SwissBit iShield – selbstverschlüsselnde MicroSD-Karte

Speichermedien haben die unangenehme Eigenschaft, lesbar zu sein – stürzt eine Drohne oder eine Überwachungskamera vom Himmel, so weiss der Finder, was das Gerät zuletzt beobachtet hat. SwissBit schickt mit der iShield ein Produkt ins Rennen, das das Problem behebt.

von Tam Hanna

Sinn der Speicherkarte ist eine AES256-Verschlüsselungsengine, die nach der Auslieferung der Karte deaktiviert ist. Eine unter Windows laufende Software erlaubt ihre Aktivierung, was den in der Abbildung gezeigten Lebenszyklus lostritt. Der Client sieht dabei ein FAT32-Dateisystem, auf dem er seine Informationen ablegt. Sonst hat er mit der Karte nichts zu schaffen, das Passwort bleibt auf der Speicherkarte und steht dem Client nicht zur Verfügung.

Zur Sicherstellung der Krypto-Funktionen müssen Sie dafür sorgen, dass die Karte beim Entfernen immer ausgeschaltet wird – die in der Karte integrierte Verschlüsselungsengine sorgt nämlich erst dann dafür, dass die Inhalte verschlüsselt werden. Für das Abernten der Daten ist dann wieder die PC-Software erforderlich: nach dem Ausschalten sind die Daten nicht mehr lesbar.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die SwissBit-Verschlüsselungsengine nur die Inhalte der Dateien schützt. Dateinamen und Metadaten bleiben auch im verschlüsselten Zustand sichtbar, was zu Datenleckagen führen kann.

Technische Details

Vom Formatfaktor her haben wir es – sonst – mit einer normalen MicroSD-Karte zu tun, die alle weit verbreiteten Standards im Bereich MicroSD unterstützt. Im Datenblatt finden sich folgende relevante Angaben:

1
Fully compliant with SD Memory Card specification 2.0 and 3.0 and microSD Memory Card Addendum 4.00
2
Read Performance: Sequential Read up to 15 MBytes/s, Random Read IOPS up to 750
3
Write Performance: Sequential Write up to 12 MBytes/s, Random Write IOPS up to 500

SwissBit versprechen, dass die Karten – im Allgemeinen – mit so gut wie allen Produkten kompatibel sind (siehe Abbildung). Andererseits findet sich im Datenblatt eine E-Mail-Adresse zum Melden von Inkompatibilitäten – vor einem Serien-Deployment ist es empfehlenswert, eine Karte zu testen.

Für das Herunterladen der Datenblätter ist auf der offiziellen Webseite ein Account erforderlich – bei Distributoren finden sich die Informationen allerdings auch ohne Preisgabe eigener Daten.

Fazit

Die SFSD016GN3PM1TO-I-LF-010-SW3 ist für eine 16GB-Karte mit 61USD sicher nicht billig. Durch Datenverluste verursachte Imageschäden (Stichwort Abu Hajaar) oder DSGVO-Verstöße kosten ein Vielfaches – wer “empfindliche” Aufgaben bearbeitet, sollte den Produkten eine Chance geben. Ob der Herkunft aus der Schweiz muss man dabei CryptoAG und Co im Hinterkopf behalten: auch wenn SwissBit explizit nicht in diese Vorgänge eingebunden war, ist die Geschichte nicht löschbar…

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Entwurf von Spannungsversorgungen: Auch besondere Herausforderungen meistern

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Empfindliche Messaufgaben, Sensoren oder Hochfrequenzschaltungen erfordern besondere Umsicht beim Design der Spannungsversorgung. Hierbei stehen Entwicklern zahlreiche Optionen zur Verfügung. Mit der Kenntnis darüber und einem Verständnis für die wichtigsten Parameter und deren Zusammenspiel lassen sich auch komplexe Problemstellungen in den Griff bekommen.

Basics: Linearregler versus Schaltregler

Linearregler gelten noch immer als das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, möglichst geringe Störungen zu verursachen. Doch auch der einfache Aufbau und die geringe externe Beschaltung sprechen für diese Art der Regler. Als Nachteil kommt es gegenüber Schaltreglern zu höheren Verlusten. Analog zu einem Spannungsteiler fungiert hier ein Transistor als regelbarer Widerstand, der die Differenz von Eingangs- zu Ausgangsspannung einstellt. Die Verluste ergeben sich dabei näherungsweise durch die Multiplikation dieser Spannungsdifferenz mit dem Ausgangsstrom des Reglers. Für kleine Spannungen bei großen Eingangsspannungen ergeben sich dadurch jedoch äußerst geringe Wirkungsgrade, was neben hohen Verlusten auch für eine hohe Wärmeentwicklung sorgen kann.

Im Gegensatz dazu bieten Schaltregler hohe Wirkungsgrade, da durch das zyklische Umschalten eines Schalters und die Speicherung der Energie keine derart hohen Verluste wie bei Linearreglern auftreten. Zwar kommt hier in der Regel auch ein Transistor zum Einsatz, dieser wird jedoch als reiner Schalter verwendet. Somit wechselt dieser zwischen den Zuständen „offen“, also maximaler Strom bei geringem Spannungsabfall und „geschlossen“, also maximale Spannung, dafür kein Stromfluss. Dadurch wird kaum Verlustleistung am Transistor erzeugt. Als Nachteil ergeben sich jedoch durch den Umschaltvorgang zusätzliche Störungen, die meist schmalbandig auftreten, weswegen der Einsatz je nach Anwendung oft gescheut wird.

Vorteile von Linearreglern und Schaltreglern kombinieren

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Wie bereits festgestellt, bieten Schaltregler die Möglichkeit, hohe Spannungsdifferenzen bei überschaubaren Verlusten bereitzustellen. Falls Störungen problematisch sind, lassen sich diese durch nachgeschaltete Filter reduzieren. Für besonders empfindliche Schaltungen kann auch ein zusätzlicher Linearregler nachgeschaltet werden. In dem Fall regelt der Schaltregler auf eine Spannung, die leicht über der gewünschten Ausgangsspannung liegt. Der Linearregler sorgt dafür, dass die Störanteile möglichst unterdrückt werden und eine saubere Ausgangsspannung bereitgestellt wird. Der Wirkungsgrad ist zwar etwas schlechter als bei einem reinen Schaltnetzteil, je nach Anwendung aber deutlich besser, als es durch die alleinige Verwendung eines Linearreglers möglich wäre. Bei einer solchen Kombination sollten die Regler wie später noch erläutert aufeinander abgestimmt sein, um die oben genannten Vorteile voll auszuschöpfen.

Auswahl passender Regler und deren Beschaltung

Für nahezu jede Anwendung gibt es mittlerweile passende, optimierte Regler. Die Zeiten, zu denen man nur auf Standardregler wie LM7805, LM317 und Co zurückgreifen konnte, sind schon länger vorbei. Ganz im Gegenteil, sucht man bei Distributoren nach geeigneten Bauelementen, wird man schier von der Masse an Optionen erschlagen. Prinzipiell bietet es sich hier an, besser direkt bei bekannten Herstellern ins Programm zu sehen. Hier sind die verfügbaren Optionen tabellarisch besser aufbereitet und lassen sich in der Regel nach korrekt angelegten Parametern sortieren. Bei Distributoren ist es häufig schwieriger, die passenden Bauteile zu finden, da Parameter oft in unterschiedlichen Einheiten, bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen oder teils auch gänzlich falsch gelistet sind. Um jedoch einen groben Überblick verfügbarer Teile oder eine Übersicht der Marktteilnehmer zu erhalten, eignet sich der Blick in das Sortiment der Distributoren in jedem Fall. Auch bei geringen Anforderungen sollte sich so etwas Passendes finden lassen, für spezielle Wünsche kommt man meist nicht um die Recherche bei den Herstellern herum.

Teileauswahl: Wichtigste Parameter und Simulationsmöglichkeiten

Aufgrund der schon erwähnten Masse an verfügbaren Teilen und stetig neuen Produktveröffentlichungen, erscheint es an der Stelle wenig lohnenswert, konkrete Empfehlungen auszusprechen. Vielmehr soll darauf eingegangen werden, worauf grundlegend bei der Teileauswahl geachtet werden sollte. Vorausgesetzt wird, dass man sich über die Anforderungen bezüglich Ein- und Ausgangsspannungen, Strombedarf und thermischen Rahmenbedingungen im Klaren ist. Darüber hinaus sollten bei Linearreglern zumindest die folgenden Parameter beachtet werden:

Dropout Voltage
Gibt diejenige Spannung an, die mindestens über dem Regler abfallen muss, damit ein korrektes Regelverhalten möglich ist. Modernen Regler, bei denen diese Spannung meist sehr gering ausfällt, werden auch als LDO bezeichnet.
Quiescent Current
Ruhestrom, der auch ohne Ausgangsstrom fliest. Wichtig bei besonders effizienten Schaltungen, etwa im Batteriebetrieb
RMS Noise
Gemitteltes Rauschen über einen größeren Spektralbereich. Dieser Wert ist eigentlich nur unter Angabe des Frequenzbereiches sinnvoll, in der Regel wird jedoch von dem Bereich zwischen 10 Hz und 100 kHz ausgegangen.
PSRR
Die Power Supply Rejection Ratio gibt an, um wie viel eingangsseitige Störungen durch den Regler unterdrückt werden können. Dieser Wert ist frequenzabhängig und besonders bei der Verwendung in Kombination mit einem Schaltregler relevant.
<i>WEBBENCH von TI</i>

WEBBENCH von TI

Je nach Anwendung kommt man nicht um die Verwendung von Schaltreglern herum, spätestens bei gewünschter galvanischer Trennung ist mit klassischen Reglern Schluss. Hier wird die Sache bezüglich der parametrischen Auswahl schon deutlich komplexer, da hier je nach Topologie auf verschiedene Punkte zu achten ist und sich die Auswahl externer Bauteile noch stärker auf das Ergebnis auswirkt. In jedem Fall sollte man sich aber über die Schaltfrequenz und die Dimension des auftretenden Ripples bewusst sein. Hierzu sollte das Schaltreglerdesign idealerweise simuliert werden. Glücklicherweise gibt es mittlerweile gute Tools von Herstellern, die an der Stelle unterstützen. Bei WEBBENCH von Texas Instruments kann man beispielsweise die gewünschten Parameter und Optimierungsziele eingeben und erhält anschließend einen Schaltungsvorschlag, der sich auch simulieren lässt. Auch bei Analog Devices sind für die meisten Regler Modelle für eigene Simulationsprogramme wie LTSpice oder LTpowerCAD verfügbar, die Auswahl geeigneter Spulen oder Filter kann beispielsweise mittels REDEXPERT von Würth Elektronik erfolgen. Natürlich sind diese Tools von Herstellern jeweils an das eigene Produktportfolio geknüpft, können den Designprozess aber enorm erleichtern. Alternativ lassen sich auch fertig integrierte DC-DC-Konverter verwenden. Hier werden Vergleich und Verwendung deutlich einfacher, dafür sind diese Regler in der Regel deutlich teurer und lassen sich nicht so gut an eigene Bedürfnisse anpassen.

Richtige Verwendung von Filterschaltungen

Wie bereits in einem früheren Artikel zu Abblockkondensatoren dargelegt, ist es meist nicht zielführend, nach eigenem Gutdünken zufällige Bauteilwerte zu verwenden. Inzwischen bieten auch Hersteller passiver Komponenten wie beispielsweise Kemet oder Murata umfassende Simulationsmöglichkeiten an. Diese können schnell Antwort geben, ob der zufällig aus der Bauteilkiste gezogene Ferrit für den Einsatzzweck überhaupt das gewünschte Verhalten bietet.

Zusätzlich zu klassischen passiven Filterelementen ist es auch bei Leistungsübertragung möglich, aktiv zu filtern. Als nützliche Schaltung sei hier als Beispiel der Kapazitätsmultiplizierer angeführt, wobei sich als Nachteil ein zusätzlicher Spannungsabfall durch die Schaltung ergibt. Fertig gibt es Leistungsfilter etwa von Texas Instruments, wodurch z.B. die PSRR bestehender Regler verbessert werden kann.

Layout ist entscheidend

Unabhängig davon, wie gut die Komponentenauswahl ausfällt, kann ein schlechtes Layout dafür sorgen, dass die erwarteten Eigenschaften der Schaltung ausbleiben oder es zu größeren Problemen kommt. Das Layout sollte daher als wesentlicher Bestandteil des Designs angesehen werden. Als ersten Schritt sollte man sich die konkreten Hinweise zum Layout in Datenblatt oder App Note ansehen und versuchen, die jeweiligen Gründe hinter den Empfehlungen zu verstehen. Aber Vorsicht, auch in Datenblättern kommt es zu Fehlern. Einen guten Überblick der wichtigsten Gedankengänge beim Layout von Schaltreglern gibt Lothar Miller in diesem Beispiel. Sehr empfehlenswert ist das Video von Thomas Wischnack zum Thema „Troubleshooting Your Designs“. Hier wird neben häufigen Fehlern beim Schaltreglerlayout insbesondere auch auf das richtige Layout bei Filtern eingegangen.

Beispiele

Beispiel 1: Negative Spannungsversorgung

Oftmals benötigt man für analoge Schaltungen eine negative Versorgung, jedoch ist der Strombedarf hier meist nicht besonders hoch. Dafür gibt es eine Vielzahl an fertigen Reglern diverser Hersteller, die meist auf einer Landungspumpe basieren und so sehr kompakt ohne Spule auskommen. Beim LM27761 ist beispielsweise auch gleich ein Linearregler mit verbaut, weshalb man mit besonders wenig Bauteilen auskommen kann. Möchte man dennoch auf Nummer Sicher gehen, kann man den Regler durch passive Filter ergänzen. Ein Blick ins Datenblatt verrät, dass der Regler bei 2 MHz arbeitet, auf diese Frequenz sollte dann auch der Filter ausgelegt werden. Entscheidet man sich der Einfachheit wegen für einen dreipoligen Filter, könnte man z.B. die beiden Filter NFM31PC276B0J3 und NFM15CC222D1A3 von Murata ins Auge fassen. Ein Vergleich der Transmissionsfaktoren zeigt jedoch, dass man sich einen der beiden Filter für diese Anwendung eher sparen kann. An der Stelle sei darauf hingewiesen, dass moderne Operationsverstärker oft bereits über eine sehr hohe PSRR verfügen. Ob und wie stark man hier zusätzlich filtern muss, sollte man sich anhand der konkreten Anwendung überlegen, gegebenenfalls müssen auch Einstreuungen beachtet werden.

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Beispiel 2: Versorgung für Takterzeugung mit Quarzofen

In diesem Beispiel steht eine mit einem Schaltnetzteil erzeugte Spannung von 5 V zur Verfügung, wobei eine empfindliche Oszillatorschaltung mit 3,3V versorgt werden soll. Als Linearregler kommt ein ADM7151 zum Einsatz, welcher über geringes Rauschen und eine hohe PSRR verfügt. Die PSRR wird dabei besser, je höher der Spannungsabfall über dem Regler ist, jedoch flachen die Kurven aus dem Datenblatt mit steigender Spannung stark ab. Die PSRR lässt sich daher mit einem aktiven Filter wie dem TPS7A3501 verbessern. Als zusätzlicher Effekt lässt sich die Verlustleistung so zwischen den beiden Komponenten aufteilen, was die thermischen Anforderungen für den Regler entspannt.

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<i>Kurve aus ADM7151-Datenblatt</i>

Kurve aus ADM7151-Datenblatt

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass besonders die zahlreichen Simulationsmöglichkeiten seitens der Hersteller den Entwicklungsprozess heute deutlich erleichtern. So ist es etwa möglich, komplexe Schaltreglerdesigns zu entwerfen, auch ohne das Schaltverhalten von Hand berechnen zu können. Der gründliche Blick ins Datenblatt und ein gewisses Grundverständnis lässt sich so dennoch nicht ersetzen. Dieser Artikel stellt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, dazu ist das Themenfeld zu komplex. Vielmehr soll Orientierung geschaffen und der ein oder andere Hinweis gegeben werden.

Weiterführende Links:

Online-Simulationstools

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DC-DC-Wandler (Step-Up) 20A- 8-60V nach 12 bis 80 Volt

Interessanter und sehr preisgünstiger Step-Up-Konverter (DC-DC-Wandler) zum erhöhen von Spannungen bei sehr hohen Strömen. SU-1200 Step-UP Wandler Converter 1200W 20A 12-83V DC-DC So oder so ähnlich nicht sich der preiswerte DC-Wandler der über Amazon* oder AliExpress für ein paar Euro erhältlich ist. Die Bezeichnungen in denen er in den unterschiedlichen Shops angeboten wird, weichen aber […]

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Komponenten, Aufwärtsregler, DC-DC-Converter, Step-Up Wandler
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DC-DC-Wandler (Step-Up) 20A- 8-60V nach 12 bis 80 Volt

Interessanter und sehr preisgünstiger Step-Up-Konverter (DC-DC-Wandler) zum erhöhen von Spannungen bei sehr hohen Strömen. SU-1200 Step-UP Wandler Converter 1200W 20A 12-83V DC-DC So oder so ähnlich nicht sich der preiswerte DC-Wandler der über Amazon* oder AliExpress* für ein paar Euro erhältlich ist. Die Bezeichnungen in denen er in den unterschiedlichen Shops angeboten wird, weichen aber […]

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Birulki: Sensoren, Speicher und Funkmodule

Wer an IoT-Funklösungen, Bluetooth LE oder Sensoren Interesse hat, darf sich über neues Spielzeug freuen. Hier ein Marktüberblick von NVSRAM, Bluetooth LE und Lora-SOCs bis zu Sensoren und anderen Lustigkeiten diverser Hersteller.

von Tam Hanna

LORA und Bluetooth LE und Asset Tracking von STMicroelectronics

Beginnen wir mit Seeed – mit dem LoRa-E5 Module, steht ein LORA-Modul zur Verfügung, das den STM32WLE5JC aus dem Hause STMicroelectronics in ein bequemes Modul verpackt.
Wichtig ist dabei eigentlich nur, dass das Modul nicht nur einige STLink-Pins exponiert – die Antenne ist über das Pin RFIO anzuschließen.
STMicroelectronics ist auch sonst nicht faul: mit dem NUCLEO-WB55RG und dem NUCLEO-WB15CC stehen neue Nucleo-Evaluationsboard zur Verfügung, die das Ausprobieren der STM32WB55xx- und STM32WB35xx-Bluetooth-Mikrocontroller ermöglichen.

Das BlueNRG 2 – besser bekannt als mit Cube nicht kompatible Horrorplattform – bekam ebenfalls ein kleines Softwareupdate, das Unterstützung für BTLE 5.2 offeriert.
Zu guter Letzt steht mit DSH-ASSETRACKING eine Asset Tracking-Implementation samt Cloudlösung zur Verfügung, die Entwicklern das Ausprobieren der Möglichkeiten des STM-Ökosystems offeriert. Was dieses Beispiel auszeichnet, ist das die Cloud Services von Amazon AWS bereitgestellt werden – STMicroelectronics dürfte sich wie in der Vergangenheit mit den verschiedenen integrierten Entwicklungsumgebungen zu einer mehrgleisigen Strategie aufraffen.

Bluetooth-Funkmodul von Renesas

Wo STMicroelectronics ist, ist Renesas nicht fern – während man die Pressemeldung über das Feuer in der Fabrik lustigerweise nur an Finanzjournalisten sendete, gibt es mit dem RE01B einen neuen Ultra-Low-Power-Mikrocontroller, der ein Bluetooth 5.0-Funkmodul mitbringt.

Renesas betont dabei erstens die hohe Reichweite von bis zu 400 m bei Nutzung des Protokoll-Standards Bluetooth 5.0 Long Range, zweitens betont man auch den sehr geringen Stromverbrauch von 3mA beim Empfang bzw. 4.3mA beim Senden.
Interessant ist noch, dass der Chip einen Energy Harvesting-Controller mitbringt, der sich um die Parasitation an verschiedenen Energiequellen kümmert.

Eindimensionaler CCD hoher Geschwindigkeit

Denkt man an Kamerasensoren, so springt ein zweidimensionales CCD ins Gedächtnis. Dass Produkte wie die einst populäre BetterLight Scanning Camera, aber auch die meisten Faxgeräte mit klassischen einzeiligen CCDs auskamen, verdrängt man gern.
ams bietet mit dem 4LS nun eine Sensorvariante an, die über ihr LVDS-Interface bis zu 120 000 Zeilen pro Sekunde anliefern können. 4LS10K und 4LS15K unterscheiden sich dabei in der Breite des Scans; netterweise gibt es (siehe Abbildung) vorgefertigte Varianten mit RGB-Filter.

I2C / SPI per 1-Wire

Mit dem DS28E18 schickt Maxim Integrated einen Brückenchip ins Rennen, der die Anbindung von einzelnen I2C- oder SPI-Sensoren in ein OneWire-Busnetz ermöglicht.

Interessant ist daran vor allem, dass der Chip – in der Theorie – die Energieversorgung von Peripheriegeräten aus dem OneWire-Bus erledigen kann. Wichtig ist zudem, dass der OneWire-Bus mit einer maximalen Geschwindigkeit von 90 kbps insbesondere im Vergleich zu SPI nicht sonderlich schnell ist.

Flash für Niederspannung

Als Nächstes ein Blick auf GigaDevice – das Unternehmen ist im Westen vor allem für seine STM32F1-Derivate bekannt, bietet aber auch verschiedene Flash-Speicher an.
Neu ist eine Gruppe von NOR-Flashchips in der Serie GD25Wx, die bis zu einer Versorgungsspannung von 1,65 V funktionsfähig bleiben – dies ermöglicht die bessere Ausnutzung der Batterien, weil die Lade-Entspannung geringer ausfällt.

NVSRAM dank Flash-Fallback

Apropos Speicher – der von Maxim bzw. ehemals Dallas Semiconductor und STMicroelectronics eingeführte Kombinationschip aus Batterie und SRAM ist ein Evergreen, das in älterer Messtechnik für Lustigkeit sorgt.
Im Hause Infineon geht man – spezifischerweise im Zukauf Cypress – einen anderen Weg. Die dort als non-volatile Static RAMs bezeichneten Chips bestehen aus einem SRAM-Modul und einem Flashspeicher. Dahinter steht der Gedanke, dass der Speicher-Controller „Energieverlust“ erkennt, und in diesem Fall anhand eines Speicherkondensators einen letzten Back-up-Run avisiert.

Nun gibt es eine zweite Version, die umfangreichere Zertifikationen mitbringt:

1
Die 256 kb STK14C88C und 1 Mb STK14CA8C nvSRAMs sind in 32-poligen 300-mil zweireihigen Keramikgehäusen qualifiziert. Die Qualifizierung erfolgte gemäß MIL-PRF-38535 QML-Q-Spezifikationen (-55°C bis 125°C) und nach den Industriestandards von Infineon (-40°C bis 85°C). Angeboten werden die Speicher in 5-V- und 3-V-Versionen,
  • (Bilder: diverse Halbleiterhersteller) *

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DC-DC-Inverter-IC generieren negative Versorgungsspannung

Operationsverstärker- und sonstige Analogschaltungen profitieren von der Verfügbarkeit einer negativen Versorgungsspannung. Maxim schickt zwei einfach zu handhabende ICs ins Rennen, die diese aus einer positiven Versorgungsspannung generieren.

von Tam Hanna

Die Nutzung eines Schaltreglers ist – im Prinzip – logische Folge davon. Bisher waren zu deren Verwendung allerdings diverse passive Zusatzkomponenten erforderlich – alternativ dazu gab es Ladungspumpen wie die TC7660 von Microchip, die allerdings ihre eigene Gruppe von Problemen mitbrachten und meist nur sehr wenig Strom (hier 20mA) liefern konnten.

MAX17577 und MAX17578 unterscheiden sich hier durch ihre wesentlich leistungsfähigere Auslegung – der Maximalstrom beträgt bei beiden Komponenten 1A. Zudem sorgt die hohe Schaltfrequenz dafür, dass die Induktoren klein ausfallen – die 500mA liefernde Applikationsschaltung kommt mit 10uH aus und braucht zudem keine externe Diode.

Sonst bringt das Bauteil die üblichen “nütz-schädlichen” Komfortfunktionen mit: über den Enable-Eingang samt Komparator für Undervoltage Lockout und die Resetfunktion freut man sich solange, bis man sie beim Design der Platine vergisst.

MAX17577 und MAX17578 setzen im Bereich der Regelung auf unterschiedliche Verfahren. Der 577 hat dank CCM in allen Lastsituationen identische Schaltfrequenz, während das im 578 implementierte DCM-Verfahren in Lastfällen mit geringem Verbrauch zu höherer Effizienz führt.

In der Ankündigung betont Maxim die Vorteile des geringen Platz- und Energieverbrauchs als “unique sales proposition”, zudem nennt man mit 1.63USD in Tausenderstückzahlen einen durchaus aggressiven Preis:

1
Als erste invertierende 60-V-DC-DC-Wandler von Maxim mit integriertem Pegelwandler sparen diese ICs bis zu 72 Prozent Platz auf der Leiterplatte, indem sie die Anzahl der Bauteile halbieren und gleichzeitig 35 Prozent weniger Energie aufnehmen als die nächsten Wettbewerbslösungen.

Eine schnelle Quersuche des Autors bestätigt Maxim: das nächste “funktionale Äquivalent” im MSOP-Gehäuse wäre der LC1614, der allerdings wesentlich teurer ist und zudem zwei Induktoren und eine externe Diode benötigt. TI liefert mit dem TL497A von Haus aus nur bis zu 500mA und braucht im Allgemeinen größere Spulen.
Über die bei der ehemaligen Dallas Maxim oft haarigen Verfügbarkeit muss man sich hier keine Gedanken machen. Eine Schnellsuche bei OEMSecrets ergab Bestand bei allen namhaften Distributoren.

Schade ist nur, dass die Bauteile ausschließlich im für die Handverarbeitung sehr unbequemen TDFN-Gehäuse verfügbar sind – eine SOIC-Variante hätte das Prototyping wesentlich erleichtert. So muss man sich mit einem 3.10mm(L) x 3.10mm(W) großen Gehäuse herumschlagen – 6 Pins pro Seite sorgen beim Löten für erhöhten Zielwasserbedarf. Weitere Informationen zu den physikalischen Abmessungen finden sich übrigens nicht im Datenblatt, sondern nur unter https://www.maximintegrated.com/en/design/packaging/package-information.html?a=1&f=.

(Bilder: Maxim, 2.png bearbeitet durch TAMHAN)

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Neue Spannungsregler, (nicht nur) für Batteriebetrieb

Der Spannungsreglermarkt ist in Bewegung: die üblichen Verdächtigen Microchip, Maxim und Texas Instruments bringen permanent neue Produkte auf den Markt, die entweder mehr Effizienz oder mehr Komfortfunktionen mitbringen. Hier eine Liste neuer oder interessanter ICs, die für Aufregung sorgen.

von Tam Hanna

Microchip: mehr Komfort

MicroChip’s MCP1640 ist ein Klassiker, der von NiMH- oder LiIon-Batterien gelieferte Spannungen für Microcontroller direkt verarbeitbare Spannungspegel umwandelt. Interessant ist die – nur bei einigen Varianten – verfügbare Möglichkeit des Pass Through, die den Spannungsregler sozugagen “aus dem Stromkreis” nimmt.
Mit der MCP1641X-Serie liefern die Amerikaner mehr vom Bekannten. Erstens können sich die Bauteile nun abschalten, wenn die Batteriespannung zu gering wird. Zweitens bieten sie zusätzliche Statusinformationen an – die Serie MCP16411/2/3/4 überwachen dabei die Kerntemperatur und die Ausgangsspannung, während den preiswerteren MCP16415/6/7/8 die Temperaturüberwachung fehlt.

Nett ist, dass Microchip die verschiedenen Versionen der Teile nun mit unterschiedlichen Teilenummern ausstattet – Fertiger hatten in der Vergangenheit immer wieder Probleme damit, versehentlich statt einem MCP1640B beispielsweise einen komplett anders arbeitenden MCP1640C zu beschaffen. Das MSOP-Gehäuse steht übrigens nach wie vor zur Vergüpgung, hat nun aber zehn Pins (statt bisher sechs).

Maxim: effizienter!

Neubauteil Nummero eins ist der MAX17227A. Er ist ein Boostregler, der einen maximalen Spulenstrom von 2A verkraftet – bei einer Eingangsspannung von 3V und einer Ausgangsspannung von 5V verspricht Maxim einen durchschnittlichen Ausgangsstrom von 850mA. Die minimale Eingangsspannung liegt bei nur 400mV, was das bessere Ausnutzen der Batteriekapazität durch tiefere Entlade-Endspannung erlaubt.

Neubauteil zwei ist der MAX17291 – ein weiterer Boostregler, der auf hohe Boostfaktoren optimiert ist und aus 1.8V Eingangsspannung bis zu 20V Ausgangsspannung erzeugt. Ob des maximalen Spulenstroms von 1A ist der dabei erreichbare Ausgangsstrom naturgemäß eher gering.

Beide Bauteile gibt es nur in eher unangenehmen Gehäusevarianten – ein sechs Pin umfassendes BGA-Derivat namens WLP, und ein 2x2mm großes, acht Pin umfassendes TDFN. Maxim betont in beiden Fällen den geringeren Eigen- bzw Ruhestromverbrauch.

Texas Instruments: kleiner!

Texas Instruments haben mit dem HotRod-Gehäuse ein nur 2x2mm großes Gehäuse für Schaltregler mit integriertem Transistor im Angebot (siehe SNVA935 für eine excellente Besprechung der Entwicklung).

Der LMR36506-Q1 ist ein Buck-Konverter, der bis zu 0.6A an die Last liefern kann. Für ihn spricht der extrem weite Eingangsspannungsbereich von bis zu +65V, was beim Design der Schutzschaltungen für Automotive-Produkte (Stichwort Load Shed) hilfreich ist. Einige Varianten des Bauteils erlauben dem Nutzer zudem die Synchronisation (externe Taktquelle) bzw. Auswahl (durch einen Widerstand) der Schaltfrequenz.

Qorvo: billiger!

Zu guter Letzt noch den ACT4065A von Qorvo (ehemals ActiveSemi). Das Bauteil ist zwar vergleichsweise alt, kostet pro Stück aber unter 30 Cents. Wer einen preiswerten Stepdown-Regler braucht und mit 2A Ausgangsstrom auskommt, spart so bares Geld. Achten Sie dabei aber darauf, den Bauteiltyp genau zu spezifizieren (ACT4065A de Qorvo), da es im Markt ältere Versionen in identischem Gehäuse, aber mit anderem Reglerverhalten gibt. Deren Verbauung führt zu Zerstörungen der Platine, weil sie einen anderen Regelwiderstandswert erwarten.

(Bilder: TI / Maxim / Microchip)

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STMicroelectronics: Azure RTOS im Fokus

Der Codegenerator von STMicroelectronics bietet Entwicklern seit jeher die Möglichkeit, FreeRTOS in Projektskelette einzubinden. Auf einem Webinar demonstrierte STM nun die Azure RTOS-Integration, und sprach unter Anwesenheit eines Microsoft-Mitarbeiters über die zukünftige Echtzeitbetriebssystemstrategie.

Am Wichtigsten ist X-CUBE-AZRTOS-H7: das Erweiterungspaket für CubeIDE 1.6 bzw. CubeMX 6.2 ermöglicht die grafische Konfiguration von Azure RTOS für den STM32H7 – die von CUBE generierten Projektskelette nehmen so auf Wunsch die verschiedenen Module des ehemals als ThreadX bekannten Betriebssystems auf. CubeIDE 1.7, erwartet bit Mitte Juni, erweitert dann die Threading-Analysemöglichkeiten des Debuggers.

In nicht allzu ferner Zeit bekommen auch andere Controller Unterstützung für ThreadX – die Abbildung zeigt die offizielle Timeline.

Angemerkt sei, dass der Lizenzvertrag zwischen Microsoft und STMicroelectronics explizit für alle Controllertypen gilt. Wer Azure RTOS von Hand auf einen F1 oder F0 portieren will (explizite Aussage im Webinar), kann und soll dies tun. Explizit erwähnt wurde auch der WB, dessen zweiter Kern als “normally blackboxed” bezeichnet wurde: am M4-Kern darf man ThreadX einsetzen.

Vom Umstieg

STMicroelectronics bietet Entwicklern, die bisher mit anderen Echtzeitbetriebssystemen gearbeitet haben, Unterstützung beim Wechsel an. Neben der universell bekannten Compatibility Layer – denken Sie an eine Art Reimplementierung der API – für FreeRTOS gibt es, exklusiv für den STM32, auch ein solches Produkt für CMSIS OS.
FreeRTOS erreicht damit bei STMicroelectronics “end of line”. Während das System für alle schon am Markt befindlichen Microcontroller weiter Unterstützung findet, steht es bei neuen Controllern (ab incl. Dem U5) nur noch zur manuellen Integration aus den GitHub-Quellen heraus zur Verfügung.

Vom Flurfunk

Wie immer gilt, dass das wirklich Interessante zwischen den Zeilen gesagt wird. STMicroelectronics plant – so es ob der pandemischen Situation möglich ist – in der gesamtem EMEA-Region 30 Workshops zum Thema abhalten.
Im Bereich des GUI-Stacks standardisiert man sich nicht auf GuiX: die hauseigene TouchGFX-Lösung bleibt der bevorzugte Weg zur Realisierung von GUIs im Hause STM. Der Lizenzvertrag mit Microsoft gibt dem Entwickler aber auch hier Auswahlmöglichkeit – wer GuiX von Hand in sein Projekt integrieren will, muss keine Extrakosten bezahlen.
Dieser paradiesische Zustand der Kostenlosigkeit endet, wenn man die “safety critical certification”-Aspekte von Azure RTOS in Anspruch nehmen möchte. Microsoft lässt sich die Herausgabe der notwendigen Dokumente laut STM entlohnen – erste Anlaufstelle ist hier der Field Application Engineer von STM. Über die diesbezüglichen Kosten hüllte man sich während des Webinars übrigens in Schweigen.

Fazit

Wer – im Moment – ein auf FreeRTOS basierendes Design mit STM-Mikrocontrollern umsetzt, muss sich keine Gedanken machen – die Plattform wird überall, wo sie schon vorhanden ist, weiter unterstützt. Bei neuen CPUs (ab incl. dem U5) sollte man die Situation allerdings reevaluieren: wer von CUBE abhängig ist, muss umdenken.

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Neues von Power over Ethernet

von Tam Hanna

Power over Ethernet reduziert die Komplexität der Verkabelung – nach der Überwindung erster Kinderkrankheiten ist die Technik beispielsweise bei Smart Cameras weit verbreitet. Microchip bieten nun einen POE-to-USB-C-Wandler an, während Analog Devices die Technologie mit Single Pair Ethernet kompatibel machen.

Power over Data Lines

Single Pair Ethernet gewinnt insbesondere im Bereich der Industrieelektronik permanent an Aufmerksamkeit. Mit Power over Data Lines (PoDL) bzw Single Pair Power over Ethernet (SpoE) bekommt der Standard nun auch die Möglichkeit zur Energieversorgung (kleinerer) Aktoren.
Analog Devices bietet mit dem LTC4296 – am IC sind noch Linear Technology-Markierungen – ein Power Supply-IC an, auf Energie-Empfängerseite kommt der LTC4297 zum Einsatz.
Interessant ist an diesem – derzeit nur in Pressemitteilungen und Videos verfügbaren – Chip vor Allem, dass er sich nicht nur um das Entgegennehmen der Energie kümmern soll. Im unter https://www.youtube.com/watch?v=uUmt_jWwit0 bereitstehenden Demonstrationsvideo – siehe Screenshot – sieht man, wie ein auf ihm basierendes Board das SPE-Ethernetsignal in ein normales RJ45-Ethernetsignal umwandelt, und dieses danach in Richtung eines Raspberry Pi weiterreicht.

USB-C aus PoE

Wer ein Windows 10-Tablet verwendet, kennt USB-to-Ethernet-Konverter mit Sicherheit. Wer ein per USB-C ladbares Endgerät hat, spart sich in PoE-Infrastrukturen das Mitschleppen des Laptops.
Microchip steigt mit dem PD-USB-DP60 in diesen Markt ein, und bietet das Gerät anscheinend nicht nur als Referenzdesign, sondern auch als käuflich erwerbliche Komponente für den praktischen Einsatz an. Dafür sprechen geringe Preise – bei OEMSecrets bekommt man bia AVNET zehn Stück um 87USD pro Einheit.


Wir begrüßen Microchip im Bereich der kommerziellen Hardwarefertigung

Während die energietechnischen Teile des bis zu 60 Watt liefernden PD-USB von Microchip nicht näher spezifiziert werden, basiert der Ethernet-Transciever auf dem Evergreen LAN7800. Er erfreut sich hoher Verbreitung, aktuelle Versionen des Linux-Kernels haben den Treiber von Haus aus verfügbar.
Microchip empfiehlt die Technik übrigens noch aus einem anderen Grund: während USB-Kabel im Allgemeinen teuer sind und mit großen Distanzen ihre Probleme haben, so kommt man mit Ethernet + PoE bis zu 100m weit.

Hintergrund: PoE und SPE

Meine Wenigkeit verdankt die Einsicht in PoE vor Allem einem befreundeten AI-Startup, dessen Gründer plötzlich bei einer Zigarre über seine Probleme mit der Inbetriebnahme einer Cisco-Kamera ausschüttete. Falls Sie die letzten Monate mit mir unter einem Stein verbracht haben, hier eine Kurzerklärung der beiden Begriffe.
Kandidat A ist Single Pair Ethernet. Es ist ein mit bis zu 1Gbit/sec arbeitendes Ethernet-Derivat, das mit nur einem Paar verdrillter Adern (je nach Standard geschirmt oder ungeschirmt) auskommt. Neben der weniger umfangreichen Verkabelung und der einfacheren Stecker (meist KEIN RJ45) bringt die Nutzung von SPE auch Vorteile im Bereich der Größe des Filterdesigns. Hierzu eine Abbildung aus dem Hause Wuerth Elektronik, die der Autor dieser Zeilen auf seinem Instagram-Account archiviert hat.

Kandidat B ist Power Ethernet: hier wollen wir uns auf eine Gruppe von IEEE-Standards beschränken, und ältere proprietäre Experimente diverser Anbieter ignorieren. Im Prinzip geht es darum, Energie vom Router bzw Hub in Richtung des Endgeräts zu übertragen. Die „physikalische“ Art der Energieverteilung erfolgt dabei je nach Standard entweder über die Datenleitungen, oder aber über dedizierte (und normalerweise ungenutzte) Adern des Ethernet-Kabels.

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STM32WB10 und STM32WB15 – Bluetooth LE und CUBE-Unterstützung für wenig Geld

STMicroelectronics bietet in der STM32WB-Serie seit einiger Zeit Microcontroller an, die für die Realisierung von Funkmodulen optimiert sind. Im Low-End-Bereich gibt es nun Nachwuchs, der Bluetooth LE unterstützt und bequeme Entwicklung ermöglicht.

STM32WB10 und STM32WB15 sind dabei Zweikernprozessoren: ein Cortex M4-Kern verarbeitet die Benutzerapplikation, während ein Cortex-M0+-Kern für die Abarbeitung des Netzwerkstacks verantwortlich ist. Interessanterweise unterstützen die Neulinge Thread und Zigbee – zumindest laut Webseite und gezeigter Abbildung – nicht. Der Speicherausbau des Neulings beträgt 320K Flash und 48K RAM.

In der offiziellen Pressemeldung findet sich allerdings folgende Passage:

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Das Software Development Kit (SDK) der jeweiligen Mikrocontroller umfasst standardisierte Funkprotokoll-Stacks und ist offen für proprietäre Protokolle. 

Die im UQFPN48-Gehäuse angebotenen Controller sind mit ihren größeren Kollegen pinkompatibel, im Bereich der verbauten Peripheriegeräte unterscheiden sie sich durch das Fehlen einiger 16bit-Timer und des RTC. Der Versorgungsspannungsbereich liegt von 2.0 bis 3.6V, im Standby verspricht STM 700 nA Stromverbrauch. 28 der IO-Pins sind interessanterweise 5V-kompatibel.
Für das Zur-Verfügung-Stellen der Antenne ist der Entwickler verantwortlich (kein Funkmodul a la ESP32). Das BALUN ist allerdings bereits im Prozessor verbaut, was die Anbindung der Antenne erleichtert. STMicroelectronics stellt zudem in AN5165 zusätzliche Informationen zum Hardwaredesign bereit.
Zu guter Letzt noch Informationen zu den Preisen – Distributoren haben die Bauteile noch nicht gelistet:

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Die Mikrocontroller STM32WB15 und STM32WB10 Value Line sind bereits in die Produktion gegangen und werden zu Preisen ab 1,3986 US-Dollar (ab 10.000 Stück) in verschiedenen pinkompatiblen Konfigurationen im QFN48-Gehäuse angeboten.

Endlich: CUBE ist verfügbar

Die Arbeit mit den Nucleo-Modulen von STMicroelectronics war eine durchaus heitere Aktivität: die CubeIDE unterstützt sie nicht, stattdessen steht eine Sonderversion von KEIL zur Verfügung. Diese muss allerdings ohne grafischen Codegenerator auskommen; die Evaluationsboards brachten zudem keinen integrierten Debugger mit, was zu weiteren Lustigkeiten und dem Kauf eines ST/Link V3 führt (siehe https://www.youtube.com/watch?v=EKxAVufqDVY).
STM32WB10CC und STM32WB15CC waren in einem schnellen Test des Autors mit STMCubeIDE 1.6 unter Windows 10 – wie in den Abbildungen gezeigt – als Ziel für den Projektgenerator und als in CUBE konfigurierbares Peripheriegerät gelistet.

Beachten Sie dabei allerdings, dass die grafischen Konfigurationsoptionen für Bluetooth LE und Co von CUBE nur dann angeboten werden, wenn die Hardwarekonfiguration „passt“ – Informationen über die fehlenden Einstellungen finden Sie allerdings nur in einem Tooltip, dessen Einblendung durch Ablegen des Mauszeigers auf dem jeweiligen Modulname nur sehr „moody“ funktioniert. Zudem scheint die Verwendung der HSE-Taktquelle verpflichtend zu sein.

ACHTUNG: Zertifikationskosten fallen an

Zu guter Letzt kann sich der Autor eine Warnung nicht verkneifen – wer die Chips in Hardware verwendet und diese vertreibt, muss sein Produkt bei der Bluetooth SIG registrieren. Dabei fallen – selbst für Kleinunternehmen – mindestens Kosten von 4000 US-Dollar ein. Die einst verfügbare „preiswerte“ Option für Start-Ups (2000USD) war auf der Webseite nicht mehr aufzufinden.

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