Amper 2023 – Messtechnik, zur 29.

Die vom Kongressveranstalter TerInvest im Zusammenarbeit mit der Messe Brünn abgehaltene Amper legt den Fokus auf Installationstechnik. Wie in den letzten Jahren gab es exotische Produkte zu sehen – Fortive schickte einen neuen Fluke-Kalibrator ins Rennen, der noch im Prototypenstand vorlag. Wiha steigt derweil ins Multimetergeschäft ein.

Worum geht es hier

Die immer in enger zeitlicher Nähe zur EmbeddedWorld stattfindende Amper (dies ist kein Tippfehler) legt den Fokus auf Installationstechnik und Automatisierung. Daraus ergibt sich ein durchaus interessanter Ausstellermix; außerdem besteht immer wieder die Möglichkeit, auf der EmbeddedWorld noch im Prototypzustand gezeigte Systeme en vivant zu sehen.

Fluke – Multifunktionskalibrator

Der Danaher-Konzern betrachtet die Amper als hauseigenes Testgebiet – da Farnell diesmal nicht vertreten war, musste ein Messtechnikdistributor zur Vorstellung des Fluke 5560A herhalten.

(Bildquelle alle: Autor, teilweise via https://www.instagram.com/tam.hanna/)

Spezifikationen gab das Standpersonal keine heraus – unter https://www.fluke.com/en-us/product/calibration-tools/multifunction-calibrators/5500x finden sie sich jedoch breits:

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The 5560A calibrates the most popular benchtop 6.5digit multimeters with better than 4:1 test uncertainty ratio (TUR), and clamp meters to 1500 A.

Trotz offiziellem Berührungsverbot spielte meine Wenigkeit kurz mit dem Gerät: der Drehgeber wirkt solide, Haptikqualitätt und Auflösung des Touchscreens sind höher als beim Fluke-8.5d-Multimeter (siehe https://www.youtube.com/watch?v=Pq7IdGiSMrA). Schade (aber für Danaher lohnend) ist die Verwendung einer Folientastatur; die Farb-Hervorhebfunktion an den Sonden beschleunigt den Prozess mit Sicherheit.

Wiha – ab jetzt mit Multimetern

Der Werkzeughersteller Wiha – bekannt für gelb-rote Zangen und Schraubendreher – nutzt seine Quasimonopolposition, um nun auch Werkzeug für Elektriker anzubieten. Der Fokus liegt dabei auf fußgeherischem – man denke an Multimeter, Durchgangsprüfer und Stromzange.

Die Anfrage, ob man ein Gerät zwecks Rezension leihen könnte, wurde vom Standpersonal pauschal abgelehnt – man scheint den Vergleich mit Fluke und Co zu scheuen. Dies ist insofern interessant, als sonstiges mechanisches Werkzeug durch die Bank zum Testen zur Verfügung stand.

Nach wie vor gefragt: Panelmeter

Camille Bauer – das Unternehmen ist die indirekte Weiterführung der österreichischen Görtz Electro – präsentierte auf der Amper vor Allem Panelmeter. Interessant ist an den vorliegenden Geräten, dass sie teilweise monochromatische vollgrafische Bildschirme verwenden.

N4L – diverse Messtechnik

Am Stand des Distributors Blue Panther Instruments gab es Messtechnik aus dem britischen Hause N4L (siehe https://www.newtons4th.com/products/impedance-analyzers/) zu sehen. Der Fokus lag auf den als Phase Sensitive Multimeter bezeichneten Impedanzanalysatoren, außerdem zeigte man ein Leistungsmessgerät.

Keysight – Batteriesimulator nun offiziell verfügbar

Der auf der EmbeddedWorld als Betagerät vorgestellte E36731A ist laut HTEST – das Unternehmen ist Distributor für Keysight – nun final erhältlich. Vom seit Monaten durch die Gerüchteküche geisternden Farb-CNT-100 mit nur zwei Kanälen gab es keine Neuigkeiten: der anwesende Pendulum-Mann zeigte sich auf Nachfrage peinlich berührt.

EuroStat – Anti-ESD-Drehkreuz

Die französische EuroStat zeigte ein durchaus innovatives Werkzeug zur “Bändigung der Wilden” – ein Drehkreuz, das nur ausreichend ladungsfreien Personen den Durchtritt erlaubt.

Hezky Den – Flohmarkt der Bauteile

Wer den Bankautomaten am Hauptbahnhof benutzt, bezahlt – anders als am Kongressgelände – keine Abhebungsgebühr, und kann den vom Buchverlag BEN betriebenen Flohmarkt leerkaufen. Hier ein Foto der Ausbeute des Newsaffen.

Geboten wird (wie immer) so ziemlich alles, was man im Labor braucht, aber nie daran denkt, es selbst zu kaufen. Besonders interessant waren diesmal diverse Skalpelle und Bananenstecker, die im Labor des Autors begehrte Präzisionspinzette gab es diesmal in gekrümmter Variante.

Für Studenten – technische Fakultäten hautnah

Wer ein Studium in der ehemaligen CSSR überlegt, ist gut beraten, die Amper zu besuchen. So gut wie alle namhaften Häuser sind vertreten – hier als Beispiel der Stand der STU Bratislava.

Die Vorstellung der diversen Studentenprojekte erfolgte durch Studenten – ein guter Weg, mehr über die Usancen und die erwartbare Lebensqualität zu erfahren.

Anreisetipps

Die Messe ist sowohl von Osteuropa (Metropolitan-Züge) als auch Österreich unproblematisch erreichbar – vom Hauptbahnhof Brno hl. n. führt eine direkte Strassenbahn zum Messegelände (Linie 1 Richtung Pisarky). Heute war der zweite Messetag – morgen gibt es mehr zum Thema.
Angemerkt sei ausserdem noch, dass es am Stand von TME abermals kostenlosen Kaffe gibt – eine kleine Massnahme zur Kostenreduktion.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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EmbeddedWorld 2023 – Round-Up mit Displays, neuen ICs und Software

Drei Tage bzw dreitausend Wörter reichen nicht aus, um alle Nachrichten der EmbeddedWorld zusammenzufassen. Hier deshalb eine Liste von Meldungen, die “on the cutting floor” liegengeblieben sind.

Ubuntu – Unterstützung für RISC-V macht gute Fortschritte

Texas Instruments „stille Wut“ über die Lizenzzahlungen an ARM scheint nicht ungehört zu verhallen. Am Stand der RISC-V Foundation zeigte man auch eine Präsentation von Ubuntu, die Informationen über die in Ubuntu 23.04 geplante Unterstützung für RISC-V lieferte.
Besonders interessant empfand der Autor neben der Liste der unterstützten Planaren auch, dass der „Gutteil“ der für die X64-Architektur verfügbaren Pakete schon jetzt auch unter RISC-V zu funktionieren scheinen.

ARM – KEIL 6

Freunde der grausamen und unüblichen Programmier-Methoden (Hat Tip an The Register, die mit diesem Zitat einst die Symbian-Entwicklung beschrieben) dürfen sich über ein Update ihres Arbeitswerkzeugs freuen. Der Haupt-Fokus am Arm-Stand war die Vorstellung der neuen Version 6.0 von Keil MDK.
Im Bereich des Funktionsumfangs findet sich dabei nur wenig wirklich überraschendes – die neue Version unterstützt Arm Virtual Hardware besser, und bringt die berühmten-berüchtigten „diversen Usability-Verbesserungen“ mit.

GigaDevice – Neuigkeiten von 1.2V-Flashbausteinen

Der Trend zu immer geringeren Arbeitsspannungen ist industrieweit nicht aufzuhalten. Im Automotive-Bereich ist man mittlerweile in vielen Fällen bei 1,2 V angekommen – problematisch ist, dass Flash-Speicher nach wie vor mit 1,8 V arbeiten.
Im Rahmen eines Auftritts auf dem Exhibitors Forum verriet GigaDevice – das Unternehmen produziert nicht nur Mikrocontroller, sondern auch Flashspeicher – Informationen darüber, wie die Flashspeicher-Industrie mit diesem neuen Trend umzugehen gedenkt.
Spezifischerweise gedenkt man den Umstieg „mehrstufig“ durchzuführen. Im ersten Schritt sind dabei – siehe Abbildung -Flashspeicher geplant, die zwar 1,2 V IO-Pegel unterstützen, selbst aber noch mit 1,8 V Versorgung zum Betrieb der Zellen arbeiten.

Außerdem präsentierte man noch eine weitere Folie mit „allgemeinen“ Informationen zur Einschätzung der Weiterentwicklung des Flash-Speichermarkts.

Elektromechanisches!

Die diversen Hersteller von Löt- und sonstiger Technologie findet man eher auf der Elektronica – auf der Embedded World war ein „Gutteil“ der üblichen Verdächtigen nicht vertreten.
Die Standhersteller die Steckverbinder-Hersteller Wago und Phoenix Contact zeigten indes einige neue Produkte. Wago erweitert den MCS-Steckverbinder dabei auf „kleinere“ Kabeldurchmesser, die Serie unterstützt nun auch 1,5 mm-Durchschnitte.

Am Stand von Phoenix zeigte man im Prinzip Ähnliches. Interessant ist allerdings der in der Abbildung gezeigte orange „Auswurfhebel“, der das Lösen der Steckverbindung erleichtert – wer beispielsweise einmal die Hauptplatine auf einem Gould DSO450 ausgebaut hat, weiß diese Funktion zu schätzen.

Neben den klassischen grünen Steckverbindern gibt es am Stand von Phoenix Contact nun auch diverse schwarze Varianten zu sehen. Dabei handelt es sich um Stecker, die aus einem robusteren Kunststoff bestehen und den „Ritt“ im Reflow-Ofen besser überstehen.
Bei Würth war vor allem der neue Knopfzellen-Halter interessant, der – in Oberflächenmontage-Technologie ausgeführt – zwecks besserer Robustheit nun 4 Länder für den Verbindungsaufbau mit der Printplatte mitbringt.

Aluminium-Polymer- „Hybrid Kondensatoren“ packen den vibrationsanfälligen Polymer-Kondensatorteil in einen Elektrolyt, um im Automotive-Bereich höhere Vibrations Robustheit zu erreichen. Zu guter letzt sprachen mehrere Vertreter am Stand davon, dass Würth in nicht allzu ferner Zeit auch in den Bereich der Smart LEDs einsteigen möchte – darunter versteht man RGB-Leuchtdioden, die einen Controller wie den berühmten-berüchtigten WS2812B mitbringen.

Konkurrenz für Picoscope: Acute TravelScope.

Im Bereich der USB-Oszilloskope gibt es – umfangreichen – Zuwachs. Das chinesische Unternehmen Acute zeigte mit dem TravelScope ein neues USB-Oszilloskop, dass – neben Unterstützung für das I3C-Protokoll – ob seiner kompakten Abmessungen für den unterwegs-Einsatz ideal geeignet ist.

Außerdem bietet Acute eine ganze Gruppe von Logikkatalysatoren an, die – im Prinzip – ähnlich funktionieren.

Zephyr: Im Interesse der Kundenfreundlichkeit.

Im Hause Zephyr gab es per sie nicht viel Neues – interessant war lediglich eine Präsentation, die darauf hinwies, dass das Echtzeitbetriebssystem immer mehr Treiber für externe Sensoren mitbrachte.

„Mini-Kondensatoren“ auf Basis von Lithium-Ionen-Technologie.

Insbesondere im Bereich der „letzten Meile“ von Internet der Dinge-Systemen ist Energy Harvesting sehr populär. Der Elektrolyt-Kondensator-Hersteller Nichicon präsentierte nun auf einem (eher kleinen Stand) eine Serie von Kondensatoren, die intern aber auf Lithium-Ionen-Technologie aufgebaut sind.

Das französische Unternehmen Iten bietet im Prinzip Ähnliches. Die in Oberfläche-Montage dieploybaren Bauteile bieten allerdings nur extrem geringe Kapazitäten, die weit unter 1 mAh liegen.

Mechano-Meßtechnischeres!

Tag Connect bietet seit Jahr und Tag Stecker an, die sich unter Nutzung eines bestimmten Landes „direkt“ mit der Platine verbinden und so für Debugging-Verbindungen Kosten einsparen. Mit Edge Connect steht nun eine neue Variante der Technologie zur Verfügung, die wie in der Abbildung gezeigt „seitlich“ am DuT anlockt.

Der Probing-Spezialist PCBite erweitert sein Angebot derweil um „Oszilloskop-Probes“, die nun bis zu 500 MHz Bandbreite bieten.

Renesas: Codegenerator unterstützt nun auch Sensoren

Im Kampf um die bestmögliche Usability bietet Renesas ein neues Werkzeug an, das nicht nur Prozessor-Treiber Code, sondern auch Code für die Interaktion mit Peripheriegeräten generiert.

Während das System derzeit nur auf Produkte aus dem Hause Renesas beschränkt ist, sprach man am Stand mehrfach davon, innerhalb der nächsten 6-12 Monate auch Sensoren anderer Anbieter einzubinden, sofern diese nicht mit der hauseigenen Prozessor-Sparte konkurrieren.

DMP: X86-Prozessor mit „zwei Gehirnen“.

Das in Taiwan ansässige Unternehmen DMP dürfte einer der letzten „unabhängigen“ Hersteller von X86-Prozessoren sein. Auf der Embedded World zeigte man mit dem Vortex86 eine neue Prozessorarchitektur, die – wie in der in der Abbildung gezeigt – mehrkernig aufgebaut ist.

„Wichtigstes Verkaufsargument“ ist die strenge Trennung der beiden Kerne – es ist laut an Anbieter beispielsweise möglich, Windows und Linux ohne einen Software-Hypervisor „direkt“ nebeneinander auszuführen.

Neuartige Displays mit hoher Transparenz.

Der Fokus auf der Display-Konferenz lag auf transparenten Bildschirmen, die die „Anreicherung“ realer Szenen ermöglichten. WiseChip – das Unternehmen ist für seine organischen Displays bekannt – setzte (logischerweise) auf seine bekannte Technologie, und demonstrierte unter anderem verschiedenste Absehen für Scharfschützengewehre.

Am Stand von Lumineq sah man im Prinzip Ähnliches – der wichtigste Unterschied war, dass die Displays ausschließlich monochromatisch angeboten wurden. Das liegt daran, dass als aktives Medium hier eine Phosphorschicht dient – sie leuchtet „heller“ und ermöglicht höhere Transparenz, steht aber nur in einer Farbe zur Verfügung.

Zu guter letzt verdient auch das Start-Up ynvisible Aufmerksamkeit. Es bedruckt „flexible“ Materialien mit segmentbasierten Displays.

icHaus: Controllerchip für OneWire-Alternative fertig.

Das normalerweise für die Encoder-Auswertung bekannte Unternehmen ist sie Haus hat seine OneWire-“Alternative“ nun so weit fertiggestellt, um eine „direkte“ Demo zur Nutzung des hauseigenen Transciever Chips vorzuführen.

Interessant ist dabei, dass das zur-Verfügung-Stellen der Betriebsenergie – siehe auch Abbildungen – durch einschleifen bzw. hochschweben-lassen der Datenleitungen erfolgt. Die vorliegenden Chips bieten dabei bis Unterstützung für bis zu 30 V.

Zu guter letzt noch eine Architektur-Diagramm des Host-Controllers.

Angemerkt sei in diesem Zusammenhang außerdem noch, dass auch einige neue Encoder-Manager ins Rennen kommen. Mit dem iC-PVS steht beispiwleseise ein Hallsensor-Auswerter zur Verfügung, der dank Batteriepuffer schwerer „aus dem Takt zu bringen“ ist.

Analog Devices: Hardware-Software und Sensor-Fusion.

Besucht man den Analog Devices (ehemals Maxim)-Stand, so wurde man von einer schlafenden Managerin begrüßt – man offeriert ein System, das kontaktlose vital-Parameter-Erfassung am Menschen demonstriert

Der „Hackerman“ erfreut sich außerdem daran, dass der Sensor-Interessanterweise-in einem zweifarbig 3D-gedruckten Gehäuse unterkommt.

Außerdem erweitert man die von Trinamic übernommene Kontroll-Technologie – als Vorführung diente ein stabilisiertes Pendel; die neuen Chips „kombinieren“ Trinamic mit den bewährten Analog-Digital-Kompetenzen der beiden Mutterunternehmen.

MPS: neue isoliert-Bausteine.

Galvanisch Trennung ist in vielen Bereichen wichtig – explizit nicht nur zur Erfüllung von Regulationen. Der Energie-Konversionsspezialist MPS legte den Fokus der Neu-Vorstellungen auf das Präsentieren verschiedenster digitaler Isolatoren, vor allem für den Automotivebereich.

ePeas: diverse energy habe es den-Controller.
Nicht erst in Zeiten steigender Energiepreise gilt, dass “aus dem Äther geholte“ Energie preiswertes Gewehr zur Versorgung eines Systems ist. Das Unternehmen ePeas hat sich dieser Aufgabe ganz verschrieben, und zeigte ebenfalls einige neue Bauteile.

Arrow – News zu Windows 11 for IoT

Der Komponenten-Distributor Arrow positioniert sich seit einiger Zeit als „Experte“ für Embedded Windows. Unter https://www.youtube.com/watch?v=46xVDOL5dZk bietet man ein Video an, das Informationen zur Weiterentwicklung im Bereich Windows 11 für IoT bietet – noch gibt es keine LTS-Version, für die Microsoft zehn Jahre Unterstützung verspricht. Außerdem findet sich unter https://www.arrow.com/ais/msembedded/resource/blog/microsoft-knowledge-blast-what-to-look-for-in-2023 einem „allgemeiner“ Artikel mit Informationen, was man 2023 von Microsoft im Embeddedbereich erwarten darf.

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EmbeddedWorld 2023, Tag 3 – Funkmodule und Einplatinencomputer

Der dritte Tag der EmbeddedWorld war als Student Day deklariert, und dementsprechend gut besucht. Unser Fokus liegt diesmal auf Funkmodulen und Einplatinencomputern.

ASUS: Tinker 5 mit RISC-V-Kern, Tinker-Varianten als Industrietablet

ASUS richtet die hauseigene IoT-Boardsparte mehr und mehr auf die industrielle Nutzung aus. Der anwesende Manager Richard Rieger demonstrierte eine Gruppe von als Open Frame Panel PC bezeichneten “Tablets”. Clue an der Sache ist die auf der Rückseite befindliche Klappe, die einen ASUS-Einplatinencomputer samt etwas Zusatzhardware aufnehmen kann.

Mit dem Tinker V steht außerdem eine auf RISC-V basierende Variante am Start. Ihr Hauptprozessor stammt dabei aus dem Hause Renesas.

Akasa – Mindestabnahmemenge für Fanless-Gehäuse ist 200 Stück

Prozessrechner profitieren von zuverlässigen Gehäusen. Das an sich für Zubehör wie Festplattengehäuse bekannte Unternehmen Akasa bietet eine durchaus interessante Reihe lüfterloser Gehäuse an – interessant ist an den Produkten die Art der thermischen Ableitung. Die Wärme des SOC wandert durch einen Aluminiumwürfel nach Außen.

Akasa ist außerdem gewillt, die Gehäuse an andere Prozessrechnertypen anzupassen. Sofern die Änderungen “nur” den IO-Block betreffen, ist die Mindestabnahmemenge im Bereich 200 Stück.

Arduino – Portenta C33 mit Renesas-Chip

Obwohl die Arduino nur mit einem vergleichsweise kleinen Stand vertreten war, zeigte man mit dem Portenta C33 eine neue Platine aus der Arduino Pro-Familie.

Als Hauptprozessor kommt ein mit einem Cortex-M33-Kern ausgestatteter R7FA6M5BH2CBG zum Einsatz. Arduino betont als wichtigste Verkaufsargumente den vergleichsweise geringen Preis und das Secure Element – für die Aussenkommunikation stehen Bluetooth und WLAN zur Verfügung.

OKDO – Rock 5A im Raspberry Pi-kompatiblen Format

Die auf dem RK3588-Prozessor samt AI-Beschleuniger basierende ROCK-Platine ist ab Sofort in einem kompakteren Format verfügbar. Die RS-Partnerfirma OKDO bietet die Platine mit 8 oder 16GB RAM an, die 8GB-Variante soll rund 90US-Dollar kosten.

Der RockChip-Prozessor ist unter Anderem wegen seinem integrierten AI-Beschleuniger interessant – ob des neuen Formfaktors ist der Umstieg vom Raspberry Pi einfacher. Außerdem bieten die Platinen durch die Bank eine wesentlich höhere Rechenleistung.

GigaDevice – W515-Module und Evaluationsboards ante Portas

Der ARM-basierte ESP32-”Killer” W515 erfreut sich insbesondere im Tabakbereich durchschlagender Erfolge. Zwecks höherer Massenwirksamkeit arbeitet GigaDevice nun an einem Modul und einem Evaluationsboard.

Der Newsaffe konnte ausserdem einige W515-Evaluationsboards sichern. Wer eine ernsthafte Applikation für den W515 hat, soll sich unter tamhan aeht tamoggemon rundesding com melden.

SimComm – neue 5G-Module

SimComm war einst für die GSM-Funkmodule bekannt. Das Unternehmen ist nicht tot – auf der EmbeddedWorld zeigte man eine Gruppe neuer Module, die aktuelle 5G-Funkstandards auf Basis eines QualComm-Chipsatzes implementieren.

Mit dem 7672 steht außerdem ein neues Modul ante Portas, das zwecks Kostenreduktion in mehreren Varianten offeriert wird – wer keine weltweite Abdeckung braucht, kann so Kosten sparen.

QuecTel – neue Module mit 5G RedCap, IoT-Lösung ante Portas

Das chinesische Unternehmen QuecTel aktualisiert die Produktpalette durch die Bank: am interessantesten ist, dass man sich nicht mehr nur als Anbieter von Funkmodulen sehen möchte, sondern der Kundschaft auch höherwertige Dienstleistungen anzubieten sucht. Neben QuecPython gibt es einen IoT-”Portaldienst”, der mit einem Passantenzähler demonstriert wurde.

Ein vom Standpersonal hervorgehobener Teil der Produktpalettenerweiterung betrifft Module für den funktionsreduzierten 5G-Standard RedCap (siehe https://www.qualcomm.com/news/onq/2022/07/what-is-5g-nr-light–a-k-a–redcap–and-how-will-it-accelerate-t).

Zu guter Letzt bietet QuecTel ab Sofort auch ein Modul an, das auf die Bedürfnisse der Satellitenkommunikation optimiert ist. Mit dem CC200A ist die Realisierung von diversen für das Inmarsat-Netzwerk vorgesehenen Kommunikationsgeräten wesentlich einfacher.

FiboComm – mehr Smart Modules, man beachte unsere Navigationsmodule

Auch am Stand von FiboComm drehte sich alles um Modellpflege. Neben neuen Smart Modules mit leistungsfähigerer Hardware (sic) wies das Standpersonal mehrfach darauf hin, dass man auch reine Navigationsmodule im Programm hätte.

WherEver SIM – intelligente SIM-Karten vom MVNO

MVNOs reagieren auf die von den Modulherstellern ausgehende Konkurrenz durch das Anbieten immer höherwertiger Zusatzservices. Exemplarisch empfand der Autor WherEver SIM als interessant – die SIM-Karten des Unternehmens sind (bei korrekt eingestellter Software) dazu in der Lage, selbsttätig am Ende jedes Abrechnungszyklus eine Anpassung des ausgewählten Vertrags durchzuführen und so Kosten einzusparen.

Telit Cinterion – Integrationsschmerzen, neue Module

Am Stand von Telit Cinterion – das Unternehmen kaufte ja vor einiger Zeit die “Restanten” der Cinterion-Modulsparte – gab es zwei neue Cat-M1-Module zu sehen.

Interessant empfand der Autor, dass Telit- und Cinterion-Mitarbeiter derzeit nur sehr teilweise über die Angebote des jeweils anderen Firmenteils Bescheid wussten. Ähnlichkeiten zum bei der Airberlin bis zuletzt antreffbaren Sektierertum (Mainline vs LTU) sind klar spürbar…

SemTech – neuer LoRA-Transciever

Gegen Ende des Kongresses verschickte SemTech noch eine Meldung zum LR1121 heraus – ein neuer Lora-Transciever, der sowohl geringen Energieverbrauch als auch Multiband-Fähigkeit offeriert:

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The new LoRa Connect LR1121 brings the best LoRa transceiver RF performance to date with the multiband versatility permitting a single, lowpower chip to be used anywhere in the world. It is pin compatible with the current LoRa Edge devices, allowing module makers such as Murata to have a single hardware design for a wide range of applications, with global connectivity. Likewise, Integrated Passive Devices such as Johanson Technology can readily be used alongside the LoRa Connect LR1121 to offer a smaller footprint, reduce time to market and minimize design iterations.

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The highly integrated LoRa Connect LR1121 transceiver provides LoRaWAN connectivity for terrestrial low power wide area networks (LPWAN) operating at 470MHz, 868MHz and 915MHz; it also provides LoRa 2.4GHz and the Sband for direct connection to satellites.

In nicht allzu ferner Zukunft soll Murata ein mit diesem Prozessor ausgestattetes Modul anbieten, was die Nutzung in Kleinserien erleichtert.

Murata: Zusammenarbeit im AI-Bereich mit Google, mehr DC-DC-Wandler.

Murata dürfte jedermann als Verursacher der MLCC-Krise bekannt sein, die unsere Industrie vor einigen Jahren im Griff hielt. Seit einiger Zeit diversifizieren die Japaner – erstens gibt es neue DC-DC-Wandler, die teilweise für den Batteriebetrieb vorgesehen sind und sehr klein ausfallen.

Im Funkmodul-Bereich hat sich Murata ebenfalls seit längerer Zeit ein Standbein etabliert, das nun durch eine Gruppe neuer UWB-Module Erweiterung erfuhr.

„Überraschend“ war für den Newsautor die enge Zusammenarbeit mit Google im Rahmen des Coral-Projektes. Der in der Abbildung gezeigte Modul wird mit Google gefertigt, und bietet verschiedenste AI-Beschleunigungsfunktionen.

Zwecks einfacherer Inbetriebnahme offeriert Murata ausserdem ein Entwicklungskit, das den für den MAX78000-Boards nicht unähnlich ist.

In eigener Sache: es gab doch Boards bei STM

Der Newsautor bedankt sich bei seinem Leser Muhandes Ing – ST verteilte doch Boards an die Allgemeinheit. Diesmal musste man dem für das jeweilige MCU-Produkt zuständigen Manager allerdings eine “vernünftige” Frage stellen, um an die Planaren zu kommen.

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EmbeddedWorld 2023, Tag 2 – Bauteile im Fokus

Bauteil-Vorstellungen gibt es auf der EmbeddedWorld traditionell wie Sand am Meer. Mikrocontroller.net durfte bei GigaDevice und GoWin auf unangekündigte Produkte blicken – von GigaDevice gibt es bald einen Hochleistungsmikrocontroller mit Cortex-M7-Kern, während GoWin in einem seiner FPGAs ebenfalls einen Mikrocontroller versteckt. Was es sonst noch gibt, verraten wir hier ebenfalls…

Exklusivnachricht 1 – GigaDevice bringt M7-MCU

Der derzeit als Engineering Sample zur Verfügung stehende GD32H7 ist ein auf einem ARM Cortex M7 basierender Hochleistungs-Mikrocontroller – die offizielle Vorstellung des in der Abbildung gezeigten Boards ist laut GigaDevice für den nächsten Monat avisiert.

Als wichtigste Einsatzgebiete avisiert GigaDevice dabei unter anderem die künstliche Intelligenz sowie Motorsteuerungen und Leistungselektronikaufgaben, die auf sehr komplizierten Algorithmen basieren.
Interessant ist außerdem der Speicherausbau-es gibt bis zu 1 MB Arbeitsspeicher und bis zu 4 MB Remanentspeicher auf den Chips.

Exklusivnachricht 2 – GoWin integriert Mikrocontroller in 22nm-FPGA-Familie

Mit der ARORA-V-Familie bietet der FPGA-Spezialist GOWIN eine neue Serie von FPGAs an, die einen RISC-V-Mikroprozessor aus dem Hause Andes mitbringen. Intention ist die kombinatorische Nutzung mit unixoiden Betriebssystemen.

Interessant ist vor allem die in der Abbildung gezeigte Modellpalette – die Fertigung erledigt durch die Bank TSMC im 22nm-Verfahren.

Exklusiv können wir dank CEO Jason Zhu berichten, dass die links gezeigten Modelle G5WA-25 und G5WAT neben dem RISCV-Kern auch einen auf Cortex M4 basierenden Mikrocontroller mitbringen werden, die eine Maximalfrequenz von 288MHz erreichen wird. Interessant ist außerdem, dass die Peripheriegeräte mit dem STM32F7 kompatibel sind, ein dreikanaliger ADC mit einer Samplerate von 5MSPs beschleunigt Datenerfassung.

Kampf im Low-End-Bereich: Renesas mit FPU, Texas Instruments mit „Menschenfreundlichkeit“.

Renesas schickt mit dem RA4E2 einen neuen Low-End-Controller ins Rennen, der – das wird vom Standpersonal explizit zugegeben – zur „Bekämpfung“ des STM32C0 vorgesehen ist. Alleinstellungsmerkmal des Cores – mehr Informationen finden sich unter anderem in der Abbildung-ist, dass er eine FPU mitbringt.

BILDQUELLE: https://www.renesas.com/sites/default/files/ra-family-portfolio-en.jpg

Texas Instruments packt den „bewährten“ MSP-Namen, um ihn nun mit einem Cortex M0-Kern – dieser hat keine FPU – neu aufzulegen. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen MSP430, der statt dem proprietären Rechenkern auf einen Cortex setzt und so die Entwicklung vereinfachen soll.
Texas Instruments sprach während der Vorstellung – die Abbildungen zeigen den Produktumfang – außerdem mehrfach davon, der Nutzerschaft “möglichst freundliche“ bzw. leicht bedienbare Chips zur Verfügung stellen zu wollen – in Tausenderstückzahlen kostet die billigste Version dann 0.39USD.

Zwecks „besserem Targeting“ gibt es den Mikrocontroller in mehreren Varianten, die die Abbildungen kurz vorstellen.

Interessant ist, dass TI der „fehlenden FPU“ durch eine hauseigene Befehlssatz-Erweiterung nachzuhelfen gedenkt. Über die Frage, warum man sich nicht gleich für einen Cortex-M33-Kern entschieden hat, oder gar RISCV verwendet, reagierte man wenig erfreut – die Lizenzzahlungen an ARM scheinen ein Ärgernis darzustellen.

GigaDevice spielt im Low-End-Bereich ebenfalls mit – der GD32E2 basiert auf einem Cortex M23-Kern, der – brutal gesagt ein M0++ ist, und deshalb ebenfalls keine F PU mitbringt. Auf der Habenseite dieses Produkts steht, dass es bereits seit einiger Zeit im Markt verfügbar ist (und teilweise sogar bei Mouser gelistet ist).

Renesas: Cortex 85-MCU am Vormarsch.

Per se hatten wir über den Renesas-Mikrocontroller, die als erster die neue arm-Architektur in den Markt bringen soll, bereits hinreichend besprochen. Auf dieser Auflage der Embedded World war er -siehe die Abbildung – unter anderem in Form einer AI-Demo vertreten, die Personenerkennung vorführte.

Angemerkt sei, dass es sich dabei nach wie vor um Engineering Samples handelt – die „praktische Einführung“ liegt in der Zukunft.

Texas Instruments: AI-optimierte Prozessoren.

Dass Echtzeit-Bildverarbeitung hohe Ansprüche an die Rechenleistung der Mikrocontroller stellt, dürfte bekannt sein. Mit der in fast einem Dutzend Varianten angebotenen AM6-Familie bietet TI nun eine Serie von Mikrocontrollern an, die für diese Situationen vorgesehen sind.

(Bildquelle: TI)

Die genaue Modellbeschreibung präsentiert sich folgendermaßen:

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Die Versionen AM62A3, AM62A3Q1, AM62A7 und AM62A7Q1 unterstützen eine oder zwei Kameras mit weniger als 2 W in Anwendungen wie etwa Türsprechstellen oder intelligenten Systemen für den Einzelhandel. Der AM62A3 ist mit einem Preis von 12,. USDollar (ab 1.000 Stück) der kostengünstigste VisionProzessor der Industrie mit einer Performance von 1 TOPS. 

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Der AM68A unterstützt zwischen einer und acht Kameras beispielsweise in MachineVisionAnwendungen. Er bietet eine AIVerarbeitungsleistung von bis zu 8 TOPS für eine fortschrittliche Videoauswertung. 

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Der AM69A kommt auf eine AIVerarbeitungsleistung von 32 TOPS für ein bis zwölf Kameras. Er ist für HochleistungsApplikationen wie etwa EdgeAIBoxen, autonome mobile Roboter und VerkehrsüberwachungsSysteme konzipiert

STMicroelectronics: wir haben nichts!

Ob des vor der Embedded World abgehaltenen Kongress-Telefonats gab es am ST-Stand nichts wirklich Neues zu sehen. Über „Besuchermangel“ musste das Unternehmen indes nicht klagen, obwohl diesmal keine Evaluationsboards an die Allgemeinheit verteilt wurden.

MCS Electronics: ESP32-Alternative mit Mediatek-Mikrocontroller.

Der Mediatek-Stand dürfte – siehe Abbildung – dem Einschlag einer FAB500 standhalten:

Das Partnerunternehmen MCS Electronics präsentierte derweil eine ganze Gruppe von „ESP32-Alternativen“, die statt dem von Espressif verwendeten XTENSA-bzw. RISCV-Kern allerdings auf die wesentlich leistungsfähigeren Kerne aus dem Hause MediaTek setzen.

Eclipse Foundation bzw. OpenHW – FPGAs-basiertes Demo-Board des Mikrocontrollers ante Portas.

Über die Pläne der Eclipse Information bzw. ihren „Kollegen“ bei der OpenHW haben wir in der Vergangenheit berichtet. Dieses Jahr gab es auf der Embedded World ein Devkit zu sehen. Angemerkt sei, dass hier ein wenig geschummelt wurde – der Mikrocontroller lag noch nicht in Form von Silizium vor, sondern lebte in einem FPGA.

Sinn der Platine ist dabei das Ausprobieren des hauseigenen und eclipsebasierten SDKs.

ONsemi: viel mehr als Transistoren!

Wer bei ONsemi nur an diskrete Halbleiter denkt, liegt falsch. Auf der EmbeddedWorld zeigte das Unternehmen unter Anderem den rsl15, die ein Bluetooth-Chipsatz ist.

Interessant ist die Ausrichtung auf den Automotivebereich:

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While the lists of sensors and general functionality in Tire Monitoring Systems (TMS) and other sensing applications continue to grow, the power consumption budget has not increased. At the same time, some applications now have a requirement for a 10year battery lifetime. The NCVRSL15 is certified by the EEMBC as the industrys lowest power secure, wireless microcontroller, featuring the proprietary smart sense power mode, it is designed to use as little power as possible. Being able to conserve more battery directly equates to increased product longevity.

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Excelling at applications such as vehicle access and Tire Monitoring Systems, the miniature size of NCVRSL15 makes it perfectly suited for portable remote access devices and other spaceconstrained intire and invehicle locations, said Michel De Mey, vice president of the Industrial Solutions Division, onsemi. By combining ultralow power consumption with a tiny footprint, and the latest technology in embedded security into one device, we enable our customers to meet their complex sensingrelated design challenges for wirelessenabled automotive applications.

Außerdem baut das Unternehmen diverse CCD-Sensoren. Besonders interessant empfand der Autor die Vorführung des XGS45000 – ein Global Shutter-Sensor, die eine Auflösung von bis zu 45 Megapixel erreicht.

Als Demonstration realisierte ON ein „Tetris“, dessen Spielfeld aus den Subpixel eines am Stand herumstehenden Laptops bestand.

Bosch: verschiedene neue Sensoren.

Bosch SensorTec zeigte einige neue Sensoren. Kandidat Nummer eins ist der BMV080 – ein Partikelsensor, der stilecht mit einer Mikrowelle und den „Ausgasungen“, die im Rahmen der Erzeugung von Popcorn entstehen, demonstriert wurden.
Mit dem BMP585 steht ein Barometersensor zur Verfügung, der erstmals vollständig Wasserfest ist – frühere Modelle waren nur spritzwassergeschützt.

In eigener Sache, Freibier und Literatur

Der Newsaffe wird auch morgen auf der Embedded World verweilen, und freut sich auf Treffen – hier ein weiterer glücklicher Leser, der am Stand von ONSemi anzutreffen war (Danke für das Lesen und das Foto).

Wer auf der Suche nach kostenlosen Getränken ist, ist abermals gut beraten, den Stand der Bauteilsuchmaschine OEMSecrets aufzusuchen. Die unbeschränkte kostenlose Ausschank von Bier erfolgt nach wie vor, was beispielsweise der CEO Android-Industrievariante Emteria, durch einen kurzen Besuch würdigte.

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Zu guter Letzt sei noch auf den Stand von WekaMedia verwiesen – dort gibt es diverse hauseigene Publikationen kostenlos.

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EmbeddedWorld 2023, Tag 1 – Messtechnik

Die Erzeugung von Embeddedsystemen kommt nicht ohne Messtechnik aus. Am ersten Tag der Messe gab es einige Neuerungen, insbesondere die Erfassung des Energieverbrauchs steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der diversen Anbieter. Rigol liefert derweil neue 12bit-Oszilloskope aus.

RIGOL – 12bit-Oszilloskope in preiswert, intelligenteres Netzgerät

Mit der HDO1xxx-Serie schickt Rigol Oszilloskope ins Rennen, die mit 12bit-Wandlern ausgestattet sind. Wichtigstes Verkaufsargument der sechs Modelle hohen Serie, deren Bauteilnummern Ähnlichkeiten zum Preiskracher DS1054 aufweisen, ist der sehr geringe Verkaufspreis.

Neben den im weißen Gehäuse angebotenen Lowest-End-Modellen schickt Rigol im schwarzen Gehäuse “fortgeschrittene” Varianten des Produkts ins Rennen. Wichtigstes Verkaufsargument hier ist laut Angaben des Standpersonals das sehr geringe Eigenrauschen

Das DP2031 erweitert die rigolsche Netzgerätefamilie derweil um ein auf Analyseaufgaben zugeschnittenes Modell. Nett auch die Möglichkeit zur Ausgabe “arbiträrer Wellen” – die kürzeste Verweilzeit bei einem der Datenpunkte beträgt laut Standpersonal 0.001s.

Siglent: bildschirmloses High End-Oszilloskop, 26GHz-VNA

Mit dem SDS6208 wagt Siglent den Schritt zur Wenigkeit – das an sich voll ausgestattete Oszilloskop kommt ohne Bildschirm, und bringt stattdessen einen HDMI-Ausgang mit.

Auf diesem gibt dss Gerät witzigerweise ein Abbild des normalen Schirmbilds aus, es handelt sich also nicht um ein PC-Oszilloskop. Sinn dieser Vorgehensweise ist die Möglichkeit, mehrere Geräte zu kaskadieren und so noch mehr Eingänge zur Verfügung zu haben.

Neuerung Nummero zwei ist der SNA5032 – ein VNA, der eine obere Grenzfrequenz von 26.5GHz aufweist.

PicoScope: mehr als 30 serielle Protokolldecoder

Der britische PC-Oszilloskopspezialist setzt im Allgemeinen auf Bekanntes, neue Hardware zeigte man diesmal nicht. Stattdessen betont man die Nutzwertsteigerung der im Markt befindlichen Hardware durch PicoScope 7 – die neue Software unterstützt mittlerweile mehr als 30 Decoder, die die Briten kostenlos zur Verfügung stellen.

QoiTech – SMU und Batteriesimulator

Das in Schweden ansässige Unternehmen https://www.qoitech.com/otii-ace/ bietet mit dem Otii Ace einen in zwei Versionen angebotenen “Power Debugger” an – das Gerät ist einerseits zum Protokollieren von Energieverbrauch geeignet, kann andererseits auch Batterieprofile erstellen und diese später simulieren.

Interessant ist daran, dass das Produkt in zwei Varianten zur Verfügung steht – eine deckt den Spannungsbereich 0 bis 5V ab, die andere 0-25V.

KeySight – SMU und Batteriesimulator

Am Stand der ehemaligen HP-Messgerätesparte sah man ähnliches – der E36731A ist ebenfalls auf das Protokollieren von Energieverbrauch und die Batteriesimulation spezialisiert.

Das Gerät ist laut Standpersonal derzeit noch ein Prototyp, die Auslieferung soll allerdings innert weniger Wochen erfolgen.

Red Pitaya – customizability, vier Eingänge

Nutzer des Red Pitaya können fortan eine Variante der roten Platine mit vier Eingängen erwerben. Ausserdem betonte das Standpersonal die Möglichkeit, als Auftragsfertiger Spezialvarianten der Platine zu fertigen.

Toellner – Multichannel-Switch

Beim Stromversorgungsspezialisten Toellner gab es den TOE9268 zu sehen – eine Schaltmatrix, die bis zu 32 Kanäle verwalten kann. Interessant ist am Produkt vor Allem, dass jeder Schalter bis zu 2A Strom aushalten kann bzw soll.

Digilent – Discovery Power Supply

Der für die Analog Discovery-Serie bekannte Anbieter Digilent schickt ein Labornetzgerät ins Rennen, das ebenfalls über den PC steuerbar ist.

Die eigentliche Energieversorgung erfolgt dabei allerdings nicht über USB PD, sondern durch ein seperat anzusteckendes Netzgerät.

Das als DPS3340 bezeichnete Gerät wird um 495USD verkauft. Außerdem gibt es in der Zmod-Familie Zuwachs – das hauseigene FPGA-Lehrsystem bekommt nun weitere Datenacquisemodule eingeschrieben, die bis zu vier analoge Kanäle abtasten.

GW-Instek: diverse Neuerungen

GW Instek verschließt sich dem Trend zur SMU nicht, und bietet ebenfalls ein derartiges Gerät an. Außerdem erreichen die hauseigenen Oszilloskope nun Grenzfrequenzen von bis zu 650 MHz – in der Software implementiert GW Instek derweil mehr Funktionen zur Leistungsmessung. Zu guter Letzt – GW Instek fokussieren mehr und mehr auf den Bereich der Energietechnik und Stromversorgung – steht ein neues Power Meter ante Portas.

UNI-T: schneller, “mehr” Zeitbasen

Am Stand des Messtechnik-Universalisten UNI-T zeigte man einen neuen Spektralanalysator, dessen obere Grenzfrequenz nun 3.6GHz beträgt.

Mit dem MSO2204 steht außerdem ein Oszilloskop zur Verfügung, bei dem das Uni-T-Standpersonal die Verfügbarkeit von “vier unabhängigen Zeitbasen” bewarb. In Tests des Autors liess sich allerdings auf die Schnelle nicht feststellen, ob es sich dabei nicht nur um geschickte Nutzung von Zoom und großem Samplespeicher handelt…

Kostenloses und Catering

Wer auf der Suche nach Trinkwasser ist, wird am Stand von Mouser Electronics bedient – in Zusammenarbeit mit KamiTronix steht ein Universal Robots-Roboterarm bereit, der Trinkwasser in Tassen ausschenkt.

BILDQUELLE: Annette Heidi Bosbach

Am Stand von OEMSecrets gibt es – wie immer – kostenloses Bier, zeitweise werden auch Schaumwein und Weisswein angeboten. Im Rahmen der heute Abend stattfindenden Standparty ist die Ausgabe von weiterem Alkohol avisiert.

Bei der OSADL gibt es kostenlosen frisch gepressten Orangensaft, während im Hallen-Verbindungsgang neben dem Elektor-Stand diverse Fachmagazine zur kostenlosen Entnahme bereitliegen. Die CircuitCellar ist diesmal leider nicht vertreten.

Außerdem gibt es am Stand von Embedded Computing Design eine Schnitzeljagd für kostenlose RP2040 – da vier Stände zu besuchen sind und der Preis nur wenig wert ist, ist der ökonomische Sinn der Teilnahme indes fraglich.

In eigener Sache

News-Leser sind auf der EmbeddedWorld en Masse vertreten – hier zum Beispiel jemand von der Pirateninsel, aeh sorry, von IAR.

Wer mich sieht, soll mich bitte ansprechen – außerdem bin ich unter tamhan@tamoggemon.com erreichbar und freue mich über jeden Kontakt.

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Arduino Cloud – neue Widgets für Diagramm-Anzeige und Eingabe prozentualer Werte

Manager und Entscheidungsträger akzeptieren IoT-Systeme im Allgemeinen schneller, wenn diese mit reichhaltigen Visualisierungswerkzeugen angeboten werden. Die Arduino-Cloud bekommt nun zwei neue Widgets eingeschrieben, die für derartige Aufgaben optimiert sind.

Was ist die Arduino Cloud?

Die unter Beitrag „Arduino IoT Cloud – IoT-Clouddienst ohne MQTT“ im Detail beschriebene Arduino Cloud ist ein Clouddienst, der die Realisierung von IoT-Verbünden ohne Einbindung eines zentralen MQTT-Servers ermöglicht. Als organisierende Ontologie dient dabei ein aus Things und von ihnen verwalteten Variablen bestehende Datenstruktur – der eigentliche Datenaustausch erfolgt durch Variablen, die die Cloud-Bibliothek automatisch synchronisiert.

Welche Hardware wird unterstützt?

Im Interesse weiterer Adoption erweitert die Arduino srl die Kompatibilitätsliste permanent – neben so gut wie allen auf ESP32 oder ESP8266 basierenden Boards unterstützt man nun auch die folgenden hauseigenen Planaren:

1
MKR 1000 WiFi

2
MKR WiFi 1010

3
MKR WAN 1300

4
MKR WAN 1310

5
MKR GSM 1400

6
MKR NB 1500

7
Nano RP2040 Connect

8
Nano 33 IoT

9
Giga R1 WiFi

10
Portenta H7

11
Portenta H7 Lite Connected

12
Portenta X8

13
Nicla Vision

14
Arduino Opta

Relativ neu ist auch die unter https://docs.arduino.cc/arduino-cloud/tutorials/iot-remote-phone-sensors beschriebene Funktion, die die Einbindung von Android- und iOS-Smartphones als Datenquelle in die Cloud beschreiben.

BILDQUELLE: https://docs.arduino.cc/arduino-cloud/tutorials/iot-remote-phone-sensors

Flexible Diagramm-Darstellung mit dem Advanced Chart Widget

Das grundlegende Diagrammmodul ist vergleichsweise eingeschränkt – so ist es beispielsweise nur möglich, aus fünf verschiedenen Zeitbasen zu wählen.

BILDQUELLE: Autor

Wer eine “voll bezahlte” Lizenz verwendet, darf nun auf das in der Abbildung gezeigte Widget setzen.

BILDQUELLE: Autor

Seine Möglichkeiten sind – unter Anderem – im animierten GIF gezeigt. Das neue Widget erlaubt einerseits die Einrichtung mehrerer Kurven in der Y-Achse; andererseits darf der Benutzer nun einen beliebigen “Zeitrahmen” festlegen, der die angezeigten Informationen beschreibt. Außerdem bietet die Renderingengine verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise das Ein- und Ausblenden der Legende.

BILDQUELLE: https://blog.arduino.cc/2023/03/10/improve-your-data-analysis-with-the-advanced-chart-widget-for-arduino-cloud/

Prozentanzeige mit erweiterter Renderingengine

Prozentuale Werte lassen sich im Percentage-Widget in einem uhrenartigen Display anzeigen. Neu sind nun die Möglichkeiten zur Einblendung verschiedener Icons – als Beispiele schlägt Arduino den Batteriezustand oder den freien Platz im Festwertspeicher vor.

BILDQUELLE: Arduino

Über die Threshold-Funktion ist es außerdem möglich, Werte einzufärben – derzeit gibt es allerdings nur ein Kriterium, das entweder einen Größer- oder einen Kleiner-Vergleich durchführen kann.

BILDQUELLE: Autor

Preissenkung für das Einstiegsprodukt

Zu guter Letzt sei noch darauf hingewiesen, dass der Einstiegspreis nun wesentlich geringer ist – wer sich für ein Jahr bindet, bekommt die Basisversion um nur 2US-Dollar im Monat.

BILDQUELLE: https://cloud.arduino.cc/plans

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Raspberry Pi-Kamera mit Global Shutter, Arduino Portenta mit IoT Cloud, etc

Im Bereich der populären Prozessrechner gibt es zweierlei Zuwachs: während die Raspberry Pi Foundation eine Variante der Kamera mit einem Global Shutter-Sensor ausliefert, ist der Portenta X8 ab sofort zur Verbindung mit der Arduino IoT Cloud befähigt. Was es sonst Neues in der Welt des Prozessrechnerwesens gibt, zeigt dieser Round-Up.

Raspberry Pi-Kamera mit globalen Shutter

„Gewöhnliche“ Digitalkameras arbeiten meistens nach dem Rolling Shutter-Prinzip-dahinter steht (wie in der Abbildung gezeigt) der Gedanke, dass der CCD-Sensor zeilenweise abgetastet wird.

Bildquelle: Cmglee, via https://www.raspberrypi.com/news/new-raspberry-pi-global-shutter-camera/

Dies erweist sich insbesondere dann als problematisch, wenn „schnell bewegende“ Objekte zu erfassen sind. Mit dem auf dem IMX296-Sensor basierenden Global Shutter Camera-Modul bietet man eine Variante des Kamera-Moduls an, die einen Global Shutter-Sensor aufweist. Er erfasst die gesamte Pixelmatrix gleichzeitig, was bei schnell bewegenden Objekten stabilere Bilder liefert.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/new-raspberry-pi-global-shutter-camera/

Das um 50 US-Dollar erhältliche Modul ist mit jedem Raspberry Pi kompatibel, der einen CSI-Kameraanschluss mitbringt. Im Hintergrund setzt man auf einen Sensor aus dem Hause Sony, der eine Auflösung von 1,6 Megapixel aufweist.

In der unter https://www.raspberrypi.com/documentation/accessories/camera.html bereitstehenden Dokumentation weist man außerdem darauf hin, dass die Kamera derzeit-nicht in einer Infrarot-spezifischen Variante angeboten wird – es ist allerdings möglich, den Infrarotfilter zu entfernen, um die Infrarotempfindlichkeit zu erhöhen. Interessant ist außerdem die Hardware-Übersichtstabelle, die Informationen über die Möglichkeiten des Systems bereitstellt.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/documentation/accessories/camera.html.

Arduino Portenta X8 mit Interface zur Arduino Cloud.

Das wichtigste Verkaufsargument des Portenta X8 war in der Vergangenheit neben seiner hohen Rechenleistung die Möglichkeit, Linux-Anwendungen flexibel neben Arduino-Sketches zur Ausführung zu bringen.
Wer die unter https://docs.arduino.cc/tutorials/portenta-x8/user-manual? bereitstehende Update-Anleitung abarbeitet, bekommt eine Gruppe neuer Funktionen zur Verfügung gestellt.
Erstens verspricht man, dass die Out of Box-Experience des Boards nun einfacher ist – unterm Strich bedeutet dies, dass „Einrichtung und Provisionierung“ einer frisch erworbenen Planare weniger Arbeit machen. Fast noch wichtiger ist, dass der X8 fortan zur Verbindung mit der Arduino Cloud befähigt ist.
Zu guter Letzt gibt es nun – siehe auch die Abbildung – eine „zentralisierte“ Einstellung-Applikation, die die Verwaltung der Platine als Ganzes zu erleichtern sucht.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2023/03/09/portenta-x8-in-arduino-iot-cloud/.

BeagleBone: Neue Platinen.

BeagleBone war einst der „schärfste“ Konkurrent des Raspberry Pi, wurde aber-unter anderem-aufgrund von TIs Aufgabe der OMAP-Plattform eingeschränkt.
Nun gibt es zwei neue Platinen aus dem Hause: erstens den Beagle Play, der-wie in der Abbildung gezeigt – auf „Interaktion“ mit verschiedenen, im Markt bereits gut etablierten Interfaces wie dem Microbus oder dem von Seeed Studio vorangetriebenen Grove-System optimiert ist.

Bildquelle: https://www.hackster.io/news/beagleboard-org-launches-the-adaptable-open-source-beagleplay-and-low-cost-beagleconnect-freedom-4901528a0049.

Im Hintergrund kommt abermals ein SoC aus dem Hause Texas Instruments zum Einsatz, das vier mit bis zu 1500 Megahertz getakteten A53-Kerne und einige Nebenkerne mitbringt. Die BeagleBone spricht außerdem von einem als PRUSS bezeichneten Zusatz-System, das „besonders eng“ mit der GPIO-Peripherie verbunden ist. Modul Nummero zwei ist der BeagleConnect Freedom.

Bildquelle: BeagleBone.

Dabei handelt es sich um ein – analog zum Raspberry Pi Pico – klassisches Microcontroller-Board, das nicht zur Ausführung eines vollwertigen Linux befähigt ist. Stattdessen kommt ein CC1352P7-Chip aus der TI SimpleLink-Familie zum Einsatz, das Funkmodul unterstützt unter anderem Bluetooth LE 5.2.

Windows für Rockchip RK3588.

Die von RADXA vorangetriebene Rock-Serie erfreut sich bei Anbietern „alternativer Systeme“ hoher Beliebtheit – das Industrie-Android Emteria unterstützte den Rock 5B
beispielsweise als erstes nach der Finalisierung der Unterstützung für den Raspberry Pi.
Mario Bălănică, der das Windows on R-Projekt leitet, hat sein System nun auf den Rock 5B adaptiert. Unter https://github.com/worproject finden sich dabei weitere Informationen – derzeit gibt es noch keine Informationen über GPU-Treiber oder darüber, wann die Arbeiten als „Final“ zu betrachten sind.

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STMicroelectronics: STM32H5, WTM32WBA und Flurfunk vor der EmbeddedWorld

Obwohl die Embedded World „ante Portas“ steht, veranstaltete STMicroelectronics ein umfangreiches Online-Event. Neben komplett neuen Chiparchitekturen gaben die Franco-Italiener auch einige Hintergrundinformationen zum Besten.

Xavier Baraton begann seinen Vortrag mit einer umfangreichen Selbst-Beweihräucherung, die – Analogien zur bei Dallas Maxim immer gerne erzählten Geschichte von der Die Bank – sich um die diversen Investitionen in die Fertigungs-Kapazität drehten. Sinn davon war – offensichtlich – das Vergessen-machen der – durchaus schmerzhaften – Shortages.

(Bildquelle alle: STMicroelectronics, via Autor)

In einem dazugehörenden Hintergrund-Call präsentierte man dann auch die folgende Grafik mit Informationen zur Verteilung der Kunden.

8-Bitter-Killer im Fokus.

Der STM32C0 hat uns in der Vergangenheit schon umfangreich beschäftigt. Auf dem Call sprach Takasi Kimura von ST Tokyo über die Applikationen des neuen Controllers. Als erstes betonte man dabei, dass auch die kleinsten Gehäuse-Varianten bis zu 120° aushalten und so „robust“ im Industrieeinsatz sind.
Außerdem sprach man mehrfach von den Vorteilen von der hauseigenen Code-Generation-Umgebung Cube, die den Umstieg erleichtern soll.
Sehr interessant ist nach Ansicht des Autors außerdem das „neue“ Evaluations-Board STM32C0116-DK, das – siehe auch Abbildung – als Umstiegsweg vom 8-Bitter vorgesehen ist.

Besonders innovativ ist dabei der zweite Chip-Träger, der ein mit häufigen 8 Bittern „kompatibles“ Footprint aufweisen soll.
Zu guter Letzt noch die Overviewfolie aus dem Hintergrund-Call.

STM32MP13 – weniger als vier Dollar, sehr leistungsfähige neue MPU.

Auch bei der Vorstellung der neuen, bis zu 1 GHz schnellen MPU wurde betont, dass das System bis zu 120° Kerntemperatur aushält und somit für industrielle Anwendungen optimal geeignet ist.
Als „zweite Neuerung“ betonte man, dass die STM32MP13-MPU – erstmals – eine open ST Linux-Erweiterung namens Linux-RT unterstützen wird. ST verspricht explizit „near real time“, was für industrielle Anwendungen ausreichen sollte.

Wirklich neu ist, dass der STM32MP13 fortan auch Azure RTOS unterstützt – die klassische Programmierung der gewöhnlichen STM32-Kerne sollten sich in den „Bare Metal-Projekten“ auch in den MP1-Varianten umsetzen lassen.
Als Alleinstellungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz betont STM unter Anderem geringeren Energieverbrauch und einfacheres Platinendesign. Auch hierzu gab es im Hintergrundcall mehr Informationen.

Angemerkt sei ausserdem, dass der MP13 bereits in voller Produktion ist. Im Bereich der Energieverwaltung ist er mit dem hauseigenen Power Manager PMIC1 kompatibel.

STM32H5 – hoch leistungsfähiger Cortex-M33 mit I3C-Interface

ST stellt eine neue Chip Familie vor, die – im Rahmen der Ankündigung – mit einem Coremark-Wert von 1023 beworben wurde.

Freunde neuartiger Interfaces erfreuen sich außerdem daran, dass es sich hierbei um den – wahrscheinlich ersten – STM32 handelt, der den Nachfolger des I2C-Busses unterstützt – in der Ankündigung sprach man explizit von einem I3C-Interface.

Natürlich gilt auch hier, dass der Chip in einer 120°-Variante angebunden wird, die für die industrielle Anwendung vorgesehen ist. Außerdem sprach man davon, dass die Debugger-Schnittstelle des neuen Chips flexibler aufgebaut ist und sich im Feld „kryptographisch sicher“ öffnen lässt.

STM32WBA – Bluetooth LE 5.3-Funkmodul.

Die Crawl-Walk-Run (Zitat Vortragender)-Operation in der Sache „SGS Thomson versus Funkmodul“ setzt sich fort. Der neue STM32WBA soll laut der Ankündigung 10 DBM maximale Ausgangsleistung erreichen.
Interessant ist außerdem, dass man im Rahmen der Ankündigung darauf hinweist, dass andere Funktechnologien in nicht allzu langer Zeit nachgerüstet werden sollen.

Ganz analog zum „Kampf“ im Bereich der Smartphones gilt, dass es sich beim STM32WBA – erstmals – um einen „Unicore“-Funk Chip handelt, der nur noch einen Kern einsetzt.

Neben einfacherer Entwicklungsarbeit sprach man davon, dass nun unterm Strich mehr Leistung zur Verfügung stehen sollte. Der vom STM32U5 abgeleitete Chip soll genug Leistung bringen, um „grundlegende“ ML-Aufgaben wie Anomalie-Erkennung lokal durchführen zu können.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass man im Background-Talk explizit mehrfach die „Vorteile“ von Cube erwähnte – durch die Nutzung von Cube sollen Nutzer der „Klassischen“ STM32-Mikrocontroller den Gutteil des Codes direkt auf die neuen Funkmodule übernehmen können. Aus der Logik folgt, dass dies zu „höherer Effizienz“ führen sollte.

Cube: Matter-Paket verfügbar.

Nutzer von Cube dürfen sich außerdem an einem „neuen“ Paket erfreuen.

Vereinfachte STM32 Developer Zone.

Tilen Mayele durfte Aktualisierungen im Bereich des hauseigenen Entwickler-Portals anbieten. Neben Unterstützung für die MP-Plattform möchte ST die angebotenen Ressourcen an den Bedürfnissen eines „nach Informationen suchenden“ Entwickler suchen – der Hintergedanke ist, dass man so schnell einen Überblick aller Komponenten bedeutet, die man für eine Aufgabe benötigt.

Im Rahmen seiner Vorstellung erwähnte er außerdem das Verfügbar-werden einer offiziellen Visual Studio Code-Erweiterung, die die STM32-Entwicklung in VSC möglich machen soll. FreeRTOS-Anhänger sollen außerdem bald ein FreeRTOS-Paket für den U5 erhalten.
Meyerle erwähnte als Antwort auf eine Frage später explizit, dass die Visual Studio Code-Erweiterung keine „Deprecation“ der klassischen Cube IDE darstellt – die Cube IDE bleibt nach wie vor die bevorzugte Auswahl.
Außerdem erwähnte man im Rahmen des „AI-Pushes“, dass eine an die Nokia RDP erinnernde Boardfarm zur Verfügung gestellt werden soll, die das „En Vivant“-Ausprobieren verschiedener STM32-Solutions erleichtern soll.

Neuer STLink mit SMU-Funktion um unter 200USD

Genaue Messungen des Stromverbrauchs von Microcontroller-Systemen sind ein haariger Job. STMicroelectronics bietet mit dem STLink-V3-Power eine Variante des STLink an, die bis zu 2A an Energie liefert und 2% Messgenauigkeit in einem weiten Messbereich bietet.

Allgemein gilt übrigens, dass Entwickler die Angebote durchaus bereitwillig annehmen.

Wir mögen TouchX nicht.

Microsofts Übernahme von Graupner könnte für ST nicht zu einer schlechteren Zeit kommen – wenige Monate später entschied man sich, mit Microsoft im Bereich ThreadX zusammenzuarbeiten.
Interessant ist seither immer wieder fragen, ob und wie STMicroelectronics GUIX unterstützen würde. Nun gab es – siehe Abbildung – erstmals eine mehr oder weniger offizielle Aussage zum Thema.

Wo sind die N-Chips?

Auf dem vor einem Jahr abgehaltenen Capital Market Day versprach STMicroelectronics auch, mit NPU-Beschleunigern ausgestattete Chips. Nach einer expliziten Frage sprach man davon, dass man sich im Hause STMicroelectronics „etwas Pulver trocken halten“ wollte und in baldiger Zukunft mehr Informationen zu dieser Produktfamilie liefern wollen würde.

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Software-Updates: Espressif, Ambian, Embeetle, IBF und Co.

Embedded-Software ist aus dem Leben des Elektronikers nicht mehr wegzudenken. Diverse Unternehmen bieten wichtige Updates an – Adafruit unterstützt in CircuitPython animierte GIFs, während IBF Target 3001 um neue Importfunktionen ergänzt. Embeetle bekommt einen Debugger – was es sonst neues gibt, verrät der News-Roundup.

Embeetle – Version 0.8.7 mit Debugger erschienen

Die „Cross-Plattform-IDE“ Embeetle entwickelt sich langsam, aber stetig weiter. Das von Matic Kukovec, Kristof Mulier und Johan Cockx entwickelte und streng makefilegetriebene System bringt ab Sofort Unterstützung für ein dunkles Theme und einen Debugger mit.

(Bildquelle: Kristof Mulier, persönlich an Autor)

Außerdem verspricht das Entwicklerteam „diverse“ kleinere Erweiterungen in der Benutzerschnittstelle, die unterm Strich zu einer besseren Lebensqualität des Entwicklers führen.

(Bildquelle: Kristof Mulier, persönlich an Autor)

Wer das Produkt selbst ausprobieren möchte, findet unter https://embeetle.com/#embeetle-ide/download Binärdateien für Linux und Windows.

Target 3001: Preview-Prozess für V 32 beginnt.

IBF testet neue Funktionen Live: als „Preview“ lancierte Features stehen dann immer nur so lange zur Verfügung, bis die „nachfolgende“ Version verfügbar wird.
Seit einigen Tagen erscheinen im unter https://www.ibfriedrich.com/target/deutsch/logbuch.txt bereitstehenden Target 3001-Logbuch die ersten Funktionen für V32:

1
20230224: 31.8.0.37: Erste Version des Protel/Altium ASCIIImports *.PcbDoc im PlatinenMenü „Aktionen“ (Preview V32)

2
20230220: 31.8.0.31: QRCode erzeugen und einfügen im Menü „Aktionen“ (Preview V32)

3
20230126: 31.8.0.22: Pick&PlaceListe zum Bestücken kann als ExcelDatei ausgegeben werden (Preview V32)

4
20221227: 31.7.0.68: Punkt „Modul gegen Verschieben sperren“ im Menü „Module“ eingefügt (Preview V32)

5
20221024: 31.6.0.65: DRC: Einzelne Elemente im Kupfer können von der Abstandsprüfung (Spacing) ausgeschlossen werden (Preview V32)

Interessant ist außerdem, dass IBF – endlich – den Fehler behoben hat, der „klassische“ Excel-Dateien in OpenOffice bzw. LibreOffice nicht ladbar machte – ein Problem, das insbesondere mit Fertigern in Fernost Probleme verursachte:

1
20230126: 31.8.0.22: Erzeugte ExcelDateien können auch von LibreOffice / OpenOffice geöffnet werden (Windows 10+)

Rust am ESP32: Roadmap veröffentlicht.

Rust erfreut sich immer größerer Bekanntheit. Espressif hält sich seit einiger Zeit ein „Design-Team“, das auf die Arbeit mit Rust optimiert ist – bisher galt allerdings, dass nur ein vergleichsweise kleiner Teil des ESP 32-Chip-Portfolios zur Ausführung von Rust-Code befähigt war.
Espressifs Rust-„Head Honcho“ Scott Mabin hat unter der URL https://mabez.dev/blog/posts/esp-rust-24-02-2023/ nun eine Roadmap veröffentlicht, in der er über die Zukunft der Rust-Unterstützung berichtet.
Die mit Abstand wichtigste Ankündigung ist, dass Mabin in nicht allzu ferner Zeit Unterstützung für die diversen neuen SOCs verspricht:

1
For both approaches, we will be adding support for the newly released ESP32C6, as well as preparing support for the ESP32H2 and ESP32P4 once they are officially released. Support for the ESP32C6 is in progress for no_std, and for STD, ESP32C6 support will be added with the release of espidf v5.1 (expected in May).

Interessant ist in diesem Zusammenhang außerdem, dass die kampfwertgesteigerte RISC-V-Version des ULP-Energiesparprozessors in Zukunft ebenfalls zur Ausführung von Rust-Code befähigt sein soll. Ob der vergleichsweise geringen Leistungsfähigkeit wird hier allerdings auf die esp_hal-Variante gesetzt – für die Ausführung der Standard-Bibliotheksversion von Rust stehen in der ULP-Zelle zu wenig Systemressourcen zur Verfügung.
Zu guter letzt möchte man nun mehr Varianten der Peripherie-Treiber anbieten, die die async-Funktion unterstützen. Bisher setzte man laut eigenen Aussagen vor allem auf „synchrone“ Implementierungen, auch aus dem Grund, weil diese im Backend weniger Unterstützungsinfrastruktur voraussetzen.

CircuitPython 8.1.0 – jetzt mit animierten GIFs.

Limor Frieds Mannen leisten sich seit längerer Zeit mit CircuitPython einen Port von MicroPython, der – Microsofts Strategie des Embrace and Extend lässt aus der Ferne grüßen – naturgemäß „besonders“ auf das hauseigene Ökosystem optimiert ist.
Mit der Version 8.1.0 Beta 0 des Produkts arbeitet man nun an einer Variante, die in Form einer Beta angeboten wurde. Besonders interessant ist die Möglichkeit, fortan auch mit animierten GIFs zu arbeiten. Was es sonst Neues gibt, zeigt der folgende Changelog:

1
Notable changes to 8.1.0 since 8.0.0

2
Add animated GIF support: gifio.OnDiskGif.

3
Add safemode.py, for programmatic handling of safe mode.

4
Add 7color eink display support.

5
Allow setting pystack size in settings.toml.

6
Add dither support to Palette.

7
Support array.extend(iterable).

8

9
via https://blog.adafruit.com/2023/02/28/circuitpython-8-1-0-beta-0-released/

Armbian 23.02-jetzt mit 6.1er-Kernel.

Das Armbian-Entwicklerteam bietet Linux-Distributionen für Nicht-Raspberry Pi-Prozessrechner an, und hat sich im Laufe der letzten Jahre als Quasistandard für diese Systeme etabliert. Die neue Version versucht, nach Maßgabe der Möglichkeiten auf Kernel 6.1 zu setzen:

1
 It features a new LTS kernel based on Linux 6.1.y (where possible), with builds around Bullseye and Jammy, as well as, introduces Debian Bookworm and Ubuntu Lunar for developers. Armbian OS remains one of the most popular OSs on the new Rockchip RK3588 platform, featuring official support for Radxa Rock 5 and Orange Pi 5.

Die im Hintergrund erfolgenden „Adaptierungen“ am Armbian-Buildsystem sind derweil ebenfalls auf einem guten Weg. Das Entwicklerteam geht davon aus, im nächsten Build schon auf das neue Buildsystem setzen zu können:

1
Development, which took over two years to complete, brings significant improvements on all levels. This will be the last release before we switch to the new build framework, which has been completely rewritten. The new build framework has an advanced but simpletouse logging system and we no longer use external compilers and the caching system has been reworked to maximize space and computing resources. Compilation works on all architectures and operating systems, including now officially supporting WSL2. The future is today!

Übrigens findet sich unter der URL https://www.youtube.com/watch?v=DzzDzQ3hCdI ein zehnminütiges Video, das verschiedenste Updates aus der Armbian-Welt zusammenfasst.

Omicron Labs: Power Symposion-Anmeldung ist offen.

Omicron Labs – das österreichische Unternehmen ist für allem für den hauseigenen Vektor-Netzwerk- bzw. Impendanz-Analysator Bode 100 bekannt hat die Anmeldung für das hauseigene Power Electronics-Symposion nun eröffnet. Wie in den letzten Jahren ist das Event auch dieses Mal komplett kostenlos, und wird digital übertragen – die Anmeldeseite befindet sich unter https://www.omicron-lab.com/training-events/detail/news/12th-power-analysis-design-symposium-2023-virtual#.

(Bildquelle: Omicron Labs)

Wer – wie der Newsautor – auf der Embedded World ist, kann sich übrigens trotzdem anmelden – die Streams werden aufgenommen und stehen nachher zur Verfügung.

Adafruit: SeeSaw OS als programmierbarer GPIO-Extender

Als die Mannen um frederico musto den Arduino Yun und seine gezeigte Architektur des kombinatorischen Prozessrechners erstmals in Breite populär gemacht haben, wurde – in Retrospektive – Geschichte der Informatik geschrieben.

Bildquelle: https://docs.arduino.cc/retired/getting-started-guides/ArduinoYun.

Mit SeeSaw OS bietet Adafruit nun eine dedizierte Software-Komponente an, die einen per I2C ansprechbaren Mikrocontroller in einen Software-programmierbaren GPIO-Extender umwandelt.
Mit dem Attiny1616 (siehe https://www.adafruit.com/product/5690) bietet man auch ein „dediziertes“ Break-Out-Board an, dass zum Zeitpunkt der Drucklegung die folgenden Interfaces exponiert:

1
For example, using this breakout with the preburned seesaw firmware gives you

2
12 x GPIO with selectable pullup resistors: 05, 6, 8, 11, 14, 15, 16

3
9 x 10bit ADC inputs pins 0, 1, 2, 3, 4, 5, 14, 15, 16

4
5 x 8bit PWM outputs  pins 0, 1, 7, 11, 16

5
1 x NeoPixel output (up to 250 pixels)

6
1 x EEPROM with 127 byte of NVM memory (handy for storing small access tokens or MAC addresses) last byte of EEPROM is used for I2C address selection

7
1 x Interrupt output that can be triggered by any of the accessories pin 6

8
2 x I2C address selection pins pins 12 and 13

9
1 x Activity LED on pin 10, tied active low

Ob des Einzel-Stückpreises von rund fünf US-Dollar vor Versand gilt, dass die Planare für verschiedene GPIO-Aufgaben gut geeignet sein kann.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Read More

Arduino Giga R1 Wifi: Arduino Due auf Speed

Der Trend im Bereich der Arduino-Weiterentwicklung geht in Richtung „klein“ – die Module werden immer kompakter. Mit dem Giga R1 WiFi geht Arduino nun in die Gegenrichtung, und bietet ein am Due-Formfaktor angelehntes Board mit insgesamt 76 GPIO-Pins an.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2023/03/01/step-up-your-game-with-giga-r1-wifi/

Waren ursprünglich Arduinos vor allem auf die Messung und Beeinflussung von physikalischen Größen optimiert, so „wandelt“ sich die Arduino SRL spätestens seit dem Arduino-Bürgerkrieg mehr und mehr in Richtung eines „Full Service-Anbieters“, der neben der eigentlichen Planare auch verschiedenste Cloud Services anbietet. Damit einher ging allerdings eine „Verkleinerung“ der angebotenen Boards einher.

Neuer Mikroprozessor für höhere Rechenleistung.

Beim Giga R1 WiFi ließ sich die Arduino-Entwicklerschaft in vielerlei Stellen vom größeren Portenta H7 inspirieren – als Hauptprozessor kommt ein zweikerniger STM32H747XI aus dem Hause STMicroelectronics zur Verfügung, der einen mit 480 MHz laufenden Cortex-M7-Kern und einen mit 240 MHz laufenden Cortex-M4-Kern mitbringt. Die Architektur ist – analog zum Portenta F7 – zur Ausführung von in Tiny ML gehaltenen Machine-Learning-Aufgaben befähigt.
Für die drahtlose Kommunikation steht ein aus dem Hause Murata kommendes Funkmodul zur Verfügung: Das LBEE5KL1DX-883 unterstützt dabei sowohl die Kommunikation per WLAN als auch per Bluetooth. Das Secure Element, das bei manchen Cloud-Providern „gern gesehen ist“, ist ein ATECC608A aus dem Hause MicroChip.

Mehr GPIO-Pins erforderlich!

Eines der wichtigsten Verkaufsargumente für den Arduino Due war sein sehr breites Port-Komplement – er bot 54 digitale Pins an, außerdem gab es diverse andere Peripheriegeräte. Mit dem Giga R1 legt die Arduino nach – nun gibt es 76 Digital-GPIO-Ports. Im Bereich der UArts stehen nun vier zur Verfügung, drei I2C-Busse, zwei SPI-Tranceiver und ein FDCAN-Port runden das Komplement der hardwarebeschleunigten Busse ab.

Bildquelle: Arduino, via https://store.arduino.cc/products/giga-r1-wifi

Wichtig ist, dass der Arduino – siehe hierzu auch die Abbildung, die einen Screenshot der offiziellen FAQs darstellt – keine integrierte Antenne mitbringt. Wer die WLAN- oder sonstige Kommunikationsmöglichkeiten nutzen möchte, muss eine Antenne mit einem U.Fl-Stecker vorfinden – immerhin legt Arduino eine bei.

Bildquelle: Arduino, via https://store.arduino.cc/products/giga-r1-wifi

Mehrwert-Stecker, mit teilweise eingeschränkter Funktionalität.

Zwecks besserer Integration in das von der Arduino SRL angebotene Zubehör-Ökosystemen wird die Platine außerdem mit einer Gruppe dedizierter Stecker angeboten:

1
USBA connector suitable for hosting USB sticks, other mass storage devices and HID devices such as keyboard or mouse.

2
3.5mm inputoutput jack connected to DAC0, DAC1 and A7.

3
USBC® to power and program the board, as well as simulate an HID device such as mouse or keyboard.

4
Jtag connector, 2x5 1.27mm.

5
20 pin Arducam camera connector.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass der USB C-Port stark Funktionseingeschränkt ist:

1
The GIGA R1 WiFi uses the USBC® to power and program the board, as well as simulate an HID device such as mouse or keyboard. In the case of the Portenta H7, the USBC® can also be used as DisplayPort out, USB Hub or to deliver power to OTG connected devices.

Außerdem ist wichtig, dass es um die Kompatibilität nicht uneingeschränkt gut bestimmt ist. Mechanisch lassen sich Shields von anderen Systemen weiterverwenden, in der Praxis gibt es aber – beispielsweise die Signalspannung von nur 3,3 V – technische Querelen, die in einer durchaus umfangreichen FAQ zusammengefasst sind (siehe Abbildung).

Bildquelle: Arduino.

Flexiblere Energieversorgung.

In den diversen Ankündigungen betont die Arduino-Gruppe, dass das System nun mit einem „weiteren“ Spannungsbereich von 6V bis 24V auskommen kann.
Interessanter ist nach Ansicht des Autors aber die Verfügbarkeit eines RTC-Moduls, dessen Spannungsversorgung nun außerdem durch einen „dedizierten“ Pin zugänglich ist. Auf diese Art und Weise ist es wesentlich einfacher, die „Stromversorgung“ des Echtzeit-Elements sicherzustellen.

Mehr erfahren.

Die Platine ist zum Zeitpunkt der Drucklegung bereits käuflich erhältlich – unter der URL https://store.arduino.cc/products/giga-r1-wifi findet sich der bekannte Webshop, wo das Boot um rund 70 Euro den Besitzer wechselt. Angemerkt sei außerdem, dass das (mit Altium entworfene) Board-Design unter https://docs.arduino.cc/resources/schematics/ABX00063-schematics.pdf. zur Verfügung steht – das PDF zeigt, wie die verschiedenen Komponenten zusammenpassen und taugt auch als Basis für eigene Experimente mit dem STM-Chip.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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