Neue Bauteile: THT-SMD-Adapter für Kondensatoren, Ethernet-Switches und vieles andere mehr

Die Bauteilindustrie zeigte sich im März aktiv: sowohl im Bereich der passiven als auch im Bereich der aktiven Komponenten gibt es Neuigkeiten. Wer einen LED-Treiber mit integriertem Boostkonverter nützlich findet oder mit USB-zu-Seriell-Wandlern experimentiert, darf sich auf Spielzeug freuen. Was es sonst Neues gibt, verrät wie immer unser Round-Up.

Texas Instruments LM3645 – LED-Treiber mit integriertem Boost-Konverter.

Die in Smartphones verbauten Blitz-LEDs benötigen nicht unerhebliche Energiemengen – außerdem sind die geforderten Spannungsniveaus oft über dem, was eine müde Batterie zu leisten vermag.
Mit dem mit dem Host über ein I2C-Interface kommunizierenden LM3645 schickt Texas Instruments nun ein Bauteil ins Rennen, das den für die Spannungsgenerierung notwendigen Boostkonverter und den eigentlichen LED-Konstantstromtreiber in einem Schaltkreis kombiniert.

Bildquelle: Texas Instruments.

Murata GGM – wasserabweisende MLCC-Kondensatoren.

MLCC-Kondensatoren aus dem Hause Murata sind unter anderem als „Quelle“ für die MLCC-Krise bekannt, die die Elektronikerschaft vor einigen Jahren fest im Griff hatte.
Mit der im 1206-Gehäuse vorliegenden GGM-Serie schickt Murata nun einige Kondensatoren ins Rennen, die dank Oberflächenbeschichtung das Absetzen von Kondenswassertropfen auf dem Körper des Kondensators zu verhindern wissen – eine insbesondere im Automotivebereich wünschenswerte Vorgehensweise:

1
This specification is applied to Water Repellent Chip Multilayer Ceramic Capacitors used for Automotive Electronic equipment.
2
Please be sure to check the water repellency effect in the actual usage environment and actual machine, as the water repellency will decrease in a high temperature
3
environment for a long time.
4
This product is applied for Only Reflow Soldering.

Zu beachten ist, dass die Familie zum Zeitpunkt der Drucklegung nur aus zwei Mitgliedern besteht – beide haben eine Arbeitsspannung von 6,3 VDC, die Kapazität beträgt entweder 22 oder 47 µF.

NXP NTM88 – Mikrocontroller-Sensor-Kombination für Reifendrucksensoren.

Fahrzeuge mit Reifendrucksensor sind heute keine wirkliche technische Neuerung. Mit der NTM88-Familie bietet NXP eine Gruppe von Bauteilen an, die einen Achtbit-Mikrocontroller, einen Drucksensor, ein Akzelerometer und ein Funkmodul in ein Gehäuse bannen.

Bildquelle: NXP.

Zu beachten ist, dass NXP das Produkt in mehreren Varianten anbietet – die „Variantenvielfalt“ ermöglicht dem Designer die Auswahl des Sensors, der zum vorliegenden Zielreifendruck am Besten passt.

Toshiba TMPM4K4-Mikrocontroller mit umfangreichen Selbsttestfähigkeiten

Wer an Mikrocontroller-Hersteller denkt, denkt normalerweise nicht sofort an Toshiba. Mit dem TMPM4K4 möchten die Japaner dies ändern – es handelt sich dabei um eine MCU, die für verschiedene sicherheitskritische Aufgaben, beispielsweise die Motorsteuerung vorgesehen ist.
Als Rechenkern kommt dabei ein ARM Cortex M4-Chip samt FPU zum Einsatz, der Flashspeicher ist entweder 128 oder 256 kB groß.
Im Bereich der funktionalen Sicherheit ist unter anderem der RAM-Paritätschecker interessant, der im Datenblatt wie in der Abbildung gezeigt beschrieben wird.

Bildquelle: Toshiba.

Preislich ist der Controller dabei – wie in der Preisanalyse gezeigt – durchaus attraktiv.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/TMPM4K4FYBUG

BrainBoxes PE-515 – Gigabitethernetrouter als Bausatz

Gigabit-Ethernetrouter braucht man immer wieder als Turnkey-Komponente, die in einem höherwertigen Embeddedsystem verbaut wird. Im Hause BrainBoxes hat man sich ganz dieser Aufgabe verschrieben – das neueste Produkt realisiert, wie in der Abbildung gezeigt, einen rund kreditkartengroßen Gigabit-Ethernet-Switch mit fünf Ports.

Bildquelle: BrainBoxes.

Zwecks einfacherem Evaluation steht mit dem Brainboxes PE-415 auch ein Evaluationsboard zur Verfügung, dass nach Einstecken eines der Switch-Karten einen vollwertigen Ethernetswitch realisiert.

Silicon Labs CP2102C – neuer USB-Serial-Wandler.

Die 21xx-Serie aus dem Hause Silicon Labs schaffte es in der Vergangenheit, FTDI Marktanteile abzunehmen.
Mit dem CP2102C steht eine neue Variante des Systems zur Verfügung, die sich – im Allgemeinen – so verhält, wie es der Designer von den Vorgängervarianten erwartet.
Die Kontinuität betont Silicon Labs auch anderswo. Unter der URL https://www.silabs.com/documents/public/application-notes/an1505-cp2101-2-3-4-9-2n-to-cp2102c-porting-guide.pdf findet sich beispielsweise eine Application Note, die von Vorgänger-Modellen umsteigenden Designern bei den (eher minimalen) Anpassungen im Bereich der Schaltung assistiert.
Unter der SKU CP2102C-MINIEK bietet Silicon Labs dann außerdem ein Evaluationsboard an, das in einem Arduino Nano-ähnlichen Formfaktor die Inbetriebnahme und Evaluation des USB-Seriell-Wandlers erleichtert.

Analog Devices ADL8122-EVAL1Z – schlüsselfertiger LNA für den Frequenzbereich von 10 kHz bis 10 GHz.

Analog Devices bietet mit dem ADL8122 einen durchaus flexiblen LNA-Chip an. Wer für eine kleine Serie nur einige wenige fertige LNAs benötigt, kann auch auf das eigentlich als Evaluationsboard vorgesehene ADL8122-EVAL1Z setzen.
An der Platine ist unter anderem hervorzuheben, dass sie SMA-Steckverbinder bietet und für den Temperaturbereich -55 °C bis +125 °C zertifiziert ist.
Andererseits lässt sich Analog Devices das aus Rogers-Platinenmaterial aufgebaute Board durchaus gut bezahlen. Da es zum rohen Chip überhaupt keine öffentlichen Preisinformationen gibt, ist ein Vergleich des “Aufpreises” vergleichsweise schwierig.

Wiznet: vorprogrammierbare Varianten der Mikrocontroller zwecks einfacherer Nutzbarkeit.

Auf der EmbeddedWorld – wir berichteten unter Beitrag „EmbeddedWorld 2025, Tag 1 – im Namen des Mikrocontrollers“ – stellte Wiznet verschiedene Kombinationsmikrocontroller vor, die neben der bekannten und sehr leistungsfähigen hauseigenen TCP-Offload-Engine auch eine „Generic Compute“ -Engine mitbrachten.
Bei der Entwicklerschaft scheint dies nicht unbedingt beliebt zu sein, nutzen doch viele Entwickler die Wiznet-Chips als UART-Ethernet-Brücke. Mit dem W55RP20-S2E steht nun eine vorprogrammierte Variante des RP2040-Kombinationscontrollers zur Verfügung, deren mitgelieferte Firmware diesen Standard-Anwendungsfall abzudecken sucht. Bei der Nutzung dieses Chips erspart man sich – logischerweise – die sonst notwendige Programmierung jedes einzelnen Boards mit der UART-Firmware.
Unter der SKU W232N bietet man außerdem eine für die Hutschienenmontage vorgesehene Variante der hauseigenen Chips vor, die für den industriellen Einsatz vorgesehen ist. Weitere Spezifikationen zum in Hunderter-Stückzahlen rund € 53 kostenden Produkt finden sich in der Abbildung.

Bildquelle: Wiznet.

Rosenberger RoProxCon – 60 GHz-Funkmodul mit bis zu 3.125Gbit/s Übertragungsgeschwindigkeit.

Wer Daten über sehr kurze Strecken berührungslos und mit sehr hoher Geschwindigkeit übertragen muss, sollte sich die von Rosenberger entwickelte RoProxCon-Technologie näher ansehen.

Bildquelle: Rosenberger.

Hervorzuheben ist die sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeit, die sich wie in der folgenden Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: Rosenberger.

Für das in Hunderter-Stückzahlen rund € 90 kostende Funkmodul gibt es außerdem ein Evaluationsboard, das die „Inbetriebnahme“ erleichtert.

STMicroelectronics STEVAL-ROBKIT1-Evaluationssystem für Zweiradroboter.

Nachdem STMicroelectronics bereits seit einiger Zeit ein „Starter Kit“ für die Drohnenentwicklung anbietet, folgt nun eine Variante für „Tracked Vehicles“.
Das auf einem STM32H basierende Board präsentiert sich dabei wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: STMicroelectronics.

Intention des Produkts ist – wie immer – die Befähigung von Roboterdesignern, noch während der Hardwareentwicklung mit dem Design der Software zu bedienen.

NXP FRDM i.MX 91-Evaluationsboard für Applikationsprozessor.

Im Hause NXP steht ein neues Evaluationsboard ante Portas, dass die Evaluation des i.MX 91-Prozessors ermöglichen soll.

Bildquelle: NXP.

Das in der von NXP forcierten Freedom Board-Familie angesiedelte Produkt bringt dabei ein GB RAM und acht GB Remanentspeicher mit-weitere Informationen finden sich bei den verschiedensten Distributoren.

STMicroelectronics STEVAL-BMS1T – Evaluationsboard für ISOSPI.

STMicroelectronics bietet mit ISOSPI seit längerer Zeit eine ISO SPI-Variante an, die mit nur zwei Pins auskommt. Unter der gezeigten SKU ist nun ein Evaluationsboard verfügbar, das – wie in der Abbildung gezeigt – die ersten Schritte mit der Technologie erleichtert.

Bildquelle: STMicroelectronics.

Sensirion SHT4x-AD1P-R2 – Feuchtigkeitssensoren mit Schutzfolie

Wer Feuchtigkeitssensor-enthaltende Platinen in die praktische Fertigung überführt, lernt über kurz oder lang mehrsprachiges Fluchen.
Ursache dafür ist, dass Auftragsfertiger die diversen zum Schutz der exponierten Sensor-Elemente notwendigen Vorschriften oft nicht sonderlich streng umsetzen.
Sensirion begegnet diesem Problem nun mit der in der Abbildung gezeigten „Sondervariante“ einiger Sensoren.

Bildquelle: Sensirion.

Geheimnis des Systems ist dabei ein mit einer Zange abziehbarer Schutzfilm, der nach dem Durchlaufen von Löt- und Montageprozess vom Sensor entfernt wird, um diesen gefechtsbereit zu machen.

Abracon AB-RTC-Tx-32.768kHz-2 – I2C-RTC-Module

Über die Lustigkeiten des Kampfes mit 32kHz-Oszillatoren muss man sich auf Mikrocontroller.net nicht im Detail auslassen. Abracon bietet nun eine Serie von RTC-Modulen an, die – wie in der Abbildung gezeigt – zwecks geringeren Gesamtkosten ohne Backup-Energieversorgung auskommen.

Bildquelle: Abracon.

Hervorzuheben ist, dass der Halbleiterhersteller mehrere Varianten der Produkte anbietet. Diese unterscheiden sich unter anderem darin, welche Optionen im Bereich der in der Abbildung gezeigten Taktausgabefunktion zur Verfügung gestellt werden.

Texas Instruments SN74AVCH8T245 – Bustransciever mit Fähigkeit zur Spannungsumsetzung

Im Hause Texas Instruments bietet man seit längerer Zeit verschiedenste Bausteine an, die neben der eigentlichen Funktion auch als Spannungsumsetzer fungieren.
Mit dem steht nun ein acht Bit breiter Transciever zur Verfügung, dessen Spannungsumsetzer-Verhalten im Datenblatt folgendermaßen beschrieben wird:

1
The SN74AVCH8T245 is an 8-bit noninverting bus
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transceiver that uses two separate configurable
3
power-supply rails. The A port is designed to track
4
V CCA , which accepts any supply voltage from 1.2V
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to 3.6V. The B port is designed to track V CCB , which
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also accepts any supply voltage from 1.2V to 3.6V.
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This allows for universal low-voltage bidirectional
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translation between any of the 1.2-V, 1.5-V, 1.8-V, 2.5-
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V, and 3.3-V voltage nodes.

Analog Devices AD8412A – Strommeßverstärker mit PWM-Ablehnung.

Im Bereich der „Strommesser“ gibt es immer wieder Neuigkeiten – Analog Devices schickt nun das in der Abbildung schematisch gezeigte Produkt ins Rennen.

Bildquelle: Analog Devices

Im Rahmen der Ankündigung des Produkts wird dabei vor allem die hohe Güte der bearbeiteten und zurückgelieferten analogen Signale betont.

BIVAR ZLB-DESIGNKIT-001 – Starter-Kit für Lightpipes

Die von Biwar angebotenen Lightpipes haben sich auf das Weiterleiten des von Leuchtdioden erzeugten Licht spezialisiert. Per se hatten wir diese Produkte schon öfters auf ucnet – unter der gezeigten SKU steht nun allerdings ein Evaluationskit zur Verfügung, das – siehe Abbildung – verschiedenste Lightpipes zusammenfasst.

Bildquelle: Bivar.

KYOCERA AVX SMT Capacitor Holders – IDC-basierte Halter für Elektrolytkondensatoren.

Im Hause Kyocera AVX steht ein höchst seltsames Produkt am Start – es ermöglicht, wie in der Abbildung gezeigt, die Installation von Elektrolytkondensatoren, ohne diese an der Platine anlöten zu müssen. Dies wird durch Nutzung eines IDC-Verbinders erreicht.

Bildquelle: Kyocera AVX.

Zu beachten ist, dass es zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser News-Meldung verschiedene Varianten des Produkts gibt. Die folgende Tabelle informiert darüber, ob der gewünschte Kondensator bereits von den Montagelösungen abgedeckt wird.

Bildquelle: Kyocera AVX.

AirBorn TriMate – flexibler Stecker für anspruchsvolle Anwendungen

Quick-Insert-Systeme haben sich im Bereich der industriellen Vernetzung seit längerer Zeit gut etabliert. Die zu Molex gehörende Firma AirBorn bietet nun ein ähnliches System an, dass für Situationen mit hohen Zuverlässigkeitsansprüchen optimiert ist.

Bildquelle: Molex AirBorn

Interessant ist an diesem Design außerdem, dass die drei Arten von Steckverbinder mit einem gemeinsamen Rezeptakel Kontakt aufnehmen.

MPLAB PicKit Basic – Distributorverfügbarkeit beginnt.

Den per se bereits vor einiger Zeit besprochenen und extrem kostengünstigen Programmierer für alle Arten von Microchip-MCUs gibt es bald unter der SKU PG164110 bei den verschiedensten Distributoren. Die Abbildung zeigt die Preisstruktur.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/PG164110

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Softwareupdates, Alternativ-Arduino mit PIC32 und RockChip-basiertes Compute Module von Radxa

Der Kongressmonat endet mit einer Gruppe von Neuvorstellungen: sowohl Linux 6.14 als auch CircuitPython 9.2.6 sind verfügbar. Im Hause EtherCat vermeldet man einen neuen Benutzerrekord, während ein inoffizielles Arduino Nano-Board auf Basis eines PIC32MP-Prozessors die Monotonie aufbricht.

CircuitPython 9.2.6 verfügbar

Im Hause Adafruit gibt es ein Wartungsrelease von CircuitPython. Die Version 9.2.6 behebt – wie im folgenden gelistet – kleinere Fehler und / oder Regressionen in der Ausführungsumgebung:

1
Fix storage.remount("/", readonly=False) regression. 
2
Fix RP2xxx WiFi mDNS limitations. 
3
--via https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/9.2.6

EtherCat: 88 Millionen Knoten.

Der vor allem von Beckhoff vorangetriebene Feldbus EtherCat erfreut sich durchaus beeindruckender Wachstumsraten. Vor wenigen Tagen wurde die Gesamtzahl von 88 Millionen Knoten erreicht, im Jahre 2024 kamen dabei 11 Millionen dazu.

Bildquelle: EtherCat.

Interessant ist an dieser Meldung, dass sich in ihr Informationen über die Art der Zählung verbergen. Besonders relevant ist, dass im Fall von EtherCat die “Lizenzierung“ der Feldbus-Technologie ausschließlich durch den Hersteller der Chips erfolgt; für Nutzer gibt es also keinen zusätzlichen Aufwand:

1
Die EtherCAT-Knotenzahlen sind sehr verlässlich, da sie auf den tatsächlichen Chipverkäufen basieren, welche von den Chipherstellern an das Unternehmen Beckhoff Automation, Erfinder der Technologie, gemeldet werden. Und diese haben keinerlei Interesse daran, diese Zahlen zu übertreiben, schließlich wäre das für sie mit zusätzlichen Kosten verbunden, erklärt Martin Rostan, Executive Director der EtherCAT Technology Group. Bei EtherCAT ist die Technologie-Lizenz direkt im Chip enthalten, sodass für Gerätehersteller und Anwender keine zusätzlichen Lizenzgebühren anfallen. Mit den Lizenzeinnahmen finanziert Beckhoff die Aktivitäten der EtherCAT Technology Group und damit das Ökosystem rund um die Technologie.

Renesas DA14533 – Bluetoothmodul für den Automobilbereich.

Mit dem DA14533 erweitert Renesas die hauseigene SmartBond Tiny-Familie. Dabei handelt es sich um Bluetoothmodule, die laut Herstellerangaben nur sechs externe Komponenten benötigen.
Das neue Modell ist für den Automotive-Bereich vorgesehen, was sich unter anderem im vergleichsweise breiten Temperaturbereich ausdrückt.

Bildquelle: https://www.renesas.com/en/about/newsroom/renesas-introduces-low-power-bluetooth-low-energy-soc-automotive-applications

Zu den sonstigen Spezifikationen vermeldet Renesas folgendes:

1
A single external crystal oscillator (XTAL) is used for both active and sleep modes, eliminating the need for a separate oscillator for sleep mode. Its ultra-compact design  available in a WFFCQFN 22-pin 3.5 x 3.5 mm package  makes the device the smallest automotive Bluetooth LE SoC on the market. With its compact design and low eBOM, the device integrates seamlessly into space-constrained systems, reducing overall system costs and accelerating time-to-market for customers.
2
Key Features of the DA14533
3
     Arm® Cortex®-M0+ microcontroller  Standalone application processor or data pump in hosted systems
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     64KB RAM and 12KB One-Time Programmable (OTP) memory
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     2.4 GHz radio transceiver
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     Integrated low IQ buck DC-DC converter
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     External SPI flash
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     Single XTAL operation (single crystal oscillator)
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     Software stack qualified against Bluetooth Core 5.3
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     AEC-Q100 Grade 2-qualified with wide operating temperature range support (-40 to +105°C)
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     WFFCQFN 22-pin 3.5 x 3.5 mm package

SATURN NITRO – Arduino Nano mit PIC32MK

Der immense Erfolg von Arduino Nano und Co. machte Atmel und die hauseigenen Controller zum König des Hügels. Nach Intels (absichtlichen) Fehlschlägen im Embeddedbereich dauerte es einige Zeit, bis die von der im Arduino-Bürgerkrieg unterlegenen Seite bevorzugte STMicroelectronics zum Zug kam.
In der Praxis kann es immer wieder wünschenswert sein, im Arduino-Formfaktor vorliegende Boards auf Basis „anderer“ Mikrocontroller Familien zu haben. Damit ist der Lebenssinn des SATURN NITRO auch schon beschrieben.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2025/03/29/saturn-nitro-a-microchip-pic32mk-development-board-with-arduino-nano-form-factor/

Zu beachten ist, dass die Platine – wie in der Abbildung gezeigt – preislich mit einem „normalen“ Arduino Nano nicht wirklich konkurrenzfähig ist. Auf der Habenseite steht allerdings, dass der Hersteller die Eignung seines Evaluationsboards für den Einsatz unter widrigen Umgebungsbedingungen besonders betont.

Bildquelle: https://cukedk-zz.myshopify.com/products/saturn-nitro

Radxa CM3J – Alternative zum Raspberry Pi Compute Module 4

Egal wie sehr man mit der mechanischen Umgebung des eines Raspberry Pi herumspielt – ab einem gewissen Grad der widrigen Umgebung ist die Verwendung eines Compute Modules schon aus Gründen der höheren mechanischen Rigidität zu bevorzugen. Im Hause Radxa arbeitet man nun an einer RockChip-basierten Alternative zum großen Vorbild aus dem Hause Upton.

Bildquelle:
https://www.aliexpress.com/item/1005008626884786.html

Zusätzliche Informationen zum Kompatibilitätgrad bietet Radxa in einer FAQ an. Spezifischerweise findet sich da folgende Passage, die auf die „allgemeine“ Kompatibilität hinweist:

1
For compatibility of Radxa CM3 with Raspberry Pi CM4, most high speed buses just works such as USB, MIPI, PCIe etc. For the GPIO, since the pin mux is not identical, we can only be compatible with the primary alt function of Raspberry Pi CM4.
2
--- via https://wiki.radxa.com/Rock3/FAQs

In der Praxis gilt, dass das Umstellen des Compute Modules bzw. des Prozessrechners eine gut durchdachte Frage sein sollte – neben elektronischen Problemen muss man damit rechnen, dass die unterschiedlichen Linux-Distributionen das eine oder andere Haar in die Suppe werfen.

Lesestoff: Compiler-Optimierungsstufe O3 führt nicht immer zu besseren Ergebnissen.

Im Hause Canonical experimentierte man vor einiger Zeit damit, die gesamte hauseigene Distribution fortan mit aktivierter maximaler Optimierung zu kompilieren. Nun veröffentlichte die Truppe ein Resümee, in dem sie auf den Fehlschlag dieser Initiative zur Performancesteigerung eingehen:

1
Results of -O3 experiment tl;dr
2
Performance is slightly worse and packages are slightly bigger with -O3 by default and we will revert the change early in the next development cycle.

Unterm Strich ergab sich eine Anführungszeichen in manchen Bereichen minimale, in manchen Bereichen wesentliche Verschlechterung der Performance, der unter anderem auf die wesentlich höhere Größe der Kompilate (Stichwort Cache-Miss) zurückzuführen war. Weitere Informationen finden sich unter der URL https://discourse.ubuntu.com/t/benchmarking-a-distribution-and-some-o3-results/58027, wo sich eine durchaus lesenswerte Analyse der Gesamtsituation befindet.

Lesestoff: News von Linux 6.14 und Linux 6.15

In der Welt der Weiterentwicklung des quelloffenen Betriebssystems gilt, dass die Zustände “vor dem Update“ und „nach dem Update“ bis zu einem gewissen Grad eine Singularität darstellen.
Sei dem wie es sei, steht Linux 6.14 seit einiger Zeit zum Download bereit. Unter der URL https://www.cnx-software.com/2025/03/25/linux-6-14-release-main-changes-arm-risc-v-and-mips-architecture/ findet sich eine auf die Bedürfnisse von Embedded-Entwicklern zugeschnittene Auflistung der diversen Änderungen.
Unter den URLs https://www.phoronix.com/news/Linux-6.15-SPI-Offloading bzw. https://www.phoronix.com/news/Linux-6.15-PCI finden sich derweil Informationen darüber, welche Änderungen für die Nachfolgeversion ante Portas stehen. Von besonderer Relevanz könnte hierbei die SPI Offloading-Funktion sein – dabei handelt es sich um eine Möglichkeit, um die Verarbeitung von SPI-Daten analog zu einem Smart NIC abseits des Hauptprozessors totzuschlagen.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

EMV 2025 – vom Bauteil und vom Roboter

Ein wichtiger Teil der Ausstellerschaft auf der EMV rekrutiert sich aus der “EMV-Immobilienbranche” – die Einrichtung und Ausstaffierung von EMV-Testzellen ist eine durchaus gewinnbringende Tätigkeit. Außerdem gibt es verschiedenste Absorbermaterialien und sogar die eine oder andere Neuigkeit in Sachen Bauteil. Hier eine Liste von Gütern, die das Interesse des Autors geweckt haben.

Schurter – Superkondensatoren ante Portas

Am Stand von Schurter – man darf das Unternehmen nicht mit dem von den Solartron-Multimetern bekannten Hersteller Schaffner verwechseln – gab es neben verschiedenen Netzfiltern erstmals auch Superkondensatoren zu sehen.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

Feuerhardt – Kontaktfedern aus Kupfer-Titan

Kupfer-Kontaktfedern bestehen aus Legierungen, weil reines Kupfer ein unzureichendes Federverhalten zeigt. Bisher kam in diesem Bereich vor allem Beryllium zum Einsatz, was bei Nachbearbeitung (Stichwort Schleifen) zu giftigen Stäuben führte. Feuerhardt schickt nun Kontaktfedern aus Kupfer-Titan ins Rennen, die bei der Nachbearbeitung menschenfreundlicher sind.

MRC Components – “Ferritkerne” aus Nanokristallmaterial

Am Stand von MRC Components gibt man sich dem smaller, cheaper, lighter der Komponentenindustrie hin.

Aus Nanokristallmaterial gefertigte Kerne für Spulen haben ihren ferritbasierten Kollegen gegenüber die folgenden Vorteile, die unterm Strich zu geringerem Gewicht und (bei großen Kernen) geringeren Kosten führen:

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x) dreifach höhere Sättigbarkeit
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x) Faktor 10 bessere Permeabilität
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x) bis zu 600°C hitzefest
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x) geringere Verluste

3M – NanoVNA als Demo für Absorbermaterialien

Am Stand von 3M lag der Fokus auf Absorbermaterialien. Besonders nett waren die beiden Demos, die die verschiedenen Stoffe unter Nutzung von zwei NanoVNAs vorstellten – die Standbesucher konnten die Attribute der Materialien so “am lebenden Objekt” betrachten.


Siepel – neuartige Absorbermaterialien

Am Stand von Siepel – das Unternehmen fertigt traditionell Absorberziegel – fanden sich ebenfalls neuartige Materialien. Neben einer Silikonmatte gab es auch ein an Handtaschenstoff erinnerndes Absorbermaterial, das sich beispielsweise als Handytasche für Paranoide eignen könnte.


Rohde und Schwarz – neue Antenne für Hallenverifikation

Am letzten Messetag gab es von Rohde und Schwarz noch eine Neuigkeit – eine Mikrowellenantenne, die dank ihrer kompakten Ausmasse und der hohen Direktivität zur Verifikation des Verhaltens von Messhallen in EMC-Laboren prädestiniert sein soll.


waveLAB Ruhr – Drohne als EMV-Mappingsystem

Das von Pendulum kreierte Scansystem auf Basis eines zweckentfremdeten 3D-Druckers ist nicht die einzige “Umwidmung” im EMC-Bereich. Das Testlabor waveLAB Ruhr zeigte eine Drohne, die für sehr große Tests außerhalb einer Testkammer verwendet wird.

Zu beachten ist, dass diese Drohne nicht zum Verkauf steht – sie dient derzeit lediglich dem Eigenbedarf.

AVT EMC – innovatives Zubehör für EMV-Kammern

Das Innenleben der EMC-Kammer ist insbesondere bei höheren Feldstärken nicht unbedingt ein Raum, in dem sich allgemeine Elektronik wohl fühlt. AVT EMC ist auf verschiedene Produkte spezialisiert, die in diesem Bereich eine gute Figur machen – neben einer bis zu 100 V/m aushaltenden RGB-Kamera zeigte man auch Leuchten, die durch sehr geringe Störemissionen auffallen.

Brandneu ist das gezeigte System, das eine Fernsprechanlage realisiert. Nett ist das 3D-gedruckte Gehäuse, das danach mit einem EMV-festen Lack beschichtet wurde.


Langer EMV – verschiedene Systeme zur EMV-Verifikation von integrierten Schaltungen

So die individuellen Bauteile gute Störfestigkeit aufweisen, lässt sich das System als Ganzes leichter absichern. Im Hause Langer EMV ist man seit jeher auf derartige Messungen spezialisiert – Mittel der Wahl sind spezielle Sonden, die das direkte Ansprechen einzelner Pins einer integrierten Schaltung erlauben.


Neben der klassischen EMV-Testung dienen die Systeme neuerdings auch zur Verifikation der Sicherheit der Chips – Verfahren wie Fault Injection lassen sich durch einige der Sonden des Unternehmens einfacher abbilden.

InncoSystems – Positionierungssysteme und EMV-unsichtbares Material

Verschiedenste Unternehmen bieten Systeme zur automatischen Positionierung von Messsonden und DuTs in Kammern an. Ein Beispiel hierfür ist die InncoSystems, die vergleichsweise große Varianten des Konzepts zeigte.


Interessant ist auch das unter https://composites.evonik.com/en/products-services/foams/rohacell im Detail beschriebene RohaCell – ein EMV-transparenter Rohstoff, der für die CNC-Verarbeitung optimiert ist.

Verstärker auf Röhrenbasis gibt es immer noch

In EMC-Kammern sind mitunter erhebliche Feldstärken erforderlich. Zu ihrer Erzeugung werden auch heute noch gerne Röhrenverstärker verwenden – die Abbildung zeigt nur ein Beispielunternehmen von mehreren.

Emzer EmScope – nicht nach Hause telefonierende Messtechnik

Der Trend im Bereich der Messtechnik geht zu Systemen mit Cloudanbindung und Abonnements Im Hause Emzer geht man – siehe Werbeflyer – demonstrativ den umgekehrten Weg.


amber precision instruments – Störimpuls-Verteilungsroboter

amber precision instruments zeigt einen Roboterarm, der zur Aufnahme einer Störimpuls-Kanone befähigt ist. Das System fährt danach einen vordefinierten Pfad ab, um das DuT an bestimmten Stellen zu zappen. Sinn davon ist eine Reduktion der Kosten und eine Steigerung der Wiederholbarkeit.


Morita – Roboter zur Scannung von Kabelsträngen

Kabel können – logischerweise – ebenfalls als Quell von EMI dienen. Der Roboter aus dem Hause Morita begegnet diesem Problem.

LumiLoop – Feldsonden mit optischer Versorgung

Zu guter Letzt verdient LumiLoop eine detaillierte Erwähnung. Das Unternehmen bietet – wie in der Abbildung gezeigt – eine Serie von e-Feld-Sonden an.

Besonderheit ist, dass sowohl die Energieversorgung als auch die Aberntung der Ergebnisse ausschließlich optisch erfolgen: Energie kommt durch einen Laserstrahl in die Sonde, während Lichtsignale über die Intensität des gemessenen Felds informieren.
Sinn dieses Designs ist das Vermeiden von metallischen Kabeln, die sich auf die Messgenauigkeit auswirken können.

Nächstes Jahr – Köln!

Ein Schild vor dem Messegelände informiert über den Termin der nächsten Messe.

Außerdem fand sich bereits die Abschlusspressemeldung, die nach folgendem Schema über die Teilnehmerzahl informiert:

1
In diesem Jahr zog die Veranstaltung mit einer Vielzahl an Ausstellern aus 22 Ländern
2
eine breite Fachwelt und rund 2500 Fachbesucher*innen an, die sich intensiv mit den
3
aktuellen Entwicklungen im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit
4
auseinandersetzten. Besonders hervorzuheben ist der Anstieg der Ausstellungsfläche
5
sowie die wachsende Zahl der internationalen Teilnehmer*innen.

Interessant ist, dass die Mesago hausintern von höheren Teilnehmerzahlen ausgegangen war: die Stuttgart-EMV gilt traditionell als “Automotive-EMV”, während die Kölner Variante eher den Fachkongress im Fokus hat. Im Automotivebereich scheint es derzeit indes Reisesperren zu geben…

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

EMV 2025 – im Strom der Messtechnik

Mesago veranstaltete die diesjährige EMV in Stuttgart. Rohde nutzte die Gelegenheit zur Vorstellung eines neuen EMV-Messempfängers, der mit einigen überraschenden Hardware- und Softwarefeatures aufwartet. Auch sonst gibt es einige TMI-Hersteller, die man auf anderen Messen nicht oder nur schwer zu Gesicht bekommt.

Rohde & Schwarz EPL1001 / Rohde & Schwarz EPL1007

Rohde & Schwarz deckte mit dem EPL1000 den Bereich von 5KHz bis 30MHz ab. Die beiden neuen Versionen des Geräts, die sich optisch analog präsentieren, erweitern den Frequenzbereich nun auf 1 bzw 7.125 GHz.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

In Sachen HMI zeigt Rohde Mitdenken: die Festplatte sowie die Hauptplatine lassen sich “modular” aus dem Gerät nehmen und seperat nachkaufen, was das Teilen der Karkasse des Geräts zwischen zwei Standorten oder zwei Projekten mit unterschiedlichen Klassifikationsstufen erlaubt,

Zwecks einfacherer Portabilität finden sich auf der Rückseite zwei Batteriepacks. Die Cutouts dienen als Sichtfenster für eine LED-Balkenanzeige, die analog zum in alten HP EliteBooks informierten Ladestandsanzeiger über die verbleibende Energiemenge informiert.

Interessant ist ausserdem, dass Rohde alle Geräte im Werk auf 7.125GHz testet: wer ohne Kalibrationsdokument auskommt, kann das Bandbreitenupgrade im Labor durch Eingabe eines Lizenzschlüssels durchführen. Die einzige Erweiterung, die ein Einsenden erfordert, ist der Präselektor.

Rohde & Schwarz allgemein – nein, wir wollen keine Fremdsoftware am Messgerät

Bei Analyse entpuppte sich auch das neue Gerät als auf Windows 10 LTSC basierend – der neue VNA basiert derweil bereits auf Windows 11. Auf die Frage, ob es für das Messgerät ein SDK geben wird, kam eine durchaus interessante Antwort (die sich von der von HP beim HP 548xx gewählten Strategie unterscheidet).
Aus Sicht von Rohde soll ein Kunde, der ein Messgerät kauft, dieses als Messgerät nutzen. Die Auswertung mit fortgeschrittenen Programmen – egal ob MatLab oder Excel – soll über eine seperate Workstation erfolgen, die mit dem Messgerät über SCPI oder GPIB kommuniziert. Die Ausführung von Programmen AUF dem Messgerät ist derweil explizites Nichtziel.
Zu guter Letzt bietet Rohde eigene Software an, die diese Art der Bedienung abbildet.

GAUSS Instruments – 1GHz-RSA, externe Steuerungsapplikation

Die in München ansässige GAUSS zeigte einen für den EMV-Bereich optimierten Spektralanalysator, der eine Echtzeitbandbreite von 1 GHz erreicht. Sinn davon ist, dass “eine Umdrehung” eines Drehtischs ausreicht, um alle relevanten Daten über das DUT zu sammeln.

Auch hier setzt man auf die weiter oben besprochene Vorgehensweise – die Demo erfolgte sogar unter Nutzung eines Ultrawide-Monitors, der die Steuerungssoftware und das Schirmbild nebeneinander anzeigte.

ZES Zimmer – neues Eingangskanalsystem für die Solarbranche

ZES Zimmer liest mikrocontroller.net, und bietet modular aufgebaute Energieverbrauchsmessgeräte an. Interessant ist, dass nicht nur die Eingangskanäle, sondern auch die verschiedenen Interfaceoptionen (Stichwort CAN und GPIB) über modulare Erweiterungskarten realisiert werden.


Wichtigste Messeneuerung war der S-Kanal – eine neue Kanalvariante, die auf die Bedürfnisse der Solarbranche optimiert ist. Der Einstiegspreis für einen Analysator mit vier dieser Kanalkarten liegt dann im Bereich 20k.

Pendulum x Shieldex – Erweiterungen des EMV-3D-Druckers

Pendulum (besser bekannt als letzter Verfechter der Modulationsdomänenanalyse) erweiterte den an sich bekannten EMI-Scanner um eine RGB-Kamera. Sinn davon ist, dass die Heatmap mit den EMI-Aussendungen so “direkt” mit den für die Aussendung verantwortlichen Elementen korreliert ist.

Die Präsentation auf der EMV erfolgte in einem Gemeinschaftsstand mit Shieldex. Das Unternehmen entwickelt verschiedene Textilien mit EMV-Abschirmeigenschaften – unter Anderem gibt es “Zelte” für den in der weiter oben befindlichen Abbildung gezeigten Scanner.

SAF – portable Spektralanalysatoren

Keysight bietet mit der Fieldfox-Serie portable RF-Messgeräte an. Im Hause SAF bietet man, wie in der Abbildung gezeigt, Ähnliches.

AMETEK – neue EMV-Störimpulsgeneratoren

Die EMV ist als Messe unter Anderem deshalb interessant, weil die Mesago – expliziter Dank an das Speaker- und Presseteam für die Mithilfe bei der Informationsbeschaffung – verschiedenste Aussteller anlocken kann, die man auf anderen Messen so nicht oder nur teilweise findet.
Ein Vertreter dieser Gattung ist die AMETEK, die den in der Abbildung gezeigten Störimpulsgenerator neu ins Rennen schickt. Das hier gezeigte Produkt ist noch ein Prototyp, die Auslieferung des surge NX8 ist für April geplant.

Der in der Abbildung gezeigte Turm ist derweil auf die Bedürfnisse der Elektromobilindustrie optimiert – ob der immensen Energiemengen ist ein besonderes Design erforderlich.

Spitzenberger Spies – Netzgerät zur Simulation automobiler Bordnetze

Auch im Hause Spitzenberger Spies arbeitet man an Netzgeräten, die die Simulation der diversen in einem Fahrzeug vorfindbaren Signale zum Ziel haben. Das gezeigte System ist modular – wer nur bestimmte Pulse braucht, kann einen Teil der Geräte weglassen und Kosten reduzieren.

3CTest – EMV-Impulsgeneratoren aller Arten

Auch im Hause 3CTest gibt es EMV-Impulsgeneratoren, die sich – wie in der Abbildung gezeigt – per Touchscreen bequem bedienen lassen.

Schlöter / Haefely – noch mehr EMV-Impulsgeneratoren

Am Stand von Schlöter zeigt sich die Wirksamkeit der Kooperation. Neben eigenen Impulsgeneratoren zeigte man auch Generatoren von Haefely – zweitere sind komplexer, während erstere in Deutschland hergestellt werden.

In eigener Sache, ad a: wo ist das Klo, äh, das Tor?

Die Messe Stuttgart veranstaltete parallel zur EMV auch ein größeres Event in Sachen Schrauben und Befestigungstechnik. Der Eingang zur EMV präsentiert sich wie in der Abbildung gezeigt und ist links vom Haupteingang.

In eigener Sache, ad b: zeigt euch!

Der Autor war höchst erfreut, unter den Teilnehmern den einen oder anderen Leser von ucnet zu finden. Danke, danke, danke an alle, die mich angesprochen haben!

In eigener Sache, ad c: es geht weiter

Mikrocontroller.net berichtet auch morgen über die EMV – einige der Vortragenden haben sogar das Teilen von Slides ihrer Präsentationen erlaubt. Bleiben Sie also bei uns, denn es bleibt spannend.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

Arduino Days, Raspberry Pi-Neuankündigungen, CircuitPython-Update und vieles andere mehr

Zum zwanzigsten Geburtstag der Arduino-Plattform kündigten die Italiener ein wenig Hardware und Anpassungen in der Cloud an. Die Raspberry Pi Trading konterte mit einem Image-Builder und einem neuen Power over Ethernet-Produkt, während sowohl Freunde der Metrologie als auch allgemeine Elektroniker das eine oder andere Neuprodukt begrüßen können.

Arduino im Zeichen der Industrieelektronik

Der Arduno Day dient der Arduino-Gruppe traditionell zum Rückblick auf die im letzten Jahr erbrachten Leistungen – dass ob des zwanzigjährigen Jubileum etwas mehr am Tisch liegt, folgt aus der Logik.
Tenor des netterweise unter https://days.arduino.cc/about?utm_source=Segment&utm_medium=email&utm_campaign=aday25-promo einsehbaren Streams war, dass der Arduino in Sachen Prototyping von Industrieelektronik eine immer größere Rolle spielt – Hersteller wie Bosch und Analog Devices waren aus diesem Grund anwesend. Große Produkt-Neuvorstellungen gab es indes nicht; die Verbesserungen sind im Allgemeinen ein “Mehr Desselben”.
Erste Neuerung betrifft ein Streamlining im Bereich der Arduino Cloud, wo nun weniger Offertoptionen zur Verfügung stehen. Ziel der Optimierungen im für Unternehmen vorgesehenen Teil des Portfolios ist, den Einstieg zu erleichtern.

Bildquelle: Tamoggemon

Analog Devices verkündete selbst, in Zukunft nicht mehr nur Halbleiter, sondern auch Halbzeuge für Roboter liefern zu wollen. Zusammen mit Bosch kündigte man ein Evaluationssystem für die zonale Architektur im Automobilbereich an.

Bildquelle: Tamoggemon

Die Zusammenarbeit mit Espressif wird durch einen neuen, auf dem ESP32-C6 basierenden Arduino namens Arduino Nesso R1 vertieft. Interessant ist, dass es sich dabei um ein M5Stack-Produkt handelt.

Bildquelle: Tamoggemon

Allgemein geht der Trend im Hause Arduino in Richtung “development enablement” – als Beispiel hierfür wurde auch die in München ansässige (und vom Newsautor zutiefst respektierte) Beratungsgesellschaft Kamitronix vorgeladen, die über die Rolle des Arduino beim Prototyping referierte.

Raspberry Pi PoE+ Injector um 25 US-Dollar

Power over Ethernet ermöglicht seit Jahr und Tag die Energieversorgung über das Ethernetkabel – Problem ist nur, dass sich der p.t. Netzwerkadministrator damit ein Henne-Ei-Problem einhandelt. PoE-Injektoren lösen dieses Problem; die Raspberry Pi Trading bietet nun in Zusammenarbeit mit Microchip ein diesbezügliches Produkt an.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/raspberry-pi-poe-injector-on-sale-now-at-25/

Im Rahmen der Vorstellung findet sich auch ein Hinweis auf eine PoE-Erweiterung für den Raspberry Pi 5:

1
There is, you may have noticed, something missing. While Raspberry Pi 5 provides a 4-pin PoE power connector, our first-party PD accessory, the snappily-named Raspberry Pi PoE+ HAT+ for Raspberry Pi 5, is missing in action. This promises to be our smallest, most efficient PD accessory, and is in the final stages of development, having absorbed a lot of Dominics attention and brainpower over the last couple of years. Watch this space!

rpi-image-gen – Imagegenerator für hauseigene Builds von Raspberry Pi OS

Das von Yocto bekanntgemachte Konzept des konfigurierbaren Betriebssystemimages ist in vielerlei Weise hilfreich: erstens reduziert sich der Speicherbedarf und zweitens durch Weglassen unbenötigter Dienste die Angriffsfläche.
Mit rpi-image-gen stellt die Raspberry Pi Trading nun ein ähnliches System vor, das sich auf die Optimierung von Raspberry Pi OS-Builds spezialisiert.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/introducing-rpi-image-gen-build-highly-customised-raspberry-pi-software-images/

Unter https://github.com/raspberrypi/rpi-image-gen/tree/master/examples finden sich einige Beispielkonfigurationsdateien, die das Handling des Systems illustrieren.

RP2350-Mikrocontroller ab Sofort im Einzelverkauf

RP2350-Evaluationsboards gibt es per Se seit einiger Zeit zu kaufen – alleinstehende Mikrocontroller waren derzeit nur Freunden des Hauses vorbehalten. Im Rahmen einer vor wenigen Tagen erfolgten Ankündigung vermeldeten die Uptoniten nun, die Einzelchips bald wie in der Abbildung gezeigt zu bepreisen und zu verkaufen.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/rp2350-now-available-to-buy-a-high-performance-secure-microcontroller-for-your-next-project/

Interessant ist, dass diese Ankündigung nur die flashspeicherfreien Varianten betrifft. Die Varianten mit Flashspeicher kommen erst später:

1
For smaller-footprint applications, our RP2354A and RP2354B variants  featuring 2MB of stacked flash memory  are in the final stages of development and testing with early-access partners. Well soon be ramping to mass production, and plan to make these variants available through our Approved Reseller partners later this year.

Microchip AVR SD – sehr preiswerte MCU für Situationen mit Redundanz zur Vermeidung von Rechenfehlern

Für Hochsicherheitsanwendungen vorgesehene MCUs sind im Allgemeinen teuer – mit dem AVR SD lanciert Microchip ein neues Produkt, das in Fünftausenderstückzahlen nur rund einen US-Dollar kosten soll.

Bildquelle: Microchip

Die Besonderheiten der Familie beschreibt Microchip dann folgendermaßen:

1
Zusammen mit einem speziell ausgerichteten Sicherheits-Software-Framework ist dies die erste Einstiegs-MCU ihrer Art  in dieser Preisklasse  die die Anforderungen nach ASIL C (Automotive Safety Integrity Level) und SIL 2 (Safety Integrity Level) erfüllt, welche redundante Sicherheitsprüfungen vorschreiben. Die AVR-SD Produktfamilie wurde basierend auf einem vom TÜV Rheinland zerifizierten Functional Safety Management System entwickelt.
2
Zu den interessanten Hardware-Sicherheitsmerkmalen gehören eine Dual-Core-Lockstep-CPU, zwei A/D-Wandler (ADCs), Fehlerkorrekturcode (ECC) für alle Speicher und Busse, ein dediziertes Fehler-Controller-Modul, Mechanismen zur Fehlerstimulation sowie Systemspannungs- und Taktüberwachung.

Preislich kommt dies hin – die folgende Abbildung zeigt eine OEMSecrets-Preisanalyse. Weitere Informationen, Datenblätter und Co finden sich derweil unter der URL https://www.microchip.com/en-us/products/microcontrollers-and-microprocessors/8-bit-mcus/avr-mcus/avr-sd .

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/avr32sd20

Nuvoton M2A23 – 125 Grad-fähiger Mikrocontroller für den Automobilbereich

Nach der EmbeddedWorld ist vor der EmbeddedWorld – anders ist Nuvoton’s Launch eines neuen für die Automobilbranche vorgesehenen Chips nicht erklärbar. Spezifischerweise wird der neue Chip folgendermaßen beschrieben:

1
. . .
2
It can withstand environmental temperatures of up to 125°C and operates within a wide voltage range of 2.5V to 5.5V, featuring three CAN FD interfaces and a LLSI interface. This makes it highly suitable for various in-vehicle CAN signal modules and interior/ exterior lighting control applications.
3
The M2A23 series is equipped with an Arm Cortex-M23 core, with a maximum operating frequency of 72 MHz
4
. . .

Auf der Ressourcenwebseite findet sich derzeit nur folgendes Diagramm, das die verschiedenen Familienmitglieder auflistet.

Bildquelle: https://www.nuvoton.com/products/microcontrollers/arm-cortex-m23-mcus/m2a23-series/

ADCMT – neue 8.5d-Multimeter mit entfernbarer Spannungsreferenz

Die ehemalige Advantest-Präzisionsmetrologiesparte rennt seit einiger Zeit unter dem Namen ADC Corporation. Nun steht das erste komplett neue Produkt ante Portas, das leider vor Allem auf Japanisch beschrieben wird.

Bildquelle: https://www.adcmt.com/products/dmm/7981

Hervorzuheben ist vor Allem die Möglichkeit, die Referenzspannungsquelle aus dem Multimeter zu entnehmen und danach unabhängig weiterzutransportieren. Weitere Informationen und die in Yen gehaltenen Preise finden sich unter der Bildquelle.

Yokogawa AQ6361 – optischer Spektralanalysator mit Need for Speed

Rohde und Schwarz bewarb den hauseigenen VNA unter Anderem mit der höheren Arbeitsgeschwindigkeit. Im Hause Yokogawa fühlte man sich davon wohl insofern inspiriert, als der in der Abbildung gezeigte und für den Headless-Betrieb vorgesehene optische Spektralanalysator lanciert wurde.

Bildquelle: Yokogawa

Im Rahmen der Vorstellung betonte man erstens die höhere Arbeitsgeschwindigkeit und zweitens das platzsparende Format, das übrigens auch die Begründung für das Design der klassischen Oszilloskope des Herstellers ist:

1
1. Up to 20 times the measurement speed of conventional models
2
The AQ6361 OSA offers up to 20 times the measurement speed of the best-selling AQ6370E. This dramatically reduces the production test time for customers' optical devices and allows them to significantly improve production efficiency.
3

4
2. Compact design
5
The new model is approximately half the size of the AQ6370E. This space-saving design is in direct response to customer requests for a measuring instrument that takes up minimal bench space. The model is also suitable for integration into laser diode chip testers and other test systems.

CircuitPython 9.2.5 verfügbar

Limor Frieds Frauen haben eine neue Version von CircuitPython lanciert. Laut dem Change Log handelt es sich dabei um ein Wartungsrelease, das unter Anderem folgende Fehlerkorrekturen mitbringt:

1
Update frozen modules. 
2
     Enable function attributes and reverse arithmetic operators on most boards. 
3
     displayio: 
4
         Add tilepalettemapper. 
5
         add VT100 escape code support for scrolling and colors. 
6
     synthio and audiodelays additions 
7
     Add audioio on Espressif. 
8
     Add spitarget on SAMx (enabled on most SAMx5x boards). 
9
     Initial work on a Zephyr port. 
10
     Bug fixes. 
11
--- via https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/9.2.5

Neben der Intention, CircuitPython bald auch unter Zephyr laufen zu lassen, steht eine wichtige Änderung bevor. Teile des Displaystacks sind bald deprecated:

1
Uses of deprecated displayio bindings are now called out with warnings. For instance, displayio.Display is deprecated in favor of busdisplay.BusDisplay. In CircuitPython 10.0.0 the deprecated bindings will be removed.

Würth: ICLED-Farbrechner

Würth spielt seit einiger Zeit im Smart LED-Markt mit. Wenig bekannt ist, dass die Firma für ihre Lots “Farbinformationen” sammelt und speichert. Nun gibt es ein offizielles Werkzeug, das – wie in der Abbildung gezeigt – PWM-Werte unter Berücksichtigung dieser Korrekturwerte berechnet.

Bildquelle: https://redexpert.we-online.com/we-redexpert/en/#/ic-led-color-mixer-embedded

In eigener Sache: EMV Stuttgart Ante Portas

Der Newsautor wird diesmal die EMV zu Stuttgart unsicher machen – wer ebenfalls dort ist und tratschen (oder eine Zigarre rauchen) will, soll unter tamhan aeht tamoggemon rundesding com Laut geben.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Amper 2025 – Skill Level 26000

Der Veranstalter der liebsten Messe der Community hat den erreichten Skilllevel verkündet: 26000 Levels, äh Sorry, Jedi there are. Was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

TerInvests (zögerliche) Versuche, die Messe in Richtung Halbleiterbranche zu öffnen, verliefen nach Ansicht des Autors im Sande. Stattdessen stellte sich ein bunter Branchenmix ein, der von verschiedenen Elektroinstallationsunternehmen bis zu CNC-Lohnfertigern und Anbietern von Geräten für ebendiese reichte.

LPKF-Jagd, auf Chinesisch….

Das Konzept von Laser plus Platine hat LPKF zu geradezu beeindruckenden Vermögen verholfen. Mittlerweile gilt, dass andere Hersteller ebenfalls ein Stück von diesem (technisch nicht unbedingt komplizierten) Kuchen abhaben wollen.
Spezifischerweise gab es auf der Amper das gezeigte Gerät zu sehen – optische Ähnlichkeiten sind natürlich rein zufällig.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

…und auf tschechisch

Auch im Lande des Hochskillens hat man die Radarbeleuchtung auf LPKF fokussiert. Als Angriffswerkzeug dient das in der Abbildung gezeigte und etwas kleinere Gerät, das sich schon vom Platzbedarf eher an den Kleinbetrieb richtet.

Interessant ist, dass das Unternehmen von seiner Technologie durchaus überzeugt ist. Am Stand bot man an, Personen, die ihre Gerberdatei einsenden, kostenlos eine Version der Platine zu schießen und nach Hause zu schicken (siehe https://www.p2jtechnology.cz/en/).

CERVOZ: Robuste Arbeitsspeicher- und SSD-Module für Industrial Computing.

Das Aufkommen von SMD-Komponenten erhöhte die Vibrationsresistenz von allerlei Arten von Elektronik – Ursache dafür war die wesentlich geringere Masse der Komponenten.
In der Praxis gilt allerdings nach wie vor, dass sehr „vibrationsanfällige“ Bereiche mitunter haarig sind. CERVOZ begegnet diesem Problem mit verschiedenen „Modifikationen“ wie der Nutzung von speziellen Decklacken, um SSD und Arbeitsspeicher zu höherer Vibrationsfestigkeit zu verhelfen.

DataIO – Zwitterwesen im Bereich der Programmiergeräte.

Für „Kleinserien“ bietet sich die Nutzung von menschliche Energie zur Programmierung an – ein Pulk gebrauchter Workstations und eine angelernte Hilfskraft reichen aus, um kleinere Mengen von Systemen zu parametrieren.
Ab einer gewissen Losgröße oder einer gewissen Größe der Imagedatei bieten sich allerdings „komplexere“ Vorgehensweisen an. Der Programmiergerätespezialist DataIO zeigte auf der Amper die gezeigte Maschine.

Das vorliegende Gerät ist einerseits für Kleinmengen geeignet, nutzt aus Sicht von Software und Workflow allerdings dieselben Prozesse, die die Produktions-Programmiergeräte implementieren. Sinn davon ist, dass der Entwickler so schon früh mit der finalen Auslieferungs-Vorgehensweise experimentieren kann.

Wheel me – wartungsfreundlicher Roboter.

Liefer- und Transport-Roboter finden sich mittlerweile sogar in österreichischen und deutschen Restaurants. Am Stand von BEEWATEC gab es nun ein einzigartiges Produkt zu sehen, als es ob seiner Konstruktion leicht an verschiedene Frachtgrößen anpassbar ist.

Hervorgehoben wurde die extreme Wartungsfreundlichkeit des hauseigenen Roboters. So eine der in der folgenden Abbildungen gezeigten Rollen beschädigt ist, lässt sich diese auf zwei Arten austauschen. Einerseits steht ein „Kunststoff-Hebel“ (siehe https://www.instagram.com/tam.hanna/reel/DHa12RiNjnv/) zur Verfügung, der das Rad als Ganzes heraushebt. Alternativ können bei Vorhandensein eines Schraubenziehers die individuellen roten Rollelemente vor Ort ausgetauscht werden, um die Betriebsfähigkeit des Roboters sofort wieder herzustellen.

Fluke: Geräuschkamera zur Leckerkennung.

Wer unter Gewefze leidet, empfindet das in der Abbildung gezeigte Produkt von Fluke mit Sicherheit als lustig.

Es handelt sich dabei um eine an Flir und Co. erinnernde Kamera, die statt Farb-, Tiefen-oder Temperaturdaten Informationen darüber ausgeliefert, wie viel „Lärm“ an der jeweiligen Stelle entsteht.
Als primären Anwendungszweck avisiert Fluke dabei übrigens nicht die Beziehungspflege. Raison d’Etre ist viel mehr das Finden von Lecks in Rohrleitungen – wer in seinem Druckluft- oder Vakuumsystem Löcher eliminiert, kann die Betriebskosten der Erprobungsstätte erheblich reduzieren. Außerdem ist das System auch in der Lage, Arcing zu erkennen.

Gratulation zur Hundertsten!

Die in der tschechischen Republik erscheinende Elektronikzeitung feierte auf der Ampere ihr 100-jähriges Bestehen – in einem Giveaway gab es unter anderem Abonnements zu gewinnen. Die Redaktion von Mikrocontroller.net gratuliert herzlich zum Erfolg.

Technisches Museum Brno: Computerspielplatz.

Das Technische Museum zu Brünn war auf der Amper auch dieses Jahr mit einem vollen Stand vertreten. „Thema“ der diversen Exponate waren diesmal klassische Computerspiele – auch in Westdeutschland indizierte Klassiker wie Wolf3D gab es zu zocken.

Lustiges – keine schokoladenartigen Objekte mehr.

Der Ferritkern-Spezialist Almeto erfreute in der Vergangenheit immer wieder mit passiv-aggressiven Schildern, die auf die Nichtessbarkeit der als Bhaltis verteilten Ferritkernen hinwiesen.
Dieses Jahr hatte man die Faxen dicke, weshalb man stattdessen andere, offensichtlich nicht nach Bonbon aussehende Bhaltis verteilte.

MERICA – Pogo Pin-Sonde für den Solareinsatz

Die von Ingun im letzten Jahr gezeigten Pins zur Kontaktierung (siehe Beitrag „Amper 2024 – Honey, I shrunk the fair“) gab es diesmal im praktischen Einsatz zu sehen. Aufgrund des extrem unkooperativen Distributors haben wir leider nur ein Foto.

Amper, papierlos.

Teilnehmer bekamen dieses Jahr nicht einmal mehr einen Badge umgehängt – nach der per QR-Code erfolgenden Anmeldung war man im Großen und Ganzen auf sich selbst gestellt. Immerhin bekam jeder beim Eintritt die in der Abbildung gezeigte Karte, die unter anderem das Herunterladen verschiedener Messe-Informationssysteme ermöglichte.

Soziales und Automotives.

Den leeren Platz in einer der Hallen füllte die TerInvest mit verschiedensten Ausstellern im Bereich der Elektromobilität.

Die Verpflegung erfolgte – wie immer – durch eine Gruppe von Foodtrucks, die nun aber mehr zwischen den Hallen positioniert waren.

Flohmarkt bei BEN

Der tschechische Technik-Fachverlag BEN (siehe http://www.ben.cz/en/) nimmt seit einiger Zeit an verschiedensten Events mit Flohmarkt-artigen Ständen teil. Auch auf der Ampere gab es das eine oder andere Schnäppchen zu machen – zu beachten ist allerdings, dass wie immer lediglich Cash-Zahlung zugelassen ist. Die Bankomaten am Messegelände fressen außerdem – wie immer – eine
durchaus erhebliche Kommission.



Skillerzählung

Zu guter Letzt sei eine Pressemitteilung der Aufskillungsgesellschaft TerInvest abgedruckt, die über die Skills der Messe berichtet:

1
Actually we know the number of visitors: 26 000, the last year was 24 000. 
2

3
We will prepare the final report from the fair by the end of the month.

Fazit und Ausblick.

Im Jahr eins nach der Herunterskillung zeigt sich die Amper durchaus lebendig – über „Mangel an meist zahlenden Besuchern“ muss der Veranstalter mit Sicherheit nicht klagen.
Fraglich ist allerdings, „wie“ es weiter geht. Den Verlust von großen Ausstellern – im Immobilienbereich (Stichwort Dead Malls) spricht man von Anchor Tenants – kompensierte TerInvest nach Maßgabe der Möglichkeiten durch kleinere Unternehmen, beispielsweise im Fertigungsbereich. Dies führt zwar einerseits zu einer bunten Mischung, andererseits aber auch dazu, dass die wegen eines Lieferanten oder Kundenbesuchs anreisenden Personen nicht mehr so häufig auftauchen. Unterm Strich bleibt es also spannend.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Amper 2025 – Messe, im Kreis drehend

Ein Jahr nach der Herunterskillung schickt die TerInvest die 31. Ausgabe ihrer Messe ins Rennen – statt der dritten Halle bietet man einen Kongress zur technischen Realität der Elektromobilität. Wie sich die auch als EmbeddedWorld des Ostens bezeichnete Lieblingsmesse der ucnet-Community im Jahre 2025 sonst präsentiert, klärt der folgende Artikel.

Keine Ruhe in Sachen Reorganisation

Die dreissigste Ausgabe der Messe – wir berichteten unter Beitrag „Amper 2024 – Besucher hoch skillen, Fläche herunter skillen“ – musste den Verlust einer der drei Hallen einstecken. Amper Nummero 31 konnte diese Herunterskillung nicht aufheben – als “Rettungsanker” avisierte die TerInvest stattdessen die Veranstaltung eines Kongresses zur Elektromobilität in der Praxis.

Bildquelle, alle: Tamoggemon Holding k.s.

Bedauerlich ist außerdem das Fernbleiben immer mehr großer Aussteller: HellermanTyton, Fischer 1968 und Farnell waren beispielsweise gar nicht mehr vertreten, während viele Firmen im Elektrotechnikbereich ihren “Universaldistributor” ElkovElektro vorschickten.

Eine Neuigkeit in Sachen Werkzeug sucht man vergebens

ElkovElektro vereinigte auf seiner Standfläche mehr als 40 Firmen. Die früher beliebten Messerabatte, beispielsweise bei Wiha, finden sich nun in einem rund zwanzig Seiten umfassenden Universalkatalog.

Eines der wenigen Unternehmen, die nach wie vor eigenständig ausstellten, war Weicon. Auch hier gab es das eine oder andere Schnäppchen mitzunehmen.

Im Multimeterbereich geht es um Solarenergie

Uni-Trend war wenige Tage nach dem Ende der EmbeddedWorld mit fast dem gleichen Personal vor Ort. Der Fokus des Stands lag diesmal auf Multimetern für den Solareinsatz – wohl ob der sehr hohen Isolationsspannung geraten die Geräte geradezu gigantisch.

Außerdem zeigte man verschiedene Geräte zur Bemessung der Isolation.

In Sachen Thermokameras war Uni-Trend seit jeher durchaus aktiv. Nun gibt es ein kleines Add-On für Smartphones, das vom Handling her an die InfiRay-Produktlinie (siehe https://www.youtube.com/watch?v=BVW5B7HZP50) heranreicht und – witzigerweise – sogar mit der InfiRay-Kamerasoftware funktioniert.

Neues RF-Equipment chinesischer Provinienz

Messtechnikspezialist BluEmi präsentierte – wie so oft – Geräte aus eher selten gesehenen Händen. Diesmal lag der Fokus auf dem chinesischen RF-Spezialisten Ceyear, der sowohl einen Signalgenerator als auch einen Spektralanalysator mit einer Grenzfrequenz nördlich der 50 GHz präsentierte.

Genaue Preise waren wie so oft schwer erhältlich, insbesondere im Fall des Spektralanalysators liegt es an der immensen Breite der verfügbaren Softwareoptionen. Für ein “Basismodell” mit 50GHz nannte man nach ausgiebiger Pressage einen Einstiegspreis von rund 140kEUR (hundertvierzigtausend und null EUR)

Zu guter Letzt noch zwei Schilder mit zusätzlichen Informationen zum Gebotenen.


Suche verzweifelt: Danaher-Distributor

Teste – in der Vergangenheit sowohl für eine Überraschung als auch für einen rettenden Regenschirm zu haben – war diesmal ebenfalls nicht von der Partie.

Immer mehr Multimeterhersteller

Das Fehlen von Danaher kompensierte die TerInvest durch massiertes Einladen kleinerer Unternehmen – im Multimeter- und Isolationsmessungsbereich wimmelte es.
Hervorzuheben ist hier die PanControl – neben einem Stand parkierte man ein durchaus witzig aufgemachtes Werbeauto zwischen den beiden Hallen.

Linse in Rosarot – oder – Silikat zum Färben von optischen Gläsern

Optische Gläser sind im Bezug auf die optischen Eigenschaften den meisten farbigen Gläsern überlegen. Der auch an Prototypenmengen interessierte Glasfertiger EcoGlass begegnet diesem Problem mit einer als SOL-GEL bezeichneten Technologie.

Dabei handelt es sich um eine dünne Silikonoxidschicht, die auf dem optischen Glas aufgebracht wird und seine Farbe verändert. Vorteil der Technik ist, dass sie die zugrundeliegenden optischen Eigenschaften nur wenig verändert, und sowohl gegen Chemikalien als auch gegen Temperaturen von bis zu 300 Grad Celsius robust ist.

Leicht reparierbarer Roboter

Am Stand der BeeWaTec zeigte man mit wheel_me einen Industrieroboter, der auf Flexibilität und einfache Reparatur ausgerichtet ist.

Ob der Konstruktion aus Stäben ist die Größe der Tragefläche leicht anpassbar. Ein besonderer Clou findet sich indes in den Rädern – diese sind sowohl auf Rollen als auch auf Radmodulebene vor Ort austauschbar, was die Verfügbarkeit des Robotersystems erhöht.

Mit Sensit zu Braten bzw. Erfolg

Wer einen Retigo-Konvektomaten sein Eigen nennt, kennt die für Prager Schinken und Co immens hilfreiche Mehrpunkt-Temperatursonde mit Sicherheit. Ein durchaus interessanter “Nebeneffekt” der Entscheidung der TerInvest, kleinere Unternehmen bzw Aussteller zu forcieren, ist das Auftauchen exotischer Firmen. Der Hersteller der Bratentemperatursonde ist das Unternehmen Sensit – es war ebenfalls vor Ort.

Ein Distributor auf Abwegen

RayService ist als zentraleuropäische Distributionsstelle für alle Arten von Steckverbinder bekannt. Weniger bekannt ist, dass sich das Unternehmen auch in Sachen Kabelfertigung gut eingerichtet hat und mittlerweile 80% seines Umsatzes abseits der Distribution erwirtschaftet.

Als Tätigkeitsbereiche avisiert man dabei die in den Abbildungen gezeigten Bereiche.


Interessant ist, dass sich die Kunden daran durch die Bank nicht zu stören scheinen – im Gegenteil freut man sich, so der Grundtenor, sogar über die höhere Erfahrung des Verkaufspersonals.

Hoch hinaus mit Elektromotor

Am Stand von MGM COMPRO ist sofort klar, dass die eigene Turbine im Vordergrund steht. Beim hier gezeigten Motor handelt es sich indes nicht um einen Windgenerator, sondern um einen Ersatzantrieb für Flugzeuge.

Das aus Zlin stammende Unternehmen plant für 2026 einen Erstflug eines Passagierflugzeugs auf Basis der Turbine. Als “Airfoil” ist dabei höchstwahrscheinlich die unter https://en.wikipedia.org/wiki/Evektor_EV-55_Outback im Detail beschriebene Maschine vorgesehen – das Standpersonal sprach von einer “LET410-artigen Maschine” und zeigte ein Bild, das an die (mit der LET410 größenmäßig nicht vergleichbare) EV-55 erinnerte.

Rückwirkend: lauert hier Lustiges?

Vielleicht konnte sich der Autor einen kleinen Scherz nicht verkneifen. Wer als Erster einen Scherz findet, soll ein Kommentar posten und bekommt eine kleine Überraschung!

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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EmbeddedWorld, Round-Up – vom Funkmodul, Feldbus, Batterie und RTOS

IQRF arbeitet daran, die hauseigene Mesh-Funktechnologie in einen offenen Standard umzuwandeln. Single Pair Ethernet wächst und wächst, während die CAN-Organisation eine abgespeckte Variante von CAN FD ins Rennen schickt. Was es in Sachen RTOS Neues gibt, verraten wir hier ebenfalls. Zu guter Letzt gibt es die übliche Pressemeldung mit Besucherzahlen und Statistiken.

ThreadX – Reorganisation und erstes microsoftfreies Release

Die Eclipse Foundation arbeitet pausenlos daran, die hohe Zertifikation des von Microsoft übernommenen Echtzeitbetriebssystems aufrechtzuerhalten. Die als rechtliche Infrastruktur dienende ThreadX Alliance ist nun startbereit, mit der Version 6.4.2 steht das erste ohne MS-Mitarbeiter zusammengestellte Release am Start. Im Bezug auf die Zertifikation von 6.4.x war die aktuelle Aussage, dass der von Microsoft bekannte Abdeckungslevel gegen Ende des Jahres wieder erreicht wird.

Zephyr – Rust, USB und mehr

Am Stand der Zephyr-Entwicklerschaft lag der Gutteil der Präsentationsarbeit auf diversen Partnern – neu ist beispielsweise, dass auch MicroEJ der Allianz beigetreten ist (und sich so den eigenen Stand spart). Im Bezug auf wirklich neue Features sprach ein von Silicon Labs ausgeliehener Entwickler erstens vom rapiden Wachstum der Plattform. Dieser Eindruck bestätigte sich nach Ansicht des Autors auch in den diversen von verschiedenen Chipherstellern gehaltenen Seminare, die der Teilnehmerschaft die Arbeit mit der HAL und dem Buildsystem von Zyphr näher bringen wollten. Analog Devices präsentierte beispielsweise die in den Abbildungen gezeigte hauseigene IDE.

Als „sonstige neue Features“ betonte man die immer bessere Unterstützung für Rust einerseits, andererseits einen neuen USB-Stack mit MIDI-Fähigkeiten.

Segger – SystemView für ThreadX, embOS Ultra für MPUs

Segger lieferte Detailverbesserungen: erstens steht die Analyselösung SystemView fortan auch für ThreadX-basierte Applikationen zur Verfügung, was Fehlersuche und Monitoring erleichtert. Außerdem steht das für seine sehr hohe Timing-Genauigkeit bekannte embOS Ultra fortan auch für MPUs zur Verfügung – seine unique sales proposition ist ein vom Systemtick teilweise unabhängiges Gebersystem, das das genauere Schedulen der Prozessaktivierung erlaubt.

Bildquelle: https://www.segger.com/products/rtos/embos/editions/embos-ultra/#ultra-high-resolution

Murata – UWB- und LoRA-NTN-Module, Allianz zur Vereinfachung von IoT-Systemen

Im Hause Murata ist man seit jeher gewillt, seine Chip-Zulieferer mit verschiedensten Arten von Funkmodul zu unterstützen. Neben einem UWB-Modul gibt es eine Variante von LoRA, die auch zur Satellitenkommunikation befähigt ist.

Dass Hersteller von Funkmodulen ihre Produkte im Zusammenspiel mit Cloudlösungen anzubieten suchen, ist per se nicht neu. Murata versucht mit dem in der Abbildung gezeigten System indes, den nächsten Schritt in Sachen Integration zu gehen. Interessant ist, dass die eigentliche Abrechnung derzeit noch über den Netzbetreiber erfolgt.


U-Blox – GPS-Modul mit integrierter Antenne

Mit dem DAN-F10N zeigen die Schweizer einen GPS-Empfänger, der zwar einerseits auf aktuelle Positionierungstechnologien setzt, andererseits aber eine integrierte Antenne mitbringt.

Würth – Cordelia-I-WiFi-Modul mit MQTT over TLS-Offloading

WizNets TCP-Offloading animiert im Hause Würth zu einem – übrigens auf der Messe nicht gezeigten – WiFi-Modul. Sein wichtigstes Argument ist die Implementierung bzw Integrierung eines MQTT-Offloadingsystems, das sich um die Protokollverwaltung kümmert und so mehr Ressourcen auf der Host-MCU freilässt:

1
The new Wi-Fi module from Würth Elektronik independently manages secure cloud connections, thus reducing the workload on the host MCU. MQTT over TLS is used as the primary protocol for connecting to the cloud. The module features a secure Root of Trust (a fundamental security concept in information technology) that is unique and tamper-proof. All cryptographic keys are securely generated and stored within the module.
2

3
Cordelia-I supports cloud connectivity via Crypto Quantique's QuarkLink platform, ensuring secure and scalable zero-touch provisioning as well as cloud onboarding of the end device in the field.

CAN: CAN FD Light für Situationen mit „treudoofen“ Gegenstellen

Die nicht unerhebliche Komplexität eines vollwertigen CAN-Controllers sorgt für gewisse Mindestkosten bei der Nutzung dieses insbesondere im Automotivebereich weit verbreiteten Bussystems. Mit CAN FD Light steht nun eine neue abgespeckte Variante zur Verfügung, die sich wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

BILD 10 11 12 13

Die neue Variante unterteilt die Kommunikationsteilnehmer in aktive XXX und Befehle ausführende XXX – zweitere benötigen nur einen simplen Transciever, was die Kosten reduziert.

ProfiNet – wir machen auch in Tracking

Im Hause ProfiNet zeigte man eine Art „HAL für Tracker“. Intention ist, proprietäre Protokolle und Kommunikationsstandards im Bereich Tracking nach Maßgabe der Möglichkeiten hintanzuhalten.

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Single Pair Ethernet – Steckerstreit beendet, Wachstum beginnt

Wefzigkeit lohnt nur selten – reicht es dem Partner, so kauft er Bitcoin und verlässt die EU. Ähnliche Erfahrungen dürften die diversen im SPE-Bereich um die Vorherrschaft balgenden Steckerhersteller gemacht haben: das Gezoffe nervte potentielle Adopteure der Gesamt-Technologie.
Der Weg zur Lösung des Problems ist das in der Abbildung gezeigte „Steckergesicht“, das die beiden SPE-Leitungen trägt. Hersteller können dieses dann in allerlei Arten von Steckverbinder verpacken – Rundstecker sind explizit ebenso geplant.

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Der Markt würdigt dies auf mehrerlei Art. Der – sehr freundliche – Gesprächspartner aus dem Hause Weidmüller berichtete, dass die von den Besuchern am sehr aktiven Stand gestellten Fragen mehr und mehr in Richtung des „how do I get started“ gingen, während Besucher früher vor Allem nach Sinn und nach der Steckerfrage fragten. Neben verschiedenen Ankündigungen der Unterstützung gilt außerdem, dass immer mehr Firmen dem Standardisierungsgremium beitreten.

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IQRF – Mesh-Technologie am Weg zum offenen Standard

Die in der tschechischen Republik vorangetriebene IQRF-Technologie haben wir in der Vergangenheit öfter erwähnt. Wohl im Interesse schnellerer Adoption arbeiten die Tschechen nun daran, das System – wie in den Abbildungen gezeigt – in einen offenen Standard umzuwandeln. Neben neuen Funkmodulen gibt es außerdem einen Rabatt auf das Evaluationskit, das erste Experimente mit dem System zu beschleunigen sucht.

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QuecTel – Smart Modules und neue Funkstandards

Im Bereich der Smart Modules – Funkmodul plus MCU – gab es bei QuecTel einen Neuzugang.

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Fokus ist hier – wie sollte es auch anders sein – die bessere Ausführung von Aufgaben der künstlichen Intelligenz:

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Powered by the advanced QCS8550 IoT chipset from Qualcomm Technologies® and featuring a Kryo CPU, the SG882G is engineered to support high-performance applications requiring edge computing and real-time multimedia streaming. The SG882G also features an Adreno 740 GPU and a 48 TOPS neural processing unit, providing exceptional computing performance for complex workloads. The module also features a Spectra ISP, Adreno 8550 VPU, and Adreno 1295 DPU, making it ideal for applications that demand advanced image processing, video encoding/decoding, and real-time AI capabilities

Für den Smart Metering-Bereich steht ein neues Modul zur Verfügung, das LTE 410 bzw LTE 450 unterstützt:

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Were delighted to introduce the EG950A-ENL LTE Cat 4 module to support large-scale smart meter deployments with cost-eNective LTE 450 and LTE 410 connectivity,

Zu guter Letzt steht ein neues Modul ante portas, mit dem man im Garten von Espressif zu wildern sucht:

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Utilizing the 2.4GHz and 5GHz Wi-Fi frequency bands, the FCM363X
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boasts a high-performance ARM Cotex-M33 processor clocked up to 260MHz and
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features built-in 1.2MB SDRAM and 8MB flash memory. PSRAM is also supported with
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an optional expansion to enable more complex applications.

CAVLI – neue Smart Modules

CAVLI ist normalerweise für seine mit einem hauseigenen SDK programmierbaren Module bekannt. Seit einiger Zeit bietet man allerdings auch Smart Modules an, die Android bzw Linux ausführen können.
Die Neuerungen von dieser EmbeddedWorld sind nun Erweiterungen bzw Aktualisierungen des verwendeten QuecTel-Chipsatzes.

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Telit – im Zeichen von 5G

Im Hause Telit erweitert man die 5G-Modulpalette strategisch.

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SemTech – neuer LORA-Chip LR2021

Semtech möchte die hauseigenen Transciever auch abseits der LoRA-Produktfamilie verwendet wissen. Mittel der Wahl ist ein neuer Chip, der – wie in der Abbildung gezeigt – auch die LPWAN-Protokolle anderer Hersteller bzw Implementierer zu unterstützen gedenkt.

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Zur Lustigkeit trägt bei, dass das Produkt auch den als FLRC bezeichneten High Speed-Modus von LoRA unterstützt. Dabei handelt es sich um ein bis zu 2.6Mbps schnelles Sonderregime, das laut Semtech unter Anderem zur Übertragung von für AI-Modelle vorgesehene Informationen Verwendung finden soll.
Interessant empfand der Autor auch die folgende Slide, die unter Anderem die Audioübertragung via LoRA avisierte.

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###SimComm – neues CAT1BIS-Modul
Am Stand von SimComm hatte man den Gutteil der Munition bereits auf der Electronica verschossen – neu ist nur das in der Abbildung gezeigte CAT1BIS-Modul.

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AI-Thinker – Bluetooth UWB-Positionierungsmodul

AI-Thinker bietet ein Bluetoothmodul an, das sich – wie in der Abbildung gezeigt – als UWB-Positionssender heranziehen lässt.

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Kyocera – neue Antennen für Satellitenfunk

Der auf der Electronica forcierte Trend zum Satellitenfunk im IoT-System macht auch vor Antennenherstellern nicht Halt. Die Abbildung zeigt die neuen Antennen aus dem Hause Kyocera, die als Messeneuheit präsentiert wurden.

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NichiCon – Lithiumtitanatbatterien nun mit bis zu -30 Grad Celsius

Der Kondensatorhersteller sieht die EmbeddedWorld vor allem als IoT-Event, weshalb keine neuen Kondensatoren gezeigt wurden. Demonstrationsobjekt Nummer eins waren stattdessen die gezeigten Batterien, die nun -30 Grad Celsius aushalten.

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Zaya – Containerlösung für Mikrocontroller

Die Popularität von Docker und Co ist ungebrochen. Ein Start-Up verspricht nun, ein derartiges System selbst auf den kleinsten Controllern anbieten zu können.

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Texas Instruments ZeroCode

Auch ZeroCode verdient eine (kurze) Erwähnung. Es handelt sich dabei um eine weitere blockbasierte Programmiersprache, die die Erzeugung von Embeddedsystemen zu erleichtern sucht.

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Analog Devices – Stethoskop mit Accelerometer

Am Stand von DigiKey fand sich – eine nach Meinung des Autors leider zu wenig promotete – Demo aus dem Hause Analog Devices.

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32 000 visitors there were

Die alljährliche Volkszählung der Messe Nürnberg ist soeben erfolgt, die relevanteste Passage ist die folgende:

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Nahezu 1.200 Aussteller aus 46 Ländern präsentierten den rund 32.000 Besuchern auf der embedded world Exhibition&Conference ihre Produkte, Lösungen und Innovationen. Die begleitenden Konferenzen wurden von 1.897 Teilnehmern aus 47 Ländern besucht.

In eigener Sache – bis nächstes Jahr!

Die Messe Nürnberg hat den Termin für die nächste Ausgabe des Kongresses bereits festgelegt. Der Newsautor hofft, dass die Berichterstattung hilfreich war.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Weiterlesen

EmbeddedWorld 2025, Tag 3 – im Strom der Komponenten, FPGAs und mehr

Ob der Größe der Messe gab es auch am dritten Tag einiges an Neuigkeiten zu sehen. Neben einer – nur als Ankündigung gezeigten – neuen PIC32-Familie zeigte Nuvoton neue MCUs. Außerdem gab es Sensoren samt innovativen Anwendungsszenarien zu sehen; Analog Devices demonstrierte ein Stethoskop auf Basis eines Accelerometers. Zu guter Letzt gibt es in Sachen Nicht-SPe-Steckverbinder die eine oder andere Portfolioergänzung.

Nuvoton – neue MCU für USB PD

Im Hause Nuvoton arbeitet man permanent an der Spezialisierung – die neueste MCU ist ein Low Power-System auf Basis eines Cortex-M23. Als besonders relevanten Anwendungsfall hat Nuvoton dabei USB Power Delivery auserkoren.





(Bildquelle, alle wo nicht anders angegeben: Tamoggemon Holding k.s.)

Außerdem zeigte man eine Demo, die den vor der Show angekündigten AI-Mikrocontroller zur Skelettierung von vor dem Sensor angetroffenen Personen heranzog – Ähnlichkeiten zum Kinect sind auch hier rein zufällig.


Zu guter Letzt gibt es ein Slidesheet mit Informationen zur hauseigenen MPU.

Microchip PIC32A – neue 32bit-MCUs mit starker Analogperipherie und FPU um rund 1USD

Am Stand von Microchip nicht zu sehen war eine neue Variante der PIC32-Familie, die sich überblicksweise wie im Architekturdiagramm gezeigt präsentiert.

Bildquelle: Microchip

Zur eigentlichen technischen Ausstattung vermeldet Microchip dann folgendes:

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Die 200-MHz-/32-Bit-PIC32A-Reihe wurde entwickelt, um den Bedarf an externen Komponenten deutlich zu reduzieren. Sie verfügt über integrierte, schnelle Analog-Peripherie, 12-Bit-A/D-Wandler mit bis zu 40 MSamples/s, schnelle Komparatoren (5 ns) und Operationsverstärker mit 100 MHz Verstärkungsbandbreitenprodukt (GBWP) für intelligente Flankenerkennung. Diese Funktionen und eine hochleistungsfähige CPU ermöglichen das Ausführen mehrerer Funktionen auf einer einzigen MCU, was die System- und Stücklistenkosten optimiert. 
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Zusätzlich sind Hardware-Sicherheitsfunktionen wie Fehlerkorrektur (ECC) für Flash und RAM, Memory Built-In-Self-Test (MBIST), I/O-Integritätsüberwachung, Taktüberwachung, unveränderlicher sicherer Start und Flash-Zugriffskontrolle integriert. Damit ist eine sichere Ausführung von Software-Code in Embedded-Steuerungen möglich.
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Eine 64-Bit-Fließkommaeinheit (FPU) in den PIC32A-MCUs verwaltet daten- und rechenintensive Anwendungen effizient und vereinfacht die Übernahme modellbasierter Designs. Die MCUs unterstützen Entwickler bei der beschleunigten Ausführung rechenintensiver Anwendungen, die hohe Leistungsfähigkeit bei Sensorschnittstellen und Datenverarbeitung erfordern.

Unter der URL https://www.microchip.com/en-us/products/microcontrollers-and-microprocessors/32-bit-mcus/pic32a findet sich schon jetzt eine Modellübersicht. Die versprochenen Preispunkte erreicht das Produkt dabei – wie in der Abbildung gezeigt – im Allgemeinen.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/PIC32AK6416GC41036

SiliconLabs – im Zeichen des Energy Harvesting

Im Hause SiliconLabs – unter Anderem stellt man den Mikrocontroller für den Arduino Nano Matter – zeigte man vor Allem Demos, die sich mit Energy Harvesting auseinandersetzten. Die in der Abbildung gezeigte Demo ist dabei insofern besonders, als sie ein ePaper-Display mit der erbeuteten Energie mitversorgt.

npZero – Beginn des Evaluationsboard-Versands steht bevor

npZero – das skandinavische Unternehmen bietet einen „Sensor-Überwachungs-IC“ an, der ob seines von einem Zustandsautomaten abgeleiteten inneren Aufbaus nur sehr wenig Strom verbraucht – gibt es Bewegung. Der bisher nur als Emulator verfügbare (und von der Programmierung her nicht sonderlich komplexe) Chip ist am Weg in die Fertigung.

Dem Newsautor wurde zugesagt, dass der Versand der Evaluationsboards im Laufe der nächsten Wochen beginnen wird. Unklar ist indes, was die Platinen kosten und wie die Reihung der Kunden erfolgt.

Fixed Function-ICs für Wakeword-Erkennung und mehr

Das Start-Up PIMIC schickt zwei ICs ins Rennen, die bestimmte häufig anzutreffende Aufgaben im Audiobereich als Fixfunktionseinheit anbieten. Neben Wakeword-Erkennung gibt es auch ein Bauteil, das sich auf die Geräuschqualitätsverbesserung von Mikrophonen spezialisiert hat.




Für den NC100 soll ein Evaluationsboard im dritten Quartal verfügbar werden, während die Wakeword-Engine wohl erst im nächsten Jahr samplebar sein wird.

Renesas RZ/V2N – neue Vision-MPU der Mittelklasse

Eine weitere vor Allem „digital“ wahrzunehmende Meldung betrifft eine neue Vision-MPU aus dem Hause Renesas. Spezifischerweise kommt eine neue MPU auf den Markt, die die Familie erweitert:

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Similar to its high-end device, the RZ/V2H, the new RZ/V2N MPU comes with Renesas proprietary AI accelerator, DRP (Dynamically Reconfigurable Processor)-AI3, boasting 10 TOPS/W (Tera Operations Per Second Per Watt) power efficiency and an AI inference performance of up to 15 TOPS through its advanced pruning (Note 1) technology. With the latest addition of the RZ/V2N, the RZ/V series has now expanded to cover a full range of markets, from the low-end RZ/V2L (0.5TOPS) to the high-end RZ/V2H (up to 80 TOPS). 
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The new MPU is significantly smaller than the RZ/V2H, with its package area measuring only 15 mm square, reducing the area required for mounting by 38%. Inheriting the advanced features of the RZ/V series, the RZ/V2N combines high AI performance with low power consumption

Bildquelle: Renesas, via https://www.renesas.com/en/about/newsroom/renesas-extends-mid-class-ai-processor-line-rzv2n-integrating-drp-ai-accelerator-smart-factories-and

Zu den technischen Daten der ab 19. März erhältlich werdenden MCU vermeldet man folgendes:

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Similar to the RZ/V2H, the new RZ/V2N is equipped with four best-in-class Arm® Cortex®-A55 CPU cores and a single Cortex-M33 core, coupled with a high-quality image signal processor (ISP), Arm Mali-C55. The RZ/V2N also has two channels of MIPI camera interfaces, which allow two cameras to be connected to capture double-angle images.

Eclipse Foundation – Open Hardware-Mikrocontroller im Anmarsch

OpenHW ist – nun als OpenHW Foundation – Teil der Eclipse Foundation. Ziel ist das Anbieten eines komplett quelloffenen Embedded-System-Stacks. Mit dem in der Abbildung gezeigten Core-V steht ein im 22nm-Prozess gefertigter Chip auf Basis von RISC/V ante Portas.

OnSemi – iTOF-Sensoren, Infrarot und mehr

Im Hause ONSemi lag der Fokus der Neuerungen auf Sensoren – die hauseigenen iTof-Sensoren (denke: Kinect) haben ein mit klassischen RGB-Sensoren vergleichbares Interface, was die Schaltungsintegration erleichtert. Außerdem vermeldet man die folgenden Komfortfeatures:

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Neu: onsemi stellt mit der Serie Hyperlux ID die branchenweit ersten Echtzeit-iToF-Sensoren (indirect Time of Flight) vor, die präzise Langstreckenmessungen und 3D-Bildgebung von sich schnell bewegenden Objekten ermöglichen. Durch die eigene Global-Shutter-Pixelarchitektur von onsemi und integrierten Speicher kann Hyperlux ID eine gesamte Szene erfassen und gleichzeitig Tiefenmessungen in Echtzeit verarbeiten. Dieser neue Ansatz umgeht die Einschränkungen von Standard-iToF-Sensoren und ermöglicht eine Tiefenmessung bis zu 30 m oder viermal weiter als Standard-iToF-Sensoren  und das alles in einem kleineren Formfaktor. Die Sensoren sind auch in der Lage, monochrome (schwarz-weiß) Bilder und Tiefeninformationen gleichzeitig zu erzeugen. Damit liefern die Sensoren eine umfassende Ansicht der Umgebung, ohne dass separate Sensoren für visuelle und Tiefendaten erforderlich sind. 

Außerdem zeigte man eine Infrarotkamera, die zur Inspektion von Wafern vorgesehen ist – einzigartig ist die Fähigkeit des Infrarotes, „in“ den Wafer hineinzusehen.

Interessant ist ausserdem, dass verschiedene Hersteller von smarten Kameras wie die eConSystems bereits fertige Module auf Basis der neuen Sensoren anbieten.

TropicSquare – komplett quelloffener Sicherheitschip

Im Bereich TPM und Co herrscht über die Implementierungen nur allzu gern Stillschweigen: wer ein Datenblatt zu ziehen gedenkt, darf oft ein NDA unterschreiben.

TropicSquare bietet nun eine quelloffene TPM-Implementierung an. Im Moment sind die TPMs bereits als Engineering Sample erhältlich, netterweise in Form eines Click-Boards.

FPGAs, zur Ersten – AMD UltraScale+

Im Hause AMD schickt man ein neues FPGA ins Rennen, das auf IO-lastige Anwendungen optimiert ist. Die Grafik verortet das Bauteil in der restlichen FPGA-Familie aus dem Hause AMD.

FPGAs, zur zweiten – Altera Agilex 3

Nach der Vorstellung des Agilex 5 kommt nun ein kleineres System an den Start – interessant ist, dass es – wie in der Abbildung gezeigt – in weiten Bereichen mit dem Agilex 5 pinkompatibel ist. Das hier gezeigte Evaluationsboard entstand durch „BOM-Anpassung“; im laufenden Betrieb wurde es etwas wärmer als handwarm.

Der Agilex 3 ist dabei eine funktionsumfangsreduzierte Variante des Agilex 5; insbesondere im Bereich der kleineren Familienmitglieder gab man am Stand die Parole des „pure FPGA“ aus. Darunter versteht Intel sein FPGA-Bauer vor Allem, dass nur wenig Fixfunktionseinheiten auf den Chips unterkommen. Im Zusammenhang mit der stark reduzierten Gatteranzahl führt dies auch zu geringerem Stromverbrauch.

ASUS IoT – Industrie-PCs auf Basis von NVIDIA Jetson

Computer Vision wird immer wichtiger: die von Richard Rieger seit Jahren gekonnt geleitete IoT-Abteilung liefert nun, wie in der Abbildung gezeigt, neue Industrie-PCs auf Basis dieser Technologie ins Rennen.



Interessant ist ein auf der Rückseite befindlicher DB9-Stecker, der die verschiedenen GPIO-Signale des SoCs exponiert.

Wago – Wagoklemme X Stecker

Wago setzt die hauseigenen Kabelklemmen fortan auch „hinten“ an Steckverbinder, was das Anstecken der erbeuteten Kabel erleichtert.


Phoenix Contact – innovatives Gehäuse

Phoenix erweitert einerseits die bekannte Mausefalle-Technik, um neue Formfaktoren und Kabeldicken abbilden zu können. Andererseits zeigt man ein neues Gehäuseschema, das mit einigen interessanten konstruktiven Besonderheiten aufwartet.


Die asynchrone Länge der Front- und Rückseite ermöglichen einerseits das Installieren verschiedener externer Steckverbinder, andererseits aber das simple Einbauen von Platinen.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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EmbeddedWorld 2025, Tag 2 – Messtechnik und mehr

Die zeitliche Nähe zur Electronica wirkt sich in Sachen Neuigkeitsgehalt negativ aus: Hersteller wie Geely konzentrierten sich darauf, ihre auf der Elektronica als Konzept gezeigte Chips zu finalisieren. Trotzdem gibt es die eine oder andere interessante Meldung – Siglent erweitert das hauseigene Multimeterportfolio, während Batronix sein Oszilloskop stabilisiert. Verschiedene Special Interest-Hersteller bieten neuartige Messtechnik an, die – oft auf die Analyse digitaler Protokolle spezialisiert – durchaus interessante neue Messverfahren ermöglichen sollte. GoWin zeigte derweil für Metrologie geeignete PCIe-FPGA-Karten, während PCB-Hersteller ihre Materialschlacht fortsetzen.

Shelly X – Erweiterung der hauseigenen Plattform für Drittanbieter

Shelly – das Unternehmen ist für seine schlüsselfertigen Schalter bekannt – bietet seit letztem Jahr auch ein Modulportfolio an, das ESP32-artig die Integration von Drittherstellerprodukten ins hauseigene Ökosystem erleichtern soll. Auf der EmbeddedWorld betonte man wie in der Abbildung gezeigt die Vorteile der Plattform.

Bildquelle alle: Tamoggemon Holding k.s.

Batronix Magnovia – am Weg zur Stabilisierung

Das von Batronix entwickelte Oszilloskop ist per se bekannt – nach der Auslieferung beginnt die Implementierung von Kundenwünschen und die Erhöhung der Softwarestabilität. Neben Erweiterungen im Bereich der FFT gibt es nun einen Transportkoffer und einen Fussschalter zum Auslösen des Triggers. Interessant sind dabei die weitreichenden Triggereinstellungen.

Außerdem ermöglicht Batronix fortan die Steuerung des Oszilloskops per SCPI. Diesbezügliche Codesamples veröffentlicht das Unternehmen in einem GitHub-Repositorium.

Acute Technologies – Protokoll-Exerciser

Beim Test digitaler Systeme wünscht man sich immer wieder „Closed Loop“-Systeme, die auch zur Anregung des DuT befähigt sind. Auf der EmbeddedWorld zeigte der PC-Spezialist Acute Technologies nun ein diesbezügliches Gerät.

Siglent SDM4065A – 6.5-stelliges Multimeter mit Touchscreen

An sich erst für die Vorstellung im April ist das in der Abbildung gezeigte Multimeter vorgesehen, das eine Nominalauflösung von 6.5 Stellen bietet. Siglent betonte am Stand ausserdem, dass das Produkt ob seines Ethernetinterfaces auch zur Fernsteuerung per Netzwerk taugt.

Bei näherer Analyse – ein Video folgt ob des fehlenden Laptops erst nach Rückkehr – zeigte sich erstens gute mechanische Stabilität, der Touchscreen reagierte rasch auf Testeingaben. Außerdem findet sich auf der Rückseite der Maschine ein Slot für eine Scannerkarte. Hier wollte sich Siglent indes noch nicht festlegen, welche Optionen angeboten werden – klar ist derzeit „nur“, dass der Scanner Fixfunktionseinheiten (lies Kanal mit NUR Strom oder NUR Spannung) bieten wird.

Teledyne LeCroy – PCIe 7-Verifikationslösung

Im Hause Teledyne Lecroy gab es keine neuen Oszilloskope zu sehen. Stattdessen demonstrierte man wie in der Abbildung gezeigt ein neues Softwarefeature, das einigen Hochleistungsoszilloskopen des Herstellers die Überprüfung von PCIe 7.0-Konformität ermöglicht.

Bei aufmerksamer Betrachtung lässt sich ausserdem feststellen, dass das verwendete DuT nicht aus dem Hause LeCroy stammt – diesbezügliche Produkte sind derzeit noch in Arbeit.

Red Pitaya 2 – verschiedene Verbesserungen durch die Bank

Nachdem man im Hause Red Pitaya immer wieder Erweiterungen auf den Markt brachte, folgt nun ein komplettes Redesign des metrologischen Gassenhauers. Wichtigstes neues Feature sind mit Sicherheit die USB-Ports, die nun dem Standard USB-C entsprechen. Die in der Abbildung hinten gezeigte schwarze Buchse exponiert derweil acht LVDS-Lanes, die das direkte Anschließen von Hardware an den Haupt-FPGA des Messgeräts ermöglichen sollen.

Neben allgemeinen Verbesserungen (Stichworte Crosstalk bzw Noise) gibt es fortan die Möglichkeit, den Red Pitaya von seinem eMMC-Speicher aus booten zu lassen – dies erleichtert die Nutzung als Standalone-Messsystem.

Prodigy Technovations – die Rückkehr des Logikanalysators

Der nach dem Vernehmen nach vor Allem von Intel vorangetriebene Materialkrieg in Sachen Logikanalysatoren endete damit, dass sich sowohl Danaher als auch Keysight vom Markt zurückzogen. Nun springt ein indisches Unternehmen in die Bresche, das wie in der Abbildung gezeigt auf verschiedene digitale Protokolle spezialisierte Diagnosesysteme lanciert.

Diese beschränken sich dabei auf die digitale Analyse. Für eine Überprüfung der elektrischen Situation am Bus setzt man wie in der Abbildung gezeigt auf Erweiterungssoftware, die auf verschiedenen Tektronix-Oszilloskopen installierbar ist.

GoWin – PCIe-FPGA-Karte und Gameboy-Emulator

Am Stand des FPGA-Spezialisten GoWin fokussiert man sich auf das Vereinfachen der Nutzung der hauseigenen FPGAs. Ein Mittel der Wahl ist die in der Abbildung gezeigte FPGA-Karte, die dank dem mitgebrachten PCIe-Interface direkt in eine Workstation wandert und das Abernten der Daten erleichtert. Intention ist hier neben Fortbildung die Nutzung als Basis für hauseigene metrologische Systeme.

Außerdem zeigte man eine fertige Kundenanwendung – das in der Abbildung gezeigte Gerät sieht wie ein Game Boy aus, und ist zur Ausführung von hauseigenen und von echten Gameboys zweckentfremdeten Spielkartuschen gleichermaßen geeignet.

Rohde und Schwarz ZNB3000 – neuer VNA verfügbar

Der „Basis-ZNB“ ist mittlerweile durchaus in die Jahre gekommen, weshalb Rohde ein Neugerät lanciert. Gegenüber dem Vorgänger zeichnet sich der Neuling erstens durch höhere Geschwindigkeit, und zweitens durch einen höheren dynamischen Bereich aus. Am Stand sprach man außerdem von einer Ausgabeleistung von entweder 11 oder 13 dbm.

In Sachen Frequenzbereich gibt es verschiedene Optionen, die alle eine Mindestfrequenz von 9KHz erkennen. Das 4GHz-Modell lässt sich durch Einschicken auf 9GHz upgraden, der 10er auf 26.5. Für den Herbst ist außerdem eine Variante mit 54GHz geplant.
Einstiegspreise nennt RuS traditionell ungern: nach ein wenig Pressage pendelte man sich im Bereich 50k (fünfzig tausend und null) EUR ein.

Rigol – Prototypen für VNA und Spektralanalysator

Am Stand von Rigol zeigte man einige Sechskanaloszilloskope – die vom Achtkanäler übrigbleibende Kapazität nutzt man für Digitaleingänge.
Von besonderem Interesse waren die in der Abbildung gezeigten Prototypen, die – zwar voll funktionsfähig – noch ohne weitere Dokumentation am Stand gezeigt wurden. Der RSA7000 ist dabei ein Spektralanalysator, während die SKU DNA5000 den VNA beschreibt. Beide haben eine maximale Arbeitsfrequenz von 26.5 GHz.

Uni-Trend – Softwareerweiterungen und mehr

Am Stand von Uni-Trend gab es in vielen Bereichen Detailverbesserungen: neben futuristisch aussehenden 12bit-Oszilloskopen bot man auch neue Achtbitter mit mehr Speicher an.

Im Fall des auf der Electronica erstmals gezeigten Signal Analyzers UTS3036A hielt Uni-Trend sein Versprechen. Mittlerweile steht eine Softwareoption zur Verfügung, die die Maschine zu einem VNA aufrüstet. Die EMI-Testfunktion kann fortan mehr Masken verarbeiten, während neue funkspezifische Optionen (LTE-FDD, LTE-TDD und NR) in Planung sind.

Die Analog- und Vektorsignalgeneratoren gibt es fortan mit 22 GHz Bandbreite – zu beachten ist, dass die Demogeräte noch nur mit dem kleineren Budget arbeiten. Im Bereich des Arbiträrwellenformgenerators plant man eine Erweiterung auf 600 MHz.

JLC-PCB – 3D-Druckverfahren für vollfarbige Objekte

JLC-PCB bewirbt die hauseigene Fertigungssparte. Ein als WJP bezeichnetes Verfahren ermöglicht nun die Erstellung von vollfarbigen Objekten aus Resin, was man anhand der in der Abbildung gezeigten Vasen illustrierte.

PCBWay – Assembly in Europa, nachleuchtende Platinen

Nachdem beide PCB-Hersteller nun farbige Platinen anbieten, erweitert PCBway in Richtung exotischerer Anwendungen. Neben einem fluoriszierenden Basismaterial gibt es fortan die Möglichkeit, die Bestückung innerhalb Europas vornehmen zu lassen. Derzeit liegt der Fokus in diesem Bereich auf Handlöten, eine maschinelle Fertigungslinie in Frankreich steht allerdings ante portas!

Giveaway: Farnell mit Renesas

Ein verstecktes Giveaway findet sich am Stand 3A.528 – Farnell verteilt ein Evaluationsboard auf Basis des RA6E2 von Renesas.

Mehr Freibier

Die OEMSecrets hielt den Biervertrieb auch heute on-line. Wer ein kostenloses Bier zu trinken gedenkt, ist in Halle 3A immer gern gesehen – von frühs bis rund eine Stunde nach Hallenschluss.

In eigener Sache – es geht weiter

Der Newsautor wird auch am 13. durch die Hallen streichen – Kontaktaufnahme macht große Freude. Sowohl in Sachen MCU als auch in Sachen Chips, Funkmodule und Software gibt es noch einige Neuerungen, die in Folgeartikeln zur Sprache kommen.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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