ARM-Umbenennungen, Erweiterungen des Raspberry Pi-Ökosystems uvam

Im Hause ARM versucht man, das Namenschaos im Bereich der Mikrocontroller zu verschärfen. Es gibt Neuigkeiten aus dem Hause Raspberry Pi, einen neuen Arduino-Sensor und – das Wochenende naht – wie immer jede Menge Lesestoff.

ARM: Streamlining des Namensgebungsschemas.

Und wenn du mal nicht weiter weißt, so gründe einen (namenverändernden) Arbeitskreis. Die einst bei Palm bzw. PalmSource bzw PalmOne leidlich erfolgreiche Vorgehensweise findet sich nun auch im Hause ARM. Unter der URL https://newsroom.arm.com/news/new-arm-product-naming-architecture erfreut sich der Elektroniker an einer Pressemitteilung, die die folgenden neuen Namen für die diversen IP-Cores vermeldet:

1
     Each compute platform will now have a clear identity for each key end market:
2
         Arm Neoverse for infrastructure
3
         Arm Niva for PC
4
         Arm Lumex for mobile
5
         Arm Zena for automotive
6
         Arm Orbis for IoT 
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     The Mali brand will continue as our GPU brand, with IP referenced as components within the platforms.

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:West_Asiatic_Architecture_68.jpg

Interessant ist außerdem, dass ARM auch im Bereich vorhandener Namensschemata aufzuräumen gedenkt. Statt Zahlen möchte man fortan Namen verwenden:

1
     We are simplifying IP numbering by aligning it with platform generations and using names like Ultra, Premium, Pro, Nano, and Pico to show performance tiers  making it easier for developers and customers to navigate our roadmap.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels ist noch nicht klar, wie sich die Änderungspolitik auf existierende Mikrocontroller auswirkt – klar dürfte jedenfalls sein, dass in der nächsten Zeit ein babylonisches Kauderwelsch über die Branche hereinbrechen wird.

Raspberry Pi: Clea-Runtime von SECO fortan Teil des Betriebssystems.

Die italienische SECO ist mit Sicherheit das unglücklichste Prozessrechnerhaus der Welt: Gute Produkte scheiterten meist ohne Verschulden der Italiener. Seit einiger Zeit beschließt man deshalb, den hauseigenen Speisewagen an den Zug der Raspberry Pi Trading zu hängen.
Die letzte Ankündigung in diesem Bereich findet sich unter der URL https://www.raspberrypi.com/news/seco-clea-software-for-iiot-available-natively-in-raspberry-pi-os/ . Sie vermeldet, dass die von SECO gewartete Clea-IoT-Runtime fortan nativer Teil der Raspberry Pi OS-Distribution ist:

1
SECOs Clea software is a comprehensive suite for managing and deploying edge applications, and its available natively in the latest version of Raspberry Pi OS. This streamlined integration makes it easier than ever to develop and deploy industrial applications, pairing the performance and reliability of Raspberry Pi with the advanced management capabilities of Clea.

Weitere Informationen, beispielsweise zur Installation und zur Inbetriebnahme, finden sich unter der genannten URL.

Raspberry Pi: Fernwartungsdienst stabil und mit Netzwerk-Optimierungen.

Uptonitische Neuerung Nummero zwei betrifft den als Connect bezeichneten Fernwartungsdienst. Ab Version 2.5 ist er nicht mehr im Beta-Zustand, sondern gilt als „stabile Software“.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/raspberry-pi-connect-is-out-of-beta-simple-remote-access-now-even-better/

Interessant ist, dass die Auslieferung der finalen Version der Software auch mit einer Erhöhung bzw Anpassung des Netzwerkprotokolls einherging. Bisher meldeten sich die Clients regelmäßig bei den Zentralservern – die neue Variante setzt stattdessen auf den Push-Betrieb:

1
Starting with version 2.5, the Connect client now holds a single long-lived HTTP connection to a Raspberry Pi server.  Now when you click the Connect button on connect.raspberrypi.com, an event is broadcast to the device to wake it up and start the process of establishing a connection.

Als Begründung für diese Optimierung führen die Uptoniten an, dass sich der Traffic auf Client-Seite reduzieren lässt. Der eingehende Traffic für die hauseigenen Server ist dabei, so die in der Bildquelle verlinkte Ankündigung, nicht das Ausschlag gebende Problem gewesen.

Raspberry Pi: Firmware enthält Unterstützung für A/B-Updates.

A/B-Updates sind ein niederschwelliger Weg, um Firmwareupdates von Embeddedsystemen robuster zu gestalten. Wichtig ist neben der Verfügbarkeit von ausreichend Speicherplatz, dass der Bootloader des Host-Systems diese Art der Software-Aktualisierung unterstützen muss.
Im unter der URL https://github.com/raspberrypi/rpi-eeprom/commit/d50b2b32f162292ab6e235932075ce00bddda4ae bereitstehenden Change-Log zur nativen Firmware des Raspberry Pi findet sich nun ein nach folgendem Schema aufgebaute Eintrag:

1
* config_loader: Add support [boot_partition=N] as an expression filter The boot_partition tests whether the partition number N matches the number that the system is booting from. This expression is only supported in config.txt and is designed to make it easier to have common boot.img ramdisks in an A/B system where the conditional loads a different cmdline.txt file depending on which partition boot.img is loaded from.

Diese Information stammt von der URL https://bootlin.com/blog/safe-updates-using-rauc-on-raspberry-pi-5/, wo auch auf weitergehende Möglichkeiten zur Implementierung von A/B-Updates für den Raspberry Pi eingegangen wird.

Arduino Rileva ME Opta Bundle – neues Arduino-Bundle für Predictive Maintenance

Mit dem Arduino Rileva ME Opta Bundle steht ein – wie in der Abbildung gezeigtes – Bundle zur Verfügung, dass die hauseigene PLC mit vier neu vorgestellten Sensoren verbindet. Über den internen Aufbau vermeldet man folgendes:

1
All components are industrial-grade and come in a preconfigured setup that can be customized as needed. The sensors are wireless and non-invasive  ready to be deployed on motors, pumps, gearboxes, or compressors in minutes. In a compact enclosure, they include an IP67 temperature sensor with extended range, a humidity sensor, and a three-axis accelerometer, which you can expect to work for over one year with a simple, 3V coin battery (replaceable).
2
--- via https://blog.arduino.cc/2025/05/13/optimize-maintenance-with-the-arduino-rileva-me-opta-bundle/

Zum Zeitpunkt der Drucklegung gilt, dass noch keine Preisinformationen verfügbar sind – wer Informationen über das System begehrt, sollte das unter der URL https://arduinoconnect374011.typeform.com/to/vtJzf7et? bereitstehende Formular ausfüllen.

Bildquelle: Arduino

GNU Screen – Sicherheitsupdate für Sessionmanager.

Der Sessionmanager GNU Screen erfreut sich seit langem konstanter Beliebtheit im Bereich der Embedded-Systeme, ermöglicht er doch das Weiterleben einer Shell nach der Trennung der Telnet- bzw. SSH-Verbindung.
Phoronix berichtet unter der URL https://www.phoronix.com/news/GNU-Screen-5.0.1 nun über das Verfügbarwerden der Version 5.0.1, die verschiedenste Fehler behebt. Da einige davon Sicherheitskritisch sind, ist eine Aktualisierung auf jeden Fall anzuraten.

M5Stack Tab5 – Tablet auf Basis von ESP32-P4

Die vergleichsweise hohe Grafik- und Rechen-Leistung des ESP32-P4 animiert Espressif seit jeher zum Anbieten von Evaluationsboards mit großen Displays.
Der seit einiger Zeit zu Espressif gehörende Evaluationsboard-Spezialist M5Stack schickt nun – wie in der Abbildung gezeigt – ein „Tablet“ auf Basis des neuen Kerns ins Rennen.

Bildquelle: https://shop.m5stack.com/products/m5stack-tab5-iot-development-kit-esp32-p4?variant=46276989255937

Das um rund 60 US-Dollar erhältliche Produkt ist dabei insofern interessant, als es – ganz wie die Großen – mit einem optionalen Akkumulator ausgestattet werden kann, der den autonomen Betrieb unabhängig von der Stromversorgung ermöglicht.

PoE Ethernet GPIB Adapter als quelloffenes Projekt

GPIB-Adapter, die direkt an Messgeräten andocken, müssen die Frage nach der Energie-Versorgung beantworten. Ein neues quelloffenes Projekt löst dieses Problem – zumindest dann, wenn das für die Kommunikation vorgesehene Netzwerk auch PoE unterstützt.

Bildquelle: https://github.com/Kofen/PoE_Ethernet_GPIB_Adapter

Der quelloffene Adapter kann selbst zusammengebaut werden – im als Bildquelle angegebenen Repositorium finden sich Gerberdateien, die Firmware und die Stückliste sowie andere zum Zusammenbau benötigte Informationen.

Jupiter NX SoM – RISC/V-basierte Alternative für NVIDIA Jetson Nano

NVIDIA Jetson-Rechenkarten haben sich als Quasistandard für IOT-Systeme etabliert, die hohe AI-Rechenleistung benötigen. Mit dem Jupiter NX SoM steht nun eine kompatible Variante zur Verfügung, die statt dem NVIDIA-SoC auf einen Chip aus dem Hause SpacemIT setzt.
Neben der Sanktionssicherheit der Architektur verspricht der Hersteller – wie in der Abbildung gezeigt – höhere Performance bei geringerem Preis.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2025/05/13/jupiter-nx-som-an-nvidia-jetson-nano-nx-alternative-powered-by-spacemit-k1-octa-core-risc-v-soc/

Das mit 4 GB RAM und 16 GB Remanentspeicher ausgestattete „Einstiegsmodell“ wechselt dabei um 49 US-Dollar den Besitzer – die Variante mit dem doppelten Speicher-Ausbau kostet zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels $110.

SiFive: AI-SoC auf Basis von Kinara-Technologie.

Der vor einiger Zeit von NXP aufgekaufte Embedded-AI-Spezialist Kinara wird in Zusammenarbeit mit dem RISC/V-Pionier SiFive erwähnt.
Spezifischerweise ist ein neues SoC angekündigt, dass zwei RISC/V-Kerne mit einem der von Kinara entwickelten AI-Beschleuniger zu kombinieren sucht:

1
SiFive, Inc., the gold standard for RISC-V computing, today announced that the company has partnered with Kinara to create a USB-based enablement board that provides access to the SiFive IntelligenceTM X280 processor and sample code to allow customers to test out the X280 IP and begin development of RISC-V vector software. The Xara device will be available to select customers in late Q2 of this year.
2
At the core of the HiFiveTM Xara X280 enablement board is Kinara's Ara-2, which incorporates two SiFive X280 64-bit RISC-V cores. These cores handle pre- and post-processing tasks, tensor filtering, floating-point functions, and more. Additionally, these SiFive X280 cores connect to high-performance, high-efficiency Kinara NPU cores that are optimized for AI inference at the edge with up to 40 TOPS of performance and include support for generative AI workloads like transformer-based models (e.g., LLaVA, LLaMA, and other Large Language Models (LLMs)).

Interessant ist an der unter https://www.businesswire.com/news/home/20250508023685/en/SiFive-and-Kinara-Partner-to-Offer-Bare-Metal-Access-to-RISC-V-Vector-Processors bereitstehenden Pressemitteilung unter anderem, dass der Kinara-CEO lobende Worte über das IP bzw. die Mikrocontroller aus dem Hause SiFive findet. Wie man darauf im Hause NXP reagiert, ist der Zeitpunkt der Drucklegung nicht wirklich abzuschätzen:

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SiFives RISC-V cores are a perfect complement to Kinaras neural processor cores enabling performance- and cost-optimized end to end inference for edge AI use cases, said Ravi Annavajjhala, CEO of Kinara. Together with SiFive, the combined solution is capable of supporting a range of AI workloads, from traditional CNNs to advanced Generative AI and multi-modal vision transformers.

Soziales: C Zephyr-Meetups in Wien und Berlin.

Die Linux Foundation setzt zur Promotion ihres Echtzeitbetriebssystems seit längerer Zeit auch auf Meet-Ups. Nun gibt es derer zwei, die in der „Nähe“ der Mikrocontroller.net-Leserschaft sein dürften. Das erste Event findet am 21. Mai in Berlin statt, und ist unter der URL https://zephyrproject.org/event/alpha-board-gmbh-is-hosting-their-first-zephyr-os-meetup-in-berlin/ en Detail beschrieben. Für wen Wien „näher“ ist, kann stattdessen am 5. Juni zum unter https://www.zephyrproject.org/event/zephyr-project-meetup-vienna-austria/ detaillierten Meet-Up erscheinen.

Lesestoff, zur Ersten – verschiedene Arten von 3D-gedrucktem Scharnier.

3D-Drucke können flexibel sein. Bei der Dimensionierung der Geometrie sind Besonderheiten zu achten, wenn das System auch langfristig einsetzbar sein soll.

Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?v=AAKsl8zW-Ds&t=231s

Das unter der Bildquelle angegebenen und rund 15 Minuten lange Video bietet in diesem Bereich einige Inspirationen an – wer einen 3D-Drucker zu Hause hat und etwas Zeit mitbringt, wird den Besuch mit Sicherheit nicht bereuen.

Lesestoff, zur Zweiten – neuartiger Drohnensteuerungsalgorithmus.

Das leider nicht quelloffen verfügbare Paper „Unlocking aerobatic potential of quadcopters: Autonomous freestyle flight generation and execution“ weist auf einen Steuerungsalgorithmus hin, der Quadrocoptern beim Befliegen von Hindernisparcours extrem beeindruckende Ergebnisse ermöglicht. In manchen Versuchen erwies sich das System menschlichen Piloten als haushoch überlegen – wer an einem autonomen Drohnen-Routingsystem arbeitet, sollte eine technische Universität aufsuchen, um das PDF in der Bibliothek herunterzuladen.

Lesestoff, zur Dritten – Trainingsunterlagen zu Yocto.

Wer Embedded Linux produktiv verwendet, setzt meist auf Yocto. Nun steht ein neues Repositorium zur Verfügung, das umfangreiche Trainingsmaterialien auf Basis eines BeagleBone zur Verfügung stellt.

Bildquelle: https://rootcommit.com/training/yocto/

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Laser – das magische Licht

Das Wort Laser ist die Abkürzung für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation”, zu Deutsch Lichtverstärkung durch stimuliertes Aussenden von Strahlung. Es bezeichnet ein Gerät, das zu den wichtigsten Bauteilen in Wissenschaft und Technik zählt; ohne Laser wären die Unterhaltungselektronik und die Computerwelt undenkbar. Der erste Laser lief am 16. Mai 1960 in Kalifornien….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, "Krieg der Welten", Albert Einstein, Arthur Schawlow, Bell-Laboratorien, Charles Townes, Energiestrahlen, Gordon Gould, H. G. Wells, Herbert Kroemer, Holografie, Hotel Delmonico, Hughes, Laser, Maser, Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Rubin, stimulierte Emission, Tag des Lichts, Theodore Maiman

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

HyperCon 2025 – Beschäftigung für Elektroniker?

In Zeiten steigender globaler Unruhe gilt, dass der wehrtechnische Bereich als stabiler Zahler hoher Honorare in den Fokus der arbeitssuchenden Elektronikerschaft rücken sollte. Die von BDSV und BDLI ausgetragene HyperCon in Berlin ermöglichte einen Blick hinter die Kulissen und vermittelte auch Informationen über das effiziente Entwickeln von UAV und Co.

Bildquelle, alle – Tamoggemon Holding k.s.

Da das Meeting unter Chatham House-Regeln stattfand, sei auf das unter https://www.bdli.de/sites/default/files/2025-04/HyperCon%202025_Program.pdf bereitstehende Programm verwiesen.

Wachsendes internationales Interesse an der Technologie

Die Teilnehmerzahl der Hypercon hat sich zwischen 2024 (100) und 2025 (170) fast verdoppelt. Starke Teilnahme von Industriestakeholdern zeigt, dass aktives Interesse an der Weiterentwicklung von hypersonischen Technologien, insbesondere im konventionellen Bereich besteht.
Interessant ist eine Verschiebung im Bereich der Militärpolitik als Ganzes: die von Thinktanks wie G2MIL (siehe https://www.g2mil.com/war.htm) vorangetriebene Losung des “More Tanks and More Frigates are not the solution” scheint auch im westlichen militär-industriellen Komplex anzukommen und Interesse an neuen Technologien zu schaffen.
Zudem ist ein Umdenken im Bereich der Angriffsvergrämung (engl. Deterrence) ersichtlich: erfolgte Deterrence einst vor Allem unter Nutzung nuklearer Systeme, liegt der Fokus nun auf konventionellen Systemen.

Per se nichts Neues – Rückblick bis 1920

Eine von STAnalytics (siehe https://www.st-analytics.de/) beigetragene Keynote berichtete über vergangene Experimente im Bereich des Hyperschallfluges. Interessant ist, dass der Silbervogel aus dem Hause Singer (auch als antepodal bomber bekannt) nicht der erste diesbezügliche Versuch ist.

Im Hause MBB gab es nach 1945 ebenfalls weitere Versuche.

Sowohl die USA als auch die Sovietunion haben naturgemäß eigene Experimente durchgeführt – hier nur zwei Beispielslides.

Technische Herausforderungen: schneller, heisser, beweglicher

Fokus der technischen Vorträge war einerseits die Methodik der Entwicklung, andererseits eine Analyse von Systemen zur Abwehr. Ob der sehr kurzen Reaktionszeit erweist sich diese als durchaus kompliziert – wer das Payload Delivery Vehicle zum Abbremsen befähigt, erschwert die “Erratung” des potentiellen Einschlagsgebiets weiter.

Interessant waren auch die Ausführungen im Bereich der Entwicklung: mehrere Akteure bestätigten übereinstimmend, dass möglichst viele und frühe Flug-Tests den Entwicklungsprozess als Ganzes beschleunigen.
Das vergleichsweise schnell ablaufende US-Projekt im Bereich Hyperschallwaffen führte vier fehlgeschlagene Tests durch – obwohl keine genaueren Informationen über die Art des “Error Handlings” gegeben wurden, klang durch, dass die Fehlschläge als Teil des Spiels angesehen wurden.
Weitere wichtige Fragen sind a) die Materialtechnik des Payload Delivery Vehicles und b) die Reaktionszeit der Aktoren: Stör und Steuerklappen müssen extrem schnell bewegt werden, weil die hohe Fluggeschwindigkeit des Vehikels Totzeit verunmöglicht bzw in massive Genauigkeitsfehler umwandelt.

Soziale Faktoren beschränken die Möglichkeiten

Obwohl technische Aspekte zur Sprache kamen, lag der Fokus der Vorträge auf der “Technopolitik” der Hyperschalltechnologie. Als Negativbeispiel wurde die Debatte um bewaffnete Drohnen im Bundestag angeführt, die es nach Ansicht der Teilnehmenden auf jeden Fall zu vermeiden gilt. Als Mittel hierzu wurde unter Anderem Framing vorgeschlagen; wer dem Bürger die Produkte als Teil einer umfassenden Abwehr- und Sicherheitsstrategie verkauft, dürfte bessere Erfolge einfahren.
Als interessante Faktoren erweist sich die innereuropäische Zusammenarbeit einerseits und – explizit – “das Finden von ausreichend kompetentem Personal”. Neben technischen Kompetenzen dürften sich Fremdsprachenkenntnisse hier auszahlen – Deutschland und Frankreich fallen als Bastionen der Rüstungsproduktion als Erste ins Auge.
Mehrere Erzählungen über Probleme im Bereich der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Nationalstaaten und die Erwähnung des sehr hohen Budgets mit im Vergleich zu anderen Aktoren eher geringen Output weisen darauf hin, dass im Bereich des Forschungsmanagements noch einiges im Argen liegen dürfte.
Andererseits bedeuten Ineffizienzen immer auch die Möglichkeit, einen Teil des “Verschwendungsprodukts” abzugreifen – sprüht das Stinktier auf die Gallerie, so haben alle dort Sitzenden die Möglichkeit, mitzustinken.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Heinz Nixdorf und das System 8870

2025 feiern wir den 100. Geburtstag von Heinz Nixdorf. Es gibt noch ein zweites rundes Jubiläum. Vor 50 Jahren kam die Computerfamilie Nixdorf 8870 heraus, die zur Säule des Geschäfts wurde. Die für sie erstellten COMET-Programme machten Heinz Nixdorfs Firma auch zum Softwarehaus. Das 8870-System basierte auf einem Rechner des amerikanischen Herstellers Digital Computer Controls….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, "Der gläserne Computer", COMET, Computerwoche, D-112, D-116, Data General, DCC, Digital Computer Controls, Digital Equipment Corporation, Entrex 480, Heinz Nixdorf, Hendrik Wüst, John Ackley, Nixdorf 620, Nixdorf 8870, Nixdorf 8870 Micro 7, Nixdorf 8870 Quattro /25, Nixdorf Computer AG, Nova 1200, PDP-8, RCA Spectra, Siemens 4004, Systemfamilie 88

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Drohnen-Innovation, Raspberry Pi OS-Update und Python in Hardware

Das Wochenende bringt ein wahres Sperrfeuer der Neuigkeiten. Neben innovativen Drohnen sowohl für Unterwasser als auch für Hyperschall liefert Microchip neue und vergleichsweise preiswerte 10 Bit-Digital-Potentiometer aus. Verschiedene Journale liefern wertvollen Lesestoff – was am Beginn des Wochenendes Neues gibt, verraten wir hier.

Raspberry Pi OS – neues Release verbessert lokale Sicherheit

Spätestens seit dem Raspberry Pi 5 gilt, dass die Rechner gern als Desktop-Ersatz für unkritische Anwender verwendet werden. Bisherige Versionen von Raspberry Pi OS waren in diesem Bereich insofern „schwach“, als das Sperren eines Desktops – anders als unter Windows und Linux – mit seltsamer Usability und geringer Sicherheit einherging.
Eine vor wenigen Stunden ausgelieferte Version des Programms behebt dies, und führt unter anderem einen leichter zu bedienenden Sperrbildschirm ein.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/a-new-raspberry-pi-os-release/

Im Hintergrund führte die Raspberry Pi Trading einige andere Verbesserungen im Bereich der Usability und der Performance durch – wer weitere Informationen zur Thematik begehrt, findet im unter der Bildquelle bereitstehenden Changelog eine Diskussion.

Alternativ dazu findet sich unter der URL https://downloads.raspberrypi.com/raspios_armhf/release_notes.txt der vollständige technische Changelog. Die in der neuen Version vorgenommenen Änderungen präsentieren sich dort folgendermaßen:

1
2025-05-06:
2
  * New mouse and keyboard settings application, rasputin, to replace lxinput
3
  * New printer application, rpinters, to replace system-config-printer
4
  * Added swaylock screen lock application for labwc - use ctrl-alt-L to lock, or access via new option in Shutdown Options
5
  * Added separate settings for console and desktop autologin to raspi-config and Raspberry Pi Configuration
6
  * New command-line password prompt application, sudopwd, to replace zenity password prompts
7
  * New command-line dialog tool, zenoty, to replace zenity error, information, warning and question dialogs
8
  * labwc updated to version 0.8.1
9
  * wf-panel-pi startup optimised - now starts much faster
10
  * Network manager plugin updated from latest upstream code
11
  * Busy indication (watch cursor) added to first boot wizard
12
  * uBlock Origin Lite now installed by default in Chromium, as it is no longer possible to preinstall uBlock Origin
13
  * Added compatibility with recent kernel to GPU plugin and task manager
14
  * Added more default touchscreen associations 
15
  * Added ability to select mouse emulation or multitouch mode for touchscreens in Screen Configuration
16
  * Added ability to set monitor on which squeekboard on-screen keyboard is shown in Raspberry Pi Configuration
17
  * Plugins for lxpanel and wf-panel-pi restructured to build from shared projects for each, to reduce any divergence between them
18
  * Apperance Settings and Raspberry Pi Configuration reviewed - various minor inconsistencies between X and Wayland addressed
19
  * HackSpace removed from Bookshelf application
20
  * Bug fix - correctly position panel menus on secondary monitor under X
21
  * Bug fix - prevent desktop pictures overflowing bounds of monitors
22
  * Bug fix - squeekboard not starting unless a specific monitor had been set for it
23
  * Bug fix - some application icons, including Chromium web apps, were incorrect on the taskbar
24
  * Bug fix - greeter keyboard layout was being reset on updates
25
  * Bug fix - main menu submenus were not scrollable if they didn't fit the screen
26
  * Bug fix - Connect plugin now more accurately detects when Connect is installed and uninstalled
27
  * Bug fix - modified wfpanelctl to work correctly when called via PackageKit
28
  * Various other minor tweaks and updates
29
  * Chromium updated to 135.0.7049.84
30
  * Firefox updated to 138.0
31
  * Raspberry Pi firmware bc7f439c234e19371115e07b57c366df59cc1bc7
32
  * Linux kernel 6.12.25 - 3dd2c2c507c271d411fab2e82a2b3b7e0b6d3f16

Bluetooth 6.1 mit Veränderungen im Bereich der zufälligen Adressgenerierung.

Bluetooth-Geräte verändern ihre Adressen, um die Überwachung des Datenflusses zu erschweren. Bisher erfolgte dies in einem festgelegten Intervall, was das Nachvollziehen der Änderungen erleichterte.
In der unter der URL https://www.bluetooth.com/blog/delivering-on-the-bi-annual-release-schedule-bluetooth-core-6-1-is-here/ bereitstehenden Ankündigung der Version von Bluetooth Core 6.1 findet sich nun eine nach folgendem Schema beschriebene technische Verbesserung:

1
This release introduces Bluetooth® Randomized RPA (resolvable private address) Updates, a feature designed to enhance privacy and power efficiency in Bluetooth devices. 
2
Key benefits: 
3
     Increased device privacy: Randomizing the timing of address changes makes it much more difficult for third parties to track or correlate device activity over time  
4
     Improved power efficiency: The Bluetooth® Randomized RPA Updates feature offloads the address change operation to the Controller, helping conserve battery life 

Zu beachten ist, dass sich die Bluetooth SIG zu regelmäßigeren Aktualisierungen der Spezifikationen verpflichtet hat – die individuellen Updates dürften in Zukunft also kleiner ausfallen, aber dafür häufiger anfallen.

MicroPython: Arbeiten an Version 1.26 gehen in Zielgerade.

Das unter anderem als Basis für CircuitPython dienende Embedded-Python nähert sich dem nächsten Meilenstein.

Bildquelle: https://github.com/micropython/micropython/milestone/10

Wer an der Entwicklung teilnehmen möchte oder mehr über die ante Portas stehenden Funktionen begehrt, findet in der Bildquelle ein GitHub-Releaseoreview, das die bereits erledigten und noch zu erledigenden Aufgaben aufschlüsselt.

PyXL – Python-zu-FPGA-Konverter

Eine weitere Möglichkeit zur Ausführung von Python im Embedded-Bereich ist – in der Theorie – die Synthetisierung des Codes in einen FPGA. Unter der URL https://www.runpyxl.com/gpio findet sich nun ein Projekt, das ebendieses verspricht. Als Proof of Concept dient dabei ein Board auf Basis eines Zynq-FPGAs:

1
PyXL runs on a Zynq-7000 FPGA (Arty-Z7-20 dev board). The PyXL core runs at 100MHz. The ARM CPU on the board handles setup and memory, but the Python code itself is executed entirely in hardware.

Interessant ist, dass die Beschreibung an mehrerlei Stelle darauf hinweist, dass es sich hierbei nicht um die Ausführung von MikroPython auf einem in den FPGA-Kern eingeschriebenen Mikrocontroller handelt:

1
As described above, the program is compiled to a CPython Bytecode and then compiled again to PyXL assembly. It is then linked together and a binary is generated.
2
This binary is sent via network to the Arty board, where an ARM CPU gets the application, copies it to a shared memory with the PyXL HW and starts running it.

Als „Motivation“ hinter dem Projekt führt das Entwicklerteam dabei die Möglichkeit aus, fortan deterministisch ausführbaren Python-Code zu generieren.

CPSdrone – Unterwasserdrohne mit nachgezogenem GPS-Empfänger

Die Navigation unter Wasser ist seit jeher ein interessantes Thema. Der Drohnen-Bauausbildungsanbieter (dies ist kein Scherz) CPSdrone hat nun eine neuartige Navigationsmethode im Programm, die sich wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: https://www.hackster.io/news/diy-submarine-gets-into-deep-trouble-dd7fd5931d6f

StratoLaunch Talon-A2 – Hyperschallvehikel zweistufiger Bauart.

Nicht nur im Bereich unter Wassertechnologie gibt es Neuerungen. Die US-amerikanische StratoLaunch hat soeben angekündigt, eines ihrer Hyperschall-Flugzeuge erfolgreich geflogen und die Karkasse danach wieder eingesammelt zu haben.
Interessant ist am System unter anderem, dass der Start über das in der Abbildung gezeigte Hilfsvehikel erfolgt.

Bildquelle, eins: https://www.stratolaunch.com/news/stratolaunch-successfully-completes-reusable-hypersonic-flight-and-recovery-with-talon-a2-vehicle/

Bildquelle, zwei: Credit: Stratolaunch / Brandon Lim

Banana Pi BPI-CM6 – RISC/V-Variante des CM5 mit zusätzlichen GPIOs

Die Preissenkung im Bereich der Compute Modules dürfte nicht aus Güte, sondern aufgrund von Marktdruck erfolgt sein. Ein potentieller Kandidat ist er in der Abbildung gezeigte BPI-CM6.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2025/05/05/banana-pi-bpi-cm6-is-an-octa-core-risc-v-system-on-module-compatible-with-raspberry-pi-cm5-carrier-boards/

Die auf einem RISC/V-Kern-basierende Platine zeichnet sich – unter anderem – durch einen zusätzlichen 100 Pin-Header aus, der das Exponieren von zusätzlichen Interfaces ermöglicht.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2025/05/05/banana-pi-bpi-cm6-is-an-octa-core-risc-v-system-on-module-compatible-with-raspberry-pi-cm5-carrier-boards/

Zum Zeitpunkt der Drucklegung ist die Platine noch nicht kaufbar – der im Allgemeinen gut informierte Branchen-Newsdienst CNX geht allerdings davon aus, dass es sich bis zur Verfügbarkeit nur noch um eine Wartezeit von wenigen Wochen drehen dürfte.

Nordic: Treiberupdate für nRF24 verbessert die Stabilität

Nutzer des Nordic nRF24-Funkchips sollten sich auf das Einspielen eines Treiberupdates vorbereiten. Spezifischerweise behebt es einen zwar selten auftretenden, aber lästigen Fehler. Der Entwickler beschreibt ihn im Rahmen der Ankündigung der neuen Version der Software folgendermaßen:

1
We've identified and fixed a major bug affecting the RF24 Core Library that affects anyone using the Dynamic Payload functionality. This means it affects RF24, RF24Network, RF24Mesh, RF24Ethernet & RF24Gateway libraries. 
2
The issue comes into play when the getDynamicPayloadSize() function is called. 
3
Previously, this function would check for out of bounds payload sizes (>32 bytes) and flush the RX buffers per the datasheet instructions. We found out the hard way that the register involved can also return 0, and requires a flush of the RX buffers to regain functionality. 
4
The issue occurs seemingly randomly, on a perfectly working device, it can take months, weeks, days or hours. I don't exactly know why this happens, but it seems related to 0 length payloads, possibly auto-ack payloads getting mixed in with real payloads. The issue can be detected when the getDynamicPayloadSize() function returns 0 
5
This small change has been put into the source code, so is available for C++ Linux users using the installer, but we are still working diligently on a new release for Arduino, Platform IO and Python users which should be available in the next 24 hours from this post.

Weitere Informationen zur Thematik finden sich im unter der URL https://github.com/nRF24/RF24 bereitstehenden GitHub-Repositorium, das den Quellcode zur Verfügung stellt.

ams Osram: Neue 488-Nanometer-Diode mit höherer Leistungsfähigkeit.

Im 488 nm-Bereich arbeitende Leuchtdioden haben verschiedenste Anwendungen im Bereich der Medizintechnik.

Bildquelle: https://ams-osram.com/news/press-releases/cyan-laser-diode-up-to-five-times-more-power-for-dna-sequencing

Im Hause ams Osram bietet man nun eine neue SKU an, die – wie im folgenden beschrieben – höhere Effizienz und eine um den Faktor fünf gesteigerte Lichtmenge – offeriert:

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The new PLT5 488HB_EP cyan laser diode from ams OSRAM achieves a remarkable 300 milliwatts of output power, representing a fivefold increase in optical performance and an improvement in efficiency of more than 40 % compared to its predecessor.

NXP S32R47 – neuer Radarprozessor für den Automobilbereich.

NXP ist auch abseits der (durchaus attraktiven) MCX-Mikrocontroller Familie immer für eine Ankündigung gut. Spezifischerweise erfolgt eine Leistungssteigerung im Bereich der automobilen Radarprozessoren. Die neue Variante wird folgendermaßen beschrieben:

1
The S32R47 is a radar application microprocessor unit (MPU) that enables next-generation imaging radar sensors to support ADAS Level 2+ to Level 4 addressing the most demanding use cases like debris detection in inclement weather. Dedicated radar processing accelerators meet demanding sensor level features for long distance, fine resolution and extended dynamic range. 
2
The S3243 is a package compatible variant of the S32R47 to serve different performance classes.

Für allgemeine Kunden gibt es derzeit Dokumentation und das in der Abbildung gezeigte Blockschaltbild – Samples werden von NXP derzeit nur an Schlüsselkunden ausgeliefert.

Bildquelle: https://www.nxp.com/products/processors-and-microcontrollers/s32-automotive-platform/s32r-radar-processing/s32r47-high-performance-imaging-radar-processor-for-automotive-and-industrial-applications:S32R47

SiTime Symphonic – neuer Taktgenerator

Im Hause SiTime kündigt man einen Taktgenerator am, der dank einem integrierten Resonator ohne die normalerweise notwendige externe Zusatzkomponente auskommt.

Bildquelle: SiTime

Über die mit dem neuen Bauteil erreichbaren Performancemetriken vermeldet man folgendes:

1
Symphonic key features (SiT30100):
2
     4-output clock generator providing 76.8 MHz, 38.4 MHz or 19.2 MHz from any output for baseband, RF and GNSS applications.
3
     Integrated MEMS resonator, which eliminates an external resonator, and provides a smaller, single-chip solution which is only 2.22 mm2 in area.
4
     Integrated high-precision temperature-to-digital converter (TDC) with single-wire Universal Asynchronous Receiver/Transmitter (UART) interface for system-level temperature compensation to achieve frequency stability as low as ±0.5ppm.
5
     Superior performance and dynamic stability under airflow and thermal shock. 
6
     Multiple Output Enable pins to turn on and off clock outputs for system power optimization and electromagnetic interference (EMI) reduction.
7
     -30°C to +90°C operating temperature range (contact SiTime for wider temperature ranges).

Menlo Micro – neuer Anwendungsfall für die hauseigene Schaltertechnologie.

Menlo Micro nutzt die hauseigene Halbleiterschaltertechnologie nicht nur für Hochfrequenz, sondern auch für Leistungsschalter. Auf der PCIM zeigte man ein System mit folgenden Leistungsdaten:

1
The demonstration system, which is being exhibited in Europe for the first time, is based on the MM9200, a 300V, 10A MicroElectro Mechanical Systems (MEMS) switch. It utilizes Menlos Ideal Switch technology to provide an ultra-low on-resistance, metal-on-metal contact to eliminate wasted power. The MM9200 is a high-power SPST micro-electromechanical relay that is smaller, more efficient and has higher performance than equivalent solid-state relay (SSR) and electro-mechanical relay (EMR) alternatives. 
2
The demonstration will replicate an innovative use case for the MM9200 in a real-world application currently being designed for the U.S. Navy. It will be deployed in one of the worlds most advanced circuit breakers, supporting up to 1,000V and 10,000A.

In der Ankündigung finden sich auch die beiden folgenden Bilder.

Bildquelle: Menlo Micro

Microchip MCP41U83 / MCP42U83 – preiswerte 10bit-Digitalpotentiometer

Im Hause Microchip bietet man seit vielen Jahren Digital-Potentiometer an. Mit MCP41U83 – dabei handelt es sich um die ein-Potentiometer-Variante – und MCP42U83 – die zwei-Potentiometer-Variante – schickt das Unternehmen nun neue Varianten ins Rennen, die im Rahmen der Ankündigung als besonders niederpreisig beworben werden.
Eine OEMSecrets-Preisanalyse präsentiert sich dann wie in den Abbildungen gezeigt.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/MCP41U83

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/MCP42U83

Bamboo Lab: Neues Filament für Durchlicht-Anwendungen.

Der ungarische Filament-Spezialist Filaticum bietet (siehe https://filaticum.com/) seit einigen Jahren Filamente für den 3D-Druck an, die für Durchlichtsituationen optimiert sind. Bamboo Labs nun schickt ein ähnliches Produkt ins Rennen.

Bildquelle: https://eu.store.bambulab.com/en-hu/collections/bambu-lab-3d-printer-filament/products/pla-translucent

Hervorzuheben ist an diesem Produkt unter anderem, dass die Chinesen – wie in der Abbildung gezeigt – eine Vielzahl unterschiedlicher Farbvarianten zur Verfügung stellen wollen. Der Einstiegspreis für eine Rolle dabei im Bereich von rund € 30.

Bildquelle: https://eu.store.bambulab.com/en-hu/collections/bambu-lab-3d-printer-filament/products/pla-translucent

Infineon – Quartalszahlen und Eröffnung von neuem Werk in Dresden.

Im Hause Infineon stehen der Neuerungen zwei an. Erstens findet sich unter der URL https://www.infineon.com/cms/en/about-infineon/press/press-releases/2025/INFXX202505-098.html eine Quartals-Bilanz, die nach folgendem Schema über eine gute Auftragslage berichtet:

1
"Infineon has performed well in the second quarter. Even at a more unfavorable exchange rate of $1.125 to the euro, we would be right on track and in line with our previous expectations for the fiscal year. Given that order intake still shows no signs at all of slowing down, we can only guesstimate the effects of tariff disputes. We have therefore applied a haircut of 10 percent of expected revenue in the fourth quarter of the 2025 fiscal year. We are now anticipating a slight decline in revenue compared with the prior year," says Jochen Hanebeck, CEO of Infineon.

Die in die Zukunft blickenden Aspekte präsentieren sich derweil folgendermaßen:

1
 Outlook for FY 2025: Based on an assumed exchange rate of US$1.125 to the euro (previously 1.05), Infineon expects now revenue to slightly decline compared with the prior year. This includes a guesstimate of potential effects related to tariff disputes. The adjusted gross margin should be around 40 percent and the Segment Result Margin now in the mid-teens percentage range. Investments are reduced to around 2.3 billion. Adjusted Free Cash Flow (Free Cash Flow adjusted for investment in frontend buildings) should now be around 1.6 billion and reported Free Cash Flow unchanged at around 900 million

Interessant ist in diesem Zusammenhang außerdem, dass sich die deutsche Regierung nun endgültig zur Finanzierung des neuen Halbleiter-Werks in Dresden durchgerungen hat. Die diesbezügliche Ankündigung präsentiert sich folgendermaßen:

1
Infineon Technologies AG (FSE: IFX / OTCQX: IFNNY) has received final approval for the funding of its new plant in Dresden (Smart Power Fab) from the German Federal Ministry for Economic Affairs. Infineon is expanding the site in order to meet customer demand for example for renewable energies, efficient data centers and electromobility. Infineon will invest five billion euros of its own money, creating as many as 1,000 new jobs.

Regulatorisches: Erfassung der Anrede nicht DSGVO-konform.

Dass Gelangweilte mitunter aus Spaß an der Freude eine Klage lostreten, ist nicht wirklich neu. Die unter der URL https://mailchi.mp/schoenherr.eu/contentoesterreich-sind-wir-bald-alle-anonym-verletzt-eine-ansprache-mit-herr-oder-frau-das-recht-auf-datenschutz im Detail besprochene Klage in Österreich ist allerdings insofern interessant, als sich eine Person hier gegen die Erfassung der Anrede (also Herr/Frau) zur Wehr setzte und vom österreichischen Gericht Recht bekam:

1
Der EuGH hatte in der zuvor genannten Entscheidung festgehalten, dass die Anrede "Herr" oder "Frau" für die Vertragserfüllung im Allgemeinen nicht notwendig und deren Erfassung daher nicht DSGVO-konform ist.

Neben „Ärgernis“ über unnötige Regulierung könnte dies einen handfesten Vorteil bieten – wird das Anredefeld aus den diversen Anmeldeformularen gestrichen, so sparen wir uns in Zukunft die eine oder andere Sekunde Lebenszeit.

Lesestoff: Selbst gebaute Drohnen-Motoren.

Wer eine Flugdrohne baut, kauft die Motoren normalerweise bei den üblichen Verdächtigen. Unter der URL https://www.hackster.io/news/this-guy-built-his-own-fpv-drone-including-the-motors-76270749a3b5 findet sich nun ein Bauprojekt, das sich durch Selbstbau der Motoren von der Masse abhebt.

Lesestoff, zur Zweiten – VNA als Signalgenerator.

Wer die Funktionsweise eines VNAs en Detail studiert, kommt schnell auf den Gedanken, das Gerät als Signalquelle zweckzuentfremden.
Der eigentlich für Kabeltest-VNAs bekannte Anbieter Copper Mountain stellt unter der URL https://coppermountaintech.com/can-i-use-a-vna-as-a-signal-generator/ eine Application Note zur Verfügung, die auf diese Thematik eingeht und auf Probleme und Unterschiede zwischen VNA-Signalquellen und Stand Alone-Signalquellen eingeht.

Lesestoff, zur Dritten – Spritzguss-Basisformen aus dem 3D-Drucker.

Das Teure am Spritzguss-Verfahren ist die Herstellung der Form, die mitunter erhebliches Know-how voraussetzt. Unter der URL https://hackaday.com/2025/05/05/3d-print-your-own-injection-molds-ejector-pins-and-all/ findet sich eine Zusammenfassung einer neuartigen Methode, die 3D-Drucker zur Fertigung der Spritzgussbasisform heranzieht.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Telefon zum Sehen

Am 5. Mai 2025 stellte Microsoft den Internet-Dienst Skype ein. Damit endete auch ein System für die Bildtelefonie. Sie zählt zu den ältesten Träumen der IT-Technik. 1936 eröffnete die Reichpost eine Fernsehsprech-Verbindung von Berlin nach Leipzig. In den 1960er-Jahren lief in den USA das Picturephone. Die Bundespost testete in den Achtzigern die Videotelefonie im BIGFON-Projekt….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, "Punch’s Almanack for 1879", 2001, Alcatel Visionis, AT&T, Bell-Laboratorien, BIGFON, Bildtelefon, Bundespost, Colossus, Comelit, Fernsehsprechen, Herbert Hoover, ISDN, John Logie Baird, Matra, Microsoft, Musumsstiftung Post und Telekommunikation, Nipkow-Scheibe, Philips, Picturephone, Siemens OpenStage 80, Skype, T-View 100, Tage Erlander, Tandberg E20, Thomas Edison, Tobias Held, Two-Way Television, VideoPhone 2500, Zoom

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100 Jahre auf der Museumsinsel

Gegründet wurde das Deutsche Museum schon 1903, sein Hauptgebäude in München bezog es erst am 7. Mai 1925. Das vom Ingenieur Oskar von Miller konzipierte Haus zählt zu den großen Technikmuseen der Welt; es setzte Maßstäbe in der Wissensvermittlung. 1925 zeigte es schon Rechenmaschinen; mit der Darstellung der Computer hatte das Museum aber seine Probleme….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, automatischer Trompeter, Charles Richards, Chiffriertechnik, Deutsches Museum, Forschungsinstitut, Frank Dittmann, Friedrich L. Bauer, Gezeitenrechner, Herbert Mataré, Informatik und Automatik, Karl Steinbuch, Konrad Zuse, Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik, Mission KI, Nachrichtentechnik, Oskar von Miller, Pantograf, Planetarium, Robotik, Steve Jobs, Transistor, Zeiss, Zuse Z3, Zuse Z4

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Hugging Face-Roboter, Ubuntu für DragonWing, neue Methode zur Behebung von Fehlern in PCBs

Freunde des Einplatinencomputers können sich über neue Ubuntu-Versionen freuen, außerdem gibt es eine Preissenkung im Bereich Raspberry Pi. e-con Systems liefert derweil eine IP67-zertifizierte Kamera aus, die auf die Bedürfnisse des NVIDIA-Embedded-Ökosystems ausgerichtet ist.

HuggingFace Standard Open SO-100 & SO-101 – vergleichsweise preiswerter Roboterarm.

Arduino experimentierte zum Höhepunkt des Arduino-Bürgerkriegs mit einem als Braccio bezeichneten Robotergriff – da die entwickelnde Seite im Arduino-Bürgerkrieg den Kürzeren zog, sah das Produkt am Ende nie wirklich das Licht der Welt. Der AI-Spezialist HuggingFace hat vor einiger Zeit ein Robotikunternehmen aufgekauft, und liefert nun einen hauseigenen sehr preiswerten und dem Braccio vom Konzept her nicht unähnlichen Roboterarm aus.

Bildquelle: https://github.com/TheRobotStudio/SO-ARM100

Wer einen 3D-Drucker hat, muss „nur“ die mechanischen Teile kaufen – ein Preis-Breakdown präsentiert sich wie in der folgenden Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://github.com/TheRobotStudio/SO-ARM100

Da die Designs quelloffen sind, haben die üblichen Verdächtigen im Bereich Development-Board und Co. mit dem Anbieten hauseigener Implementierungen begonnen.
Die Abbildung zeigt den vollständigen Satz aus dem Hause Seeed, der – bei Beginn der Auslieferung am 12. Mai – um ungefähr € 220 den Besitzer wechseln soll.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/SO-ARM101-Low-Cost-AI-Arm-Kit-p-6426.html

Preissenkung für Raspberry Pi Compute Module 4

Der Fokus der Aufmerksamkeit für die Produkte der Raspberry Pi Foundation liegt auf den alleinstehenden Einplatinenrechnern – dass das Unternehmen mittlerweile wesentlich mehr Umsatz mit Compute-Module machen dürfte, fällt bei dieser Betrachtung oft unter den Tisch.
Sei dem wie es sei, kündigen die Uptoniten nun unter https://www.raspberrypi.com/news/lower-prices-for-4gb-and-8gb-compute-module-4/ eine Preissenkung an:

1
From now, if you buy a standard operating temperature Compute Module 4 from a Raspberry Pi Approved Reseller, it will cost you $5 less for a 4GB RAM variant, and $10 less for an 8GB RAM variant.

Bei Betrachtung der Produktpalette präsentieren sich die Preisstaffeln nun wie in der folgenden Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/lower-prices-for-4gb-and-8gb-compute-module-4/

Über die Ursachen dieser Preisfindung vermelden die Uptoniten wie erwartet nichts – denkbar wäre es, dass entweder zu viel Stock auf Halde liegt, oder aber die Konkurrenz durch andere Hersteller, die ihr ebenfalls in den Bereich der Compute Modules vordringen, zu stark wird.

PCBRenewal – Verfahren zur Regeneration von falsch gelayouteten Platinen.

Dass man Fehler in produzierten Platinen beispielsweise mit Drahtbrücken an die Pelle rücken kann, dürfte für Leser von Mikrocontroller.net nicht wirklich neu sein. Das Paper „PCB Renewal: Iterative Reuse of PCB Substrates for Sustainable Electronic Making“ tanzt aus der Reihe, als die Autoren eine großindustrielle Methode zur Korrektur von Fehlern in PCBs vorschlagen.
Spezifischerweise besteht der Prozess aus drei Stufen – im ersten Schritt wird eine CNC-Fräse verwendet, um nicht benötigte bzw. falschen Tracen zu entfernen und für neue Tracen flussbettartige Strukturen im FR4-Material anzulegen.
Im nächsten Schritt entstehen neue Tracen durch das Deponieren und Sintrieren von Chemikalien.

Bildquelle: https://dl.acm.org/doi/10.1145/3706598.3714276

In einem Repositorium, das ein KiCAD-Plugin zur Vorbereitung der notwendigen Korrekturdaten enthält, finden sich die in der Abbildung gezeigten Optimierungsberechnungen.

Bildquelle: https://github.com/zyyan20h/PCBRenewal.

Canonical: Ubuntu 24.04 für Qualcomm Dragonwing-Prozessoren.

Im Hause Canonical ist man fest auf das Internet der Dinge fokussiert – nach dem Ankündigen eines offiziellen Images für den OrangePi RV2 (Besprechung unter Beitrag „OrangePi RV2 und ESP32-C5 im Hands-on“ und https://www.youtube.com/watch?v=lCgpn_SE22o), folgt nun eine offizielle Variante für die Qualcomm DragonWing-Plattform.
Zur Erinnerung handelt es sich dabei um eine Gruppe von SOCs aus dem Hause Qualcomm, die für die Bedürfnisse verschiedener Internet of Things-Anwendungen optimiert sind.
Sei dem wie es sei, gibt es unter der URL https://ubuntu.com/download/qualcomm-iot sowohl Desktop- als auch Server-Images für die beiden in der Abbildung gezeigten Varianten.

Bildquelle, beide: https://ubuntu.com/download/qualcomm-iot

Zu beachten ist, dass es sich bei diesen Images zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Artikels noch um Beta-Versionen handelt. Weitere Informationen hierzu finden sich in der unter der URL https://canonical.com/blog/canonical-announces-first-ubuntu-desktop-image-for-qualcomm-dragonwing-platform-with-ubuntu-24-04 bereitstehenden Ankündigung, die nach folgendem Schema auf den frühen Zustand der Software hinweist:

1
Certified versions of Ubuntu 24.04 Desktop and Server images will soon be available with long term support and maintenance.
2
This beta program is completely open to the public: developers will be able to download and flash the images on the Qualcomm Dragonwing RB3 Gen2 Vision and RB3 Gen2 Lite Vision kits by following the instructions on Canonicals Qualcomm IoT Platforms portal.

e-con Systems – 4K-Kamera mit IP67-Zertifizierung.

Der Kameraspezialist e-con Systems hat sich im Laufe der letzten Jahre als fixe Größe im Bereich aller Arten von intelligenten Kameras etabliert.
Die in der Abbildung gezeigte Kamera ist dabei vor allem auf die Bedürfnisse der NVIDIA Jetson AGX Orin-Plattform optimiert, der Sensor wird in der Dokumentation folgendermaßen beschrieben:

1
STURDeCAM88_CUOAGX is a rugged, high-performance 4K HDR front view camera from e-con Systems®, designed to meet the demanding requirements of modern embedded vision applications. Equipped with an 8.3MP (1/1.73") automotive-grade OmniVision® OX08B40 image sensor, the camera supports up to 140 dB HDR using rolling shutter readout and features LED Flicker Mitigation (LFM) for stable and flicker-free imaging in dynamic lighting conditions.

Bildquelle: https://www.e-consystems.com/email/sturdecam88-cuoagx.asp

Hervorzuheben ist unter anderem die hohe Zertifikation in Bezug auf Robustheit: Dank IP67 lässt sich diese Kamera auch in fordernden Umgebungen einsetzen.

Basic-Interpreter für die ein Dollar-Platine von OLIMEX.

Der bulgarische Evaluationsboard-Spezialist OLIMEX bietet seit einiger Zeit eine auf einem WCH-Prozessor basierende Platine an, die – vor Versandkosten – um rund einen Dollar erhältlich ist (siehe https://www.olimex.com/Products/Retro-Computers/RVPC/open-source-hardware).
Auf GitHub findet sich nun ein „primitiver“ Basic-Interpreter, der dem System C 64-artige Code-Ausführungs-Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen gedenkt.

Bildquelle: https://github.com/arduinousergroupcagliari/RVPC_TinyBasic

Weitere Informationen finden sich im unter der URL https://www.hackster.io/news/olimex-s-near-one-dollar-risc-v-single-board-computer-the-rvpc-gets-a-working-basic-interpreter-b02722557346 bereitstehenden und nach Ansicht des News-Autors durchaus lesenswerten Zusammenfassungs-Berichts.

Lesestoff: Medizin-Arduino, Blockchain-Avionik.

Das unter einer Open Access-Lizenz stehende Springer-Journal zum IoT veröffentlicht immer wieder Beiträge, die für im Internet der Dinge aktive Personen großen Neuigkeitswert aufweisen können. Im letzten Rundmail fand der Autor unter anderem die Meldungen Arduino-based devices in healthcare and environmental monitoring (Link unter https://link.springer.com/article/10.1007/s43926-025-00139-z) und Blockchain-driven framework for preventive maintenance management of aircraft hydraulic systems (Link unter https://link.springer.com/article/10.1007/s43926-025-00149-x?) in besonderer Weise lesenswert.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Vectrex – Königin der Spielkonsolen

Im Juni 1982 zeigte die Firma General Consumer Electronics das Videospiel Vectrex auf einer Fachmesse in Chicago. Seine innovative Technik brachte ihm viel Lob ein; Anfang 1983 kam es in den landesweiten Handel. Bei uns war Vectrex im Herbst 1983 erhältlich. Der Kollaps des amerikanischen Videospiel-Markts führte aber ein Jahr später zum Ende der Fertigung….

Zuerst erschienen bei: HNF Blog

Kategorien: Allgemein, "Electronic Games", "Mein Home-Computer", "Mine Storm", "TeleMatch", 3D-Brille, Asteroids, Atari, Coleco, Fluoreszenz, General Consumer Electronics, Lichtgriffel, Milton Bradley, Mini-Arkade, Motorola 6809, Smith Engineering, Spielkonsole, Vectrex, Vektorgrafik

Quelle – Der ganze Beitrag im HNF-Blog: Weiterlesen

Neue Bauteile: ESP32-C5 in Produktion, spulenloses Relais und neue Mikrocontroller

Der neue Monat bringt einen Bluetooth Channel Sounding-fähigen Mikrocontroller, der bei Distributoren kaufbar ist. Swatch schickt ein neues RTC-Modul ins Rennen, das durch seine kleinen Abmessungen beeindruckt. Würth und TDK verbessern derweil die Eigenschaften ihrer passiven Komponenten – was es sonst Neues gibt, zeigt der Round-Up.

Espressif: ESP32-C5 in Massenproduktion.

Im Hause Espressif hatte man mit ESP32-C5 und ESP32-P4 seine liebe Not. Im Bezug auf den C5 gibt es nun positive Neuerungen – unter der URL https://www.espressif.com/en/news/ESP32-C5_Mass_Production? findet sich die folgende Ankündigung:

1
Espressif Systems (SSE: 688018.SH) announced ESP32-C5, the industrys first RISC-V SoC that supports 2.4 GHz and 5 GHz dual-band Wi-Fi 6, along with Bluetooth 5 (LE) and IEEE 802.15.4 (Zigbee, Thread) connectivity. Today, we are glad to announce that ESP32-C5  is now in mass production.

Für Elektroniker relevant ist, dass es ab sofort – wie in der Abbildung gezeigt – im AliExpress-Store ein „offizielles“ Evaluationsboard für den Mikrocontroller zu kaufen gibt.

Bildquelle: https://www.aliexpress.com/item/1005008790788462.html

M5Stack M141 – Zigbee/Thread-Modul auf Basis des ESP32-H2

Espressif sein Modulbauer möchte bei der Ankündigung des C5 nicht nachstehen, und schickt ebenfalls ein – wenn auch auf einem anderen Funk-SoC basierendes – Evaluationsboard ins Rennen.

Bildquelle: https://shop.m5stack.com/products/esp32-h2-thread-zigbee-gateway-module?
Sinn des um 6,5 US-Dollar plus Versand erhältlichen Moduls ist dabei, den hauseigenen Core-Modulen die Interaktion mit im Smart Home-Bereich weit verbreiteten Protokollen zu ermöglichen.

Nexperia NEX91207-Q100 – Tracking-LDO für den Automobilbereich.

Mit dem NEX91207-Q100 schickt Nexperia eine interessante Spielart des eigentlich erprobten Konzept des linearen Reglers ins Rennen. Eine klassische Anwendungsschaltung präsentiert sich wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: Nexperia, via https://www.nexperia.com/product/NEX91207DF-Q100?

Lebenssinn des Bauteils ist das Nachverfolgen der von einem anderen Regler generierten Spannung. Sinn ist – wie im folgenden besprochen – eine Erhöhung der System-Resilienz:

1
The device integrates protection features such as battery reverse polarity protection (-42 V), output reverse current protection, output short-to-battery and ground protection, current limit, and thermal shutdown. These protections guard against the high risk of cable failures in an off-board power system.

COTO CT04 – Relais zur magnetischen Aktivierung.

Wer gerne Messtechnik, beispielsweise aus dem Hause HP, wartet, kennt COTO mit Sicherheit als Relaishersteller. Mit dem CT04 steht nun ein „simpel-effizientes“ Relais ante Portas.

Bildquelle: COTO

Die Lustigkeit am CT04 ist, dass es die für die Aktivierung erforderliche Spule nicht mitbringt. Wer diesen Zweipol in leitenden Zustand versetzen möchte, muss von außen ein Steuerungs-Magnetfeld anliefern.

Phoenix Contact 1278397 – Managed Switch für Single Pair Ethernet

Dass sich Single Pair Internet in Sachen „industrieller Vernetzung“ immer mehr durchsetzt, ist spätestens seit der letzten EmbeddedWorld klar. Phoenix Contact bietet nun einen für den Industrieeinsatz geeigneten Switch an, der das Protokoll unterstützt.

Bildquelle: Phoenix Contact.

Zu beachten ist allerdings, dass sich Phoenix Contact die hohe Robustheit durchaus gut bezahlen lässt – die Abbildung zeigt einen OEMSecrets-Preisvergleich für Zehnerstückzahlen.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/1278397

Silicon Labs EFR32BG24L – Channel Sounding-fähige MCU

Wer Bluetooth Channel Sounding zur Indoor-Positionierung verwenden möchte, hat im Bereich der Chipsätze bisher wenig Auswahl – NXPs W72 ist ja derzeit noch nicht verfügbar.
Lieferfähig zu sein scheint derweil Silicon Labs. Mit dem EFR32BG24L, der auf einem Cortex ARM-M33-Kern basiert, steht ein System zur Verfügung. In der unter https://www.silabs.com/wireless/bluetooth/efr32bg24l-series-2-socs einsehbaren Beschreibung verspricht Silicon Labs Unterstützung für die folgenden Funkstandards:

1
Protocol Support
2

3
    Bluetooth Low Energy (Bluetooth 5.4)
4
    Direction finding using Angle-of-Arrival (AoA) and Angle-of-Departure (AoD)
5
    Bluetooth mesh
6
    Channel Sounding

Für das System spricht unter anderem, dass mit dem EFR32xG24 Explorer Kit eine vergleichsweise preiswerte Evaluationsplatinen zur Verfügung steht.

MicroChip AVR32SD20 / AVR32SD28 / AVR32SD32

Mit der AVR32SD-Architektur bietet MicroChip seit einiger Zeit Mikrocontroller an, die für den Einsatz in sicherheitskritischen Umgebungen optimiert sind und beispielsweise zwei nebeneinander rechnende Kerne mitbringen, die sich gegenseitig überwachen.

Bildquelle: MicroChip.

Nun steht eine neue Variante zur Verfügung, die zwecks „schnellerem Berechnen“ auch eine Multipliziereinheit mitbringt.

PIC32CZ CA70/MC70 – ARM Cortex M7-Kern mit Double Precision-FPU.

Im Bereich PIC32 macht MicroChip Entwicklern, die an Signalverarbeitung aller Arten interessiert sind, immer wieder starke Angebote. Neu sind nun zwei Familien, die einen ARM Cortex M7-Kern mit einer Double Precision-FPU kombinieren.

Bildquelle, beide – MicroChip.

Zu beachten ist, dass MicroChip in dieser neuen Familie einige Varianten zur Verfügung stellt – die Abbildung ermöglicht eine Einschätzung der angebotenen Optionen.

Bildquelle: MicroChip

STMicroelectronics NUCLEO-C092RC et al – Evaluationsboards für neue STM32C0-Varianten verfügbar.

STMicroelectronics erweiterte die C0-Serie vor einiger Zeit – wir berichteten – um Varianten mit mehr Speicher oder einem CAN-Interface. Nun werden Evaluationsboards für diese neuen SKUs verfügbar.

Nexperia NID1100 – ideale Diode

Im Hause Nexperia erweitert man das Portfolio um eine weitere ideale Diode, deren Vorwärtsspannungsabfall im Datenblatt folgendermaßen beschrieben wird:

1
Low forward drop voltage: VFWD = 120 mV (typ. At 3.6 V input and 1 A load current)

Zum inneren Aufbau des Systems sei dann auf die Abbildung verwiesen.

Bildquelle: Nexperia

Micro Crystal RV-3028-C8 – sehr kleines, hermetisches RTC-Modul.

Über die „Lustigkeiten“ der Arbeit mit 32 kHz-Quartzen wurden in der Vergangenheit ganze Application Notes veröffentlicht. Das an sich bereits auf der Embedded World gezeigte „neue Produkt“ aus dem Hause Swatch ist – wie in der Abbildung gezeigt – ein RTC-Modul, das durch seine besonders kleinen Dimensionen auffällt.

Bildquelle: Micro Crystal.

Die mit dem Host über ein I2C-Interface kommunizierende Echtzeituhr ist dabei ab sofort bei den verschiedenen Distributoren erhältlich – in Hunderterstückzahlen kostet das Bauteil rund € 2,5.

Texas Instruments C-GANG-preiswerter Gang-Programmierer für bis zu sechs Mikrocontroller

Dass Mikrocontroller-Hersteller den „Auxillary Equipment“-Markt ins Visier nehmen, ist per se nicht neu. MicroChip integriert beispielsweise immer mehr Funktionen in seine High End-Programmiergeräte (siehe auch https://www.youtube.com/watch?v=yrM78fs-AR8) .
Mit dem in der Abbildung gezeigten und aufgrund der Beschriftung der Platine wohl von Elprotronic stammenden Programmiergerät schickt Texas Instruments nun einen Gang Programmer ins Rennen, der bis zu sechs Mikrocontroller gleichzeitig programmieren kann.

Bildquelle: Texas Instruments.

In Einserstückzahlen kostet das Gerät dabei um die € 130 – im traditionellen hochpreisigen Markt für Produktions-Programmiergeräte ist dies eine durchaus aggressive Ansage.

TDK CGA – Erweiterung im Portfolio der Vibration-robusten ML CC-Kondensatoren.

Dass MLCC-Kondensatoren bei Vibration zu Brüchen neigen, ist nicht wirklich neu. Mit der CGA-Serie bietet TDK seit einiger Zeit MLCC-Kondensatoren an, die diesem Problem über die in der Abbildung gezeigte Konstruktion entgegenzutreten suchen.

Bildquelle: TDK.

Nun gibt es einige neue Bauteile, die im 3225-Format entweder 4,7 oder 10 µF Kapazität aufweisen.

Würth WE-PMFI – Induktoren mit verbesserten Betriebsparametern

Im Bereich der Induktoren geht der Trend-logischerweise – ebenfalls zu smaller, faster, lighter. Wer mit 100nH bis 4.7µH auskommt, bekommt von Würth Bauteile angeboten, die einen noch geringeren Gleichstromwiderstand aufweisen.

Bildquelle: Würth Elektronik.

TDK InvenSense ICU-30201 – “Konkurrenz“ im Time of Flight-Sensorbereich

Time of Flight-Umgebungssensoren assoziiert man normalerweise mit Texas Instruments. Im Hause TDK schickt man nun ein neues Bauteil ins Rennen, dessen Spezifikationen im Datenblatt folgendermaßen beschrieben werden:

1
Fast, accurate range-finding
2
 40MHz integrated CPU enables on-chip
3
algorithms including rangefinding, human
4
presence, and wake-on approach
5
 Operating range from 30 cm to 9.5m
6
 Human presence detection up to 7m
7
 Programmable modes optimized for long or
8
short-range sensing applications
9
 Customizable Field of Vie

Der mit dem Host-Mikrocontroller über SPI kommunizierende Sensor wird von TDK mit einem umfangreichen Software-Paket ausgeliefert, dass das „Ansprechen“ der diversen im Chip enthaltenen Algorithmen zu vereinfachen sucht.

PUI Audio LAI-3330-PM-WP-LW500 – Piezopiepser mit RGB-LED.

Das Drohnen eines ausreichend dimensionierten Piezopiepsers kann es mit der Nervigkeit jedes Lebensabschnittspartners aufnehmen. Mit dem LAI-3330-PM-WP-LW500 kombiniert PUI Audio einen Piepser und eine RGB-LED, um sowohl optische als auch akustische Belästigung in einer SKU des Terrors bereitzustellen.

Bildquelle: PUI Audio

Texas Instruments JOYSTICK-MAG-ACC – “Bausatz“ für halleffektbasierte Joysticks.

Wer seinen Joystick auf „magnetische“ Art und Weise aufbaut, hat weniger Probleme mit Materialermüdung. Mit dem JOYSTICK-MAG-ACC schickt Texas Instruments nun einen Bausatz ins Rennen, der die Mechanik illustriert.

Bildquelle: Texas Instruments.

Hervorzuheben ist unter anderem die unter https://www.ti.com/lit/pdf/SBAU380 bereitstehende Dokumentation, die mehr Informationen zur Verfügung stellt.

Amphenol Wilcoxon 883M – MEMS-Accelerometer mit MODBUS-Interface und integrierter Signal-Aufarbeitung.

MEMS-Sensoren spielen nicht nur im Handy (Stichwort automatischer Landscape Mode), sondern auch in verschiedenen industriellen und militärischen Einsatzbereichen eine wichtige Rolle.
Der gemäß IP67 zertifizierte 883M ist dabei definitiv für den industriellen Einsatz vorgesehen – über sein MODBUS-Interface bietet er, wie in der Abbildung gezeigt, verschiedenste „vorbereitete“ Daten-Arten zur Abwertung an.

Bildquelle: Amphenol.

Zu beachten ist, dass sich Amphenol dies – der Einzelstückzahl-Preis ist nördlich von € 1000 – durchaus fürstlich bezahlen lässt.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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