KiCAD 8 verfügbar

Nach einjähriger Entwicklungsphase steht eine neue Version des quelloffenen PCB-Layoutprogramms zur Verfügung. Dieser Artikel versucht einen Überblick der diversen Neuerungen zu geben.

Zu Allererst sei angemerkt, dass das KiCAD-Team die im Rahmen der Ankündigung von KiCAD 7 vermeldete Beschleunigung der Update-Kadenz auch in Zukunft durchzuhalten gedenkt. Im Rahmen der Ankündigung findet sich folgende Meldung, die – unter anderem – auf die sofortige Abkündigung von Updates für die Vorgängerversion 7.0 hinweist:

1
In accordance with the KiCad stable release policy, KiCad 7.x will no longer be actively maintained, and we will release bug fix versions of KiCad 8.x over the next year as we develop new features for KiCad 9. Read on to see some of the highlights of the new version!

2
via https://www.kicad.org/blog/2024/02/Version-8.0.0-Released/

Hervorzuheben ist außerdem, dass KiCAD-Releases prinzipiell „Breaking“ sind. Das bedeutet, dass KiCAD 8 zwar zum Laden von KiCAD 7-Dateien befähigt ist. Mit KiCAD 8 gespeicherte Dateien lassen sich in KiCAD 7 allerdings nicht mehr laden. Dies muss unbedingt beachtet werden, bevor „praktische Experimente“ mit dem Produkt erfolgen.

Erweiterte Import-Funktionalität

Die Notwendigkeit, „vorhandene“ Designs entweder wegzuwerfen oder einem kompletten Redesign zu unterziehen, erweist sich in der Praxis oft als schärfste Hürde beim Umstieg auf ein anderes PCB-Layoutsystem.
Die KiCAD-Entwicklerschaft ist sich dieses Problems durchaus bewusst; Version 8.0 erweitert das quelloffenes System um Unterstützung für die folgenden Dateiformate:

1
EasyEDA (JLCEDA) Standard and Pro editions (Alex Shvartzkop)

2
CADSTAR symbol and footprint libraries (Roberto Fernandez Bautista)

3
Solidworks PCB board files (Jon Evans)

4
Altium Designer symbol and integrated libraries (Alex Shvartzkop)

5
EAGLE symbol libraries (Alex Shvartzkop)

6
LTSpice schematics (Chetan Shinde, Jeff Young, Alex Shvartzkop).

Integration in fremde Workflows.

Obwohl das KiCAD-Entwicklerteam seit längerer Zeit daran arbeitet, die Bruchlinie zwischen Schaltungserfassung und PCB-Editor zu minimieren, gilt nach wie vor, dass es sich dabei im Grunde genommen um „zwei unterschiedliche“ Programme handelt.
Mit Version 8.0 ergreift das Entwicklerteam diese Gelegenheit am Schopf. So ist es fortan erlaubt, die in KiCAD erfassten Schaltpläne im Cadence Allegro-Format auszugeben.
In der Ankündigung dieses Features empfehlen die Entwickler sogar offiziell die „Kombination“ aus KiCAD für die Schaltungs-Erfassung und Allegro für das eigentliche Layout kritischer Printplatten:

1
, the schematic editor now supports exporting netlists in Cadence Allegro format (Youbao Zhang, David Schneider), supporting Allegro users who want to use KiCad as a schematic capture tool.

Eine weitere Erweiterung, die als Ecosystem-Play zu verstehen ist, ist die CLI. Seit KiCAD 7.0 ist das EDA-Werkzeug zur Entgegennahme von Befehlen auf Kommandozeilenebene befähigt – die achte Version erweitert das CLI-Tool um die folgenden Funktionen:

1
DRC and ERC can be run from the CLI, and reports can be generated in a machinereadable format (JSON) for use in CI pipelines and other similar applications

2
Bills of Material (BOMs) can be exported from the CLI

3
glTF and VRML 3D models can be exported from the CLI

4
The order of layers can be controlled in multilayer board plots

5
The drawing sheet can be overridden when plotting from the command line

6
Text variables can be overridden in the command line (for example, to customize the value of a text variable as part of a CI pipeline)

7
A number of existing options gained new control flags and several bugs were fixed

Verbesserte grafisch Darstellung

In Zeiten der TikTok-Generation gilt, dass auch Schaltbilder „attraktiv“ aussehen müssen. Gegen KiCad sprach in der Vergangenheit unter anderem die Art der „Anzeige“ des ersten Pins im Komponenten-Footprint. Das Entwicklerteam orientierte sich dabei am (missratenen) Industriestandard IPC-7351C, der sich außerhalb des universitären Elfenbeinturms niemals wirklich durchsetzen konnte. In der neuen Version setzt man stattdessen, wie in der Abbildung gezeigt, auf ein hauseigenes Design.

Bildquelle: https://www.kicad.org/blog/2024/02/Version-8.0.0-Released/

Neu ist außerdem die Möglichkeit, in Schaltbildern in den Formaten DXF und SVD vorliegende Vektor-Grafiken einzubinden. Auf diese Art und Weise lassen sich Schaltbilder, wie in der Abbildung gezeigt, reichhaltiger illustrieren.

Bildquelle: https://www.kicad.org/blog/2024/02/Version-8.0.0-Released/

Apropos Pin eins: Das „Vorfinden“ schlüsselfertiger bzw. einsatzbereiter Bauteilgootprints in der Datenbank ist eine der angenehmsten Erfahrungen in der Welt der EDA-Software.
KiCAD kann in diesem Bereich auf „beeindruckende“ Milestones zurückblicken: Erstens haben einige Unternehmen wie Würth angekündigt, dass quelloffene Produkt fortan in ihren „offiziellen“ Bauteil-Releases bei der Generierung der Footprints zu berücksichtigen.
Außerdem gab es im Bereich der Bibliothek-Maintainer, wie folgendermaßen verlautbart, ebenfalls Zuwachs:

1
2023 was a big year for the KiCad library team. With the help of 8 new librarians joining the effort, the library gained over 1500 new symbols and 760 footprints, and had thousands of updates to fix or improve existing parts. The team processed over 1700 merge requests, about 25% of which were done in the last month alone!

Steigerung der Bequemlichkeit.

Die Zeit als EDA-Aufgaben unter Nutzung „komplexer“ Systeme wie dem in der Abbildung gezeigten Aesthedes erfolgten, ist lange vorbei: Heute erwartet der P. T. Nutzer auch eine bequeme Benutzerführung.

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Aesthedes#/media/File:Aesthedes_2_at_the_HomeComputerMuseum.jpg

Die erste Verbesserung betrifft die Möglichkeit, bereits platzierte „Footprints“ samt den mit ihnen verbundenen Leitungen am Bildschirm zu verschieben. Bisher war dies nur mit einzelnen Pins möglich – nun bewegt KiCAD auf Zuruf gleich eine ganze Gruppe.
Außerdem gibt es für HF-Designer wichtige Erweiterungen. Erstens lassen sich die verschiedenen Mäander nun auch nach der erstmaligen Platzierung modifizieren, zweitens ist es möglich, beliebige Bitmaps direkt als Kupfer-Track umzusetzen. Diese Funktion ist beispielsweise dann hilfreich, wenn – wie in der Abbildung gezeigt – ein mit einem anderen Modellierungs-Programm erzeugtes Stück Geometrie auf der Platine erforderlich ist.

Bildquelle: KiCAD-Ankündigung.

Eine weitere – eher kleine – Erweiterung betrifft das Grid-System: Fortan ist es wie in der Abbildung gezeigt erlaubt, mehrere Grids gleichzeitig aktiv zu halten. Designer können auf diese Art und Weise unterschiedliche Elemente mit den jeweils best-geeigneten Grid auf die Planare bringen.

Bildquelle: KiCAD-Ankündigung.

Außerdem gibt es Verbesserungen im Hintergrund: Der für das Exportieren einer Bill of Materials jetzt verantwortliche Assistent nimmt nun beispielsweise „Schemata“ auf, was das Festlegen eines „hauseigenen“ Exportformat im KiCAD-Benutzerinterface erleichtert.

Neue Funktionen in der Simulationsengine.

KiCAD bietet seit längerer Zeit ein auf Basis des ngspice-Projekts (siehe https://ngspice.sourceforge.io/) aufgebautes Simulations-Werkzeug an. Neu ist, dass das Produkt nun auch die folgenden vier Simulationstypen unterstützt:

1
The changes are not just to the user interface, though: there are four new simulation types that can be configured (polezero, noise, Sparameter, and FFT). Custom signals can be defined, meaning plots can be added for expressions such as V(/in) V(/out), making it possible to visualize many more outputs of a simulation from within KiCad

Insbesondere für mit Analogelektronik nur wenig erfahrene Personen ist auch das in der Abbildung gezeigte Feature interessant: Auf Zuruf zeigt KiCAD nun die Arbeitspunkte der in der Schaltung befindlichen Bauelemente.

Bildquelle: KiCAD-Ankündigung.

Mehr erfahren.

KiCAD-Anwender, die einen „detaillierten“ Überblick der Neuerungen begehen, sollten das unter https://www.youtube.com/watch?v=SnEL6TOusoQ bereitstehende Video ansehen. Detailinformationen zu den Modifikationen finden sich derweil in der unter https://gitlab.com/groups/kicad/-/milestones/19#tab-issues bereitstehenden GitLab-Issueverwaltung.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Read More

Microchip CLB – Messung des Propagationsdelays und Ausblick

Die ersten Experimente mit dem PIC16F13145 und seiner CLB-Funktionseinheit haben die „Struktur des Codes“ und die Bedienung des Synthesesystems demonstriert. Nun ist es an der Zeit, die CLB en Vivant vorzuführen.

Rekapitulation.

Der unter Beitrag „Microchip CLB – erste Versuche zur „FPGA-Zelle“ im Achtbitter“ bereitstehende erste Teil der Analyse führte die „softwareseitigen“ Aspekte der CLB vor: Eine Art Mini-FPGA, die direkt auf die modernen 8 Bit-PICs wie beispielsweise dem PIC16F13145A aufgepfropft ist.

Bildquelle: Microchip

Spezifischerweise hatten wir uns für das Inverter-Design entschieden: Es ergreift einen Eingangs-Pin bzw. das ihm anliegende Signal und leitet es zum Ausgang weiter.

Bildquelle: Autor

Praktische Inbetriebnahme.

Aufgrund der erwähnten und etwas haarigen Verfügbarkeit der Chips musste der Autor auf ein Sample zurückgreifen, dass er – wie in der Abbildung gezeigt – mit einem SMD-Adapter und einem Interface für das PicKit4 ausstattete. Erfreulicherweise sind auch „ältere“ PicKits zu Kombination mit dem 16F13145 befähigt – Microchip widersteht der Versuchung, seine Entwicklerschaft zum Upgraden zu zwingen.

Bildquelle: Autor.

Im nächsten Schritt bot sich das Aufbauen einer Messschaltung an. Der Danaher-AWG erregte das Gesamtsystem und diente auch als Triggersignal für den DSO. Das Ausgabesignal der FPGA-Zelle erscheint dann als Kanal eins am DSO.

Synchronisation und Bekämpfung von Glitches.

In der Theorie arbeitet der CLB „alleinstehend“ und vom Rest des Kerns unabhängig. In der Praxis bietet sich allerdings die Betrachtung der in der Abbildung gezeigten Option an, die eine „Synchronisation“ zwischen dem CLB-Block und dem Rest des Mikrocontrollers ermöglicht.

Bildquelle: Autor.

Fürs erste wollen wir diese Option aktiviert lassen, und den Rechen-Kern über den HFINTOSC-Oszillator mit einem Arbeitstakt von 1MHz versorgen. Aus der in der PIC-Architektur immanenten Teilung der Instruktionstaktrate durch den Faktor vier ergibt dies eine Arbeitsgeschwindigkeit von 250KHz.
Am Oszilloskop lässt sich das „Propagations-Delay“ des in der CLB lebenden Inverters dann wie in der Abbildung ermitteln.

Bildquelle: Autor.

Als nächster Versuch bietet sich eine Beschleunigung des Takts auf 32 MHz an. Erwartungsgemäß führt dies bei „synchronisiertem“ Eingang – wie in der Abbildung gezeigt – zu einer wesentlichen Beschleunigung der Reaktionszeit, die das zu der Beaufsichtigung verwendete LeCroy-Digitalspeicheroszilloskop fast an die Grenzen bringt (die Aktivierung der Kanal-Merging wurde hier aus Bequemlichkeitsgründen unterlassen, weil es eine Umsiedelung der Phaenomene auf CH2 und CH3 erfordert).

Bildquelle: Autor.

Als „Nächstes“ bietet sich eine abermalige Verlangsamung des Oszillator-Takts auf 1 MHz an, die Checkbox wird nun aber deaktiviert. Angemerkt sei, dass MCC auf das deaktiviert-sein immer mit Ausgabe einer Warnmeldung mit Bezug auf Metastabilität reagiert – es würde Microchip gut anstehen, hier eine Option zum „Stopfen des Maules“ unterzubringen.
In diesem Betriebsmodus „verbessert“ sich die Stabilität der Wellenform dann, wie in der Abbildung gezeigt, noch mehr.

Bildquelle: Autor.

Fortgeschrittene Anwendungsmöglichkeiten der CLB.

Zur „Dokumentation weiterer Einsatzmöglichkeiten sei im ersten Schritt abermals auf den CLB Synthesizer verwiesen. Er enthält unter anderem auch das in der Abbildung gezeigte Beispiel, das eine softwaregesteuerte MUX realisiert.

Bildquelle: Autor.

Hervorzuheben ist hier, dass sowohl die Eingänge als auch die Ausgänge der in der CLB lebenden Gatter-Schaltung nicht unbedingt mit realen ein- oder Ausgängen verbunden sein müssen. Wie hier durch demonstriert, ist es legitim, „die beiden Steuerregister“ als Quelle oder Senke zu benutzen. Ein lustiges Beispiel hierfür wäre die Realisierung eines Siebensegment-Decoders, der seinen „Eingang“ und/oder Ausgang aus Speicherregistern bezieht und so etwas Rechenzeit einzusparen hilft.
Apropos Siebensegment-Decoder: MicroChip ist sich der „Popularität“ dieser Aufgabe durchaus bewusst, und bietet unter https://github.com/microchip-pic-avr-examples/pic16f13145-7-segment-decoder-mplab-mcc zwei vollständig durchimplementierte Siebensegment-Decoder auf Basis der CLB an. Einer der beiden nutzt dabei die Eingabe in Logikgattern, während der andere eine der in den Engines ebenfalls implementierten Look Up-Tabels zur Erfüllung der Gefechtsaufgabe heranzieht.

Unter der URL https://mplab-discover.microchip.com/v2?dsl=CLB bietet Microchip dann – wie in der Abbildung gezeigt – „höherwertige“ Implementierungen an, die den CLB beispielsweise zur Ansteuerung von Neopixeln verwenden.

Bildquelle: Autor

Microchip CLB – Messung des Propagationsdelays und Ausblick.
Die ersten Experimente mit dem PIC16F13145 und seiner CLB-Funktionseinheit haben die „Struktur des Codes“ und die Bedienung des Synthesesystems demonstriert. Nun ist es an der Zeit, die CLB en Vivant vorzuführen.

Rekapitulation.

Der unter Beitrag „Microchip CLB – erste Versuche zur „FPGA-Zelle“ im Achtbitter“ bereitstehende erste Teil der Analyse führte die „softwareseitigen“ Aspekte der CLB vor: Eine Art Mini-FPGA, die direkt auf die modernen 8 Bit-PICs wie beispielsweise dem PIC16F13145A aufgepfropft ist.

Bildquelle: Microchip

Spezifischerweise hatten wir uns für das Inverter-Design entschieden: Es ergreift einen Eingangs-Pin bzw. das ihm anliegende Signal und leitet es zum Ausgang weiter.

Bildquelle: Autor

Praktische Inbetriebnahme.

Aufgrund der erwähnten und etwas haarigen Verfügbarkeit der Chips musste der Autor auf ein Sample zurückgreifen, dass er – wie in der Abbildung gezeigt – mit einem SMD-Adapter und einem Interface für das PicKit4 ausstattete. Erfreulicherweise sind auch „ältere“ PicKits zu Kombination mit dem 16F13145 befähigt – Microchip widersteht der Versuchung, seine Entwicklerschaft zum Upgraden zu zwingen.

Bild. 1
Bildquelle: Autor.

Im nächsten Schritt bot sich das Aufbauen einer Messschaltung an. Der Danaher-AWG erregte das Gesamtsystem und diente auch als Triggersignal für den DSO. Das Ausgabesignal der FPGA-Zelle erscheint dann als Kanal eins am DSO.

Synchronisation und Bekämpfung von Glitches.

In der Theorie arbeitet der CLB „alleinstehend“ und vom Rest des Kerns unabhängig. In der Praxis bietet sich allerdings die Betrachtung der in der Abbildung gezeigten Option an, die eine „Synchronisation“ zwischen dem CLB-Block und dem Rest des Mikrocontrollers ermöglicht.

Bild. 2
Bildquelle: Autor.

Fürs erste wollen wir diese Option aktiviert lassen, und den Rechen-Kern über den HFINTOSC-Oszillator mit einem Arbeitstakt von 1MHz versorgen. Aus der in der PIC-Architektur immanenten Teilung der Instruktionstaktrate durch den Faktor vier ergibt dies eine Arbeitsgeschwindigkeit von 250KHz.
Am Oszilloskop lässt sich das „Propagations-Delay“ des in der CLB lebenden Inverters dann wie in der Abbildung ermitteln.

Bild.
Bildquelle: Autor.

Als nächster Versuch bietet sich eine Beschleunigung des Takts auf 32 MHz an. Erwartungsgemäß führt dies bei „synchronisiertem“ Eingang – wie in der Abbildung gezeigt – zu einer wesentlichen Beschleunigung der Reaktionszeit, die das zu der Beaufsichtigung verwendete LeCroy-Digitalspeicheroszilloskop fast an die Grenzen bringt (die Aktivierung der Kanal-Merging wurde hier aus Bequemlichkeitsgründen unterlassen, weil es eine Umsiedelung der Phaenomene auf CH2 und CH3 erfordert).

Bild.
Bildquelle: Autor.

Als „Nächstes“ bietet sich eine abermalige Verlangsamung des Oszillator-Takts auf 1 MHz an, die Checkbox wird nun aber deaktiviert. Angemerkt sei, dass MCC auf das deaktiviert-sein immer mit Ausgabe einer Warnmeldung mit Bezug auf Metastabilität reagiert – es würde Microchip gut anstehen, hier eine Option zum „Stopfen des Maules“ unterzubringen.
In diesem Betriebsmodus „verbessert“ sich die Stabilität der Wellenform dann, wie in der Abbildung gezeigt, noch mehr.

Bild.
Bildquelle: Autor.

Fortgeschrittene Anwendungsmöglichkeiten der CLB.

Zur „Dokumentation weiterer Einsatzmöglichkeiten sei im ersten Schritt abermals auf den CLB Synthesizer verwiesen. Er enthält unter anderem auch das in der Abbildung gezeigte Beispiel, das eine softwaregesteuerte MUX realisiert.

Bild.
Bildquelle: Autor.

Hervorzuheben ist hier, dass sowohl die Eingänge als auch die Ausgänge der in der CLB lebenden Gatter-Schaltung nicht unbedingt mit realen ein- oder Ausgängen verbunden sein müssen. Wie hier durch demonstriert, ist es legitim, „die beiden Steuerregister“ als Quelle oder Senke zu benutzen. Ein lustiges Beispiel hierfür wäre die Realisierung eines Siebensegment-Decoders, der seinen „Eingang“ und/oder Ausgang aus Speicherregistern bezieht und so etwas Rechenzeit einzusparen hilft.
Apropos Siebensegment-Decoder: MicroChip ist sich der „Popularität“ dieser Aufgabe durchaus bewusst, und bietet unter https://github.com/microchip-pic-avr-examples/pic16f13145-7-segment-decoder-mplab-mcc zwei vollständig durchimplementierte Siebensegment-Decoder auf Basis der CLB an. Einer der beiden nutzt dabei die Eingabe in Logikgattern, während der andere eine der in den Engines ebenfalls implementierten Look Up-Tabels zur Erfüllung der Gefechtsaufgabe heranzieht.

Unter der URL https://mplab-discover.microchip.com/v2?dsl=CLB bietet Microchip dann – wie in der Abbildung gezeigt – „höherwertige“ Implementierungen an, die den CLB beispielsweise zur Ansteuerung von Neopixeln verwenden.

Bild. 7.png
Bildquelle: Autor

Zu guter letzt sei dann auch noch auf die unter https://onlinedocs.microchip.com/oxy/GUID-6054136A-5DF1-4573-908F-EDF0A7D9E067-en-US-1/GUID-A838B6F7-9A78-40D5-9E96-3404F3A6E032.html#GUID-A838B6F7-9A78-40D5-9E96-3404F3A6E032 bereitstehende online-Dokumentation des CLB Synthesizer hingewiesen. Die dortige Dokumentation beschreibt zwar „vor allem“ das Handling des für die Schaltungseingabe verantwortlichen Werkzeugs, liefert allerdings auch Hintergrundinformationen und Anwendungsbeispiele für all jene, die sich tiefer mit dieser FPGA-Zelle auseinandersetzen wollen.

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Zu guter letzt sei dann auch noch auf die unter https://onlinedocs.microchip.com/oxy/GUID-6054136A-5DF1-4573-908F-EDF0A7D9E067-en-US-1/GUID-A838B6F7-9A78-40D5-9E96-3404F3A6E032.html#GUID-A838B6F7-9A78-40D5-9E96-3404F3A6E032 bereitstehende online-Dokumentation des CLB Synthesizer hingewiesen. Die dortige Dokumentation beschreibt zwar „vor allem“ das Handling des für die Schaltungseingabe verantwortlichen Werkzeugs, liefert allerdings auch Hintergrundinformationen und Anwendungsbeispiele für all jene, die sich tiefer mit dieser FPGA-Zelle auseinandersetzen wollen.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Microchip CLB – erste Versuche zur „FPGA-Zelle“ im Achtbitter

Microchip erweitert das Achtbitter-Portfolio permanent um innovative Peripheriegeräte, die Entwicklern das Auslagern von Rechenaufgaben vom Kern an die Core Independent Peripherals erlauben. Mit dem PIC16F13145 steht eine logische Weiterentwicklung der CLC an – dieser Artikel wirft einen ersten Blick auf die als Configurable Logic Block bezeichnete Engine und vergleicht ihn mit der CLC.

Worum geht es hier

Mit der in der ersten Abbildung gezeigten CLC wagte Microchip den ersten Schritt in die Welt der „konfigurierbaren Logik“. Der blaue Block konnte dabei verschiedene Aufgaben übernehmen, die eine „Vermaschung“ der anliegenden Signale ohne Eingriff von Seiten des Rechenkerns erledigten.

Bildquelle: https://developerhelp.microchip.com/xwiki/bin/view/products/mcu-mpu/8bit-pic/peripherals/clc/

Ob der sehr rigiden Struktur war der Einsatzbereich des Moduls streng limitiert. Mit der CLB setzt Microchip stattdessen auf eine matrizierte Struktur, die – wie in der Abbildung gezeigt – bis zu 32 „flexible Funktionseinheiten“ zur Verfügung stellt.

Bildquelle: Microchip

Exkurs: Online-Bitstromgenerator

Microchip bietet unter der URL https://logic.microchip.com/clbsynthesizer/ ein im Browser lebendes Synthesewerkzeug an. Es ermöglicht die Generierung von Gatterschaltungen und ermöglicht auch ihre – teilweise – Verdrahtung mit Eingangs- und Ausgangssignalen.

Bildquelle: Autor

Über CLB Synthesizer → Save Design lässt sich eine .clb-Datei exportieren, die danach in verschiedenen anderen Werkzeugen ladbar ist. In der Praxis ist das System allerdings eher wenig nützlich, da die eigentliche Entwicklung in MPLAB erfolgt.

Erste Versuche und Beschaffung

Als der Autor die Arbeiten an diesem Artikel begann, waren die Bauteile nur als Samples bei Microchip verfügbar. Die Lieferung der drei PIC16F13145-I/SS erfolgte zollschonend aus Thailand mit einem Zwischenstop in Frankreich; im Moment ergibt eine OEMSecrets-Suche nach wie vor keine Lieferbarkeiten außerhalb von Microchip.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/PIC16F13145

Wie bei den Achtbittern üblich plant Microchip auch hier das Anbieten einer DIP-Variante. Im Datenblatt findet sich außerdem der hier tabellarisch
gezeigte Speisezettel.

Bildquelle: Microchip

Mit einem Adapter ist es problemlos möglich, eine primitive Entwicklungsplatine zu konstruieren. Wichtig ist vor Allem die Verwendung einer brandaktuellen Version von MPLab (hier 6.20), als Kommandogerät soll ein PicKit4 zum Einsatz kommen.
Nach dem erfolgreichen Abarbeiten des Projektgeneratorassistenten (man achte auf eine brandaktuelle Version von XC8) öffnen wir MCC und fügen in der Rubrik Device Resources das Modul CLB1 zum Projekt hinzu. Lohn der Mühen ist das Erscheinen der in der Abbildung gezeigten Oberfläche, die eine lokale Version des CLB Synthesizer einbindet.

Bildquelle: Autor

Für einen ersten Versuch bietet siich die Auswahl des Beispiels Invert a Signal an. Ein Doppelklick auf den Tabheader ermöglicht den Wechsel in den Vollschirmmodus, der dringend empfehlenswert ist.

Bildquelle: Autor

Nach einem Klick auf das unten links befindliche Synthesize-Steuerelement erscheint ein grüner Haken und eine Art Fortschrittsbalken, der über die „Menge“ der verbrauchten Logikblöcke informiert. Schließen Sie das CLB-Fenster danach, um im normalen Project Resources-Fenster weiterzuarbeiten. In der Pin Grid View-Anzeige scheinen die Ein- und Ausgangspins dann zur Ansteuerung bzw Zuweisung auf – die Aktualisierung erfolgt erst nach (!) dem Schließen des CLB-Fensters (!!!).

Bildquelle: Autor

Die vom Autor verwendete Belegung präsentiert sich wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: Autor

Betrachtung des Codes

Ist die Generation des Codes erfolgreich verlaufen, so entsteht im Unterordner MCC Generated Files die Struktur clb/src. In clbBitstream.s findet sich eine nach folgendem Schema aufgebaute Bitstromdatei:

1
GLOBAL _start_clb_config

2
GLOBAL _end_clb_config

3

4
PSECT clb_config,global,class=STRCODE,delta=2,noexec,split=0,merge=0,keep

5

6
_start_clb_config:

7
DW 0x0000

8
DW 0x0000

9
DW 0x0000

10
DW 0x0000

11
DW 0x0000

12
DW 0x0000

13
DW 0x0000

14
DW 0x0000

15
DW 0x0000

16
. . . .

Die eigentliche Logik findet sich in clb1.c – interessant ist vor Allem die folgende Methode, die sich um die Initialisierung des CLB kümmert:

1
void CLB1_Configure(uint16_t start_address)

2
{

3

4
uint16_t end_address;

5

6
end_address = start_address + 102;

7

8
// Set the bitstream address

9
CRC_SetScannerAddressLimit(start_address, end_address);

10

11
// Start CLB bitstream load

12
CRC_StartNvmScanner();

13

14
// Wait to complete

15
while (CRC_IsScannerBusy());

16

17
// Switch back to the CRC peripheral

18
CRC_StopNvmScanner();

19
}

Die Aktivierung der Lademethode erfolgt separat:

1
void CLB1_Initialize(void)

2
{

3
/* Disable CLB */

4
CLBCONbits.CLBEN = 0;

5

6
//Load the bitstream

7
CLB1_Configure((uint16_t) &start_clb_config);

8

9
/* CLK HFINTOSC; */

10
CLBCLK = 0x6;

11

12
/* OESEL0 0; OESEL1 0; */

13
CLBPPSCON1 = 0x0;

14

15
/* OESEL2 0; OESEL3 0; */

16
CLBPPSCON2 = 0x0;

17

18
/* OESEL4 0; OESEL5 0; */

19
CLBPPSCON3 = 0x0;

20

21
/* OESEL6 0; OESEL7 0; */

22
CLBPPSCON4 = 0x0;

23

24
// Clearing CLB1I0 IF flag.

25
PIR7bits.CLB1IF0 = 0;

26
// Disabled CLB1I0 CLB1 interrupt

27
PIE7bits.CLB1IE0 = 0;

28

29
// Clearing CLB1I1 IF flag.

30
PIR7bits.CLB1IF1 = 0;

31
// Disabled CLB1I1 CLB1 interrupt

32
PIE7bits.CLB1IE1 = 0;

33

34
// Clearing CLB1I2 IF flag.

35
PIR7bits.CLB1IF2 = 0;

36
// Disabled CLB1I2 CLB1 interrupt

37
PIE7bits.CLB1IE2 = 0;

38

39
// Clearing CLB1I3 IF flag.

40
PIR7bits.CLB1IF3 = 0;

41
// Disabled CLB1I3 CLB1 interrupt

42
PIE7bits.CLB1IE3 = 0;

43

44
/* EN enabled; */

45
CLBCON = 0x80;

46

47
}

Um den eigentlichen Aufruf kümmert sich dann folgende Methode:

1
void SYSTEM_Initialize(void)

2
{

3
CLOCK_Initialize();

4
CLB1_Initialize();

5
PIN_MANAGER_Initialize();

6
CRC_Initialize();

7
NVM_Initialize();

8
INTERRUPT_Initialize();

9
}

Ebenda finden sich auch einige Methoden, die die Kommunikation mit den 32 bit breiten „Steuerregistern“ ermöglichen. Aus Sicht der Recheneinheit stehen zwei Registergruppen aus je vier Kernregistern zur Verfügung, die wie in der Abbildung gezeigt mit den diversen Funktionseinheiten verdrahtet werden. Hier als Auszug eine der Beispielmethoden:

1
void CLB1_SWIN_Write8(uint8_t data)

2
{

3
//wait for CLBSWIN register to be synchronized

4
while (CLB1_IsCLBSWINBusy());

5

6
CLBSWINL = data;

7
}

Wie geht es weiter?

Nachdem wir uns die grundlegende Struktur eines CLB-basierten Projekts angesehen haben, ist es nun an der Zeit, in die Praxis überzugehen. Dies ist Thema eines Folgeartikels – über eventuelle Fragen und Testwünsche freut sich der Autor wie immer im Kommentarbereich.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Politik bei Altium und Microsoft, GigaDevice-Linecard, neue Boards

Neben Informationen zur Übernahme von Altium durch Renesas hält eine Posse um Azure IoT Central die Industrie auf Achse. Im Hause ASUS gibt es derweil neue Tinkerboards zu sehen, während Freunde der Messtechnik interessanten Lesestoff bekommen. Was es sonst Neues gibt, verrät dieser Round-Up der Nachrichten.

GigaDevice – neue Linecard verfügbar

Der chinesische Halbleiterhersteller GigaDevice hat soeben eine neue Linecard veröffentlicht, die aktuelle Produkte wie den GD32VW553 inkludiert. Wer das PDF herunterladen will, muss das unter der Bildquelle bereitstehende Formular ausfüllen.

Bildquelle: https://www.gigadevice.com/download-now?f_id=2&f_key=0&cid=59

Azure IoT Central im Zwielicht – abgekündigt oder nicht?

Mit Azure IoT Central bietet Microsoft seit einiger Zeit ein Value Added-Produkt an, das verschiedene IoT-Services wie in der Abbildung gezeigt kombiniert. Insbesondere im Hause Wuerth wird der Dienst im Calliope-Evaluationsboard eingesetzt.

Bildquelle: https://azure.microsoft.com/en-us/products/iot-central

Diverse angelsächsische Medien berichteten nun von einer Systemmeldung (siehe auch https://www.techradar.com/pro/microsoft-is-retiring-a-key-part-of-its-azure-developer-platform), die auf die baldige Einstellung des Diensts hinwies. Microsoft reagierte auf dieses Ereignis mit einer eigenen Ankündigung, die den Wahrheitsgehalt nach folgendem Schema einschränkt:

1
There was a recent erroneous system message on Feb 14th regarding the deprecation of Azure IoT Central. The error message stated that Azure IoT Central will be deprecated on March 31st, 2027 and starting April 1, 2024, you wont be able to create new application resources. This message is not accurate and was presented in error.

2
via https://techcommunity.microsoft.com/t5/internet-of-things-blog/microsoft-s-commitment-to-azure-iot/ba-p/4059725

Interessant ist allerdings, dass Microsoft im Rahmen dieser Meldung einen neuen Dienst vorstellt – hierzu folgende Passage:

1
Our approach is exemplified in the public preview of Azure IoT Operations, which makes it easy for customers to onboard assets and devices to flow data from physical operations to the cloud to power insights and decision making. Azure IoT Operations is designed to simplify and accelerate the development and deployment of IoT solutions, while giving you more control over your IoT devices and data. Learn more about Azure IoT Operations here:  https://azure.microsoft.com/products/iot-operations/

Renesas und Altium – es geht um Daten, Hauen und Stechen beginnt

Dass Renesas den PCB-Designsoftwarehersteller Altium erwirbt, ist keine wirkliche Neuigkeit – hier die relevanten Financials:

1
Purchase of all Altium common stock for A$68.50 per share in cash. This represents a premium of approximately 34% to the closing price of Altium common stock on February 14, 2024, the last trading day prior to the transaction announcement, a premium of approximately 39% to Altiums onemonth volumeweighted average price (VWAP) from January 15, 2024, a premium of approximately 46% to Altiums threemonth VWAP from November 15, 2023 and a premium of approximately 31% to Altiums alltime high closing price.

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via https://www.renesas.com/us/en/about/press-room/renesas-acquire-pcb-design-software-leader-altium-make-electronics-design-accessible-broader-market

Rückfragen des Autors bei verschiedenen gut informierten Kontakten ergaben ein eindeutiges Bild: “Ziel” von Renesas ist nicht das Öffnen einer neuen Business Unit, sondern das Abgreifen der diversen bei Altium in der Cloud vorliegenden Verhaltensinformationen zu Designern.
Ganz analog zum legendären Lucas Miles in Crimson Skies bekommen die Japaner so einen “Tagesbericht” zu allem, was Entwickler an Komponenten interessiert.
Im Vertriebsnetz löst diese Ankündigung übrigens ebenfalls “Tanz” aus. Vertriebspartner des einen Unternehmens bemühen sich fieberhaft, Lizenzen bzw Franchises für das jeweils andere zu bekommen – wer der beiden “obenauf” bleibt, ist derzeit noch unklar.

Danaher Tektronix: Whitepaper mit Informationen zum Digital Down Converter

Dass man im Hause Danaher mitunter Probleme mit der sinnerfassenden Lesekompetenz hat, ist beispielsweise unter Beitrag „Amper 2022 – Messtechnik im Fokus“ demonstriert.
Schreiben scheint man indes noch zu können. Eine durchaus lesenswerte Application Note geht nun auf das in den MSO-Serien integrierte “Spektralanalysatorfeature” ein.

Bildquelle: https://www.tek.com/en/documents/application-note/spectrum-view-new-approach-frequency-domain-analysis-oscilloscopes

Im Prinzip handelt es sich dabei – Analogien zum in TDS754 und Co verwendeten TriStar sind zufällig – um einen weiteren Signalpfad, der sich auf das Bereitstellen von Spektraldaten ohne FFT spezialisiert.
Außer Frage steht, dass diese Technologie ob der “uneingeschränkt kleinen” Größe der Bins eine sehr schnelle und sehr genaue Analyse der anliegenden Signale ermöglicht. Andererseits ist Moores Gesetz nicht aufzuhalten: der Markt ist voller Unternehmen (Stichwort RIM, Pebble, Palm oder die Vor-Danaher-Tektronix), die auf Hardwareeffizenz und gegen steigende Rechenleistung gewettet haben.
Insbesondere im Fall von Danaher ist die Vorgehensweise nach Ansicht des Autors uneffizient: mit ausreichend großem Speicher kann eine FFT-Anwendung prinzipiell die selben Ergebnisse ertrotzt und ist außerdem ob des Fehlens der Dezimation flexibler als eine hardwarebasierte Lösung. Da der Speicherpreis langfristig auf Null geht…

ASUS: neue Varianten des ASUS Tinker Board 3N

Laut dem im Allgemeinen gut informierten Branchennewsdienst CNX-Software (siehe https://www.cnx-software.com/2024/02/20/rockchip-rk3568-powered-asus-tinker-board-3n-is-now-available-in-three-variants/) liefert ASUS neue Varianten des auf dem Rockchip RK3568 basierenden Tinker Board 3N.
Das Tinker Board 3N Plus zeichnet sich durch einen erweiterten Temperaturbereich aus, während das Tinker Board 3N Lite einige Interfaces eliminiert und so geringere Kosten aufweist. Weitere Informationen zur Produktpalette finden sich unter der oben genannten URL.

Copper Mountain: Arduino als Trigger für Messtechnik

Der VNA-Spezialist Copper Mountain bietet seit einiger Zeit Application Notes an, die exotische Vorgehensweisen im Bereich der Metrologie beschreiben. Unter https://coppermountaintech.com/a-long-range-solution-for-triggering-analyzers-with-arduino-microcontrollers/ findet sich nun eine AN, die das “Remote Triggering” von VNAs mittels eines Arduino demonstriert.

Neue IAR-Version mit erweiterter statischer Analyse und Unterstützung für neue ARM-Kerntypen

Im Hause IAR gibt es Neuigkeiten – die hauseigene IDE liegt in einer neuen Variante vor, die sowohl die statischen Analysefeatures als auch die Unterstützung für verschiedene neue Kerne erweitert:

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The most important new feature in this release is the availability of the certified version of CSTAT, the static code analysis tool certified for safetycritical applications.

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The latest IAR Embedded Workbench for Arm, Functional Safety Edition, complies with the specifications of the C++17 standard and adds new Arm core support for CortexM55, CortexM85, CortexR52+, CortexR82, CortexA32, enabling validated compliance with key functional safety standards such as IEC 61508, ISO 26262, and IEC 62304. It integrates powerful code analysis tools, IAR CSTAT for static analysis and IAR CRUN for runtime analysis, to enhance software reliability and adherence to coding standards like MISRA C, CERT C, and CWE.

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via https://www.presseagentur.com/iar/detail.php?pr_id=6925&lang=en

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Arduino und Espressif – Neues zum Nano ESP32 und zu MicroPython

In einem via CrowdCast übertragenen Event sprachen Espressif- und Arduino-Manager über die gemeinsame Zukunftspläne. Hier eine Zusammenfassung von Wichtigem und Interessantem.

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Allgemeines zur Zusammenarbeit

Alessandro Ranellucci betonte die Wichtigkeit der beiden Unternehmen für die Makerschaft, und betonte, dass die im Gehirn der Entwicklerschaft anwesende “mentale Dichtonomie” zwischen ESP32 und Arduino fehlerhaft ist: der Nano nutzte beispielsweise den ESP32 als Funkmodul.
Die im letzten Jahr formalisierte Kooperation war unter Anderem darauf zurückzuführen, dass ESP-Entwickler gerne den Arduino-Core verwendeten.

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Anant Raj Gupta von Espressif betonte, dass Espressif den Arduino-Core als sehr wichtig betrachtet und versucht, so gut wie alle hauseigenen Chips so schnell wie möglich zu unterstützen.

Der Mikrocontroller im Fokus

Nach einem gegenteiligen Austausch von Höflichkeiten folgte die Vorstellung des Mikrocontrollers: Ranellucci betonte, dass MicroPython langfristig in der Arduinowelt an Wichtigkeit gewinnen würde. Vor Allem wurde hier der schnelle Zugriff auf den Arbeitsspeicher betont – leider war die Bildqualität der Slides in der Übertragung elendlich.

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Sonst gab es im Rahmen der Herunterbetung der Features des ESP32-S3 nicht viel zu sehen: darüber, wie sich das System in die Arduinowelt integriert, schwieg man sich aus.

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Die Bereitstellung auf dem Arduino erfolgt dabei übrigens durch ein Modul aus dem Hause ublox. Der Vortragende aus dem Hause Espressif lobte vor Allem das PCB-Antennendesign.

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Arduno Nano ESP32 im Fokus

Als Motivation für die neue Planare sprach man vor Allem über die Möglichkeit, das schon bekannte Arduino Nano-Format zu verwenden. Neben einer RGB-LED gibt es einen USB C-Port samt Debuggingfähigkeit; sonst hat die Platine “nicht viel” zu bieten. Explizit betonte der Arduino-Sprecher die Möglichkeit, das Board mit dem in der neuesten Arduino-IDE befindlichen Debugger zu verbinden.

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Ubi de Feo sprach danach über die Integration zwischen Arduino und MicroPython. Als Problem erwies sich die Nutzung von Ardunos durch Designer, die an der Lernkurve von C oder C++ scheiterten. MicroPython ist laut dem praktisch Lehrenden ideal geeignet für die “Vermittlung von STEM durch Physical Computing”.

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Softwaretechnisch betonte man erstens den Arduino Lab für MicroPython: dabei handelt es sich um eine “Ausgründung” einer Lab Hack-Session. Ziel ist dabei explizit die “schnelle Ausführbarmachung” von Code.
Links gezeigt ist ein Installationswerkzeug, das die Installation von MicroPython ohne Umstieg auf die für Quereinsteiger Angst einflößende Kommandozeile ermöglicht.
Neben mehrfachen weiteren Erwähnungen der flachen Lernkurve erwähnte man die beiden in der Abbildung gezeigten Dienste. Sinn der hauseigenen Package-Liste ist das Ermöglichen des unbürokratischen Austauschs von Code; Arduino verspricht allerdings, den Code zu testen.

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Lehre im Mittelpunkt

Als Leistungsshow demonstrierte de Feo danach einige Projekte, die von Kadetten innerhalb von nur fünf Tagen realisiert wurden. Hervorgehoben wurde beispielsweise ein bitmapbasiertes Spiel samt einem sehr eigenwilligen Steuerungssystem.

Bildquelle beide: SUPSI Master of Arts in Interaction design (??? https://maind.supsi.ch/master-interaction-design/en ???)

Eine weitere Erwähnung erfolte die Nutzung von ESP_NOW, die dank des MicroPython-Wrappers wesentlich einfacher von der Hand ging und keine große Einarbeitung in WiFi und Co erforderte.
Aus der Länge dieses Vortrags lässt sich ableiten, dass die Arduino-Entwicklerschaft ihre Zukunft klar im Bereich der Lehre sieht: die Danaher Tektronik dürfte seinen Erfolg in den letzten Jahren vor Allem dem massenhaften Verkauf von Low End-TDS-Scopes an regierungsfinanzierte Lehranstalten verdanken.
Mehrfache Fragen darüber, ob es einen Debugger für MicroPython gibt, wurden negativ beschieden – Gerüchte deuten allerdings an, dass ein derartiges Produkt eventuell in Arbeit sein könnten.

Mehr Informationen

Unter der URL https://docs.arduino.cc/hardware/nano-esp32/ finden sich diverse weitere Informationen zum System.

Bildquelle: Autor

Unter https://docs.arduino.cc/micropython/ findet sich außerdem eine arduinospezifische Dokumentation zu MikroPython.

In eigener Sache

Während Sie diese Zeilen lesen, unterzieht sich der Autor einer dringlichen medizinischen Untersuchung. Diese Kurzfassung entstand “live” während des Vortrags; für Fehler bitten wir um Entschuldigung.
Wem Valentinstag feiern will, dem wünscht der Autor alles Gute und eine stressfreie Zeit mit schmackhaftem Essen. Wer lieber seine Ruhe haben will, dem wünscht der Autor Stille und Freiheit von Lästigkeit.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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OrangePi-Spielcomputer, FPGA-Abkündigungen, Arduino-Debugging und neue Chips

Shenzhen Xunlong streckt einen Fühler in Richtung Playstation Portable aus, während AMD das hauseigene FPGA-Portfolio lichtet. Verschiedene neue Mikrocontroller und AI-Updates helfen dabei, diesen Roundup zu einem der längsten zu machen, die je veröffentlicht wurden.

OrangePi Neo: PSP-Alternative

Dass Shenzhen Xunlong alle Arten von (sehr schnellen) Prozessrechnern anbietet, dürfte regelmäßigen Lesern nicht wirklich neu sein. Mit dem OrangePi Neo, der übrigens in Zusammenarbeit mit dem Linux-Experten Manjaro entsteht, kommt nun ein komplett neues Produkt auf den Markt.

Bildquelle: https://neo.manjaro.org/.

Während – derzeit – noch keine Preisinformationen verfügbar sind, sind die Spezifikationen bereits veröffentlicht. Sie präsentieren – siehe Abbildung – ein durchaus schlagfertiges System.

Bildquelle: https://neo.manjaro.org/

Wilderness Labs: Aktualisierung der Entwicklerwebseite

Bryan Costanichs Mannen – das Unternehmen ist für die Meadow F7-Plattform bekannt, die Visual Basic-und C#-Code im IOT zur Ausführung bringt – haben ein komplettes Redesign der Firmenwebseite abgeschlossen.

Bildquelle: https://www.wildernesslabs.co/.

Ziel ist dabei vor allem die „Reduktion der Lernkurve“, um mehr Quereinsteiger das schnellere Erreichen von Zielen unter Nutzung von Bryan Costanichs Technologie zu ermöglichen.

CartoType: Version 8.8 „optimiert“ das Trainingverhalten.

Das in Großbritannien entwickelte OSM-Renderingsystem CartoType ist eine wohlfeile und angenehm zu handhabende Alternative zu Google Maps, Bing Maps und Co. – seit einiger Zeit unterstützt das Unternehmen auch verschiedenste Einplatinencomputern.
Mit Version 8.8 wurde nun eine – eher kleine – Erweiterung vorgenommen, die im unter https://mailchi.mp/f5d234e1ba1e/release-88 bereitstehenden changelog folgendermaßen beschrieben wird:

1
All route calculation during turnbyturn navigation is now done automatically by a background thread, meaning that there are no delays and your app remains responsive.

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There are no other changes affecting the API apart from the addition of a function to start navigation while calculating the route in the background: Framework::StartNavigationDeferred.

Raspberry Pi Foundation – weitere Kapazitätserhöhung für den Raspberry Pi 5

Die schon vor einigen Tagen „erstmals“ erwähnte wesentliche Steigerung der Produktions-Kapazität im Hause Upton wurde nun von der Hauspostille MagPi bestätigt.
Ein vor wenigen Stunden unter der URL https://magpi.raspberrypi.com/articles/double-standards erschienener Artikel enthält die folgenden Informationen:

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The production ramp has been steeper than for any previous flagship product: weve been producing 70,000 units a week for the last few weeks, and this rate is set to increase to 90,000 units a week by the end of January.

Raspberry Pi: optimierter TFLite-Port für den RP2040.

Eine „grundlegende“ Portierung der Embedded-ML-Bibliothek TFLite für den RP 2040 geistert seit längerer Zeit durch die Elektronikindustrie. Wie im Fall anderer Produkte – man denke an WiringPi – gillt allerdings, dass die Maintainer über kurz oder lang das Interesse am Produkt verlieren und es nicht mehr weiter warteten.
Im Fall der ML-Bibliothek gibt es unter der URL https://www.raspberrypi.com/news/a-big-bang-update-for-tensorflow-lite-for-microcontrollers/ nun jedoch frohe Kunde. Spezifischerweise verkündeten die Uptonisten, dass ein gigantischer Push eingegangen ist-die tausenden von Änderungen führten, so zumindest die offizielle Aussage, zu einer wesentlichen Erhöhung der Performance:

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The upshot? These updates and changes reduce the time for the person detection benchmark code from 824ms to 588ms. Thats a ×1.4 speed increase!

FPGA-Nachrichten, zur 1. – Gerüchte über „weitere Informationen“ zu Altera.

Dass sich sowohl Intel als auch AMD je einen FPGA-Hersteller gekauft haben, sollte heute allgemein bekannt sein. Mindestens ebenso interessant ist, dass im Moment beide Unternehmen für Aufmerksamkeit sorgen. Im Fall von Altera – dieses ging an Intel – gibt es per se seit Oktober 2023 Gerüchte darüber, dass Big I seine Beteiligung wieder auf den Markt werfen möchte.
Das im Allgemeinen gut informierte EEJournal bietet in der unter https://www.eejournal.com/article/altera-the-once-and-future-fpga-supplier-part-1/ bereitstehenden Historien-Analyse von Altera die folgende Passage, die nach Ansicht des Autors zwischen den Zeilen zu lesen ist:

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Meanwhile, in more prosaic news, the FPGA supplier formerly known as Intel PSG will be announcing its new name and mission on February 29 the leap day of a leap month of a leap year because, you know, its a leap forward for the company previously known as Altera

Aus zeitlicher Sicht verhält sich Intel dabei mit Sicherheit nicht ungeschickt: der ARM-Börsengang war ein Erfolg, die letzte Zahlenverlautbarung führte zu einem geradezu kometenhaften Ansteigen der Börsenkurse. Unterm Strich wäre es also durchaus möglich, dass man bei Big I hier ein geschicktes Händchen für Technologie-Marketing-Timing bereist.

FPGA-Nachrichten, zur 2.: AMD kündigt diverse „ältere“ Produktlinien ab.

Meldung Nummer zwei stammt ebenfalls vom EEJournal, und dürfte beim einen oder anderen Nutzer von FPGAs aus dem Hause Xiliunx bzw. nun AMD für Ärger sorgen.
Spezifischerweise kündigt das Unternehmen nämlich an, eine Gruppe „älterer“ Chips abzukündigen:

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The notice states that AMD will accept final orders for these devices through June 29, 2024. The affected devices include the XC9500XL, CoolRunner, and CoolRunner II CPLDs, and the SpartanII and Spartan3 FPGA families.

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via https://www.eejournal.com/article/amd-discontinues-coolrunner-and-xc9500-cplds-and-spartan-ii-and-3-fpgas-buy-em-while-you-can/

Ob des vergleichsweise „langen“ letzten Bestellung-Fensters ist es empfehlenswert, hier noch die eine oder andere Order unterzubringen – erfahrungsgemäß steigen die Preise derartiger Chips, sobald sie der Primär-Hersteller nicht mehr anbietet.

Arduino IDE 2.3.0 verfügbar, bringt standardorientiertes Debugger-Interface

Die Arduino-Gruppe hat soeben die „Fertigstellung“ der Version 2.3.0 des hauseigenen Mikrocontroller-Entwicklungssystems angekündigt bzw. vermeldet.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2024/02/07/ide-2-3-is-out-and-youll-love-the-new-debugging-features-in-it/.

Per se ist die „wichtigste“ Neuerung dabei die Implementierung der standard-orientierten und unter der URL https://arduino.github.io/arduino-cli/0.35/platform-specification/#sketch-debugging-configuration im Detail beschriebenen Methode zum Anbinden von Debuggern. Sinn dieser Änderung ist, dass „Maintainer“ von Arduino Cores die für ihre jeweiligen Lütten vorgesehene Debugger-Unterstützung nun in Form „standardisierter“ Dateien anliefern können – so die Spezifikation eingehalten wird, lässt sich das neue Board „direkt“ unter Nutzung der in der Arduino IDE implementierten Debugger-Unterstützung bearbeiten.
Im Bereich der Unterstützung für „hauseigene“ Boards verspricht man im Hause Arduino dabei folgendes:

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Whats more, thanks to this new open framework, we already enabled the debug feature for all the Arduino boards based on the Mbed core, which include GIGA R1 WiFi, Portenta H7, Opta, Nano BLE and Nano RP2040 Connect, while the Renesasbased boards (UNO R4, Portenta C33) will follow in the next hours.

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Weve worked on implementing debug in IDE 2 for a long time, in collaboration with the opensource community and, more recently, in close contact with Espressif to make sure that ESP32 devices would be fully supported. So keep an eye on the upcoming release of the ArduinoESP32 core, which will support the new debug framework! 

Banana Pi BPI-F3 – RISC/V-basierter Einplatinencomputer hoher Leistungsfähigkeit.

Während Experimente mit auf der quelloffenen ISA basierenden SoCs nicht wirklich neu sind, gab es bisher nur vergleichsweise wenige Boards mit hoher Leistungsfähigkeit und hoher Wahrscheinlichkeit für das verfügbar-sein englischsprachiger Dokumentation.
Der von Banana Pi entwickelte BPI-F3 dürfte diesen Ansprüchen entsprechen.

Bildquelle: https://banana-pi.org/en/product-news/547.html.

In der Ankündigung findet sich unter anderem folgende Passage, die „mehr“ Informationen über die Fähigkeiten des verbauten SoCs offeriert:

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The Banana Pi Development Board BPIF3 is equipped with the worlds first application processor, RISCV K1 chip, by SpacemiT Technologies Ltd. (referred to as SpacemiT), which conforms to the RISCV Foundation RVA22 standard.

Eine „allgemeine“ Featureliste findet sich dort ebenfalls, und sieht folgendermaßen aus:

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* 8 core RISCV chip, CPU integrates 2.0 TOPs AI computing power

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* Singlecore general computing power equivalent to 1.3 times CortexA55

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* Supports 32bit LPDDR4/4X, with a maximum of 16GB of memory

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* 4K decoding and encoding

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* 5lane PCIE2.1 expansion capability

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* 1x USB 3.0 + 2x USB 2.0 interfaces

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* 12x UART serial ports

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* Operating temperature range: 40°C to 85°C 

Zu guter letzt ist noch die folgende Passage relevant, die explizit auf die Verfügbarkeit englischsprachiger Dokumentation hinweist:

1
The BPIF3 aims to use RISCV technology to meet the needs of global users. It is designed to be suitable for users in China, the United States, Europe, India, and all developed and developing countries and regions.

Schade ist lediglich, dass es zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Artikels noch keine „fixen“ Informationen zu Preis oder Verfügbarkeit der Platine gibt. So diese eintreffen, reichen wir sie allerdings schnellstmöglich nach.

SOPHGO SG2000/SG2002 – -an Kernen, da wimmelt es

Spätestens seit dem STMicroelectronics die MP1-Serie lancierte, sind „extrem diverse“ Chips nichts wirklich Neues mehr. Im Hause SOPHGO treibt man diesen Trend allerdings auf die Spitze – der im allgemeinen gut informierte Branchen-Newsdienst CNX fast die „Zusammensetzung“ der MCU unter der URL https://www.cnx-software.com/2024/02/07/sophgo-sg2000-sg2002-ai-soc-features-risc-v-arm-8051-cores-android-linux-freertos/ folgendermaßen zusammen:

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More specifically we have one 1GHz C906 64bit core capable of running Linux, one 1GHz Arm CortexA53 for Linux or Android, another 700 MHz C906 RISCV core for FreeRTOS, and a 300 MHz 8051core for realtime I/Os, as well as 256MB or 512MB SiP DRAM.

Englischsprachige Dokumentation zu diesem Kern sucht man derzeit-im allgemeinen-vergeblich. Angemerkt sei allerdings, dass es bereits ein englischsprachiges Flowchart gibt, das wir in der folgenden Abbildung samt Quellenverweis abdrucken.

Bildquelle: https://milkv.io/chips/sg2000.

Wuerth: Kondensator-Typen wirken sich nicht nennenswert auf Audio Qualität aus.

Ein Bericht, der im Hause der P. T. Audiofools zu erregtem Grunzen und Quieken führen dürfte, ist die unter der URL https://www.we-online.com/en/support/knowledge/application-notes?d=anp125-acoustic-effect-of-harmonic-distortions bereitstehende Application Note aus dem Hause Wuerth.

Bildquelle: Wuerth

Die übrigens in der Elektor „vorab“ veröffentlichte Studie kann dabei zu folgendem, für die Anbieter von Audio-Schlangenöl nur wenig befriedigenden Ergebnis:

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The results suggest that the harmonic distortions are well below the threshold of audibility. It can be concluded that the capacitors do not add significant distortions to fundamental frequencies as they transfer signals. Modifications of the electrolyte or separation paper have a negligible effect on the THD.

Quectel: Funkmodul mit Unterstützung für Wifi HaLow.

Der Wifi HaLow-Standard ist – per se – seit 2004 „bekannt“; besonderes Interesse von Seiten von Hardware- und Modulherstellern war ihm bisher allerdings nicht vergönnt.
In Zusammenarbeit mit Morse Micro liefert Quectel nun das in der Abbildung gezeigte Modul aus, das diesen Standard unterstützt.

Bildquelle: https://www.quectel.com/product/wi-fi-halow-fgh100m.

Quectel bietet – erwartungsgemäß – auch ein Antennen-Portfolio an, das mit dem neuen Modul zusammenarbeitet. In der unter https://www.quectel.com/news-and-pr/wi-fi-halow-module-ce-fcc-certifications-morse-micro bereitstehenden Pressemeldung gibt es mehr Informationen dazu – derzeit gibt es leider noch keine Preise, auch eine OEMSecrets-Preisanalyse liefert zum Zeitpunkt der Drucklegung noch nichts.

Nuvoton: Microcontroller-Familie für Gaming-RAM-Riegel (!!!)

Der Trend zu „Mikrocontrollern für spezifische Anwendungen“ ist nicht aufzuhalten. Das chinesische Halbleiterhaus Nuvoton – in der Vergangenheit beispielsweise für seine 5 V-fähigen Mikrocontroller bekannt – schickt mit dem NUC1263 nun einen Chip ins Rennen, der „ausschließlich“ auf die Bedürfnisse von Herstellern von Gaming-Speicherriegel für Spielcomputer optimiert ist. Was auf den ersten Blick wie ein schlechter Scherz klingt, ist ernst gemeint – in der Pressemitteilung findet sich die folgende Passage:

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Nuvoton unveils the NUC1263 series, a powerful 32bit Arm CortexM23 microcontroller tailored for DDR5 gaming modules, delivering a 1.0V I3C interface and seamless gaming light control through an LLSI interface.

Interessant ist in der Aussendung außerdem die Erwähnung einer Gruppe von „Spezifikationen“, die im Bereich der Workstation-Beleuchtung gerne zum Einsatz kommen scheinen:

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The NUC1263 series offers six channels of the LLSI (LED Light Strip Interface), allowing control of RGB light bars and the new generation ARGB Gen 2 light bars. Compared to traditional SPIcontrolled light bars, it utilizes less than 1/3 of SRAM resources, enabling software developers to use system resources more efficiently and reduce the complexity of software development. Additionally, it supports up to 24 channels of highspeed PWM and nine channels of 50mA High sink current pins. Apart from the core voltage, this series provides two sets of power supply IOs (VDDIO supply pins), each capable of operating at different voltage ranges, making it more adaptable to various external device voltage standards and seamlessly integrating into multiple applications.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

Quelle: Read More

Bauteilmarkt: Neues auf ganzer Front

Nicht nur im Bereich der Mikrocontroller gibt es Neues – passive Komponenten, klassische analoge ICs und ähnliche Komponenten verdienen mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit. Hier ein kleiner Round-Up verschiedenster Produkte, die im Laufe des letzten Monats auf den Markt
gekommen sind.

Analog Devices EVAL-CN0583-SOM – Evaluationsboard für Rauchmelder.

Spätestens das Aufkommen der diversen Vape-Stoffe hat dafür gesorgt, dass Rauchmelder in Universitäten und Schulen zum „begehrten Gut“ avanciert sind – ein Kollege des Autors bekam in der Vergangenheit mehrfach diesbezügliche Beratungsanfragen.
Analog Devices bietet im Zusammenspiel mit der von Maxim übernommenen Mikrocontrollersparte nun ein Evaluationsboard an. Dabei handelt es sich – siehe Abbildung – um ein mehr oder weniger schlüsselfertiges Rauchmelder-Modul.

Bildquelle: Analog Devices.

Zu beachten ist, dass das Modul eine mehr oder weniger geschlossene Einheit darstellt; Dallas Maxim stellt die im Mikrocontroller enthaltenen Algorithmen nicht der Allgemeinheit zur Verfügung (der Autor hat dies in der Vergangenheit angefragt).
Andererseits ist der OEMSecrets-Bestpreis von rund 50 EUR (siehe https://www.oemsecrets.com/compare/EVAL-CN0583-SOM) nicht allzu hoch – insbesondere im Projektgeschäft wechseln derartige Produkte um ein Vielfaches ihren Besitzer.

KeySight InfiniiVision 4000G – “erweitertes“ Oszilloskop.

Dass KeySight mit der 4000er-Serie eine eierlegende Wollmilchsau anbietet, die unter anderem zwei AWG-Ausgänge anbietet, ist bekannt. Die „neue“ G-Klasse unterscheidet sich vom Vorgänger vor allem dadurch, dass nun – wie in der Abbildung gezeigt – verschiedene bisher separat zu erwerbende Optionen Teil des Distributionspakets sind.

Bildquelle: https://nwsnext.com/blog/new-keysight-infiniivision-4000g-x-series-oscilloscope/

KeySight ist dabei durchaus gewillt, von den Lebenden zu nehmen: die mit 200 MHz Bandbreite ausgestattete Variante dient als „Basis“, und wechselt ohne MSO-Funktion um € 8000 den Besitzer. Möchte man auch die Logikanalyse-Fähigkeiten benutzen, so liegt der Einstiegspreis bei rund € 12.000. In der Praxis gilt natürlich immer, dass man ein derartiges Gerät nicht bei einem „Line Distributor“ kaufen sollte, ohne vorher mit der für das jeweilige Land zuständigen Generalvertretung ein hochnotpeinliches Gespräch zu führen.

Bourns CSI: Drahtbrückenmeßwiderstände mit SMD-Fähigkeit

Die Frau des Autors scherzte vor einigen Jahren, dass sie irgendwann ein SMD- bzw. Pick and Place-freundliches Weihnachtskeks entwerfen würde. Im Hause Bourns nimmt man eine durchaus ähnliche Strategie – die CSI-Serie sind, wie in der Abbildung gezeigt, Drahtbrücken, die ob ihres entweder ein oder 5 % genau spezifizierten Widerstands als Strommeßelement geeignet bzw. avisiert sind.

Bildquelle: Bourns.

Zu beachten ist, dass die in „Einserstückzahl“ rund einen Euro kostenden Bauteile in den Größen 2512, 3920, 4026 und 5930 verfügbar sind. Über die „praktische Langzeittauglichkeit“ möchte der Autor keine Anmerkungen machen – zu beachten ist, dass die auf Bauteile wirkenden Kräfte mit dem Quadrat des Gewichts zunehmen, und dass SMD-Bauteile von der Rigidität der Verbindung zu Platinen mit ihrem Durchsteckmontage-Kollegen nicht wirklich mithalten können (Anmerkung: die in der Literatur dokumentierten Robustheits-Vorteile in frühen militärischen Anwendungen lagen am wesentlich geringeren Gewicht der Komponenten).

TE Connectivity L000643 NFC-Antenne mit „interessanten“ Ausführungen im Datenblatt.

Die L000643 ist eine – die Tausenderstückzahl kostet rund drei Euro (siehe https://www.oemsecrets.com/compare/L000643) – vergleichsweise teure, an Plastikgehäusen angeklebte NFC-Antenne. Ihren „Platz“ in dieser illustren Auflistung der Bauteile verdient sich das Produkt vor allem aufgrund seines Datenblatts, welches die in der Abbildung gezeigte „Testmethode“ fotografisch vorführt.

Bildquelle: TE Connectivity.

PanDuit Antimicrobial – Bakterien- und pilzabweisende Kabelbinder.

Spätestens seit der Corona-Paranoia lässt sich mit der Angst des Menschen gutes Geld verdienen; außerdem gilt, dass die Nutzung von Keime abtötenden Materialien in manchen Bereichen vorgeschrieben ist. PanDuit bietet mit nun verschiedenste Kabelbinder an, die aus einem gemäß ISO 22196:2019 und ASTM G21-15 zertifizierten und als Mikroben- bzw. Pilz-abtötenden Material bestehen.
Hervorzuheben ist außerdem, dass diese Kabelbinder einen metallischen Materialanteile enthalten. Auf diese Art und Weise ist sichergestellt, dass sie von im Food-Bereich gerne zur „Rückstandserkennung“ verwendeten Metalldetektoren gemäß FDA-Standard erkannt werden können, so Teile von ihnen versehentlich in den Produktionskreislauf gelangen.

AMS Osram: Lichtsensor mit Flimmererkennung

Wer von seinem Lichtsensor „mehr“ als nur allgemeine Quantifizierung des Umgebungslichts erwartet, wird von AMS Osram mit dem TCS3530 hervorragend bedient. Das Bauteil, das die in der Abbildung gezeigte Struktur aufweist, ist – unter Anderem – zum Erkennen von Flimmerfrequenzen bis zu 7 kHz befähigt.

Bildquelle: AMS Osram.

Das I2C-Interface, das übrigens auch mit dem I3C-Standard kompatibel ist, ermöglicht dem Entwickler dann das Zuweisen der in der Abbildung gezeigten Dioden mit den einzelnen Leseverstärken.

Bildquelle: AMS Osram.

ams OSRAM SYNIOS® P1515 – Leuchtdiode mit einzigartiger Umgebungsausleuchtung

Auch im Bereich der Leuchtdioden geht der Trend in Richtung der „Special Interest LED“. Mit der P1515-Familie schickt AMS Osram nun eine für den Automotive-Bereich vorgesehene Leuchtdiode ins Rennen. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist eine „universelle“ Ausstrahlung, die AMS in der Pressemitteilung folgendermaßen beschreibt:

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The AECQ102 qualified SYNIOS® P1515 LEDs produce a sideemission output with uniform 360° light intensity all round the device. Light is also emitted from the top of the LED, but at lower intensity than from the sides, to ensure that applications such as extended rear light bars can be easily realized with no bright or dark spots. 

Hammond 1597KIT – prozessrechnerfreundliches Gehäuse für DIN-Schienenmontage.

Die-Routinen sind universell verbreitet: wer sein „Kricket“ den-befestigt war gestaltet, erleichtert dem P. T. Kunden die Inbetriebnahme erheblich.
Der Gehäusespezialist Hammond schickt mit der 1597KIT-Serie eine Reihe von Gehäusen ins Rennen, die weit verbreiteten Einplatinencomputern diesen „heiligen Gral der stressfreien Montage“ zu eröffnen suchen.
Hammond betont, dass die ABS-Gehäuse mit „vorgefertigten Breakpoints“ ausgestattet sind, die das Exponieren von Interfaces durch Ausbrechen ermöglichen. Schade ist lediglich, dass es zum Zeitpunkt der Drucklegung weder Unterstützung für den OrangePi noch für den Raspberry Pi fünf gibt – die Abbildung zeigt, was die Hersteller derzeit anbietet.

Bildquelle: Hammond.

Silicognition LiFePO4wered/Pi+ – quelloffene USV für Raspberry Pi mit RTC-Funktion.

Obwohl die Raspberry Pi Foundation beim Raspberry Pi fünf einem RTC-Eingang vorsieht, bleibt die von Silicognition angebotene Platine interessant.
Es handelt sich dabei um eine USV-artige Hardwareerweiterung, die dem Raspberry Pi das „Weiterarbeiten“ nach dem Verlust der Haupt-Energieversorgung ermöglicht.
Hervorzuheben ist an diesem Produkt unter anderem, dass sich auf der unter der URL https://lifepo4wered.com/lifepo4wered-pi+.html bereitstehenden Webseite verschiedene Schaltplan-Unterlagen herunterladen lassen – das Produkt taugt also nicht nur als kommerzielle Komponente für ein Prozessrechnersystem, sondern auch als „Inspirationsquelle“ für Eigenes.

TE Connectivity: Antenne mit SMA-artigen Footprint.

Wer auf seiner Platine keine PCB-Antenne eindesignen kann oder möchte, wünscht sich“ schlüsselfertige“ Antennen. Linx Technologies – das Unternehmen ist seit einiger Zeit Teil von TE – schickt mit der Linx Technologies 2.4GHz Vertical Helical Antenna nun ein Produkt ins Rennen, das diese Ansprüche erfüllt.

Bildquelle: TE Connectivity.

Im Prinzip macht das Produkt dabei – die in der Abbildung gezeigte mechanische Zeichnung hat Detailinformationen – das, was man bei Lektüre der Verpackung erwarten würde. Interessant ist der Footprint, der an klassische Antennenstecker erinnert und so eine „einfache“ Umstellung zwischen interner und externer Antennen-Variante eines Produkts ermöglicht.

Bildquelle: TE Connectivity.

Texas Instruments TMUX622x / TMUX722x – neue Analogschalter.

Wer nach einem SPST-Schalter sucht, bekommt von Texas Instruments zwei neue Produkte angeboten. Im Prinzip verhalten sich die beiden identisch, weshalb wir nur eines der beiden Blockdiagramme abdrucken.

Bildquelle: Texas Instruments.

Die 72er-Variante ist dabei besonders gegen Latchup geschützt, während die 62er-Variante einen Leckstrom von nur 50 pA aufweist – TI betont ihre „besondere“ Eignung für Aufgaben der Metrologie.

TI TPS2117 – Stromversorgungs-Mux mit bis zu 4A Stromtragfähigkeit.

Situationen, in denen ein „Trinket“ aus zwei unterschiedlichen Quellen versorgt werden muss oder soll, sind heute Legion. Texas Instruments nimmt sich mit dem TPS2117 dieses Problems an – die Abbildung zeigt das „Prinzipschaltbild“.

Bildquelle: Texas Instruments.

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Raspberry Pi-Börsengang, MicroEJ-Smartwatch, Dual Screen-Android und Buchhaltungsstress

Der letzte News-Roundup dieses Monats steht im Bann der Software. Neben Neuigkeiten von MicroEJ und Emteria gibt es Erweiterungen für PC-basierte Messtechnik, neue Funkmodule und Ärger für Microsoft-Entwickler. Außerdem plant man im Hause Raspberry Pi den Börsengang.

Eben Upton: Börsengang in Arbeit

Halbleiter- und Elektronikunternehmen werden immer wieder zu Spielbällen der größeren Politik: nach dem IPO von ARM (Cash für Masa Son) dürfte es nun einen IPO im Hause Raspberry Pi (Cash für BroadCom, wohl wegen VMWare-Übernahme) geben.
Bloomberg berichtet unter https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-01-29/raspberry-pi-picks-banks-for-ipo-choosing-london-over-new-york?leadSource=reddit_wall nun darüber, dass die 2022 eingefrorenen Pläne für einen Börsengang reaktiviert sind:

1
Raspberry Pi is in the early stages of preparing for listing on the London Stock Exchange, looking ahead to when the IPO market reopens, Chief Executive Officer Eben Upton said

2
. . .considered

3
a listing in early 2022. The company, controlled by a charitable foundation, has since raised money from the likes of ARM Holdings Plc and Sony Group Corp.s semiconductor division. It was valued at about $560 million post the ARM investment.

Im Vergleich zur Kaufsumme von VMWare (69 Milliarden USD) mag diese Summe klein erscheinen – in der Community, die die Raspberry Pi Foundation in vielen Fällen als “do no evil company” sieht, erregte die Entscheidung massive Aufmerksamkeit. In einem Gespräch mit Ars Technica versuchte Upton (siehe https://arstechnica.com/gadgets/2024/01/raspberry-pi-is-preparing-for-an-ipo-in-london-for-likely-more-than-500m/) sein Glück an Kalmierung – wer der Situation nicht vertraut, kann naturgemäß einfach einen OrangePi kaufen.

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Bildquelle: Autor

MicroEJ – neue Variante des Betriebssystems für Smart Watches

Dass das hinter der Mikrocontroller-Java-Runtime Emteria stehende Unternehmen seiner Lütte seit einiger Zeit Launcher, App Stores und ähnliche an Android erinnernde Funktionen einschreibt, ist für aufmerksame Verfolger der News-Roundups nicht wirklich neu. Mit dem unter https://www.microej.com/product/vee-wear/ bereitgestellten VEE Wear greifen die Gallier nun nach dem Smartwatchmarkt.
Interessant ist, dass das System im Marketing an mehrerlei Stelle als energie- und ressourcensparendere Variante von Android Wear angepriesen wird. In der Vergangenheit waren derartige Versuche – man denke nur an die Pebble Smartwatch – im Allgemeinen nur wenig erfolgreich.

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Bildquelle: MicroEJ

Panel-PC mit Emteria

Selbst nach Googles Entscheidung, Android Things im Allgemeinen aufzugeben, durfte die Smart Display-Variante weiterleben. Im Hause Emteria ging man nun eine Partnerschaft mit einem Panel PC-Anbieter ein; eines seiner Produkte hat fortan ein hauseigenes Android 13-Image zur Verfügung.

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Bildquelle: https://emteria.com/blog/pos-iq-pro-android

Sonst verrät Emteria folgendes über die Funktionen des Geräts:

1
The POSIQPRO panel PC, equipped with an Intel® Pentium® N4200 processor is a great foundation for power hungry projects. Available in sizes from 10.1 to 15.6 inches, they feature a 10finger PCAP touchscreen, a slim stainlesssteel housing, and IP65 front protection against dust and water. This makes them a good choice under the adverse conditions that prevail in industrial production environments.

Mehrbildschirmbetrieb unter Android ist möglich!

Wer seine Elektronik-Arbeit nicht auf einem Zweischirm-Rechner macht, lebt in einem Zustand der Sünde. Emteria – das Unternehmen bietet eine Androiddistribution für den industriellen Einsatz an – hat nun ein Tutorial online gestellt, das die Nutzung unter Android illustriert.

Bild.
Bildquelle: https://emteria.com/kb/multi-display-support.

Am Wichtigsten ist dabei, dass die Zuweisung zwischen Bildschirmen und USB-Gerätem „statisch“ erfolgt. Anders als unter Windows oder Linux ist es also nicht erlaubt, einen Mauszeiger zwischen den beiden Bildschirmen zu verschieben. Weitere Informationen zur Thematik finden sich – wie immer – im Emteria-Blog.

Microsoft: DUNS-ID für Entwickler-Konten erforderlich.

Die Zeit des „wilden Westens“, wo eine Kreditkarte zum Anmelden eines Entwickler-Kontos ausreichte, ist nicht nur im Hause Google vorbei. Microsoft sendet ein E-Mail an seine Partner, in dem über die bald auftauchende Erfordernis für eine Duns-Id informiert wird:

1
Updated Partner Center Account Verification Requirements

2
Microsoft will be requiring that all company accounts in Partner Center submit either their business DUNS ID or one form of business verification document. To learn more about this change, go to our account creation page here.

3
Required Action:

4
Beginning February 17, 2024, new company accounts will be required to enter their business information during account creation.

5
Existing partners with company accounts will have until early 2025 to update their accounts with the required business verification information. Failure to provide the information by the deadline may result in accounts being blocked and/or content removal.

Zur Erklärung: Eine Duns-Id ist eine vom Unternehmen Dun und Bradstreet zur Identifikation von Unternehmen vergebene und weltweit einzigartige Nummer. Im unter https://www.youtube.com/watch?v=Lb3WHoQ71io bereitstehenden Video des Autors finden sich weitere Informationen zum Thema, die auch einen Weg zur kostenlosen Beschaffung einer Duns-Id zur Verfügung stellen. Da dieser Prozess allerdings einige Zeit in Anspruch nimmt, ist es empfehlenswert, schon jetzt mit der Beantragung zu beginnen.

PicoScope 7: neue Funktionen.

Der für seine PC-Oszilloskope bekannte britische Hersteller Picoscope hat soeben eine Aktualisierung der Compagnon-Software für die hauseigenen Oszilloskope durchgeführt. Am Wichtigsten ist dabei Unterstützung für das PSI 5-Protokoll – dieses im Automotive-Bereich verbreitete System dient unter anderem für die Sensor-Kommunikation.
Außerdem gibt es allgemeine Trigger-Funktionen, die Nutzern eines Picoscopes das „Erfassen“ bestimmter Zustände, die auf fehlerhafte Betriebszustände hinweisen, erleichtern.

Bild.
Bildquelle: Picotech.

Hier noch der „vollständige“ Changelog, der über die Änderungen informiert:

1
Rise and Fall Time Triggering: Rise and fall time triggering allow users to capture and analyze signals based on their transition times, specifically the time it takes for a signal to change from a certain voltage level to another. It can be set to trigger on a rising or a falling edge.

2
Measurements Logging: PicoScope 7 now facilitates the logging of automatic oscilloscope measurements directly to a CSV file on the host computer. This feature enables engineers to test their designs over extended durations and view the impact of variables such as supply voltage range, clock frequency stability, temperature drift and others over time.

3
Measurement Limits and Actions: Measurements Actions build on the standard automated measurement system by enabling the result of any measurement to be automatically tested against an upper or lower measurement limit defined by the user. An Action, also defined by the user, can be programmed to execute on violation of the test.

4
PSI5 Decoder: PSI5 is a widelyused protocol in automotive sensor applications, and its addition to the toolset expands the capabilities of engineers working on automotive electronic systems. This enhancement allows for seamless decoding and analysis of PSI5 data, allowing users to optimize sensor performance and reliability.

PicoTech: SDK für Vektor-Netzwerkanalysator auf GitHub verfügbar.

Vektornetzwerkanalysatoren sind nicht nur als „Stand Alone-Messgeräte“ interessant – im Zusammenspiel mit dem PC taugen die Geräte auch zur Realisierung komplexer ATE-Workflows.
Nutzer der Picoscope-Variante finden unter der URL https://github.com/picotech/picovna5-examples nun ein SDK, das verschiedene häufig auftretende Probleme automatisiert.

Segger: Adapter für Arduino MKR-Boards.

Segger expandiert seit einiger Zeit auch in den Ausbildungsbereich. Mit dem in der Abbildung gezeigten Adapter steht nun eine Platine zur Verfügung, die Arduino MKR-Boards „direkt“ mit dem hauseigenen Kommandogerät J-Link verbinden kann.

Bild.
Bildquelle: Segger.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Segger unter der URL https://www.segger.com/products/debug-probes/j-link/accessories/adapters/arduino-mkr-adapter/ der Platine mehrere Varianten anbietet. Die Abbildung zeigt einen „Auszug“ des Angebots.

Bild.
Bildquelle: https://www.segger.com/purchase/pricing/jlink-related/#adapters

Im Hause Arduino ist man über diese Erweiterung des Ökosystems – naturgemäß – erfreut. Im Rahmen der offiziellen Pressemitteilung findet sich unter anderem die folgende Aussage:

1
Arduino fokussiert sich seit jeher stark auf Studenten und HobbyEntwickler. Daher schätzen wir SEGGERs Unterstützung in diesem Bereich sehr„, erklärt Massimo Sacchi, Corporate Partnerships Manager bei Arduino PRO. „SEGGERs J-Link EDU Mini eignet sich perfekt für einige unserer Kunden, ebenso wie die kostenlose Verfügbarkeit von professionellen Tools für unsere nicht-kommerziellen Nutzer. Natürlich profitieren auch unsere kommerziellen Kunden von dieser Unterstützung.

VNAs: Offset Frequency Measurememt zur Analyse von Dopplern und ähnlichen Komponenten.

Vektor-Netzwerk-Analysetoren arbeiten „normalerweise“ mit derselben Sende- und Empfangsfrequenz. Das US-amerikanische Unternehmen Copper Mountain Technologies kündigt nun eine Seminarserie zu einer Technologie an, die – dem Newsaffen bisher unbekannt – mit dieser eins zu eins-Beziehung bricht.
Spezifischerweise können die Geräte nun mit „zwei unterschiedlichen“ Frequenzbändern arbeiten, um beispielsweise die „Ausgangsfrequenz“ eines Mixers zu erbeuten:

1
A Copper Mountain Technologies VNA can make offset measurements where the stimulus and receiver are not at the same frequencies. This allows for the characterization of upconverters, downconverters, and mixers. Because the frequencies differ, phase measurement has no meaning and only scalar amplitude is determined. Vector mixer calibration utilizing a deembedded reference mixer makes the stimulus and receiver measurements the same and allows for full amplitude and phase characterization of the mixer under test. Deembedding of the reference mixer requires a secondtier calibration. In this webinar, both of these methods will be demonstrated.

Weitere Informationen zur Thematik finden sich im unter https://coppermountaintech.com/webinar/offset-frequency-measurements-with-a-vna/ bereitstehenden Webinar.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Arduino-Roboter, neuer Orange Pi, ESP-Home-Analogon für ZigBee uvm

Nach dem eher überschaubaren Erfolg des Braccio probiert man im Hause Arduino einen weiteren Anlauf im Bereich Robotik für Ausbildungsstätten. Shenzhen Xunlong verkleinern ihren Achtkern-Einplatinencomputer, während Nordic Semi ein ESP-Home-Analogon auf Basis von ZigBee anbietet. Was es sonst Neues gibt, verrät dieser Round-Up.

CologneChip: Integrierte Logikanalyse-Funktion für den GateMate

Wer mit FPGAs oder sonstigen digitalen Schaltungen arbeitet, verwendet gern Logikanalysatoren – schade nur, dass sich dieser Markt in der Vergangenheit stark ausgedünnt hat (siehe auch https://www.linkedin.com/pulse/who-won-logic-analyzer-wars-barbara-aichinger/).
Mit dem „Integrated Logic Analyser“ steht nun eine Komponente zur Verfügung, die – in das sonstige FPGA-Design implantiert – Logikanalysatorfunktionen zur Verfügung stellt. Für die Auswertung der gesammelten Daten steht außerdem das in der Abbildung gezeigte Programm zur Verfügung.

Bildquelle: https://github.com/colognechip/gatemate_ila

Da für die Kommunikation mit dem Rechner – logischerweise – Zusatzkomponenten erforderlich sind, empfiehlt sich die Verwendung des GateMate A1-Evaluationsboards. Im GitHub-Repositorium, dass oben als Bildquelle erwähnt wurde, findet sich allerdings auch folgende Passage mit „Zusatzinformationen“ zu Ansprüchen an lokale Hardware:

1
If customer hardware is used, please note that the ILA requires a USB interface between the computer and the GateMate FPGA. The FPGA ultimately uses an SPI interface to communicate with the PCB circuitry. The USBtoSPI adapter can either be built on the customer PCB or the GateMate FPGA Programmer can used and connected to the FPGA. Please see [Programmer Board Datasheet] (https://www.colognechip.com/docs/ds1002-gatemate1-programmer-latest.pdf) for more information.

Handelskrieg: Loongson gewinnt gegen MIPS.

Eine eher kleiner Nebenschauplatz im Handelskrieg im Halbleiterbereich war der Kampf zwischen Loongson und MIPS bzw. ihrem chinesischen Stellvertreter.
Der im Allgemeinen gut informierte Branchen-Newsdienst Toms Hardware informiert und https://www.tomshardware.com/pc-components/cpus/chinese-chipmaker-loongson-wins-case-over-rights-to-mips-architecture-companys-new-cpu-architecture-heavily-resembles-existing-mips darüber, dass diese Entscheidung zwar wie das Hornberger Schießen ausging, man im Hause Loongson aber „etwas besser“ dasteht als die MIPS:

1
. The court decided last year that Loongson owed royalties to CIP United. However, CIP United, in turn, owed arbitration fees, which are significantly more than the royalties.

Auf lange Sicht gesehen dürfte diese Sicht allerdings einen Phyrhussieg darstellen – Loongson arbeitet nämlich seit einiger Zeit an einer „neuen“ Architektur, die mit dem MIPS-IP nichts mehr zu tun haben sollte.

ZigBee Home: ESP-Home mit Nutzung des ZigBee-Funkstandards.

Espressifs Eintritt in die Welt der Smart Home-Entwicklung wurde anfangs „unterschätzt“ – mit Produkten wie ESP-Home hat sich der Halbleiter-Hersteller mittlerweile aber eine sehr gute Position im Markt erarbeitet.
Etablierte Hersteller wie das ZigBee-Standardisierungsgremium und die zu ihm gehörenden Halbleiterhersteller reagieren darauf eher langsam. Unter der URL https://github.com/ffenix113/zigbee_home ist nun eine als ZigBee Home bezeichnete Firmware aufgetaucht, deren Selbstbeschreibung kaum eindeutiger sein könnte:

1
Project that aims to provide similar functionality to ESPHome, but for Zigbee devices.

Als „primäre“ Zielplattform sind die NRF52840-Dongles vorgesehen; langfristig ist auch eine Erweiterung in Richtung der NRF 53-Produktfamilie vorgesehen.

Orange Pi 5 Pro: „kleinere“ Variante des High End-Orange Pi.

Dass man sowohl im Hause Shenzhen Xunlong als auch im Hause OKDO schnellere Einplatinencomputer als den Raspberry Pi 5 fertigt, wurde hier in der Vergangenheit immer wieder besprochen. Nachteilig ist in diesen Produkten allerdings, dass sie auch physikalisch größer ausfallen als die Kollegen aus dem Hause Upton.

Bildquelle: Tamoggemon Holding k.s.

Mit dem Orange Pi 5 Pro plant Shenzhen Xunlong nun das Anbieten des in der Abbildung gezeigten Prozessrechners, dessen Formfaktor dem Raspberry Pi ähnelt.

Bildquelle: http://www.orangepi.org/html/hardWare/computerAndMicrocontrollers/details/Orange-Pi-5-Pro.html.

Auf der Produktwebseite finden sich auch die beiden gezeigten Abbildungen, die die Vorder- und Rückseite des Systems zeigen.

Bildquelle: http://www.orangepi.org/html/hardWare/computerAndMicrocontrollers/details/Orange-Pi-5-Pro.html.

Das Produkt ist in der Vergangenheit schon mehrfach in der Gerüchteküche aufgetaucht, wird von Shenzhen Xunlong nun aber erstmalig offiziell erwähnt. Zum Zeitpunkt der Drucklegung gilt allerdings, dass die beiden Kauf-Knöpfe noch nicht aktiviert sind.

Flux.AI: Künstlicher Intelligenz-basierter Assistent fortan nicht mehr kostenlos.

Wir hatten das Start-Up Flux.AI und seinen im Browser lebenden Platinen-Editor in der Vergangenheit immer wieder besprochen. Bisher galt, dass der in der Betaphase befindliche Copilot-Dienst – zumindest im Allgemeinen – kostenlos zur Verfügung stand.
Mit dem „Eintreten der Serienreife“ ändert sich dies. Ganz analog zu OpenAI und Co. setzt man auch im Hause Flux auf das Konzept der Credits – im kostenlosen Konto sind nur noch 50 Credits pro Monat enthalten, wie im Fall von Open AI gilt außerdem, dass die Menge der zur Beantwortung einer Anfrage erforderlichen Credits nicht von vorneherein ersichtlich ist:

1
Free Monthly Credits to Fuel Your Creativity

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To make Copilot accessible to everyone, were thrilled to offer every user 50 free Copilot credits that automatically renew every month.

3
How do credits work? Every interaction with Copilot, will utilize credits. The number of credits consumed varies based on your prompts complexity and the size of your project. A simple question involving a few components can be as low as 1 credit, while a complex question involving many components can be 30 credits or more. Learn more about credits.

Wer weitere Credits erwerben möchte, kann entweder auf einen „bezahlten“ Plan umsteigen, oder aber die Credits einzeln einkaufen – weitere Informationen hierzu finden sich unter der URL https://docs.flux.ai/reference/copilot-credits?. Interessant ist außerdem, dass Flux.ai die „Rückerstattung“ von für falsche Antworten verbrauchten Credits explizit ausschließt.

Bildquelle: https://docs.flux.ai/reference/copilot-credits

Arduino Alvik: Neuer Anlauf eines Educational Robots.

Der Arduino Braccio war in der (in Retrospektive aus gutem Grund) unterlegenen Fraktion des Arduino-Bürgerkriegs entwickelt – da sich Massimo Banzis Mannen durchsetzten, kam das Produkt nie wirklich auf den Markt.
Mit dem auf dem Arduino Nano ESP32-Board basierenden Alvik möchte Arduino die Arduino-Gruppe nun eine „kleinere“ Variante eines Lehr-Roboters ins Rennen schicken.

Bildquelle: https://www.arduino.cc/education/arduino-alvik.

Explizite „Zielnutzer“ sind dabei Ausbildungsbetriebe und Schulen – im Rahmen der Ankündigung wirbt man mit 19 „schlüsselfertigen“ Übungen:

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Immerse students in over 19 engaging lessons with robotics and programming activities, exploring robotics movements and tackling innovative projects such as smart warehouses and smart highways. Lessons foster interdisciplinary connections, and encourage everyone to explore technology through handson projects and collaboration. By understanding the tech, students develop critical thinking and problemsolving capabilities, preparing them for realworld challenges.

Interessant ist außerdem, dass die Platine sowohl M3-Schrauben als auch Lego Technic-Erweiterungen bzw. Interfaces aufweist. 3D gedruckte oder sonst wie „im Haus gefertigte“ Erweiterungen lassen sich so bequem mit dem Testroboter verbinden.

Bildquelle: https://www.arduino.cc/education/arduino-alvik

Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Artikels stehen noch keine Preisinformationen zur Verfügung – auf der Webseite gibt es derzeit lediglich die Möglichkeit, „Interesse am Produkt anzumelden“.

Literatur zu WiFi 7, 5G und Energy Harvesting.

Wer nach Lesestoff sucht, findet unter der URL https://news.mit.edu/2024/self-powered-sensor-harvests-magnetic-energy-0118 ein vom MIT ausgearbeitetes Paper zum Energie Harvesting. Unter https://resources.goanritsu.com/internet-of-things/evolution-towards-latest-wifi7-standard-802-11be steht ein Video aus dem Hause Anritsu zur Verfügung, dass den WeFi 7-Standard im Detail erklärt. QualComm bietet unter https://www.qualcomm.com/news/onq/2023/12/whats-next-in-5g-advanced eine Kurzfassung neuer Entwicklungen im Bereich 5G.

5G RedCap: Erste Module werden verfügbar.

Eine weitere für den IoT-Bereich relevante Neuigkeit betrifft das Verfügbar-werden von 5G RedCap-Modulen. Im aktuellsten Newsletter von Techship findet sich diesbezüglich die folgende Passage:

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5G RedCap (Reduced Capability) modules are a newer class of 5G technology designed to offer a more efficient and economical pathway for devices transitioning from LTE to 5G. They target the gap between highspeed mobile broadband and lowbandwidth devices, offering rightsized performance for midtier Internet of Things (IoT) applications that do not require the full capabilities of Enhanced Mobile Broadband (eMBB).

2
Telit Cinterion has introduced firstgeneration RedCap modules like the PVR81 and FE910C04, which are compatible with previous LTE modules. Samples are available now. Fibocom has also entered the 5G RedCap module arena with the new FG131 and FG132 series, with samples also available for evaluation. We expect more module manufacturers to scale up their RedCap offerings throughout 2024.

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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Raspberry Pi 5-Produktion erhöht sich, Angriff auf Flashspeicher der ESP32-Serie

Der Strom der Nachrichten bringt Kunde aus dem Hause Upton: Neben einer Produktionskapazitätssteigerung für den Raspberry Pi 5 gibt Ebenezer Upton zu, an einer Compute Modul-Version des Raspberry Pi 5 zu arbeiten. Außerdem gibt es Probleme für die Flash-Speicher-Sicherung des ESP32; erste WiFi 7-kompatible Hardware wird verfügbar. Renesas und STM launcieren derweil neue Mikrocontroller – hier eine Liste der Neuerungen.

Compute Module auf Basis des Raspberry Pi 5 in Arbeit.

Der im Allgemeinen gut informierte angelsächsische Branchennewsdienst Toms Hardware zitiert Ebenezer Upton unter https://www.tomshardware.com/raspberry-pi/raspberry-pi-compute-module-5-confirmed-by-ceo-eben-upton folgendermaßen:

1
„Yeah. No, it’s happening. I think we’ve committed CM5 (Compute Module 5) is happening“. 

Interessant ist, dass im Forum der Raspberry Pi Foundation zwei „zuwiderlaufende“ Meldungen zu finden sind. Erstens gibt es einen RasberryPI-Entwickler, der von einer Ankündigung im ersten Halbjahr spricht.

Bildquelle: https://forums.raspberrypi.com/viewtopic.php?t=358183#p2147972

Wenige Minuten später meldete sich Liz Upton – sie ist für die Kommunikation verantwortlich uind sorgte in der Vergangenheit mit unnötigen politischen Positionierungsaussagen für negative Aufmerksamkeit – und verlautbarte Gegenteiliges.

TEXT. https://forums.raspberrypi.com/viewtopic.php?t=358183#p2147972

Eine tiefergehende Analyse verschiedener Dokumente der Raspberry Pi Foundation“ durch Toms Hardware ergab dann die Feststellung, dass das Compute Module 5 sehr wahrscheinlich den mit dem Compute Module 4 eingeführten Stecker „weiterverwenden“ wird.

Erhöhung der Produktionskapazitäten für den Raspberry Pi 5.

Die nach der Ankündigung bzw. Auslieferung jedes neuen Raspberry Pi auftretenden „Shortages“ dürften eine Maßnahme zur Steigerung des Hypes sein – neben diversen (aggressiven) Werbekampagnen der Konkurrenz gibt es darauf naturgemäß immer die in der Abbildung gezeigte Antwort.

Bildquelle: Tamoggemon Holding K.S.

Sei dem wie es sei, kündigte Ebenezer Upton im weiter oben angekündigten Interview auch an, die Produktionskapazität des Raspberry Pi 5 zu verdoppeln: Alsbaldig sollen 90000 Platinen pro Woche hergestellt werden.

Erste Samples von Wifi 7-Modulen verfügbar.

Die Wifi Alliance startete am 8. Januar ihr WiFi Certified Program für die siebte Version des Standards. Der im Allgemeinen kommunikationsfreudige Funkmodul-Spezialist TechShip bietet nun, wie in der Abbildung gezeigt, die ersten darauf bzw dafür vorgesehenen Funkmodule an.

Bildquelle: https://techship.com/search/?q=compex%207000.

Huawei: Digitimes Asia berichtet von Experimenten mit RISC-V-Mikrocontrollern.

Das „dank Handelskrieg und Co.“ immer im besonderen Fokus stehende chinesische Halbleiter-Unternehmen Huawei arbeitet laut dem im Allgemeinen gut informierten Branchennewsdienst Digitimes Asia daran, RISC-V-basierte Mikrocontroller anzubieten.

Bildquelle: https://www.digitimes.com/news/a20240115PD228.html?mod=2.

Leider ist dieser Artikel derzeit exklusiv für zahlende Abonnenten zugänglich. Zu beachten ist deshalb ab, dass es sich dabei vielleicht um Clickbait handeln könnte – der in der Abbildung gezeigte Balong 5000 ist jedenfalls ein Huawei-Funkmodul und kein Microcontroller.

ESP32-C3 / ESP32-C6 / ESP32-V3 – Sidechannel-Angriff exponiert Inhalte des Flashspeichers.

Um die „Sicherheit“ der Flashspeicher im Hause Espressif ist es im Allgemeinen nicht gut bestimmt – in der Vergangenheit gab es immer wieder Angriffe, die den Zugriff auf an sich gesperrt markierte Bereiche ermöglichten.

Der französische Sicherheits-Forscher Courk konstruierte nun – wie in der Abbildung gezeigt – eine Karte, die Sidechannel-Angriffe auch auf die „neuesten“ Mitglieder der Espressif-Chipfamilie ermöglicht.

Bildquelle: https://courk.cc/breaking-flash-encryption-of-espressif-parts.

Interessant ist, dass Espressif das Problem mitlerweile bekannt ist. Unter der URL https://www.espressif.com/sites/default/files/advisory_downloads/AR2023-007%20Security%20Advisory%20Concerning%20Bypassing%20Secure%20Boot%20and%20Flash%20Encryption%20using%20CPA%20and%20FI%20attack%20on%20ESP32-C3%20and%20ESP32-C6%20EN.pdf findet sich ein Security Advisory, das die in der Abbildung gezeigte und nur wenig Hoffnung auf „Abhilfe“ für vorhandene Chips versprechende Meldung enthält.

Bildquelle: Espressif.

Renesas: Bluetooth-Modul, 64 Bit-MPU mit geringem Energieverbrauch

Die Japaner bestücken diesen Nachrichten-Round-Up mit zwei Messages: Erstens steht mit dem RZ/G3S eine Erweiterung der RZ/G-Serie am Start, die auf die Bedürfnisse von IoT Edge-Gateways und ähnlichen mit Embedded Linux-Systemen arbeitende Anwendungen optimiert sind.

Bildquelle: Renesas.

Über die eigentlich im Kern verbauten Cores vermeldet Renesas folgendes:

1
The RZ/G3S employs an Arm® Cortex®A55 core as the main CPU with a maximum operating frequency of 1.1 GHz and two Cortex®M33 cores as subCPUs operating at 250 MHz. Users can distribute the MPUs workloads to subCPUs, allowing the device to efficiently handle tasks such as receiving data from sensors, controlling system functions and managing power systems. This reduces the workload on the main CPU, resulting in fewer components, lower costs and a smaller system size.

Im Rahmen der Ankündigung des Chips hob Renesas außerdem das Power Management hervor, dass verschiedenste Stand-by-Modi mit extrem geringen Energieverbrauch möglich macht:

1
The devices newly added power management system is designed to reduce power consumption to extremely low levels less than 10 µW. The MPU also supports the DDR selfrefresh function which allows to retain DRAM data, while also enabling fast Linux startup. The fast startup allows IoT devices, which frequently operate intermittently, to save power and significantly extend the runtime of batterypowered devices. Moreover, the device offers a standby mode that can maintain subCPU operation at a power level as low as 40 mW, offering the flexibility to optimize power consumption based on the specific operating requirements of each application.

Ab sofort ist unter der URL https://www.renesas.com/us/en/products/microcontrollers-microprocessors/rz-mpus/rzg3s-general-purpose-microprocessors-single-core-arm-cortex-a55-11-ghz-cpu-and-dual-core-cortex-m33-250 die „volle“ Produkt-Informationsseite zugänglich; die verschiedenen zur Familie gehörenden Bauteile werden bereits als aktiv gelistet.

Neuling „Nummero zwei“ ist der als DA14592 bezeichnete Bluetooth-SOC, der – analog zu STMicroelectronics und Co. – auf eine Zweikern-Architektur setzt:

1
DA14592 Bluetooth® Low Energy (LE) SystemonChip (SoC) representing Renesas lowest power consumption and smallest, multicore (CortexM33, CortexM0+), Bluetooth LE device.

Auch hier gilt, dass die Japaner den extrem geringen Energieverbrauch des Chips hervorheben:

1
Continuing Renesas Bluetooth LE SoC leadership in lowest radio power consumption, the DA14592 utilizes a new lowpower mode to offer worldclass, 2.3mA radio transmit current at 0dBm and 1.2mA radio receive current. Additionally, it supports an ultralow hibernation current of only 90nA, extending shelflife for endproducts shipped with battery connected, and ultralow active current at 34µA/MHz for products requiring significant application processing.

Der Basistyp ist dabei ab sofort verfügbar, die Zertifikation der Modul-Variante wird asbaldig erwartet:

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The DA14592 is in mass production today with the DA14592MOD targeted for worldwide regulatory certifications in 2Q24. For information about Renesas comprehensive development kits and support, including its widely adopted, lowcost, nolicensing fees product line tester, contact Renesas or visit: renesas.com/DA14592.

STMicroelectronics: Neue Varianten des STM32U5 für Grafik-Applikationen mit hohen Ansprüchen

Spätestens seit der Übernahme des Grafik-Spezialisten Graupner ist offensichtlich, dass visuelle Inhalte hoher Qualität im Hause STMicroelectronics ein Fokus-Gebiet sind.
Mit dem STM32U5F9/G9 und STM32U5F7/G7 schickt STMicroelectronics nun eine neue Controllerfamilie ins Rennen, die trotz ihrer geringen Kosten „hochqualitative“ Grafiken realisieren soll.
In der Pressemitteilung betont man neben dem 3 MB großen SRAM-Speicher auch Erweiterungen im Bereich der NeoChrome-GPU:

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Dank des eingebauten NeoChromVG handelt es sich hier um die ersten STM32MCUs mit hardwarebeschleunigten Vektoroperationen, die nützlich zum Rendern von SVGs (skalierbaren Vektorgrafiken) und Vektorfonts sind. Die spezielle GPU ermöglicht außerdem anspruchsvolle Effekte wie etwa Rotation, AlphaBlending und Texture Mapping mit exakter Perspektive. Darüber hinaus enthalten die MCUs einen JPEGCodec zur Verarbeitung von MJPEGFilmen. Dank dieser Fähigkeiten können in smarten Hausgeräten, SmartHomeControllern, EBikes und industriellen Bedienterminals Techniken wie etwa animierte Logos, mehrere Schriftgrößen, zoombare Landkarten und Videowiedergabe genutzt werden. Die Konsumenten können sich somit auf neue Produktgenerationen freuen, die nicht nur attraktiv und interessant, sondern auch einfacher zu verstehen und zu bedienen sind.

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Der hohe Integrationsgrad und die große RAMKapazität ermöglicht Entwicklern die Realisierung eines leistungsstarken GrafikSubsystems ohne externe SpeicherICs, was einerseits Leiterplattenfläche spart und andererseits das Herausführen von HighSpeedSignalen aus dem Chip erübrigt. Da neben 3 MB SRAM auch 4 MB Flash in den Chip integriert sind, steht umfangreicher Speicher für Code und Daten zur Verfügung.

Über die Preise vermeldet STMicroelectronics derweil folgendes:

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Die MCUs STM32U5F9/G9 und STM32U5F7/G7 sind jetzt zu Preisen ab 8,58 USDollar im LQFP100Gehäuse lieferbar (ab 10.000 Stück). Die GrafikentwicklungsKits STM32U5G9JDK1/2 sind ab 89, USDollar lieferbar.

ROHM: Sound-Generator für die Elektromobilität.

Zu guter Letzt sei noch auf den ML22120xx hingewiesen – ein IC, der die Präsenz-Warntöne für Elektro-Autos generiert. Eine bessere Beschreibung findet sich in den Abbildungen.

Bildquelle: https://www.presseagentur.com/rohm/detail.php?pr_id=6887&lang=en

Zuerst erschienen bei Mikrocontroller.net News

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