Arduino Days, Raspberry Pi-Neuankündigungen, CircuitPython-Update und vieles andere mehr

Zum zwanzigsten Geburtstag der Arduino-Plattform kündigten die Italiener ein wenig Hardware und Anpassungen in der Cloud an. Die Raspberry Pi Trading konterte mit einem Image-Builder und einem neuen Power over Ethernet-Produkt, während sowohl Freunde der Metrologie als auch allgemeine Elektroniker das eine oder andere Neuprodukt begrüßen können.

Arduino im Zeichen der Industrieelektronik

Der Arduno Day dient der Arduino-Gruppe traditionell zum Rückblick auf die im letzten Jahr erbrachten Leistungen – dass ob des zwanzigjährigen Jubileum etwas mehr am Tisch liegt, folgt aus der Logik.
Tenor des netterweise unter https://days.arduino.cc/about?utm_source=Segment&utm_medium=email&utm_campaign=aday25-promo einsehbaren Streams war, dass der Arduino in Sachen Prototyping von Industrieelektronik eine immer größere Rolle spielt – Hersteller wie Bosch und Analog Devices waren aus diesem Grund anwesend. Große Produkt-Neuvorstellungen gab es indes nicht; die Verbesserungen sind im Allgemeinen ein “Mehr Desselben”.
Erste Neuerung betrifft ein Streamlining im Bereich der Arduino Cloud, wo nun weniger Offertoptionen zur Verfügung stehen. Ziel der Optimierungen im für Unternehmen vorgesehenen Teil des Portfolios ist, den Einstieg zu erleichtern.

Bildquelle: Tamoggemon

Analog Devices verkündete selbst, in Zukunft nicht mehr nur Halbleiter, sondern auch Halbzeuge für Roboter liefern zu wollen. Zusammen mit Bosch kündigte man ein Evaluationssystem für die zonale Architektur im Automobilbereich an.

Bildquelle: Tamoggemon

Die Zusammenarbeit mit Espressif wird durch einen neuen, auf dem ESP32-C6 basierenden Arduino namens Arduino Nesso R1 vertieft. Interessant ist, dass es sich dabei um ein M5Stack-Produkt handelt.

Bildquelle: Tamoggemon

Allgemein geht der Trend im Hause Arduino in Richtung “development enablement” – als Beispiel hierfür wurde auch die in München ansässige (und vom Newsautor zutiefst respektierte) Beratungsgesellschaft Kamitronix vorgeladen, die über die Rolle des Arduino beim Prototyping referierte.

Raspberry Pi PoE+ Injector um 25 US-Dollar

Power over Ethernet ermöglicht seit Jahr und Tag die Energieversorgung über das Ethernetkabel – Problem ist nur, dass sich der p.t. Netzwerkadministrator damit ein Henne-Ei-Problem einhandelt. PoE-Injektoren lösen dieses Problem; die Raspberry Pi Trading bietet nun in Zusammenarbeit mit Microchip ein diesbezügliches Produkt an.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/raspberry-pi-poe-injector-on-sale-now-at-25/

Im Rahmen der Vorstellung findet sich auch ein Hinweis auf eine PoE-Erweiterung für den Raspberry Pi 5:

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There is, you may have noticed, something missing. While Raspberry Pi 5 provides a 4-pin PoE power connector, our first-party PD accessory, the snappily-named Raspberry Pi PoE+ HAT+ for Raspberry Pi 5, is missing in action. This promises to be our smallest, most efficient PD accessory, and is in the final stages of development, having absorbed a lot of Dominics attention and brainpower over the last couple of years. Watch this space!

rpi-image-gen – Imagegenerator für hauseigene Builds von Raspberry Pi OS

Das von Yocto bekanntgemachte Konzept des konfigurierbaren Betriebssystemimages ist in vielerlei Weise hilfreich: erstens reduziert sich der Speicherbedarf und zweitens durch Weglassen unbenötigter Dienste die Angriffsfläche.
Mit rpi-image-gen stellt die Raspberry Pi Trading nun ein ähnliches System vor, das sich auf die Optimierung von Raspberry Pi OS-Builds spezialisiert.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/introducing-rpi-image-gen-build-highly-customised-raspberry-pi-software-images/

Unter https://github.com/raspberrypi/rpi-image-gen/tree/master/examples finden sich einige Beispielkonfigurationsdateien, die das Handling des Systems illustrieren.

RP2350-Mikrocontroller ab Sofort im Einzelverkauf

RP2350-Evaluationsboards gibt es per Se seit einiger Zeit zu kaufen – alleinstehende Mikrocontroller waren derzeit nur Freunden des Hauses vorbehalten. Im Rahmen einer vor wenigen Tagen erfolgten Ankündigung vermeldeten die Uptoniten nun, die Einzelchips bald wie in der Abbildung gezeigt zu bepreisen und zu verkaufen.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/rp2350-now-available-to-buy-a-high-performance-secure-microcontroller-for-your-next-project/

Interessant ist, dass diese Ankündigung nur die flashspeicherfreien Varianten betrifft. Die Varianten mit Flashspeicher kommen erst später:

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For smaller-footprint applications, our RP2354A and RP2354B variants  featuring 2MB of stacked flash memory  are in the final stages of development and testing with early-access partners. Well soon be ramping to mass production, and plan to make these variants available through our Approved Reseller partners later this year.

Microchip AVR SD – sehr preiswerte MCU für Situationen mit Redundanz zur Vermeidung von Rechenfehlern

Für Hochsicherheitsanwendungen vorgesehene MCUs sind im Allgemeinen teuer – mit dem AVR SD lanciert Microchip ein neues Produkt, das in Fünftausenderstückzahlen nur rund einen US-Dollar kosten soll.

Bildquelle: Microchip

Die Besonderheiten der Familie beschreibt Microchip dann folgendermaßen:

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Zusammen mit einem speziell ausgerichteten Sicherheits-Software-Framework ist dies die erste Einstiegs-MCU ihrer Art  in dieser Preisklasse  die die Anforderungen nach ASIL C (Automotive Safety Integrity Level) und SIL 2 (Safety Integrity Level) erfüllt, welche redundante Sicherheitsprüfungen vorschreiben. Die AVR-SD Produktfamilie wurde basierend auf einem vom TÜV Rheinland zerifizierten Functional Safety Management System entwickelt.
2
Zu den interessanten Hardware-Sicherheitsmerkmalen gehören eine Dual-Core-Lockstep-CPU, zwei A/D-Wandler (ADCs), Fehlerkorrekturcode (ECC) für alle Speicher und Busse, ein dediziertes Fehler-Controller-Modul, Mechanismen zur Fehlerstimulation sowie Systemspannungs- und Taktüberwachung.

Preislich kommt dies hin – die folgende Abbildung zeigt eine OEMSecrets-Preisanalyse. Weitere Informationen, Datenblätter und Co finden sich derweil unter der URL https://www.microchip.com/en-us/products/microcontrollers-and-microprocessors/8-bit-mcus/avr-mcus/avr-sd .

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/avr32sd20

Nuvoton M2A23 – 125 Grad-fähiger Mikrocontroller für den Automobilbereich

Nach der EmbeddedWorld ist vor der EmbeddedWorld – anders ist Nuvoton’s Launch eines neuen für die Automobilbranche vorgesehenen Chips nicht erklärbar. Spezifischerweise wird der neue Chip folgendermaßen beschrieben:

1
. . .
2
It can withstand environmental temperatures of up to 125°C and operates within a wide voltage range of 2.5V to 5.5V, featuring three CAN FD interfaces and a LLSI interface. This makes it highly suitable for various in-vehicle CAN signal modules and interior/ exterior lighting control applications.
3
The M2A23 series is equipped with an Arm Cortex-M23 core, with a maximum operating frequency of 72 MHz
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. . .

Auf der Ressourcenwebseite findet sich derzeit nur folgendes Diagramm, das die verschiedenen Familienmitglieder auflistet.

Bildquelle: https://www.nuvoton.com/products/microcontrollers/arm-cortex-m23-mcus/m2a23-series/

ADCMT – neue 8.5d-Multimeter mit entfernbarer Spannungsreferenz

Die ehemalige Advantest-Präzisionsmetrologiesparte rennt seit einiger Zeit unter dem Namen ADC Corporation. Nun steht das erste komplett neue Produkt ante Portas, das leider vor Allem auf Japanisch beschrieben wird.

Bildquelle: https://www.adcmt.com/products/dmm/7981

Hervorzuheben ist vor Allem die Möglichkeit, die Referenzspannungsquelle aus dem Multimeter zu entnehmen und danach unabhängig weiterzutransportieren. Weitere Informationen und die in Yen gehaltenen Preise finden sich unter der Bildquelle.

Yokogawa AQ6361 – optischer Spektralanalysator mit Need for Speed

Rohde und Schwarz bewarb den hauseigenen VNA unter Anderem mit der höheren Arbeitsgeschwindigkeit. Im Hause Yokogawa fühlte man sich davon wohl insofern inspiriert, als der in der Abbildung gezeigte und für den Headless-Betrieb vorgesehene optische Spektralanalysator lanciert wurde.

Bildquelle: Yokogawa

Im Rahmen der Vorstellung betonte man erstens die höhere Arbeitsgeschwindigkeit und zweitens das platzsparende Format, das übrigens auch die Begründung für das Design der klassischen Oszilloskope des Herstellers ist:

1
1. Up to 20 times the measurement speed of conventional models
2
The AQ6361 OSA offers up to 20 times the measurement speed of the best-selling AQ6370E. This dramatically reduces the production test time for customers' optical devices and allows them to significantly improve production efficiency.
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2. Compact design
5
The new model is approximately half the size of the AQ6370E. This space-saving design is in direct response to customer requests for a measuring instrument that takes up minimal bench space. The model is also suitable for integration into laser diode chip testers and other test systems.

CircuitPython 9.2.5 verfügbar

Limor Frieds Frauen haben eine neue Version von CircuitPython lanciert. Laut dem Change Log handelt es sich dabei um ein Wartungsrelease, das unter Anderem folgende Fehlerkorrekturen mitbringt:

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Update frozen modules. 
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     Enable function attributes and reverse arithmetic operators on most boards. 
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     displayio: 
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         Add tilepalettemapper. 
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         add VT100 escape code support for scrolling and colors. 
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     synthio and audiodelays additions 
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     Add audioio on Espressif. 
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     Add spitarget on SAMx (enabled on most SAMx5x boards). 
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     Initial work on a Zephyr port. 
10
     Bug fixes. 
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--- via https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/9.2.5

Neben der Intention, CircuitPython bald auch unter Zephyr laufen zu lassen, steht eine wichtige Änderung bevor. Teile des Displaystacks sind bald deprecated:

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Uses of deprecated displayio bindings are now called out with warnings. For instance, displayio.Display is deprecated in favor of busdisplay.BusDisplay. In CircuitPython 10.0.0 the deprecated bindings will be removed.

Würth: ICLED-Farbrechner

Würth spielt seit einiger Zeit im Smart LED-Markt mit. Wenig bekannt ist, dass die Firma für ihre Lots “Farbinformationen” sammelt und speichert. Nun gibt es ein offizielles Werkzeug, das – wie in der Abbildung gezeigt – PWM-Werte unter Berücksichtigung dieser Korrekturwerte berechnet.

Bildquelle: https://redexpert.we-online.com/we-redexpert/en/#/ic-led-color-mixer-embedded

In eigener Sache: EMV Stuttgart Ante Portas

Der Newsautor wird diesmal die EMV zu Stuttgart unsicher machen – wer ebenfalls dort ist und tratschen (oder eine Zigarre rauchen) will, soll unter tamhan aeht tamoggemon rundesding com Laut geben.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Amper 2025 – Skill Level 26000

Der Veranstalter der liebsten Messe der Community hat den erreichten Skilllevel verkündet: 26000 Levels, äh Sorry, Jedi there are. Was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

TerInvests (zögerliche) Versuche, die Messe in Richtung Halbleiterbranche zu öffnen, verliefen nach Ansicht des Autors im Sande. Stattdessen stellte sich ein bunter Branchenmix ein, der von verschiedenen Elektroinstallationsunternehmen bis zu CNC-Lohnfertigern und Anbietern von Geräten für ebendiese reichte.

LPKF-Jagd, auf Chinesisch….

Das Konzept von Laser plus Platine hat LPKF zu geradezu beeindruckenden Vermögen verholfen. Mittlerweile gilt, dass andere Hersteller ebenfalls ein Stück von diesem (technisch nicht unbedingt komplizierten) Kuchen abhaben wollen.
Spezifischerweise gab es auf der Amper das gezeigte Gerät zu sehen – optische Ähnlichkeiten sind natürlich rein zufällig.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

…und auf tschechisch

Auch im Lande des Hochskillens hat man die Radarbeleuchtung auf LPKF fokussiert. Als Angriffswerkzeug dient das in der Abbildung gezeigte und etwas kleinere Gerät, das sich schon vom Platzbedarf eher an den Kleinbetrieb richtet.

Interessant ist, dass das Unternehmen von seiner Technologie durchaus überzeugt ist. Am Stand bot man an, Personen, die ihre Gerberdatei einsenden, kostenlos eine Version der Platine zu schießen und nach Hause zu schicken (siehe https://www.p2jtechnology.cz/en/).

CERVOZ: Robuste Arbeitsspeicher- und SSD-Module für Industrial Computing.

Das Aufkommen von SMD-Komponenten erhöhte die Vibrationsresistenz von allerlei Arten von Elektronik – Ursache dafür war die wesentlich geringere Masse der Komponenten.
In der Praxis gilt allerdings nach wie vor, dass sehr „vibrationsanfällige“ Bereiche mitunter haarig sind. CERVOZ begegnet diesem Problem mit verschiedenen „Modifikationen“ wie der Nutzung von speziellen Decklacken, um SSD und Arbeitsspeicher zu höherer Vibrationsfestigkeit zu verhelfen.

DataIO – Zwitterwesen im Bereich der Programmiergeräte.

Für „Kleinserien“ bietet sich die Nutzung von menschliche Energie zur Programmierung an – ein Pulk gebrauchter Workstations und eine angelernte Hilfskraft reichen aus, um kleinere Mengen von Systemen zu parametrieren.
Ab einer gewissen Losgröße oder einer gewissen Größe der Imagedatei bieten sich allerdings „komplexere“ Vorgehensweisen an. Der Programmiergerätespezialist DataIO zeigte auf der Amper die gezeigte Maschine.

Das vorliegende Gerät ist einerseits für Kleinmengen geeignet, nutzt aus Sicht von Software und Workflow allerdings dieselben Prozesse, die die Produktions-Programmiergeräte implementieren. Sinn davon ist, dass der Entwickler so schon früh mit der finalen Auslieferungs-Vorgehensweise experimentieren kann.

Wheel me – wartungsfreundlicher Roboter.

Liefer- und Transport-Roboter finden sich mittlerweile sogar in österreichischen und deutschen Restaurants. Am Stand von BEEWATEC gab es nun ein einzigartiges Produkt zu sehen, als es ob seiner Konstruktion leicht an verschiedene Frachtgrößen anpassbar ist.

Hervorgehoben wurde die extreme Wartungsfreundlichkeit des hauseigenen Roboters. So eine der in der folgenden Abbildungen gezeigten Rollen beschädigt ist, lässt sich diese auf zwei Arten austauschen. Einerseits steht ein „Kunststoff-Hebel“ (siehe https://www.instagram.com/tam.hanna/reel/DHa12RiNjnv/) zur Verfügung, der das Rad als Ganzes heraushebt. Alternativ können bei Vorhandensein eines Schraubenziehers die individuellen roten Rollelemente vor Ort ausgetauscht werden, um die Betriebsfähigkeit des Roboters sofort wieder herzustellen.

Fluke: Geräuschkamera zur Leckerkennung.

Wer unter Gewefze leidet, empfindet das in der Abbildung gezeigte Produkt von Fluke mit Sicherheit als lustig.

Es handelt sich dabei um eine an Flir und Co. erinnernde Kamera, die statt Farb-, Tiefen-oder Temperaturdaten Informationen darüber ausgeliefert, wie viel „Lärm“ an der jeweiligen Stelle entsteht.
Als primären Anwendungszweck avisiert Fluke dabei übrigens nicht die Beziehungspflege. Raison d’Etre ist viel mehr das Finden von Lecks in Rohrleitungen – wer in seinem Druckluft- oder Vakuumsystem Löcher eliminiert, kann die Betriebskosten der Erprobungsstätte erheblich reduzieren. Außerdem ist das System auch in der Lage, Arcing zu erkennen.

Gratulation zur Hundertsten!

Die in der tschechischen Republik erscheinende Elektronikzeitung feierte auf der Ampere ihr 100-jähriges Bestehen – in einem Giveaway gab es unter anderem Abonnements zu gewinnen. Die Redaktion von Mikrocontroller.net gratuliert herzlich zum Erfolg.

Technisches Museum Brno: Computerspielplatz.

Das Technische Museum zu Brünn war auf der Amper auch dieses Jahr mit einem vollen Stand vertreten. „Thema“ der diversen Exponate waren diesmal klassische Computerspiele – auch in Westdeutschland indizierte Klassiker wie Wolf3D gab es zu zocken.

Lustiges – keine schokoladenartigen Objekte mehr.

Der Ferritkern-Spezialist Almeto erfreute in der Vergangenheit immer wieder mit passiv-aggressiven Schildern, die auf die Nichtessbarkeit der als Bhaltis verteilten Ferritkernen hinwiesen.
Dieses Jahr hatte man die Faxen dicke, weshalb man stattdessen andere, offensichtlich nicht nach Bonbon aussehende Bhaltis verteilte.

MERICA – Pogo Pin-Sonde für den Solareinsatz

Die von Ingun im letzten Jahr gezeigten Pins zur Kontaktierung (siehe Beitrag „Amper 2024 – Honey, I shrunk the fair“) gab es diesmal im praktischen Einsatz zu sehen. Aufgrund des extrem unkooperativen Distributors haben wir leider nur ein Foto.

Amper, papierlos.

Teilnehmer bekamen dieses Jahr nicht einmal mehr einen Badge umgehängt – nach der per QR-Code erfolgenden Anmeldung war man im Großen und Ganzen auf sich selbst gestellt. Immerhin bekam jeder beim Eintritt die in der Abbildung gezeigte Karte, die unter anderem das Herunterladen verschiedener Messe-Informationssysteme ermöglichte.

Soziales und Automotives.

Den leeren Platz in einer der Hallen füllte die TerInvest mit verschiedensten Ausstellern im Bereich der Elektromobilität.

Die Verpflegung erfolgte – wie immer – durch eine Gruppe von Foodtrucks, die nun aber mehr zwischen den Hallen positioniert waren.

Flohmarkt bei BEN

Der tschechische Technik-Fachverlag BEN (siehe http://www.ben.cz/en/) nimmt seit einiger Zeit an verschiedensten Events mit Flohmarkt-artigen Ständen teil. Auch auf der Ampere gab es das eine oder andere Schnäppchen zu machen – zu beachten ist allerdings, dass wie immer lediglich Cash-Zahlung zugelassen ist. Die Bankomaten am Messegelände fressen außerdem – wie immer – eine
durchaus erhebliche Kommission.



Skillerzählung

Zu guter Letzt sei eine Pressemitteilung der Aufskillungsgesellschaft TerInvest abgedruckt, die über die Skills der Messe berichtet:

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Actually we know the number of visitors: 26 000, the last year was 24 000. 
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We will prepare the final report from the fair by the end of the month.

Fazit und Ausblick.

Im Jahr eins nach der Herunterskillung zeigt sich die Amper durchaus lebendig – über „Mangel an meist zahlenden Besuchern“ muss der Veranstalter mit Sicherheit nicht klagen.
Fraglich ist allerdings, „wie“ es weiter geht. Den Verlust von großen Ausstellern – im Immobilienbereich (Stichwort Dead Malls) spricht man von Anchor Tenants – kompensierte TerInvest nach Maßgabe der Möglichkeiten durch kleinere Unternehmen, beispielsweise im Fertigungsbereich. Dies führt zwar einerseits zu einer bunten Mischung, andererseits aber auch dazu, dass die wegen eines Lieferanten oder Kundenbesuchs anreisenden Personen nicht mehr so häufig auftauchen. Unterm Strich bleibt es also spannend.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Amper 2025 – Messe, im Kreis drehend

Ein Jahr nach der Herunterskillung schickt die TerInvest die 31. Ausgabe ihrer Messe ins Rennen – statt der dritten Halle bietet man einen Kongress zur technischen Realität der Elektromobilität. Wie sich die auch als EmbeddedWorld des Ostens bezeichnete Lieblingsmesse der ucnet-Community im Jahre 2025 sonst präsentiert, klärt der folgende Artikel.

Keine Ruhe in Sachen Reorganisation

Die dreissigste Ausgabe der Messe – wir berichteten unter Beitrag „Amper 2024 – Besucher hoch skillen, Fläche herunter skillen“ – musste den Verlust einer der drei Hallen einstecken. Amper Nummero 31 konnte diese Herunterskillung nicht aufheben – als “Rettungsanker” avisierte die TerInvest stattdessen die Veranstaltung eines Kongresses zur Elektromobilität in der Praxis.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

Bedauerlich ist außerdem das Fernbleiben immer mehr großer Aussteller: HellermanTyton, Fischer 1968 und Farnell waren beispielsweise gar nicht mehr vertreten, während viele Firmen im Elektrotechnikbereich ihren “Universaldistributor” ElkovElektro vorschickten.

Eine Neuigkeit in Sachen Werkzeug sucht man vergebens

ElkovElektro vereinigte auf seiner Standfläche mehr als 40 Firmen. Die früher beliebten Messerabatte, beispielsweise bei Wiha, finden sich nun in einem rund zwanzig Seiten umfassenden Universalkatalog.

Eines der wenigen Unternehmen, die nach wie vor eigenständig ausstellten, war Weicon. Auch hier gab es das eine oder andere Schnäppchen mitzunehmen.

Im Multimeterbereich geht es um Solarenergie

Uni-Trend war wenige Tage nach dem Ende der EmbeddedWorld mit fast dem gleichen Personal vor Ort. Der Fokus des Stands lag diesmal auf Multimetern für den Solareinsatz – wohl ob der sehr hohen Isolationsspannung geraten die Geräte geradezu gigantisch.

Außerdem zeigte man verschiedene Geräte zur Bemessung der Isolation.

In Sachen Thermokameras war Uni-Trend seit jeher durchaus aktiv. Nun gibt es ein kleines Add-On für Smartphones, das vom Handling her an die InfiRay-Produktlinie (siehe https://www.youtube.com/watch?v=BVW5B7HZP50) heranreicht und – witzigerweise – sogar mit der InfiRay-Kamerasoftware funktioniert.

Neues RF-Equipment chinesischer Provinienz

Messtechnikspezialist BluEmi präsentierte – wie so oft – Geräte aus eher selten gesehenen Händen. Diesmal lag der Fokus auf dem chinesischen RF-Spezialisten Ceyear, der sowohl einen Signalgenerator als auch einen Spektralanalysator mit einer Grenzfrequenz nördlich der 50 GHz präsentierte.

Genaue Preise waren wie so oft schwer erhältlich, insbesondere im Fall des Spektralanalysators liegt es an der immensen Breite der verfügbaren Softwareoptionen. Für ein “Basismodell” mit 50GHz nannte man nach ausgiebiger Pressage einen Einstiegspreis von rund 140kEUR (hundertvierzigtausend und null EUR)

Zu guter Letzt noch zwei Schilder mit zusätzlichen Informationen zum Gebotenen.


Suche verzweifelt: Danaher-Distributor

Teste – in der Vergangenheit sowohl für eine Überraschung als auch für einen rettenden Regenschirm zu haben – war diesmal ebenfalls nicht von der Partie.

Immer mehr Multimeterhersteller

Das Fehlen von Danaher kompensierte die TerInvest durch massiertes Einladen kleinerer Unternehmen – im Multimeter- und Isolationsmessungsbereich wimmelte es.
Hervorzuheben ist hier die PanControl – neben einem Stand parkierte man ein durchaus witzig aufgemachtes Werbeauto zwischen den beiden Hallen.

Linse in Rosarot – oder – Silikat zum Färben von optischen Gläsern

Optische Gläser sind im Bezug auf die optischen Eigenschaften den meisten farbigen Gläsern überlegen. Der auch an Prototypenmengen interessierte Glasfertiger EcoGlass begegnet diesem Problem mit einer als SOL-GEL bezeichneten Technologie.

Dabei handelt es sich um eine dünne Silikonoxidschicht, die auf dem optischen Glas aufgebracht wird und seine Farbe verändert. Vorteil der Technik ist, dass sie die zugrundeliegenden optischen Eigenschaften nur wenig verändert, und sowohl gegen Chemikalien als auch gegen Temperaturen von bis zu 300 Grad Celsius robust ist.

Leicht reparierbarer Roboter

Am Stand der BeeWaTec zeigte man mit wheel_me einen Industrieroboter, der auf Flexibilität und einfache Reparatur ausgerichtet ist.

Ob der Konstruktion aus Stäben ist die Größe der Tragefläche leicht anpassbar. Ein besonderer Clou findet sich indes in den Rädern – diese sind sowohl auf Rollen als auch auf Radmodulebene vor Ort austauschbar, was die Verfügbarkeit des Robotersystems erhöht.

Mit Sensit zu Braten bzw. Erfolg

Wer einen Retigo-Konvektomaten sein Eigen nennt, kennt die für Prager Schinken und Co immens hilfreiche Mehrpunkt-Temperatursonde mit Sicherheit. Ein durchaus interessanter “Nebeneffekt” der Entscheidung der TerInvest, kleinere Unternehmen bzw Aussteller zu forcieren, ist das Auftauchen exotischer Firmen. Der Hersteller der Bratentemperatursonde ist das Unternehmen Sensit – es war ebenfalls vor Ort.

Ein Distributor auf Abwegen

RayService ist als zentraleuropäische Distributionsstelle für alle Arten von Steckverbinder bekannt. Weniger bekannt ist, dass sich das Unternehmen auch in Sachen Kabelfertigung gut eingerichtet hat und mittlerweile 80% seines Umsatzes abseits der Distribution erwirtschaftet.

Als Tätigkeitsbereiche avisiert man dabei die in den Abbildungen gezeigten Bereiche.


Interessant ist, dass sich die Kunden daran durch die Bank nicht zu stören scheinen – im Gegenteil freut man sich, so der Grundtenor, sogar über die höhere Erfahrung des Verkaufspersonals.

Hoch hinaus mit Elektromotor

Am Stand von MGM COMPRO ist sofort klar, dass die eigene Turbine im Vordergrund steht. Beim hier gezeigten Motor handelt es sich indes nicht um einen Windgenerator, sondern um einen Ersatzantrieb für Flugzeuge.

Das aus Zlin stammende Unternehmen plant für 2026 einen Erstflug eines Passagierflugzeugs auf Basis der Turbine. Als “Airfoil” ist dabei höchstwahrscheinlich die unter https://en.wikipedia.org/wiki/Evektor_EV-55_Outback im Detail beschriebene Maschine vorgesehen – das Standpersonal sprach von einer “LET410-artigen Maschine” und zeigte ein Bild, das an die (mit der LET410 größenmäßig nicht vergleichbare) EV-55 erinnerte.

Rückwirkend: lauert hier Lustiges?

Vielleicht konnte sich der Autor einen kleinen Scherz nicht verkneifen. Wer als Erster einen Scherz findet, soll ein Kommentar posten und bekommt eine kleine Überraschung!

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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EmbeddedWorld, Round-Up – vom Funkmodul, Feldbus, Batterie und RTOS

IQRF arbeitet daran, die hauseigene Mesh-Funktechnologie in einen offenen Standard umzuwandeln. Single Pair Ethernet wächst und wächst, während die CAN-Organisation eine abgespeckte Variante von CAN FD ins Rennen schickt. Was es in Sachen RTOS Neues gibt, verraten wir hier ebenfalls. Zu guter Letzt gibt es die übliche Pressemeldung mit Besucherzahlen und Statistiken.

ThreadX – Reorganisation und erstes microsoftfreies Release

Die Eclipse Foundation arbeitet pausenlos daran, die hohe Zertifikation des von Microsoft übernommenen Echtzeitbetriebssystems aufrechtzuerhalten. Die als rechtliche Infrastruktur dienende ThreadX Alliance ist nun startbereit, mit der Version 6.4.2 steht das erste ohne MS-Mitarbeiter zusammengestellte Release am Start. Im Bezug auf die Zertifikation von 6.4.x war die aktuelle Aussage, dass der von Microsoft bekannte Abdeckungslevel gegen Ende des Jahres wieder erreicht wird.

Zephyr – Rust, USB und mehr

Am Stand der Zephyr-Entwicklerschaft lag der Gutteil der Präsentationsarbeit auf diversen Partnern – neu ist beispielsweise, dass auch MicroEJ der Allianz beigetreten ist (und sich so den eigenen Stand spart). Im Bezug auf wirklich neue Features sprach ein von Silicon Labs ausgeliehener Entwickler erstens vom rapiden Wachstum der Plattform. Dieser Eindruck bestätigte sich nach Ansicht des Autors auch in den diversen von verschiedenen Chipherstellern gehaltenen Seminare, die der Teilnehmerschaft die Arbeit mit der HAL und dem Buildsystem von Zyphr näher bringen wollten. Analog Devices präsentierte beispielsweise die in den Abbildungen gezeigte hauseigene IDE.

Als „sonstige neue Features“ betonte man die immer bessere Unterstützung für Rust einerseits, andererseits einen neuen USB-Stack mit MIDI-Fähigkeiten.

Segger – SystemView für ThreadX, embOS Ultra für MPUs

Segger lieferte Detailverbesserungen: erstens steht die Analyselösung SystemView fortan auch für ThreadX-basierte Applikationen zur Verfügung, was Fehlersuche und Monitoring erleichtert. Außerdem steht das für seine sehr hohe Timing-Genauigkeit bekannte embOS Ultra fortan auch für MPUs zur Verfügung – seine unique sales proposition ist ein vom Systemtick teilweise unabhängiges Gebersystem, das das genauere Schedulen der Prozessaktivierung erlaubt.

Bildquelle: https://www.segger.com/products/rtos/embos/editions/embos-ultra/#ultra-high-resolution

Murata – UWB- und LoRA-NTN-Module, Allianz zur Vereinfachung von IoT-Systemen

Im Hause Murata ist man seit jeher gewillt, seine Chip-Zulieferer mit verschiedensten Arten von Funkmodul zu unterstützen. Neben einem UWB-Modul gibt es eine Variante von LoRA, die auch zur Satellitenkommunikation befähigt ist.

Dass Hersteller von Funkmodulen ihre Produkte im Zusammenspiel mit Cloudlösungen anzubieten suchen, ist per se nicht neu. Murata versucht mit dem in der Abbildung gezeigten System indes, den nächsten Schritt in Sachen Integration zu gehen. Interessant ist, dass die eigentliche Abrechnung derzeit noch über den Netzbetreiber erfolgt.


U-Blox – GPS-Modul mit integrierter Antenne

Mit dem DAN-F10N zeigen die Schweizer einen GPS-Empfänger, der zwar einerseits auf aktuelle Positionierungstechnologien setzt, andererseits aber eine integrierte Antenne mitbringt.

Würth – Cordelia-I-WiFi-Modul mit MQTT over TLS-Offloading

WizNets TCP-Offloading animiert im Hause Würth zu einem – übrigens auf der Messe nicht gezeigten – WiFi-Modul. Sein wichtigstes Argument ist die Implementierung bzw Integrierung eines MQTT-Offloadingsystems, das sich um die Protokollverwaltung kümmert und so mehr Ressourcen auf der Host-MCU freilässt:

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The new Wi-Fi module from Würth Elektronik independently manages secure cloud connections, thus reducing the workload on the host MCU. MQTT over TLS is used as the primary protocol for connecting to the cloud. The module features a secure Root of Trust (a fundamental security concept in information technology) that is unique and tamper-proof. All cryptographic keys are securely generated and stored within the module.
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Cordelia-I supports cloud connectivity via Crypto Quantique's QuarkLink platform, ensuring secure and scalable zero-touch provisioning as well as cloud onboarding of the end device in the field.

CAN: CAN FD Light für Situationen mit „treudoofen“ Gegenstellen

Die nicht unerhebliche Komplexität eines vollwertigen CAN-Controllers sorgt für gewisse Mindestkosten bei der Nutzung dieses insbesondere im Automotivebereich weit verbreiteten Bussystems. Mit CAN FD Light steht nun eine neue abgespeckte Variante zur Verfügung, die sich wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

BILD 10 11 12 13

Die neue Variante unterteilt die Kommunikationsteilnehmer in aktive XXX und Befehle ausführende XXX – zweitere benötigen nur einen simplen Transciever, was die Kosten reduziert.

ProfiNet – wir machen auch in Tracking

Im Hause ProfiNet zeigte man eine Art „HAL für Tracker“. Intention ist, proprietäre Protokolle und Kommunikationsstandards im Bereich Tracking nach Maßgabe der Möglichkeiten hintanzuhalten.

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Single Pair Ethernet – Steckerstreit beendet, Wachstum beginnt

Wefzigkeit lohnt nur selten – reicht es dem Partner, so kauft er Bitcoin und verlässt die EU. Ähnliche Erfahrungen dürften die diversen im SPE-Bereich um die Vorherrschaft balgenden Steckerhersteller gemacht haben: das Gezoffe nervte potentielle Adopteure der Gesamt-Technologie.
Der Weg zur Lösung des Problems ist das in der Abbildung gezeigte „Steckergesicht“, das die beiden SPE-Leitungen trägt. Hersteller können dieses dann in allerlei Arten von Steckverbinder verpacken – Rundstecker sind explizit ebenso geplant.

BILD 15 16

Der Markt würdigt dies auf mehrerlei Art. Der – sehr freundliche – Gesprächspartner aus dem Hause Weidmüller berichtete, dass die von den Besuchern am sehr aktiven Stand gestellten Fragen mehr und mehr in Richtung des „how do I get started“ gingen, während Besucher früher vor Allem nach Sinn und nach der Steckerfrage fragten. Neben verschiedenen Ankündigungen der Unterstützung gilt außerdem, dass immer mehr Firmen dem Standardisierungsgremium beitreten.

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IQRF – Mesh-Technologie am Weg zum offenen Standard

Die in der tschechischen Republik vorangetriebene IQRF-Technologie haben wir in der Vergangenheit öfter erwähnt. Wohl im Interesse schnellerer Adoption arbeiten die Tschechen nun daran, das System – wie in den Abbildungen gezeigt – in einen offenen Standard umzuwandeln. Neben neuen Funkmodulen gibt es außerdem einen Rabatt auf das Evaluationskit, das erste Experimente mit dem System zu beschleunigen sucht.

BILDER 18 19 20

QuecTel – Smart Modules und neue Funkstandards

Im Bereich der Smart Modules – Funkmodul plus MCU – gab es bei QuecTel einen Neuzugang.

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Fokus ist hier – wie sollte es auch anders sein – die bessere Ausführung von Aufgaben der künstlichen Intelligenz:

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Powered by the advanced QCS8550 IoT chipset from Qualcomm Technologies® and featuring a Kryo CPU, the SG882G is engineered to support high-performance applications requiring edge computing and real-time multimedia streaming. The SG882G also features an Adreno 740 GPU and a 48 TOPS neural processing unit, providing exceptional computing performance for complex workloads. The module also features a Spectra ISP, Adreno 8550 VPU, and Adreno 1295 DPU, making it ideal for applications that demand advanced image processing, video encoding/decoding, and real-time AI capabilities

Für den Smart Metering-Bereich steht ein neues Modul zur Verfügung, das LTE 410 bzw LTE 450 unterstützt:

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Were delighted to introduce the EG950A-ENL LTE Cat 4 module to support large-scale smart meter deployments with cost-eNective LTE 450 and LTE 410 connectivity,

Zu guter Letzt steht ein neues Modul ante portas, mit dem man im Garten von Espressif zu wildern sucht:

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Utilizing the 2.4GHz and 5GHz Wi-Fi frequency bands, the FCM363X
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boasts a high-performance ARM Cotex-M33 processor clocked up to 260MHz and
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features built-in 1.2MB SDRAM and 8MB flash memory. PSRAM is also supported with
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an optional expansion to enable more complex applications.

CAVLI – neue Smart Modules

CAVLI ist normalerweise für seine mit einem hauseigenen SDK programmierbaren Module bekannt. Seit einiger Zeit bietet man allerdings auch Smart Modules an, die Android bzw Linux ausführen können.
Die Neuerungen von dieser EmbeddedWorld sind nun Erweiterungen bzw Aktualisierungen des verwendeten QuecTel-Chipsatzes.

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Telit – im Zeichen von 5G

Im Hause Telit erweitert man die 5G-Modulpalette strategisch.

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SemTech – neuer LORA-Chip LR2021

Semtech möchte die hauseigenen Transciever auch abseits der LoRA-Produktfamilie verwendet wissen. Mittel der Wahl ist ein neuer Chip, der – wie in der Abbildung gezeigt – auch die LPWAN-Protokolle anderer Hersteller bzw Implementierer zu unterstützen gedenkt.

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Zur Lustigkeit trägt bei, dass das Produkt auch den als FLRC bezeichneten High Speed-Modus von LoRA unterstützt. Dabei handelt es sich um ein bis zu 2.6Mbps schnelles Sonderregime, das laut Semtech unter Anderem zur Übertragung von für AI-Modelle vorgesehene Informationen Verwendung finden soll.
Interessant empfand der Autor auch die folgende Slide, die unter Anderem die Audioübertragung via LoRA avisierte.

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###SimComm – neues CAT1BIS-Modul
Am Stand von SimComm hatte man den Gutteil der Munition bereits auf der Electronica verschossen – neu ist nur das in der Abbildung gezeigte CAT1BIS-Modul.

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AI-Thinker – Bluetooth UWB-Positionierungsmodul

AI-Thinker bietet ein Bluetoothmodul an, das sich – wie in der Abbildung gezeigt – als UWB-Positionssender heranziehen lässt.

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Kyocera – neue Antennen für Satellitenfunk

Der auf der Electronica forcierte Trend zum Satellitenfunk im IoT-System macht auch vor Antennenherstellern nicht Halt. Die Abbildung zeigt die neuen Antennen aus dem Hause Kyocera, die als Messeneuheit präsentiert wurden.

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NichiCon – Lithiumtitanatbatterien nun mit bis zu -30 Grad Celsius

Der Kondensatorhersteller sieht die EmbeddedWorld vor allem als IoT-Event, weshalb keine neuen Kondensatoren gezeigt wurden. Demonstrationsobjekt Nummer eins waren stattdessen die gezeigten Batterien, die nun -30 Grad Celsius aushalten.

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Zaya – Containerlösung für Mikrocontroller

Die Popularität von Docker und Co ist ungebrochen. Ein Start-Up verspricht nun, ein derartiges System selbst auf den kleinsten Controllern anbieten zu können.

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Texas Instruments ZeroCode

Auch ZeroCode verdient eine (kurze) Erwähnung. Es handelt sich dabei um eine weitere blockbasierte Programmiersprache, die die Erzeugung von Embeddedsystemen zu erleichtern sucht.

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Analog Devices – Stethoskop mit Accelerometer

Am Stand von DigiKey fand sich – eine nach Meinung des Autors leider zu wenig promotete – Demo aus dem Hause Analog Devices.

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32 000 visitors there were

Die alljährliche Volkszählung der Messe Nürnberg ist soeben erfolgt, die relevanteste Passage ist die folgende:

1
Nahezu 1.200 Aussteller aus 46 Ländern präsentierten den rund 32.000 Besuchern auf der embedded world Exhibition&Conference ihre Produkte, Lösungen und Innovationen. Die begleitenden Konferenzen wurden von 1.897 Teilnehmern aus 47 Ländern besucht.

In eigener Sache – bis nächstes Jahr!

Die Messe Nürnberg hat den Termin für die nächste Ausgabe des Kongresses bereits festgelegt. Der Newsautor hofft, dass die Berichterstattung hilfreich war.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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EmbeddedWorld 2025, Tag 3 – im Strom der Komponenten, FPGAs und mehr

Ob der Größe der Messe gab es auch am dritten Tag einiges an Neuigkeiten zu sehen. Neben einer – nur als Ankündigung gezeigten – neuen PIC32-Familie zeigte Nuvoton neue MCUs. Außerdem gab es Sensoren samt innovativen Anwendungsszenarien zu sehen; Analog Devices demonstrierte ein Stethoskop auf Basis eines Accelerometers. Zu guter Letzt gibt es in Sachen Nicht-SPe-Steckverbinder die eine oder andere Portfolioergänzung.

Nuvoton – neue MCU für USB PD

Im Hause Nuvoton arbeitet man permanent an der Spezialisierung – die neueste MCU ist ein Low Power-System auf Basis eines Cortex-M23. Als besonders relevanten Anwendungsfall hat Nuvoton dabei USB Power Delivery auserkoren.





(Bildquelle, alle wo nicht anders angegeben: Tamoggemon Holding k.s.)

Außerdem zeigte man eine Demo, die den vor der Show angekündigten AI-Mikrocontroller zur Skelettierung von vor dem Sensor angetroffenen Personen heranzog – Ähnlichkeiten zum Kinect sind auch hier rein zufällig.


Zu guter Letzt gibt es ein Slidesheet mit Informationen zur hauseigenen MPU.

Microchip PIC32A – neue 32bit-MCUs mit starker Analogperipherie und FPU um rund 1USD

Am Stand von Microchip nicht zu sehen war eine neue Variante der PIC32-Familie, die sich überblicksweise wie im Architekturdiagramm gezeigt präsentiert.

Bildquelle: Microchip

Zur eigentlichen technischen Ausstattung vermeldet Microchip dann folgendes:

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Die 200-MHz-/32-Bit-PIC32A-Reihe wurde entwickelt, um den Bedarf an externen Komponenten deutlich zu reduzieren. Sie verfügt über integrierte, schnelle Analog-Peripherie, 12-Bit-A/D-Wandler mit bis zu 40 MSamples/s, schnelle Komparatoren (5 ns) und Operationsverstärker mit 100 MHz Verstärkungsbandbreitenprodukt (GBWP) für intelligente Flankenerkennung. Diese Funktionen und eine hochleistungsfähige CPU ermöglichen das Ausführen mehrerer Funktionen auf einer einzigen MCU, was die System- und Stücklistenkosten optimiert. 
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3
Zusätzlich sind Hardware-Sicherheitsfunktionen wie Fehlerkorrektur (ECC) für Flash und RAM, Memory Built-In-Self-Test (MBIST), I/O-Integritätsüberwachung, Taktüberwachung, unveränderlicher sicherer Start und Flash-Zugriffskontrolle integriert. Damit ist eine sichere Ausführung von Software-Code in Embedded-Steuerungen möglich.
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5
Eine 64-Bit-Fließkommaeinheit (FPU) in den PIC32A-MCUs verwaltet daten- und rechenintensive Anwendungen effizient und vereinfacht die Übernahme modellbasierter Designs. Die MCUs unterstützen Entwickler bei der beschleunigten Ausführung rechenintensiver Anwendungen, die hohe Leistungsfähigkeit bei Sensorschnittstellen und Datenverarbeitung erfordern.

Unter der URL https://www.microchip.com/en-us/products/microcontrollers-and-microprocessors/32-bit-mcus/pic32a findet sich schon jetzt eine Modellübersicht. Die versprochenen Preispunkte erreicht das Produkt dabei – wie in der Abbildung gezeigt – im Allgemeinen.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/PIC32AK6416GC41036

SiliconLabs – im Zeichen des Energy Harvesting

Im Hause SiliconLabs – unter Anderem stellt man den Mikrocontroller für den Arduino Nano Matter – zeigte man vor Allem Demos, die sich mit Energy Harvesting auseinandersetzten. Die in der Abbildung gezeigte Demo ist dabei insofern besonders, als sie ein ePaper-Display mit der erbeuteten Energie mitversorgt.

npZero – Beginn des Evaluationsboard-Versands steht bevor

npZero – das skandinavische Unternehmen bietet einen „Sensor-Überwachungs-IC“ an, der ob seines von einem Zustandsautomaten abgeleiteten inneren Aufbaus nur sehr wenig Strom verbraucht – gibt es Bewegung. Der bisher nur als Emulator verfügbare (und von der Programmierung her nicht sonderlich komplexe) Chip ist am Weg in die Fertigung.

Dem Newsautor wurde zugesagt, dass der Versand der Evaluationsboards im Laufe der nächsten Wochen beginnen wird. Unklar ist indes, was die Platinen kosten und wie die Reihung der Kunden erfolgt.

Fixed Function-ICs für Wakeword-Erkennung und mehr

Das Start-Up PIMIC schickt zwei ICs ins Rennen, die bestimmte häufig anzutreffende Aufgaben im Audiobereich als Fixfunktionseinheit anbieten. Neben Wakeword-Erkennung gibt es auch ein Bauteil, das sich auf die Geräuschqualitätsverbesserung von Mikrophonen spezialisiert hat.




Für den NC100 soll ein Evaluationsboard im dritten Quartal verfügbar werden, während die Wakeword-Engine wohl erst im nächsten Jahr samplebar sein wird.

Renesas RZ/V2N – neue Vision-MPU der Mittelklasse

Eine weitere vor Allem „digital“ wahrzunehmende Meldung betrifft eine neue Vision-MPU aus dem Hause Renesas. Spezifischerweise kommt eine neue MPU auf den Markt, die die Familie erweitert:

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Similar to its high-end device, the RZ/V2H, the new RZ/V2N MPU comes with Renesas proprietary AI accelerator, DRP (Dynamically Reconfigurable Processor)-AI3, boasting 10 TOPS/W (Tera Operations Per Second Per Watt) power efficiency and an AI inference performance of up to 15 TOPS through its advanced pruning (Note 1) technology. With the latest addition of the RZ/V2N, the RZ/V series has now expanded to cover a full range of markets, from the low-end RZ/V2L (0.5TOPS) to the high-end RZ/V2H (up to 80 TOPS). 
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3
The new MPU is significantly smaller than the RZ/V2H, with its package area measuring only 15 mm square, reducing the area required for mounting by 38%. Inheriting the advanced features of the RZ/V series, the RZ/V2N combines high AI performance with low power consumption

Bildquelle: Renesas, via https://www.renesas.com/en/about/newsroom/renesas-extends-mid-class-ai-processor-line-rzv2n-integrating-drp-ai-accelerator-smart-factories-and

Zu den technischen Daten der ab 19. März erhältlich werdenden MCU vermeldet man folgendes:

1
Similar to the RZ/V2H, the new RZ/V2N is equipped with four best-in-class Arm® Cortex®-A55 CPU cores and a single Cortex-M33 core, coupled with a high-quality image signal processor (ISP), Arm Mali-C55. The RZ/V2N also has two channels of MIPI camera interfaces, which allow two cameras to be connected to capture double-angle images.

Eclipse Foundation – Open Hardware-Mikrocontroller im Anmarsch

OpenHW ist – nun als OpenHW Foundation – Teil der Eclipse Foundation. Ziel ist das Anbieten eines komplett quelloffenen Embedded-System-Stacks. Mit dem in der Abbildung gezeigten Core-V steht ein im 22nm-Prozess gefertigter Chip auf Basis von RISC/V ante Portas.

OnSemi – iTOF-Sensoren, Infrarot und mehr

Im Hause ONSemi lag der Fokus der Neuerungen auf Sensoren – die hauseigenen iTof-Sensoren (denke: Kinect) haben ein mit klassischen RGB-Sensoren vergleichbares Interface, was die Schaltungsintegration erleichtert. Außerdem vermeldet man die folgenden Komfortfeatures:

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Neu: onsemi stellt mit der Serie Hyperlux ID die branchenweit ersten Echtzeit-iToF-Sensoren (indirect Time of Flight) vor, die präzise Langstreckenmessungen und 3D-Bildgebung von sich schnell bewegenden Objekten ermöglichen. Durch die eigene Global-Shutter-Pixelarchitektur von onsemi und integrierten Speicher kann Hyperlux ID eine gesamte Szene erfassen und gleichzeitig Tiefenmessungen in Echtzeit verarbeiten. Dieser neue Ansatz umgeht die Einschränkungen von Standard-iToF-Sensoren und ermöglicht eine Tiefenmessung bis zu 30 m oder viermal weiter als Standard-iToF-Sensoren  und das alles in einem kleineren Formfaktor. Die Sensoren sind auch in der Lage, monochrome (schwarz-weiß) Bilder und Tiefeninformationen gleichzeitig zu erzeugen. Damit liefern die Sensoren eine umfassende Ansicht der Umgebung, ohne dass separate Sensoren für visuelle und Tiefendaten erforderlich sind. 

Außerdem zeigte man eine Infrarotkamera, die zur Inspektion von Wafern vorgesehen ist – einzigartig ist die Fähigkeit des Infrarotes, „in“ den Wafer hineinzusehen.

Interessant ist ausserdem, dass verschiedene Hersteller von smarten Kameras wie die eConSystems bereits fertige Module auf Basis der neuen Sensoren anbieten.

TropicSquare – komplett quelloffener Sicherheitschip

Im Bereich TPM und Co herrscht über die Implementierungen nur allzu gern Stillschweigen: wer ein Datenblatt zu ziehen gedenkt, darf oft ein NDA unterschreiben.

TropicSquare bietet nun eine quelloffene TPM-Implementierung an. Im Moment sind die TPMs bereits als Engineering Sample erhältlich, netterweise in Form eines Click-Boards.

FPGAs, zur Ersten – AMD UltraScale+

Im Hause AMD schickt man ein neues FPGA ins Rennen, das auf IO-lastige Anwendungen optimiert ist. Die Grafik verortet das Bauteil in der restlichen FPGA-Familie aus dem Hause AMD.

FPGAs, zur zweiten – Altera Agilex 3

Nach der Vorstellung des Agilex 5 kommt nun ein kleineres System an den Start – interessant ist, dass es – wie in der Abbildung gezeigt – in weiten Bereichen mit dem Agilex 5 pinkompatibel ist. Das hier gezeigte Evaluationsboard entstand durch „BOM-Anpassung“; im laufenden Betrieb wurde es etwas wärmer als handwarm.

Der Agilex 3 ist dabei eine funktionsumfangsreduzierte Variante des Agilex 5; insbesondere im Bereich der kleineren Familienmitglieder gab man am Stand die Parole des „pure FPGA“ aus. Darunter versteht Intel sein FPGA-Bauer vor Allem, dass nur wenig Fixfunktionseinheiten auf den Chips unterkommen. Im Zusammenhang mit der stark reduzierten Gatteranzahl führt dies auch zu geringerem Stromverbrauch.

ASUS IoT – Industrie-PCs auf Basis von NVIDIA Jetson

Computer Vision wird immer wichtiger: die von Richard Rieger seit Jahren gekonnt geleitete IoT-Abteilung liefert nun, wie in der Abbildung gezeigt, neue Industrie-PCs auf Basis dieser Technologie ins Rennen.



Interessant ist ein auf der Rückseite befindlicher DB9-Stecker, der die verschiedenen GPIO-Signale des SoCs exponiert.

Wago – Wagoklemme X Stecker

Wago setzt die hauseigenen Kabelklemmen fortan auch „hinten“ an Steckverbinder, was das Anstecken der erbeuteten Kabel erleichtert.


Phoenix Contact – innovatives Gehäuse

Phoenix erweitert einerseits die bekannte Mausefalle-Technik, um neue Formfaktoren und Kabeldicken abbilden zu können. Andererseits zeigt man ein neues Gehäuseschema, das mit einigen interessanten konstruktiven Besonderheiten aufwartet.


Die asynchrone Länge der Front- und Rückseite ermöglichen einerseits das Installieren verschiedener externer Steckverbinder, andererseits aber das simple Einbauen von Platinen.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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EmbeddedWorld 2025, Tag 2 – Messtechnik und mehr

Die zeitliche Nähe zur Electronica wirkt sich in Sachen Neuigkeitsgehalt negativ aus: Hersteller wie Geely konzentrierten sich darauf, ihre auf der Elektronica als Konzept gezeigte Chips zu finalisieren. Trotzdem gibt es die eine oder andere interessante Meldung – Siglent erweitert das hauseigene Multimeterportfolio, während Batronix sein Oszilloskop stabilisiert. Verschiedene Special Interest-Hersteller bieten neuartige Messtechnik an, die – oft auf die Analyse digitaler Protokolle spezialisiert – durchaus interessante neue Messverfahren ermöglichen sollte. GoWin zeigte derweil für Metrologie geeignete PCIe-FPGA-Karten, während PCB-Hersteller ihre Materialschlacht fortsetzen.

Shelly X – Erweiterung der hauseigenen Plattform für Drittanbieter

Shelly – das Unternehmen ist für seine schlüsselfertigen Schalter bekannt – bietet seit letztem Jahr auch ein Modulportfolio an, das ESP32-artig die Integration von Drittherstellerprodukten ins hauseigene Ökosystem erleichtern soll. Auf der EmbeddedWorld betonte man wie in der Abbildung gezeigt die Vorteile der Plattform.

Bildquelle alle: Tamoggemon Holding k.s.

Batronix Magnovia – am Weg zur Stabilisierung

Das von Batronix entwickelte Oszilloskop ist per se bekannt – nach der Auslieferung beginnt die Implementierung von Kundenwünschen und die Erhöhung der Softwarestabilität. Neben Erweiterungen im Bereich der FFT gibt es nun einen Transportkoffer und einen Fussschalter zum Auslösen des Triggers. Interessant sind dabei die weitreichenden Triggereinstellungen.

Außerdem ermöglicht Batronix fortan die Steuerung des Oszilloskops per SCPI. Diesbezügliche Codesamples veröffentlicht das Unternehmen in einem GitHub-Repositorium.

Acute Technologies – Protokoll-Exerciser

Beim Test digitaler Systeme wünscht man sich immer wieder „Closed Loop“-Systeme, die auch zur Anregung des DuT befähigt sind. Auf der EmbeddedWorld zeigte der PC-Spezialist Acute Technologies nun ein diesbezügliches Gerät.

Siglent SDM4065A – 6.5-stelliges Multimeter mit Touchscreen

An sich erst für die Vorstellung im April ist das in der Abbildung gezeigte Multimeter vorgesehen, das eine Nominalauflösung von 6.5 Stellen bietet. Siglent betonte am Stand ausserdem, dass das Produkt ob seines Ethernetinterfaces auch zur Fernsteuerung per Netzwerk taugt.

Bei näherer Analyse – ein Video folgt ob des fehlenden Laptops erst nach Rückkehr – zeigte sich erstens gute mechanische Stabilität, der Touchscreen reagierte rasch auf Testeingaben. Außerdem findet sich auf der Rückseite der Maschine ein Slot für eine Scannerkarte. Hier wollte sich Siglent indes noch nicht festlegen, welche Optionen angeboten werden – klar ist derzeit „nur“, dass der Scanner Fixfunktionseinheiten (lies Kanal mit NUR Strom oder NUR Spannung) bieten wird.

Teledyne LeCroy – PCIe 7-Verifikationslösung

Im Hause Teledyne Lecroy gab es keine neuen Oszilloskope zu sehen. Stattdessen demonstrierte man wie in der Abbildung gezeigt ein neues Softwarefeature, das einigen Hochleistungsoszilloskopen des Herstellers die Überprüfung von PCIe 7.0-Konformität ermöglicht.

Bei aufmerksamer Betrachtung lässt sich ausserdem feststellen, dass das verwendete DuT nicht aus dem Hause LeCroy stammt – diesbezügliche Produkte sind derzeit noch in Arbeit.

Red Pitaya 2 – verschiedene Verbesserungen durch die Bank

Nachdem man im Hause Red Pitaya immer wieder Erweiterungen auf den Markt brachte, folgt nun ein komplettes Redesign des metrologischen Gassenhauers. Wichtigstes neues Feature sind mit Sicherheit die USB-Ports, die nun dem Standard USB-C entsprechen. Die in der Abbildung hinten gezeigte schwarze Buchse exponiert derweil acht LVDS-Lanes, die das direkte Anschließen von Hardware an den Haupt-FPGA des Messgeräts ermöglichen sollen.

Neben allgemeinen Verbesserungen (Stichworte Crosstalk bzw Noise) gibt es fortan die Möglichkeit, den Red Pitaya von seinem eMMC-Speicher aus booten zu lassen – dies erleichtert die Nutzung als Standalone-Messsystem.

Prodigy Technovations – die Rückkehr des Logikanalysators

Der nach dem Vernehmen nach vor Allem von Intel vorangetriebene Materialkrieg in Sachen Logikanalysatoren endete damit, dass sich sowohl Danaher als auch Keysight vom Markt zurückzogen. Nun springt ein indisches Unternehmen in die Bresche, das wie in der Abbildung gezeigt auf verschiedene digitale Protokolle spezialisierte Diagnosesysteme lanciert.

Diese beschränken sich dabei auf die digitale Analyse. Für eine Überprüfung der elektrischen Situation am Bus setzt man wie in der Abbildung gezeigt auf Erweiterungssoftware, die auf verschiedenen Tektronix-Oszilloskopen installierbar ist.

GoWin – PCIe-FPGA-Karte und Gameboy-Emulator

Am Stand des FPGA-Spezialisten GoWin fokussiert man sich auf das Vereinfachen der Nutzung der hauseigenen FPGAs. Ein Mittel der Wahl ist die in der Abbildung gezeigte FPGA-Karte, die dank dem mitgebrachten PCIe-Interface direkt in eine Workstation wandert und das Abernten der Daten erleichtert. Intention ist hier neben Fortbildung die Nutzung als Basis für hauseigene metrologische Systeme.

Außerdem zeigte man eine fertige Kundenanwendung – das in der Abbildung gezeigte Gerät sieht wie ein Game Boy aus, und ist zur Ausführung von hauseigenen und von echten Gameboys zweckentfremdeten Spielkartuschen gleichermaßen geeignet.

Rohde und Schwarz ZNB3000 – neuer VNA verfügbar

Der „Basis-ZNB“ ist mittlerweile durchaus in die Jahre gekommen, weshalb Rohde ein Neugerät lanciert. Gegenüber dem Vorgänger zeichnet sich der Neuling erstens durch höhere Geschwindigkeit, und zweitens durch einen höheren dynamischen Bereich aus. Am Stand sprach man außerdem von einer Ausgabeleistung von entweder 11 oder 13 dbm.

In Sachen Frequenzbereich gibt es verschiedene Optionen, die alle eine Mindestfrequenz von 9KHz erkennen. Das 4GHz-Modell lässt sich durch Einschicken auf 9GHz upgraden, der 10er auf 26.5. Für den Herbst ist außerdem eine Variante mit 54GHz geplant.
Einstiegspreise nennt RuS traditionell ungern: nach ein wenig Pressage pendelte man sich im Bereich 50k (fünfzig tausend und null) EUR ein.

Rigol – Prototypen für VNA und Spektralanalysator

Am Stand von Rigol zeigte man einige Sechskanaloszilloskope – die vom Achtkanäler übrigbleibende Kapazität nutzt man für Digitaleingänge.
Von besonderem Interesse waren die in der Abbildung gezeigten Prototypen, die – zwar voll funktionsfähig – noch ohne weitere Dokumentation am Stand gezeigt wurden. Der RSA7000 ist dabei ein Spektralanalysator, während die SKU DNA5000 den VNA beschreibt. Beide haben eine maximale Arbeitsfrequenz von 26.5 GHz.

Uni-Trend – Softwareerweiterungen und mehr

Am Stand von Uni-Trend gab es in vielen Bereichen Detailverbesserungen: neben futuristisch aussehenden 12bit-Oszilloskopen bot man auch neue Achtbitter mit mehr Speicher an.

Im Fall des auf der Electronica erstmals gezeigten Signal Analyzers UTS3036A hielt Uni-Trend sein Versprechen. Mittlerweile steht eine Softwareoption zur Verfügung, die die Maschine zu einem VNA aufrüstet. Die EMI-Testfunktion kann fortan mehr Masken verarbeiten, während neue funkspezifische Optionen (LTE-FDD, LTE-TDD und NR) in Planung sind.

Die Analog- und Vektorsignalgeneratoren gibt es fortan mit 22 GHz Bandbreite – zu beachten ist, dass die Demogeräte noch nur mit dem kleineren Budget arbeiten. Im Bereich des Arbiträrwellenformgenerators plant man eine Erweiterung auf 600 MHz.

JLC-PCB – 3D-Druckverfahren für vollfarbige Objekte

JLC-PCB bewirbt die hauseigene Fertigungssparte. Ein als WJP bezeichnetes Verfahren ermöglicht nun die Erstellung von vollfarbigen Objekten aus Resin, was man anhand der in der Abbildung gezeigten Vasen illustrierte.

PCBWay – Assembly in Europa, nachleuchtende Platinen

Nachdem beide PCB-Hersteller nun farbige Platinen anbieten, erweitert PCBway in Richtung exotischerer Anwendungen. Neben einem fluoriszierenden Basismaterial gibt es fortan die Möglichkeit, die Bestückung innerhalb Europas vornehmen zu lassen. Derzeit liegt der Fokus in diesem Bereich auf Handlöten, eine maschinelle Fertigungslinie in Frankreich steht allerdings ante portas!

Giveaway: Farnell mit Renesas

Ein verstecktes Giveaway findet sich am Stand 3A.528 – Farnell verteilt ein Evaluationsboard auf Basis des RA6E2 von Renesas.

Mehr Freibier

Die OEMSecrets hielt den Biervertrieb auch heute on-line. Wer ein kostenloses Bier zu trinken gedenkt, ist in Halle 3A immer gern gesehen – von frühs bis rund eine Stunde nach Hallenschluss.

In eigener Sache – es geht weiter

Der Newsautor wird auch am 13. durch die Hallen streichen – Kontaktaufnahme macht große Freude. Sowohl in Sachen MCU als auch in Sachen Chips, Funkmodule und Software gibt es noch einige Neuerungen, die in Folgeartikeln zur Sprache kommen.

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EmbeddedWorld 2025, Tag 1 – im Namen des Mikrocontrollers

Der erste Tag der EmbeddedWorld liegt hinter uns. Texas Instruments schickt einen nur 1.38mm² großen ARM-Mikrocontroller ins Rennen, während Infineon die PSoC-Serie um neue Wege zur Erkennung von Berührungen und Flüssigkeitslevels ergänzt. Am Stand von onsemi zeigte man einen neuartigen Tiefensensor, während Synaptics die auf AI-Aufgaben optimierte Astra-Serie konkretisierte. Was es sonst Neues gibt, und wo kostenlose Goodies warten, verraten wir wie immer in unserem News-Roundup.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

TI MSPM0C1104 – weltweit kleinste MCU

Als Microchip einst den PIC 10F200 einführte, staunten viele über das achtpinnige Gehäuse. TI schickt nun ein noch kleineres Bauteil ins Rennen, das auf einem Cortrex M0+-Kern basiert.

Zu technischen Spezifikationen und Verfügbarkeit vermeldet TI dann folgendes;

1
Mit 1,38 mm² ist das acht Kontakte aufweisende WCSP-Gehäuse um 38 % kleiner als das konkurrierender Bauelemente. 
2
Neben 16 KB Speicher enthält der MCU einen dreikanaligen 12bit-A/D-Wandler und sechs GPIO-Pins (General-Purpose Input/Output) und bietet Kompatibilität zu standardmäßigen Kommunikations-Schnittstellen wie etwa UART (Universal Asynchronous Receiver Transmitter), SPI (Serial Peripheral Interface) und I²C (Inter-Integrated Circuit). 
3
. . .
4
Vorproduktions-Stückzahlen des MCU MSPM0C1104 sind auf TI.com erhältlich.
5
  Der Preis des Bausteins im WCSP-Gehäuse beträgt -,20 US-Dollar (ab 1.000 Stück) 
6
  Es stehen mehrere Bezahl- und Versandoptionen zur Auswahl. 
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  Das MSPM0C1104 LaunchPad Development Kit kann auf TI.com für 5,99 US-Dollar erworben werden.

NXP – AI-MCU-Demo und S32K5-Automotive-MCU mit besserer Isolation

Die Übernahme des AI-Spezialisten animierte NXP zu einer Demonstration der AI-Fähigkeiten des hauseigenen Chipgespanns, die sich auf die Bildanalyse und Generierung von Bildbeschreibungen auf einem nicht näher spezifizierten Edgesystem auf Basis hauseigener Komponenten fokussierte.

Wesentlich interessanter war die Vorstellung des S32K5, der derzeit allerdings nur in Form eines Synapsys-Simulators vorlag.

Seine wichtigste Fähigkeit ist dabei die verbesserte Isolation zwischen den einzelnen Domains: eine Domain soll sich resetten lassen, ohne dass dies den Rest der Maschine in irgendeiner Weise tangiert. In Zusammenarbeit mit Green Hills steht dann noch ein Hypervisor für den R52-Kern zur Verfügung, der Automotive-Entwicklern das Umsetzen zonaler Architektur erleichtern soll.

Synaptics – AI-Mikrocontroller mit mehrzonaler Architektur zwecks geringerem Stromverbrauch

Der einst für seine Touchpads bekannte Hersteller möchte die hauseigene Erfahrung in Sachen AI seit einiger Zeit auch für ein Play im Mikrocontrollerbereich nutzen. Die MPUs gibt es mittlerweile kommerziell – zum Mikrocontroller gab es nun die in der Abbildung gezeigten Neumeldungen.

Neu ist, dass das System so zwischen drei Zuständen wechseln kann – die AI-Leistung kann dabei gegen den Stromverbrauch abgewogen werden. Am Stand zeigte man auch Entwicklerhardware, die allerdings erst im Juni verfügbar werden soll.

Infineon – PSoC mit Multisense und Automotive-RISC/V

Das PR-Team von Infineon zeigte sich diesmal – wohl ob der Qualität der Meldungen, die für sich allein sprechen – nur wenig verhaltensauffällig. Auffällig war stattdessen ein als Multi-Sense bezeichnetes Feature, das dem PSoC 4 die Erkennung von induktiven Kontakten und Flüssigkeitspegeln ermöglichen soll.

Im Bereich induktiver Erkennung auf Metall ermöglicht der weite Frequenzbereich dabei das Erkennen von Berührungen an beliebigen Stellen; die Tasten am Demoobjekt bestanden „nur“ aus aufgemalten Linien. Geradezu faszinierend ist indes die Erkennung von Flüssigkeiten und Schäumen (!!!) – die gezeigten Streifen klebt man einfach an den Rand des zu überwachenden Tanks. Unförmige Tanks lassen sich durch einen ML-Trainingsprozess ebenfalls erfassen.

Interessant waren auch Hintergrundinformationen zum geplanten Push in Sachen RISC/V für Automotive. Motivation Infineons für die Nutzung der quelloffenen Architektur ist die Möglichkeit, so schneller auf Änderungen im Bedarf zu reagieren. Im Rahmen des gezeigten Standardisierungsgremiums arbeitet man dabei – laut eigener Aussage produktiv – im Bereich der Standardisierung mit Unternehmen zusammen, mit denen man im Bereich der Implementierungen konkurriert.

STMicroelectronics – Post-Quantum-Kryptographie für die STM32-Familie

Die Franco-Italiener hatten ihre Neuankündigungen in Sachen MCU bereits vor der EmbeddedWorld öffentlich gemacht. Am Kongress – Evaluationsboards verteilte man diesmal übrigens so gut wie gar nicht – lag der Fokus der Demos auf der Breite des Ökosystems. In Sachen Computersicherheit bietet man eine Erweiterung für Cube an, die quantencomputerfeste Verschlüsselungsalgorithmen bereitstellt. Per November sei dabei eine Auslieferung für „alle“ Controller im Portfolio geplant, derzeit ist die Unterstützung vergleichsweise schmal.

Außerdem zeigte man ein vom hauseigenen Accelerator unterstütztes Start-Up, das wie in der Abbildung gezeigt WiFi per Energy Harvesting betreibt und dazu einen hauseigenen Power Management-Chip nebst einem STM32U0 verwendet.

Espressif – QWERTZ-Tablet mit ESP32-P4, PLCs, ESP32-H4-Demo

Espressif zeigte sich in Sachen Neuankündigungen gar nicht faul. Eine Demo des H4 bewies, dass es sich dabei nicht um Vaporware handelt.

Der seit einiger Zeit zur Firmengruppe gehörende Evaluationsboard-Hersteller M5Stack zeigte derweil – wie immer – einige Neuprodukte. Neben einem mit einer Tastatur erweiterbaren Tablet auf Basis eines ESP32-P4 stehen einige PLC-artige Systeme ante Portas.

Freunde des M5Stack-Ökosystems sind dabei übrigens zu einem in München stattfindenden Event eingeladen, das allerdings erst nach der Abreise des Newsautors startet.

Espressif x Arduino – Matter und Zigbee funktionieren

Obwohl man Arduino und Espressif bis zu einem gewissen Grad konkurrieren, unterstützt Espressif die HAL der Italiener bereitwillig. Eine der Demos am Stand zeigte – wie in den Abbildungen gezeigt – die Umsetzung verschiedener Funksysteme über die Arduino-APIs.

Wiznet W55MH32 – neuer Kombinationscontroller mit kostenlosem Sampleboard

Mit dem in der Abbildung gezeigten W55MH32 erweitert der Ethernet-Offloading-Spezialist WizNet die hauseigenen Angebote um eine MCU auf Basis eines Cortex-M33-Kerns.

Zu den Hardwarespezifikationen findet sich unter https://wiznet.io/products/imcu-chips/w55mh32q Folgendes:

1
Core: 32-bit ARM®Cortex-M3 Core(Up to 216MHz operation)
2
Memories:1024KB FLASH,96KB SRAM
3
Hardware TCP/IP stack is supported
4
Support 8 hardware socket communication at the same time
5
Internal 32Kbytes Memory for Ethernet Tx/Rx Buffers
6
10BaseT/100BaseTX Ethernet PHY embedded
7
Support Auto Negotiation (Full and half duplex, 10 and 100-based)
8
Up to 12 communication interface
9
2 x I2C interfaces(support SMBus/PMBus)
10
5(W55MH32L) / 3(W55MH32Q) x USARTs
11
2 SPI interfaces, 1 multiplexed with I2S interface
12
CAN interface(2.0B Active)
13
USB 2.0 full-speed interface(Optional internal 1.5K pull-up resistor)
14
SDIO interface(Only W55MH32L Support)
15
3 x 12-bit, 1 μs A/D converters
16

17
2 x 12-bit D/A converters
18

19
12-channel DMA controller
20

21
generate sequence of true random numbers
22

23
voltage & temperature sensor alarm
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25
Enhanced CRC calculation unit
26

27
17 x Timers
28

29
Built-in hardware algorithm
30

31
DESAESSHASM1SM3SM4SM7
32

33
Provide a complete high-performance algorithm library
34

35
Encapsulation
36
W55MH32L : QFN100, 12 x 12(mm)
37
W55MH32Q: QFN68, 8 x 8(mm)

Am Stand gibt es nach dem Ausfüllen eines (kurzen) Formulars ein kostenloses Evaluationsboard zum Mitnehmen, das erste Experimente mit dem Chip erleichtert.

Kostenloses – Freibier

Am Stand von OEMSecrets – er ist in Halle 3A, fehlerhafte Werbungen, die auf Halle 4 verweisen, sind zu ignorieren – gibt es wie in der Abbildung gezeigt Freibier. OEMSecrets selbst ist dabei eine Preisvergleichsengine, die bei Elektronikprojekten mitunter erhebliche Geldmengen einsparen hilft.

Kostenloses – NXP, WizNet und Infineon

STMicroelectronics zeigt sich diesmal leidlich freigiebig. Stattdessen springen Infineon, NXP und WizNet ins Rennen. Die kostenlosen Boards von NXP sind dabei nur in Halle 3A erhältlich, das Unternehmen spricht allerdings davon, auch Studenten gerne mit kostenloser Hardware auszustatten. Im Bereich der Freedom-Boards bietet man dabei alles an, was nicht auf einer MPU basiert.
WizNet bietet wie weiter oben besprochen seinen Cortex M33-Controller an; außerdem gibt es auch Boards auf Basis der Variante mit dem RP2040. Infineon offeriert derweil PSoC-Boards, die allerdings im Laufe des Tages ausgehen können – frühes Besuchen des Stands lohnt sich also.
Zu guter Letzt gibt es wieder eine Schnitzeljagd, die einen RPi Pico 2 bereitstellt.

Embedded Award 2025 – Liste der Gewinner

Wie jeder gute Messeveranstalter lässt sich auch die Messe Nürnberg das Vergeben von Best of Show-Preisen nicht nehmen. Unter https://www.embedded-world.de/de-de/presse/pressemitteilungen/2025/neun-gewinner-beim-embedded-award-2025 finden sich weitere Informationen zu den im folgenden Abschnitt genannten Gewinnern:

1
Artificial Intelligence
2
heartKIT AI Development Kit
3
Aussteller: Ambiq
4
Halle/Stand: 4-581
5
Hardware
6
Cadence Base System Chiplet
7
Aussteller: Cadence Design Systems
8
Halle/Stand: 4-219
9
Electronic Displays
10
8" Micro LED IRIS PHUD
11
Aussteller: Tianma
12
Halle/Stand: 1-350
13
Embedded Vision
14
D500R WORM SD / D500R WORM microSD
15
Aussteller: Team Group Inc.
16
Halle/Stand: 5-239
17
Safety&Security
18
TROPIC01
19
Aussteller: Tropic Square
20
Halle/Stand: 5-373
21
SoC/IC/IP design
22
Trimension NCJ29D6: Ultra-Wideband IC
23
Aussteller: NXP Semiconductors
24
Halle/Stand: 4A-222
25
Software
26
Driver
27
Aussteller: Driver
28
Halle/Stand: 3A-332
29
Start-up
30
AI Bunker
31
Aussteller: Accelerat
32
Halle/Stand: 4-625
33
Tools
34
Catapult AI NN
35
Aussteller: Siemens EDA
36
Halle/Stand: 5-119

In eigener Sache: morgen geht es weiter

Der Newsautor wird sich auch morgen auf der EmbeddedWorld herumtreiben. Wer sich – wie der gezeigte Leser meldet – macht /me eine Freude, und kann auch eine Zigarre abstauben.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

HCI-Kommandos im ESP32, neue Mikrocontroller und Programmierwerkzeuge

Vor der EmbeddedWorld treiben mit Embeddedsystemen unerfahrene Technikjournalisten eine Meldung über HCI-Kommandos im ESP32 durch das Dorf. Microchip lanciert eine neue Version seines Kommandogeräts, während man im Hause Raspberry Pi die PIO-Engine des Raspberry Pi 5 zur Ausgabe von analogen Bildsignalen heranzieht. Nuvoton sendet derweil eine Vorankündigung für einen AI-Mikrocontroller und eine MPU.

CVE-2025-27840 – versteckte HCI-Befehle im ESP32-Bluetoothstack

Eine langjährige Wegbegleiterin des Autors wurde nicht müde, vor den Sicherheitsrisiken von vom Halbleiterhersteller als Binary Blob angebotenen Funkstacks zu warnen. Ein auf der RootedCon gehaltener Vortrag zeigt nun, dass man im Hause Espressif im Bluetoothstack das eine oder andere Kommando mit, nun ja, weitreichenden Rechten hinterlegt hat.
Gleich einleitend sei angemerkt, dass es sich dabei um eine Schwachstelle handelt, die nicht „remote“ ausnützbar ist – wer die Befehle verwenden möchte, muss zum Einspielen eines Firmwareupdates auf der Maschine berechtigt und befähigt sein. Dies zeigt sich auch anhand der unter https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2025-27840 einsehbaren Klassifizierung, die das Feature lediglich als „Hidden Functionality“ einstuft.
Sei dem wie es sei, finden sich unter https://www.documentcloud.org/documents/25554812-2025-rootedcon-bluetoothtools/ einige interessante Bilder zum Thema.

Bildquelle: https://www.documentcloud.org/documents/25554812-2025-rootedcon-bluetoothtools/

Allgemein gilt dabei, dass derartige Probleme in so gut wie jedem Bluetoothstack lauern. Im Fall des ESP32 gibt es hier allerdings eine potentielle Besonderheit – unbekannt ist, wie sich dies auf die Sicherheit von ESP-TEE auswirkt.

Seeed Studio – WiFi HaLow-Module im Angebot

Nachdem QuecTel und Co WiFi HaLow-Module in den Markt warfen, folgen die bekannten Hersteller von Evaluationsboards. Im Hause Seeed Studio gibt es – wie in der Abbildung gezeigt – eine Erweiterung für das XIAO-Ökosystem, die ein QuecTel FGH100M-Modul mitbringt.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/Wio-WM6180-Wi-Fi-HaLow-Module-for-XIAO-p-6395.html

Unter der URL https://www.seeedstudio.com/Wio-WM6180-Wi-Fi-HaLow-mini-PCIe-Module-p-6394.html findet sich dann ein zweites und ähnlich bepreistes Modul, das allerdings auf PCIe setzt.

Home Assistant Home Assistant 2025.3 ausgeliefert

Das im DIY-Smarthomebereich weit verbreitete Home Assistant wurde aktualisiert. Neben verschiedenen Verbesserungen in den Konnektoren für andere Ökosysteme berichtet der unter https://www.home-assistant.io/blog/2025/03/05/release-20253/ bereitstehende Change Log auch über Erweiterungen im Bereich des Benutzerinterfaces. So soll es nun unter Anderem möglich sein, Header mit zusätzlichen Steuerelementen in verschiedenen Teilen des GUIs unterzubringen.

1
After a few releases focusing on backups, we are back with a release packed with new features and improvements, mostly focusing on dashboards! 🤩
2

3
The new abilities, the tile cards fine-tuning, and the dashboard views new headers are really cool; I cant wait to see screenshots of your dashboards with these new features! 📸

MicroChip – neues PicKit „MPLAB® PICkit™ Basic“ mit universellerer Kompatibilität

Spätestens seit der Übernahme von Atmel hält sich Microchip einen wahren Zoo von Architekturen und MCUs – mit der fünften Generation der hauseigenen Programmiergeräte (siehe https://www.youtube.com/watch?v=yrM78fs-AR8) standen durchaus leistungsstarke Kommandogeräte zur Verfügung, die allerdings vergleichsweise teuer ausfielen.

Bildquelle: MicroChip

Nun schickt MicroChip einen neuen Brenner ins Rennen, der ob des Verkaufspreises von nur 29 USD das Potential zum Strassenrenner hat. In der Pressemitteilung betont man die folgenden neuen Funktionen:

1
  USB Type-C® Cable: The MPLAB PICkit Basic programmer debugger uses a USB Type-C cable, which is modern, widely adopted and easy to use. The USB-C® connection helps promote better connectivity, faster data transfer and a more reliable connection, reducing the hassle of dealing with outdated or incompatible cables. 
2

3
  Cost-Effectiveness: Many advanced debugging and programming tools can be expensive, making them less accessible to hobbyists, students and smaller development teams. The MPLAB PICkit Basic debugger offers advanced features at a lower price point, making it an affordable option without compromising on functionality.
4

5
  Compatibility and Versatility: Developers often face challenges with tools that are limited to specific devices or software environments. The MPLAB PICkit Basic debugger supports a wide range of microcontrollers and is compatible with Microchips MPLAB X IDE, MPLAB Integrated Programming Environment (IPE) and MPLAB Extensions for VS Code, along with third-party options like IAR Embedded Workbench and various debugging interfaces including four-wire JTAG and Serial Wire Debug.

Renesas: neuer Profinet-Stack mit Profinet IRT

Im Hause Renesas zeigt man sich immer an Feldbussystemen interessiert. Wenige Stunden vor der EmbeddedWorld erfolgte die Vorstellung eines neuen Softwarepakets, das neben ProfiDrive auch ProfiNet IRT unterstützt.

Bildquelle: Renesas, via https://www.renesas.com/en/about/newsroom/renesas-releases-certified-profinet-irt-and-profidrive-software-stacks-rzt-and-rzn-series

Spezifischerweise beschreiben die Japaner die neuen Funktionen folgendermaßen:

1
today introduced the PROFINET-certified IRT and PROFIdrive software stack for its RZ/T and RZ/N series of microprocessors (MPU) for industrial networking systems. The initial software versions are available for the RZ/T2M MPU designed for servo motor control applications, and the RZ/N2L for industrial internet gateway applications, such as remote-IO or industrial Ethernet devices. Using Renesas devices with this software stack eases the path for certification of customers devices.
2
 
3
The new stack is Renesas first certified PROFINET software solution that supports PROFINET IRT (Isochronous Real-Time) and PROFIdrive. PROFINET is the leading industrial Ethernet protocol for automation systems and facilitates high-speed communication in industrial automation equipment. Its highest performance class, PROFINET IRT ensures precise and time-sensitive data transfer, making it ideal for real-time applications such as servo drives and motion control systems. This makes PROFINET particularly suitable for applications including manufacturing, robotics and process control, where real-time operation is crucial

Raspberry Pi 5 – PIO zur Videosignalgenerierung

Unterstützung für Composite Video war eines der ersten Features, die im Rahmen der Weiterentwicklung des Raspberry Pi die Reise nach Astoria antraten. Die PIO-Engine ermöglichte nun allerdings die – teilweise – Regeneration dieses Features.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/how-we-added-interlaced-video-to-raspberry-pi-5/

Spezifischerweise findet sich unter der Bildquelle die folgende Beschreibung:

1
Raspberry Pi 5 was a big step up in processing power, but unlike previous models, its DPI block didnt support interlaced video (which isnt really part of the DPI standard), so it couldnt send full-resolution RGB to a CRT television. Until now.

Nuvoton: AI-Mikrocontroller und MPU ante Portas

Wenige Stunden vor Messebeginn sendete Nuvoton – wohl durch ST’s Ankündigungen animiert – eine eigene Pressemeldung mit Nachrichten aus. Neben einem Audioverstärker findet sich hier die folgende Passage, die auf zwei derzeit nicht näher beschriebene MCUs verweist:

1
M55M1 MCU: KI ermöglicht neue Anwendungen bei intelligenten Lampen und Posenerkennung
2
Zu den Highlights gehört der M55M1 AI-Mikrocontroller von Nuvoton für Anwendungen wie intelligente Lampen und Posenerkennung. Dieses Gerät zielt auf eingebettete maschinelle Lernaufgaben ab, unterstützt durch seine Ethos-U55 NPU (Neural Processing Unit) und die geräteinterne KI. . . .
3

4
MA35D1 MPU: RTOS und Linux gleichzeitig auf einem Chip
5
Der MA35D1 ist ein leistungsstarker Cortex A35 64-Bit-Dual-Core-Mikroprozessor, der ein RTOS (Echtzeitbetriebssystem) und Linux gleichzeitig ausführen kann. Diese Lösung aus der leistungsstarken Edge-IIoT-Serie von Nuvoton erfüllt die vielfältigen Anwendungsanforderungen von heute und ist schnell gestartet, um Sensordaten sofort freizugeben und anzuzeigen.

QualComm kauft Edge Impulse

Wer Edge Impulse auf Nicht-Qualcomm-Hardware verwendet, sollte die folgende Ankündigung gut lesen:

1
  More Options, More Power: Joining forces with Qualcomm Technologies will accelerate support for computer vision, audio, speech recognition, and Generative AI, on extremely capable Dragonwing processors.
2
  From MCUs to NPUs: In addition to support for Qualcomm Technologies hardware, were continuing support for edge hardware from our wide partner base, including MCUs, CPUs, GPUs, and NPUs. As always, you can deploy your models to your favorite hardware with Edge Impulse. 
3
---via https://www.edgeimpulse.com/blog/edge-impulse-qualcomm-acquisition/

Infineon erklärt sich selbst zum Marktführer in Sachen MCU

Ohne große Kommentierung sei hier eine Meldung von Infineon wiedergegeben, in der sich das Unternehmen unter Berufung auf Omdia – die Studie selbst wird nicht verlinkt – zum Marktführer in Sachen MCU ernennt:

1
According to the latest research by Omdia [1], the company increased its market share to 21.3 percent in 2024 (2023: 17.8 percent), achieving the largest year-over-year gain (3.5 percentage points) among its competitors. This makes Infineon the most successful supplier of microcontrollers worldwide for the first time in the companys history.
2
. . .
3
Infineon outpaced the market over the past years. Since 2015, Infineons microcontroller business increased by an average of 13.0 percent per year, while the overall market grew by only 4.0 percent annually. In 2023, Infineon climbed to the global number one position in the market for automotive microcontrollers for the first time. Now, the company has achieved the same in the overall microcontroller market, all end markets combined. According to Omdia, the total market volume of global microcontroller sales in 2024 was $22.4 billion, after $28.0 billion in 2023.
4
--- via https://www.infineon.com/cms/en/about-infineon/press/press-releases/2025/INFXX202503-074.html

Lesestoff – zur EU-KI-VO

Während USA und China im Bereich AI nach Entwicklung streben, versucht die EU-Kommission ihr Glück an Regulation. Unter https://www.schoenherr.eu/content/understanding-the-eu-ai-act-in-practice-10plus1-questions-and-answers-for-hungarian-companies findet sich ein Tutorial, das die Auswirkungen der KI-VO auf Unternehmen beschreibt.

In eigener Sache: EmbeddedWorld ohne Notebook

Der Newsautor wird die EmbeddedWorld – zumindest so es St. Deutschbahn und St. Verdi erlauben – besuchen. Aufgrund von überarbeitungsbedingter Stupidität allerdings mit dem Laptop seiner Exfrau, weshalb die Veröffentlichung der Tagesberichte eventuell erst nach Mitternacht erfolgt.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

RISC/V, überall

Wie Jimmy Saville für British Rail vom „Age of the Train“ sprach, erzählt die heutige News-Meldung (fast) nur vom Voranschreiten der RISC/V-ISA. Neben politischen Aktivitäten im Bereich der Unterstützung von RISC/V gibt es auch einen Prozessrechner, der dank seines RISC-V-Prozessors für die Zusammenarbeit mit dem chinesischen die DeepSeek-Modell optimiert sein soll. Außerdem stehen Module auf Basis von ESP32-P4 und ESP32-C5 (!!!) zum Verkauf.

Module auf Basis von ESP32-C5 und ESP32-P4 auf AliBaba

Espressifs neueste Lütten sind derzeit vergleichsweise schwer erhältlich – der C5 ist gar nicht erhältlich, während der P4 beispielsweise am Olimex-Board (siehe https://youtu.be/GUgjmGQvI7c) kaufbar ist.
Espressifs wichtigster chinesischer Distributor Wireless-Tag hat seit einiger Zeit diesbezügliche Module im Handel. Der Autor erwarb einige davon, und hat sie – siehe Abbildungen – im Labor.

Bildquelle, beide: Tamoggemon Holding k.s.

Eine Anfrage bei Wireless-Tag ergab, dass das Unternehmen die Module auf Wunsch auch nach Deutschland liefert. Für Anfragen wurden die URLs https://www.alibaba.com/product-detail/Wireless-tag-ESP32-P4-SOM-module_1601287297180.html?spm=a2747.product_manager.0.0.594871d2U01ATW und https://www.alibaba.com/product-detail/esp32-esp32-c5-2-4G-5G_1601251918870.html?spm=a2747.product_manager.0.0.594871d2U01ATW angeführt.

Streiks am EmbeddedWorld-Anreisetag

Die Embedded World ist von einem Warnstreik betroffen. In einer von wenigen Stunden ausgesendeten Meldung findet sich die folgende Passage:

1
die Gewerkschaft Verdi hat für Montag, 10. März 2025, einen ganztägigen Warnstreik an allen größeren Flughäfen in Deutschland angekündigt.
2

3
Zu den bestreikten Flughäfen gehören:
4
München, Stuttgart, Frankfurt, Köln/Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Hannover, Bremen, Hamburg, Berlin-Brandenburg und Leipzig/Halle.
5

6
Reisende müssen mit massiven Einschränkungen, Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre Airline, um ggf. Umbuchungen vorzunehmen. Der Flughafen Nürnberg ist nicht betroffen.

Zu beachten ist, dass sich derartige Warnstreiks im Allgemeinen auch auf Zugverbindungen auswirken – wer noch keine Reservierung hat, hat wahrscheinlich Probleme.

OrangePi RV2 – RISC/V-OrangePi mit Optimierung für AI-Aufgaben.

Obwohl Shenzhen Xunlong long in der Vergangenheit mit den verschiedensten SoCs experimentierte, setzte man im Allgemeinen auf die ARM-Architektur. Mit dem in der Abbildung gezeigten RV2 steht nun eine neue Platine am Start, die ihre Rechenleistung aus einem RISC/V-Kern bezieht.

Bildquelle: http://www.orangepi.org/html/hardWare/computerAndMicrocontrollers/details/Orange-Pi-RV2.html

Bildquelle: http://www.orangepi.org/html/hardWare/computerAndMicrocontrollers/details/Orange-Pi-RV2.html

Als Hauptprozessor kommt ein Ky X1 8-core RISC-V AI CPU zur Verfügung, der von Shenzhen Xunlong mit der Passage 2TOPS AI power als für die Aufgaben der künstlichen Intelligenz besonders geeignet bezeichnet wird.

Interessant ist an der Ankündigung außerdem, dass die neue Platine als besonders gut für die Zusammenarbeit mit dem Deep Seek-AI-Modell optimiert beworben wird.

Bildquelle: http://www.orangepi.org/html/hardWare/computerAndMicrocontrollers/details/Orange-Pi-RV2.html

Infineon: wir werden RISC/V im Automotive-Bereich einsetzen.

Shenzhen Xunlong ist nicht das einzige Unternehmen, das an der quelloffenen ISA Interesse hat. Eine vor wenigen Stunden versendeten Pressemitteilung aus dem Hause Infineon enthält die folgende Passage, die auf die „baldige“ Vorstellung einer RISC/V-Variante der hauseigenen Automotive-Mikrocontroller hindeutet:

1
The company will launch a new automotive microcontroller family based on RISC-V within the coming years. This new family will become part of Infineons established automotive microcontroller brand AURIX. It will extend the companys existing automotive microcontroller portfolio, which is based on TriCore (AURIX TC family) and Arm® (TRAVEO family, PSOC family). The new AURIX family will cover a wide range of automotive applications from entry-level MCUs up to high-performance MCUs beyond what is available in the market today. At Embedded World 2025, Infineon now introduces a virtual prototype enabled by key ecosystem partners. This is a starter kit for Infineons partners to begin pre-silicon software development.
2
--- via https://www.infineon.com/cms/en/about-infineon/press/press-releases/2025/INFATV202503-067.html

In der Pressemeldung finden sich außerdem einige Meldungen, nach denen Infineon versuchen möchte, die Technologie als „offenen Standard“ für Rechnen im Fahrzeugbereich zu etablieren. Da die Embedded World unmittelbar bevorsteht, dürften wir – das Presseteam von Infineon zeigt sich manchmal von der unkooperativen Seite – bald Informationen zum Thema erhalten.

Espressif ESP32-C6 erreicht PSA-L2-Zertifikation

Als ARM die Platform Security Architecture, kurz PSA, im Jahre 2017 einführte, galten die hauseigenen Rechenkerne als „einziges Tier im Stall“. Wohl aus diesem Grund entschied sich ARM, die Deklaration plattformagnostisch zu halten – eine Entscheidung, die wie in der Abbildung gezeigt Konsequenzen entfaltet.

Bildquelle: https://www.espressif.com/en/news/C6_PSA_Level2

Spezifischerweise kündigt Espressif nach folgendem Schema an, dass der hauseigene ESP32-C6, der auf einem RISC/V-Kern basiert, ab sofort gemäß den Richtlinien von PSA2 zertifiziert ist:

1
The PSA Certified program, developed in collaboration with industry leaders, provides a framework for confirming the security of IoT devices. Achieving PSA Level 2 certification signifies that the ESP32-C6s PSA Root of Trust (PSA-RoT) has undergone laboratory evaluation, demonstrating its resilience against scalable software attacks. This certification validates that the ESP32-C6 meets industry-recognized IoT security standards, ensuring robust protection for connected devices. 

Im Rahmen der Presseaussendung lobt Espressif – wie in der Abbildung gezeigt – die diversen Sicherheitsfunktionseinheiten, die dem C6 das Erfüllen der durchaus stringenten Kriterien erfüllen.

Bildquelle: https://www.espressif.com/en/news/C6_PSA_Level2

Interessant ist an der Ankündigung auch der „Hat Tip“ in Richtung von ESP-TEE – dabei handelt es sich um eine besondere Ausführungsumgebung, die eine Art virtuelle Maschine zur Isolation von sicherheitskritischen Code ermöglicht.

ESP32-C2 / ESP8684 – neue Hardwarerevision mit mehr Speicher.

Der C2 basiert ebenfalls auf einem RISC/V-Kern und ist per se seit einiger Zeit bekannt. Im Rahmen einer PCN kündigte Espressif nun an, Erweiterungen an der Hardware vorgenommen zu haben.
In der PCN findet sich spezifischerweise die folgende Passage, die auf die Erweiterungen im Bereich des zur Verfügung stehenden Speichers eingehen:

1
The modification to the ESP32-C2 series chip described in Para 1 involves a hardware metal layer
2
change, with the chip version being upgraded from v1.2 to v2.0. The latest ESP32-C2 v2.0 chip, when
3
used with the updated ESP-IDF, provides approximately 20 KB of additional SRAM and around 100
4
KB of extra flash memory for project development (actual gains may vary depending on the specific
5
application). Since the modules and development boards listed in Para 1 use the ESP32-C2 series
6
chip, they have also been updated accordingly.
7
2
8
The ESP8684H4 and ESP8684H4X chip mentioned in Para 1 has introduced a new in-package flash
9
as an alternative source to improve supply stability. As a result, the corresponding modules and
10
development boards listed in Para 1 have also been updated accordingly.
11
--- via https://www.espressif.com/en/news/ESP32_C2_Upgrade

Zu beachten ist, dass die V2-Varianten der Chips nicht „eins zu eins“ mit den bekannten Varianten kompatibel sind – neben einer Änderung in der Applikationssoftware ist es auch erforderlich, die neuen Bestellnummern zu nutzen.

SiFive HiFive Premier P550 – Ubuntu-Performance im Test

RISC/V-Rechenkerne kommen nicht nur im Mikrocontroller zum Einsatz. SiFive bietet seit längerer Platinen auf Basis der hauseigenen Prozessoren an, um Linux-Entwickler zur Interaktion mit der neuen ISA zu animieren.
Im Hause Phoronix konnte man eine neue Variante erbeuten, und testete sie – wie erwartet – im Bereich der Performance. Neben einem älteren RISC/V-Board kamen auch verschiedene Raspberry Pis zum Einsatz – im Allgemeinen gilt leider nach wie vor, dass selbst das Vorgänger-Modell der Uptoniten dem Neuling im Bezug auf die Performance überlegen ist:

1
The SiFive HiFive Premier P550 tended to be multiple times faster than the HiFive Unmatched. The performance relative to the Raspberry Pi 4 and Raspberry Pi 5 ARM SBCs varied but in some workloads the SiFive P550 was outperforming the Raspberry Pi 4 (400).

Betrachtet man die Ergebnisse im Detail, so ist der Nachteil von Situation zu Situation unterschiedlich. In manchen Benchmarks kann der Kern gut mithalten, während er in anderen absolut hoffnungslos unterlegen ist.

Bildquelle: https://www.phoronix.com/review/sifive-hifive-premier-p550

Bildquelle: https://www.phoronix.com/review/sifive-hifive-premier-p550

DARE – oder-EU Kommission ihr Hauptprozessor

Dass die EU im Gutteil der technologischen Weiterentwicklung eine weit abgeschlagene Position einhält, wird von anderen Kolumnisten seit Jahrzehnten erfolgreich beackert. Mit dem DARE-Projekt möchte die EU-Kommission nun zumindest bis zu einem gewissen Grad gegensteuern.

Bildquelle: https://dare-riscv.eu/launch-of-dare-sga1-project/.

Die Zieldefinition des mit 240 Millionen Euro dotierten Projekts ist dabei folgendermaßen beschrieben:

1
By the end of its first phase, DARE SGA1 will lay the groundwork for Europes first fully European HPC system, fostering technological self-reliance and ensuring that European industry, research, and society at large can benefit from secure, high-performance, and energy-efficient computing solutions.

Spezifischerweise ist die Entwicklung von drei Chiplets auf Basis der RISC/V-Technologie geplant:

1
     Vector accelerator (VEC) for high-precision HPC and emerging applications in the HPC-AI convergence domain, led by Openchip 
2
     AI Processing Unit (AIPU) designed for AI inference acceleration in HPC applications, led by Axelera AI 
3
     General-purpose processor (GPP) optimized for HPC workloads in European supercomputers, led by Codasip

China – Regierungsanweisung für RISC/V dürfte unmittelbar bevorstehen

Chinesische Unternehmen wie GigaDevice haben die RISC/V-Architektur durchaus aktiv promoted. Reuters berichtet unter https://www.reuters.com/technology/china-publish-policy-boost-risc-v-chip-use-nationwide-sources-2025-03-04/ darüber, dass bald eine Regierungsanweisung zur Nutzung des Systems ante Portas steht:

1
It is being drafted jointly by eight government bodies, including the Cyberspace Administration of China, China's Ministry of Industry and Information Technology, the Ministry of Science and Technology, and the China National Intellectual Property Administration, they added.

Wer eine Zusammenfassung chinesischer Aktivitäten im Bereich RISC/V begehrt, findet unter https://www.theregister.com/2025/03/05/china_alibaba_risc_v_c930/ eine Zusammenstellung.

OnSemi will Allegro kaufen

Die große Politik beschränkt sich nicht nur auf den Tjost um die korrekte Architektur. Im Halbleiterbereich steht eine Übernahme ante Portas – OnSemi legt abermals nach, um Allegro Microsystems übernehmen zu können.
In einer vor wenigen Stunden versendeten Pressemitteilung findet sich die folgende Passage:

1
onsemi (NASDAQ: ON) today disclosed details of a proposal submitted to the Board of Directors of Allegro MicroSystems, Inc. ("Allegro") (NASDAQ: ALGM) to acquire the company for $35.10 per share in cash for each share (the Proposal) of Allegros common stock on a fully diluted basis at an implied enterprise value of $6.9 billion.  

Lesestoff: Nutzung von eSIMs unter Linux.

Wer sich mit dem Design von Funkmodulen auseinandersetzt, ist mit Sicherheit bereits über den Begriff der eSIM gestolpert. Der schwedische Funkmodul-Distributor TechShip bietet unter der URL https://techship.com/blog/how-to-use-an-esim-in-linux-7/ nun ein durchaus lesenswertes Tutorial an, das die Inbetriebnahme und Interaktion zwischen Linux-Hosts und virtualisierter SIM-Karte beschreibt.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

STM32U3 / STM32WBA6 vorgestellt, neue Raspberry Pi Compute Modules und Steuerrechtliches

Der Mobile World Congress sorgt auch bei STMicroelectronics für Aktivität. Mit der STM32U3 schickt man einen neuen Low Power-Mikrocontroller ins Rennen, während der STM32WBA6 mehr Speicher mitbringt. Die Uptoniten erweitern derweil den Temperaturbereich ihrer Compute Modules, während im Bereich des chinesischen Steuerrechts Neuerungen anstehen.

STM32U3 – neue Ultra-Low-Power-Mikrocontroller.

Sowohl Renesas als auch STMicroelectronics rittern mit harten Bandagen und lautem Gewefze um die Krone des Niedrig-Energie-Mikrocontrollers-Hügels.

Bildquelle: STMicroelectronics

Mit dem STM32U3 schickt STM einen neuen Mikrocontroller ins Rennen; im Rahmen seiner Ankündigung wurden die folgenden Energieverbrauchswerte vermeldet:

1
Neben der Senkung der dynamischen Leistungsaufnahme (bis auf 10 µA/MHz) kommt die STM32U3-Serie auf einen äußerst geringen Stop-Strom von 1,6 µA.

Im Vergleich zum als Vorgänger geltenden L4 findet sich – nach folgendem Schema – eine wesentliche Steigerung der Stromsparsamkeit:

1
ST hat bereits mit früheren STM32-Varianten die Schlagzahl bei den Ultra-Low-Power- (ULP-) MCUs vorgegeben und hebt die ULP-Performance mit der neuen STM32U3-Serie auf ein neues Niveau. Basierend auf einem fortschrittlichen, stromsparenden Chipdesign, das genau auf KI-gestützte Tools abgestimmt ist, sowie unter Verwendung des neuesten, mit 96 MHz getakteten Arm® Cortex®-M33 Cores, kommen die neuen MCUs auf den marktführenden Coremark-pro-Milliwatt-Wert von 117. Dies entspricht nahezu dem Doppelten der vorigen STM32U5-Serie von ST und übertrifft das Resultat der STM32L4-Serie um den Faktor 5.

Als „Rechenkern“ kommt dabei durch die Bank ein ARM Cortex-M33 zur Verfügung hat zum Einsatz. Es gibt mehrere Familien, die sich erstens im Bezug auf die Verfügbarkeit eines Kryptographiebeschleunigers unterscheiden.

Bildquelle: STMicroelectronics.

Interessant ist außerdem, dass die Produkt-Detail-Beschreibung auch Unterstützung für FDCAN IP verspricht – eine „neue“ Spielart des Can-Busses.
Im Bereich der Gehäuse stehen folgende Formfaktoren zur Verfügung:

1
32 to 100 pins, in UFQFPN, WLCSP, LQFP, and UFBGA.

Im „Hintergrund“ nutzte STMicroelectronics die Gelegenheit auch zur Aktualisierung der diversen Peripheriegeräte. Für Sensoren steht nun ein I3C-Interface zur Verfügung.
Interessant sind außerdem, dass die vom STM32U5 bekannten Sicherheitsfeatures zur Gänze auch in der neuen MCU wiederzufinden sind. Spezifischerweise verspricht STMicroelectronics sogar, wie in den folgenden Schritten gezeigt, eine „zusätzliche“ Schlüssel-Speicherengine:

1
ergänzt durch zusätzliche Schlüsselspeicher-Fähigkeiten. Neu ist, dass geheime Schlüssel von ST werksseitig in die STM32U3-MCUs geladen und durch eine Coupling and Chaining Bridge (CCB) geschützt werden. Hierbei handelt es sich um die erste Nutzung dieser Technik in MCUs der STM32-Familie.

In der Pressemeldung finden sich schon jetzt nach folgendem Schema aufgebaute Informationen, die auf die sofortige Verfügbarkeit der MCU hindeuten:

1
Die Serie STM32U3 wird bereits produziert und ist zu Preisen ab 1,93 US-Dollar (ab 10.000 Stück) verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf www.st.com/stm32u3

Eine OEMSecrets-Preisanalyse ergab allerdings, dass Distributoren die Mikrocontroller – wie in der Abbildung gezeigt – im Allgemeinen noch nicht ab Stapel liefern können.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/STM32U375CE.

STM32WBA6 – WBA5 mit mehr Speicher und Erweiterungen

Der ARM Cortex-M33-Prozessorkern kommt auch im neuen Wirelessmikrocontroller von STMicroelectronics zu neuen Ehren.

Bildquelle: STMicroelectronics

Mit dem WBA6 steht eine Variante zur Verfügung, die im Rahmen der Ankündigung als mit doppelt so viel Speicher ausgestattet beworben wird:

1
Da die chipinterne Flash- und RAM-Kapazität gegenüber der vorherigen STM32WBA5-Serie bis auf das Doppelte gesteigert wurde, bringen die neuen MCUs eine großzügig bemessene Speicherkapazität für Anwendungscode und Daten mit. 
2
·         Mit bis zu 2 MB Flash-Speicher und 512 KB RAM innerhalb des Chips bieten die neuen STM32WBA6-MCUs mehr Speicher zur Unterstützung anspruchsvollerer Anwendungen.

Sonst bieten die Controller im Allgemeinen das, was man erwarten würde. Anders als beim ebenfalls neu vorgestellten U3 gilt, dass ein I3C-Interface noch nicht Zugang in den Controller fand:

1
       Zum erweiterten Angebot an digitalen Peripheriefunktionen gehören USB High Speed sowie zusätzliche digitale Schnittstellen wie etwa drei SPI-Ports, vier I2C-Ports, drei USARTs und ein LPUART. 
2

3
·         Das Funk-Subsystem verbessert die Leistungsfähigkeit mit einer auf -100 dBm gesteigerten Empfindlichkeit, die bis zur spezifizierten Maximaldistanz für verlässliche Konnektivität sorgt.

Zur Verfügbarkeit vermeldet STMicroelectronics in der Pressemeldung folgendes:

1
Die MCUs der STM32WBA6-Serie sind bereits in die Produktion gegangen und werden zu Preisen ab 2,50 US-Dollar (ab 10.000 Stück) angeboten. Weitere Informationen finden Sie auf www.st.com/stm32wba.

Funkmodule auf Basis des neuen IP gibt es derzeit indes noch nicht. Wer die Webseite besucht, findet stattdessen die in der Abbildung gezeigte Tabelle, die die „Verfügbarkeit“ von an den ESP32 erinnernden Modulen für das Ende des Jahres 2025 avisiert.

Bildquelle: STMicroelectronics

Das Anklicken von Informationslinks zu den einzelnen Modellen führt derzeit indes – wie in der Abbildung gezeigt – zum Aufscheinen von Fehlermeldungen.

Bildquelle: https://www.st.com/en/microcontrollers-microprocessors/stm32wba62pi.html

Interessant ist außerdem, dass STMicroelectronics die einzelnen Familien im Bereich der unterstützten Funkstandards unterteilt – weitere Informationen hierzu finden sich in den Abbildungen.

Bildquelle: https://www.st.com/en/microcontrollers-microprocessors/stm32wba62.html

Bildquelle: https://www.st.com/en/microcontrollers-microprocessors/stm32wba63.html

Bildquelle: https://www.st.com/en/microcontrollers-microprocessors/stm32wba64-65.html

Compute Module 4 nun mit -40°C to +85°C

Die Uptoniten haben nicht nur ihre Vorliebe für den Ablasshandel entdeckt. Neu ist, dass das Compute Module 4 fortan auch jenen Gläubigen zur Verfügung steht, die erweiterten Temperaturbereich begehren.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/new-extended-temperature-range-for-compute-module-4/

Im Rahmen der Ankündigung vermeldet man dabei, dass die neuen Varianten vor allem durch eine „Änderung“ der verbauten Speicherchips entstehen – der Rest der Bauteile soll bereits für den höherem Temperaturbereich geeignet sein:

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These variants integrate extended-temperature-range SDRAM and eMMC parts from our partner Samsung; all other components on the board are already qualified to the broader temperature range.

Zur Bepreisung der neuen Module vermeldet man im Hause Raspberry Pi das in der Abbildung gezeigte.

Bildquelle: https://datasheets.raspberrypi.com/cm4/cm4-product-brief.pdf

Zu beachten ist, dass rund die Hälfte der Module nicht ab Stapel verfügbar sind. Als Mindest-Bestellmenge erwartet man 1000 Stück, während die Lead Time im Bereich der Fertigung laut dem PDF-Dokument zwischen zehn und zwölf Wochen betragen wird.
Ein Vergleich der Preisstufen mit dem im Dokument ebenfalls verfügbaren „normalen“ Preisschema zeigt – wie in der Abbildung gezeigt – auf Preise von zwischen 15 und $ 20. Außerdem gilt, dass die größtem Arbeits- und Remanentspeicher-Ausbauten derzeit nur im normalem Temperaturbereich zur Verfügung stehen.

Bildquelle: https://datasheets.raspberrypi.com/cm4/cm4-product-brief.pdf

China/Österreich: Änderung des Doppelbesteuerungsabkommens.

Leser, die in China als Investoren oder Manager tätig sind, sollten die unter der URL https://www.leitnerleitner.com/news/aenderung-doppelbesteuerungsabkommens-china-1-jaenner-2025/ bereitstehende Zusammenfassung zu Änderungen im Doppelbesteuerungsabkommen berücksichtigen.
Neben verschiedenen Änderungen in der Art der Verrechnung gilt nämlich auch, dass China und Österreich einen umfangreicheren Informationsaustausch in Steuerfragen vereinbart haben. Die Erfahrung lehrt ausserdem, dass derartige Änderungen bald auch andere DBAs betreffen.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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