per share of Intel common stock. The transaction is subject to customary closing conditions.

Reuters berichtet unter der URL https://www.reuters.com/business/media-telecom/intel-gets-2-billion-lifeline-form-softbank-equity-investment-2025-08-19/ dann darüber, dass Softbank nun rund 2 % an Intel hält. Außerdem soll der Deal „auf keinen Fall irgendetwas mit Trump zu tun haben“ – Sinn soll vielmehr die „Sicherstellung“ der amerikanischen und japanischen Unabhängigkeit im Bereich der Chipfertigung sein.

Advent International kauft u-blox

Im Haus des Funkmodulspezialisten u-blox lief es in der Vergangenheit rappelig – ganze Geschäftssparten wurden aufgegeben, um sich am Ende nur auf GPS zu konzentrieren.
Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst RCR berichtet unter der URL https://www.rcrwireless.com/20250818/internet-of-things/u-blox-sale-pe?utm nun darüber, dass sich die Zeiten von u-blox’s Unabhängigkeit rapide dem Ende zuneigen:

1
Swiss module maker u-blox has agreed a CHF1.05 billion ($1.3 billion) takeover deal with US-based private equity firm Advent International, via the Boston firms local Swiss subsidiary ZI Zenith

Besitzer von u-blox-Aktien können sich unter der URL https://www.zenith-offer.com/ en Detail darüber informieren, was ante Portas steht.

Soracom SC-QGLC4 – international einsetzbares LTE-Dongle.

Wer GPS-Tacker, beispielsweise für Schulbusse, entwickelt, kennt das Problem mit den betreibersspezifischen LTE-Bändern mit Sicherheit.
Der schwedische IoT-Spezialist TechShip informiert nun – wie in der Abbildung gezeigt – über ein USB-Modem, das mehr oder weniger „komplett globale“ Abdeckung ermöglicht.

Bildquelle: https://techship.com/product/soracom-sc-qglc4-onyx-lte-cat-4-dongle/?

Zu beachten ist, dass dieses Modul einem „eigenen Design“ kostentechnisch weit unterlegen ist – andererseits gilt, dass Entwurf und Zertifizierung eines LTE-Modems durchaus in Arbeit ausarten können.

NIST: IoT-Verschlüsselungsverfahren Ascon ist nun offizieller Standard.

Im IOT-Bereich gilt, dass „Strom sparen“ immer begrüßenswert ist – ein mit wenig Energieverbrauch auskommender Verschlüsselungs-Algorithmus ist aus diesem Grund naturgemäß wünschenswert.
Mit Ascon steht per se ein derartiges System zur Verfügung, das bisher allerdings nicht von der NIST zertifiziert wurde. Dies ändert sich nun – wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/SpecialPublications/NIST.SP.800-232.pdf

Raspberry Pi: 5 Zoll großer Touchscreen um $40 verfügbar.

Im Hause Raspberry Pi bietet man seit einiger Zeit auch alle Arten von Bildschirm an – neben einem vollwertigen Desktopmonitor bieten die Uptoniten Touchscreen-Module. In diesem Bereich gibt es nun einen Zuwachs, der ob seiner Größe von nur 5 Zoll für „platztechnisch herausgeforderte“ Anwendungen prädestiniert erscheint.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/a-new-5-variant-of-raspberry-pi-touch-display-2/.

Die Spezifikationen des Displays vermeiden die Uptoniten im Rahmen der unter der Bildquelle abrufbaren Ankündigung dann folgendes:

1
     5 diagonal display 
2
     62mm × 110mm active area 
3
     720 (RGB) × 1280 pixels 
4
     True multi-touch capacitive panel, supporting five-finger touch 
5
     Fully supported by Raspberry Pi OS 
6
     Powered from the host Raspberry Pi 
7
     All necessary cables, connectors, and mounting hardware included

Zur Komplettierung dieser Newsmeldung dann noch ein Bild, dass das Board „im Zusammenspiel“ mit einem uptonitischen Rechner zeigt.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/a-new-5-variant-of-raspberry-pi-touch-display-2/

Stackpole: Null Ohm-Brücken mit hoher Stromtragfähigkeit.

Die Spezialisierung setzt sich auch im Bereich der passiven Komponenten ununterbrochen fort. Stackpole kündigte vor wenigen Stunden an, die hauseigene Dünnfilm-Technologie auch für 0-Ohm-Widerstände einsetzen zu wollen. Lohn der Operation ist, dass die resultierenden Komponenten wesentlich höhere Stromstärken ertragen können:

1
Stackpole Electronics, Inc. is pleased to announce the release of the MCJ series, a new line of high current jumpers.  The MCJ series features a metal element and extremely low resistance, making it ideal for handling high currents.  Current ratings range from 8 amps in an 0201 chip size to 122 amps in a 2512 size chip, with overload current capability up to 244 amps.
2
. . .
3
However, traditional thick film jumpers are typically limited to 10 amps or less.

Weitere Informationen finden sich im als Bildquelle angegebenen Datenblatt.

Bildquelle: https://www.seielect.com/Catalog/SEI-MCJ.pdf

Murata Type 2NR – Funkmodul auf Basis von Nordic nRF54L15

Der Nachfolger von Nordic Semiconductors Bluetooth-Gassenhauer kommt langsam, aber sicher in der Industrie an. In einem vor wenigen Minuten an die Entwicklerschaft versendeten E-Mail kündigt Murata die Verfügbarkeit des hauseigenen Bluetooth-Moduls auf Basis des neuen Chips an.

Bildquelle: https://www.murata.com/en-eu/products/connectivitymodule/bluetooth/overview/lineup/type2nr?excid=mee_ems_2nr-pp_2_2025-08-14_ems&mk

Im Bereich der „allgemeinen Spezifikationen“ vermeldet Murata dann folgendes:

1
    1. 128 MHz Arm® Cortex®-M33 with ample memory (256KB RAM, 1524KB RRAM) for advanced edge processing 
2
    2. Support for multiple wireless protocols, including Bluetooth LE 6.0, IEEE 802.15.4 for ZigBee/OpenThread, Matter over Thread, NFC-A Tag, and Nordics proprietary radio 
3
    3. Rich I/O interface with 32 GPIOs, enabling integration with various sensors and peripherals 
4
    4. On-board NFC antenna with external antenna option, complete with regulatory certifications (FCC, IC, ETSI, TELEC) 
5
    5. Ultra-low power for long battery life 
6
    6. Minimal external component requirements reducing board space

Infineon: strahlungsresistenter P-Kanal-Mosfet.

Im Bereich der Weltraumelektronik bot Infineon bisher vor allem N-Kanal-Transistoren an. Der in der Abbildung gezeigte Kandidat ist ein P-Kanal-Modell, und verdient schon aus diesem Grund ein wenig Aufmerksamkeit.

Bildquelle: https://www.infineon.com/part/BUP06CP038F-01

Embedded World 2026: Call for Papers startet.

Die Messe Nürnberg zeigt sich – gar nicht faul – an Einreichungen für das parallel zur Embedded World ablaufende Konferenzprogramm interessiert. Wer schon immer auf der großen Bühne sprechen wollte, findet unter der URL https://www.embedded-world.de/en/press/press-releases/2025/call-for-papers-2026 Informationen über die Modalitäten.
Für an Flug- und Hotelbuchungen interessierte Personen ist stattdessen der folgende Teil der Ankündigung interessant, der über die Kongresstage informiert:

1
Opening hours Press Centre Ost, NCC Ost
2
Tuesday, 10 March: 8:30 a.m.  6.30 p.m.
3
Wednesday, 11 March: 8:30 a.m.  6.30 p.m.
4
Thursday, 12 March: 8:30 a.m.  5.30 p.m.
5
The TicketShop is scheduled to open in mid-October 2025.

Lesestoff: Weiterentwicklungen im Bereich der Open Source-Drohnen.

Wer sich über die „neuesten Neuigkeiten“ im Bereich der Open Source-Technologien für Drohnen weiterbilden möchte, und nicht sonderlich viel Zeit investieren möchte, findet unter der URL https://www.hackster.io/news/open-source-drone-update-august-2025-e930924f93e7 eine lesenswerte Zusammenfassung.

Lesestoff, zur Zweiten – fortgeschrittene Modulationsverfahren als „Nachfolger“ von PWM.

Wer ein Mikrocontroller-Lehrbuch durcharbeitet, kennt die Grundlagen der PWM. Die verfügbar-Werdung von immer leistungsfähigeren Halbleitern ermöglicht Designern von Leistungselektronik, „fortgeschrittene“ Modulationsverfahren auch im Bereich der Leistungselektronik zum Einsatz zu bringen. Unter der URL
https://www.electronicdesign.com/technologies/power/article/55309624/electronic-design-advanced-modulation-techniques-the-key-to-improved-power-density
findet sich eine – nach Ansicht des Autors durchaus lesenswerte – Zusammenfassung aktueller Entwicklungsansätze in diesem Bereich.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

MicroPython 1.26 mit I2C-Geräteemulator, Z-Wave und Matter am Vormarsch uvam

Der Embeddedbereich steht nie still: im Hause Silicon Labs vermeldet man das Erreichen von PSA Level 4-Zertifikation, während die Bluetooth SIG im Hause Matter an Wichtigkeit verliert. Im Amateurfunkbereich steht der Abschied lieb gewonnener Satelliten ante Portas – was es sonst Neues gibt, wie immer hier.

Raspberry Pi: Methoden zur schnelleren Übertragung von Dateisystemimages.

Insbesondere beim Betrieb größerer Prozessrechnerflotten gilt, dass die Zeit für das Ausliefern der Betriebssystemimages nicht unerheblich wird.
Im Hause Upton arbeitet man nun daran, die Auslieferung durch „Überspringen“ irrelevanter Bereiche zu beschleunigen.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/trimming-the-fat-flash-raspberry-pi-os-images-faster/

MicroPython 1.26.0 mit Unterstützung für STM32N6 und ESP32C2

MicroPython – die Runtime dient unter anderem als Basis für das von Adafruit entwickelte CircuitPython – wurde vor wenigen Tagen auf die Version 1.26 aktualisiert. Neben Unterstützung für die beiden in der Überschrift genannten Mikrocontroller-Architekturen ergänzen die MicroPython-Entwickler verschiedenste für Embedded-Anwendungen nützliche Funktionen.

Das nach Ansicht des Autors „interessanteste“ Feature ist die Möglichkeit, in MicroPython fortan I2C-Geräte zu simulieren. Der MicroPython-Code exponiert in diesem Fall ein I2C-Peripheriegerät, mit dem andere Hosts – beispielsweise ein Prozessrechner auf Basis eines unixoiden Betriebssystems – unter Nutzung der I2C-Schnittstelle interagiert:

1
This release of MicroPython sees the introduction of machine.I2CTarget, which allows Python code to implement an I2C target device. It's available on the alif, esp32, mimxrt, rp2, samd, stm32 and zephyr ports. In the simplest case it can create an I2C register/memory device that connects to a bytearray (or similar buffer) and allows an I2C controller to read from and write into that bytearray.

Dass die Nutzung von Floats im Embeddedbereich der Performance des resultierenden Systems nicht unbedingt förderlich ist, sei hier als bekannt angenommen. Neben verschiedenen Performance-Verbesserungen stabilisiert MicroPython 1.26 das Systemverhalten bei „mehrfachem“ Parsen von Fließkommazahlen. Spezifischerweise wird im Rahmen der Release-Ankündigung folgendes versprochen:

1
formatting and then re-parsing a float should return the original value. In MicroPython the percentage of floats that correctly repr and parse back was around 28% (single precision) and 38% (double precision), but has now been improved (in the standard build configuration) to 98.5% and 99.8% (single and double respectively).

Außerdem gibt es im Bereich der Zephyr-basierten Variante von MicroPython einige Erweiterungen im Bereich der unterstützten Kommunikationsinterfaces:

1
The zephyr port has been updated to use Zephyr v4.0.0, and many improvements have been made: PWM support has been added, UARTs are now interrupt driven with ring-buffers and can set the baudrate and other parameters, GPIO supports open-drain mode, SoftI2C and SoftSPI have been enabled, and the zephyr.FlashArea class now contains constants which enumerate the available partitions

Wie immer gilt, dass „sowas von sowas kommt“. Die folgende Abbildung informiert darüber, wie der Speicherbedarf im Vergleich zur Vorgängerversion in den verschiedenen Architekturen angewachsen ist.

Bildquelle: https://github.com/micropython/micropython/releases/tag/v1.26.0.

CircuitPython: jetzt mit Unterstützung für ESP_NOW

Nena hätte ihre helle Freude – auch die „Ankündigung“ eines CircuitPython-Tutorials für den ESP_NOW-Funkdienst erfolgte sicherlich nicht aus heller Freude. Sei dem wie es sei, finden an CircuitPython-Funknetzen interessierte Personen unter der Bildquelle weitere Informationen.

Bildquelle: https://learn.adafruit.com/esp-now-in-circuitpython

Debian 14-Unterstützung für LoongSon startet.

Open Source-Neuigkeit Nummero zwei betrifft das in Embedded-Systemen weit verbreitete Debian Linux. Phoronix berichtet unter der URL https://www.phoronix.com/news/Debian-14-Loong64-LoongArch darüber, dass die „Annahme“ von offiziellen Paketen für Loongson bald starten sollte. Somit ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Debian 14 diese in China entwickelte und deshalb sanktionssichere Mikroprozessorarchitektur vollständig unterstützen dürfte:

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loong64 
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======= 
3

4
We expect to be in a position to start accepting packages built for loong64 into forky very soon (subject to architecture qualification later in the cycle).

Amateurfunk: Satelliten NOAA 15 und 19 am Lebensende

Wer Amateurfunk betreibt, kennt die Satelliten NOAA 15 und NOAA 19 mit Sicherheit. Auch bei Nutzern der diversen SDR-Funksysteme erfreuen sie sich als Gegenstelle großer Beliebtheit.
Korrekter wäre es an dieser Stelle allerdings, von erfreuten zu sprechen. Unter der URL https://www.rtl-sdr.com/noaa-15-and-19-to-be-decommissioned-within-the-next-two-weeks/ findet sich nämlich die folgende Meldung, die über das „baldige Ableben“ der beiden Satelliten informiert:

1
The National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) have recently announced that they are planning to decommission NOAA 15 and NOAA 19 on August 12, 2025 and August 19, 2025 respectively.

MtronPTI XO5503 – vibrationsunempfindlicher OCXO

Temperaturstabilisierte Oszillationen sind Mittel der Wahl, wenn es um das Generieren von „stabilen“ Frequenzen geht. Dem Newsautor bisher nicht wirklich bekannt war, dass diese auf Vibration mitunter verstimmt reagieren.
Mit dem XO5503 steht ein Produkt am Start, dass diese Verstimmung durch Kompensation entgegenzusteuern sucht. Das hier abgedruckte Diagramm informiert über das Frequenz-Vibrations-Verhalten; weitere Informationen zum Produkt finden sich unter der als Bildquelle angegebenen URL.

Bildquelle: https://mtron.com/wp-content/uploads/XO5503-100.000MHz.pdf

Silicon Labs: erster PSA Level 4-zertifizierter Chip verfügbar

Im Hause Silicon Labs arbeitet man seit einiger Zeit daran, Technologien als Erstes „auf den Markt zu bringen. Nach Channel Sounding (siehe https://www.youtube.com/watch?v=wpfyrcnIgqc&vl=de) vermeldet man nun die Ankündigung des ersten SoC, das die prestigeträchtige vierte Stufe der PSA-Zertifikation für Computersicherheit erreicht hat.

Bildquelle: https://www.silabs.com/blog/silicon-labs-achieves-first-psa-certified-level-4-product

Cloud2Gnd Aurawave – Auracast-Evaluationsboard für Audioanwendungen

Wer Auracast-basierte Audiolösungen entwickelt, findet im Hause Cloud2Gnd ein schlüsselfertiges Software-Framework vor. Für dieses steht nun ein Evaluationsboard zur Verfügung, das sich wie in Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: https://cloud2gnd.com/aurawave-module/?

Im Hintergrund kommen dabei Controller aus dem Hause Nordic Semiconductor zum Einsatz, die man folgendermaßen beschreibt:

1
The Aurawave AW100PA is built around the Ezurio BL5340PA Series Module and the AKM AK4558. The Ezurio module combines the Nordic nRF5340 chipset with the Nordic nRF21540 Front-end Module to achieve long-range low-power Bluetooth performance, perfect for broadcast applications.

Matter 1.4.2 – Assoziation nun auch ohne Bluetooth möglich.

Wer ein Bluetooth-Radio in seinem Produkt einbaut, handelt sich verschiedenste Lustigkeiten mit der Bluetooth SIG ein. Auch die Niederlage gegen einen Automobilhersteller (siehe https://www.youtube.com/watch?v=Mh4mDn2cFDo) scheint nicht ausgereicht zu haben, die Denkprozesse bei der Bluetooth SIG zu ändern.
Vielleicht könnten sich an dieser Stelle – Neil Tennant lässt grüßen- die “market forces” als hilfreicher Faktor erweisen. Die hinter dem IoT-Standard Matter stehende CSA kündigt unter der URL https://csa-iot.org/newsroom/matter-1-4-2-enhancing-security-and-scalability-for-smart-homes/ nämlich an, dass die Assoziierung von Matter-Produkten fortan explizit ohne den bisher notwendigen Umweg auf Bluetooth erfolgen kann:

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Matter 1.4.2 introduces support for Wi-Fi-only commissioning using Wi-Fi Unsynchronized Service Discovery (USD). This update enables devices to be onboarded to Matter ecosystems over Wi-Fi without requiring Bluetooth Low Energy (LE) radios.
2
For device makers, this provides an opportunity to reduce costs and hardware complexity by removing the Bluetooth LE radio and stack in designs where a Bluetooth LE radio is used solely for commissioning. It also enables existing Wi-Fi-only products to adopt Matter through a firmware update, without needing hardware revisions. For consumers, it means more device choices and the same simple, consistent setup experience they expect from Matter, even when Bluetooth LE isnt available in the device.

Weitere Informationen zu den sonstigen Detailverbesserungen in der neuen Version des Smart Home-Standards finden sich unter der angegebenen URL.

Seeed Home Assistant Connect ZWA-2 – neues Z-Wave-USB-Dongle

In Sachen Smart Homes herrscht auch sonst Bewegung – Spezifischerweise hat Seeed Studio soeben ein neues Dongle angekündigt, das sich auf die Kommunikation mit Z-Wave-basierten Produkten spezialisiert.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/Home-Assistant-Connect-ZWA-2-p-6509.html

Per se handelt es sich dabei um eine Erweiterung für das Seeed-eigene Smart Home-Ökosystem. In der unter der Bildquelle abrufbaren URL finden sich allerdings auch Anweisungen für den Standalone-Betrieb.

GUITION JC4880P433 – Evaluationsboard für ESP32-P4/C6-Kombomodul

Dass man im Hause GUITION ein ESP 32-P4-C6 Kombinationsmodul anbietet, haben wir in der Vergangenheit en Detail besprochen. Neu ist, dass es nun ein mit einem großen Display ausgestattetes Evaluationsboard gibt. Es ist – wie fast immer – auf AliExpress erhältlich.

Bildquelle: https://www.aliexpress.com/item/1005009676520585.html?

Vishay AC03-CS – aus THT mach SMD

Ein durchaus interessantes Verfahren zur SMD-kompatibel-Machung gibt es im Hause Vishay zu bewundern. Spezifischerweise steht eine neue Serie von Widerständen zur Verfügung, die – wie in der Abbildung gezeigt – dank „geborgenen“ Anschlussdrähten auch zur SMD-Montage taugen sollen.

Bildquelle: https://www.vishay.com/docs/28909/acxxcs.pdf und https://www.vishay.com/en/product/28909/

GCC: Abkündigung von Unterstützung für zwei Renesas-Architekturen geplant.

Der quelloffene GCC-Compiler hat sich im Laufe der letzten Jahre auch im Embeddedbereich als Quasistandard etabliert – selbst in herstellerspezifischen integrierten Entwicklungsumgebungen arbeitet im Hintergrund nur allzu oft eine Instanz davon.
Problematisch ist, dass „ältere“ Architekturen, die kaum noch genutzt werden, bei der Weiterentwicklung des Compilers als Ganzes wertvolle Mannstunden fressen.
Der im allgemeinen gut informierte englische Branchennewsdienst Phoronix berichtet unter der URL https://www.phoronix.com/news/GCC-Epiphany-M3C-RL78 nun darüber, dass einige Renesas-Architekturen bald als „deprecated“ markiert werden dürften:

1
The "epiphany" port for the Adapteva Epiphany architecture saw two fixes in 2024 but before that the prior change was all the way back in 2016 with a fix. 
2
The "m32c" is another poorly maintained port with the last fix for this Renesas M32C 32-bit MCU port being done is all the way back in 2015. 
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The "rl78" port for the Renesas RL78 low-power 8-bit and 16-bit micro-controllers hasn't seen a fix since 2018.

Infineon: Übernahme des Automotive Ethernet-IPs von Marvell abgeschlossen.

Über Infineon’s Pläne zur Übernahme des Ethernetbereichs von MArvell haben wir in der Vergangenheit bereits berichtet. Unter der URL https://www.infineon.com/press-release/2025/INFXX202508-133 findet sich nun die nach folgendem Schema aufgebaute Bestätigung – die letzten regulatorischen Hürden sind genommen:

1
Infineon Technologies AG (FSE: IFX / OTCQX: IFNNY) today completed the acquisition of Marvell Technology, Inc.'s (NASDAQ: MRVL) Automotive Ethernet business. The transaction agreement was announced in April 2025 and has received all necessary regulatory approvals.

Lesestoff, zur Ersten – Akustische Erkennung von Wasserlecks.

Wasserlecks sind lästig – nicht nur, wenn man eine unterirdische Immobilie besitzt. Unter der URL https://www.rcrwireless.com/20250808/internet-of-things/t-mobile-iot-water-leak-us? finden sich nun Informationen über einen Feldversuch von T-Mobile USA, der die „akustische“ Erkennung von Wasserlecks zum Ziel hat.

Lesestoff, zur Zweiten – vom Benchmarken von Webcams

Unter der URL https://vcx-forum.org/home/news/webcam-spec-document-version-2023-5 finden sich Informationen zu einer herstellerübergreifenden Spezifikation für die Bildqualität von Webcams.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Neue Zephyr-Kerne für Arduino, bionisch inspirierter Multikopter und Softwareupdates

Im Bereich der Embeddedsoftware geht es hoch her: neben Updates von Rust und Debian gab es in Sachen RISC-V-Linux eine durchaus lesenswerte Unmutsäußerung von Linus Thorvalds. Im Hause Raspberry Pi expandiert man in Richtung Compliance-Serviceprovider, während Silicon Labs neue Bluetoothchips lanciert.

IEEE: bionisch inspirierter Monokopter als Drohnen-Alternative

Egal ob zivil oder militärisch: am Multikopter führt in Sachen UAV im Allgemeinen kein Weg vorbei. Das bei IEEE Robotics unter einer Open Access-Lizenz veröffentlichte Paper “Design and Optimization of a Samara-Inspired Lightweight Monocopter for Extended Endurance” möchte in diesem Bereich Disruption entfalten.
Spezifischerweise schlägt es – wie in den Abbildungen gezeigt – einen bionisch inspirierten Monokopter vor.


Bildquelle: https://ieeexplore.ieee.org/document/11018367

Über die Leistungsdaten des mit 32 Gramm zugegebenermaßen nicht sonderlich schweren Prototypen vermeldet man Vielversprechendes:

1
With a
2
takeoff weight of 32 grams, the hovering power consumption
3
of the optimized configuration is around 3.5 w, resulting in
4
a PL as high as 9.1 g/w. Comparing to existing prototypes
5
listed in Table I, where the highest efficiency is 8 g/w [20], the
6
proposed robot is markedly higher than other types of vehicles,
7
including multirotors, ornithopters, and self-rotary wings

MIPI – I3C-Spezifikation in Version 1.2 nun auch für Nicht-Mitglieder verfügbar

Das hinter dem I2C-Nachfolger I3C stehende MIPI-Konsortium bietet seine Standards – einige Zeit nach dem Erscheinen der nur für zahlende Mitglieder zugänglichen Vollversion – zwecks maximaler Breitenwirkung auch als freie Basisvariante an. Soeben erfuhr diese ein Update auf Version 1.2.

Bildquelle: https://www.mipi.org/specifications/i3c-sensor-specification?

Im Hintergrund gab es dabei vor Allem Restrukturierungen, um die Spezifikationsdokumente klarer zu gestalten:

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Version 1.2 reorganizes the specification, with separate sections for mandatory and optional features that can be implemented based on application needs.

Arduino – aktualisierter Arduino Core mit neuen Funktionen

ARM’s Entscheidung, MBED abzukündigen, traf Arduino besonders hart – hatte man doch entschieden, dieses RTOS in so gut wie allen fortgeschrittenen Arduino-Cores zu verwenden. Schon vor einiger Zeit entschied man sich für Zephyr als Alternative; nun gibt es eine aktualisierte technische Preview.
Als Highlights betonen die Arduino-Entwickler erstens die Aktualisierung der verwendeten Zephyr-Version und zweitens das Hinzufügen von Unterstützung für einige bisher nur unter MBED implementierte Peripheriegeräte:

1
    Updated Zephyr to v4.2.0
2
    Added Opta variant
3
    Added SPI Wire PWM and ADC on Portenta H7
4
    GC2145 Camera support
5
    Added Wi-Fi® and Bluetooth® Low Energy on Portenta C33
6
    GIGA Display Shield support in progress with community contributions
7
    And many more fixes! Explore all in the official release note

Wer eines der in der folgenden Liste genannten Boards besitzt, kann unter https://blog.arduino.cc/2025/08/06/updated-arduino-cores-with-zephyros-beta/ Instruktionen zur Inbetriebnahme der Betaversion finden:

1
    GIGA R1 WiFi
2
    Opta
3
    Portenta H7
4
    Portenta C33
5
    Nano 33 BLE

Raspberry Pi Global Market Access als Service zur Erfüllung von (EU-)IComplianceanforderungen

Regierungseingriffe führen so gut wie immer dazu, dass “Compliance-Serviceprovider” auftauchen und Unternehmen bei der Bewältigung der Zusatzarbeit helfen. Die immer für einen politisch korrekten Rülpser zu habenden Uptoniten lancieren nun einen neuen Dienst, der von EU-CRA und Co zu profitieren sucht.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/navigating-the-eus-new-radio-equipment-directive-how-raspberry-pi-provides-an-industrial-advantage/

Spezifischerweise bewirbt man den Dienst folgendermaßen:

1
By leveraging the pre-existing regulatory compliance of the Raspberry Pi platform, companies can build secure, reliable, and market-ready products with greater efficiency and confidence, ensuring they meet the evolving demands of both customers and regulators. And to help our customers go to market in jurisdictions that dont recognise modular certification or that restrict its application, our experienced in-house GMA team can manage the approval process from end to end.

Silicon Labs BG22L / BG24L – mehr Entwicklerinformationen verfügbar

Mit dem EFR32BG22L bietet Silicon Labs ein preiswertes SoC mit Bluetooth 5.4 an; der EFR32BG24L implementiert Bluetooth 6.0, unterstützt Channel Sounding und verdoppelt die Geschwindigkeit des Cortex-M33-Kerns auf 78 MHz.
Ab Sofort gilt, dass für beide Chips zusätzliche Dokumentation zur Verfügung steht. Die unter den beiden Screenshots platzierten URLs liefern Detaildaten.

Bildquelle: https://www.silabs.com/wireless/bluetooth/efr32bg22l-series-2-socs?source

Bildquelle: https://www.silabs.com/wireless/bluetooth/efr32bg24l-series-2-socs?source

Seeed: XIAOML Kit als Hardware-Bausatz zu AI-Lehrbuch

Das unter der URL https://www.mlsysbook.ai/ bereitstehende und bald bei MIT Press als Printbuch erscheinende Lehrwerk bekommt im Hause Seeed Studio nun ein Hardwareoffert zur Seite gestellt. Die wie in der Abbildung gezeigt auf einem ESP32-S3 basierende Platinenkombination soll Käufer dabei zum Nachvollziehen der meisten im Werk demonstrierten Übungen befähigen.

Bildquelle, beide: https://www.seeedstudio.com/The-XIAOML-Kit.html

Debian 13 mit offizieller RISC/V64-Unterstützung erschienen

Debian – die Linuxdistribution ist unter Anderem Basis von Raspberry Pi OS – erschien soeben in Version 13. Die folgende Abbildung gibt einen groben Überblick der neu hinzugefügten Funktionen.

Bildquelle: https://www.debian.org/releases/trixie/release-notes/

Wie immer gilt, dass ein Update von Raspberry Pi OS über kurz oder lang bereitstehen sollte. Vor Upgrades von Produktivsystemen gilt, dass ein Komplettbackup auf jeden Fall anzuraten ist.

RISC-V-Linux: Änderungen im Kernel 6.17 wegen mangelnder Codequalität abgelehnt

Ursprünglich sollte Linux 6.17 verschiedene Erweiterungen für RISC-V mitbringen. In einem Post auf der Mailingliste verkündet Linus Thorvalds nun nach folgendem Schema deren Ablehnung und begründet dies – unter Anderem – mit mangelnder architekturaler Qualität des Codes:

1
This adds various garbage that isn't RISC-V specific to generic header files.
2

3
And by "garbage" I really mean it. This is stuff that nobody should
4
ever send me, never mind late in a merge window.
5

6
Like this crazy and pointless make_u32_from_two_u16() "helper".
7

8
That thing makes the world actively a worse place to live. It's
9
useless garbage that makes any user incomprehensible, and actively
10
*WORSE* than not using that stupid "helper".
11

12
If you write the code out as "(a << 16) + b", you know what it does
13
and which is the high word. Maybe you need to add a cast to make sure
14
that 'b' doesn't have high bits that pollutes the end result, so maybe
15
it's not going to be exactly _pretty_, but it's not going to be wrong
16
and incomprehensible either.
17

18
In contrast, if you write make_u32_from_two_u16(a,b) you have not a
19
f%^5ing clue what the word order is. IOW, you just made things
20
*WORSE*, and you added that "helper" to a generic non-RISC-V file
21
where people are apparently supposed to use it to make *other* code
22
worse too.

Rust 1.89 verfügbar, Unterstützung für Loongson beginnt

Das Rust-Entwicklerteam hat soeben unter der URL https://blog.rust-lang.org/2025/08/07/Rust-1.89.0/ die Verfügbarkeit von Version 1.89.0 der Sprache vermeldet. Vor Allem wurden einige APIs stabilisiert und Features für x86-Prozessoren hinzugefügt.
Interessant ist außerdem eine Anpassung im Bereich der unterstützten Plattformen:

1
Platform Support
2
     x86_64-apple-darwin is in the process of being demoted to Tier 2 with host tools 
3
     Add new Tier-3 targets loongarch32-unknown-none and loongarch32-unknown-none-softfloat

IOCCC – International Obfuscated C Code Contest 2024

Die flexible Sprachspezifikation von C bringt uns einen unregelmäßig stattfindenden Wettberwerb, in dem verschiedenste Entwickler versuchen, so verwirrend wie möglich aufgebauten C-Code ins Rennen zu schicken (siehe https://www.ioccc.org/2024/).
Ein Beispiel findet sich unter https://www.ioccc.org/2024/kurdyukov1/index.html – was der gezeigte Code tut, ist durch Kompilation (in einer VM) herauszufinden:

1
#include <time.h>
2
#include <stdio.h>
3

4
        a,b=44,x,
5
     y,z;main()  {!a
6
   ?a=2551443,x=    -b
7
  ,y=2-b,z=((time     (
8
 0)-592531)%a<<9)/     a
9
 :putchar(++x>=a?x     =
10
 -b,y+=4,10:x<0?x=     x
11
 *x+y*y<b*b?a=1-x,     -
12
  1:x+1,32:"#."[(     x
13
   <a*(~z&255)>>    8)
14
     ^z>>8]),y>  b?0
15
        :main();}

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Kunststoff-Chatbot, Satelliten-LoraWAN für Europäer, Zukauf bei NXP

Freunde von CircuitPython dürfen sich auf einige weitere Rewrites freuen. Im Hause HOLT kündigt man die erfolgreiche Höher-Zertifizierung des hauseigenen Transcievers für den MIL-STD-1553-Bus an. Für Freunde der Feuchtigkeitsmessung gibt es ebenfalls einige interessante Neuerungen – den Rest wie immer im Round-Up.

HOLT: Erhöhung der Strahlungsfestigkeitszertifikation

MIL-STD-1553-Busse finden sich im Weltraumbereich immer wieder: HOLT hat sich in diesem Bereich eine bequeme Latifundie geschaffen, die die Amerikaner nun ausbauen.

Bildquelle: HOLT, via e-mail

Spezifischerweise vermelden die Amerikaner folgendes:

1
The HI-1592 is latch-up immune and was proven to withstand a single-event upset (SEU) with a Linear Energy Transfer (LET) of at least 86.3 MeV-cm2/mg (previously tested to 67.7 MeV-cm2/ mg). Testing was performed by Holt in association with Zero-G Radiation Assurance at Texas A & M University, College Station, Texas. The device is radiation tolerant to a total ionizing dose (TID) of 100 krad(Si).

Raspberry Pi Connect – Erweiterung um Protokollierungslösungen für den Unternehmensbereich.

Dass die Uptoniten mit Raspberry Pi Connect ein Stück vom Teamviewer-Kuchen abzuschneiden gedenken, ist per se keine Neuigkeit.
Neu ist indes, dass der Dienst nun – wie in der Abbildung gezeigt – und insbesondere im Enterprise-Bereich wichtige Loggingfunktionen erweitert wurde.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/connect-for-organisations-audit-log-improvements/

Im Rahmen der Ankündigung dieser neuen Funktion heben die Uptoniten die folgenden Features hervor:

1
     Country tracking: see where events took place and spot suspicious activity 
2
     Download CSV: download detailed logs for auditing and security reviews 
3
     Filtering: focus on the specific actions important to you 
4
We now geolocate every event by IP address, storing only the country code in order to preserve privacy.

NXP kauft Industrie-Vernetzungsspezialisten Port GmbH.

Nach dem Verkauf der MEMS-Sensorsparte an STMicroelectronics (wir berichteten unter Beitrag „Arduino Nano R4, STMicroelectronics-Bugfix und Marktdaten, ein wenig Lesestoff“) gibt es im Hause NXP wieder Zuwachs. Spezifischerweise wird die in Halle ansässige Port GmbH erworben:

1
We are thrilled to integrate port GmbH into NXP. Their proven software stacks and deep domain expertise are a perfect complement to our industrial edge portfolio. Together, we will empower our customers to build faster, more intelligent, more secure and more adaptable industrial systems.
2
Jeff Steinheider, VP and GM Industrial and Network Edge Processing, NXP Semiconductors. 
3
--- via https://www.nxp.com/company/about-nxp/smarter-world-blog/BL-INDUSTRIAL-EDGE-NXP-WELCOMES-PORT-GMBH

Interessant ist an dieser – offensichtlich auf den Bereich der Industrieelektronik ausgerichteten – Übernahme unter anderem, dass die Port bisher auch Mikrocontroller anderer Hersteller (Stichwort beispielsweise Renesas) unterstützt. Wer Port-Software auf nicht-NXP-MCUs einsetzt, sollte spätestens an dieser Stelle überlegen, wo er seine jeweilige Bus-Implementierung in Zukunft herbekommt.

Hanser Verlag: Kunststoff-Chatbot.

Die Generation TL:DR ist auch im Fachbuchmarkt angekommen, und sorgt für stetig fallende Absätze. Der Hanser Verlag – bekannt unter anderem für seine Kunststoff-Fachbücher – versucht dem Trend nun durch einen kostenpflichtigen Chatbot gegenzusteuern.
Der unter der URL https://plastics.ai/ bereitstehende Assistent wird dabei mit den diversen in den Hanser-Lehrbüchern enthaltenen Inhalten gefüttert: Daraus ergibt sich eine höhere Antwortgenauigkeit, als man von gewöhnlichen Chatsystemen mit einer generischen Wissensbasis erwarten könnte. Als „Illustration“ hier einige Beispielfragen, die das Verhalten des Systems beschreiben.

Bildquelle: https://plastics.ai/

Neue Malware für Linux aufgetaucht.

Obwohl Linux für viele Arten von „Consumer-Ransomware“ weniger verwundbar ist, gilt nicht, dass für unixoide Betriebssysteme keine Malware existiert.
Das deutsche Sicherheitsforschungsunternehmen Nextron berichtet unter der URL https://www.nextron-systems.com/2025/08/01/plague-a-newly-discovered-pam-based-backdoor-for-linux/ nach folgendem Schema über eine Backdoor, die sich als PAM tarnt und dem Angreifer permanenten Zugang über SSH ermöglicht:

1
As part of our ongoing threat hunting efforts, we identified a stealthy Linux backdoor that appears to have gone publicly unnoticed so far. We named it Plague. The implant is built as a malicious PAM (Pluggable Authentication Module), enabling attackers to silently bypass system authentication and gain persistent SSH access.

Der Rest des Artikels ist auch deshalb lesenswert, weil Nextron eine Art „Walkthrough“ durch einige interessante Aspekte der des Quellcodes der Malware durchführt.

Microchip MTCH9010 – Flüssigkeitserkennungs-IC, sowohl resistiv als auch kapazitiv.

Resistive Flüssigkeitssensoren genießen aufgrund diverser chemischer Effekte – Stichwort beispielsweise Korrosion – nicht unbedingt den besten Ruf. Mit dem MTCH9010 schickt Microchip nun einen Sensor-IC ins Rennen, der – wie in der Abbildung gezeigt – sowohl mit resistiven als auch mit kapazitiven Erkennungsfeldern zurechtkommt.

Bildquelle: https://www.microchip.com/en-us/solutions/sustainability/liquid-detection

Würth: Schutzabdeckung für Feuchtigkeitssensoren

Feuchtigkeitssensoren sind für ihre mimosenartige Empfindlichkeit bekannt: was auch immer die Sensoraushöhlung tangiert, verursacht Ungenauigkeiten. Mit dem WSEN-ACCE löst Würth das Problem.

Bildquelle: Würth

Eine detaillierte technische Beschreibung präsentiert sich folgendermaßen:

1
Requests from customers wishing to use the MEMS (micro-electro-mechanical systems) sensor, which measures just 1.5 × 1.5 × 0.5 mm, in dusty environments led to the development of the WSEN-ACCE filter cap. The robust cap is made of high-quality plastic (PBT) and contains a finely tuned filter that allows water molecules to pass through to the sensor while keeping out unwanted particles. With a pore size of just 1.5 microns, the integrated filter fabric made of PTFE and polyester ensures precise and interference-free measurement  even in challenging environments. Although water molecules must first pass through the filter to reach the sensor, the measurement is only delayed by a few seconds. In practical use, this minimal time delay has no impact on the reliability of the measurement results.
2

3
The sensor cap meets protection class IP67 and the highest level of lipophobicity according to AATCC 118-1992.

Design von PCBs als Knopfzellenhalter.

Bei „korrekter“ Anzapfung sind Knopfzellen zur Versorgung verschiedenster Schaltungen geeignet. Bei Hackster findet nun ein „Designwettbewerb“ statt, in dem verschiedene Varianten von PCB-Layouts vorgestellt werden. Die Besonderheit ist, dass diese als „Knopfzellen-Halter“ dienen.

Bildquelle: Hackster, via https://www.hackster.io/news/pcb-friday-coin-cell-battery-holder-via-carefully-formed-pcb-376ca2c5ff47

CircuitPython 10.0.0-beta.2 – Achtung vor Inkompatibilitäten

Limor Frieds Frauen haben soeben eine neue Version ihres Python-Interpreters vorgestellt. Im offiziellen, unter der URL https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/10.0.0-beta.2 bereitstehenden Changelog werden die folgenden Änderungen hervorgehoben:

1
    Support quad-color e-paper displays.
2
    Support MagTag 2025 Edition display.
3
    Use full Mozilla SSL root certificate list for all network-capable boards.

In der Praxis gilt allerdings, dass zusätzliche Änderungen zu beachten sind – viele in früheren Versionen der Runtime als Deprecated markierte Funktionen stehen ab sofort überhaupt nicht mehr zur Verfügung. Insbesondere für Maintainer von CircuitPython-Bibliotheken ist es deshalb spätestens jetzt an der Zeit, einen Versuch mit der Runtime zu wagen.

ARM: Evaluation von hauseigener Chipfertigung läuft.

Geht es dem Esel zu gut, so tanzt er auf dem Glatteis. Anders lässt sich die unter der URL https://www.hackster.io/news/arm-boss-rene-haas-hints-at-a-return-to-its-roots-with-in-house-processor-designs-4feffdc84931 zusammengefasste Aussage aus dem Hause ARM, fortan die Erzeugung eigener Chips zu evaluieren, nicht kommentieren:

1
"We are continuing to explore the possibility of moving beyond our current platform into additional compute to subsystems, chiplets, and potentially full end solutions," Arm chief executive officer Rene Haas told attendees on the company's Q1 2026 earnings call. "

Obwohl es sich hier derzeit nur um Aussagen des CEOs handelt, dürfte die Reaktion der diversen Lizenznehmer vorhersehbar sein: Das Kaufen von Hennessy und Patterson in der RISC/V-Variante.

Altera Agilex: Vor Bestellung-Phase beginnt, Quartus Pro ist kostenlos.

Die Intel-Ausgründung Altera finalisiert die Arbeiten an der Agilex-FPGA-Familie.

Bildquelle: https://go.altera.com/scale-agilex3-agilex5-fpgas

In einer vor wenigen Stunden an die Entwicklerschaft verschickte Meldung finden sich die beiden folgenden Passagen:

1
Order Today: Agilex 3 and Agilex 5 E-Series devices, development kits, boards, and SoMs are ready to accelerate your embedded designs.
2
. . .
3
Top Q&A Insight: Quartus Pro is normally paid, but its free for Agilex 3 and 5 E-Series devices, making it easier than ever to get started.

EU-Regulator: Satelliten-LoRAWAN im Frequenzbereich 862–870MHz freigegeben.

Der im Allgemeinen gut informierte Branchen-Newsdienst RCR Wireless informiert darüber, dass die Satelliten-Variante von LoRA fortan auch in Europa eingesetzt werden kann. Spezifischerweise wird nach folgendem Schema die „Freigabe“ der notwendigen Frequenzbänder autorisiert:

1
Legal clarity  CEPT greenlights European regulators to authorize low-power IoT comms with satellites; 22 regulators in the region have already confirmed the change.
2
---via https://www.rcrwireless.com/20250730/internet-of-things/europe-statellite-lorawan?

Anavi: TPM 2.0 – kompatibles Sicherheitsmodul für Raspberry Pi.

Dass ein TPM in vielen Betriebszuständen zur Erhöhung der Sicherheit eines Systems beitragen kann, dürfte spätestens seit der Debatte um Windows 11 bekannt sein.
Sei dem wie es sei, arbeitet ein bulgarisches Unternehmen nun an einer TPM-Erweiterung für den Raspberry Pi. Derzeit ist allerdings noch nicht klar, wann der Verkauf des in der Abbildung gezeigten Produkts startet.

Bildquelle: https://www.crowdsupply.com/anavi-technology/anavi-tpm-2-0-for-raspberry-pi

Murata: 10 µF/50 V-MLCC in 0805, 47 µF in 0402

Im Laufe der letzten Wochen hat Murata – witzigerweise ohne Versendung von Pressemitteilungen – zwei Durchbrüche im Bereich der MLCC-Kondensatoren erreicht.
Verbesserung Nummero eins betrifft den Automobilbereich, wo nun ein 0805-Kondensator mit 10 µF Kapazität und 50 V Nominalspannung verfügbar ist:

1
Designed for 12V automotive power lines, the GCM21BE71H106KE02 capacitor leverages Muratas proprietary ceramic material and thinning technologies to help engineers to save PCB space and reduce the overall capacitor count, resulting in smaller, more efficient, and reliable automotive systems. As the first automotive-specific MLCC to achieve a 10µF capacitance with a 50Vdc rating in the compact 0805-inch size the GCM21BE71H106KE02 represents a significant advancement in capacitance efficiency.

Wer mit einer Nominalspannung von 2,5 V auskommt, bekommt im 0402-Format – dieses ist von Hand kaum mehr zu löten – nun einen Kondensator mit 47 µF Kapazität:

1
The MLCC is available in two variants  the X5R (EIA) GRM158R60E476ME01 with an operating temperature range of -55 to +85°C, and the X6S (EIA) GRM158C80E476ME01 with an operating temperature range of -55 to +105°C. The ability to operate in environments up to 105°C, makes the X6S variant well-suited for placement near ICs, thereby contributing to improved device performance and integration. Both devices feature a ±20% tolerance and rated voltage of 2.5Vdc.

Lesestoff: vom JFET

Das amerikanische Unternehmen InterFet hat sich in vielerlei Hinsicht als „Anlaufstelle“ für all Jene etabliert, die einen JFET benötigen – in manchen Fällen fertigen die Amerikaner sogar abgekündigte Bauteile anderer Hersteller nach.
Um das Interesse an der JFET-Kunde zu fördern, stellen die Amerikaner nur im ersten Schritt ein YouTube-Video zur Verfügung, das – wie in der Abbildung gezeigt – auf den Fertigungsprozess eingeht.

Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?v=LEO3-mXpwxE

Unter der URL https://www.interfet.com/jfet-application-notes/why-jfets-are-key-in-low-noise-sensor-amplification/ gibt es außerdem ein Paper, dass die Vorteile von JFETs gegenüber MOSFETs (Stichwort: Rauscharmut) en Detail bespricht.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Neue Bauteile: vom Sicherungswiderstand bis zur intelligenten Steckplatine

Der neue Monat beginnt mit einem Sperrfeuer der Bauteile: GigaDevice kombiniert NAND- und NOR-Flash, während ROHM die Reduktion der Größe der Ausgangskondensatoren in Linearreglern anstrebt. TE lanciert hermetisch versiegelte RF-Stecker, während Diodes Inc ein Bauteil zur Verbesserung der Signalqualität in PCIe-Verbindungen losschickt.

ESP32-P4 / ESP32-C61 – Distributorverfügbarkeit der Evaluationsboards beginnt

Die niemals enden wollende Saga um die Verfügbarkeit der beiden neuen ESP32-Planaren endet – die Abbildung zeigt, dass die Evaluationsboards nun nicht mehr nur bei auf Espressif spezialisierten Distributoren, sondern auch bei Katalogdistributoren im Produktportfolio auftauchen.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/%20ESP32-P4-Function-EV-Board

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/%20ESP32-C61-DevKitC-1-N8R2

Digilent Analog Discovery Studio Max – Labor in der Schuhschachtel

Wer eine Steckplatine hat, hat drumherum normalerweise verschiedenste Unterstützungshardware.
Im Hause Digilent möchte man nun mit dem in der Abbildung gezeigten und um rund 2000 (!!!)Euro erhältlichen Produkt Abhilfe schaffen. Spezifischerweise handelt es sich dabei um einen Satz an Steckplatinen, der in einem Container unterkommt. In diesem findet sich dann die von den klassischen Standalone-USB-Oszilloskopen bekannte Hardware.

Bildquelle, beide: Digilent

Wiznet W6300 – nun auch mit RP2350

Im Hause Wiznet bietet man seit einiger Zeit Evaluationsboards an, die die neuesten Ethernet-Mikrocontroller mit Mikrocontrollern aus dem Hause Raspberry Pi kombinieren.
Nun gibt es mit dem W6300-EVB-Pico2 ein neues Evaluationsboard, dass den IPV6-fähigen W6300 mit einem RP2350 kombiniert.

Semtech Rclamp03301H-Rclamp0801H – ESD-Schutzdioden für Ethernetports.

Wo wir schon bei Ethernet sind, wollen wir uns der Frage der Absicherung der Ports zuwenden – das „Zappen“ von Ethernet-Interfaces ist eine der ersten Aufgaben, mit deren Kalibrationslabor ein zum Test eingeliefertes DuT traktiert.


Bildquelle: Semtech.

Ursache für den vergleichsweise komplexen Familiennamen ist, dass Semtech unterschiedliche Spannungsklassen anbietet. Weitere Informationen hierzu finden sich in der folgenden Abbildung.


Bildquelle: Semtech.

Bosch BMI330 – IMU mit Temperaturbereich -40°C to +105°C

Im Hause Bosch bietet man eine IMU an, deren MEMS-Konstruktion für die Arbeit im widrigen Umgebungsbedingungen optimiert ist – Spezifischerweise beeindruckt das Produkt durch seinen weiten Temperaturbereich.
Im Bereich der Spezifikationen verspricht Bosch dann folgendes:

1
a 16 bit digital, triaxial accelerometer with range configurable to ±2 g, ±4 g, ±8 g, ±16 g
2
a 16 bit digital, triaxial gyroscope with range configurable to ±125 /s, ±250 
3
/s , ±500 /s , ±1000 /s and ±2000 /s 
4
a 16 bit digital temperature sensor for an operating temperature range -40 C ... +105 C

Interessant ist außerdem, dass das Produkt I2C, I3C und SPI gleichermaßen unterstützt. Im Datenblatt finden sich Informationen darüber, wie die Modus-Auswahl in der Praxis erfolgt.

Torex Semiconductor XC9704 & XC9705 – Buck-Konverter mit 600 mA Ausgangsstrom.

Spätestens seitdem Qorvo einen Kahlschlag an den von ActiveSemi geerbten DC-DC-Bauteilen verübt hat, gilt, dass der Markt für preiswerte Konverter offen ist.
Torex Semiconductor schickt nun zwei Buck-Konverter ins Rennen, die die in der Abbildung gezeigte interne Struktur aufweisen.


Bildquelle: Torex Semiconductor.

Zu beachten ist, dass die Bauteile einen maximalen Ausgangsstrom von nur 600 mA bieten. Andererseits gilt, dass sie kurzfristig bis zu 46 V Eingangsspannung überstehen können.

Microchip MCP16701 – Spannungsregler für FPGA-Anwendungen.

Auf der anderen Seite des Spannungsreglerspektrums finden sich Powermanagement-Units, die für die Versorgung von MPUs oder komplexen FPGAs herangezogen werden. Microchip lanciert in diesem Bereich ebenfalls ein neues Produkt, das – wie in der Abbildung gezeigt – mehr als ein halbes Dutzend Powerlanes bespielt.


Bildquelle: Microchip

GigaDevice D5F1GM9 – SPI-NAND-Flash „mit Pfiff“.

Dass NAND-Flash preiswerter ist als seine NOR-basierten Kollegen, ist bekannt – dieser „geringere“ Preis wird im Allgemeinen allerdings mit komplizierter Ansteuerung erkauft. GigaDevice schickt mit dem D5F1GM9 nun ein neuartiges Bauteil ins Rennen, das im von NOR-Flash bekannten und in der Abbildung gezeigten Pinout NAND-Flash bereitstellt.

Bildquelle: GigaDevice.

Im Hintergrund finden sich dabei zwei Komfortfunktionen – erstens gibt es eine Art „Cache“, der das seitenweise Auslesen des Speichers erleichtert:

1
It is programmed and read in page-based operations, and erased in block-based operations. Data is transferred to or from
2
the NAND Flash memory array, page by page, to a data register and a cache register.

Zweitens stellt GigaDevice ein System zur Verfügung, das sich um das applikationstransparente Ausblenden von unbrauchbar gewordenen Speicherblöcken kümmert:

1
Bad Block Management. The Product offers a convenient method to manage the bad blocks logical address. This
2
function allows the user to replace the bad block with the good block that exist at the shipment and after extensive
3
use to ensure that the logical block address is available and continuous.

Renesas RTK7FPA2T1S00001BJ – Evaluationsboard für die Motorkontroll-MCU

Einen guten Monat nach der Ankündigung des RA2T1-Mikrocontrollers (siehe Beitrag „Große Politik, Renesas-MCU für Einzelmotorsteuerung und Raspberry Pi-Neuigkeiten“) gilt, dass Renesas unter der SKU RTK7FPA2T1S00001BJ auch ein Evaluationsboard zur Verfügung stellt.
Die Platine orientiert sich dabei am von anderen Boards bekannten Formfaktor (siehe https://youtu.be/qRyEMce8-pI), und ist bei Distributoren um unter 15 US-Dollar in Einzelstückzahlen ab sofort erhältlich.

ROHM BD9xND-C – Linearregler mit geringen Ansprüchen

Passive Komponenten nehmen auf Platinen nicht unerheblichen Platz ein. ROHM bietet seit längerer Zeit eine Serie von linearen Spannungsreglern an, die mit sehr geringen Ausgangskapazitäten auskommen:

1
he output capacitor 470 nF (Typ) or more can be used for
2
this product series, and it can realize a brilliant transient
3
characteristic even with small capacitance.

Der neueste Kandidat ist für den Automotive-Einsatz vorgesehen und – unter Vernachlässigung des in einem eventuellen Feedback-Netzwerks anfallenden Verlusts – mit 25 μA (Typ) an Eigenstrombedarf aus.

Vishay IHXL1500 – Riesenspule mit fast 200 g (!) Gewicht.

Im Bereich der seltsamen passiven Bauelemente sei die IHXL1500-Familie hervorgehoben – eine Serie von Spulen für Hochstrom-Anwendungen, die mit fast 200 g auf der Präzisionswaage durchaus für Volksfeststimmung sorgt.

Bildquelle: Vishay.

Zum Zeitpunkt der Drucklegung gibt es ein gutes Dutzend verschiedene SKUs, die sich folgendermaßen präsentieren.

Bildquelle: Vishay.

TE Connectivity / Holsworthy FWFU – Widerstände mit Sicherungscharakteristik

Im Hause TE Connectivity lanciert man eine neue Familie von Widerständen, die aus gewundenen Draht bestehen. Aus Logik und Physik folgt, dass dieser Draht bei Überlastung – ganz analog zu einer Schmelzsicherung – WO gibt und durchbrennt.
Dieses Verhalten ist von Seiten von TE Connectivity explizit gewünscht – die Teile sind für Einschaltströme tolerant, agieren in kritischen Situationen allerdings wie eine Sicherung.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Artikels gibt es die in der Tabelle gezeigten Kandidaten.

Bildquelle: TE Connectivity.

AD9084 – 12-bit, 20GSPS-ADC, 16-bit, 28GSPS-DAC

Wer auf der Suche nach einem hochleistungsfähigen ADC/DAC-Frontend ist, wird von Analog Devices mit dem AD9084 bedient. Zu beachten ist allerdings, dass das Bauteil in Einzelstückzahlen mehr als 3000 US-Dollar kostet.

Nisshinbo NL9620 – – Instrumentenverstärker mit nur einem Einstellungswiderstand

Insbesondere im Bereich „metrologischer“ Anwendungen sind Operationsverstärker in der Instrumentationsverstärker-Konfiguration nicht mehr wegzudenken. Nisshinbo schickt nun einen IC, der – wie in der Schaltung gezeigt – mit einem einzigen externen Widerstand auskommt, um einen einstellbaren Instrumentationsverstärker zu realisieren.

Bildquelle: Nisshinbo

Zu beachten ist außerdem, dass das Bauteil mit geringem Strombedarf beeindruckt. Im Datenblatt, das übrigens interessante Applikationsschaltungen enthält, findet sich hierzu die folgende Passage:

1
The NL9620 is a high precision, low power
2
instrumentation amplifier that requires only one
3
external resistor to set gains of 1 to 10,000, and
4
using bipolar process.
5
Characteristics such as low input offset voltage
6
(125 μV max.), Low input offset voltage drift (1
7
μV/°C max.), High CMR (110 dB min. at G = 100),
8
and low input bias current (2 nA max.) I

Infineon CCG7SCF – USB-PD-Controllerschaltkreis.

Bauteile, die die einfache Realisierung von USB-Ladegeräten ermöglichen, sind seit jeher populär. Ging es im Fall von USB 2.0 vor allem um das Nachbilden der von den diversen Herstellern spezifizierten proprietären Verhaltensweisen, so gibt es im Fall von USB PD bzw. USB 3.0 auch spannungsbezogene Faktoren zu berücksichtigen.
Mit dem CCG7SCF lanciert Infineon ein Bauteil, dass diese Aufgabe so effizient wie möglich zu realisieren sucht. Als Applikationsschaltung zeigt man unter anderem die in der Abbildung abgedruckte Konzeption eines Zigarettenanzünder-Ladegeräts.

Bildquelle: Infineon.

TI TI-PD-ANALYZER – USB-PD-Tester.

Ist das USB-PD-Peripheriegerät realisiert, so muss im nächsten Schritt eine Überprüfung der übertragenen Nachrichten erfolgen.
Texas Instruments begegnet diesem Problem mit dem in der Abbildung gezeigten Gerät, das einfach zwischen Stromquelle und Stromsenke wandert. Über den MicroUSB-Port kann danach PC-Software Kontakt aufnehmen, um die Informationen über die Kommunikation abzuernten.

Bildquelle: Texas Instruments.

NXP NTAG X DNA – Secure Element, (nicht nur) für den NFC-Einsatz.

Dass man bei der Auswahl eines Secure Elements immer auf die modernstmögliche Variante setzen sollte, liegt aufgrund der permanenten Weiterentwicklung der Angriffsmethoden gegen Chips auf der Hand. NXP lanciert nun ein Bauteil, dessen Unterstützungs-Liste durchaus beeindruckend aussieht:

1
NTAG X DNA offers Common Criteria EAL 6+ security certification with AVA_VAN.5 on product level [1]
2
and supports a generic Crypto API providing AES, ECDSA, ECDH, SHA, HMAC, and HKDF cryptographic
3
functionality for users. Asymmetric cryptography features support 256-bit ECC over the NIST P-256 and
4
brainpoolP256r1 curves. Symmetric cryptography features support both AES-128 and AES-256. Also it supports
5
PKI-based mutual authentication including certificate handling. The CC security certification ensures that the
6
IC security measures and protection mechanisms have been evaluated against sophisticated noninvasive and
7
invasive attack scenarios

Besondere Hervorhebung verdient indes, dass das Produkt auch – wie in der Abbildung gezeigt – sowohl als Secure Element als auch als alleinstehendes NFC-Tag herangezogen werden kann.

Bildquelle: NXP.

Renesas RAA2S4704 – Kapazitätserkennungs-IC für den Automobilbereich.

Mit „Autopilot“ ausgestattete Fahrzeuge – man denke an den Tesla – benötigen verschiedenste Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass die Hände des Fahrers mit dem Lenkrad verbunden sind.
Mit dem RAA2S4704 schickt Renesas ein dafür optimiertes Bauteil ins Rennen, das die Erkennung durch Kapazitätsmessung durchführt. Zu beachten ist, dass der Gutteil der Dokumentation nur unter NDA verfügbar ist – im „öffentlichen“ Datenblatt findet sich immerhin die gezeigte Abbildung.

Bildquelle: Renesas.

Sensirion STCC4 – CO2-Sensor mit „versklavtem“ Feuchtigkeitssensor.

Dass Umgebungssensoren per I2C-Bus Kommunikation mit einem Mikrocontroller aufnehmen, ist per se nichts Neues. Das Konzept-Schaltbild des Sensirion STCC4 verdient dann doch etwas zusätzliche Aufmerksamkeit.

Bildquelle: Sensirion.

Neben dem für die Kommunikation mit dem Host-Mikrocontroller vorgesehene I2C-Interface gibt es hier ein zweites, das die Ansteuerung eines Temperatur/Feuchtigkeitssensors aus gleichem Hause ermöglicht. Intention ist, dass dieser zusätzliche Korrekturdaten zu Erhöhung der Messgenauigkeit zur Verfügung stellt.

Abracon ASH5KW – hermetisch versiegelter 32 kHz-Oszillator.

Auf den ersten Blick wirkt das Gehäuse des Abracon ASH5KW wie ein „gewöhnlicher“ 32 kHz-Kristall.

Bildquelle: Abracon.

Erst auf den zweiten Blick erschließt sich, dass es sich hierbei um einen vollwertigen hermetisch versiegelten Oszillator handelt. Wer mit seinem 32 kHz-Quarz Probleme hat, findet hier mitunter eine bequem handhabbare Alternative.

Pericom PI3EQX32914 – Signalintegritätsverbesserung für PCIe 5.0.

Wenn beispielsweise hohe Kabel-Längen die Integrität von PCIe-Signalen bedrohen, helfen als „Redriver“ bezeichnete Komponenten.
Die seit einiger Zeit zu Diodes Inc. gehörende Pericom schickt eine Serie von Bauteil ins Rennen, die beispielsweise bei Entwicklern von PCIe-Peripherie für den Raspberry Pi 5 Interesse auslösen dürfte.

Bildquelle: Diodes Incorporated.

Chip Quik CQT2 – thermorobustes Schutzband.

Dass die „offenen Schnauzen“ von aller Arten von Sensoren beispielsweise beim Reflow-Löten bedroht sind, dürfte bekannt sein. Chip Quik schickt mit dem CQT2 nun ein Spezial-Klebeband ins Rennen, das ausschließlich für Maskierungsaufgaben vorgesehen ist und in einem Temperaturbereich von -73°C bis +260°C. arbeitsfähig bleibt.

Würth MagI³C-VDLM – nun mit bis zu 5A Ausgangsstrom.

Im Hause Würth verbessert man die Spannungsregler – neu ist eine Variante, die mehr Ausgangsstrom liefern kann.

Bildquelle: Würth

In der Ankündigung vermeldet werden außerdem die folgenden „Highlights“:

1
The new modules are designed for input voltages from 4 to 36 V and come in a space-saving LGA-26 package (11 × 6 × 3 mm). They provide an output voltage from 1 to 6 V and, like all power modules in the MagI³C-VDLM series, integrate the essential components for a DC/DC power supply in a compact package: switching regulator with integrated MOSFETs, controller, compensation circuitry, and a shielded inductor.

Chip Quik CQ-FE-1 – preiswerter Lötdampfabsauger

Wer nicht – wie der Autor – Zigarren raucht, könnte vielleicht von einem Rauch-Absauger beim Löten profitieren. Bisher galt, dass diese Produkte vergleichsweise teuer waren.
Mit dem derzeit exklusiv bei Mouser erhältlichen CQ-FE-1 steht nun ein „Closed Circle“-Absauger zur Verfügung, der – in einem Satz mit drei Aktivkohlefiltern – nur rund € 50 kostet.

TE Connectivity: Hermetisch versiegelte RF-Adapter.

Das „schönste“ Gehäuse nutzt nichts, wenn es zwecks nach-außen-Bringung von Signalen durchbrochen werden muss. TE Connectivity schickt nun eine neue Serie von Bauteilen ins Rennen, die an dieser Stelle Abhilfe schaffen.

Bildquelle: TE Connectivity.

Zum Zeitpunkt der Drucklegung werden drei unterschiedliche Stecker-Varianten unterstützt. Die folgende Abbildung liefert Informationen über die jeweiligen SKUs.

Bildquelle: TE Connectivity.

Bulgin MP22 – vandalenresistente versiegelbare Schalter.

Was TE Connectivity für die Signalübertragung versucht, versucht Bulgin für das Schaltertum. Mit der MP22-Familie steht eine Serie von Tastern zur Verfügung, die im Bezug auf das Frontpanel Isolation von bis zu IP66/IP68 bietet.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Renesas-MPU mit AI-Beschleuniger, Zephyr 4.2, NXP MCX E und Lesestoff

Das Ende des Monats präsentiert sich in Sachen Nachrichten nochmals intensiv: Neben einer neuen Variante des RP2350 erweitert NXP die MCX-Serie. Sowohl beim Echtzeitbetriebssystem Zephyr als auch bei OpenCV gibt es Updates, während Silicon Labs eine neue Version von Simplicity Studio teasert. Was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

A4-Stepping des RP2350, 5V-Qualifikation und 2MB Flash

Die zweite Version des Raspberry Pi-Mikrocontrollers (siehe auch https://youtu.be/pqecXDrHhpg) belustigte die P. T. Designerschaft mit seltsamen technischen Problemen im Bereich der GPIO-Infrastruktur. Nun steht eine neue Version des Chips ante Portas, die als Revision A4 bezeichnet wird.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/rp2350-a4-rp2354-and-a-new-hacking-challenge/

Am Wichtigsten ist die Behebung des GPIO-Problems und einiger Sicherheitsprobleme:

1
Firstly, and most importantly for general users, weve fixed Erratum 9. A small tweak was applied to the pad macro to eliminate the undesirable leakage in the high side of the pad; this leakage gives rise to the large negative-going excursion in the current-against-voltage trace for A2 below. As a result, external resistors are no longer required to pull inputs low, though they may safely be retained in existing designs.

Interessant ist, dass die neue Version nicht alle in der letzten Security Challenge gefundenen Schwachstellen behebt. Einige bleiben – wie in der folgenden Passage genannt – bestehen:

1
One of the winners of the Hacking Challenge exposed a vulnerability in the OTP bit array itself. Using a technique called Passive Voltage Contrast, they were able to painstakingly, and at significant expense, read out the bitwise OR of pairs of adjacent bits stored in the OTP; in principle it may be possible to extend this attack to retrieve the complete contents of the OTP.

Weiter unten in der Meldung findet sich außerdem der Hinweis, dass der RP 2350 ab sofort vollständig 5 V-qualifiziert ist:

1
Those of you interfacing RP2350 to retro computer hardware will be pleased to hear that, after an extensive qualification campaign, RP2350 is now officially 5V tolerant!
2
Just make sure to keep IOVDD powered when 5V is applied to any GPIO pad, otherwise the pad will be damaged. And be sure to read the relevant sections in the updated datasheet.

Zu guter Letzt gilt, dass es fortan eine Variante des Chips mit 2 MB Flashspeicher gibt:

1
To coincide with the availability of the A4 stepping, were also launching RP2354: pin-compatible variants of the 60-pin RP2350A and 80-pin RP2350B parts with 2MB of flash memory in-package. Each RP2354 part costs just 20 cents more than the equivalent RP2350 part.

Wie immer erfolgt der Roll-out „Tour a Tour“ – so in einem der Channels keine alten Bauteile mehr verfügbar sind, bekommen Kunden die neue Version. Wann diese Umstellung in der Praxis erfolgt, ist allerdings nicht abschätzbar – einen Rechtsanspruch auf eine neue Version gewähren die Uptoniten jedenfalls nicht.

NXP MCX E – robuste, 5V-fähige ARM-MCU.

Im Hause NXP arbeitet man permanent daran, Nutzern des MCX-Ökosystems ein Mehr an Optionen zur Verfügung zu stellen.
Der neueste Kandidat ist ein auf einem ARM Cortex M4-Kern basierender Mikrocontroller, der für den industriellen Einsatz optimiert ist.

Bildquelle: https://www.nxp.com/company/about-nxp/smarter-world-blog/BL-MCX-E-BUILT-ENVIRONMENTS-SAFETY

Neben ECC-geschütztem Arbeitsspeicher betont NXP die Verfügbarkeit verschiedener anderer Sicherheitssysteme. Explizites Ziel des Mikrocontrollers ist, in EMV-lastigen Regelungsaufgaben zum Einsatz zu kommen:

1
MCX E24 provides a comprehensive functional safety architecture built for IEC 61508 systems up to SIL 2. Hardware diagnostics include program flow monitoring, clock and power supervision, flash/SRAM/register ECC, watchdog timers, CRC engines and fault logging. These features are further complemented by NXPs SafeAssure documentation suite, with precertified libraries for IEC 60730 Class B appliance compliance and software frameworks for IEC 61508.

Zu guter Letzt findet sich in der Ankündigung noch ein „Teaser“ für ein Nachfolgeprodukt:

1
And, were not stopping here. Be on the lookout for our upcoming MCX E31, arriving later this year.

Microchip: MIL-qualifizierte TVS-Dioden im Plastikgehäuse.

Im Hause Microchip hat man ebenfalls Interesse an„harten Arbeitsumgebungen. Spezifischerweise kündigt man – wie in der Abbildung gezeigt – Transile an, die trotz Plastikgehäuse MIL-Zertifikation erreichen und so zu einer Senkung der Kosten beitragen sollen.

Bildquelle: https://www.microchip.com/en-us/products/power-management/protection-ics/transient-voltage-suppressors?utm_source=marketingcloud&utm_medium=email&utm_campaign=PlasticTVS

Renesas RZ/G3E MPU – 64 Bit-MPU für AI- und Edge Computing-Aufgaben

Im Hause Renesas arbeitet man permanent daran, einerseits die Rechenleistung zu erhöhen und andererseits den Stromverbrauch zu senken – analog zu den Mikrocontrollern möchte man sich im Bereich der MPUs als Low-Power-Spezialist positionieren.
Zum Erreichen dieses Ziels steht nun eine neue MPU am Start, die einen AI-Beschleuniger mitbringt.

Bildquelle: https://www.renesas.com/en/about/newsroom/renesas-introduces-64-bit-rzg3e-mpu-high-performance-hmi-systems-requiring-ai-acceleration-and-edge

Über die Leistungsfähigkeit der MPU vermeldet Renesas folgendes:

1
At the heart of the RZ/G3E is a quad-core Arm Cortex-A55, a Cortex-M33 core, and the Ethos-U55 NPU for AI tasks. This architecture efficiently runs AI applications such as image classification, object recognition, voice recognition and anomaly detection while minimizing CPU load. Designed for HMI applications, it delivers smooth Full HD (1920x1080) video at 60fps on two independent displays, with output interfaces including LVDS (dual-link), MIPI-DSI, and parallel RGB. A MIPI-CSI camera interface is also available for video input and sensing applications.

Interessant ist außerdem, dass Renesas – wie im Folgenden gezeigt – einige Low-Power-Features implementiert:

1
Starting with the third-generation RZ/G3S, the RZ/G series includes advanced power management features to significantly reduce standby power. The RZ/G3E maintains sub-CPU operation and peripheral functions while achieving low power consumption around 50mW and around 1mW in deep standby mode. It supports DDR self-refresh mode to retain memory data, enabling quick wake-up from deep standby for running Linux applications.

Zephyr: Version 4.2 des Echtzeitbetriebssystems verfügbar.

Ein guter Übergang zu Zephyr 4.2 ist die Feststellung, dass das von der Linux Foundation vorangetriebene quelloffene Echtzeitbetriebssystem fortan weitere Renesas-Mikrocontrollerfamilien unterstützt.

Spezifischerweise handelt es sich dabei um die in der Abbildung gezeigten Planare.

Bildquelle: https://docs.zephyrproject.org/latest/boards/index.html#arch=rx

Doch der Neuigkeiten nicht genug, gibt es in der unter https://www.zephyrproject.org/zephyr-rtos-4-2-now-available-introduces-renesas-rx-support-usb-video-class-and-more/ bereitstehenden Meldung auch anderes zu vermelden. Erstens unterstützt Zephyr ab sofort auch die USB Video-Klasse: Ein vom Entwicklerteam avisierter Einsatzzweck für dieses neue Feature ist das Verwandeln eines Edge-Geräts in eine Webcam, um die Aberntung der Sensordaten zu erleichtern.
Eine weitere Neuerung betrifft die Unterstützung von MQTT: Die neue Version des Echtzeitbetriebssysteme ist in der Lage, mit MQTT 5-Servern und den in dieser Spezifikation eingeführten neuen Features zu interagieren.
Die ZBus-API gilt fortan als stabil; zu guter Letzt gibt es eine Erweiterung der Twister-Testlogik, die Energiemessgeräte in den Qualitätssicherungsprozess von Embeddedsystemen einbindet.

Silicon Labs: Simplicity Studio 6.0 in Betaphase.

Im Hause Silicon Labs arbeitet man permanent an der Verbesserung der hauseigenen IDE. Für die nun als Beta angekündigte Version 6.0 werden die folgenden neuen Features avisiert:

1
🧩 Modular SDKs with SiSDK
2
Gone are the days of bloated installs. With the new Simplicity SDK model, you can install only the components you need, saving time, bandwidth, and disk space.
3

4
💻 VS Code Integration
5
Prefer to work in VS Code? So do we. SSv6 includes a powerful extension that lets you build, flash, and debug directly from your favorite editor. Its fast, flexible, and fully supported.
6

7
🔬 Standalone Analysis Tools
8
Tools like Energy Profiler, Network Analyzer, and Bluetooth NCP Commander, are now standalone apps. Use them independently or alongside your IDE of choice.

Wer das Produkt selbst ausprobieren möchte, findet unter der URL https://docs.silabs.com/ssv6ug/latest/ssv6-release-notes/ Dokumentation und Downloadmöglichkeiten.

OpenCV-Version 4.12 erschienen.

Schon vor einiger Zeit lieferte die OpenCV-Entwicklerschaft – ohne großes Medienecho – die Version 4.12 der hauseigenen Software aus.

Bildquelle: https://opencv.org/releases/

Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst Hackster fasst die Änderungen unter der URL https://www.hackster.io/news/opencv-4-12-0-is-now-available-15c2802eb582 folgendermaßen zusammen:

1
GIF decode and encode for imgcodecs, improved PNG and Animated PNG files handing, animated WebP Support, and especially the new HAL for RISC-V RVV 1.0 platforms.

Linux 6.16 verfügbar.

Eine weitere Aktualisierung im quelloffenen Bereich betrifft Linux – Linus Torvalds hat die Version 6.16 des Kernels zur Verfügung gestellt. Eine Zusammenfassung der für Embedded-Entwickler relevanten Änderungen finden Interessierte unter der URL https://www.cnx-software.com/2025/07/28/linux-6-16-release-main-changes-arm-risc-v-and-mips-architectures/ bei CNX.

Seeed Studio: XIAO-Board auf Basis des nRF54L15.

Die vor wenigen Wochen geteaserte Ankündigung eines neuen Mitglieds in der XIAO-Familie ist nun aufgelöst. Es handelt sich – wie in der Abbildung gezeigt – um eine Platine, die die neueste Variante der Bluetooth-Chips aus dem Hause Nordic Semiconductor verwendet.

Bildquelle: Seeed

Orange Pi 6 – erste Informationen werden verfügbar.

Am Instagram-Account der Shenzhen Xunlong fand sich die in der Abbildung gezeigte Ankündigung, die die – unter anderem bei AndroidPIMP unter der URL https://www.androidpimp.com/embedded/orange-pi-6-plus/ erschienenen – Leaks bestätigt.

Bildquelle: Instagram.

Zur Erinnerung: Es handelt sich dabei um eine Variante des „großen“ Orange Pi, der seine Rechenleistung aus einem zwölfkernigen ARM-Prozessor vom Typ CIX CD8160 bezieht.

Lesestoff, zur Ersten – Drohnensteuerung in Röhren

Wer seine Drohne in einer Röhre fliegt, bekommt Probleme. Unter der URL https://www.hackster.io/news/ai-improves-drone-stability-in-air-ducts-1b841e07ce54 wird nun über einen neuartigen Algorithmus berichtet, der auch in diesem „Sonder-Szenario“ hohe Flugstabilität sicherstellt.

Lesestoff, zur Zweiten – TDR, Marke Eigenbau.

TDRs gehören mit Sicherheit nicht zu der Messtechnik, die man in jedem Labor permanent benötigt. Unter der URL https://www.signalintegrityjournal.com/articles/4010-roll-your-own-tdr findet sich ein lesenswerter Artikel, der den „Eigenbau“ eines TDRs aus Funktionsgenerator und Oszilloskop beschreibt.

Lesestoff, zur Dritten – Nutzung von Kupfersäulen zur Verbindung im SoC.

Der japanische Feinmechanik-Spezialist Finecs schlägt vor, für die Verbindung zwischen SoC-Elementen statt Lotkugeln auf Kupfersäulen zu setzen. Zur Motivation stellt man ein Whitepaper zur Verfügung, das unter anderem die hier abgedruckte Grafik enthält.

Bildquelle: https://www.finecs.co.jp/en/products/p1121/?utm_campaign=16811421-pp_cupillar&utm_medium=email

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Qi mit 25W, Raspberry Pi-Analogon mit Qualcomm-CPU, Desktop-Spritzgussmaschine uvam

Qualcomm hat seinen ersten Prozessrechner-Designwin für die Dragonwing-Chipfamilie. Im Hause Espressif stehen einige neuartige Entwicklerboards auf Basis des ESP32-S3 an, während eine als SALTGATOR bezeichnete Spritzgussmaschine für die Arbeit mit 3D-gedruckten Formen optimiert ist. Was es sonst Neues gibt, verraten wir – wie immer – hier.

Particle Tachyon 5G – Raspberry Pi mit Qualcomm-CPU

Qualcomm war im Bereich SoCs für das Internet der Dinge bisher nicht sonderlich erfolgreich, weshalb die Lancierung der Marke Dragonwing folgte. Mit dem Tachyon 5G steht nun eine auf dem QCM6490 basierende Implementierung ante Portas. Qualcomm selbst beschreibt den Chip, der in der Vergangenheit beispielsweise in einem FairPhone (siehe https://www.notebookcheck.com/Qualcomm-QCM6490-Prozessor-Benchmarks-und-Specs.773515.0.html) zum Einsatz kam, wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.qualcomm.com/products/internet-of-things/qcm6490

Mit dem in der Abbildung gezeigten System steht nun ein Einplatinencomputer auf Basis dieses Prozessors zur Verfügung.

Bildquelle: https://store.particle.io/products/tachyon-5g-single-board-computer?variant=42175368888389

Interessanterweise bringt der – mit Sicherheit nicht gerade preiswerte – Rechner auch eine der Particle-eigenen eSIMs mit, die dem verbauten 5G-Modul die Kommunikation in aller Herren Länder ermöglicht:

1
EtherSIM+
2
So how do you actually use that 5G connectivity? Embedded into Tachyon is the next generation of Particles EtherSIM  a reprogrammable, 5G-capable eSIM, providing flexible and tailored connectivity options in 40 countries.
3
Particles platform comes with built-in low-bandwidth connectivity to support remote telemetry and device management  free for your first 100 devices. 

SALTGATOR – kunststoffgelbasierte Spritzgussmaschine für den Desktop

Spritzgussmaschinen nehmen normalerweise Räume ein: mit dem SALTGATOR steht eine neue Variante zur Verfügung, die durch konstanten Mut zur Minimalisierung selbst auf einem Schreibtisch ausreichend Platz findet.

Bildquelle: https://www.kickstarter.com/projects/saltgator/saltgator-the-1st-desktop-softgel-injection-molding-machine

Geheimnis des Systems ist die Verwendung von als Softgel bezeichneten Spezialkunststoffen, die – von der Härte her natürlich nicht mit klassischen Materialien mithaltend – bei geringer Temperatur verarbeitet werden können.

Bildquelle: https://www.kickstarter.com/projects/saltgator/saltgator-the-1st-desktop-softgel-injection-molding-machine

Sinn davon ist unter Anderem die Möglichkeit, 3D-gedruckte Spritzgussformen zu verwenden. Auch hierzu noch eine Abbidung.

Bildquelle: https://www.kickstarter.com/projects/saltgator/saltgator-the-1st-desktop-softgel-injection-molding-machine

WaveShare L76K – GNSS-Modul mit LNA

Wer Prozessrechnern Positionierungsfähigkeit einschreiben möchte, wird von WaveShare mit dem in der Abbildung gezeigten Shield bedient. Interessant ist am um rund 22USD erhältlichen Modul – neben dem Vorhandensein eines LNA – seine Fähigkeit, mit Raspberry Pi und NVIDIA-Boards gleichermaßen zusammenzuarbeiten.

Bildquelle: https://www.waveshare.com/l76k-gps-hat.htm

Diabolic Parasite – Crowdfunding für ESP32-S3-basiertes Hackertool

Pentesting-Tools mit USB-Interface erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit. Der ESP32-S3 beziehungsweise das in ihm verbaute USB-Subsystem erscheinen als ideales Werkzeug zur Realisierung derartiger Güter – mit dem Parasite steht nun ein per Crowdfunding finanziertes Produkt ante Portas.

Bildquelle: https://www.crowdsupply.com/unit-72784/diabolic-parasite

Zu beachten ist, dass das vergleichsweise hochpreisige Produkt nach Ansicht des Herstellers irgendwann “quelloffen” werden soll – zum Zeitpunkt der Drucklegung ist das GitHub-Repositorium indes noch leer.

m5stack CoreS3 Lite – neuer “Midrange-Basiscomputer”

Espressif sein Platinenbauer bietet seit einiger Zeit “Rechner” an, die – vom Format her einer RitterSport-Tafel nicht unähnlich – einen ESP32 und verschiedenste Support-Komponenten sowie manchmal eine Batterie mitbringen.

Bildquelle: https://shop.m5stack.com/products/m5stack-cores3-lite-esp32s3-iot-dev-kit

Das in der Abbildung gezeigte Mid Range-Modell unterscheidet sich von der Spitzenvariante unter Anderem durch eine auf 200mAH (von 500mAH) reduzierte Batteriekapazität. Außerdem fehlt die als DINbase bezeichnete Rückwand für Hutschienenmontage, die durch eine magnetische Rückwand ersetzt wurde.

LILYGO – vier neue ESP32-S3-Boards

LILYGO lässt sich durch Espressif’s Übernahme von m5stack in keiner Weise abschrecken – stattdessen schickte das Unternehmen gleich vier neue Boards ins Rennen. Neben LoRA- und CAN-Varianten gibt es zwei Versionen mit Displays; die vier folgenden Bilder bieten weitere Informationen zu den Offerten.

Bildquelle: https://lilygo.cc/products/t-beam-bpf

Bildquelle: https://lilygo.cc/products/t-display-bar

Bildquelle: https://lilygo.cc/products/t-mini-epaper-s3

Bildquelle: https://lilygo.cc/products/t-2can

Qi 2.2.1 – nun mit 25W Maximalleistung

Wer sein Handy schnell aufladen möchte, sollte ein Kabel anstecken. Trotzdem hat das hinter dem Qi-Standardisierungsgremium den Kampf nicht aufgegeben, und lanciert nun eine neue Variante mit höherer maximaler Übertragungsfähigkeit. Spezifischerweise liest sich die Ankündigung der neuen Technologie folgendermaßen:

1
Technological advancements are enabling the Wireless
2
Power Consortium (WPC) to launch a new, faster charging version of its Qi standard  Qi v2.2.1
3
 which will be branded as Qi2 25W.
4
In addition to Apple iPhone, major Android smartphones will join the Qi2 ecosystem for the first
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time with this launch. Fourteen devices, receivers and transmitters, completed Qi2 25W
6
certification testing in a limited launch last week. Full-scale certification testing is now open to
7
several hundred devices waiting in the queue to be tested
8

9
    --- via https://www.wirelesspowerconsortium.com/media/wvsmia32/qi2-25w-news-release-v72.pdf

Shenzhen Xunlong: Datenblatt für RISC/V-Prozessor des RV2 frei verfügbar

Über die neueste RISC/V-Variante im Hause Shenzhen Xunlong haben wir in der Vergangenheit mehrfach berichtet. Nun gilt, dass das Datenblatt für das als Hauptprozessor dienende SoC zum freien Download zur Verfügung steht. Bisher war hierfür das Unterzeichnen eines NDA erforderlich.

Bildquelle: https://www.instagram.com/orangepixunlong/p/DMhDafARa5t/

Fedora 43 mit Unterstützung für die Programmiersprache HARE

‘Hass auf C’ dürfte allen anderen Formen des Hasses haushoch überlegen sein – anders ist nicht zu erklären, dass jede Linux-Entwicklergruppe einem pawlov’schen Reflex ähnelnd eine C-Alternative forciert.
Sei dem wie es sei, dürfte die unter https://harelang.org/ en Detail dokumentierte systemnahe Programmiersprache bald Teil von Fedora Linux werden. Weitere Informationen finden sich in der Abbildung.

Bildquelle: https://fedoraproject.org/wiki/Changes/HareProgrammingLanguage

Lesestoff: Informationen zur CRA

Wer sich bisher nicht mit dem Cyber Resiliance Act auseinandergesetzt hat, findet unter der URL https://burkhardstubert.substack.com/p/resources-for-the-eu-cyber-resilience eine excellente Zusammenfassung zum Thema.

Lesestoff, zur Zweiten: alles zur Automatisierung

Mouser bündelt die von verschiedenen Lieferanten bzw Partnern in Sachen Automatisierung zur Verfügung gestellten Ressourcen nun im unter https://automationresources.mouser.com/ bereitstehenden Portal, das vor Allem Tutorials bereitstellt.

Lesestoff, zur Dritten: audiobasiertes sicheres Kommunikationsprotokoll für das Internet der Dinge

Wer einmal ein Upgrade zwischen zwei Samsung-Smartphones durchgeführt hat, weiß über die Möglichkeit zur Nutzung von Audiosignalen als “Side Channel” bestens Bescheid. Unter der URL https://link.springer.com/article/10.1007/s43926-025-00187-5?utm findet sich nun ein Paper, das ein unter Anderem auf Audiosignalen basierendes IoT-Protokoll bespricht.

In eigener Sache: Carthage Calling

Der Autor wird die nächsten Tage in Nordafrika verbringen: wer den Standort in Budapest besucht, muss sich mit Frl. Fauch anfreunden. Wer hingegen selbst in Nordafrika weilt, soll Laut geben – ein “ucnet-Treffen abroad” wäre mit Sicherheit lustig!

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Arduino Nano R4, STMicroelectronics-Bugfix und Marktdaten, ein wenig Lesestoff

Die wichtigste Meldung dieses Roundups ist eine Erweiterung der Renesas-basierten Arduino-Familie. Fortan gibt es auch eine Variante des Boards im Nano-Formfaktor. STMicroelectronics durfte mit einem peinlichen Fehler balgen und kauft – wohl zum Trost – die MEMS-Sparte von NXP. Was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

STMicroelectronics – Zwangsupdate zur Reaktivierung des Projektgenerators.

Wer in den letzten Tagen ein neues STM32-Projekt generieren wollte, fand sich mit seltsamen Fehlern konfrontiert. Nach einem „temporären“ Fix haben die Franco-Italiener nun eine endgültige Lösung gefunden. Hierzu ist Mithilfe von Seiten der betroffenen Entwickler erforderlich. Spezifischerweise präsentieren sich die notwendigen Maßnahmen folgendermaßen:

1
1.Open STM32CubeIDE.
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3
2. Refresh the database.
4

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    Go to Help > STM32Cube updater > Select Check the Target selector Device Database Updates
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3. Restart STM32CubeIDE
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4. If you deactivated the auto refresh function previously, you may wish to reactivate it for all your STM32Cube tools. Here is how to proceed:
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 STM32CubeIDE:
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    Go to Window > Preferences > STM32Cube > Firmware Updater.
13
    Select your preferred auto-refresh option.
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 STM32CubeMX:
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17
    Go to Help > Connection & Updates > Updater Settings.
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    Select your preferred auto-refresh option.
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 STMCUFinder:
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22
    Click on the Settings icon > Settings > Updater Settings.
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    In the "Database Auto-Refresh" section, select your auto-refresh option.

3D-Druck: Blockierung von Gewehr- und Waffenteilen im Slicer möglich.

Dass der Baum der Freiheit regelmäßig getränkt werden muss, ist insbesondere im angelsächsischen Bereich bekannte und (immer wieder gelebte) Praxis. Aus der Logik folgt, dass man von Seiten der Regierung über derartige aktive Eingriffe in die Handlungsfreiheit nicht erfreut ist – die Möglichkeit, mit 3-D-Druckern und Fräsen unbeaufsichtigt Argumentationsverstärker herstellen zu können, sorgt seit längerer Zeit für schlaflose Nächte.
Dass Modellrepositorien seit einiger Zeit unter Druck stehen, Baupläne für Argumentationsverstärker aus der Datenbank zu löschen, ist per se nicht neu. Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst Toms Hardware berichtet unter der URL https://www.tomshardware.com/3d-printing/ghost-gun-proliferation-spurs-crackdown-at-thingverse-the-worlds-largest-3d-printer-model-design-repository-lawmakers-also-ask-3d-printer-vendors-to-create-ai-based-systems-to-detect-and-block-gun-prints nun allerdings darüber, dass derartige „Limitationen“ bald auch in die Slicer- und Betriebssoftware der diversen Fertigungsgeräte wandern könnten:

1
Manhattan District Attorney Alvin Bragg also contacted 3D printer companies like Bambu Lab, requesting they join in efforts to add hurdles to users who want to 3D print guns and gun-related components. Bragg requested Bambu Lab consider implementing an AI-driven system that checks CAD files against a model trained on gun blueprints to automatically detect gun-shaped parts.

Als Gegenmaßnahme bietet sich – wie immer – das Offline-Konservatieren von Images von bekannt stabilen Versionen der diversen Slicersoftware an.

TDEMI S und TDEMI G mit 510 MHz Echtzeitbandbreite

Die in Westdeutschland ansässige Gauss Instruments hat sich mit ihren Messgeräten einen fixen Stand im Bereich der EMV-Messtechnik erarbeitet. Nun stehen – aussertourlich, weil vor der EMV – zwei neue Messgeräte am Start.

Bildquelle: Gaus Instruments.

Im Fall der neuen Geräte geht es um „Optimierungen“ im Bereich von Funk- und CISPR-Messungen. Im Rahmen der Pressemitteilung, die aus Gründen der Lustigkeit als JPEGs in PDF (!) ausgesendet wurde, vermeldete man nach folgendem Schema eine Erhöhung der Meßgeschwindigkeit.

Bildquelle: Gauss Instruments.

Wie immer gilt, dass Informationen zur Bepreisung – derzeit – nur auf Anfrage erhältlich sind – auf der EMV 2026 dürfte es neue Daten zum Thema geben.

STMicroelectronics – Quartalszahlen veröffentlicht

Die Franco-Italiener vermeldeten nicht nur einen Bugfix, sondern auch (unbefriedigende) Quartalszahlen:

1
Q2 net revenues $2.77 billion; gross margin 33.5%; operating loss of $133 million, including $190 million related
2
to impairment, restructuring charges and other related phase-out costs; net loss of $97 million
3
 H1 net revenues $5.28 billion; gross margin 33.5%; operating loss of $130 million, including $198 million related
4
to impairment, restructuring charges and other related phase-out costs; net loss of $41 million

Über die individuellen Abteilungen verteilt ergibt sich dann folgendes Bild:

1
In Analog, Power & Discrete, MEMS and Sensors (APMS) Product Group:
2
Analog products, MEMS and Sensors (AM&S) segment:
3
 Revenue decreased 15.2% mainly due to a decrease in Analog.
4
 Operating profit decreased by 55.9% to $85 million. Operating margin was 7.5% compared to 14.5%.
5

6
Power and Discrete products (P&D) segment:
7
 Revenue decreased 22.2%.
8
 Operating profit decreased from $61 million to an operating loss of $56 million. Operating margin was -12.5%
9
compared to 10.6%.
10

11
In Microcontrollers, Digital ICs and RF products (MDRF) Product Group:
12
Embedded Processing (EMP) segment:
13
 Revenue decreased 6.5% mainly due to Custom Processing.
14
 Operating profit decreased by 8.7% to $114 million. Operating margin was 13.5% compared to 13.8%.
15

16
RF & Optical Communications (RF&OC) segment:
17
 Revenue decreased 17.9%.
18
 Operating profit decreased by 37.2% to $60 million. Operating margin was 17.9% compared to 23.4%.

STMicroelectronics kauft MEMS-Sparte von NXP.

In Zeiten des kostenlosen Geldes gilt, dass negative Quartals- und Umsatzzahlen nicht an Übernahmen hindern. Im Hause STMicroelectronics „erbeutet“ man nun die MEMS-Sensorsparte von NXP. Über die Motivation vermelden die Franco-Italiener in der Pressemitteilung folgendes:

1
The MEMS sensors portfolio to be acquired by ST primarily targets automotive safety sensors, both passive (airbags) and active (vehicle dynamics), as well as monitoring sensors (TPMS[1], engine management, convenience, and security). It also includes pressure sensors and accelerometers for industrial applications. ST is well-positioned to leverage strong, established customer relationships with automotive Tier1s with its innovation roadmap in a rapidly expanding MEMS automotive market. MEMS technologies increasingly enable advanced functionalities for safety, electrification, automation, and connected vehicles, paving the way for future revenue growth.

Interessant ist außerdem, dass die Finanzierung der Übernahme – wie im folgenden Snippet besprochen – ausschließlich aus dem operativen Cashflow von STMicroelectronics erfolgen wird bzw. soll:

1
STMicroelectronics and NXP have entered into a definitive transaction agreement for a purchase price of up to US$950 million in cash, including US$900 million upfront and US$50 million subject to the achievement of technical milestones. The transaction which will be financed with existing liquidity is subject to customary closing conditions, including regulatory approvals, and is expected to close in H1 2026.

Samsung SmartThings Test Suite – neue Zertifikationseinlaufstelle für Smart Home-Systeme.

Wireless- und Wired-Protokoll Anbieter aller Herren Länder und Standards haben das von der Bluetooth SIG populär gemachte Modell des Wegelagerers emsig kopiert – Rückschläge vor Gericht (siehe beispielsweise https://youtu.be/Mh4mDn2cFDo) taten der Popularität dieser Vorgehensweise keinen Abzug.
Im Hause Samsung möchte man der Entwicklerschaft nun mit einer Testsuite unter die Arme greifen, die den „Aufwand“ für die Zertifikation zu reduzieren sucht.

Bildquelle: https://developer.smartthings.com/docs/certification/test-suite

Interessierte Personen finden unter der URL https://blog.smartthings.com/developers/introducing-the-wwst-test-suite-simplifying-development-testing-for-the-smartthings-platform/ außerdem einen kleinen Getting Started-Guide, der die Inbetriebnahme des Systems illustriert und auf die im Hause Samsung aufgetretene Motivation zum Roll-out eingeht.

Arduino® Nano R4 – Renesas-basierte Arduino im Nano-Formfaktor.

Der mit dem Arduino Uno R3 eingeführte Formfaktor hat sich in der Industrie als Quasi-Standard etabliert: Es gibt kaum einen Anbieter von Evaluationsboards, der kein kompatibles System anbietet. Problematisch ist diese breite Adoption insofern, als Upgrades schwierig sind – 5 V-tolerante 32 Bit-Mikrocontroller fanden die Italiener erst im Renesas RA4M1, der daraufhin auch prompt im Arduino Uno R4 zum Einsatz kam.
Populär Formfaktor Nummero zwei ist der Arduino Nano – ihn gibt es nun, wie in der Abbildung gezeigt, ebenfalls mit dem neuen Renesas-Mikrocontroller.

Bildquelle: https://store-usa.arduino.cc/products/nano-r4-with-headers

Zum Pinout und GPIO-Complement finden sich ebenda die in der Tabelle gezeigten Informationen.

Bildquelle: https://store-usa.arduino.cc/products/nano-r4-with-headers

Im Ankündigungsblogpost (siehe
https://blog.arduino.cc/2025/07/24/introducing-the-arduino-nano-r4-small-in-size-big-on-possibilities/) gehen die Arduinoisten detailliert darauf ein, dass die den Arduino Nano auch als „Übergang in die Produktion“ vorschlagen – man stellt sich offensichtlich vor, dass die Platine analog zu einem ESP 32-Modul auf die Applikations-PCBs gepflanzt wird:

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The Nano R4 without headers is a production-ready module for more advanced users, because its perfect for integrating directly into custom PCBs. Developers and designers working on compact or commercial devices can prototype quickly and scale seamlessly  all while leveraging Arduinos ecosystem.

Ebenda ist außerdem noch die folgende Passage interessant, die auf das Vorhandensein eines RTC-Subsystems hinweist:

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And did we mention the VRTC pin to keep the RTC running with a small battery, and programmable RGB LED for intuitive feedback, debugging, and user interaction? 

Africa Strong: Würth expandiert in Afrika.

Wer seine Horizont abseits von Europa erweitert, kann faszinierende Märkte mit wenig regulatorischen Barrieren (und eine den Namen verdienende erste Klasse auf der Kurzstrecke) finden.

Bildquelle: TunisAir domestic first auf A320 Carthage, Tamoggemon Holding k.s.

Die Analyse des Verhaltens von Komponenten-Lieferanten kann dabei ein wertvoller Beitrag zur Findung interessanter neuer Locations sein. Würth – das Unternehmen hat sich im Bauteil-Bereich mittlerweile gut festgefressen – kündigt in einer Pressemitteilung an, von Südafrika aus eine Gruppe neuer Märkte beliefern zu wollen:

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On June 1, 2025, a new Würth Elektronik branch opened in Brackenfell, Western Cape, South Africa. The location operates under the name Wurth Electronics South Africa (Pty.) Ltd and will serve local customers, but will also be responsible for the markets of Botswana, Mauritius, Namibia, Tanzania and Zambia.

EMV 2026-Beginn der Einreichungen fürs Kongressprogramm

Die Mesago wird auch im Jahr 2026 einen Kongress zum Themenkreis der elektromagnetischen Verträglichkeit anbieten. Als „Kern-Themen“ sind diesmal die Folgenden avisiert:

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A) Störquellen B) EMV im Produktentstehungsprozess C) Risikobeurteilung D) Entstörmaßnahmen E) Prüf- und Messtechnik F) Normung, Regulierung, Zulassung G) EMV in Industrieanwendungen H) EMV in der Verkehrstechnik I) Elektromobilität / Kraftfahrzeuge J) Haushalt, Gebäude, Informations- und Kommunikationstechnik K) EMV in Funk und Wireless L) Energietechnik M) Biomedizinische Technik N) Elektromagnetische Felder Umwelt (EMVU) O) KI in der EMV

Wer ein Paper einreichen möchte, kann dies unter der URL https://emv.mesago.com/koeln/de/conference/submission.html tun.

Lesestoff: Rauscharme ADC-Designs und Signalverarbeitungsketten.

Rauschen ist überall: Diese alte Binsenweisheit beschäftigt die P. T. Elektronikerschaft seit langer Zeit. Wer eine „kompakte“ Zusammenfassung der verschiedenen in einer ADC-Signalkette auftretenden Störquellen begehrt, findet unter der URL https://www.electronicdesign.com/technologies/analog/article/55304840/texas-instruments-noise-considerations-in-adc-signal-chains einen kompakt lesbaren und nach Ansicht des Autors trotzdem ausreichend detaillierten Artikel.

Lesestoff, zur Zweiten – neue Richtlinien für in-App-Purchases in Südkorea.

Wer sich „ernsthaft“ mit Handcomputertechnik auseinandersetzt, stellt bald fest, dass Asien ein hervorragender Markt für In-App-Purchases ist.
Die südkoreanische Regierung hat im Interesse des Konsumentenschutzes verschiedenste Änderungen durchgeführt. Wer eine IAP-basierte Applikation oder einen Subscription Service anbietet, ist gut beraten, die von Samsung unter der URL https://developer.samsung.com/iap/subscription-guide/manage-subscription-price/subscriber-consent.html zusammengefasste Änderungs-Übersicht zu lesen und durchzuarbeiten.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Satelliten-Arduino, CircuitPython 10 im Betastadium, News vom ESP32-P4 uvam

Freunde des Reisens können sich über Kongressprogramme sowohl für die Microchip European Masters als auch für den OSS der Linux Foundation freuen. Außerdem gibt es Evaluationsboards für den Funk-PIC32 und neue Varianten mit dem ESP32-P4. In der Linuxwelt stehen Neuerungen im Bereich RISC/V an. Was es sonst neues gibt, verraten wir hier.

Iridium Certus 9704 – arduinokompatibles Entwicklungsboard mit Satellitenfunkmodem.

Wer in den „abgelegensten“ Gebieten der Welt zuverlässige Abdeckung benötigt, landet über kurz oder lang bei Iridium. In einem vor wenigen Stunden veröffentlichten Post vermeldet Arduino nun, dass bald ein arduinokompatibles Entwicklerboard mit einem Iridium-Modem zur Verfügung stehen soll.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2025/07/21/dive-into-satellite-iot-with-the-new-arduino-compatible-iridium-certus-9704-development-kit/

Über die Spezifikationen vermeldet man folgendes:

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To make this as accessible as possible, Iridium brought in Device Solutions to ensure the hardware for the Iridium Certus 9704 Launch Pad Developer Board was compatible with the Arduino IDE and ecosystem. That board contains a Microchip ATSAMD21J18A microcontroller, which integrates nicely with everything Arduino. 
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The board has UART, SPI, and I2C connections available, as well as 22 digital I/O pins. Of those, 12 are also PWM (pulse-width modulation) pins, 8 are analog input pins, one is an analog output pin, and 14 can act as external interrupts

Interessant ist, dass das Evaluationsboard außerdem mit einem GPS-Modul ausgestattet wird:

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Other onboard hardware includes a u-blox MAX-M10S GNSS (Global Navigation Satellite System) module, a Texas Instruments BQ24195L IC for battery management, a momentary pushbutton, and a piezo buzzer.

Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Artikels gibt es keine Informationen zu Preisen oder Verfügbarkeit. In der Ankündigung der Arduino-Gruppe findet sich ein Link, der zum Zeitpunkt der Abfassung des Artikels allerdings einfach auf die „Frontseite“ der Iridium-Webseite verweist.

Wireless-Tag – Mini-Devboard auf Basis eines ESP32-P4

Die Wireless-Tag war der erste Anbieter, der ESP32-C5 und ESP32-P4 “allgemein” verfügbar machte. Nun steht ein neues Evaluationsboard ante Portas, dessen Lancierung bald in Form einer Kickstarter-Kampagne erfolgen wird.

Bildquelle: https://www.kickstarter.com/projects/c-h/esp32-p4-mini-lot-development-board

Microchip PIC32-BZ6 – Evaluationshardware verfügbar

Mit dem PIC32-BZ6 unternimmt Microchip einen weiteren Versuch, Espressif im Heimatmarkt anzugreifen – der Chip kombiniert einen ARM Cortex M4F-Prozessor mit einem durchaus leistungsfähigen Funkmodul.
Nun gilt, dass Microchip eine erste Platine mit dem neuartigen Chip zur Verfügung stellt. Das Produkt lässt sich zum Zeitpunkt der Abfassung unter der als Bildquelle angegebenen URL um rund € 80 käuflich erwerben.

Bildquelle: https://www.microchip.com/en-us/development-tool/ea81w68a

Debian 13.0 – offizielle Unterstützung für RISC/V.

In Sachen Linux für RISC/V gibt es Neuigkeiten – nach dem sich Canonical in diesem Bereich stark einsetzt, gibt es nun auch von der „Mutter-Distribution“ Debian Bemühungen, sich in Richtung der quelloffenen ISA auszubreiten.
Spezifischerweise ist – wie in der folgenden Abbildung gezeigt – geplant, Debian 13 mit vollwertiger Unterstützung anzubieten.

Bildquelle: https://www.phoronix.com/news/Debian-13-RISC-V-Ready

Der Praxis stehen einige Steine im Weg: beispielsweise gilt, dass die für die CI verwendeten Systeme nur auf vergleichsweise alten Kernen arbeiten, weshalb verschiedene CI-Prozesse viel Zeit in Anspruch nehmen. Weitere Informationen finden sich unter der als Bildquelle angegebenen URL.

NVIDIA: CUDA bald auch für RISC/V verfügbar.

RISC/V-Neuerung Nummer zwei kommt vom Standardisierungsgremium. Auf dem offiziellen X-Feed informiert man – wie in der Abbildung gezeigt – darüber, dass man im Hause NVIDIA CUDA bald auch für RISC/V-Hosts anzubieten gedenkt.

Bildquelle: https://x.com/risc_v/status/1946251939823370697

MILK-V Titan-neuer Einplatinencomputer mit sehr leistungsstarkem SoC angekündigt.

Im Hause MILK V-das Unternehmen hat sich seit einiger Zeit als „RISC/V sein Hardwarebauer etabliert – reagiert man auf die Probleme im Hause Debian. Spezifischerweise kündigt man – wie in der Abbildung gezeigt – ein neues Evaluationsboard an, das auf einem sehr leistungsstarken Hauptprozessor basieren soll.

Bildquelle: https://milkv.io/titan

Interessant ist an diesem SoC unter anderem, dass es verschiedene neuartige Befehlssätze implementiert.

Bildquelle: https://milkv.io/titan

Leider gibt es zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Meldung noch keine verbindlichen Preisinformationen oder Fotos der finalen Hardware.

GUITION JC-ESP32P4-M3-C6 – Kombinationsmodul mit ESP32-C6 und ESP32-P4

Dass ESP32-P4-Module zwecks Hinzufügung von Funk-Fähigkeiten gerne mit einem ESP32-C* kombiniert werden, dürfte für Leser von Mikrocontroller.net keine wirkliche Neuerung darstellen.
Im Hause GUITION gibt es nun ein Modul, dass die beiden Kerne in einem SoC zusammenfasst und so Platz auf der Platine einsparen hilft.

Bildquelle: https://www.aliexpress.com/item/1005009456865672.html

Ubuntu 25.10 – Optimierung der Imagegröße für den Raspberry Pi

Die Kosten einer auf einem Prozessrechner basierenden Lösung sind von der Menge an Speicher abhängig, die das Betriebssystem einnimmt. Im Hause Canonical gibt es nun – wie unter der URL https://discourse.ubuntu.com/t/foundations-team-updates-2025-07-17/64102/5 angekündigt – eine Neuerung, die den Speicherbedarf von Ubuntu-Images für uptonitische Prozessrechner reduzieren helfen soll:

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Merged changes 4 to slim down the Ubuntu Desktop for raspi images (base on desktop-minimal, not desktop) (LP: #2103808 6) 
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     Prepped and tested an updated image definition (which, for some reason duplicates the seed names) to see how much this actually slimmed the image (~777MB it turns out) 
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      . . .
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     Updated questing release notes 6 to warn upgraders that some common applications may disappear on upgrade (but can be easily reinstalled)

Zu beachten ist, dass diese Einsparungen im Bereich des Speicherplatzes durch Entfernung einiger selten benutzter Utilities erkauft werden. Wer nach der Nutzung eines neuen Basisimages lieb gewordene Programme nicht mehr vorfindet, muss diese manuell aus den Paketrepository nachinstallieren.

CircuitPython 10.0.0-beta.0 verfügbar

Wenige Tage nach der Ankündigung der letzten Alphaversion gilt, dass die nächste Version von Limor Frieds Python-Runtime den Betazustand erreicht hat.
Im unter der URL https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/10.0.0-beta.0 bereitstehenden Changelog finden sich gegenüber der Alpha-Version keine neuen Features.
Stattdessen findet sich die folgende Passage, die auf potentielle Fehler hinweist:

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This is CircuitPython 10.0.0-beta.0, a beta release for 10.0.0. It has known bugs that wil be fixed before the final release of 10.0.0.

Kongress, zur Ersten – Linux Foundation

Die nächste Ausgabe des OSS findet vom 25. bis zum 28. August in Amsterdam statt.
Nun gilt, dass das „Programm“ – wie in der Abbildung gezeigt – öffentlich angekündigt wurde.

Bildquelle: https://events.linuxfoundation.org/open-source-summit-europe/program/schedule/

Kongress, zur Zweiten – European Masters-Programm finalisiert

Im Hause Microchip bietet man ebenfalls einen Kongress an, der dieses Jahr – siehe Abbildung – im spanischen Sevilla abgehalten wird.

Bildquelle: https://events.microchip.com/event/EMEAMasters2025/summary

Wie im Fall des Events der Linux Foundation gilt auch hier, dass das Vortragsprogramm nun fertiggestellt wurde – es ist unter der als Bildquelle angegebenen URL einsehbar.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

FPGA-Boards, Nuvoton-Arduino und preiswertes LoRA-Funkmodul

Die Welt der Elektronik steht nie still: Microchip erweitert sein FPGA-Portfolio in den Weltraum, während sich TSMC aus dem Bereich der GaN-Halbleiter zurückzieht. Eine neue Erweiterung ermöglicht dem Raspberry Pi die Interaktion mit zwei SATA-Festplatten; eine neue Alpha von CircuitPython sorgt derweil für Änderungen am ESP32-S3. Was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

Ubuntu 20.04 erreicht EOL

Nutzer der Canonical-Linuxdistribution müssen updaten: wer noch die Version 20.04 LTS verwendet, bekommt fortan – wie in der Abbildung gezeigt – keine Updates mehr.

Bildquelle: https://ubuntu.com/blog/ubuntu-20-04-end-standard-support-for-devices

Wer keine Aktualisierung durchführen kann oder möchte, kann alternativ dazu auch auf Ubuntu Pro setzen. In Tests des Autors erwies sich Ubuntu 24.04 insbesondere für Mehrschirm-Workstations besser geeignet, weil die Desktopumgebung einige neue Komfortfunktionen für den Mehrschirmbetrieb mitbringt. Andererseits gilt, dass Updates – Stichwort Wayland versus X11 – insbesondere auf Systemen mit AMD-GPU zu überraschenden Abstürzen, beispielsweise bei der Aktivierung des Standby-Modus, führen.

CircuitPython 10.0.0-alpha.8 verfügbar

Im Hause Adafruit arbeitet man permanent an der Weiterentwicklung des hauseigenen Embedded-Python-Interpreters. Die Änderungen in der neuesten Alpha-Version sind in der Abbildung zusammengefasst.

Bildquelle: https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/10.0.0-alpha.8

In den unter der abgedruckten URL einsehbaren Changelog-Kommentaren weisen Limor Frieds Frauen unter anderem darauf hin, dass Benutzer von ESP32-S3-Boards mit 4MB Remanentspeicher verschiedene Updates im Bereich Bootloader und Partitionstabelle durchführen müssen. Außerdem gibt es – wie immer – einige (minimale) Breaking Changes, die Anpassungen an bestehenden CircuitPython-Solutions erforderlich machen können.

Microchip – Erweiterungen im Bereich der weltraumqualifizierten FPGAs.

Eine Nachrichtenmeldung, eine Erweiterung von Microchips Weltraum-Portfolio-mittlerweile ist dies beinahe eine „Konstante“ des Lebens des Newsautors.
Sei dem wie es sei, hat Microchip soeben Erweiterungen im Bereich der Zertifikation der hauseigenen PolarFire-FPGAs angekündigt:

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MIL-STD-883 Class B and QML Class Q qualification of the RT PolarFire RTPF500ZT FPGA and availability of engineering samples for the RT PolarFire System-on-Chip (SoC) FPGA. These achievements underscore the companys more than 60 years of spaceflight heritage and its commitment to delivering highly reliable, low-power solutions for the most demanding space applications.

Bildquelle: https://www.microchip.com/en-us/products/fpgas-and-plds/radiation-tolerant-fpgas/rt-polarfire-fpgas

Im Rahmen der Mitteilung vermeldete Microchip, „wie“ man die besseren Leistungsdaten der PolarFire-Serie erreicht. Einer der verwendeten Tricks ist der konsequente Verzicht auf SRAM-weitere Informationen finden sich unten:

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Unlike traditional SRAM-based FPGAs, RT PolarFire devices utilize nonvolatile technology, making them immune to configuration memory upsets caused by radiation. This eliminates the need for external mitigation measures, helping reduce system complexity and overall cost. RT PolarFire FPGAs consume up to 50% less power than mid-range SRAM-based alternatives, enabling satellite designers to optimize Size, . . .

Altera: Neue Evaluationsboards auf Basis von Agilex 3 und 5.

Wohl auch aufgrund der diversen (selbstverschuldeten) Probleme im Mutterhause Intel gilt, dass zwischen der Ankündigung und der Verfügbarkeit von Altera-FPGAs mitunter einiges an Donauwasser fließen muss. Sei dem wie es sei, gilt, dass es nun sowohl für Agilex 3 als auch für Agilex 5 neue Evaluationsboards gibt, die außerdem für FPGAs-Verhältnisse preiswert ausfallen.
Kandidat Nummero eins basiert auf einer Produktions-Version des Agilex 5, und präsentiert sich wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.arrow.com/en/products/axe5000/trenz-electronic-gmbh

Interessant ist an der vorliegenden Platine auch das Steckerportfolio, das in Zusammenarbeit mit dem Steckerspezialisten SamTec entworfen wurde. SamTec bietet unter der URL https://blog.samtec.com/post/new-dev-kit-axe5000/ einen durchaus detaillierten Artikel an, die auf die Besonderheiten und Designentscheidungen im Bereich der Stecker eingeht.

Produkt Nummero zwei basiert auf dem „kleineren“ Agilex 3 – diese Version der Platine präsentiert sich wie in der folgenden Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.terasic.com.tw/cgi-bin/page/archive.pl?Language=English&No=1373

Laut Altera gilt, dass diese Platine derzeit noch nicht „regulär“ zu kaufen ist. Wer Interesse an der Nutzung eines Prototypen hat, kann dieses vielmehr durch Absetzen eines E-Mails an die Adresse sales@terasic.com bekunden.

TSMC: Rückzug aus dem Bereich der GaN-Halbleiter

Die Erzeugung „neuartiger“ Feldeffekttransistoren ist und bleibt ein durchaus interessantes Thema – erst vor wenigen Tagen hatten wir vermeldet, das WolfSpeed in eine Restrukturierungsinsolvenz flüchtet.
Der in Sachen Feldeffekttransistor immer gut informierte Ralf Higgelke berichtet in seinem unter der URL https://www.linkedin.com/pulse/ralfs-gan-sic-news-july-10-2025-ralf-higgelke-rycfe/ bereitstehenden Newsletter nun unter Berufung auf asiatische Quellen darüber, dass man sich im Hause TSMC aus diesem Marktbereich zurückzuziehen gedenkt:

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As TSMC doubles down on advanced node development to ride the AI wave, its steadily pulling back from legacy businesses. According to the Commercial Times, citing a press release from Navitas Semiconductor, TSMC will wind down its GaN wafer foundry services by July 31, 2027.
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Notably, ijiwei suggests that TSMC plans to repurpose its Hsinchu Fab 5, currently used for GaN, for advanced packaging starting July 1, 2025

Weitere Informationen finden sich – wie immer – auf LinkedIn, wenn der abgedruckte Link angeklickt wird.

WaveShare: SATA-Adapter mit Platz für zwei Festplatten.

Der am Raspberry Pi fünf exponierte PC IEEE-Steckplatz animiert Hersteller von Zubehör zu immer neuen Höchstleistungen. Im Hause WaveShare gibt es nun das in der Abbildung gezeigte Produkt, das sich an Personen mit Bedarf für große Mengen an Massenspeicher richtet.

Bildquelle: https://www.waveshare.com/pcie-to-2-ch-sata-hat-plus.htm

Zu beachten ist, dass WaveShare eine Energieversorgung der beiden Platten durch den Raspberry Pi verspricht – eine nach Ansicht des Newsautors durchaus gewagte Annahme, insbesondere dann, wenn aus Kostengründen magnetische Festwertspeicher zum Einsatz gebracht werden.

SeeedStudio: sehr preiswertes LoRA-Modul.

Dass das Weglassen von Funktionen zu einer Reduktion der Chipfläche und zu reduzierten Kosten führt, dass bei Lesern von Mikrocontroller.net als bekannt angenommen werden.
Im Hause SemTech bietet man mit dem LR1211 seit einiger Zeit eine Variante eines LoRA-Transmitters an, die Seeed Studio nun – wie in der Abbildung gezeigt – auf ein sehr preiswertes Funkmodul packt.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/Wio-LR1121-with-IPEX-antenna-connector-p-6479.html

Canonical / ESWIN – neue RISC/V-Platine mit Unterstützung für Ubuntu 24.04.

Canonical scheint in Sachen Ubuntu für RISC/V-Prozessoren Dampf vorzulegen. Nach der Partnerschaft mit Shenzhen Xunlong geht man nun auch eine Partnerschaft mit ESWIN ein. Diese hat den in der Abbildung gezeigten Computer zum Ziel.

Bildquelle: https://canonical.com/blog/eswin-computing-launches-the-ebc77-series-single-board-computer-with-ubuntu

Interessant ist, dass Canonical die folgende Beschreibung des Prozessors veröffentlicht:

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     ESWIN Computing EIC7700X SoC 
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     RISC-V 4-core processors with frequency up to 1.8GHz 
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     Self-developed NPU with AI computing power up to 20TOPS 
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     On-board 64-bit LPDDR5 @ 6400Mbps

Die verbauten Kerne erfüllen die Anforderungen für zukünftige Ubuntu-Versionen nämlich nicht – es ist durchaus auszugehen, dass es sich auch hier um eine Platine handelt, die nur für „eine“ Version von Ubuntu vorgesehen ist.
Wer trotzdem zugreifen möchte (beispielsweise aufgrund der Kernel-Entwicklung), kann sich nach folgendem Schema einen ersten Blick verschaffen:

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The EBC77 Series SBC will make its debut at the RISC-V Summit China 2025 starting on July 17, 2025. Visitors to Shanghai will be able to experience the platform first hand at ESWIN Computing and Canonicals booth.

Nuvoton: Arduino-artige Platine auf Basis eines Nuvoton-MCUs

Dass Kopieren die „intensivste“ Form der Verehrung ist, predigen angelsächsische Auguren immer wieder. Im Hause Nuvoton steht nun eine neue Platine zur Verfügung, die als mit dem Arduino Uno R4 kompatibel beworben wird.

Bildquelle: Nuvoton.

Der auf einem Cortex M4 basierende Chip ist unter Anderem deshalb interessant, weil er ein Ethernetinterface zur Verfügung stellt. Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst bietet hierzu die in der Abbildung gezeigte Grafik an.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2025/07/14/industrial-iot-board-based-on-numicro-m467-ethernet-mcu-follows-arduino-uno-r4-form-factor/

PolyMaker Fiberon™ PA612-ESD – ESD-sicheres Filament für 3D-Drucker.

Wer seine 3D-gedruckten Elemente in ESD-empfindlichen Umgebungen einsetzt, freut sich darüber, wenn das Filament zur Ableitung von statischen Ladungen befähigt ist. Mit dem Fiberon™ PA612-ESD schickt PolyMaker – wie in den Abbildungen gezeigt – ein dafür optimiertes Produkt ins Rennen.


Bildquelle: https://us.polymaker.com/products/fiberon%E2%84%A2-pa612-esd

Zu beachten ist, dass das Produkt durchaus hohe Ansprüche an den 3-D-Drucker stellt. Aufgrund der verbauten Kohlenstoff-Elemente gilt, dass ein komplett metallisches Hotend und eine Mindestarbeitstemperatur von 280 °C zur Verarbeitung des Filaments erforderlich sind.

Lesestoff: Arduino-PLC mit Amazon AWS verbinden.

Dass man im Hause Massimo Banzi eine gewisse Vorliebe für die amazon’schen Cloud Dienste hat, dürfte universell bekannt sein. Unter der URL https://blog.arduino.cc/2025/07/10/new-aws-x-arduino-opta-workshop-connect-your-plc-to-the-cloud-in-just-a-few-steps/ findet sich ein Tutorial, das auf die Verbindung einer Opta mit den diversen AWS-IoT-Ressourcen eingeht.

Lesestoff, zur 2.-Entwurf eines preiswerten Evaluationsboard für CH32V006K-MCUs.

Mikrocontroller aus dem Haus WCH erfreuen sich unter anderem aufgrund der sehr geringen Stückkosten hoher Beliebtheit – die Beschaffung der diversen Evaluation-Hardware erwies sich in der Vergangenheit indes als etwas haarig.
In so einem Fall gilt oft, dass ein Selbstlaborat der preiswerteste Weg zum Erreichen der Gefechtsaufgabe darstellt.
Für die CH32V006K-Variante steht nun unter https://curiousscientist.tech/blog/ch32v006k8u6-development-board eine DIY-Variante zur Verfügung, deren Entstehungsprozess außerdem umfangreich dokumentiert ist.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen