Neue Bauteile – MAX78002 mit Extraspeicher, Knochenschall-Mikrophon und mehr

In der Welt der Bauteile gibt es Zuwachs: im Hause u-blox bietet man ein auf einem ESP32 basierendes Modul an, während TI einen IC für Shunt-Messverstärker offeriert. STMicroelectronics erweitert das Ökosystem im Bereich Entwicklerwerkzeuge um ein Kommandozeilenwerkzeug, das Compiler und Co zentralisiert ansprechbar macht.

Worum geht es hier?

Die Bauteilindustrie steht nie still. Hier eine Liste von Komponenten, die neu am Markt sind und die der Autor – subjektiv – als interessant empfand!

Texas Instruments INA241x – Messverstärker für Shunts mit PWM-”Filter”

Pulsbreitenmodulation führt zu verschiedenen Störsignalen, die Messverstärker mal mehr und mal weniger aus dem Takt bringen. Mit der INA241x-Serie bietet TI nun Bausteine an, die bei Schaltfrequenzen von bis zu 125KHz die in der Abbildung gezeigte Topologie erlauben.

(Bildquelle: https://www.ti.com/lit/ds/symlink/ina241a.pdf)

Im Bereich der Spannungsfestigkeit verspricht TI einen Arbeitsbereich von -5V bis +110V, die Verstärkungseinstellung ist in Hardware festgelegt und beträgt je nach Type 10V/V, 20V/V, 50V/V, 100V/V oder 200V/V. Die im SOT-23-8-Gehäuse erhältlichen Chips kosten in Hunderterstückzahlen weniger als drei Euro.

STMicroelectronics VL53L7CX – TOF-Sensor mit 90 Grad breitem Blickfeld

Der zum VL53L5CX pinkompatible neue Entfernungssensor bietet eine Auflösung von 8×8 Pixeln und eine Scanrate von bis zu 60Hz an, der maximale Messbereich beträgt 350cm.
Neu ist an der vorliegenden Variante das erweiterte Blickfeld, das sich wie in der Abbildung gezeigt durch Drehung des Sensors auf eine Breite von 90 Grad erweitern lässt. Das mit 8 Euro auch in Stückzahlen recht teure Bauteil lässt sich durch eine Dreierkaskade auf einen Scanbereich von 180° x 60° erweitern.

(Bildquelle: STMicroelectronics)

MAX78002 – MAX78000 mit mehr Speicher

Das häufigste gegen den MAX78000-AI-Beschleuniger geäußerte Argument war der sehr geringe Speicher, der die Größe der Modelle beschränkte. Mit dem MAX78002 legt Maxim nun nach. Neben einer Taktsteigerung des Hauptprozessors (von 100 auf 120 MHz) wächst der Sapeicheraufbau auf 2.5MB Flash, 64KB ROM, und 384KB SRAM – das Vorgängermodell hatte nur 512KB Flash und 128KB SRAM.
Im Bereich der eigentlichen neuronalen Engine gab es ebenfalls Steigerungen:

1
The CNN engine has a weight storage memory

2
of 2MB, and can support 1, 2, 4, and 8bit weights (sup

3
porting networks of up to 16 million weights). The CNN

4
weight memory is SRAMbased so that AI network up

5
dates can be made on the fly. The CNN engine also has

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1.3MB of data memory.

7

8

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vs

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The CNN engine has a weight storage memory of

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442KB, and can support 1, 2, 4, and 8bit weights (sup

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porting networks of up to 3.5 million weights). The CNN

15
weight memory is SRAMbased, so AI network updates

16
can be made on the fly. The CNN engine also has 512KB

17
of data memory.

Der neue Funktionsumfang wird durch Einschränkungen im Bereich der Spannungsversorgung erkauft: der Eingangsspannungsbereich des neuen Bauteils reicht nur von 2.85 bis 3.6V, der Energieverbrauch steigt auf 23.9μA/MHz.
Zu guter Letzt gibt es auch ein MIPI-Interface für Kameras und Unterstützung für einige andere Massenspeicher-Interfaces, um die Entgegennahme der zu verarbeitenden Informationen zu erleichtern – weitere Informationen finden sich im unter https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/MAX78002.pdf bereitstehenden Datenblatt.

u-blox NORA-W2 – ESP32-Modul aus dem Hause ublox

Schon die Entscheidung, auf einen zweikernigen Xtensa LX7 zu setzen und ihm Bluetooth- und WLAN-Transmitter zur Seite zu stellen, illustriert klar auf welche Kundenschicht u-blox mit der NORA zielt. Im Datenblatt findet sich dann sogar die in Abbildung gezeigte Struktur, die die ESP32-S3-CPU klar benennt.

(Bildquelle: u-blox)

Die 10.4 x 14.3 mm großen Module sind in zwei Versionen verfügbar – der W251AWS hat keine interne Antenne, während der W256AWS eine auf einem ProAnt-Design basierende PCB-Antenne mitbringt. Mit Hunderterpreisen im Bereich von 6.60 bzw 6.63EUR ist der Preisunterschied zu anderen ESP32-Modulen geringer, als man auf den ersten Blick annehmen würde.
Mit dem um 25 Euro erhältlichen Evaluationskit USB-NORA-W256AWS steht außerdem ein relativ preiswertes Testboard am Start.

(Bildquelle: u-blox)

PUI Audio – Knochenschallmikrophon für bessere Geräuschunterdrückung

Aus der Logik folgt, dass Geräuschunterdrückung nur dann gut funktioniert, wenn dem Algorithmus hochqualitative Eingangsdaten zur Verfügung stehen. Mit dem VMM-1627L-R sendet PUI nun ein Bauteil ins Rennen, das auf die Aufzeichnung von Knochenschall spezialisiert ist.
Leider bietet das unter https://api.puiaudio.com/file/0d3aba6b-d873-47e3-9562-36729cec779b.pdf bereitstehende Datenblatt nur vergleichsweise lapidare Informationen zum Thema – eine diesbezügliche Anfrage läuft allerdings bereits.

ROHM: kompaktere Shunt-Widerstände

ROHM bietet im Bereich 0508 (1.25mm × 2.0mm) eine Serie neuartiger Shuntwiderstände an, die trotz der geringen Größe des Widerstands bis zu 1W Verlustleistung verkraften.

Bildquelle: https://www.presseagentur.com/rohm/detail.php?pr_id=6497&lang=en

Provertha: 2.5mm hohes Wire-to-Board-Verbindungssystem

Provertha schickt ein neues Steckerformat ins Rennen, das sich um die Verbindung aus Kabel und Platine kümmert. WireClip-Bauteile sind dabei NICHT lötfrei, werden aber als extrem zuverlässig beworben.

(Bildquelle: Provertha)

Vishay – neue eFuses

Unter dem Begriff eFuse kommen Bauteile auf den Markt, die “programmierbare Sicherungen” realisieren. Bisher waren die Controller meist auf das Ansteuern externer Transistoren optimiert – mit dem SIP32434 bietet Vishay nun eine Variante an, die eine “Komplettlösung” des Problems darstellt.

(Bildquelle: Vishay)

Über die externen Widerstände lässt sich dabei ein Grenzstrom von 0.5A bis 6A einstellen; die dabei erreichbare Genauigkeit beträgt +/- 7%. Im Bereich der Eingangsspannung erlaubt das Bauteil bis zu 28V, in Hunderterstückzahlen kostet das Bauteil rund 1.5 EUR.

Molex: wasserdichte USB-C-Stecker

USB ist auch im Industriebereich nicht mehr wegzudenken: leider erweisen sich die Stecker oft als mechanisch anfällig. Molex bietet mit dem 217804-0001 eine IPx8-zertifizierte Variante an. Angemerkt sei, dass das Bauteil in Hunderterstückzahlen nach wie vor gute vier Euro kostet.

STMicroelectronics STM32CubeCLT – Kommandozeilenwerkzeug für IDE-Bauer

Mit dem unter https://www.st.com/en/development-tools/stm32cubeclt.html bereitstehenden Paket aus diversen Kommandozeilenutilities möchte STMicroelectronics Drittsanbietern das Nutzen der hauseigenen Werkzeuge für die folgenden Aufgaben erleichtern:

1
Compile and link

2
Target board programming

3
Application run

4
Application debugging

ADR3625 – 2.5V-Referenz mit 70mA Ausgangsstrom

Wo eine Spannungsreferenz ist, ist ein Puffer-Opamp meist nicht fern. Wer für eine Spannungsreferenz in Hunderterstückzahlen zwischen 6 und 8 Euro zu zahlen bereit ist, und mit einer initialen Genauigkeit von +/- 0.04V auskommt, findet in der ADR3625 einen neuen Weg.Die Temperaturgenauigkeit beträgt 3 ppm/°C, eine preiswertere Variante verdoppelt beide Parameter.

(Bildquelle: Analog Devices)

Als Drift spezifiziert AD “160 ppm at 4500 Hr”.
Interessant ist hier auch die unter https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/application-notes/an82f.pdf bereitstehende Application Note, die unter Anderem Informationen zum PCB-Layout bietet.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Verbesserung der Verfügbarkeit für Raspberry Pi avisiert, Neuigkeiten zur Zero-Roadmap

Im Rahmen der Chipkrise wurde die Verfügbarkeit von Eben Uptons weitverbreiteten Prozessrechnern wesentlich schwieriger: Wer nicht mit einem Pico arbeiten konnte, musste warten oder ans Scalper höhere Preise bezahlen. In einem Artikel am hauseigenen Blog verraten die Uptoniten mehr über ihre Zukunftspläne und gehen auf die Liefersituation ein.

Verbesserung der Verfügbarkeit beginnt im zweiten Quartal 2022.

Dass die Raspberry Pi Foundation einst – auch – als Outlet bei Nokia im Rahmen des Meltemi-Projekts übrig gebliebene BroadCOM-Prozessoren herangezogen wurde, dürfte ob des Naheverhältnisses zwischen Eben Upton und BroadCom nicht überraschend sein.

(Bildquelle: Autor)

Upton spricht jedenfalls davon, dass man im kommenden Jahr eine wesentlich „bessere“ Übersicht über das Verfügbar-werden der diversen zu Assemblage  benötigten Halbleiter haben wird. Spätestens im zweiten Halbjahr rechnet man davon, dass eine „unbegrenzte“ Verfügbarkeit wieder hergestellt wird:

1
For a variety of reasons, we leave 2022 with much better visibility of our future silicon supply chain than we entered with. As a result, we can say with confidence that, after a lean first quarter, we expect supply to recover to prepandemic levels in the second quarter of 2023, and to be unlimited in the second half of the year.

Die eigentliche Wiederherstellung der Verfügbarkeit erfolgt dabei invers zum jeweiligen Industrie-Verbrauch. Als erstes sollen Zero und Zero W für Endkunden zurückkehren, danach rechnet man mit der Reaktivierung des Raspberry Pi 3 A Plus.

Es geht weiter: Industrie-Kunden werden bevorzugt, einige Krumen für Normalbenutzer

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass die Raspberry Pi Foundation – einst als educational non profit gestartet – industriellen Anwendern des Raspberry Pis bevorzugt Stückzahl zuweist. Wer eine industrielle Anwendung vorweisen kann und keine Raspberry Pis hat, soll sich (nach dem Ansehen der Offerte von Shenzhen Xunlong und Radxa bzw RS Components) unter der bekannten E-Mail-Adresse business@raspberrypi.com melden.
Um die „Enthusiasten“ nicht vollends in Richtung anderer Häuser zu vertreiben, legt die Raspberry Pi Foundation nun rund 100 000 Einheiten der folgenden Modelle für den Einzelverkauf zur Seite:

1
As a thankyou to our army of very patient enthusiast customers in the runup to the holiday season this year, weve been able to set aside a little over a hundred thousand units, split across Zero W, 3A+ and the 2GB and 4GB variants of Raspberry Pi 4, for singleunit sales.

Wer einen oder mehrere dieser Prozessrechner für sich ergattern möchte, soll die unter https://rpilocator.com/ bereitstehende Such-Webseite verwenden – sie durchsucht die „Reserven“ aller als Approved Reseller bezeichneten offiziellen Wiederverkäufer von Ebenezer Upton-Prozessrechnern.

Raspberry Pi Zero wird teurer.

In der Welt des Raspberry Pi sind Preiserhöhungen im Allgemeinen selten – Spezifischerweise stellt man sich selbst die folgende Scorecard aus:

1
Weve generally absorbed these cost increases ourselves, holding the prices of our products constant, and making less profit on each unit. The exceptions have been the 2GB variant of Raspberry Pi 4, which we returned to its original $45 price point; and Compute Module 4, where we applied an acrosstheboard $5 price increase to all variants.

Im Rahmen der Verteuerung der diversen Komponenten kann die Raspberry Pi Foundation den Raspberry Pi Zero, der von Anfang an nur in begrenzter Stückzahl pro Nase verkauft wurde, nicht mehr auf seinem Preispunkt halten. Aus diesem Grund gibt es nun eine Preiserhöhung – der „kleine“ Zero kostet fortan statt fünf zehn US-Dollar, der mit einem WLAN-Funkmodul ausgestattete Zero W steigt von zehn auf 15 US-$.
Der „Wegfall“ der soeben erwähnten Volumens-Beschränkungen ist für 2023 avisiert:

1
once Zero products return to volume availability in 2023, we no longer expect to see the singleunit limitations that have been a feature of Zero since its launch

Diskussion: Mehr zu den Zeros.

Wer den unter https://www.raspberrypi.com/news/supply-chain-update-its-good-news/bereitstehenden Ankündigungs-Post nach unten scrollt, findet in der Diskussion einige interessante Wortmeldungen von Mitgliedern der Raspberry Pi Foundation. Erstens plant man – siehe Sicherheitsscreenshot – in Zukunft einen Nachfolger des Zero 2W, der vor allem mehr Arbeitsspeicher mitbringen soll.

(Bildquelle: Raspberry Pi).

Als eine der „Begründungen“ für die bessere Verfügbarkeit führt Ebenezer Upton an, dass die hier im 28 nm-Prozess gefertigten Chips mehr und mehr auf kleinere Nodi übersiedeln – analog zu dem Trend im Mosfet-Markt (siehe https://www.instagram.com/p/Cl8SryGNa_j/) gilt auch hier, dass dies zu einer „Entlastung“ der mit höheren Strukturgrößen arbeitenden Nodi führen wird.
Interessant ist außerdem, dass für den Zero 2W – derzeit keine Preiserhöhungen geplant sind. Ebenda gibt es auch Informationen zu verkauften Stückzahlen und zu einem Folgemodell mit eMMC (Stichwort Vibrationen re SD-Slot).

(Bildquelle: Raspberry Pi).

Zu guter Letzt konnte sich Liz Upton – sie ist die Ehefrau des Gründers – eine Spitze gegen den ehemaligen Partner RS Components nicht verbieten. Angemerkt sei, dass RS Components vorher (berechtigterweise) eine Kartusche in Richtung der Raspberry Pi Foundation losließ – das Bellen des Hundes bestätigt im Allgemeinen die Güte des Treffers.

(Bildquelle: Autor)

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KEIL, STMicroelectronics, ARMBian 22.11 und mehr – Softwareupdates für Jedermann

Spätestens seit der Electronica 2022 ist klar, dass Software aus der Welt der Elektronik nicht mehr wegzudenken ist. Nutzer verschiedener Softwaresysteme der Embeddedwelt bekommen Updates, während Espressif die hauseigene Unterstützung für Matter erweitert. SigFox zieht sich derweil – wohl endgültig – aus den USA zurück.

ARMKeil 5.38a mit neuem Compiler

Die wahrscheinlich meistgehasste IDE des Embeddedbereichs liegt nun in Version 5.38a vor. Die wichtigste Aktualisierung bzw. Änderung betrifft das Verhalten im Umgang mit Konfigurationsdateien – diese sollen nun in einem an den Manifestmerger von Android Studio erinnernden Verfahren “kombiniert” werden (siehe https://developer.arm.com/documentation/101407/0538/Dialogs/Tools/Configure-Merge-Tool).
Außerdem ist der ARM-Compiler in Version 5 ab Sofort nicht mehr Teil der Distribution, sondern muss bei Bedarf seperat heruntergeladen werden. Weitere Informationen zur Thematik finden sich unter https://developer.arm.com/documentation/107778/5-38a/MDK-Version-5-38a.

ARMBian 22.11 verfügbar

Das communitygetriebene ARMBian liegt ab Sofort in Version 22.11 vor. Die wichtigste Neuerung ist Unterstützung für Bananapi M5, Odroid M1 und Rockpi 4C plus; insbesondere im Bereich des RockPi gibt es diverse Fehlerbehebungen, die unterm Strich zu besserer Benutzererfahrung führen (siehe auch die unter https://docs.armbian.com/Release_Changelog/ bereitstehende Änderungsliste).

Wer ARMBian zur Interaktion mit Hardware nutzt, bekommt auf mehr Zielsystemen Unterstützung für die gpiod-Bibliothek:

1
AR1335 Add gpiod library to armhf and arm64 server + desktop images

Arduino-PLC – Programmiersoftware ab Sofort verfügbar

Wir haben Arduinos Einstieg in die Welt der SPS unter STM32-Chips sowohl mit der Arduino IDE als auch mit den diversen IEC 61131-3-Programmiersprachen kompatibel ist. ![](“ class=“link-to-topic“ data-topic-id=“545671″ href=“/topic/545671#new“>Beitrag „Arduino OPTA – SPS aus dem Hause Arduino“ en Detail beschrieben – neben der Arduino IDE kündigten die Italiener für das Produkt ja auch eine SPS-bezogenere IDE an.
Mit der derzeit nur für 64bit-Windows verfügbaren Arduino PLC IDE steht nun einie neue IDE bereit, die die Programmierung der SPS mit den in diesem Bereich üblicheren Programmiersystemen bzw Programmiersprachen erlaubt.
Die unter https://www.arduino.cc/en/software nach Herunterscrollen downloadbare Software ist dabei nur Teil der Lösung.

(Bildquelle: Screenshot)

Zur Nutzung der diversen in IEC61131-3 spezifizierten Programmiersprachen ist ein unter https://store.arduino.cc/products/plc-key-portenta-machine-control bereitstehender und 16 Euro teurer Key erforderlich, der folgende Programmiersysteme freischaltet:

1
Ladder Diagram

2
Functional Block Diagram

3
Structured Text

4
Sequential Function Chart

5
Instruction List

Weitere Dokumentation zur Bedienung findet sich unter https://docs.arduino.cc/software/plc-ide.

STMCubeIDE – Version v 1.11.0 verfügbar

STMCubeIDE erfuhr ebenfalls eine Aktualisierung. Fokus ist diesmal erstens das Hinzufügen einiger neuer Mikrocontrollertypen, außerdem integriert STMicroelectronics die hauseigenen Lehrvideos besser in das System.

BILD
(Bildquelle: https://www.st.com/resource/en/release_note/rn0114-stm32cubeide-release-v1110-stmicroelectronics.pdf)

Da STMicroelectronics im Rahmen des Releases auch einige Dutzend Issues fixt, ist eine Aktualisierung auf jeden Fall ratsam.

Espressif – mehr Unterstützung für Matter

Dass Espressif auf das Smart Home-Protokoll Matter setzt, dürfte für Leser unserer Nachrichten keine große Überraschung sein. Als – derzeit einzige – Neuerung im allmonatlichen Espressif-Newsblast präsentiert das Unternehmen nun einen Dienst, der die teilweise “haarige” Parametrierung und kryptographische Absicherung erleichtert:

1
But the requirements to have each device programmed with a unique PKI certificate signed by an authorized entity increases the manufacturing complexity and cost. Espressif, as a comprehensive solution provider within the Matter ecosystem, addresses this problem by providing manufacturing services that focus on security and compliance.

(Bildquelle: Espressif)

Mit dem “Cloud-based DAC-Generation Service” bietet Espressif ausserdem einen Service an, mit dem schon im Feld befindliche Geräte ebenfalls die notwendigen Credentials erhalten – zumindest dann, wenn sie OTA-fähig sind.

SigFox – ab Sofort ohne USA

Vor einigen Monaten gab es kaum eine Woche, wo der Insolvenztanz von SigFox nicht für News sorgte. Die Übernahme durch UnaBiz scheint die Probleme bei dem Anbieter von Funksystemen im Allgemeinen gelöst zu haben – allerdings auch das US-Netz. Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst EnterpriseIOTInsights spricht in einem lesenswerten Artikel (siehe https://enterpriseiotinsights.com/20221207/internet-of-things-4/we-did-what-we-said-unabiz-on-six-months-of-sigfox-plus-new-funds-big-plans) folgendes:

1
The single most major liability, dropped from the debt pile in the acquisition, was Sigfoxs failed USA network operation, . . . $150 million in unsecured debt. Its new expansion drive, to be funded by the Series B round, focuses on Asia Pacific, Europe, Latin America, and the Middle East; there is no mention of the US, which will only now be addressed via unified LPWAN solutions.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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STM32C – neue STM32-Familie mit Cortex M0+-Kern und achtpinniger Gehäuseoption

Der Cube-Projektgenerator ist im Allgemeinen ob seiner langsamen Ladezeit lästig. Wer „sorgfältig“ blickt, findet allerdings manchmal eine komplett neue CPU-Familie.

Bild.
(Bildquelle alle: Screenshots des Autors, teils via https://www.instagram.com/tam.hanna/).

Die STM32C-Familie ist eine auf einem ARM Cortex M0+-Kern basierende Chipfamilie, die mit entweder sechs oder 12 kB RAM und entweder 16 oder 32 kB Remanentspeicher auf den Markt kommen dürfte (siehe Tabelle unten).
In allen Systemen dürfte der „Hauptprozessor“ mit maximal 48 MHz getaktet sein.
Als Evaluationsboard spricht man derzeit von zwei Planaren – über beide ist derzeit, wie in den Abbildungen gezeigt, in Cube noch nicht mehr zu erfahren.

Über die sonstigen Peripheriegeräte lassen sich durch Ansehen der Filter mehr Informationen erhalten – hier eine Liste von Screenshots auf Basis der derzeit „konfigurierten“ bzw. geladenen Einstellungen im Projektgenerator.

Interessant ist außerdem, dass es-zumindest laut Cube – auch eine Variante im SO8-Gehäuse geben wird.

Pinouts im Fokus.

Zum Zeitpunkt der (eiligen) Abfassung dieses Artikels sind die Datenblätter für die XXX-Familie auch über die Links in Cube noch nicht abrufbar. Schon jetzt ist es allerdings möglich, Projekte auf Basis dieser MCUs zu generieren und sogar mit dem Code zu interagieren. Hier einige Screenshots.

Liste aller Teile

1
Commercial Part No Part No Reference Marketing Status Unit Price for 10kU (US$) Board Package Flash RAM

2
STM32C011D6Y3TR STM32C011D6 STM32C011D6Yx Coming soon NA WLCSP 12 1.7x1.42x0.6 P 0.35 mm 32 kBytes 6 kBytes

3
STM32C011D6Y6TR STM32C011D6 STM32C011D6Yx Coming soon NA WLCSP 12 1.7x1.42x0.6 P 0.35 mm 32 kBytes 6 kBytes

4
STM32C011F4P3 STM32C011F4 STM32C011F4Px Coming soon NA TSSOP20 16 kBytes 6 kBytes

5
STM32C011F4P6 STM32C011F4 STM32C011F4Px Coming soon NA TSSOP20 16 kBytes 6 kBytes

6
STM32C011F4U3 STM32C011F4 STM32C011F4Ux Coming soon NA UFQFPN 20 3x3x0.6 mm 16 kBytes 6 kBytes

7
STM32C011F4U6TR STM32C011F4 STM32C011F4Ux Coming soon NA UFQFPN 20 3x3x0.6 mm 16 kBytes 6 kBytes

8
STM32C011F6P3 STM32C011F6 STM32C011F6Px Coming soon NA TSSOP20 32 kBytes 6 kBytes

9
STM32C011F6P6 STM32C011F6 STM32C011F6Px Coming soon NA TSSOP20 32 kBytes 6 kBytes

10
STM32C011F6U3 STM32C011F6 STM32C011F6Ux Coming soon NA STM32C0116DK UFQFPN 20 3x3x0.6 mm 32 kBytes 6 kBytes

11
STM32C011F6U6TR STM32C011F6 STM32C011F6Ux Coming soon NA UFQFPN 20 3x3x0.6 mm 32 kBytes 6 kBytes

12
STM32C011J4M3 STM32C011J4 STM32C011J4Mx Coming soon NA SO8 16 kBytes 6 kBytes

13
STM32C011J4M6 STM32C011J4 STM32C011J4Mx Coming soon NA SO8 16 kBytes 6 kBytes

14
STM32C011J6M3 STM32C011J6 STM32C011J6Mx Coming soon NA SO8 32 kBytes 6 kBytes

15
STM32C011J6M6 STM32C011J6 STM32C011J6Mx Coming soon NA SO8 32 kBytes 6 kBytes

16
STM32C031C4T3 STM32C031C4 STM32C031C4Tx Coming soon NA LQFP 48 7x7x1.4 mm 16 kBytes 12 kBytes

17
STM32C031C4T6 STM32C031C4 STM32C031C4Tx Coming soon NA LQFP 48 7x7x1.4 mm 16 kBytes 12 kBytes

18
STM32C031C4U3 STM32C031C4 STM32C031C4Ux Coming soon NA UFQFPN 48 7x7x0.55 mm 16 kBytes 12 kBytes

19
STM32C031C4U6 STM32C031C4 STM32C031C4Ux Coming soon NA UFQFPN 48 7x7x0.55 mm 16 kBytes 12 kBytes

20
STM32C031C6T3 STM32C031C6 STM32C031C6Tx Coming soon NA NUCLEOC031C6; STM32C0316DK LQFP 48 7x7x1.4 mm 32 kBytes 12 kBytes

21
STM32C031C6T6 STM32C031C6 STM32C031C6Tx Coming soon NA LQFP 48 7x7x1.4 mm 32 kBytes 12 kBytes

22
STM32C031C6U3 STM32C031C6 STM32C031C6Ux Coming soon NA UFQFPN 48 7x7x0.55 mm 32 kBytes 12 kBytes

23
STM32C031C6U6 STM32C031C6 STM32C031C6Ux Coming soon NA UFQFPN 48 7x7x0.55 mm 32 kBytes 12 kBytes

24
STM32C031F4P3 STM32C031F4 STM32C031F4Px Coming soon NA TSSOP20 16 kBytes 12 kBytes

25
STM32C031F4P6 STM32C031F4 STM32C031F4Px Coming soon NA TSSOP20 16 kBytes 12 kBytes

26
STM32C031F6P3 STM32C031F6 STM32C031F6Px Coming soon NA TSSOP20 32 kBytes 12 kBytes

27
STM32C031F6P6 STM32C031F6 STM32C031F6Px Coming soon NA TSSOP20 32 kBytes 12 kBytes

28
STM32C031G4U3 STM32C031G4 STM32C031G4Ux Coming soon NA UFQFPN 28 4x4x0.55 mm 16 kBytes 12 kBytes

29
STM32C031G4U6 STM32C031G4 STM32C031G4Ux Coming soon NA UFQFPN 28 4x4x0.55 mm 16 kBytes 12 kBytes

30
STM32C031G6U3 STM32C031G6 STM32C031G6Ux Coming soon NA UFQFPN 28 4x4x0.55 mm 32 kBytes 12 kBytes

31
STM32C031G6U6 STM32C031G6 STM32C031G6Ux Coming soon NA UFQFPN 28 4x4x0.55 mm 32 kBytes 12 kBytes

32
STM32C031K4T3 STM32C031K4 STM32C031K4Tx Coming soon NA LQFP32 16 kBytes 12 kBytes

33
STM32C031K4T6 STM32C031K4 STM32C031K4Tx Coming soon NA LQFP32 16 kBytes 12 kBytes

34
STM32C031K4U3 STM32C031K4 STM32C031K4Ux Coming soon NA UFQFPN32 16 kBytes 12 kBytes

35
STM32C031K4U6 STM32C031K4 STM32C031K4Ux Coming soon NA UFQFPN32 16 kBytes 12 kBytes

36
STM32C031K6T3 STM32C031K6 STM32C031K6Tx Coming soon NA LQFP 32 7x7x1.4 mm 32 kBytes 12 kBytes

37
STM32C031K6T6 STM32C031K6 STM32C031K6Tx Coming soon NA LQFP 32 7x7x1.4 mm 32 kBytes 12 kBytes

38
STM32C031K6U3 STM32C031K6 STM32C031K6Ux Coming soon NA UFQFPN 32 5x5x0.55 mm 32 kBytes 12 kBytes

39
STM32C031K6U6 STM32C031K6 STM32C031K6Ux Coming soon NA UFQFPN 32 5x5x0.55 mm 32 kBytes 12 kBytes

Weitere Informationen bei Verfügbarkeit.

Der Newsaffe hat derzeit keine weiteren Informationen zum Thema. Wer mehr weiß, bitte Kommentare posten oder unter 0036 30 2913452 anrufen – dieser Artikel wird nach Maßgabe der Möglichkeiten permanent aktualisiert.

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Espressif: ESP-IDF 5.0 erschienen

Die auf der Espressif-Entwicklerkonferenz angekündigte fünfte Version der hauseigenen Programmierumgebung IDF ist soeben erschienen. Espressif verspricht Unterstützung für neue Chiptypen und – im Allgemeinen – Abwärtskompatibilität mit vorhandenem Code.

So wenig Änderungen wie möglich, so viele wie nötig

Espressif verspricht in der Ankündigung, in der neuen Version so wenig Änderungen wie möglich durchzuführen und die Abwärtskompatibilität so weit wie irgendwie möglich zu wahren:

1
ESPIDF v5.0 is a major update for ESPIDF v4.x. Release v5.0 is mostly compatible with apps written for ESPIDF v4.x, but there are some breaking changes . . . and removal of deprecated functionality which will require code changes when updating projects. Release v5.0 is the latest stable release at the time of writing.

Die wahrscheinlich wichtigste Neuerung ist Unterstützung für ESP32-C2 und ESP-H2 – zweiterer ist derzeit allerdings nur im Betazustand implementiert.
Lohn der Mühen ist ausserdem, dass mit IDF 5.0 – siehe auch Abbildung – ein komplett neuer Supportzeitraum zu laufen beginnt.

(Bildquelle: https://docs.espressif.com/projects/esp-idf/en/latest/esp32/versions.html)

Mehr Modularisierung

Wie schon auf der Entwicklerkonferenz angekündigt, versucht Espressif Entwickler durch Auslagerung häufig verwendeter Bibliotheken zur Verwendung des Komponentensystems zu animieren.
Wirklich abgekündigt wird dabei nur die seit IDF 4.0 als deprecated markierte tcpip_adapter, die anderen folgenden Bibliotheken sind fortan als Komponenten zu beziehen:

1
libsodium

2
cbor

3
jsmn

4
esp_modem

5
nghttp

6
mdns

7
esp_websocket_client

8
asio

9
freemodbus

10
sh2lib

11
expat

12
coap

13
espcryptoauthlib

14
qrcode

15
tjpgd

16
esp_serial_slave_link

17
tinyusb

Angemerkt sei, dass in den einzelnen Treibern einige als deprecated markierte Methoden verschwinden – dabei handelt es sich meist aber, siehe weiter unten, um Streamliningmassnahmen.
Im Hintergrund führte Espressif ausserdem einige Bug Fixes durch, und stellte eine neue Version des FreeRTOS-Kernels zur Verfügung, die auf der Variante “Included FreeRTOS SMP Kernel (upstream AWS version)” basierte.
Nutzer der WLAN-APIs dürfen sich außerdem auf die folgenden neuen Funktionen freuen:

1
802.11r (Fast BSS Transition)

2
PMF support for softAP

3
WPS registrar support in softAP

4
WPA3 OWE support for station

5
WPA3 SAE H2E support for station

Upgrades der Toolchain

Die bisher verwendete Version von GCC – 8.4.0 – wurde nun durch  GCC 11.2.0 ersetzt. Ob diverser Verbesserungen am Compiler ist im Rahmen dieser Umstellung mitunter mit zusätzlichen Warnungen zu rechnen.
Außerdem wird das alte, auf make basierende Buildsystem nicht mehr unterstützt. Weitere Informationen zur Umstellung vorhandener Projekte finden sich unter https://docs.espressif.com/projects/esp-idf/en/v5.0/esp32/migration-guides/release-5.x/build-system.html. Wichtig ist ausserdem, dass die Namen von Kommandozeilenparametern “synchronisiert” werden – aus efuse_common_table wird beispielsweise efuse-common-table.

Privatisierung systemnaher APIs

Espressif verspricht Entwicklern seit Jahr und Tag Konsistenz. Insbesondere im Fall systemnaher APIs ist dies für die Weiterentwicklung der Plattform als Ganzes oft nur wenig hilfreich – die Brownout- und TRAX-APIs sind ab Sofort als Privat deklariert, wohl um Espressif die Anpassung an neue SoCs zu erleichtern (siehe auch https://docs.espressif.com/projects/esp-idf/en/v5.0/esp32/migration-guides/release-5.x/system.html).

Korrektur von Rechtschreibfehlern und Verschlankung von Namen sowie Designpatterns

Insbesondere im Bereich der Funkstacks – Stichwort ESP_HF_CME_MEMEORY_FULL – haben sich im Laufe der Jahre einige Rechtschreibfehler angesammelt, deren Korrektur bisher aber ob der Abwärtskompatibilität nicht möglich war. Eine weitere Anpassung betrifft die Bluetooth-API, in der Methoden wie esp_bt_hf_bsir nach dem Schema esp_hf_ag_bsir umbenannt werden.
Im Bereich der Peripheriegeräte (siehe https://docs.espressif.com/projects/esp-idf/en/v5.0/esp32/migration-guides/release-5.x/peripherals.html) gibt es ebenfalls einige Anpassungen. Am Wichtigsten erscheint nach einer schnellen Analyse das geänderte Anliefern von Daten über den Auslöser eines GPIO-Interrupts:

1
GPIO interrupt users callbacks should no longer read the GPIO interrupt status register to get the triggered GPIOs pin number. Users should use the callback argument to determine the GPIOs pin number instead.

Weitere Informationen und Ausblick

Der Newsaffe ist derzeit dienstlich in Bristol und kommt nicht an seinen Kundencode. Unter https://github.com/espressif/esp-idf/releases/tag/v5.0 findet sich eine detaillierte Liste der Änderungen, ein Migrationsguide findet sich unter https://docs.espressif.com/projects/esp-idf/en/v5.0/esp32/migration-guides/release-5.x/index.html.
Nach einem ersten Studium der Änderungen ist – zumindest für Androidgeplagte – offensichtlich, dass sich Espressif der Verantwortung für das geistige Eigentum seiner Entwicklerschaft bewusst ist und bei Änderungen behutsam umgeht.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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MicroEJ mit Vektorgrafik, neue Arduino-Services, OrangePi-Monitor, ROHM-AI-Beschleuniger und mehr

Der Grafikstack der Mikrocontroller-JVM MikroEJ bekommt einige neue Funktionen eingeschrieben, die die Realisierung ansprechender GUIs erleichtern. Im Hause Arduino gibt es verschiedene neue Kits, zu guter Letzt buhlen einige Lesetipps um die Aufmerksamkeit am Ende des Monats.

Shenzhen Xunlong – OrangePi-1080p-Monitor mit 14 Zoll Bildschirmdiagonale

Das hinter der OrangePi-Produktfamilie stehende Unternehmen bietet ab Sofort einen hauseigenen Monitor an. Das 14 Zoll große Display kostet auf AliExpress inklusive Versand nach Ungarn sportliche 100 Euro.

(Bildquelle: https://de.aliexpress.com/item/1005004910041459.html)

Ob eines Gewichts von nur 500 Gramm bewirbt Shenzhen Xunlong das Display explizit auch für den Reiseeinsatz – ein auf der Rückseite befindlicher und einklappbarer Metallfuss kümmert sich um die “Positionierung”.

(Bildquelle: https://de.aliexpress.com/item/1005004910041459.html)

FFT-Lesestoff: schnellere Algorithmen und ihr Design

Dass die FFT den Wechsel zwischen Zeit- und Frequenzdomäne erlaubt, sei an dieser Stelle als bekannt vorausgesetzt. Wie bei vielen anderen DSP-Algorithmen gilt allerdings auch hier, dass Rechenleistungsoptimierung wichtig ist.
Unter https://klafyvel.me/blog/articles/fft-arduino/ findet sich eine detaillierte Besprechung eines Algorithmen-Entwicklungsprozesses. Der Autor beschreibt dabei verschiedene Arten der Implementierung der FFT und geht auf die dabei entstehenden Abwägungen ein – lesenswert.

MicroEJ mit Unterstützung für Vektorgrafiken und Android-Bilddateien

Der wahrscheinlich häufigste Einsatzzweck für Micro EJ ist die Realisierung reicher Benutzerschnittstellen. Der zum Framework gehörende Grafikstack Micro VG (https://docs.microej.com/en/latest/ApplicationDeveloperGuide/UI/MicroVG/index.html) erfuhr in den letzten Tagen einige Erweiterungen – neben Unterstützung für Vektor-Schriftarten gibt es nun auch die Möglichkeit, Vektor-Grafiken in einem der vier folgenden Formate auf den Bildschirm zu bringen (siehe auch https://docs.microej.com/en/latest/ApplicationDeveloperGuide/UI/MicroVG/vectorimage.html):

1
:VGF: vglite compatible format with coordinates encoded as float numbers (32 bits).

2
:VG32: vglite compatible format with coordinates encoded as signed int numbers (32 bits).

3
:VG16: vglite compatible format with coordinates encoded as signed short numbers (16 bits).

4
:VG8: vglite compatible format with coordinates encoded as signed char numbers (8 bits).

In beiden Fällen sind die Vorteile klar: Vektorgrafiken lassen sich – in weitem Rahmen – verlustlos nach oben oder nach unten skalieren, ohne Bildqualität zu verlieren.
Ein weiterer „interessanter“ Aspekt ist Unterstützung für das Laden von Android Vektor Drawables. Ein Android-Vektor-Grafikelement verhält sich „vom Handling her“ ähnlich wie seine gewöhnlichen, auf dem Micro EJ-Framework basierenden Kollegen:

1
public static void main(String[] args) {

2
MicroUI.start();

3

4
Display display = Display.getDisplay();

5
GraphicsContext g = display.getGraphicsContext();

6

7
VectorImage image = AvdImageLoader.loadImage(„/images/myImage.xml“);

8
VectorGraphicsPainter.drawImage(g, image, 100, 100);

9

10
display.requestFlush();

11
}

ROHM: AI-Beschleuniger für Embedded-Systeme

Im Rahmen einer Pressemeldung ROHM einen neuen, als “Ultra-Low-Power On-Device Learning Edge AI Chip” bezeichneten Chip an. Analog zu anderen Versuchen wie dem Kendryte aus dem Hause CANAAN oder Dallas Maxims MAX78000 handelt es sich auch dabei um einen Beschleuniger-Chip, der für die „direkte“ Ausführung von ML-Payloads vorgesehen ist.
ROHM informiert wie in der Abbildung gezeigt – nach hauseigenen Ergebnissen – über die Vor- und Nachteile des Produkts.

(Bildquelle: https://www.presseagentur.com/rohm/detail.php?pr_id=6485&lang=en)

Über die eigentliche interne Architektur des Chips ist derzeit noch vergleichsweise wenig bekannt:

1
Based on an ondevice learning algorithm developed by Professor Matsutani of Keio University, ROHMs newly developed AI chip mainly consists of an AI accelerator (AIdedicated hardware circuit) and ROHMs highefficiency 8bit CPU tinyMicon MatisseCORE™’. Combining the 20,000gate ultracompact AI accelerator with a highperformance CPU enables learning and inference with ultralow power consumption of just a few tens of mW (1000× smaller than conventional AI chips capable of learning).

(Bildquelle: https://www.presseagentur.com/rohm/detail.php?pr_id=6485&lang=en)

Die „Auslieferung“ ist für 2024 geplant:

1
Going forward, ROHM plans to incorporate the AI accelerator used in this AI chip into various IC products for motors and sensors. Commercialization is scheduled to start in 2023, with mass production planned in 2024.

Arduino Cloud for Business.

Die Arduino Cloud war hier immer wieder Thema. Unique Sales Proposition des Cloud-Angebots der Italiener war bisher der „niederschwellige“ Zugang, der Spielereien mit MQTT und Co. unnötig machten sollte.
Mit Cloud for Business gehen die Italiener nun – bis zu einem gewissen Grad – in die Gegenrichtung. Die kommerzielle Variante, die übrigens durchaus teuer ist, orientiert sich an den Bedürfnissen von Geschäftskunden.

(Bildquelle: https://cloud.arduino.cc/plans#business)

In der – etwas vage formulierten – Ankündigung betonen Banzis Mannen vor allem die Unterstützung für „Authentifizierung bzw. Rechtemanagement“:

1
Join an Organization Space. Define and manage multiple Organization spaces in Arduino Cloud for Business. Set up rolebased access control (RBAC) by assigning profiles and sharing with any number of users, and access all cloud projects and sketches always in sync thanks to the Web Editor . . .

Interessant ist in diesem Zusammenhang außerdem, dass man eine „einjährige“ Vorhaltung aller gesammelten ML-Daten verspricht:

1
And, with one year data retention by default, Arduino Cloud for Business provides companies a place to store and mine data for additional insights and analysis, like condition monitoring or predictive maintenance. If you need to store the data somewhere else, export your entire set of data locally for further evaluation or manipulation.

Arduino: neues Bundle mit RP2040 Connect

Ein mittlerweile verblichener Wegbegleiter des Autors verriet einst, das Bundles mit zum “dümmsten“ gehören, was man in einer Buchhandlung an Elektronik-Literatur kaufen kann: Liegt der Endpreis des Bundles beispielsweise nur € 50, so hat der P. T. Autor in vielen Fällen nur fünf Euro für das Zusammenstellen der Komponenten zur Verfügung.
Aus diesen immensen Margen folgt Interesse von Ökosystem-Playern. Die Arduino-Truppe schickt ein neues Angebot ins Rennen – das in Abbildung gezeigte und um 75 Euro erhältliche Arduino IO Bundle.

(Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2022/11/24/introducing-arduinos-iot-bundle-and-what-it-means-for-you/)

Unique Sales Proposition dieses Bundles ist dabei eine bereitgestellte Gruppe aus fünf Projekt-Samples, die den Einstieg in die Welt der Internet der Dinge erleichtern soll.

WeMos: ESP 32-Board mit Micro SD-Slot und dediziertem TFT-Port

Obwohl Unternehmen wie MicroEJ im Allgemeinen auf STMicroelectronics und – nachrangig – auf NXP-Chipsätze setzen, macht Espressifs ESP 32 im Bereich „Reiche HMI“ immer mehr Boden gut.
WeMos liefert mit dem in der Abbildung gezeigten Evaluationsboard nun ein um rund zehn US-Dollar erhältliches System aus, das auf die Bedürfnisse „reicher“ Benutzerschnittstellen optimiert ist.

(Bildquelle: https://de.aliexpress.com/item/1005004931357085.html)

Neben dem Micro SD-Slot ist vor allem der für zehnpinnige Flachbandkabel vorgesehene und als DISPLAY bezeichnete Port interessant. Wer die unter https://www.wemos.cc/en/latest/_static/files/sch_s3_pro_v1.0.0.pdf bereitstehende Schaltung des Boards öffnet, sieht das in der Abbildung gezeigte Schaltbild. Offensichtlich handelt es sich dabei „nur“ um einen erweiterten SPI-Port – „höherwertige“ Displayanschlüsse wie beispielsweise HDMI sucht man (nicht verwunderlich) vergebens.

(Bildquelle: https://www.wemos.cc/en/latest/s3/s3_pro.html)

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Meadow F7 RC1 – JIT-Compiler, mehr Performance

Die .net-Embeddedplattform Meadow F7 erfährt permanente Erweiterungen: die vor wenigen Tagen lancierte Version RC1 beschleunigt die Programmausführung durch einen JIT-Compiler, und bietet Entwicklern außerdem einige neue APIs.

Worum geht es hier?

Bryan Costanichs aus dem Netduino-Projekt hervorgegangene Arbeitsumgebung Meadow erlaubt Entwicklern die „Mobilisierung“ von in .net gehaltenem Code. MSR-Code kann so in Visual C#, Visual F# oder Visual Basic entstehen, das Erlernen von C ist nicht notwendig. Als Arbeitsplattform kommt dabei übrigens der in der Abbildung gezeigte kombinatorische Prozessrechner zum Einsatz, der einen STM32– und einen ESP32-Kern kombiniert.

(Bildquelle alle: Autor, teilweise via https://www.instagram.com/tam.hanna/)

Wie aktualisieren?

Zur Nutzung der neuen Version ist im ersten Schritt eine Aktualisierung des globalen Kommandozeilenwerkzeugs notwendig:

1
PS C:Userstamha> dotnet tool update Wildernesslabs.Meadow.CLI global

2
Das Tool „wildernesslabs.meadow.cli“ wurde in der neuesten stabilen Version neu installiert (Version 0.90.0).

3
[c]

4

5
Im nächsten Schritt folgt eine Aktualisierung des lokalen Caches im Interesse der Bandbreiteneinsparung legt die CLI eine lokale Arbeitskopie des Betriebssystems an, die es fortan zur Entwicklung verwendet:

6
[c]

7
PS C:Userstamha> meadow download os

8
Downloading latest version file

9
Downloaded 285 bytes

10
Meadow OS version 0.9.0.4 is already downloaded.

11
Done!

Danach erfolgt das Anschließen des Meadow F7 im normalen Betriebsmodus – suchen Sie den Port im Gerätemanager, und befehlen sie danach nach folgendem Schema eine Aktualisierung der Firmware:

1
PS C:Userstamha> meadow flash os d s „COM5“

2
. . .

3
Updated Meadow to OS: 0.6.4.0 (May 27 2022 22:23:47), Mono: 0.6.4.0, Coprocessor: Not available

4
Done!

Bereitstellung eines Testprogramms

Da man in der Dokumentation des Updates eine Performancesteigerung um den Faktor fünf bis zehn verspricht, bietet sich ein kleiner Test mit Hardware an. Hierzu ist ein neues Projektskelett erforderlich – wichtig ist, im Header nach folgendem Schema die zur vorliegenden Hardware passende Basisklasse einzubinden:

1
namespace MeadowBench1

2
{

3
// Change F7FeatherV2 to F7FeatherV1 for V1.x boards

4
public class MeadowApp : App<F7FeatherV1>

Der Rest des Testprogramms ist dann eine nach Schema F erfolgende Ausgabe einer charakteristischen Wellenform:

1
{

2
Led myLED;

3
public override Task Run() {

4
Console.WriteLine(„Run…“);

5

6
CycleColors();

7
return base.Run();

8
}

9

10
public override Task Initialize() {

11
Console.WriteLine(„Initialize…“);

12
myLED = new Led(Device.CreateDigitalOutputPort(Device.Pins.D01));

13
return base.Initialize();

14
}

15

16
void CycleColors() {

17
Console.WriteLine(„Cycle colors…“);

18
while (true) {

19
myLED.IsOn = true;

20
myLED.IsOn = false;

21
}

22
}

23
}

24
}

Vergleich der Performance

Zum Test bzw. zur Sichtbarmachung der Ergebnisse bietet sich ein Modulationsdomänenanalysator im Histogramm-Modus an. Vor dem Update bekam der Autor das folgende Ergebnis.

Nach dem Einspielen des Updates und einer Rekompilation veränderte sich die Situation nicht nennenswert.

Interessant ist, dass die Datei  meadow.config.yaml den JIT-Compiler von Haus aus aktiviert:

1
MonoControl:

2
Options: jit

Zu seiner Deaktivierung reicht es aus, den Inhalt nach folgendem Schema anzupassen und ein Redeployment zu befehlen:

1
MonoControl:

2
Options:

Lohn der Mühen ist eine wesentliche Verlangsamung des Systems.

Angemerkt sei, dass man im Hause Costanitch unter https://github.com/WildernessLabs/Meadow_Performance_Benchmarks ein Benchmarkrepository pflegt. Die dortigen Programmbeispiele zeigen – teilweise – erhebliche Performancesprünge.

(Bildquelle: https://github.com/WildernessLabs/Meadow_Performance_Benchmarks)

Verbesserungen beim Startup

Während die durch JIT erreichbaren Leistungssteigerungen nicht immer beeindruckend ausfallen, beschleunigt Wilderness Labs auch den eigentlichen Startprozess durch Entfernung eines wohl durch „Grandfathering“ entstandenen zehnsekündigen Delays beim Hochfahren des Betriebssystems.
Eine Optimierung des Eventmodells am WiFi-Coprozessor soll außerdem für eine wesentliche Beschleunigung des Verbindungsaufbaus sorgen:

1
We have made changes to the event model on the ESP32 resulting in a 90% decrease in WiFi connection times, reducing WiFi connection time to 35 second on average.

Eine weitere Optimierung betrifft den Linker, der seine Arbeit nun im Rahmen der Kompilation erledigt – Lohn davon ist eine wesentlich schnellere Auslieferung von Code.

Mehr erfahren

Zu guter Letzt sei noch auf die URL http://developer.wildernesslabs.co/Meadow/Release_Notes/Release-Candidates/ verwiesen, unter der sich ein detaillierter Changelog der neuen Version befindet.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Wokwi – Schaltungs- und Softwaresimulation im Browser

Generische Schaltungssimulation ist ein Liebe-Hass-Thema: manche lieben PSPice, während andere dem System nicht über den Weg trauen. Mit Wokwi steht ein insbesondere auf die Bedürfnisse von Makern optimiertes System zur Verfügung, das – WebAssembly und Co sei dank – komplett im Browser lebt und sich der Unterstützung diverser Ökosystem-Player (Stichwort Espressif) erfreut.

Erste Gehversuche mit der kostenlosen Basisversion

Für die Anmeldung beim unter https://wokwi.com/dashboard/projects bereitstehenden Simulator kann der geneigte Entwickler auf Google, GitHub oder ein lokales Konto setzen. Innovativ an letzterem ist die Art der Anmeldung – Wokwi sendet einfach einen Link an das Email-Account, mit dem man sich sofort im Backend wiederfindet.
Zum Erzeugen eines neuen Projekts bietet Wokwi dann die in der Abbildung gezeigten Optionen an – der Autor entschied sich für einen grundlegenden ESP32.

(Bildquelle alle: Screenshot)

Lohn der Mühen ist das Aufscheinen des zweigeteilten Hauptschirms der Simulation – rechts das Schaltbild, links ein Hello World-Sketch auf Basis des Arduino Cores:

1void setup() {
2// put your setup code here, to run once:
3Serial.begin(115200);
4Serial.println(„Hello, ESP32!“);
5}
6
7void loop() {
8// put your main code here, to run repeatedly:
9delay(10); // this speeds up the simulation
10}

Zum Zeitpunkt der Drucklegung unterstützt WokWi IDF nicht. Das Anklicken des Play-Symbols sorgt dann dafür, dass – siehe auch Abbildung zwei – eine Konsole für die Interaktion mit der Runtime aufscheint.

Versuche mit emulierter Hardware

Als Nächstes bietet sich ein kleines Experiment mit virtueller Hardware an: im Hintergrund setzt Wokwi nicht auf SPICE; sondern auf eine hauseigene rein digitale Simulationsumgebung (siehe hierzu auch die diversen Featurewünsche in GitHub). Aus diesem Grund ziehen wir zwei rote LEDs in die Schaltung, eine wird mit Vdd, eine mit dem ESP32 verbunden.
Die Steuerungsdatei diagram.json verändert sich dann nach folgendem Schema – wichtig ist, dass manuelle Eingriffe in das File zum Setzen mancher im GUI nicht zugänglicher Attribute notwendig und legitim sind:

1{
2 „version“: 1,
3 „author“: „Anonymous maker“,
4 „editor“: „wokwi“,
5 „parts“: [
6 { „type“: „wokwi-esp32-devkit-v1“, „id“: „esp“, „top“: 0, „left“: 0, „attrs“: {} },
7 {
8 „type“: „wokwi-led“,
9 „id“: „led1“,
10 „top“: 128.27,
11 „left“: 75.8,
12 „attrs“: { „color“: „red“ }
13 },
14 { „type“: „wokwi-gnd“, „id“: „gnd1“, „top“: 206.53, „left“: 74.2, „attrs“: {} },
15 {
16 „type“: „wokwi-led“,
17 „id“: „led2“,
18 „top“: 124.93,
19 „left“: 129.13,
20 „attrs“: { „color“: „red“ }
21 },
22 { „type“: „wokwi-vcc“, „id“: „vcc1“, „top“: 52.63, „left“: 116.93, „attrs“: {} }
23 ],
24 „connections“: [
25 [ „esp:TX0“, „$serialMonitor:RX“, „“, [] ],
26 [ „esp:RX0“, „$serialMonitor:TX“, „“, [] ],
27 [ „esp:D12“, „led1:A“, „green“, [ „h0“ ] ],
28 [ „vcc1:VCC“, „led2:A“, „red“, [ „v0“ ] ],
29 [ „led2:C“, „gnd1:GND“, „green“, [ „v0“ ] ],
30 [ „led1:C“, „gnd1:GND“, „green“, [ „v41.27“, „h-2.2“ ] ]
31 ]
32}

Als Programm dient folgendes Snippet:

1void setup() {
2 // put your setup code here, to run once:
3 Serial.begin(115200);
4 Serial.println(„Hello, ESP32!“);
5 pinMode(12, OUTPUT);
6
7}
8
9void loop() {
10 digitalWrite(12, HIGH);
11 delay(500);
12 digitalWrite(12, LOW);
13 delay(500);
14}

Lohn der Programmausführung ist das in der Abbildung gezeigte Verhalten. Interessant ist, dass Wokwi die Zerstörung der roten LED (direkt an 3V3) nicht in der Simulation abbildet.

Auch sonst ist das Modell simpel. Wer nach folgendem Schema eine Art PWM realisiert, sieht keine Abdunkelung der LED:

1void loop() {
2 digitalWrite(12, HIGH);
3 delay(50);
4 digitalWrite(12, LOW);
5 delay(50);
6}

Fortgeschrittenes Projekt aus Vorlage

Wokwi bietet Fertigprojekte als Basis an – als kleines Versuchsobjekt dient das unter https://wokwi.com/projects/346340290067432020 bereitstehende Pong-Spiel. Interessant ist an ihm die Datei libraries.txt, die nach folgendem Schema Arduinobibliotheken einbindet:

1# Wokwi Library List
2# See https://docs.wokwi.com/guides/libraries
3
4# Automatically added based on includes:
5Adafruit GFX Library
6
7Adafruit SSD1306

Die Einrichtung des auf einem SSD1306 basierenden OLEDs erfolgt dann wie in der Realität:

1void setup()
2{
3 display.begin(SSD1306_SWITCHCAPVCC, 0x3C);
4
5 // Display the splash screen (we’re legally required to do so)
6 display.display();
7 unsigned long start = millis();
8
9. . .
10
11 // Player paddle
12 display.drawFastVLine(MCU_X, mcu_y, PADDLE_HEIGHT, WHITE);
13 display.drawFastVLine(PLAYER_X, player_y, PADDLE_HEIGHT, BLACK);

Lohn der Mühen ist hier das in der Abbildung gezeigte Programm.

Mehr Funktionen für zahlende Kunden

Der unter https://docs.wokwi.com/getting-started/wokwi-club bereitstehende und sieben Euro pro Monat kostende Wokwi Club bietet Zusatzfunktionen an: neben einem besseren WLAN-Emulator und der Möglichkeit zum Hochladen von Binärdateien in den MicroSD-Speicher gibt es ein System, mit dem “Votieren” für die Weiterentwicklung möglich ist.

Lohnt es sich?

Außer Frage steht, dass Wokwi ob der – durchaus brauchbaren – Simulation des ESP32 bzw des Arduino das Ausprobieren der Hardware-Software-Interaktion ermöglicht. Andererseits ist die Modellierungsengine durch die Beschränkung auf das digitale Verhalten arg eingeschränkt; ein Ersatz für die reale Laborarbeit ist das System zumindest nach Meinung des Autors auf keinen Fall.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Kommunikatives: 6GHz-Bluetooth, Amazon unterstützt Matter, Cloud- und IoT-Container-Allerlei

Amazon bewarb den Smart Home-Kommunikationsstandard Matter soeben in einem internen E-Mail an (Teile der) Entwickler, die an Alexa-Systemen Interesse angemeldet haben. Die Bluetooth SIG kündigte derweil – ob der Electronica etwas ungünstig getimed – eine Erweiterung von Bluetooth LE in das 6GHz-Band an. Außerdem gibt es einen quelloffenen Alexa-”Ersatz”, einen Chromium-Container zur Ausführung von Web-Apps und einen Versuch, Google Maps quelloffen zu replizieren.

Amazon: wir unterstützen Matter vollumfanglich …

Ein – witzigerweise nicht an alle – Entwickler versendetes Rundmail enthielt die Ankündigung, dass Amazon Matter im hauseigenen Ökosystem unterstützen wird. Außerdem plant der Buchhändler laut der unter https://developer.amazon.com/en-US/blogs/alexa/device-makers/2022/11/matter-works-with-alexa-introduction-november-2022 bereitstehenden und schon am 8. veröffentlichten Ankündigung das Aktualisieren von schon bei Kunden befindlichen Produkten:

1Were bringing Matter support to well over 100 million devices, across 30 Echo and eero devices. This will provide customers with more Matter compatible controllers in homes, making it easier to setup and control Matterenabled devices with Alexa. . . .
2
3So, as we work backwards from the customer, well focus on delivering a highquality customer experience starting with Matter over WiFi spanning 17 different Echo devices, Plugs, Switches, and Bulbs with Android setup in December of this year. This will be followed by broad availability across iOS, Thread, with additional device types and remaining Echo and eero device support early next year.

Nach Ansicht des Autors ist damit allein bereits sichergestellt, dass Matter die “critical user base” erreicht – Alexa-Hardware ist ausreichend weit verbreitet, um Matter einen Anschub zu geben.

…und stellen unsere eigenen Zertifikationsanforderungen auf

Embrace and Extend ist nicht nur bei Microsoft bekannt. Amazon integriert Matter in ein eigenes Zertifikationsprogramm:

1Today, were introducing certification requirements for Works with Alexa (WWA) for Matter devices as part of our ongoing efforts to raise the bar on the interoperability, responsiveness, reliability, and functionality of connected devices. . . .
2
3Matter devices will be required to go through our existing Works With Alexa certification process and will need to be Matter certified by the Connectivity Standards Alliance. 

Weitere Informationen zu den Ansprüchen finden sich unter https://developer.amazon.com/en-US/docs/alexa/smarthome/wwa-connection-requirements.html#matter-reqt.

Bluetooth LE – Arbeit an Spezifikation für das 6GHz-Band geplant

Während der Electronica kündigte die Bluetooth SIG an, Bluetooth LE fortan auch im lizenzfreien 6GHz-Band betreiben zu wollen:

1 today announced a new specification development project to define the operation of Bluetooth Low Energy (LE) in additional unlicensed midband spectrum, including the 6 GHz frequency band

Unter der URL https://www.bluetooth.com/specifications/specifications-in-development/ findet sich außerdem schon – wie in der Abbildung gezeigt – ein Hinweis darauf, dass die Arbeit an “Bluetooth LE in Higher Frequency Bands” im Gange ist.

(Bildquelle: Screenshot von der Webseite der Bluetooth SIG)

Mehr Informationen gibt die SIG allerdings nur an Mitglieder heraus – wer einen der Links anklickt und kein Mitglied der SIG ist, bekommt nur das in der Abbildung gezeigte Loginfenster.

(Bildquelle: Screenshot von der Webseite der Bluetooth SIG)

Cobalt – ressourcensparender Web-Container

Unter dem Namen Cobalt – PalmSource vertrieb unter ihm einst das komplett unerfolgreiche Palm OS 6 – steht nun ein auf Chromium basierender Container zur Verfügung, der ein Subset der HTML5/CSS/JavaScript-API-Familie implementiert. Dies ist zum Beispiel für Entwickler hilfreich, die ein in Webtechnologien realisiertes Interface auf einem ressourcenarmen System zu implementieren suchen.

(Bildquelle: Screenshot von https://cobalt.dev/)

Interessant ist dabei vor Allem, dass die unter https://cobalt.dev/overview.html bereitstehende Dokumentation des Produkts erwähnt, dass das System auch ohne dynamische Codeausführung lauffähig ist:

1Cobalt does not require platforms to support JIT compilation and can run on platforms that disallow execution of dynamically generated code.

William Edmisten – Analyse der “Decloudifizierung” einer auf Google Maps basierenden Lösung

Cloudlösungen ermöglichen den schnellstmöglichen Bring-Up eines Systems: die Provider lassen sich die angebotenen Leistungen allerdings gut bezahlen, weshalb man irgendwann vor der Frage steht, ob das manuelle Nachprogrammieren nicht der effizientere Weg ist.
Der amerikanische Entwickler William Edmisten wendete sich dieser Frage am Beispiel von Google Maps zu. Die Ergebnisse seiner Arbeit finden sich unter https://wcedmisten.fyi/post/self-hosting-osm/ – offensichtlich ist, dass die Erzeugung einer eigenen Google Maps-Alternative auf Basis von OpenStreetMaps zumindest im kleinen Kreis durchaus machbar ist.

MyCroft – (teilweise) quelloffene Alexa-Alternative

Zu guter Letzt sei noch auf den unter https://mycroft.ai/ bereitstehenden MyCroft hingewiesen – eine (teilweise) quelloffene Alternative zu Alexa und Co.

(Bildquelle: https://mycroft.ai/blog/new-software-options-for-the-mark-ii/)

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Electronica 2022, Tag 4 – Mikrocontroller, Teilnehmerzahlen und Round-Up

Messetag vier liegt hinter uns. Hier eine Liste weiterer interessanter Ankündigungen, einige Informationen zu Teilnehmerzahlen und andere lesenswerte Informationen.

QuecTel – neues V2X-Funkmodul, erweitertes Antennenportfolio

QuecTel erweitert sein Funkmodulportfolio im Automotivebereich. Das für den V2X-Betrieb – man versteht darunter die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und diversen anderen Systemen – vorgesehene und auf einem QualComm SA415M-Chipsatz basierende Modul bringt einen GNSS-Empfänger mit.
Ausserdem gibt es eine neue Kombinationsantenne namens YB0027AA – sie soll neun Funkstandards zusammenfassen:

1The new antenna is a 9in1 antenna that can integrate a wide variety of antennas to achieve communication functions including 5G MIMO, 4G, GNSS and WiFi/Bluetooth.

(Bildquelle: QuecTel)

Nett ist am vorliegenden Produkt auch die extreme Robustheit – QuecTel bewirbt explizit die Robustheit gegen Hochdruckreiniger:

1
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3Compact in size, with a circumference of 162mm and a depth of 56mm, the YB0027AA also meets the IP69K standard for protection against ingress of dust, high temperature and water pressure, which means the product is ideal for areas in which equipment is exposed to the weather or to regular clean by high pressure jet washers.

Infineon – PSoC 4100S Max für Touchscreen-Anwendungen

Infineon erweitert die PSoC-Familie um den 4100S Max. Der mit einem 48MHz-Cortex M0-Kern, 384KB Flash und 32KB SRAM ausgestattete Controller wird von Infineon für die Realisierung von Touchscreens empfohlen, die – Stichwort Fließwasser – harten Umgebungen ausgesetzt sind.

(Bildquelle: Infineon, https://www.infineon.com/cms/en/product/microcontroller/32-bit-psoc-arm-cortex-microcontroller/psoc-4-32-bit-arm-cortex-m0-mcu/psoc-4100/psoc-4100s-max/)

Infineon erreicht dies durch einen als CapSense bezeichneten Block:

1CAPSENSE is supported in the PSoC 4100S through a CAPSENSE SigmaDelta (CSD) block that can be
2connected to any pins through an analog multiplex bus via analog switches. CAPSENSE function can thus be
3provided on any available pin or group of pins in a system under software control. A PSoC Creator component
4is provided for the CAPSENSE block to make it easy for the user.
5Shield voltage can be driven on another analog multiplex bus to provide watertolerance capability. Water
6tolerance is provided by driving the shield electrode in phase with the sense electrode to keep the shield
7capacitance from attenuating the sensed input. Proximity sensing can also be implemented.

Infineon – MERUS-Verstärker mit 2x37W Spitzenleistung in 6x6mm großem Gehäuse

Klasse D-Verstärker bieten extrem hohe Leistungsdichten. Infineon bietet in einem QFN 6 x 6 mm² – Gehäuse zwei neue Verstärker-ICs an, die – teilweise mit DSP – die folgenden Leistungsdaten erbringen und bei geringer Ausgangsleistung nach wie vor hohe Effizienz erreichen:

1BTL rated output: 2x37W, 4 Ohm
2PBTL rated output: 1x74W, 2 Ohm

Interessant ist vor Allem die Beschaltung, die ohne externe Leistungstransistoren auskommt. In Hunderterstückzahlen kosten die Komponenten rund 5 EUR pro Chip.

(Bildquelle: Infineon)

CologneChip – erste Kunden nutzen die Chips

Der in Köln ansässige FPGA-Designer CologneChip war abermals vertreten. Am Stand berichtete man von Erfolgen beim Verkauf des Evaluationsboards, ausserdem nutzen erste Kunden die hauseigenen FPGAs (Stichwort GateMate) produktiv.

LittelFuse – eFuses und Halbleiter

Klassische Anbieter von Schaltungssicherungselementen expandieren in Richtung Halbleiter – neben Bourns gibt es auch von LittelFuse Neuerungen. Neben dem Anbieten von Gate Driver-ICs bietet das Unternehmen ab Sofort ein durchaus umfangreiches Portfolio von eFuse-Lösungen an, um TI und Infineon Marktanteile abzunehmen.

(Bildquelle: https://www.littelfuse.com/products/protection-ic/efuse.aspx)

Murata – Sensorfusion im IMU-Bereich

Neben einem V2X-Modul präsentierte der für das Verursachen der MLCC-Krise berüchtigte Hersteller Murata Applikationen, die Accelerometer in “anspruchsvollen Betriebssituationen” durch Sensor Fusion unterstützen und so ruhigere Ergebnisse generieren.

Analog Devices – SIL3-zertifiziertes Analog-Ausgangsmodul

Der in Hunderterstückzahlen gute 20 Euro kostende ADFS5758 ist ein DAC, der mit 16bit Auflösung arbeitet und vor Allem für den Einsatz in sicherheitskritischen Systemen (Stichwort Automotive) vorgesehen ist.

(Bildquelle: https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/adfs5758.pdf)

Über die Sicherungszertifikationen sowie die dazugehörenden Hardwarefeatures findet sich im Datenblatt – unter Anderem – folgendes:

1. The ADFS5758 meets all relevant
2requirements of IEC 61508 and is approved by TÜV Rheinland.
3The ADFS5758 meets SIL 2 for a nonredundant configuration
4in terms of the hardware fault metrics (PFH, SFF) and systematic
5capability of SC3 in terms of avoidance of systematic errors
6according to IEC 61508. The ADFS5758 features an integrated
7independent ADC for enhanced diagnostic measurements. The
8safety function defined for the ADFS5758 takes a digital input
9code and produces an output unipolar current to within ±2.5%
10of the fullscale range, proportional to the digital input code

NXP – neuer Mehrkernmikrocontroller

Spätestens seit dem (medialen) Erfolg des RP2040 sind mehr oder weniger symmetrische Mikrocontrollerdesigns auch für allgemeine MSR-Aufgaben interessant. NXP schickt mit dem MCX N einen Chip ins Rennen, der zwei Cortex-M33-Kerne kombiniert. Einer davon ist dabei auf geringen Energiebedarf optimiert, während der andere verschiedene zusätzliche Beschleuniger mitbringt.

(Bildquelle: NXP)

Neben der Basisversion gibt es eine Variante, die auf Motorsteuerungen optimiert ist und diesbezügliche Funktionseinheiten mitbringt.

(Bildquelle: NXP)

Teledyne e2v – EV10AS940-Weltraum-ADC mit 33GHz Eingangsbandbreite

Teledyne zeigte auf der Electronica einen – noch in der Prototypenphase befindlichen – ADC, der für die Verarbeitung von im Ka-Band lebenden Signalen vorgesehen ist. Da es zum EV10AS940 online noch keine Informationen gibt, hier ein Bild der in Papierform verteilten Ankündigung.

5G und V2X im Fokus

Sowohl im Bereich der Funkmodulhersteller als auch bei den Anbietern passiver Komponenten ist der Trend klar: immer mehr Bauteile, beispielsweise von der Dielektrikumsgesellschaft zur Sonne (Taiyo Yuden), werden für Anwendungen im 5G-Bereich angeboten.

Volkszählung

Wenige Stunden vor dem Ende der Messe vermeldete der Veranstalter Zahlen über die Teilnehmermenge. Hier die relevanten Ausschnitte:

1Wir freuen uns sehr, dass wir bei den Besuchern nur etwa 14 Prozent unter dem Rekordergebnis von 2018 liegen
2. . .
32.144 Aussteller reisten aus 48 Ländern und Regionen an (2018: 3.124 | 53), etwa 64 Prozent davon aus dem Ausland (2018: 70 Prozent). Es kamen rund 70.000 Besucher aus ca. 100 Ländern und Regionen (2018: 81.471 | 101), der Auslandsanteil lag bei rund 54 Prozent (2018: 50 Prozent). Die Top10Besucherländer waren nach Deutschland (in dieser Reihenfolge): Italien, Österreich, Frankreich, Großbritannien und Nordirland, Schweiz, USA, Israel, Spanien, Türkei und Schweden.
4Die nächste electronica findet vom 12. bis 15. November 2024 in München statt.

Alkoholiker-Volkszählung – 24 kegs of beer there are

Auch die Preisvergleichsengine OEMSecrets vermeldete Zahlen – auf der Electronica 2022 wurden der Bierfässer 24 ausgeschenkt.
(In der Unterüberschrift findet sich eine kleine Anspielung auf ein interessantes Phänomen der Zeitgeschichte – wer sie als erster findet, bekommt vom Newsaffen eine Kleinigkeit)

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Read More